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Die Erfindung bezieht sich auf ein Krankenbett nach Patent Anmelung
St 26 125 IX d»3Oe, bei welchem sich der mit je für sich verstellbaren Liegeflächenteile
versehene Matratzen- oder Bettrahmen um die Horizontalachse in beidseitige Schräglägen
schwenkbeweglich auf einen, den Fahrgestellrahmen überlagernden, höhenverstellbaren
Zwischenrahmen abstützt. Hierbei stützt sich der Zwischenrahmen mit zwei festen
Stützenpaaren auf Kurbelarmpaare des am Fahrgestellrahmen angelenkten, der Höhenverstellbarkeit
des Zwischen- und Bettrahmens dienenden Parallelgetriebes gelenkig abO Die Höhenverstellung
beider Bettrahmen und die Verstellung der Liegeflächenteile für Rücken und Beine
erfolgt dabei durch ein gesteuertes Hydraulik-Aggregat mit drei zugehörigen Arbeitszlindern,
die jeweils auf ein Bewegungsteil einwirken.
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Bei dieser bekannten Einrichtung ist die Höhenverstellung des Bettrahmens
unmittelbar mit der Höhenverstellung des Zwischenrahmens kombiniert, während die
Schräglageneinstellung der Liegefläche über ein durch fußseitig Handhabe zu betätigendes
Zahnleisten-Stützenpaar erfolgt.
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Damit sind sowohl der Höheneinstellung als auch der Sohräglageneinstellung
des Bettrahmens bzw. der Liegeiläche gewisse Grenzen gesetzt, was bei dem erstrebten
Einsatz des Krankenbettes für alle medizinischen Fachrichtungen zu Einschränkungen
führen kann.
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Es hat sich außerdem ergeben, daß die Anordnung der versohiedenen
Veretell-und Antriebeelemente nicht in vollem UmSange den erstrebten Zielsetzungen
für die vereinfachte Bedienung und der Wirkungsweise entspricht.
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Diesen Nachteilen zu begegnen und außerdem grundsätzliche Verbesserungen
für das Krankenbett zu erreichen, ist die Aufgabe der Erfindung.
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Die Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich durch die stufenlose Höhen-
und Schräglageneinstellung aller beweglichen oder verstellbaren Teile des Bettgestelles
mittels vier hydraulischer Arbeitszylinder, von denen beispielsweise ein am Fahrge
stellrahmen einerseits angelenkter Arbeitszylinder der Höhenverstellung des Zwischenrahmens,
ein durch Halteleisten am Bettrahmen einerseits angelenkter Arbeitszylinder der
Verstellung der schwenkbaren lückenlehne, ein ebenfalls am Bettrahmen einerseits
angelenkter Arbeitszylinder der Verstellung der Beinliegeteile und ein am Zwischenrahmen
einerseits angelenkter der Schräghoch-Einstellung des Bettrahmens dienen, wobei
alle vier Arbeitszylinder andererseits an den den Bewegungsteilen zugeordneten Kurbeltrieben
angelenkt sind. Hierbei ist das mittels einem Niederspannungsmotor für etwa 40 V
angetriebene, mit den vier Arbeitszylindern durch Zu- und Abgangsleitungen in Verbindung
stehende Hydraulik-Aggregat an unterhalb des Bettrahmens an diesem angebrachten
Leisten befestigt und eine alle Bewegungen der Verstellteile erfassende, am Ende
einer Kabel schnur zur Antriebs-Aggregat angeschlossene Gebertaste für die Steuerung
aller vier Arbeitszylinder vorgesehen.
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Ein wesentliches Merkmal der Erfindung bildet die Vorrichtung zur
Schräg-Hochstellung des Bettrahmens, einerseits mittels des Arbeitszylinders, der
an einem Ende an einer Halte- oder Tragtasche des Zwischenrahmens und am anderen
Ende vorzugsweise durch die Kolbenstange am Kurbelschenkel eines durch Querholm
verbundenen Kurbelpaares angelenkt ist, das Anlenkungen an den Längsholm des Zwischenrahmens
und an den kopfseitigen Stützlasohen des Buttrahmens aufweist, während andererseits
für die Sußseitige verstellbare Abstützung ein am Bettrahmen angelenktes, durch
bekannte fußseitige Handhabe zu betätigendes und durch einen Querholm verbundenes
Zahngestänge-Stützenpaar dient, bei dem die Zahnleisten in Rastbolzen der am Zwischenrahmen
angebrachten Stützlaschen eingreifen.
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Bei. dem so ausgebildeten Krankenbett nach der Erfindung wird eine
stufenlose Höheneinstellung von 48 cm auf 82 cm mit beliebigen Zwischeneinstellungen,
sowie eine wahlweise boidseitigs Schräglagen-Einstellung bis zu den erstrebten extremen
Schräglagen
von-ca. 180 erreicht.
