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DE1568208C - Verfahren zur Herstellung von Glycid amid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glycid amid

Info

Publication number
DE1568208C
DE1568208C DE1568208C DE 1568208 C DE1568208 C DE 1568208C DE 1568208 C DE1568208 C DE 1568208C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acrylonitrile
hydrogen peroxide
reaction
glycidamide
reaction mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dr 6900 Heidel berg Kohlhaupt Reinhold Dr 6710 Fran kenthal Becke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG

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Claims (1)

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Die Herstellung yon. Glycidamid durch Umsetzen zurückgewinnen und dann wiederverwenden; Es ist von Acrylsäurenitril mit Wasserstoffperoxid in wäß- .. zweckmäßig, das Reaktionsgemisch nach beendeter riger oder wäßrig-alkoholischer Lösung bei einem Wasserstoffperoxidzugabe noch einer NachreaktionspH-Wert von 6,0 bis 9,0 wurde bereits mehrfach periode zu überlassen, um einen weitgehenden Verbeschrieben. Bei allen bekannten Verfahren wird auf 5'brauch des Wasserstoffperoxids zu erreichen,
die Zerstörung nicht umgesetzten Wasserstoffperoxids Glycidamid findet Verwendung als Zwischenpronach Beendigung der Reaktion hingewiesen. Nach dukt für die technische Herstellung von Textilhilfsdem Verfahren der USA.-Pätentschrift. 3 053 857 mitteln, Weichmachern^ Farbstoffen und Pfianzenerfolgt sie durch Behandlung mit Palladium auf Tier- . Schutzmitteln,
kohle, nach dem Verfahren der deutschen Patent- io R ■■ _· > |
schrift 1154 086 durch Behandeln des Reaktions- -. P '.
gemisches mit Oxiden des Mangans, Bleis oder Zu 795 g (15 Mol) Acrylsäurenitril und 4500 g Vanadins. Als höchste Ausbeute wird bei diesen . destilliertem Wasser läßt man unter kräftigem Rühren bekannten Verfahren 58 % der Theorie angegeben. 459 g (13,5 Mol) Wasserstoffperoxid (1315 g einer
Es wurde nun gefunden, daß man Glycidamid 15 35%igenWasserstoffperoxidlösung) innerhalb 1,5 Stundurch Umsetzen von Acrylsäurenitril mit Wasserstoff-. den so eintropfen, daß durch die frei werdende peroxid bei einem pH-Wert von 7,0 bis 8,0 in wäßriger Reaktionswärme eine Reaktionstemperatur von 45°C Lösung bzw. wäßriger Suspension in wesentlich aufrechterhalten wird. Der pH-Wert wird durch höheren Ausbeuten als bei den bekannten Verfahren, Zutropfen von wäßriger 2-Natronlaugelösung konauch ohne nachfolgende Behandlung mit einem ao stant auf 7,0 bis 7,6 gehalten. Die Konzentration des Metall oder Metalloxid erhält, wenn man das Wasser- Wasserstoffperoxids übersteigt während der Reaktionsstoffperoxid dem Acrylnitril fortwährend in dem periode 5 Gewichtsprozent, bezogen auf Acrylnitril, Maße zuführt, daß der Wasserstoffperoxidgehalt im nicht. Das Reaktionsgemisch wird. bei gleichem Reaktionsgemisch 5 Gewichtsprozent, bezogen auf pH-Wert eine weitere Stunde bei der Temperatur von vorhandenes Acrylnitril, nicht übersteigt. 25 45° C gehalten und anschließend unter vermindertem
Die Umsetzung des Acrylnitril erfolgt, indem man Druck, bei etwa 30 Torr und 40°C, so weit wie möglich
Wasserstoffperoxid, vorzugsweise 3- bis SOgewichts- eingeengt, wobei 180 g (entsprechend etwa 3,4 Mol)
prozentige wäßrige Lösungen, dem in Wasser gelösten nicht umgesetztes Acrylnitril zurückgewonnen werden,
oder suspendierten Acrylnitril in dem Maße zuführt, Das im Rückstand befindliche Glycidamid wird in
