[go: up one dir, main page]

DE1568172B - Verfahren zum Abtrennen eines oder mehrerer Kohlenwasserstoffe aus Gemischen von alkylaromatischen und/oder alkenylaro matischen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zum Abtrennen eines oder mehrerer Kohlenwasserstoffe aus Gemischen von alkylaromatischen und/oder alkenylaro matischen Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE1568172B
DE1568172B DE1568172B DE 1568172 B DE1568172 B DE 1568172B DE 1568172 B DE1568172 B DE 1568172B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
xylene
pressure
desorption
liquid
hydrocarbons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alan Morrison Anthony Barry Westaway Michael Thomas Sunbury on Thames Middlesex Goldup (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BP PLC
Original Assignee
BP PLC

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abtrennen von alkylaromatischen und/oder alkenylaromatischen Komponenten aus Kohlenwasserstoffgemischen.
A11 c ο c k und S i e g e 1 (J. A. C. S., 1964, Bd. 86, S. 5140) stellten fest, daß die Verbindung Tris-(o-phenylendioxy)-cyclotriphosphazen, nachstehend als TPNT bezeichnet, Moleküleinschlußverbindungen mit gewissen organischen Flüssigkeiten bildet. Die bevorzugte Aufnahme einer Komponente der flüssigen Gemische Hepten—Cyclohexan, Hexan—Benzol, Hexan—Cyclohexan und Tetrachlorkohlenstoff—Benzol wird ebenfalls erwähnt. Es ist ersichtlich, daß jedes dieser Gemische eine cyclische und eine nichtcyclische Komponente enthält, die sich in der Molekülstruktur unterscheiden.
Es wurde nun gefunden, daß bevorzugte Absorption einer oder mehrerer Komponenten aus Gemischen von Kohlenwasserstoffen aus der Gruppe der alkylaromatischen Kohlenwasserstoffe mit 8 oder 9 C-Atomen und der alkenylaromatischen Kohlenwasserstoffe mit 8 oder 9 C-Atomen aus der Flüssig- oder Dampfphase an Phosphonitrilverbindungen der nachstehend genannten Art stattfindet.
Dadurch können Trennungen erreicht werden von Komponenten aus Gemischen, die beliebige oder alle Xylolisomeren und Äthylbenzol enthalten, oder Gemischen, die beliebige oder alle C9-alkylaromatischen Isomeren enthalten, oder Gemischen, die beliebige oder alle C9-alkeny!aromatischen Isomeren enthalten einschließlich ihrer verschiedenen geometrischen Isomeren sowie gegebenenfalls Styrol, oder Gemischen, die beliebige oder alle C8-alky!aromatischen Kohlenwasserstoffe und beliebige oder alle C9-alkylaromatischen Kohlenwasserstoffe enthalten, oder Gemischen, die Styrol und beliebige oder alle C8-alkylaromatischen Isomeren enthalten, oder Gemischen, die Styrol und beliebige oder alle C9-alkylaromatischen Isomeren enthalten, oder Gemischen, die beliebige oder alle C8-alkylaromatischen Isomeren und beliebige oder alle C 9-alkenylaromatischen Isomeren einschließlich ihrer verschiedenen geometrischen Isomeren enthalten, oder Gemischen, die beliebige oder alle C9-alkylaromatischen Isomeren und beliebige oder alle C9-alkenylaromatischen Isomeren einschließlich ihrer verschiedenen geometrischen Isomeren enthalten.
