DE1565515C - Lötspitzenbefestigung an elektrischen Lötkolben - Google Patents
Lötspitzenbefestigung an elektrischen LötkolbenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lötspitzenbefestigung mittels eines drehbaren Überwurfelementes
an elektrischen Lötkolben. Lötspitzen elektrischer Lötkolben sind durchweg auswechselbar. Diese Auswechselbarkeit
bedingt es, daß zwischen der Lötspitze und dem Heizkörper im kalten Zustand ein gewisses Spiel sein muß, damit sich die Spitze in den
Heizkörper einschieben oder auf den Heizkörper aufschieben läßt.' Beide Ausführungsformen sind bekannt.
Für einen möglichst guten Wärmeübergang zwischen dem Heizkörper und der Lötspitze ist eine
möglichst enge Berührung zwischen beiden vorteilhaft. Bisher hat man beide Forderungen, die der
Auswechselbarkeit und die der Wärmeübertragung, dadurch zu erfüllen versucht, daß man auf die Lötspitze
eine Klemmung in radialer Richtung ausgeübt hat. Für Innenlötspitzen sind radiale Klemmschrauben
bekannt. Außenlötspitzen, die auf das Mantelrohr des Heizkörpers aufgeschoben werden, hat man
federnd gestaltet. Hierzu hat man die Hülse der Lötspitze geschlitzt. Selbstfedernde Lötspitzen sind aber
nachteilig. Die Federwirkung läßt unter Einfluß der dauernden Erwärmung nach. Die Lötspitzen sitzen
locker, und der Wärmeübergang wird schlecht.
Andererseits haben durch Schraubengewinde hergestellte Klemmungen oder Verbindungen den Nachteil,
daß sie sich schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit nicht mehr lösen lassen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Lötspitzenbefestigung zu schaffen, die weder eine
geschlitzte Lötspitzenhülse verwendet noch die radiale Klemmung derselben vorsieht, die aber trotzdem
einen festen Sitz der Lötspitze gewährleistet und sich zum Zweck des Auswechselns der Lötspitze
leicht lösen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an dem Mantelrohr des Heizkörpers eine
auf diesem drehbare Spannhülse angeordnet ist und gegen ein axiales Widerlager des Rohres anliegt, wobei
die in Umfangsrichtung geneigt stehenden Klauen der Spannhülse Ansätze an der Lötspitze hintergreifen.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß die Lötspitze axial verspannbar ist. Deshalb ist es
auch möglich, die Spitze mit einer zylindrischen Bohrung, die genügend Spiel gegenüber dem Mantelrohr
des Heizkörpers aufweist, in kaltem Zustand leicht über den Heizkörper zu schieben. Ist dieser jedoch
angeheizt, so ergibt sich, bedingt durch die größere Ausdehnung des Heizkörperrohres, ein Festsitz, und
die Wärmeübertragung ist voll gewährleistet. Erkalten der Heizkörper und die Spitze, so ist der Anfangszustand
wieder erreicht. Die Lötspitze bleibt ausreichend befestigt und ist leicht auswechselbar.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß eine zur Befestigung des
Heizelementes in das Mantelrohr eingedrückte Sicke Aufnahme für einen federnden Haltering ist, der als
Widerlager für die Spannhülse dient, wobei der Haltering zweckmäßig aus einem offen gebogenen
Federstahldraht besteht.
Es ist vorteilhaft, daß der Sitz des Widerlagers jederzeit leicht kontrollierbar ist und nötigenfalls der
aus Federstahldraht bestehende Haltering leicht ausgewechselt werden.kann. Ebenso ist auch eine Auswechselung
der auf das Mantelrohr aufgeschobenen Griffmutter möglich, falls eine solche vorhanden ist.