wie es verbraucht wird. Das Verhältnis der Gewichts- 30 Aceton aufgenommen, die erhaltene Lösung mit
mengen Acrylnitril zu Wasser liegt im allgemeinen im Natriumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel unter
Bereich 1:20 bis 1:2, insbesondere 1:10 bis 1:4. vermindertem Druck bei 400C abdestilliert und das
Man hält die Konzentration von Wasserstoffperoxid erhaltene Rohprodukt bei 0,2 Torr fraktioniert, wobei
im Reaktionsgemisch, bezogen auf jeweils vorhandenes 875 g reines Glycidamid mit einem Schmelzpunkt von
Acrylnitril, ständig unter 5 Gewichtsprozent. Es ist 35 33 bis 34°C erhalten werden. Die Ausbeute betragt
zweckmäßig, auch lokale Überschreitungen dieser 86,6% der Theorie, bezogen auf verbrauchtes Acryl-
Konzentrationsgrenze zu vermeiden, z.B. durch nitril. . .
intensives Mischen oder gleichmäßige, weitflächige Beisoiel2
Verteilung des Wasserstoffperoxids. Zur Überprüfung
der Wasserstoffperoxidkonzentration bzw. der Acryl- 40 In einen Rührbehälter von 501 Inhalt, der zur nitrilkonzentration bestimmt man sie von Zeit zu besseren Vermischung mit einem äußeren Zwangs-' Zeit, z. B. durch jodometrische Titration bzw. durch umlauf versehen ist,, läßt man zu 5,3 kg (100 Mol) Gaschromatographie, und regelt dementsprechend die Acrylsäurenitril und 30 kg Wasser 3,06 kg (90 Mol) Wasserstoffperoxidzufuhr. Die Einhaltung des pH- Wasserstoffperoxid (8,74 kg einer 35%igen Wasser-Wertes erfolgt mit an sich bekannten Mitteln, wie sie 45 stoffperoxidlösung),. wie unter Beispiel 1 angegeben, bei den bereits bekannten Verfahren beschrieben einlaufen. Nach der Zugabe des Wasserstoffperoxids worden sind. wird das Reaktionsgemisch noch 1 Stunde bei pH 7,0
Die Reaktion erfolgt zweckmäßig bei Raumtempe- bis 7,6 und 45°C gehalten und anschließend, wie
ratur oder wenig darüber, d. h. etwa im Bereich von unter Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet.
.30 bis 60°C, insbesondere bei etwa 40 bis 50°C. 50 Es werden 1,22 kg (entsprechend etwa 23 Mol)
Bei dem Verfahren nach der Erfindung bereitet es nicht umgesetztes Acrylnitril zurückgewonnen und
keine Schwierigkeit, die Temperatur auch bei größten 5,05 kg reines Glycidamid vom Schmelzpunkt 33 bis
Ansätzen zu halten, während man bei bekannten Ver- 34°C erhalten. Die Ausbeute beträgt 75,3% der
fahren Kohlendioxidkühlung anwenden mußte. Theorie, bezogen auf verbrauchtes Acrylsäurenitril.
Es ist überraschend, daß sich bei diesem Verfahren 55
wesentlich kürzere Reaktionszeiten erreichen lassen, ' . Patentanspruch:
als sie bisher angegeben wurden. Im allgemeinen ist
die exotherme Umsetzung nach l'/2 Stunden voll- Verfahren zur Herstellung von Glycidamid durch ständig. Bei größeren Ansätzen oder bei kontinuier- Umsetzen von Acrylsäurenitril mit Wasserstofflicher Ausführung führt man außer dem Wasserstoff- 60 peroxid bei einem pH-Wert von 7,0 bis 8,0 in peroxid auch Acrylnitril in dem Maß dem Reaktions- wäßriger Lösung oder wäßriger Suspension, d agemisch zu, wie es verbraucht wird. Es ist von Vorteil, durch gekennzeichnet, daß das Wasserwenn auch zum Schluß der Reaktion noch über- stoff peroxid dem Acrylnitril fortwährend in dem schüssiges Acrylnitril im Reaktionsgemisch vorhanden . Maß zugeführt wird, daß der Wasserstoffperoxidist, z. B. 5 bis 25 Molprozent, bezogen auf eingesetztes 65 gehalt im Reaktionsgemisch 5 Gewichtsprozent, Acrylnitril. Man kann es bei der Aufarbeitung des bezogen auf vorhandenes Acrylnitril, nicht über-Reaktionsgemisches, z. B. durch Destillation, leicht steigt.

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