DE1565687A1 - Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen - Google Patents
Verfahren zur Steuerung von WärmespeicheröfenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen, deren Aufladebeginn in
Abhängigkeit von einer sich außentemperaturabhängig und einer sich während des möglichen Auflade-Zeitraumes
zeitabhängig ändernden Spannung sowie dem Restwärmeinhalt verzögert wird.
Mit einer bekannten Steuereinrichtung wird so verfahren, daß die Restwärme, die Außentemperatur
und die Zeit erfaßt werden, indem eine außentemperaturabhängig, eine zeitabhängig sowie eine restwärmeabhängig
sich ändernde Spannung gleichzeitig miteinander verglichen werden, durch die bei Erreichen
eines bestimmten wirksamen Spannungswertes eine Schalteinrichtung betätigt wird, die dann die
Heizelemente eines einzigen Wärmespeicherofens einschaltet. Sollen damit mehrere Wärmespeicheröfen
auch unter Berücksichtigung ihrer Restwärme verzögert eingeschaltet werden, dann muß die jeweils
entsprechende restwärmeabhängige Spannung des betreffenden Wärmespeicherofens für sich in den
Spannungsvergleich einbezogen und damit auch die jeweils zugehörige Schalteinrichtung durch das
daraus resultierende Signal gesteuert werden. Es müssen daher sowohl für die Einbeziehung der restwärmeabhängigen
Spannung jedes einzelnen Wärmespeicherofens in den Spannungsvergleich als auch zur Übermittlung des daraus gewonnenen Steuersignals
von jedem entfernt angeordneten Wärmespeicherofen entsprechende elektrische Verbindungen
zum Steuergerät geschaffen werden, wodurch die Steuereinrichtung als Ganzes einen wesentlichen
Aufwand an Schalteinrichtungen und Verbindungen erfordert.
Es ist auch ein Thermostat für einen Heißwasserspeicher bekannt, bei dem vom Beginn der möglichen
Aufladedauer zeitabhängig der Schaltpunkt verändert wird, jedoch ist keine Möglichkeit gegeben, den
Außentemperatureinfluß zu berücksichtigen. Daher
wird der mit diesem Thermostaten ausgerüstete Heißwasserspeicher immer auf seine Maximaltemperatur
aufgeheizt, ohne Rücksicht auf die Außentemperatur.
Es ist ferner ein Aufladesteuergerät für Wärmespeicheröfen bekannt, bei dem ein der Außentemperatur
ausgesetzter Bimetallfühler zusätzlich über eine Kurvenscheibe verstellt wird, die von einem Zeitwerk
angetrieben ist. Der Bimetallfühler betätigt einen Schalter, mit dem alle Wärmespeicheröfen auf
einmal entsprechend der Außentemperatur zeitverzögert eingeschaltet werden, jedoch ist keine
Möglichkeit vorgesehen, die Restwärme jedes Wärmespeicherofens zu erfassen. Dadurch kann sich nach
mehreren Aufladungen die Speicherkerntemperatur auf einen unerwünscht hohen Wert aufschaukeln,
was zu einem unwirtschaftlichen Betrieb der Heizanlage führt.
Außerdem wird nach einem anderen bekannten Verfahren, bei dem die Aufladung lediglich durch
die Restwärme und die Außentemperatur bestimmt wird, durch einen beheizten, der Witterung ausgesetzten
Thermostaten einem Zusatzheizwiderstand an einem von der Speicherkerntemperatur beeinflußten
Ausdehnungsthermostaten im Wärmespeicherofen zusätzliche impulsartige Energie zugeführt. Die
Länge der Impulse hängt dabei von der Witterung ab und wird nach tieferen Temperaturen zu immer
kürzer. Hierbei kann zwar mit einem witterungsgesteuerten Thermostaten eine Vielzahl von Wärmespeicheröfen
gleichzeitig gesteuert werden, jedoch fehlt die für eine günstige Netzbelastung gewünschte
Einschaltverzögerung in Abhängigkeit von der Restwärme und der Außentemperatur.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur außentemperatur- und restwärmeabhängigen Einschaltverzögerung
von Wärmespeicheröfen aufzuzeigen, für dessen Durchführung gegenüber den bekannten vergleichbaren Verfahren einfachere
Schalteinrichtungen notwendig sind.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß eine elektrische Leistung zur
zusätzlichen Fremdbeheizung eines die Speicherkerntemperatur im jeweiligen Wärmespeicherofen erfassenden
Thermostaten ab dem Erreichen eines bestimmten wirksamen Spannungswertes zwischen der
außentemperaturabhängig sich ändernden Spannung und der zeitabhängig sich ändernden Spannung zeitabhängig
geändert wird.