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Somit besitzt das nunmehr universell gestaltete Erankenbett alle Voraussetzungen
für den Einsatz aller medizinischen Bachrichtungen. Beine Bedienung ist denkbar
einfache Der Patient selbst und das Pflegepersonal können durch Tastenbetätigung
jede Einstellage der Liegefläche und deren Verstellteile in tequemster Weise erreichen
Die Betriebssicherheit ist in jeder hinsicht gewährleistet, nicht nur durch die
sinnvolle Ausbildung und Änorung aller Verstell- und Antriebsteile, sondern auch
den Einsatz eines Niederspannungsmotors für 40 V Betriebsspannung. Damit ist jegliche
Gefährdung des Patienten und des Personales vermieden.
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An hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird
das mit den Erfindungsmerkmalen ausgestaltete Krankenbe tt wie folgt beschrieben:
Es zeigen: Fig. 1 die Seitenansicht des höhenverstellbaren Krankenbettes in höchster
Ausfahrstellung Fig. 2 die kopfseitige Ansicht, Fig. 3 die Draufsicht, Fig. 4 die
shematische Darstellung des Krankenbettes in der niedrigsten Normallage der Liegefläche,
Fig. 5 die schematische Darstellung des Krankenbettes in der höchsten Normallage
der Liegefläche, Fig. 6 die schematische Darstellung des Krankenbettes in der extremen
Trendelenburglage zum Kopfteil, Fig. 7 die schematische Darstellung des Krankenbettes
in der extremen Cardiaelage.
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Das Fahrgestell besteht aus dem Rahmen 1, den Fußstützen 2 und den
Laufrollen 3 mit der Feststellvorrichtung 4 für alle Rollen4 Der vom Kopf- und Fußteil
5a, 5b begrenzte Bettrahmen 5 mit den schwenkbar eingebauten Liegeflächenteilen,
Rückenlehne 6 @
und Beinliegeteile 7, stützt sich kopfseitig mit
dem festen Stützenpaar 8 auf das an den Längsholmen 9 des Zwischenrahmens L in den
Gelenklagern 9a eingelenkte Kurbelpaar 33 mit dem Querholm 34. An den beiderseitigen
Enden der Längsholme 9 des Zwischenrahmens Z sind die abwärts ragenden Stützt- bzw.
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Rahmenlaschen 23, 23a befestigt, die fuI3seitig durch den Querholm
9b verbunden sind0 Fußseitig ist am Bettrahmen 5 das in den Rastbolzen der Haltelaschen
10 des Zwischenrahmens Z einrastUare, durch Querholm 11a a verbundene Zahnleistenpaar
11 angelenkt, das durch die Handhabe 12 fußseitig zum Zwecke der Schrägstellung
und Hochstellung des Bettrahmens betätigt wird0 Eine extreme Einstellage der Beinliegeteile
ist in Figo 1 dargestellt.
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Zur Verstellung der Rückenlehne 6 dient der hydraulische Arbeitszylinder
II, der einerseits an der Haltelasche 14 des Querholmes 13 im Gelenkpunkt 15 und
andererseits über eine Halte- und Winkelleiste 16a im Drehpunkt 16 am Bettrahmen
5 angelenkt ist0 Der zur Verstellung der Beinliegeteile vorgesehene Arbeitszylinder
III ist einerseits über die Haltelasche 17 am Querholm 18 des Beinliegerahmens 7
und andererseits über eine Haltelasche und Winkelleiste 16a im Drehpunkt 19 am Bettrahmen
5 angelenkt.
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Beiderseits der Längsholme des Fahrgestellrahmens 1 ist in den Drehpunkten
20, 21 das Parallelgetriebe für die Höhenverstellung des Zwischenrahmens Z gelagert.
Die Kurbeln schließen in den Drehpunkten 24, 24a mit den Schenkeln 22, 22a gelenkig
an die festen Stützepaare 23, 23a des Zwischenrahmens Z an.
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Die Kurbelechenkel 25, 25a sind durch das Längsgestänge 26 in den
Gelenkpunkten 27, 27a miteinander gekoppelt. Die beiderseits gegenüberliegenden
Kurbeln sind im bereich ,der Drehpunkte 24, 24a durch Querholme 28 miteinander gekoppelt.
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Dem Antrieb des Parallelgetriebes für die Höhenterstellung des Zwiscen-
und Bettrahmens dient der Arbeitszylinder I, der einerseits an der Haltelasche 29
linksseitig des Fahrgestellrahmens 1 und andererseits im Drehpunkt 30 an den Kurbelschenkel
25
angelenkt ist.
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Für die Schräghochstellung des Bett- oder Matratzenrahmens dient der
Arbeitszylinder IV, der einerseits an der Stützlasche 23a des Zwischenrahmens Z
und andererseits am Kurbelschenkel 35 des Kurbelpaares 53, 34 angelenkt ist, Das
Hydraulik-Aggregat 31 ist einem unterhalb des Bettrahmens 5 an diesem befestigten'
Gehäusekasten untergebracht0 Die Zuleitungen 32 für das Druckmedium sind im Innenbereich
des Zwischenrahmens Z und Fahrgestell rahmens 1 gegen äußere Einwirkungen geschützt
angeordnet. Dem Hydraulik-Aggregat vorgeschaltet und mit dem Gehäusekasten verbunden
ist der Antriebsmotor 36 für eine ifiederspannung von 40 V, dem die an den Zuleitungen
angebrachten Gebertaste 37 und der Stecker 38 zugeordnet sind.