Im allgemeinen werden aromatische Kohlenwasserstoffe der Struktur
absorbiert werden. Beispielsweise wird p-Xylol bevorzugt vor Isopropylbenzol absorbiert.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum Abtrennen einer oder mehrerer Kohlenwasserstoffe aus Gemischen von alkylaromatischen und/oder alkenylaromatischen Kohlenwasserstoffen mit 8 oder 9 Kohlenstoffatomen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das flüssige, vorzugsweise dampfförmige Gemisch der Kohlenwasserstoffe mit einer Cyclo-
o triphosphazenverbindung der allgemeinen Ringstruktur
>— R1 und/oder
>—R
worin R1 ein Methyl-, Äthyl- oder Vinylrest und R ein Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl- oder Vinylrest ist, bevorzugt vor anderen C8- und C9-alkyl- und/oder alkenylaromatischen Kohlenwasserstoffen absorbiert. Beispielsweise wird p-Xylol bevorzugt vor m-Xylol absorbiert, p-Äthyltoluol bevorzugt vor m-Äthyltoluol, n-Propylbenzol bevorzugt vor Mesitylen, Äthylbenzol bevorzugt vor m-Xylol und Styrol bevorzugt vor o-Xylol. Ferner ist allgemein festzustellen, daß aromatische Isomere der Struktur
bevorzugt vor solchen der Struktur
R— ^
N N
vorzugsweise mit Tris-(o-phenylendioxy)-cyclotriphosphazen in Berührung bringt und aus den gebildeten Einschlußverbindungen die Kohlenwasserstoffkomponenten in an sich bekannter Weise durch Desorption gewinnt.
Es wird angenommen, daß in Gegenwart von Kohlenwasserstoffmolekülen, mit denen die PNT-Struktur den Komplex bildet (Gastmoleküle), die Phosphonitrilverbindung (Wirtsverbindung) eine Struktur mit periodisch wiederkehrenden Hohlräumen bildet, in denen die Gastmoleküle eingeschlossen werden. Beispielsweise wird im Falle von TPNT angenommen, daß regelmäßige Kanäle mit sechseckigem Querschnitt in Gegenwart der Gastmoleküle gebildet werden. Die Kräfte, die die Gastmoleküle in den Kanälen zurückhalten, sind schwach, so daß die Gastmoleküle leicht aus dem Komplex entfernt werden können. Es wird angenommen, daß das TPNT-Kristallgitter bei der Entfernung der Gastmoleküle zerreißt und sich in Gegenwart weiterer Gastmoleküle erneut bildet.
Die Molekülform ist ein wichtiger Faktor bei der Bestimmung des Ausmaßes der Absorption, d. h. der Leichtigkeit, mit der ein Gastmolekül in der PNT-Struktur aufgenommen wird. Ein Aspekt der Molekülform ist der Querschnitt, der zwar wichtig, jedoch nicht das einzige Kriterium der Absorption ist. Beispielweise wurde gefunden, daß TPNT p-Xylol bevorzugt vor Äthylbenzol absorbiert, obwohl die Querschnitte dieser Verbindungen sehr ähnlich sind. Ein weiteres Beispiel ist die bevorzugte Absorption von p-Äthyltoluol gegenüber Isopropylbenzol durch TPNT.
Die bevorzugte Verbindung mit der PNT-Struktur ist Tris-(o-phenylendioxy)-cyclotriphosphazen, TPNT, das die folgende Formel hat:
_0 — O
worin R und R1 die genannte Bedeutung haben, Weitere Verbindungen mit PNT-Struktur, die
Einschlußkomplexe des beschriebenen Typs bilden können, sindtrimeres o-Phenylendiamino-phosphonitril und trimeres 2,3-Naphthyldioxyphosphonitril.
