DE1568841B - Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Verbindungen, die kernständige Perfluoralkylgruppen enthalten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Verbindungen, die kernständige Perfluoralkylgruppen enthaltenInfo
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Description
1 2
Es ist bekannt, daß Tetrafluoräthylen sich an einige fluorpropen das Perfluorolefin ist, erfolgen analoge
aromatische Verbindungen, z. B. Benzol und gewisse Reaktionen, und Perfluorpropylgruppen werden an
substituierte Benzole, in Gegenwart von nichtionischen die aromatischen Kerne gebunden, doch ist im allge-
Katalysatoren, wie Kobaltcarbonyl, addieren kann, meinen das Ausmaß der durch Perfluorpropylgruppen
um z. B. Fluoralkylbenzole zu ergeben, in welchen die 5 erreichten Substitution geringer als das durch Per-
Fluoralkyl-Seitenketten endständige Wasserstoffatome fiuoräthylgruppen erreichte.
aufweisen, doch müssen die als Ausgangsmaterial Die Produkte des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendeten aromatischen Verbindungen mindestens reichen von Flüssigkeiten mit Siedepunkten unterhalb
1 Wasserstoff atom an den Kern gebunden enthalten, 1500C bis zu Feststoffen mit Schmelzpunkten über
und weiter muß ein Wasserstoffatom für jedes Molekül io 200° C. Einige davon sind thermisch stabile Flüssig-
Tetrafluoräthylen, das sich an den Kern addiert, an keiten, die sich zur Verwendung als Schmiermittel,
den Kern gebunden sein. Kühlmittel und Wärmeleitungsmedien eignen. Andere
Es wird gemäß der Erfindung ein Verfahren zur sind wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung von
Herstellung von neuen aromatischen Verbindungen, Verbindungen, deren Moleküle hochgradig fluoriert
die kernständige Perfluoralkylgruppen enthalten, vor- 15 sind und reaktive Gruppen enthalten, und demgemäß
geschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß wertvolle Merkmale besitzen, z. B. oberflächenaktive
man Hexafluorbenzol, Pentafluorchlorbenzol, Tetra- Eigenschaften.
fluordichlorbenzol, Octafluortoluol, Decafluordiphe- Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung,
nyl, Octafluornaphthalin oder Decafluoranthracen mit .
Tetrafluoräthylen oder Hexafluorpropen in Gegen- 20 Beispiel!
wart von Alkalifluoriden oder Tetraalkylammonium- 70 g Tetrafluoräthylen wurden in eine Suspension fluoriden als ionischen Katalysatoren je nach den von 5 g trockenem Kaliumfluorid in 50 g Hexafluoreingesetzten Ausgangsstoffen bei Temperaturen bis zu benzol und 150 ml trockenem Dimethylformamid, 250° C im geschlossenen Gefäß umsetzt. die in einem mit einem Rührer ausgestatteten Auto-Tetrafluoräthylen und Hexafluorpropen addieren 25 klav enthalten waren, destilliert. Der Autoklav wurde sich also an der genannten aromatischen Verbindung, auf 155° C erhitzt und 6 Stunden bei dieser Temperatur die kein Wasserstoffatom an den Kern gebunden gehalten, während welcher Zeit der Druck von 33,7 auf enthalten, und ergeben Derivate, in welchen voll- 2,81 kg/cm2 fiel. Der Autoklav wurde gekühlt und der ständig fluorierte Seitenketten, die keine endständigen Inhalt filtriert, um 6 g eines festen Produktes zu er-Wasserstoffatome enthalten, an den Kern gebunden 30 geben, das in Wasser, Dimethylformamid und Benzol sind. unlöslich war, und nur Kohlenstoff und Fluor enthielt Die Reaktionstemperatur beträgt zweckmäßig 20 bis und bei 200 bis 210° C schmolz und eine empirische 250° C, vorzugsweise 50 bis 150° C. Formel von etwa C6F6(C2F4),, hatte. Die Umkristalli-Es ist gewöhnlich zweckmäßig, ein flüssiges Reak- sation dieser Festsubstanz aus Hexafluorbenzol ergab tionsmedium zu verwenden, doch ist dies nicht er- 35 einen Feststoff vom F. = 204° C, dessen Massenforderlich. Geeignete Reaktionsmedien sind Dimethyl- spektrum zeigte, daß er C6(C2F5)6, Perfluorhexaäthylformamid, Dimethylacetamid, Tetramethylensulf on, benzol, war.
nyl, Octafluornaphthalin oder Decafluoranthracen mit .