Die erfindungsgemäße Lötspitzenbefestigung hat den weiteren Vorteil, daß die Spitze in. jeder gewünschten
Läge befestigt werden kann, so daß ohne verkrampfte Handhaltung gelötet werden kann,
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und
zwar zeigt
F i g. 1 die erfindungsgemäße Befestigung einer auf das Mantelrohr aufgeschobenen Lötspitze in perspektivischer
Darstellung,
ίο F i g. 2 einen Längsschnitt der F i g. 1,
Fig. 3 eine Abwicklung der Befestigungsvorrichtung,
F i g. 4 die Spannhülse im Längsschnitt in größerem Maßstab,
F i g. 5 eine Seitenansicht zu F i g. 4,
F i g. 6 die Lötspitze in Ansicht,
F i g. 7 die Lötspitze in teilweisem Schnitt,
F i g. 8 eine Seitenansicht auf die Lötspitze nach F i g. 7 und
F i g. 6 die Lötspitze in Ansicht,
F i g. 7 die Lötspitze in teilweisem Schnitt,
F i g. 8 eine Seitenansicht auf die Lötspitze nach F i g. 7 und
ao F i g. 9 den Haltering in vergrößertem Maßstab. Die Lötspitze 1 hat einen hülsenförmigen Teil 2
mit einer zylindrischen Bohrung 3. Mit dieser Bohrung wird die Lötspitze auf das Mantelrohr 4, das
den Heizkörper 5 enthält, aufgeschoben und mittels
»S der Spannhülse 6 axial angezogen und befestigt.
Diese Anzugbewegung der Lötspitze erfolgt durch eine von der Spannhülse 6 ausgeübte Keilwirkung.
Eine Griffmutter 7 dient zur Befestigung des insgesamt als »Heizkörper« bezeichneten Teiles mit dem
Griff 8, der für spezielle Handhaltung auch mit einem Zusatzgriff, der rechtwinklig zu dem Heizkörperrohr 4
steht, versehen sein kann.
Die Spannhülse 6 hat zwei in Umfangsrichtung geneigt stehende Klauen 9 und besitzt eine zylindrisehe
Ausdrehung 10 sowie eine zylindrische Durchgangsöffnung 11, die dem Durchmesser des Mantelrohres
4 entspricht. Außerdem enthält die Spannhülse eine schmale Eindrehung 12 zur Schaffung einer
Schulterfläche für das axiale Widerlager 13. Das Widerlager ist ein Haltering, der aus einem Federdraht
als offener Ring gebogen ist und in eine an dem Stielrohr vorhandene Sicke 14 einfedert und in
der Eindrehung 12 der Spannhülse zu liegen kommt. Der Federring 13 sichert die axiale Stellung der
Spannhülse auf dem Mantelrohr 4, so daß die schrägen Klauen eine Keilwirkung auf die Lötspitze 1 ausüben
können, wenn die Klauen im Eingriff mit Ansätzen 15 der Lötspitze sind. Diese Ansätze sind durch
eine Ringnut 16 begrenzt. In diese Ringnut 16 greifen die Klauen 9 der Spannhülse ein und hintergreifen
somit die beiden sich diametral gegenüberstehenden Ansätze 15. Die beiden Ansätze sind durch eine
Quernut 17 voneinander getrennt, die so breit ist, daß sie den Klauen 9 Durchlaß gibt. ·
Der axiale Anzug der Lötspitze 1 erfolgt durch Drehen der Spannhülse 6, die zu diesem Zweck an
ihrem Umfang geriffelt ist und außerdem zwei sich diametral gegenüberstehende Anflachungen 18 zum
Ansetzen eines Schlüssels aufweist. Die auf dem Mantelrohr 4 befestigte Lötspitze 1 ist in den F i g. 1
und 2 dargestellt. An Stelle der Außenlötspitze kann mit den gleichen Befestigungsmitteln auch eine Innenlötspitze,
die in den Heizkörper eingeschoben ist, axial angezogen werden. '.
Claims (4)
1. Lötspitzenbefestigung an elektrischen Lötkolben mit drehbarem Überwurfelement, da-
durch gekennzeichnet, daß das an dem Mantelrohr (4) des Heizkörpers angeordnete
Überwurfelement als Spannhülse (6) ausgeführt ist, gegen ein axiales Widerlager (13) des Rohres
anliegt und die in Umfangsrichtung geneigt stehenden Klauen (9) der Spannhülse Ansätze (15)
an der Lötspitze (1) nach Art eines Bajonettverschlusses
hintergreifen.
2. Lötspitzenbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Befestigung
des Heizelementes (5) in das Mantelrohr (4) eingedrückte Sicke (14) Aufnahme für einen federnden
Haltering (13) ist, der als Widerlager für die Spannhülse (6) dient.
3. Lötspitzenbefestigung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltering (13) aus einem offen gebogenen Federstahldraht besteht.
4. Lötspitzenbefestigung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an Stelle der Außenlötspitze mit den gleichen bajonettartigen Befestigungsmitteln eine in den
Heizkörper einschiebbare Innenlötspitze axial anziehbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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