TPNT selbst kann durch Umsetzung des Phosphonitridchloridtrimeren (PNC12)3 mit Catechin hergestellt werden. Das Phosphonitridchloridtrimere kann zusammen mit anderen Phosphonitrilderivaten durch Umsetzung von Ammoniumchlorid mit Phosphorpentachlorid hergestellt werden. TPNT ist ein weißer
das Absorptionsmittel als Festbett eingesetzt wird, obwohl dies nicht wesentlich ist. Die PNT-Verbindung kann mit Kohlenwasserstoff in einer Menge bis zu etwa 10 Gewichtsprozent ihres Gewichts einen Kom-5 plex bilden. Es wurde festgestellt, daß es am wirtschaftlichsten ist, bei der Sättigungskapazität oder in deren Nähe zu arbeiten und nur einen Teil der absorbierten Moleküle in jedem Zyklus zu entfernen. Das dem Absorptionsmittelbett zugeführte Einsatzkristalliner Feststoff vom Schmelzpunkt 244 bis 245° C. ίο material kann verdünnt oder unverdünnt sein. Wenn Die Verbindung mit PNT-Struktur kann granuliert in der Dampfphase gearbeitet wird, kann ein inertes in freier Form verwendet oder auf einen inerten Trägergas, wie Stickstoff, verwendet werden. Eine Träger aufgebracht werden. Als Träger eignen sich Spülstufe kann wahlweise zwischen Absorption und beispielsweise gemahlene Schamotte, Diatomeenerde, Desorption eingeschaltet werden. Für diese Spülung Silicagel, Aluminiumoxyd oder poröses Glas. Es kann 15 wird ein Inertgas oder eine inerte Flüssigkeit vervorteilhaft sein, den Träger zu silanisieren. Die Ver- wendet, oder die Spülung wird durch Drucksenkung bindung mit der PNT-Struktur kann auch als dünner bis zu einem geeigneten Wert vorgenommen. Auf Film auf eine flächenförmige Unterlage oder eine diese Weise wird an der Oberfläche absorbiertes und faserförmige Unterlage aufgebracht werden. Es wurde nicht sorbiertes Material entfernt. Die Spülstufe kann gefunden, daß die Verbindung mit der PNT-Struktur 20 beispielsweise weggelassen werden, wenn das Volumen aus einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel des Reaktors, in dem die Desorption stattfindet, so durch Rühren und Erhitzen mit dem Trägermaterial
am Rückfluß unter Stickstoff, Abkühlung, Filtration
und Trocknen unter vermindertem Druck aufgetragen
werden kann. Von der Anmelderin wurde TPNT auf 25 kann. Bei Anwendung der Drucksenkungsmethode diese Weise aus einer Lösung in Xylol auf silanisierte ist es wesentlich, daß die bei der Absorption, Spülung Diatomeenerde einer Teilchengröße von 0,15 bis
0,18 mm aufgebracht. Ferner wurden TPNT-BeIadungen von 5 bis 30 Gewichtsprozent auf gemahlener
Schamotte einer Teilchengröße von 1,4 bis 2,06 mm 30 haben und gleichmäßig sind. Die Spülung und die erzielt, indem die Schamotte mit einer Lösung von Desorption können zweckmäßig als kontinuierliches
Verfahren durch allmähliche Drucksenkung durchgeführt werden.
Gegebenenfalls kann eine beliebige geeignete Kom-35 bination der Absorptions-, Spül- und Desorptionsvorgänge angewendet werden. Ein Beispiel eines solchen Kombinationsverfahrens wäre eine Dampfphasenabsorption mit anschließender Spülung mit einem
groß und die Materialmenge, die durch das Spülen entfernt werden kann, so gering ist, daß die relative Konzentration dieses Materials vernachlässigt werden
und Desorption angewendeten Drücke in dieser Reihenfolge gesenkt werden, aber es ist nicht notwendig, daß diese Drücke einen bestimmten Wert
Inertgas und abschließender Desorption durch Druck-
6 Gewichtsteilen in 100 Raumteilen Xylol getränkt, das Lösungsmittel abgedampft und der Vorgang bis zur Erreichung der erforderlichen Beladung wiederholt wurde.
Das Trägermaterial muß so gewählt werden, daß
unter anderem der Druckabfall im Reaktor, der das
PNT-Material enthält, niedrig und die Füllung mit
PNT-Material pro Volumeinheit des Reaktors hoch
ist, jedoch muß darauf geachtet werden, daß die 40 Senkung. Bei Verwendung eines verdünnten Einsatz-Geschwindigkeit, mit der das PNT-Material mit dem materials kann die Spülung durch Verringerung der Kohlen wasserstoff material ins Gleichgewicht kommt, Konzentration des Einsatzmaterials vorgenommen nicht zu niedrig ist. werden. Durch Anwendung eines mit Inertgas ver-
Das Absorbat kann vom PNT-Material durch dünnten Einsatzmaterials bei einem Dampfphasen-Verdrängung mit einem anderen Absorbat oder durch 45 verfahren ist es möglich, den Druck in jeder Phase des Elution mit einem Inertgas oder einer inerten Flüssig- Verfahrens über dem Dampfdruck der Kohlenkeit oder durch Senkung des Umgebungsdrucks, d. h. Wasserstoffkomponenten des Einsatzmaterials bei der Senkung des Dampfdrucks des absorbierten Materials Betriebstemperatur zu halten. Wenn der Druck über (nach dem sogenannten »Druckwechselverfahren«) den Dampfdruck des Kohlenwasserstoffs bei Verentfernt werden. Die Desorption kann auch durch 50 Wendung eines unverdünnten Einsatzmaterials steigt, Erhöhung der Temperatur vorgenommen werden. findet Verflüssigung statt, die unerwünscht sein kann. Welche Methode gewählt wird, hängt von verschiede- Es kann ferner zweckmäßig sein, eine Anzahl von nen Faktoren ab; beim bevorzugten Dampfphasen- aufeinanderfolgenden Absorptionsbetten zu verwenden verfahren wird die Desorption durch Drucksenkung und den Austrittsstrom des einen Bettes nach Anbevorzugt, und ein besonders geeignetes Mittel zur 55 reicherung mit einer oder mehreren Komponenten Erzielung dieser Drucksenkung ist die Kondensation des diesem Bett zugeführten Einsatzmaterials in ein des desorbierten Materials. Ein Verfahren zur Erzeu- weiteres Bett einzuführen.