Bei Anwendung dieses Verfahrens können nun zur außentemperatur- und restwärmeabhängigen
Einschaltverzögerung eine Vielzahl von Wärmespeicheröfen an eine einzige Leitung angeschaltet
werden, denn im Steuergerät bestimmen unter vorheriger Berücksichtigung der Aufladecharakteristik
der Wärmespeicheröfen die beiden Größen, Außentemperatur und Zeit, den Zeitpunkt, zu dem ein
vollkommen entladener Wärmespeicherofen eingeschaltet werden muß, um bis spätestens zum Ende
der Niedertarifzeit auf eine der Außentemperatur entsprechende Temperatur aufgeheizt werden zu
können. Von diesem Zeitpunkt an wird durch die Steuereinrichtung die Fremdbeheizung an den
Thermostaten geändert, in der Weise, daß die Schalttemperatur der Thermostaten mit steigendem Restwärmeinhalt
der Wärmespeicheröfen zu späteren Zeitpunkten erreicht wird.
Nach diesem Verfahrensablauf werden somit im Steuerungsvorgang zwei Abschnitte gebildet, wobei
im ersten Abschnitt die dem zusätzlich fremd beheizbaren Thermostaten zugeführte Leistung konstant
bleibt, und zwar so lange, bis die beiden sich ändernden Spannungen einen vorbestimmten Wert erreicht
haben, während im zweiten Abschnitt vom Erreichen des bestimmten Spannungswertes ab die dem Thermostaten
zugeführte Leistung bei im Grunde gleichbleibender Außentemperatur zeitabhängig geändert
wird. Dadurch lassen sich die Einrichtungen zur Erfassung der für die Steuerung maßgeblichen Einflüsse
trennen, in der Weise, daß die für alle Wärmespeicheröfen gemeinsamen Einflüsse, nämlich Außentemperatur
und Zeit, zu einem Signal verarbeitet werden können, das allen zu steuernden Wärmespeicheröfen
zugeführt wird und im Zusammenwirken mit dem jeweiligen Thermostat den richtigen
Einschaltzeitpunkt für den entsprechenden Wärmespeicherofen unter Berücksichtigung der die dritte
Einflußgröße darstellenden Restwärme festlegt.
Eine besondere Rückführung einer der Restwärme proportionalen Größe zum Steuergerät entfällt hierbei.
Auch braucht nicht für jeden Wärmespeicherofen die Aufladezeit im Steuergerät festgestellt zu
werden und die Einschaltung mittels eines Schützes zu erfolgen. Für die Änderung der Steuerspannung
an der Steuereinrichtung sind vorzugsweise ein der Außentemperatur ausgesetzter und ein zeitabhängig
veränderlicher Widerstand vorgesehen.
Die Steuereinrichtung kann aus einem Relais bestehen, das eine Kupplung betätigt, die z. B. einen
Regeltransformator an einen Synchronmotor mit Getriebe ankuppelt, wobei der Synchronmotor auch
gleichzeitig die Verstellung des zeitabhängigen Widerstandes bewirken kann. Vorteilhaft ist es auch,
die Steuerspannung für die Steuereinrichtung aus zwei Einzelspannungen zu bilden, deren Regelbereich
annähernd gleich groß ist und die so auf das Relais geführt sind, daß es bei Spannungsgleichheit schaltet.
Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, daß das Belastungsmaximum einer nach diesem Verfahren
gesteuerten Wärmespeicherofenanlage auf einen beliebigen Zeitpunkt verschoben werden kann, indem
der Durchlauf des zeitabhängig veränderbaren Widerstandes bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wird.
Dadurch wird erreicht, daß die Wärmespeicheröfen je nach ihrem Restwärmeinhalt der Reihe nach
einschalten und auch der Reihe nach ausschalten, also nicht gemeinsam bis zum Ende der Niedertarifzeit
angeschaltet bleiben.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird nachfolgend an Hand einer Schaltung und von
Diagrammen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schaltung zur Durchführung des Verfahrens,
Fig. 2 ein Diagramm über den Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung zur
Fremdbeheizung des Thermostaten bei sehr niedriger Außentemperatur,
Fig. 3 ein Diagramm über den Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung zur
Fremdbeheizung des Thermostaten bei mittleren Temperaturen und
Fig. 4 den Verlauf zur Spannung zur Fremdbeheizung des Thermostaten bei verschiedenen
Außentemperaturen.
Ein Temperaturspannungsverstärker 1, der beispielsweise durch einen temperaturabhängigen Widerstand
2 gesteuert wird, ist einerseits an ein Relais 3
als Beispiel für ein Schaltorgan und andererseits gegebenenfalls über einen Gleichrichter 4 an einen
Schleifkontakts eines als Potentiometer6 verwendeten Drehwiderstandes angeschaltet. Das Potentiometer
6 wird über eine Rutschkupplung 7 und über ein nicht dargestelltes Getriebe mit vorzugsweise
veränderbarem Übersetzungsverhältnis von einem Motor 8 angetrieben. Der Anschluß 9 des Potentiometers
6, bei dem der Schleifkontakt 5 in Ruhestellung steht, ist mit dem anderen Anschluß des
Relais 3 verbunden, während an den anderen Anschluß Potentiometer 6 eine Spannung angelegt ist,
deren Wert vorzugsweise etwas kleiner als der maximale Wert der vom Temperaturspannungsverstärker 1
gelieferten Spannung ist. Über einen Kontakt 10 des Relais 3 ist eine Magnetkupplung 11 schaltbar, die
auf der Welle 12 des Motors 8 bzw. des Getriebes sitzt und über die ein Regeltransformator 13 an den
Motor 8 bzw. das Getriebe über eine Rutschkupplung 14 ankuppelbar ist. Die vom Regeltransformator
13 gelieferte Spannung wird auf einen Heizwiderstand 15 geführt, der zur Fremdbeheizung eines die
Speicherkerntemperatur im Wärmespeicherofen 16 erfassenden Thermostaten 17 dient. Der Thermostat
17 besteht vorzugsweise aus einem der Speicherkerntemperatur unmittelbar ausgesetzten Ausdehnungsregler 18 und einem vom Heizwiderstand 15 beheizten
Bimetallelement 19, die im Zusammenwirken einen Schalter 20 zur Ein- und Ausschaltung der
Wärmespeicherofenheizelemente 21 betätigen. Wird für den Regeltransformator 13 an Stelle der Magnetkupplung
11 ein gesonderter Antriebsmotor an den Kontakt 10 des Relais 3 angeschaltet, dann ist es
zweckmäßig, in Serie zu diesem Antriebsmotor einen Schalter zu legen, der durch eine auf der Welle 12
für das Potentiometer 6 angeordneten Nockenscheibe derart gesteuert wird, daß er kurz nach dem Anlauf
des Motors schließt und nach einem vollen Durchlauf des Potentiometers wieder öffnet. Zur Selbstabschaltung
ist in den Stromkreis des Motors 8 ein Unterbrecherkontakt 22 eingeschaltet, der nach einem
Durchlauf des Potentiometers 6 durch einen Nocken 23 auf der Welle 12 geöffnet wird.
Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist wie folgt: Zu Beginn der Niedertarifzeit steht der Schleifkontakt
5 des Potentiometers 6 in einer Stellung, daß zwischen ihm und dem unmittelbar mit dem Relais 3
verbundenen Anschluß 9 kein Widerstand bzw. keine Spannung herrscht. Abhängig von der jeweils herrschenden
Außentemperatur liefert jedoch der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung, die
sich beispielsweise zwischen der oberen und unteren Grenztemperatur von 40 bis 0 Volt ändert. In diesem
Falle liegt auch an den äußeren Anschlüssen des Potentiometers 9 und 24 eine Spannung von etwa
40 Volt. Die vom Regeltransformator 13 gelieferte Spannung für die Fremdbeheizung des Thermostaten
17 hat zu Beginn der Niedertarifzeit ihren höchsten Wert. Dadurch werden die Thermostaten 17 in allen
Wärmespeicheröfen durch die Heizwiderstände 15 so weit vorgeheizt, daß auch ein Thermostat 17 in
einem vollkommen entladenen Wärmespeicherofen 16 gerade noch nicht einschaltet.
Angenommen, es herrscht nun die unterste Grenztemperatur von beispielsweise — 20° C, dann liefert
der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung von 0 Volt. Somit ist das Relais 3 stromlos. Dadurch
wird der Regeltransformator 13 über die Magnetkupplung 11 an den Motor 8 mittels dem Kontakt 10
angekuppelt. Die Spannung bzw. Leistung an den Heizwiderständen 15 für die Fremdbeheizung der
Thermostaten 17 sinkt dadurch, und ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16 schaltet sofort ein.
Beim weiteren Absinken der Spannung an den Heizwiderständen 15 schalten nacheinander auch die
übrigen, noch Restwärme enthaltenden Wärmespeicheröfen 16 ein, da dann die vom jeweiligen
Heizwiderstand 15 und der Restwärme herrührende Wärme am Thermostaten 17 nicht mehr ausreicht,
um ihn in geöffneter Stellung zu halten.
Herrscht dagegen die mittlere Außentemperatur, z. B. O0 C, des frei festlegbaren Temperaturbereiches
dieser Schaltung, dann brauchen die Wärmespeicheröfen 16 auch nur auf die Hälfte ihrer Wärmekapazität
aufgeladen zu werden, und die Aufladung kann verzögert erfolgen. Bei der mittleren Außentemperatur
liefert der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung von 20 Volt, die dann über den
Gleichrichter 4 und den Schleifkontakt 5 des Potentiometers 6 am Relais 3 anliegt. Das Relais 3 hat somit
zu Beginn der Niedertarifzeit angezogen und die Magnetkupplung 11 gelöst. Der Schleifkontakt 5 am
Potentiometer 6 wird nun durch den Motor 8 auf höhere Widerstandswerte zu verstellt. Dadurch wird
der vom Temperaturspannungsverstärker 1 gelieferten Spannung eine stetig steigende Gegenspannung entgegengeschaltet,
die mit zunehmender Verstellung des Schleifkontaktes 5 am Potentiometer 6 abgegriffen
wird, da an dessen äußeren Anschlüssen 9 und 24 eine etwa dem Maximalwert der vom Temperaturspannungsverstärker
1 gelieferten Spannung entsprechende Gegenspannung anliegt. Etwa bei Gleichheit
beider Spannungen fällt daher das Relais 3 ab und bringt über seinen Kontakt 10 die Magnetkupplung
11 zum Schließen. Die Änderung der Spannung bzw. Leistung zur Fremdbeheizung der Thermostaten 17
beginnt somit zu einem späteren Zeitpunkt. Vollkommen entladene Wärmespeicheröfen 16 werden nun
sofort eingeschaltet, während die übrigen je nach ihrem Restwärmeinhalt verzögert einschalten.