Tetrafluoräthylen oder Hexafluorpropen in Gegen- 20 Beispiel!
wart von Alkalifluoriden oder Tetraalkylammonium- 70 g Tetrafluoräthylen wurden in eine Suspension fluoriden als ionischen Katalysatoren je nach den von 5 g trockenem Kaliumfluorid in 50 g Hexafluoreingesetzten Ausgangsstoffen bei Temperaturen bis zu benzol und 150 ml trockenem Dimethylformamid, 250° C im geschlossenen Gefäß umsetzt. die in einem mit einem Rührer ausgestatteten Auto-Tetrafluoräthylen und Hexafluorpropen addieren 25 klav enthalten waren, destilliert. Der Autoklav wurde sich also an der genannten aromatischen Verbindung, auf 155° C erhitzt und 6 Stunden bei dieser Temperatur die kein Wasserstoffatom an den Kern gebunden gehalten, während welcher Zeit der Druck von 33,7 auf enthalten, und ergeben Derivate, in welchen voll- 2,81 kg/cm2 fiel. Der Autoklav wurde gekühlt und der ständig fluorierte Seitenketten, die keine endständigen Inhalt filtriert, um 6 g eines festen Produktes zu er-Wasserstoffatome enthalten, an den Kern gebunden 30 geben, das in Wasser, Dimethylformamid und Benzol sind. unlöslich war, und nur Kohlenstoff und Fluor enthielt Die Reaktionstemperatur beträgt zweckmäßig 20 bis und bei 200 bis 210° C schmolz und eine empirische 250° C, vorzugsweise 50 bis 150° C. Formel von etwa C6F6(C2F4),, hatte. Die Umkristalli-Es ist gewöhnlich zweckmäßig, ein flüssiges Reak- sation dieser Festsubstanz aus Hexafluorbenzol ergab tionsmedium zu verwenden, doch ist dies nicht er- 35 einen Feststoff vom F. = 204° C, dessen Massenforderlich. Geeignete Reaktionsmedien sind Dimethyl- spektrum zeigte, daß er C6(C2F5)6, Perfluorhexaäthylformamid, Dimethylacetamid, Tetramethylensulf on, benzol, war.
N-Methylpyrrolidon, Hexamethylphosphoramid und Das Einengen des Filtrats aus der Umkristallisation
Diäthylenglykoldimethyläther. ergab einen Feststoff mit einem tieferen Schmelz-Wenn
die aromatische Ausgangsverbindung Hexa- 40 punkt, der CeF(C2Fs)5 entsprach.
fiuorbenzol ist, besitzen die Produkte der Reaktion die Das flüssige Filtrat wurde in Wasser gegossen,
allgemeine Formel gewaschen, abgetrennt und über wasserfreiem Ma-
/f, c Λ K /-.-p /T1T?^ gnesiumsulfat getrocknet und dann fraktioniert destil-
C6F „-„(C^)» bzw. C6^ e-»(.C3t<7)„, liertj was einen Bereich von Perfluoräthylbenzolen,
worin η eine Gänzzahl von 1 bis 6 ist. 4S pc^c\pü^i:^ η r (^ c \ α η-c rr-τ: \
Wenn die aromatische Ausgangsverbindung ein c<^^C2F*>>
M^4I1W^sh, W"3(C2J^3 und c6t<2(e2t< 5)i;
Fluorchlorbenzol ist, ist es nicht möglich, mehr als ergab. Ihre empirischen Formeln wurden durch
eine begrenzte Anzahl von Perfluoralkylgruppen ein- Elementaranalyse festgestellt, und ihre Struktur durch
zuführen, da die an den Benzolkern gebundenen massenspektrographische Analyse und NMR-Messun-
Chloratome durch die Perfluoralkylgruppen aktiviert 50 gen betätigt. Die Messungen der kernmagnetischen
werden und dazu neigen, selbst entfernt zu werden. Resonanz zeigten auch, daß die hauptsächlichen Iso-
Bei Pentafluorchlorbenzol z. B. ist es nicht möglich, meren von C6F4(C2Fg)21,4-Perfluordiäthylbenzol, von