gung des notwendigen Vakuums für die Desorption In den folgenden Tabellen 1 bis 3 sind die Bereiche durch direkte Kondensation des von der Absorptions- genannt, aus denen die Reaktionsbedingungen für die mittelschicht abfließenden Produkts in einem Kreis- 60 verschiedenen Verfahrensweisen gewählt werden könverfahren ist in der britischen Patentschrift 1110 494 nen, nämlich für ein in der Flüssigkeitsphase durchbeschrieben, geführtes Verfahren, bei dem die Desorption mit einer
Verfahren, bei denen die genannten Desorptions- inerten Flüssigkeit vorgenommen wird, für ein in der methoden angewendet werden, werden zweckmäßig Dampfphase durchgeführtes Verfahren mit Desorption periodenweise durchgeführt, d. h. auf einen Zyklus 65 durch ein Inertgas und ein in der Dampfphase durchder Komplexbildung und der Gewinnung des komplex- geführtes Verfahren mit Desorption durch Drucksengebundenen Materials folgt ein anderer. Es wurde kung. Es ist ersichtlich, daß bei den Bereichen für die gefunden, daß gute Ergebnisse erhalten werden, wenn einzelnen Stufen die Verwendung eines verdünnten
5 6
oder unverdünnten Einsatzmaterials und die Anwen- weise seiner Zersetzungstemperatur, Verwendung oder
dung oder Nichtanwendung einer Spülstufe berück- NichtVerwendung eines Trägers und von der Art des
sichtigt sind. Trägermaterials.
Die folgenden Dimensionen bzw. Bedingungen sind Nachstehend sind die bevorzugten Bereiche der
allen drei Verfahrenstypen gemeinsam: 5 Bedingungen für ein Dampfphasenverfahren genannt,
. bei dem TPNT für die Trennung der Komponenten
Verhältnis von Bettlange zu Bett- eines Gemisches von Cs-alkylaromatischen Isomeren
durchmesser 30:1 bis 1: i verwendet wird. In Tabelle 4 sind die Bedingungen
Teilchendurchmesser 0,15 bis4J'mm {ür dn Verfahren) bei dem Inertgas {ür ^6 Desorption
Temperatur 15 bis 25UC lo verwendet wird; und in Tabene 5 die Bedingungen für
ein Verfahren> bei dem die Desorption durch Druck-
labelie 1 minderung vorgenommen wird, angegeben. Die in
Eintrittsdruck 0,7 bis 350 kg/cm2 Tabelle 4 genannten Bereiche für das Verhältnis von
Verfahrensstufe Bettlänge zu Durchmesser, Teilchengröße, Temperatur
Absorption 0,1 bis 10 V/V/Std.*) 15 und Dauer der Verfahrensstufen gelten auch für
inerte Flüssigkeit Tabelle 5.