Bei der oberen Grenztemperatur von 20° C liefert der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung
von 40 Volt. Da die am Potentiometer 6 anliegende Spannung vorzugsweise um die Ansprechspannung
des Relais 3 kleiner ist als die maximal vom Temperaturverstärker 1 gelieferte Spannung, fällt das Relais
3 während dem Durchlauf des Schleifkontaktes 5 am Potentiometer 6 nicht ab. Dadurch wird der Drehtransformator
13 nicht aus seiner Ausgangsstellung verstellt, und die gelieferte Spannung für die Heizwiderstände
15 bleibt auf ihrem Maximalwert, der ein Einschalten der Wärmespeicheröfen 16 verhindert.
Wird das Getriebe für den Antrieb des Schleifkontaktes 5 am Potentiometer 6 so ausgelegt, daß ein
voller Durchlauf vom Anfang der Niedertarifzeit bis zum Ende dauert, dann schalten alle Wärmespeicheröfen
16 abhängig von der Außentemperatur und dem Restwärmeinhalt zeitverzögert ein und am Ende der
Niedertarifzeit gemeinsam aus. Die maximale Belastung liegt demnach am Ende der Niedertarifzeit.
Das Belastungsmaximum kann hierbei jedoch auf einen beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Aufladezeitspanne
verschoben werden, indem das Getriebe so ausgelegt wird, daß der Durchlauf des Schleifkontaktes 5
bereits einen bestimmten Zeitraum vor Beendigung der Niedertarifzeit abgeschlossen ist. Um diesen Zeit-
raum wird das Belastungsmaximum vorverlegt, d. h., alle Wärmespeicheröfen 16, die nachgeladen werden
müssen, sind spätestens zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet. Da die Einschaltung hierdurch kontinuierlich
vorverlegt wird, schalten die Wärmespeicheröfen 16 auch nacheinander ab, wenn die Schalttemperatur
am Thermostaten 17 infolge der sinkenden Fremdbeheizung und der Beheizung vom Speicherkern her
erreicht ist.
F i g. 2 zeigt hierzu ein Diagramm über den zeitliehen Verlauf der Speicherkerntemperatur und der
Spannung an den Heizwiderständen der Thermostaten für eine Außentemperatur von — 20° C, entsprechend
der unteren Grenztemperatur. Die Aufladecharakteristik der Wärmespeicheröfen 16 ist im allgemeinen
entsprechend der Linie 25 festgelegt, d. h., ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16
wird im Aufladezeitraum von 2200 bis 600 Uhr gerade
auf seine maximale Speicherkerntemperatur aufgeheizt. Der Verlauf der Spannung für die Fremdbeheizung
der Thermostaten nach der Linie 26 ist gegenläufig. Sie hat zu Anfang der Niedertarif zeit ihren
höchsten Wert und wird bis zum Zeitpunkt, an dem das Belastungsmaximum liegen soll, auf 0 heruntergeregelt.
Ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16 wird somit vom Beginn der Niedertarifzeit an
aufgeladen. Wärmespeicheröfen 16 mit einem höheren Restwärmeinhalt nach den Linien 27 und 28 werden
erst zu Zeitpunkten eingeschaltet, zu denen sich diese Linien 27, 28 mit der Linie 26 über den Verlauf
der Spannung an den Heizwiderständen 15 schneiden. Diese Schnittpunkte liegen in jedem Fall vor dem
festgelegten Zeitpunkt für das Belastungsmaximum. Durch den versteilerten Abfall der Spannung an den
Heizwiderständen 15 der Thermostaten 17 werden also die Einschaltzeitpunkte für die verschiedenen
Wärmespeicheröfen 16 vorverlegt. Da ihre Aufladecharakteristik jedoch unverändert bleibt, erreichen
sie auch bereits zu früheren Zeitpunkten ihre angestrebte Speicherkerntemperatur und werden abgeschaltet.
