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DE1565687A1 - Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen - Google Patents

Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen

Info

Publication number
DE1565687A1
DE1565687A1 DE19661565687 DE1565687A DE1565687A1 DE 1565687 A1 DE1565687 A1 DE 1565687A1 DE 19661565687 DE19661565687 DE 19661565687 DE 1565687 A DE1565687 A DE 1565687A DE 1565687 A1 DE1565687 A1 DE 1565687A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
resistor
switching device
time
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19661565687
Other languages
English (en)
Other versions
DE1565687B2 (de
Inventor
Adolf 8500 Nürnberg Bickel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Publication of DE1565687A1 publication Critical patent/DE1565687A1/de
Publication of DE1565687B2 publication Critical patent/DE1565687B2/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
    • G05D23/1919Control of temperature characterised by the use of electric means characterised by the type of controller
    • G05D23/1923Control of temperature characterised by the use of electric means characterised by the type of controller using thermal energy, the cost of which varies in function of time

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Resistance Heating (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen, deren Aufladebeginn in Abhängigkeit von einer sich außentemperaturabhängig und einer sich während des möglichen Auflade-Zeitraumes zeitabhängig ändernden Spannung sowie dem Restwärmeinhalt verzögert wird.
Mit einer bekannten Steuereinrichtung wird so verfahren, daß die Restwärme, die Außentemperatur und die Zeit erfaßt werden, indem eine außentemperaturabhängig, eine zeitabhängig sowie eine restwärmeabhängig sich ändernde Spannung gleichzeitig miteinander verglichen werden, durch die bei Erreichen eines bestimmten wirksamen Spannungswertes eine Schalteinrichtung betätigt wird, die dann die Heizelemente eines einzigen Wärmespeicherofens einschaltet. Sollen damit mehrere Wärmespeicheröfen auch unter Berücksichtigung ihrer Restwärme verzögert eingeschaltet werden, dann muß die jeweils entsprechende restwärmeabhängige Spannung des betreffenden Wärmespeicherofens für sich in den Spannungsvergleich einbezogen und damit auch die jeweils zugehörige Schalteinrichtung durch das daraus resultierende Signal gesteuert werden. Es müssen daher sowohl für die Einbeziehung der restwärmeabhängigen Spannung jedes einzelnen Wärmespeicherofens in den Spannungsvergleich als auch zur Übermittlung des daraus gewonnenen Steuersignals von jedem entfernt angeordneten Wärmespeicherofen entsprechende elektrische Verbindungen zum Steuergerät geschaffen werden, wodurch die Steuereinrichtung als Ganzes einen wesentlichen Aufwand an Schalteinrichtungen und Verbindungen erfordert.
Es ist auch ein Thermostat für einen Heißwasserspeicher bekannt, bei dem vom Beginn der möglichen Aufladedauer zeitabhängig der Schaltpunkt verändert wird, jedoch ist keine Möglichkeit gegeben, den Außentemperatureinfluß zu berücksichtigen. Daher
wird der mit diesem Thermostaten ausgerüstete Heißwasserspeicher immer auf seine Maximaltemperatur aufgeheizt, ohne Rücksicht auf die Außentemperatur.
Es ist ferner ein Aufladesteuergerät für Wärmespeicheröfen bekannt, bei dem ein der Außentemperatur ausgesetzter Bimetallfühler zusätzlich über eine Kurvenscheibe verstellt wird, die von einem Zeitwerk angetrieben ist. Der Bimetallfühler betätigt einen Schalter, mit dem alle Wärmespeicheröfen auf einmal entsprechend der Außentemperatur zeitverzögert eingeschaltet werden, jedoch ist keine Möglichkeit vorgesehen, die Restwärme jedes Wärmespeicherofens zu erfassen. Dadurch kann sich nach mehreren Aufladungen die Speicherkerntemperatur auf einen unerwünscht hohen Wert aufschaukeln, was zu einem unwirtschaftlichen Betrieb der Heizanlage führt.