(bis zu 50 V/V/Std.) Tabelle 4
Spülung ,,,.,. „ ,
(wahlweise) inerte Flüssigkeit Verhältnis von Bettlange
(bis zu 50 V/V/Std.) 20 ™ Bettdurchmesser ... 20 : 1 bis 4:1
Desorption inerte Flüssigkeit Teilchengröße 0 15 bis 4,7 mm
(bis zu 50 V/V/Std.) Temperatur 100 bis 240° C
Zeit ' ' Druck 0,7 bis 35 kg/cm2 (^
Absorption 10 Sekunden bis 60 Minuten Verfahrensstufe CAm,,OJ /u
Spülung 10 Sekunden bis 60 Minuten 25 Absorption 0,2 bis 5 V/V/Std (bezogen
Desorption 10 Sekunden bis 5 Stunden auf FUSSI^\aI$, + Inert"
* t> *·· U-J-IV .η- * au gas (bis 500 V/V/Std., ge-
* Raumstromungsgeschwindigkeit auf Flussigzustand bezogen h t 1 P V
Tabelle 2 Spülung
Druck 0,7 bis 70 kg/cm2 30 (wahlweise) Inertgas (bis 500 V/V/Std.,
Verfahrensstufe gerechnet als Gas)
Absorption 0,1 bis 10 V/V/Std. Desorption Inertgas (bis 500 V/V/Std.,
(bezogen auf Flüssigzustand) . gerechnet als Gas)
+ Inertgas (bis 1000 V/V/ Zeit
Std., gerechnet als Gas) 35 Absorption 30 Sekunden bis 15 Minuten
Spülung Spulung 30 Sekunden bis 15 Minuten
(wahlweise) Inertgas (bis zu 1000 V/V/ Desorption 120 Sekunden bis 150 Minuten
Std., gerechnet als Gas) Tabelle 5
Desorption Inertgas (bis zu 1000 V/V/ Druck
Zeit Std., gerechnet als Gas) 40 Absorption 0,7 bis 35 kg/cm*
Absorption J« Sekunden bis 60 Minuten ^wahlweise) 0,07 bis 1,4 kg/cm2
Spulung 10 Sekunden bis 60 Minuten Desorption 0,007 bis 0,35 kg/cm* /
Desorption 10 Sekunden bis 5 Stunden veriahrensstufe k
Tabelle 3 45 Absorption 0,2 bis 5 V/V/Std. (bezogen
Verfahrensstufe auf Flüssigzustand) + Inert-Absorption 0,1 bis 10 V/V/Std., bezogen gas (bis 500 V/V/Std., ge-
auf Flüssigzustand + Inert- rechnet als Gas)
gas (bis zu 1000 V/V/Std., 5o Bei Verwendung eines unverdünnten Einsatzmaterials
~T gerechnet als Gas) liegt die obere Grenze des Drucks sowohl in Tabelle 4
Ai. .· nn^· ™, , > als auch in Tabelle 5 bei etwa 10,5 atü, da dies der
Absorption 0,7 bis 70 kg/cma Dampfdruck des Einsatzmaterials bei der Zersetzungs-
öpu ung „«„,.„,, , temperatur von TPNT ist. Die genannten oberen
^f KW a 55 Druckgrenzen gelten nur, wenn ein verdünntes
Desorption ...... 0,007 bis 0,7 kg/cm2 Einsatzmaterial verwendet wird.