Nach Fig. 3 ist der Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung oder Leistung an den
Heizwiderständen 15 der Thermostaten 17 für eine Außentemperatur von 0° Celsius dargestellt. Auf
Grund der Steuerung durch den Temperaturspannungsverstärker 1 und das Potentiometer setzt die
Änderung der Spannung für die Heizwiderstände 15 am Drehtransformator 13 erst um I00Uhr ein. Da
auch der Drehtransformator 13 wie das Potentiometer 6 nur bis um 40ü Uhr, dem gewünschten Belastungsmaximum,
verstellt wird, bleibt die Spannung von da an wieder konstant. Ein vollkommen entladener
Wärmespeicherofen 16 gemäß Linie 25 wird somit zu Beginn der Änderung der Spannung an den
Heizwiderständen 15 eingeschaltet und beim Erreichen der Speicherkerntemperatur, die zusammen mit
der Fremdbeheizung die Abschaltung des Thermostaten 17 bewirkt, abgeschaltet. Wärmespeicheröfen
16 mit Restwärmeinhalt gemäß den Linien 27 und 28 werden erst eingeschaltet, wenn sie sich mit der Linie
26 über den Verlauf der Spannung an den Heizwiderständen 15 schneiden. Je größer der Restwärmeinhalt
ist, um so später werden also die Wärmespeicheröfen 16 eingeschaltet, und ihre Abschaltung erfolgt früher
ais bei Wärmespeicheröfen 16 mit geringem Restwärmeinhalt. Es bildet sich demnach ein echtes
Belastungsmaximum.
In F i g. 4 ist der Verlauf der Spannung an den Heizwiderständen 15 für die Fremdbeheizung der
Thermostaten 17 für verschiedene Außentemperaturen dargestellt. Es ist daraus zu erkennen, daß die
Änderung dieser Spannung bzw. der dadurch erzeugten Leistung in den Heizwiderständen 15 bei der
unteren, frei wählbaren Grenztemperatur, beispielsweise — 20° C, sofort bei Beginn der Niedertarifzeit
um 2200 Uhr einsetzt und bis zum frei wählbaren Zeitpunkt des Belastungsmaximums, z.B. 400 Uhr,
auf ihren niedrigsten Wert geregelt wird. Bei einer oberen, frei wählbaren Grenztemperatur, von beispielsweise
+ 20° C, erfolgt keine Änderung dieser Spannung oder Leistung mehr. Bei Außentemperaturen
zwischen diesen Grenzwerten setzt die Änderung entsprechend verzögert ein und wird ab dem Zeitpunkt
des gewünschten Belastungsmaximums nicht weitergeführt. Die Spannung bzw. Leistung an den
Heizwiderständen bleibt dann konstant bis zum Ende einer eventuellen Nachladung während des Tages,
weil der Motor 8 durch den Unterbrecherkontakt 22 stillgesetzt wird.
Nach Beendigung der Nacht- und gegebenenfalls Tagaufladung werden das Potentiometer 6 und der
Regeltransformator 13 wieder in die Ausgangsstellungen zurückgedreht. Zu diesem Zweck ist die Drehrichtung
des Motors 8 umkehrbar, und ein nicht dargestellter Kontakt an einer Schaltuhr übernimmt diese
Umschaltung. Das Potentiometer 6 und der Regeltransformator, der gegebenenfalls auch als Regelwiderstand
ausgebildet und in die Leitung zur Beheizung der Heizwiderstände 15 eingeschaltet sein kann,
sind mit Rutschkupplungen 7, 14 versehen, da beide auf einer Welle sitzen und im allgemeinen unterschiedliche
Zeiten zur Rückdrehung in die Ausgangsstellung benötigen. Die Rutschkupplungen 7,14 können
auch durch Endausschalter ersetzt werden, indem beispielsweise der Endausschalter des Regeltransformators
in den Stromkreis der Magnetkupplung Il und der Endschalter des Potentiometers 6 in den
Stromkreis des Motors 8 eingeschaltet werden. Zu Beginn der neuen Nachtaufladung müssen diese Endausschalter
durch die Schaltuhr wieder überbrückt und die Drehrichtung des Motors 8 umgekehrt werden.