Außerdem wird nach einem anderen bekannten Verfahren, bei dem die Aufladung lediglich durch die Restwärme und die Außentemperatur bestimmt wird, durch einen beheizten, der Witterung ausgesetzten Thermostaten einem Zusatzheizwiderstand an einem von der Speicherkerntemperatur beeinflußten Ausdehnungsthermostaten im Wärmespeicherofen zusätzliche impulsartige Energie zugeführt. Die Länge der Impulse hängt dabei von der Witterung ab und wird nach tieferen Temperaturen zu immer kürzer. Hierbei kann zwar mit einem witterungsgesteuerten Thermostaten eine Vielzahl von Wärmespeicheröfen gleichzeitig gesteuert werden, jedoch fehlt die für eine günstige Netzbelastung gewünschte Einschaltverzögerung in Abhängigkeit von der Restwärme und der Außentemperatur.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur außentemperatur- und restwärmeabhängigen Einschaltverzögerung von Wärmespeicheröfen aufzuzeigen, für dessen Durchführung gegenüber den bekannten vergleichbaren Verfahren einfachere Schalteinrichtungen notwendig sind.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß eine elektrische Leistung zur zusätzlichen Fremdbeheizung eines die Speicherkerntemperatur im jeweiligen Wärmespeicherofen erfassenden Thermostaten ab dem Erreichen eines bestimmten wirksamen Spannungswertes zwischen der außentemperaturabhängig sich ändernden Spannung und der zeitabhängig sich ändernden Spannung zeitabhängig geändert wird.
Bei Anwendung dieses Verfahrens können nun zur außentemperatur- und restwärmeabhängigen Einschaltverzögerung eine Vielzahl von Wärmespeicheröfen an eine einzige Leitung angeschaltet werden, denn im Steuergerät bestimmen unter vorheriger Berücksichtigung der Aufladecharakteristik der Wärmespeicheröfen die beiden Größen, Außentemperatur und Zeit, den Zeitpunkt, zu dem ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen eingeschaltet werden muß, um bis spätestens zum Ende der Niedertarifzeit auf eine der Außentemperatur entsprechende Temperatur aufgeheizt werden zu können. Von diesem Zeitpunkt an wird durch die Steuereinrichtung die Fremdbeheizung an den Thermostaten geändert, in der Weise, daß die Schalttemperatur der Thermostaten mit steigendem Restwärmeinhalt der Wärmespeicheröfen zu späteren Zeitpunkten erreicht wird.
Nach diesem Verfahrensablauf werden somit im Steuerungsvorgang zwei Abschnitte gebildet, wobei im ersten Abschnitt die dem zusätzlich fremd beheizbaren Thermostaten zugeführte Leistung konstant bleibt, und zwar so lange, bis die beiden sich ändernden Spannungen einen vorbestimmten Wert erreicht haben, während im zweiten Abschnitt vom Erreichen des bestimmten Spannungswertes ab die dem Thermostaten zugeführte Leistung bei im Grunde gleichbleibender Außentemperatur zeitabhängig geändert wird. Dadurch lassen sich die Einrichtungen zur Erfassung der für die Steuerung maßgeblichen Einflüsse trennen, in der Weise, daß die für alle Wärmespeicheröfen gemeinsamen Einflüsse, nämlich Außentemperatur und Zeit, zu einem Signal verarbeitet werden können, das allen zu steuernden Wärmespeicheröfen zugeführt wird und im Zusammenwirken mit dem jeweiligen Thermostat den richtigen Einschaltzeitpunkt für den entsprechenden Wärmespeicherofen unter Berücksichtigung der die dritte Einflußgröße darstellenden Restwärme festlegt.
Eine besondere Rückführung einer der Restwärme proportionalen Größe zum Steuergerät entfällt hierbei. Auch braucht nicht für jeden Wärmespeicherofen die Aufladezeit im Steuergerät festgestellt zu werden und die Einschaltung mittels eines Schützes zu erfolgen. Für die Änderung der Steuerspannung an der Steuereinrichtung sind vorzugsweise ein der Außentemperatur ausgesetzter und ein zeitabhängig veränderlicher Widerstand vorgesehen.