ei A1 . .,λ η 1 , , · ™ w χ Bei einem periodenweise durchgeführten Verfahren
Absorption 10 Sekunden bis 60 Minuten unter Verwendung einer Anzahl von Festbetten sollten
Spulung 10 Sekunden bis 60 Minuten die Betriebszeiten für Absorption, Spülung und
DesorPtlon 10 Sekunden bis 5 Stunden 6o Desorption in einfachen Verhältnissen zueinander
In den Tabellen 2 und 3 ist die Raumströmungs- stehen, um die Umschaltung zu erleichtern,
geschwindigkeit des Einsatzmaterials auf den Flüssig- Aus einem Gemisch, das die C8-alkylarpmatischen
zustand bezogen, obwohl der Einsatz in der Dampf- Isomeren enthält, werden p-Xylol und Äthylbenzol
phase zugeführt wird. Die tatsächlichen Werte, die bevorzugt vor o-Xylol und m-Xylol absorbiert. Zwar
aus den vorstehenden Bereichen gewählt werden, 65 ist die Selektivität von' TPNT hinsichtlich der Absorp-
hängen unter anderem ab von der Art des Einsatz- tion von p-Xylol und Äthylbenzol verschieden, jedoch
materials, der Reinheit des Produkts bzw. der Produkte werden diese beiden Isomeren stärker absorbiert als
und der Art des verwendeten PNT-Materials, beispiels- o- und m-Xylol. Allein mit einem Zyklus aus PNT-
Absorption und Desorption werden Fraktionen erhalten, die an einer oder mehreren Komponenten eines Kohlenwasserstoffgemisches angereichert sind, und mit weiteren Zyklen werden praktisch reine Komponenten gebildet. Die Desorptionszeit ist umso langer, je stärker eine gegebene Komponente absorbiert ist. So ist es möglich, in einem Zyklus aus einem Gemisch von 25 Gewichtsprozent p-Xylol, 25 Gewichtsprozent Äthylbenzol und 50 Gewichtsprozent m-Xylol ein Konzentrat herzustellen, das außer m-Xylol nur 4 Gewichtsprozent andere Bestandteile enthält, wobei eine verhältnismäßig lange Desorptionszeit angewendet wird, um aus dem vorherigen Zyklus eingeführtes Xylol und Äthylbenzol, die stärker festgehalten werden und sonst die m-Xylolfront verunreinigen würden, zu entfernen. Als Alternative kann in einem Zyklus aus dem gleichen Gemisch eine Fraktion erhalten werden, die nur 3 Gewichtsprozent m-Xylol enthält, während der Rest der Fraktion aus p-Xylol und Äthylbenzol besteht. In diesem Fall kann die Desorptionszeit verhältnismäßig kurz sein.
Beispiel 1
Bei einem Verfahren zur Abtrennung von m-Xylol von p-Xylol wurde ein dampfförmiges Gemisch dieser beiden Isomeren in einen Festbettreaktor geleitet (30 · 3 cm Innendurchmesser, Fassungsvermögen 212 ml), der 43 g TPNT enthielt, das auf die gleiche Gewichtsmenge silanisierter Diatomeenerde einer Teilchengröße von 0,15 bis 0,177 mm aufgebracht war. Während dieser Sorptionsstufe wurde bevorzugt das p-Xylol absorbiert und ein mit m-Xylol angereicherter Austrittsstrom erhalten. Der nicht sorbierte Kohlenwasserstoff wurde dann mit Stickstoff aus dem Reaktor gespült, und zur Vollendung des Zyklus wurde weiterer Stickstoff durch den Reaktor geführt, um das sorbierte p-Xylol zu desorbieren. Alle dem Reaktor zugeführten Gase und Dämpfe wurden vorgeheizt. Die Schichttemperatur wurde bei 155° C gehalten. Das Verfahren wurde periodenweise durchgeführt, wobei einem aus Sorption, Spülung und Desorption bestehenden Zyklus der nächste Zyklus folgte. Die aus dem Reaktor austretenden Gase und Dämpfe wurden durch entsprechende Ventile in Kühler eingeführt, wo die angereicherten p- und m-Xylolfraktionen gewonnen wurden. Mit den in Tabelle 6 genannten Mengen ergab das Verfahren 10,5 ml 84gewichtsprozentiges m-Xylol und 8,6 ml 97°/0iges p-Xylol aus 45 ml eines aus gleichen Raumteilen der beiden Isomeren bestehenden Gemisches im Verlauf von zehn jeweils beim gleichen Druck (Normaldruck) durchgeführten Zyklen.
5
Tabelle 6
Sorption
Einsatzmaterial ... p- und m-Xylol (je 50 Raumteile)
Einsatzmenge .... 1,8 ml/Min, (flüssig) oder
(0,51 V/V/Std., gerechnet als Flüssigkeit)
Verdünnungsmittel Stickstoff mit 495 ml/Min. (14V/V/Std., gerechnet als
Gas)
Zeit 2,5 Minuten
Spülung
Inertgas Stickstoff
Durchflußmenge .. 670 ml/Min. (190 V/V/Std.,
gerechnet als Gas)
Zeit 1,25 Minuten
Desorption
Inertgas Stickstoff
Durchflußmenge .. 670 ml/Min. (190 V/V/Std.,
gerechnet als Gas) Zeit 6 Minuten
Durch Verlängerung der Desorptionszeit auf etwa 1 Stunde, wodurch der p-Xylolgehalt der Schicht auf einen sehr niedrigen Wert verringert wurde, und durch Verlängerung der Sorptionszeit auf 6 Minuten war es möglich, m-Xylol, dessen Reinheit sich 100 °/0 näherte, während der Sorptionsstufe sowie p-Xylol einer Reinheit von 97% während der Desorption zu gewinnen.