mehr als drei Perfluoräthylgruppen einzuführen, ohne C6F3(C2Fs)3 1,3,4-Perfluortriäthylbenzol und von
Chlor zu entfernen und den Katalysator zu desakti- C6F2(C2Fg)41,2,4,5-Perfluortetraäthylbenzol waren,
vieren. In entsprechender Weise kann man bei Tetra- 55
vieren. In entsprechender Weise kann man bei Tetra- 55
fluordichlorbenzol nicht mehr als zwei Perfluoräthyl- Es wurden folgende Ausbeuten erhalten:
gruppen ohne Verlust an Chlor einführen. C6F5(C2F5) etwa 10 g
Wenn Tetrafluoräthylen und Octafluortoluol als C6F4(C2Fj)2 etwa 12 g
aromatische Ausgangsverbindung verwendet werden, C6F3(C2F5)3 etwa 12 g
haben die Produkte die allgemeine Formel 60 C6F2(C2F5)4 etwa 5 g
PF ipp^rp C6F1(C2F5),, etwa 2 g
W, Γ β—rtlVa^ 5)11S-^Γ 3,
worin η eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist, und wenn die B e i s ρ i e 1 2
aromatische Ausgangsverbindung Decafluordipher.yl
ist, haben sie die allgemeine Formel 65 100 g Tetrafluoräthylen, 50 g Hexafluorbenzol, 3 g
r λ- ρ \ trockenes Caesiumfluorid und 100 ml trockenes Di-
^ΐΐΤιο-ηΚ^ύη, methylformamid wurden miteinander bei 100° C in
worin /; eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist. Wenn Hexa- einem Rührautoklav 4 Stunden erhitzt, wonach der
Claims (1)
- 3 4Druck um 10,5 kg/cm2 abgefallen war. Der Autoklav Die Hauptkomponente C6(C2F5)5CF:J wurde inwurde abgekühlt, und die Produkte wurden in der im einer Menge von 12 g erhalten.Beispiel 1 beschriebenen Weise behandelt, was 15 g . .unverändertes Hexafluorbenzol und 30 g an gemisch- Beispielten Perfluoralkylbenzolen, die von C6F5(C2F5) bis 5 60 g Tetrafiuoräthylen, 40g Pentafluorchlorbenzol,C6(C2Fg)6 reichten, ergab. 3 g trockenes Caesiumfluorid und 100 ml trockenes■ jiijAi-'ui Dimethylformamid wurden miteinander bei 110° C inEs wurden folgende Ausbeuten erhalten: einem Rührautoklav 4 Stunden lang erhitzt! währendC8F5(C2F5) etwa 2 g welcher Zeit der Druck von 28,1 kg/cm2 auf 8,44 kg/C6F4(C2Fj)2 etwa 5 g io cm2 fiel. Der Autoklav wurde abgekühlt und derC6F3(C2F5)3 etwa 5 g Inhalt in Wasser gegossen.C6F2(C2Fj)4 etwa 8 g Die untere Schicht wurde abgetrennt, mit WasserC6F(C2F5)5 nur eine Spur gewaschen, getrocknet und destilliert, was 20 g un-C6(C2F5)e etwa 10 g verändertes Pentafluorchlorbenzol und eine Fraktioni5 von höherem Siedepunkt ergab. Die FraktionierungBeispiel 3 der letzteren mittels Gasphasen-Chromatographieergab 15,5 g C6F4Cl(C2F5), 8,2 g C6FSC1(C2FS)2 und20 g Tetrafiuoräthylen, 30 g Hexafluorbenzol und 1,5 g CeF2Cl(C2F5)3. Diese Formeln und Strukturen 2 g Tetraäthylammoniumfluorid wurden miteinander wurden durch Elementaranalyse, massenspektrograbei 15O0C in einem Rührautoklav 6 Stunden erhitzt, 20 phische Analyse und durch die Messungen der NMR-wonach der Druck um 21 kg/cm2 abgefallen war. Das Spektren bestätigt.Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, und die Produkte Versuche zur Herstellung von Verbindungen mitwurden destilliert, was 15 g unverändertes Hexafluor- mehr als drei Pentafluoräthylgruppen führten zur benzol und 25 g an gemischten Perfluoralkylbenzolen Entfernung von Chlor und Desaktivierung des ergab, die von einer Flüssigkeit vom Kp. 8O°C/8O mm 25 Caesiumfluorids.