Die Steuereinrichtung kann aus einem Relais bestehen, das eine Kupplung betätigt, die z. B. einen Regeltransformator an einen Synchronmotor mit Getriebe ankuppelt, wobei der Synchronmotor auch gleichzeitig die Verstellung des zeitabhängigen Widerstandes bewirken kann. Vorteilhaft ist es auch, die Steuerspannung für die Steuereinrichtung aus zwei Einzelspannungen zu bilden, deren Regelbereich annähernd gleich groß ist und die so auf das Relais geführt sind, daß es bei Spannungsgleichheit schaltet. Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, daß das Belastungsmaximum einer nach diesem Verfahren gesteuerten Wärmespeicherofenanlage auf einen beliebigen Zeitpunkt verschoben werden kann, indem der Durchlauf des zeitabhängig veränderbaren Widerstandes bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wird. Dadurch wird erreicht, daß die Wärmespeicheröfen je nach ihrem Restwärmeinhalt der Reihe nach einschalten und auch der Reihe nach ausschalten, also nicht gemeinsam bis zum Ende der Niedertarifzeit angeschaltet bleiben.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird nachfolgend an Hand einer Schaltung und von Diagrammen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schaltung zur Durchführung des Verfahrens,
Fig. 2 ein Diagramm über den Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung zur Fremdbeheizung des Thermostaten bei sehr niedriger Außentemperatur,
Fig. 3 ein Diagramm über den Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung zur Fremdbeheizung des Thermostaten bei mittleren Temperaturen und
Fig. 4 den Verlauf zur Spannung zur Fremdbeheizung des Thermostaten bei verschiedenen Außentemperaturen.
Ein Temperaturspannungsverstärker 1, der beispielsweise durch einen temperaturabhängigen Widerstand 2 gesteuert wird, ist einerseits an ein Relais 3
als Beispiel für ein Schaltorgan und andererseits gegebenenfalls über einen Gleichrichter 4 an einen Schleifkontakts eines als Potentiometer6 verwendeten Drehwiderstandes angeschaltet. Das Potentiometer 6 wird über eine Rutschkupplung 7 und über ein nicht dargestelltes Getriebe mit vorzugsweise veränderbarem Übersetzungsverhältnis von einem Motor 8 angetrieben. Der Anschluß 9 des Potentiometers 6, bei dem der Schleifkontakt 5 in Ruhestellung steht, ist mit dem anderen Anschluß des Relais 3 verbunden, während an den anderen Anschluß Potentiometer 6 eine Spannung angelegt ist, deren Wert vorzugsweise etwas kleiner als der maximale Wert der vom Temperaturspannungsverstärker 1 gelieferten Spannung ist. Über einen Kontakt 10 des Relais 3 ist eine Magnetkupplung 11 schaltbar, die auf der Welle 12 des Motors 8 bzw. des Getriebes sitzt und über die ein Regeltransformator 13 an den Motor 8 bzw. das Getriebe über eine Rutschkupplung 14 ankuppelbar ist. Die vom Regeltransformator 13 gelieferte Spannung wird auf einen Heizwiderstand 15 geführt, der zur Fremdbeheizung eines die Speicherkerntemperatur im Wärmespeicherofen 16 erfassenden Thermostaten 17 dient. Der Thermostat 17 besteht vorzugsweise aus einem der Speicherkerntemperatur unmittelbar ausgesetzten Ausdehnungsregler 18 und einem vom Heizwiderstand 15 beheizten Bimetallelement 19, die im Zusammenwirken einen Schalter 20 zur Ein- und Ausschaltung der Wärmespeicherofenheizelemente 21 betätigen. Wird für den Regeltransformator 13 an Stelle der Magnetkupplung 11 ein gesonderter Antriebsmotor an den Kontakt 10 des Relais 3 angeschaltet, dann ist es zweckmäßig, in Serie zu diesem Antriebsmotor einen Schalter zu legen, der durch eine auf der Welle 12 für das Potentiometer 6 angeordneten Nockenscheibe derart gesteuert wird, daß er kurz nach dem Anlauf des Motors schließt und nach einem vollen Durchlauf des Potentiometers wieder öffnet. Zur Selbstabschaltung ist in den Stromkreis des Motors 8 ein Unterbrecherkontakt 22 eingeschaltet, der nach einem Durchlauf des Potentiometers 6 durch einen Nocken 23 auf der Welle 12 geöffnet wird.
Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist wie folgt: Zu Beginn der Niedertarifzeit steht der Schleifkontakt 5 des Potentiometers 6 in einer Stellung, daß zwischen ihm und dem unmittelbar mit dem Relais 3 verbundenen Anschluß 9 kein Widerstand bzw. keine Spannung herrscht. Abhängig von der jeweils herrschenden Außentemperatur liefert jedoch der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung, die sich beispielsweise zwischen der oberen und unteren Grenztemperatur von 40 bis 0 Volt ändert. In diesem Falle liegt auch an den äußeren Anschlüssen des Potentiometers 9 und 24 eine Spannung von etwa 40 Volt. Die vom Regeltransformator 13 gelieferte Spannung für die Fremdbeheizung des Thermostaten 17 hat zu Beginn der Niedertarifzeit ihren höchsten Wert. Dadurch werden die Thermostaten 17 in allen Wärmespeicheröfen durch die Heizwiderstände 15 so weit vorgeheizt, daß auch ein Thermostat 17 in einem vollkommen entladenen Wärmespeicherofen 16 gerade noch nicht einschaltet.
Angenommen, es herrscht nun die unterste Grenztemperatur von beispielsweise — 20° C, dann liefert der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung von 0 Volt. Somit ist das Relais 3 stromlos. Dadurch wird der Regeltransformator 13 über die Magnetkupplung 11 an den Motor 8 mittels dem Kontakt 10 angekuppelt. Die Spannung bzw. Leistung an den Heizwiderständen 15 für die Fremdbeheizung der Thermostaten 17 sinkt dadurch, und ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16 schaltet sofort ein. Beim weiteren Absinken der Spannung an den Heizwiderständen 15 schalten nacheinander auch die übrigen, noch Restwärme enthaltenden Wärmespeicheröfen 16 ein, da dann die vom jeweiligen Heizwiderstand 15 und der Restwärme herrührende Wärme am Thermostaten 17 nicht mehr ausreicht, um ihn in geöffneter Stellung zu halten.
Herrscht dagegen die mittlere Außentemperatur, z. B. O0 C, des frei festlegbaren Temperaturbereiches dieser Schaltung, dann brauchen die Wärmespeicheröfen 16 auch nur auf die Hälfte ihrer Wärmekapazität aufgeladen zu werden, und die Aufladung kann verzögert erfolgen. Bei der mittleren Außentemperatur liefert der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung von 20 Volt, die dann über den Gleichrichter 4 und den Schleifkontakt 5 des Potentiometers 6 am Relais 3 anliegt. Das Relais 3 hat somit zu Beginn der Niedertarifzeit angezogen und die Magnetkupplung 11 gelöst. Der Schleifkontakt 5 am Potentiometer 6 wird nun durch den Motor 8 auf höhere Widerstandswerte zu verstellt. Dadurch wird der vom Temperaturspannungsverstärker 1 gelieferten Spannung eine stetig steigende Gegenspannung entgegengeschaltet, die mit zunehmender Verstellung des Schleifkontaktes 5 am Potentiometer 6 abgegriffen wird, da an dessen äußeren Anschlüssen 9 und 24 eine etwa dem Maximalwert der vom Temperaturspannungsverstärker 1 gelieferten Spannung entsprechende Gegenspannung anliegt. Etwa bei Gleichheit beider Spannungen fällt daher das Relais 3 ab und bringt über seinen Kontakt 10 die Magnetkupplung 11 zum Schließen. Die Änderung der Spannung bzw. Leistung zur Fremdbeheizung der Thermostaten 17 beginnt somit zu einem späteren Zeitpunkt. Vollkommen entladene Wärmespeicheröfen 16 werden nun sofort eingeschaltet, während die übrigen je nach ihrem Restwärmeinhalt verzögert einschalten.