Beispiel 2
Unter Verwendung einer typischen, im Handel erhältlichen Xylolfraktion an Stelle des im Beispiel 1 als Einsatzmaterial verwendeten Gemisches von p- und m-Xylol, jedoch unter Anwendung der gleichen Durchflußmengen, die in Tabelle 6 genannt sind, war es möglich, während der Desorptionsstufe ein Produkt zu gewinnen, das an p-Xylol erheblich angereichert war. Die Zusammensetzung des Einsatzmaterials und des Desorbats wowie die Ausbeute über zehn Zyklen sind nachstehend angegeben:
Zusammensetzung des Einsatzes
Gewichtsprozent
In 10 Zyklen
eingeführte
Einsatzmenge
Zusammensetzung
des Desorbats
Gewichtsprozent
Im Laufe von
10 Zyklen gewonnenes
Desorbat
m-Xylol 51,2
p-Xylol 22,8
o-Xylol 7,3
Äthylbenzol 16,6
Toluol 0,3
Paraffine u.
Naphthene 1,8
45 ml m-Xylol 4
p-Xylol 66
Äthylbenzol 30
8,7 ml
Beispiel 3
Der im Beispiel 1 beschriebene Reaktor wurde mit 38 g TPNT gefüllt, das auf 67 g Schmotte einer Teilchengröße von 1,41 bis 2,38 mm aufgebracht war. Das gleiche Einsatzmaterial wie im Beispiel 1 wurde verwendet, jedoch wurde dieses Mal die Druckwechselmethode angewendet. Die Bettemperatur wurde über
109 536/378

Claims (9)

  1. 9 ίο
  2. sämtliche ~ Stuf en bei 165aC gehalten. Die übrigen trennung von TPNT durch Gas-Flüssigkeitschromato-
  3. Bedingungen sind in Tabelle 7 genannt. " graphie analysiert, wobei die folgende Zusammen-
  4. „,.·,_' setzung gefunden wurde:
    1 abelle 7
  5. Absorption , Isopropylbenzol 3,
  6. 6 Gewichtsprozent
    Einsatz und Menge m- und p-Xylol (Volumver- n-Propylbenzol 44,0 Gewichtsprozent
    hältnis 50: 50), 1,8 ml/Min. l-Methyl-4-äthylbenzol .. 42,1 Gewichtsprozent
    (flüssig) oder 0,51 V/V/Std Dieseg Ergeblus. zeigt; daß die einfach substituierten
    . :, ...-■■ .... . gerechnet als Lras) + JN2 und die p.disubstituierten C9-Alkylaromaten durch
    ;:(25 ml/Mm oder
  7. 7 V/V/Std., „ τρΝχ J^v absorbiert wur 9 den/
    gerechnet als Gas)
    Druck Normaldruck ·
    Zeit 4 Minuten . Patentanspruch: .
    Spülung (durch Druck- Verfahren zum Abtrennen eines oder mehrerer
    Senkung) 1in ττ cm ς ν / a\ 1
  8. S Kohlenwasserstoffe aus Gemischen von alkyl-
    Jbnddruck k<-M™ m aromatischen und/oder alkenylaromatischen Koh-
    Δ<Ά\ · · 2'5 Mmuten lenwasserstoffen mit 8 oder
  9. 9 Kohlenstoffatomen,
    Desorption dadurch gekennzeichnet, daß man
    (durch Drucksenkung) ■,. : ■ ~ ', , „ das flüssige, vorzugsweise dampfförmige Kohlen-
    : Enddurck........ 25 mm Hg (0,035 kg/cm2) 2o wasserst0|gemisch S mit einer Cyclotriphosphazen-
    Zeit · · · · it} Minuten verbindung der allgemeinen Ringstruktur
    Mit diesen DurchÖußmengen in einem Zyklus . .
    wurden 7,2 ml eines aus gleichen Raumteilen m- und ^P
    p-Xylol bestehenden Gemisches verwendet, wobei // *\
    1,15 ml m-Xylol einer. Reinheit von 85 °/0 und 1,05 ml 25 NN
    p-Xylol einer Reinheit von 90°/0 erhalten wurden. i 11 .