Hg bis zu einer kristallinen Festsubstanz vom F. . . .= 2050C reichten. Diese Flüssigkeiten und Fest- Beispiel 6substanzen wurden als die im Beispiel 1 beschriebenen 30 g Hexafluorpropen, 30 g Hexafluorbenzol, 100mlPerfluoräthylbenzole identifiziert, indem ihre Reten- trockenes Dimethylformamid und 2,5 g Caesiumtionszeiten bei der Gasphasen-Chromatographie, ihre 3° fluorid wurden miteinander in einem Rührautoklav Massenspektren und ihre NMR-Spektren verglichen 4 Stunden lang bei 1100C erhitzt. Das Reaktionswurden. gemisch wurde dann abgekühlt und in Wasser ge-Es wurden folgende Ausbeuten erhalten: gössen. Die untere Schicht wurde abgetrennt unddestilliert, was 20 g unverändertes Hexafluorbenzol,9ξ V· · · · fj™ \l l 35 10,2 g Perfluorpropylbenzol C6F5(C3F7) und 5,5 g%ξ* C2F5) etwa 10 g Perfluordipropylbenzol C6F4(C3F7), ergab.^e* 4(Ls2F5)2 etwa JLd gC6F3(C2Fs)3 etwa 8g Beispiel 7f s>4 etwa 12S 20 g Decafluordiphenyl, 100 ml trockenes Dimethyl-y)s etwa * s 40 formamid, 3,0 g Caesiumfluorid und 50 g Tetrafluor-5),) 6 g äthylen wurden miteinander in einem RührautoklavFeststorr 4 Stunden lang bei 120° C erhitzt. Das HauptproduktBeispiel 4 der Reaktion war ein Perfluoräthyldiphenyl, das bei1500C schmolz, und sich durch die Elementaranalyse20 g Octafluortoluol, 50 ml trockener Diäthylen- 45 und die massenspektrographische Analyse und die glykoldimethyläther und 2 g trockenes Caesiumfluorid Messung der NMD-Spektren als C12F4(C2F5)e erwies, wurden in einen trockenen Autoklav eingebracht, und Weiterhin wurden kleinere Mengen an C12F2(C2Fj)3 dann wurden 60 g Tetrafluoräthylen eindestilliert. Der und C12(C2F5)10 gebildet.
Autoklav wurde auf 1O0C erhitzt und der Inhalt p .
gerührt. Innerhalb von 6 Stunden fiel der Druck von 50 ratentansprucn:
23,2 kg/cm2 auf 3,52 kg/cm2, und die Reaktion wurde Verfahren zur Herstellung von neuen aromatidann beendet. Der Inhalt des Autoklavs wurde in sehen Verbindungen, die kernbeständige Perfluor-Wasser gegossen und die untere Schicht abgetrennt alkylgruppen enthalten, dadurch gekenn- und destilliert. Das Destillat wurde der Gasphasen- zeichnet, daß man Hexafluorbenzol, Penta-Chromatographie unterworfen, um es in seine ver- 55 fluorchlorbenzol, Tetrafluordichlorbenzol, Octaschiedenen Komponenten aufzutrennen, und bei fluortoluol, Decafluordiphenyl, Octafluornaphthadiesen wurde durch Elementaranalyse und massen- lin oder Decafluoranthracen mit Tetrafluoräthylen spektrographische Analyse gefunden, daß sie alle oder Hexafluorpropen in Gegenwart von Alkalifünf möglichen Pentafluoräthylperfluortoluole von fluoriden oder Tetraalkylammoniumfluoriden als C8F4(C2F5)CF3 bis Ce(C2F5)5CF3 enthielten. Ihre 60 ionische Katalysatoren je nach den eingesetzten Strukturen wurden durch die Messung der NMR- Ausgangsstoffen bei Temperaturen bis zu 2500C Spektren bestätigt. im geschlossenen Gefäß umsetzt.
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