HierzulBlattZeichnungen 309 514/332
Claims (13)
1. Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen, deren Aufladebeginn in Abhängigkeit
von einer sich außentemperaturabhängig und einer sich während des möglichen Aufladezeitraumes
zeitabhängig ändernden Spannung sowie dem Restwärmeinhalt verzögert wird, dadurch
gekennzeichnet, daß eine elektrische Leistung zur zusätzlichen Fremdbeheizung eines die
Speicherkerntemperatur im jeweiligen Wärmespeicherofen erfassenden Thermostaten ab dem
Erreichen eines bestimmten wirksamen Spannungswertes zwischen der außentemperaturabhängigen
sich ändernden Spannung und der zeitabhängig sich ändernden Spannung zeitabhängig
geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung an der Schalteinrichtung
aus einer während des Zeitablaufs steigenden Spannung und einer entgegengeschalteten,
mit größer werdender Außentemperatur steigenden Spannung gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistung zur Fremdbeheizung
des Thermostaten im Zeitablauf verringert wird.
4. Schalteinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Widerstand (6) eine zeitabhängig sich ändernde
Spannung abgegriffen wird, der über eine Relaisspule (3) eine von einem temperaturabhängigen
Widerstand (2) gesteuerte Spannung entgegengeschaltet ist, und daß durch das Relais (3) als
Teil der Steuereinrichtung eine Antriebseinrichtung (11) für ein die Fremdleistung steuerndes
Bauelement (13) einschaltbar ist.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (6) zur
Erzeugung einer zeitabhängigen Spannung als Drehwiderstand ausgebildet ist, an dessen Anschlußklemmen
eine Spannung gelegt ist, und daß der Schleifkontakt (5) des Drehwiderstandes
(6) an einen Motor mit Getriebe gekuppelt ist.
6. Schalteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebe mit veränderbarer
Übersetzung verwendet ist.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß der temperaturabhängige Widerstand (2) einen Temperaturspannungsverstärker (1) steuert,
dessen Ausgangsspannung der zeitabhängigen Spannung entgegengeschaltet ist.
8. Schalteinrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß an das Bauelement (13) ein Heizwiderstand (15) angeschaltet ist, der auf einem Bimetallelement
angeordnet ist, das als Schalthebel zwischen einen die Speicherkerntemperatur erfassenden
Stabausdehnungsregler (18) und einen Schalter (20) eingebaut ist.
9. Schalteinrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß das die Fremdheizleistung steuernde Bauelement (13) ein Regeltransformator oder Regelwiderstand
ist.
10. Schalteinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (3) eine
Magnetkupplung (11) schaltet, die den Regeltransformator (13) oder den Regelwiderstand an
den Motor (8) bzw. die Antriebswelle (12) ankuppelt.
11. Schalteinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (3) einen
gesonderten Motor zum Antrieb des Regeltransformators (13) oder Regelwiderstandes schaltet.
12. Schalteinrichtung nach Anspruch 5 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Antriebswelle (12) für den Schleifkontakt (5) des Drehwiderstandes (6) ein Nocken
(23) angeordnet ist, der nach einem Durchlauf des Schleifkontaktes (5) über einen Unterbrecher
(22) den Stromkreis des Motors (8) unterbricht.
13. Schalteinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle
(12) ein weiterer Nocken angeordnet ist, der nach einem Durchlauf des Schleifkontaktes (5)
einen Schalter zur Abschaltung des gesonderten Motors betätigt.
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3043454A1 (de) * | 1980-11-18 | 1982-07-08 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt | Steueranordnung fuer heizeinrichtungen |
-
1966
- 1966-11-18 DE DE19661565687 patent/DE1565687B2/de not_active Ceased
Also Published As
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| DE1565687B2 (de) | 1973-04-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| BHV | Refusal |