Bei der oberen Grenztemperatur von 20° C liefert der Temperaturspannungsverstärker 1 eine Spannung von 40 Volt. Da die am Potentiometer 6 anliegende Spannung vorzugsweise um die Ansprechspannung des Relais 3 kleiner ist als die maximal vom Temperaturverstärker 1 gelieferte Spannung, fällt das Relais 3 während dem Durchlauf des Schleifkontaktes 5 am Potentiometer 6 nicht ab. Dadurch wird der Drehtransformator 13 nicht aus seiner Ausgangsstellung verstellt, und die gelieferte Spannung für die Heizwiderstände 15 bleibt auf ihrem Maximalwert, der ein Einschalten der Wärmespeicheröfen 16 verhindert.
Wird das Getriebe für den Antrieb des Schleifkontaktes 5 am Potentiometer 6 so ausgelegt, daß ein voller Durchlauf vom Anfang der Niedertarifzeit bis zum Ende dauert, dann schalten alle Wärmespeicheröfen 16 abhängig von der Außentemperatur und dem Restwärmeinhalt zeitverzögert ein und am Ende der Niedertarifzeit gemeinsam aus. Die maximale Belastung liegt demnach am Ende der Niedertarifzeit.
Das Belastungsmaximum kann hierbei jedoch auf einen beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Aufladezeitspanne verschoben werden, indem das Getriebe so ausgelegt wird, daß der Durchlauf des Schleifkontaktes 5 bereits einen bestimmten Zeitraum vor Beendigung der Niedertarifzeit abgeschlossen ist. Um diesen Zeit-
raum wird das Belastungsmaximum vorverlegt, d. h., alle Wärmespeicheröfen 16, die nachgeladen werden müssen, sind spätestens zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet. Da die Einschaltung hierdurch kontinuierlich vorverlegt wird, schalten die Wärmespeicheröfen 16 auch nacheinander ab, wenn die Schalttemperatur am Thermostaten 17 infolge der sinkenden Fremdbeheizung und der Beheizung vom Speicherkern her erreicht ist.
F i g. 2 zeigt hierzu ein Diagramm über den zeitliehen Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung an den Heizwiderständen der Thermostaten für eine Außentemperatur von — 20° C, entsprechend der unteren Grenztemperatur. Die Aufladecharakteristik der Wärmespeicheröfen 16 ist im allgemeinen entsprechend der Linie 25 festgelegt, d. h., ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16 wird im Aufladezeitraum von 2200 bis 600 Uhr gerade auf seine maximale Speicherkerntemperatur aufgeheizt. Der Verlauf der Spannung für die Fremdbeheizung der Thermostaten nach der Linie 26 ist gegenläufig. Sie hat zu Anfang der Niedertarif zeit ihren höchsten Wert und wird bis zum Zeitpunkt, an dem das Belastungsmaximum liegen soll, auf 0 heruntergeregelt. Ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16 wird somit vom Beginn der Niedertarifzeit an aufgeladen. Wärmespeicheröfen 16 mit einem höheren Restwärmeinhalt nach den Linien 27 und 28 werden erst zu Zeitpunkten eingeschaltet, zu denen sich diese Linien 27, 28 mit der Linie 26 über den Verlauf der Spannung an den Heizwiderständen 15 schneiden. Diese Schnittpunkte liegen in jedem Fall vor dem festgelegten Zeitpunkt für das Belastungsmaximum. Durch den versteilerten Abfall der Spannung an den Heizwiderständen 15 der Thermostaten 17 werden also die Einschaltzeitpunkte für die verschiedenen Wärmespeicheröfen 16 vorverlegt. Da ihre Aufladecharakteristik jedoch unverändert bleibt, erreichen sie auch bereits zu früheren Zeitpunkten ihre angestrebte Speicherkerntemperatur und werden abgeschaltet.
Nach Fig. 3 ist der Verlauf der Speicherkerntemperatur und der Spannung oder Leistung an den Heizwiderständen 15 der Thermostaten 17 für eine Außentemperatur von Celsius dargestellt. Auf Grund der Steuerung durch den Temperaturspannungsverstärker 1 und das Potentiometer setzt die Änderung der Spannung für die Heizwiderstände 15 am Drehtransformator 13 erst um I00Uhr ein. Da auch der Drehtransformator 13 wie das Potentiometer 6 nur bis um 4 Uhr, dem gewünschten Belastungsmaximum, verstellt wird, bleibt die Spannung von da an wieder konstant. Ein vollkommen entladener Wärmespeicherofen 16 gemäß Linie 25 wird somit zu Beginn der Änderung der Spannung an den Heizwiderständen 15 eingeschaltet und beim Erreichen der Speicherkerntemperatur, die zusammen mit der Fremdbeheizung die Abschaltung des Thermostaten 17 bewirkt, abgeschaltet. Wärmespeicheröfen 16 mit Restwärmeinhalt gemäß den Linien 27 und 28 werden erst eingeschaltet, wenn sie sich mit der Linie 26 über den Verlauf der Spannung an den Heizwiderständen 15 schneiden. Je größer der Restwärmeinhalt ist, um so später werden also die Wärmespeicheröfen 16 eingeschaltet, und ihre Abschaltung erfolgt früher ais bei Wärmespeicheröfen 16 mit geringem Restwärmeinhalt. Es bildet sich demnach ein echtes Belastungsmaximum.
In F i g. 4 ist der Verlauf der Spannung an den Heizwiderständen 15 für die Fremdbeheizung der Thermostaten 17 für verschiedene Außentemperaturen dargestellt. Es ist daraus zu erkennen, daß die Änderung dieser Spannung bzw. der dadurch erzeugten Leistung in den Heizwiderständen 15 bei der unteren, frei wählbaren Grenztemperatur, beispielsweise — 20° C, sofort bei Beginn der Niedertarifzeit um 2200 Uhr einsetzt und bis zum frei wählbaren Zeitpunkt des Belastungsmaximums, z.B. 400 Uhr, auf ihren niedrigsten Wert geregelt wird. Bei einer oberen, frei wählbaren Grenztemperatur, von beispielsweise + 20° C, erfolgt keine Änderung dieser Spannung oder Leistung mehr. Bei Außentemperaturen zwischen diesen Grenzwerten setzt die Änderung entsprechend verzögert ein und wird ab dem Zeitpunkt des gewünschten Belastungsmaximums nicht weitergeführt. Die Spannung bzw. Leistung an den Heizwiderständen bleibt dann konstant bis zum Ende einer eventuellen Nachladung während des Tages, weil der Motor 8 durch den Unterbrecherkontakt 22 stillgesetzt wird.
Nach Beendigung der Nacht- und gegebenenfalls Tagaufladung werden das Potentiometer 6 und der Regeltransformator 13 wieder in die Ausgangsstellungen zurückgedreht. Zu diesem Zweck ist die Drehrichtung des Motors 8 umkehrbar, und ein nicht dargestellter Kontakt an einer Schaltuhr übernimmt diese Umschaltung. Das Potentiometer 6 und der Regeltransformator, der gegebenenfalls auch als Regelwiderstand ausgebildet und in die Leitung zur Beheizung der Heizwiderstände 15 eingeschaltet sein kann, sind mit Rutschkupplungen 7, 14 versehen, da beide auf einer Welle sitzen und im allgemeinen unterschiedliche Zeiten zur Rückdrehung in die Ausgangsstellung benötigen. Die Rutschkupplungen 7,14 können auch durch Endausschalter ersetzt werden, indem beispielsweise der Endausschalter des Regeltransformators in den Stromkreis der Magnetkupplung Il und der Endschalter des Potentiometers 6 in den Stromkreis des Motors 8 eingeschaltet werden. Zu Beginn der neuen Nachtaufladung müssen diese Endausschalter durch die Schaltuhr wieder überbrückt und die Drehrichtung des Motors 8 umgekehrt werden.
HierzulBlattZeichnungen 309 514/332

Claims (13)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Steuerung von Wärmespeicheröfen, deren Aufladebeginn in Abhängigkeit von einer sich außentemperaturabhängig und einer sich während des möglichen Aufladezeitraumes zeitabhängig ändernden Spannung sowie dem Restwärmeinhalt verzögert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Leistung zur zusätzlichen Fremdbeheizung eines die Speicherkerntemperatur im jeweiligen Wärmespeicherofen erfassenden Thermostaten ab dem Erreichen eines bestimmten wirksamen Spannungswertes zwischen der außentemperaturabhängigen sich ändernden Spannung und der zeitabhängig sich ändernden Spannung zeitabhängig geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung an der Schalteinrichtung aus einer während des Zeitablaufs steigenden Spannung und einer entgegengeschalteten, mit größer werdender Außentemperatur steigenden Spannung gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistung zur Fremdbeheizung des Thermostaten im Zeitablauf verringert wird.
4. Schalteinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Widerstand (6) eine zeitabhängig sich ändernde Spannung abgegriffen wird, der über eine Relaisspule (3) eine von einem temperaturabhängigen Widerstand (2) gesteuerte Spannung entgegengeschaltet ist, und daß durch das Relais (3) als Teil der Steuereinrichtung eine Antriebseinrichtung (11) für ein die Fremdleistung steuerndes Bauelement (13) einschaltbar ist.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (6) zur Erzeugung einer zeitabhängigen Spannung als Drehwiderstand ausgebildet ist, an dessen Anschlußklemmen eine Spannung gelegt ist, und daß der Schleifkontakt (5) des Drehwiderstandes (6) an einen Motor mit Getriebe gekuppelt ist.
6. Schalteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebe mit veränderbarer Übersetzung verwendet ist.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der temperaturabhängige Widerstand (2) einen Temperaturspannungsverstärker (1) steuert, dessen Ausgangsspannung der zeitabhängigen Spannung entgegengeschaltet ist.
8. Schalteinrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an das Bauelement (13) ein Heizwiderstand (15) angeschaltet ist, der auf einem Bimetallelement angeordnet ist, das als Schalthebel zwischen einen die Speicherkerntemperatur erfassenden Stabausdehnungsregler (18) und einen Schalter (20) eingebaut ist.
9. Schalteinrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das die Fremdheizleistung steuernde Bauelement (13) ein Regeltransformator oder Regelwiderstand ist.
10. Schalteinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (3) eine Magnetkupplung (11) schaltet, die den Regeltransformator (13) oder den Regelwiderstand an den Motor (8) bzw. die Antriebswelle (12) ankuppelt.
11. Schalteinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (3) einen gesonderten Motor zum Antrieb des Regeltransformators (13) oder Regelwiderstandes schaltet.
12. Schalteinrichtung nach Anspruch 5 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle (12) für den Schleifkontakt (5) des Drehwiderstandes (6) ein Nocken (23) angeordnet ist, der nach einem Durchlauf des Schleifkontaktes (5) über einen Unterbrecher (22) den Stromkreis des Motors (8) unterbricht.
13. Schalteinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle (12) ein weiterer Nocken angeordnet ist, der nach einem Durchlauf des Schleifkontaktes (5) einen Schalter zur Abschaltung des gesonderten Motors betätigt.
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