    B ei sp i el 4 /P Pv
    Ein Gemisch aus gleichen Raumteilen sämtlicher ' N
    Cg-alkylaromatischeni Isomeren wurde bei Raum- 30
    temperatur und Normaldruck mit trägerlosem TPNT vorzugsweise mit Tris-(o-phenylendioxy)-cyclotri-
    in einer solchen Menge gemischt, daß ein Flüssigkeits- phosphazen, in Berührung bringt und aus den
    Überschuß vorhanden war: Nach Stehenlassen wurde gebildeten Einschluß verbindungen die Kohlen-
    die Flüssigkeit abfiltriert und das TPNT getrocknet. Die Wasserstoffkomponenten in an sich bekannter
    absorbierten Kohlenwasserstoffe wurden nach Ab- 35 Weise durch Desorption gewinnt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2146214C3 (de) Verfahren zum Abtrennen von p-Xylol aus Gemischen mit Äthylbenzol, m- und o-Xylol
DE2640365C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von n-Paraffinen aus Gemischen mit Isoparaffinen und Aromaten
DE1470684C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zur gleichzeitigen Abtrennung von aroma tischen und normalaliphatischen Bestand teilen aus einem flussigen Kohlenwasser Stoffgemisch
CH626597A5 (de)
DE2646790A1 (de) Verfahren zur abtrennung von p-xylol aus einem beschickungsstrom
DE2148606A1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Xylolen aus ihrem Gemisch mit anderen Isomeren
DE69705266T2 (de) Verfahren zur Isoalkan/n-Alkan-Trennung durch Adsorption in der Gasphase in dem Druckmodulierung und vier Adsorber verwendet werden
DE2328036A1 (de) Verfahren zur trennung strukturaehnlicher cyclischer kohlenwasserstoffe
DE3040975C2 (de) Verfahren zur Abtrennung von Indol
DE1902048C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von aliphatischen Kohlenwasserstoffen aus Gemischen mit Aromaten
DE1568172C (de) Verfahren zum Abtrennen eines oder mehrerer Kohlenwasserstoffe aus Gemischen von alkylaromatischen und/oder alkenylaromatischen Kohlenwasserstoffen
DE1568172B (de) Verfahren zum Abtrennen eines oder mehrerer Kohlenwasserstoffe aus Gemischen von alkylaromatischen und/oder alkenylaro matischen Kohlenwasserstoffen
DE2437471C2 (de) Verfahren zur Herstellung von p-Diäthylbenzol
DE2918172A1 (de) Adsorbens zur trennung von para- xylol von anderen aromatischen c tief 8 -kohlenwasserstoffen und verfahren zu dessen herstellung
DE2513953A1 (de) Kontinuierliches adsorptions-trennverfahren
DE1911859C3 (de) Verfahren zur Abtrennung geradkettiger Kohlenwasserstoffe aus Kohlenwasserstoffgemischen durch Adsorption an einem Molekularsieb
DE1568172A1 (de) Verfahren zur Trennung alkyl-und alkenylaromatischer Kohlenwasserstoffgemische
DE2038043C3 (de) Verfahren zur Trennung der Xylolisomeren durch selektive Adsorption
DE10258200A1 (de) Zwei Trennstufen umfassendes Verfahren zur Coproduktion von Paraxylol und Orthoxylol
DE2630915A1 (de) Verfahren zur abtrennung von aethyl- benzol von einem beschickungsgemisch
DE2022395A1 (de) Neue Adsorbentien,Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Anwendung bei der Auftrennung von Alkylbenzolgemischen
DE1618142A1 (de) Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen
DE1645700A1 (de) Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffen
DE2128698A1 (de) Verfahren zum Abtrennen von n-Olefinen aus im Kerosinbereich siedenden Gemischen aus n-Olefinen und n-Paraffinen
DE1643641A1 (de) Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen