DE1563549C3 - Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blind-Verbrauchs in Wechselstromnetzen - Google Patents
Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blind-Verbrauchs in WechselstromnetzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blindleistungsverbrauchs in Wechselstromnetzen und Schaltungsanordnungen
zur Durchführung dieses Verfahrens. Es wird vorteilhaft bei Blindleistungsreglern angewendet. Sie
sind notwendig, weil über die Tarifbestimmungen der Elektrizitätswerke deren Abnehmer veranlaßt werden,
ihre elektrische Energie mit möglichst günstigem Leistungsfaktor zu beziehen. Da Transformatoren,
Motoren und viele andere Geräte induktive Leistung benötigen, sorgt man durch Zuschalten geeigneter
Kapazitäten dafür, daß der Leistungsfaktor die vorgeschriebene Grenze ,nicht ,unterschreitet. Derartige
Kapazitäten müssen aber dem tatsächlichen Anfall induktiver Blindleistung im Netz angepaßt werden, da
eine kapazitive Blindleistung zu Spannungserhöhungen führen kann.
Um eine derartige Anpassung vornehmen zu körinen,
wird der in einem Netz auftretende Blindleistungsverbrauch gemessen und nach Maßgabe des gemessenen
Wertes für den Blindleistungsverbrauch ein Signal erzeugt, das zur Auslösung von Schaltvorgärigen, wie
der Zu- oder Abschaltung von Kapazitäten, dient. Bei den bekannten Einrichtungen zur Gewinnung solcher
Signale wird der Blindleistungsverbrauch mittels Meßeinrichtungen mit mechanischem Meßwerk bestimmt
und der Ausschlag des Meßwerks in ein elektrisches ^ Signal umgesetzt (siehe z. B. DT-AS 12 09 647). (.
Bei dieser Lösung werden aus den elektrischen Werten zunächst mechanische Ausschläge gewonnen
und diese sodann wieder in elektrische Werte umgewandelt. Dies hat vor allem den Nachteil, daß die
mechanischen Teile der Abnützung unterworfen sind und die Zuverlässigkeit der Einrichtung dadurch
herabgesetzt wird. Ferner sind mechanische Meßwerte meist lageabhängig. Auch ist die zweimalige Energieumwandlung
nicht nur umständlich, sondern sie setzt auch die Meßgenauigkeit herab. .■'·'
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, das
rein elektrisch arbeitet und somit die zweimalige Energieumwandlung vermeidet.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß durch Abtasten des Momentanwertes
der Amplitude einer dem Strom im Wechselstromnetz entsprechenden Halbwellenspannung während eines
vorbestimmten Phasenwinkels der Netzspannung jeweils von der Größe der Blindstromkomponente
abhängige Impulse erzeugt werden, deren auf mehrere ί Perioden der Wechselspannung bezogener Mittelwert
beim Überschreiten eines vorgegebenen Wertes ein Signal zur Auslösung der Schaltvorgänge abgibt. Je
nach Wahl des Phasenwinkels der Netzspannung unter der die Abtastung erfolgt, können hierbei in der
Amplitude von der induktiven oder kapazitiven Blindstromkomponente abhängige Impulse erzeugt
werden. Erfolgt z. B. eine Tastung jeweils bei einer Phasenlage π der Netzwechselspannung, so ergeben
sich von der induktiven Blindstromkomponente abhängige Impulsamplituden, wogegen bei einer Tastung in
der Phasenlage Null eine Abhängigkeit von der
kapazitiven Blindstromkomponente entsteht.
Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Halbwellenspannung, die dem
Strom im Wechselstromnetz entspricht, eine einstellbare Gleichspannung derart gegengeschaltet, daß beim ;
Abtasten der Momentanwerte der Halbwellenspannung \,
Impulse mit einer Amplitude erzeugt werden, die der Differenz der jeweiligen Momentanwerte mit der
gegengeschalteten Gleichspannung entsprechen.
In F i g. 1 ist ein Schaltbild für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, dessen Wir-
kungsweise durch die F i g. 2 veranschaulicht ist.
In F i g. 1 ist R der Spannung führende Leiter und M9
der Nulleiter eines einphasigen Wechselstromnetzes. Dieses Netz sei durch eine komplexe Last R + jx
belastet. Der dadurch auftretende Strom wird in an sich bekannter Weise mittels eines Stromwandlers 1 erfaßt.
Die Ausgangsspannung des Stromwandlers 1 liegt an der Primärseite des Transformators T\. Seine Sekundärseite
liefert eine dem Strom proportionale Spannung Vt.
Sie wird mittels des Einweggleichrichters Gi, der auf den Belastungswiderstand W\ arbeitet, gleichgerichtet.
An ihm fällt eine Spannung U\ in Form einer Halbwellenspannung ab. Die Scheitelwerte dieser
Halbwellen entsprechen nach Betrag und Phase dem Strom im Wechselstromnetz R; Mp. Wie ohne weiteres
einzusehen ist, ist der Momentanwert der Spannung U\ im Zeitpunkt des Nulldurchganges der Netzspannung
der Amplitude der Blindstromkomponente proportional, denn die Wirkstromkomponente des Stroms geht
: in diesem Zeitpunkt wie die Netzspannung durch Null. ;■.: Die Primärseite des Transformators T2 ist zwischen
den Spannung führenden Leiter R und den Nulleiter Mp geschaltet. Die erste Sekundärwicklung T2Si des
Transformators T2 liefert über den Gleichrichter G2 eine
Gleichspannung, die nach Siebung durch den Kondensator C\ und Stabilisierung mittels der Zenerdiode Z\ als
Versorgungsspannung für die Schaltungsanordnung dient. Die zweite Sekundärwicklung T2S2 des Transformators
T2 liefert eine Wechselspannung, die von dem Gleichrichter G3 gleichgerichtet wird. Die so erzeugte
Gleichspannung wird nach Siebung durch den Kondensator C2 mittels der Zenerdiode Z2 stabilisiert. Diese
stabilisierte Gleichspannung £/0 liegt; an dem Widerstand
W2, der einpolig mit dem Widerstand W\ verbunden ist. Die Spannungen U\ und i/o sind derart 35·
gepolt, daß ihr positiver Pol am Verbindungspunkt der Widerstände W\ und W2 liegt. Der Widerstand W2 ist als
Potentiometer ausgebildet :
Zwischen seinem Abgriff a und dem zweiten Anschlußodes Widerstandes MKi liegt also die Differenz
, zwischen der Spannung Ui und dem mittels des
Abgriffes a eingestellten Bruchteil U2 der Spannung U0.
In Fi g. 2 ist das Verhalten dieser Spannungsdifferenz
bei verschiedenen Strömen im Leiter Λ dargestellt.
\ Fig.2a zeigt den zeitlichen Verlauf der Netzspan- 4S
nung. ?; , ·■-.■■:;■:.· ,-r-^jj^.- Ϊλ:; .·..>.' '■':., '■■■■
In Fig.2b ist als gestrichelte Linie eine Halbwellenspannung
dargestellt, wie sie als Spannung Ui,am ; Widerstand Wi auftritt, wenn im Leiter R ein reiner
Wirkstrom mit steigender Amplitude fließt Ferner ist die der Spannung Ui gegengeschaltete, als strichpunktierte
Linie gezeichnete Gleichspannung -1/2 und die sich aus den 5 beiden gegeneinander geschalteten
Spannungen Ui und U2 ergebende als ausgezogene
Kurve gezeichnete resultierende Spannung U\ — U2
dargestellt Die Momentanwerte dieser Spannung sind ;:i
zu allen den ungeraden Vielfachen von'· "πZ derΓ11
Netzspannung entsprechenden Zeitpunkten gleich der Spannung — U2, wie die von der Nullinie ausgehenden
Pfeile zeigen. Sie sind unabhängig von der Amplitude
der Halbwellenspannung Uu da der Momentanwert der
Halbwellenspannung bei allen Nulldurchgängen der Netzspannung gleich Null sein muß, solange keine
Blindstromkomponente vorhanden ist.
In F i g. 2c sind in gleichartiger Darstellungsweise die
Verhältnisse bei steigendem Strom mit einer induktiven Blindstromkomponente und in Fig.2d bei steigendem
Strom mit einer kapazitiven Blindstromkomponente gezeigt. Wie aus den Figuren erkennbar ist, tritt für den
Fall, daß die Spannung U2 gleich Null ist, als
Momentanwert der Halbwellenspannung zu den Zeiten ungerader Vielfacher von η immer dann und nur dann
ein von Null verschiedener Werte auf, wenn der Strom eine induktive Blindstromkomponente aufweist. Eine
kapazitive Blindstromkomponente macht sich dadurch bemerkbar, daß der Momentanwert, gleiche Polung des
Gleichrichters Gi vorausgesetzt, beim Nulldurchgang der Netzspannung im entgegengesetzten Sinne, d. h. zu
den Zeitpunkten ungerader Vielfacher von n, von Null verschieden ist.
Durch die der Halbwellenspannung Ui entgegengeschaltete
Gleichspannung U2 wird erreicht, daß der Momentanwert der Spannung Ui-U2 von Null verschiedene
Werte mit der gleichen Polarität wie die Halbwellenspannung Ui nur dann annehmen kann,
wenn die induktive Blindstromkomponente einen durch die Gleichspannung U2 bestimmbaren Wert überschreitet. ' ■■ ■■"" ;V';\ '"" '■ -ri;/';;:- '■"■ '■ ':'■"" 'r
Die Differenzspannung Ui - U2 steuert den ersten
Transistor 4 (Fig. 1). Dieser liegt in Reihe mit einer
Diode Di, einem einstellbaren Widerstand W3 und
einem zweiten Transistor 3 sowie einem Belastungswiderstand Wa, dem ein Summierkondensator C3
parallel geschaltet ist. Parallel zu dem- aus der
Serienschaltung der Transistoren 3 und 4 sowie der
Widerstände -Wz und W4 bestehenden Zweig liegt ein
weiterer, aus einer Diode D2 und einem Widerstand Ws
bestehender Zweig. Die Abtastung der Differenzspannung
kommt dadurch zustande, daß der Transistor 3 gesperrt ist und nur mittels des von der Sekundärwicklung
T2Si des Transformators T2 gespeisten Impulstransformators
T3 bei jedem zweiten Nulldurchgang der Netzspannung für kurze Zeit aufgetastet wird. Je nach
Polung des Impulstransformators 3 wird beim jeweiligen Nulldurchgang im einen oder im anderen Sinne der
Transistor 3 aufgetastet. Sind beide Transistoren 4 und 3 gleichzeitig geöffnet, so entsteht ein Stromstoß! durch
den der Summierkondensatör C3 aufgeladen wird. Die
Größe dieses Stromstoßes ist mittels des veränderbaren Widerstandes W3 einstellbar. Erfolgt innerhalb einer
bestimmten, durch die Kapazität des Surnmierköhdensators
C3; den Belastungswiderstand W* und die Größe
des? Stromstoßes festlegbaren Zeit eine; bestimmte Anzahl von Strömstößen, so wächst die Spannung am
Summierkondensator C3 auf einen Wert aiii bei dem der
Transistor 5 ausgesteuert und das Relais^ erregt wird.
Es zieht an-'und entlädt über den Kontakt'ä| den
Summierkondensator C3. Dadurch sperrt der Transistor
5 wieder und das Relais A fällt sofort wieder äbi Das zu erzeugende Signal wird von dem Kontakt a2 nach außen
gegeben/ wo es zu beliebigen Schältzwecken benutzt
werden5 kann. Der Totbereich/' d. h ■! die Größe1 der
Blindstromkomponente, bei der die Ladung des Summierkondensators C3 beginnen soll, ist mittels der
am Widerstand W2 abgreifbaren'Gleichspannung U2
einstellbar. Unterhalb der auf diese Weise eingestellten Blindstromkomponente kann es selbst nach beliebig
langer Zeit nicht zu einer Kontaktgabe von a2 kommen.
Mit dem Widerstand W3, der die Größe der
auftretenden Stromstöße einzustellen gestattet, ist also
die Trägheit, mit der das erfindungsgemäße Verfahren arbeiten soll, einstellbar. Das erfindungsgemäße Verfahren
läßt sich daher mit Vorteil bei Blindleistungsreglern anwenden, da es mit der zudem leichten Einstellbarkeit
des Totbereiches und der Trägheit, alle Parameter enthält, die für einen Blindleistungsregler von Bedeu-
tung sind, und so eine optimale Anpassung ermöglicht.
Soll das erfindungsgemäße Verfahren bei Einrichtungen zur Blindleistungsregelung benutzt werden, bei
denen je nach Größe und Richtung der Blindstromkomponente Kapazitäten selbsttätig zu- und abgeschal-
tet werden, so können zwei Einrichtungen zur Durchführung benutzt werden. Eine dieser beiden
Einrichtungen dient der Abgabe eines Signals, das ein Zuschalten bewirkt, wogegen die andere Einrichtung ein
Signal abgibt, das ein Abschalten von Kondensatoren veranlaßt. Die Schaltungsanordnung für beide Einrichtungen
ist im wesentlichen gleich. Der Unterschied zwischen beiden besteht lediglich in der unterschiedlichen
Polung der Impulstransformatoren. In der einen Schaltungsanordnung wird dadurch der Nulldurchgang
der Netzspannung in der einen und bei anderen Schaltungsanordnungen in der anderen Richtung
ausgenutzt.
Das vollständige Schaltbild aus den beiden Schaltanordnungen, die beide dem Schaltbild der F i g. 1
entsprechen, zeigt Fig.3. Hierin ist der Übersichtlichkeit
wegen darauf verzichtet, selbstverständlich mögliche Vereinfachungen, wie z. B. die Doppelausnützung
einer Netzversorgung, zu zeigen. Die Impulstransformatoren T3 und T3" sind unterschiedlich gepolt, d. h.
sie geben bei dem gleichen Nulldurchgang der Netzspannung entgegengesetzt gerichtete Impulse ab.
Die Wirkungsweise der gesamten Schaltungsanordnung für die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
bei einem Blindleistungsregler ist in F i g. 4 dargestellt. U bedeutet darin die Netzspannung. Die beiden
Parallelen U2 und U2" dazu stellen die beiden den
beiden Halbwellenzügen U\ und U\" entgegengeschalteten
Gleichspannungen dar. Hat der im Leiter fließende Strom den durch den Vektor V\ in Fig.4
dargestellten Wert, so wird kein Signal ausgelöst und die Verhältnisse entsprechen dem in Fig.2c links, d.h.
für den Zeitpunkt π, gezeichneten Fall. Wächst der Strom bis zu dem dem Vektor V2 entsprechenden Wert
an, so entspricht dies dem in Fi g. 2c für den Zeitpunkt
3 π dargestellten Fall, bei dem die Pfeillänge etwa zu Null geworden ist. Wächst der Strom z. B. auf die dem
Vektor V3 in Fig.4 entsprechende Größe an, so liegt
der in F i g. 2c für den Zeitpunkt 5 π dargestellte Fall vor, und die Ladung des Kondensators C3 beginnt.
Bleibt die induktive Blindstromkomponente des Stromes für eine bestimmte Zeit, die durch die Zeitkonstante
gebildet durch Kondensator C3' und Widerstand Wa'
festgelegt ist, über dem durch die Spannung U2 begrenzten Wert, so wird über das Relais A' mit den
Kontakten a\ und a2 ein Signal ausgelöst. Dadurch wird
über den Koniakt a2 das Relais E erregt, dessen
Haltekontakt ei und Arbeitskontakt C2 geschlossen und
dadurch der Kondensator C* parallel zur Last R + jx geschaltet. Der Strom liegt damit wie der Vektor V4 im
Totbereich. Solange sich die Spitze des den Strom darstellenden Vektors im Totbereich des Reglers, d. h.
zwischen den beiden Geraden U2 und U2" befindet,
kann kein Signal ausgelöst werden und der Regler verharrt in Ruhe, bis durch äußere Einflüsse, z. B. durch
Abnahme der Blindstromkomponente im Wechselstromnetz und ein dadurch bewirktes Auftreten einer
unzulässig hohen kapazitiven Blindstromkomponente, die Vektorspitze die Linie U2" überschreitet (Vektor
V5). Dann zieht das Relais B an und bewirkt damit die
Abgabe eines Signals zur Abschaltung der zwecks Kompensation der vorher vorhandenen induktiven
Blindleistung zugeschalteten Kapazität Q mittels des Haltekontaktes bi. Die Blindstromkomponente geht
dadurch auf einen zulässigen Wert zurück, wie die Lage des Vektors Ve im Totbereich zeigt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird der Impulstransformator mittelbar über ein einstellbares
Phasenschieberglied gespeist. Ein Beispiel hierfür ist in der F i g. 5 dargestellt. Der Deutlichkeit halber sind in
F i g. 5 nur die der F i g. 1 entsprechenden und wie dort bezeichneten Teile der Schaltungsanordnung gezeichnet,
zwischen die das Phasenschieberglied eingeschaltet ist. In dem Ausführungsbeispiel besteht es aus einer an
sich bekannten Brückenschaltung mit dem veränderbaren Widerstand W6 und dem Kondensator Cp im einen
und den Widerständen W7 und W8 im anderen
Brückenzweig.' Die Eingangsspannung, d. h. die Spannung an der Wicklung T2Si, liegt an der einen, während
die voreilend phasenverschobene Spannung an der anderen Brückendiagonale abgenommen und dem
Impulstransformator T3 zugeführt wird.
Die gewünschte Phasenlage der von dem Impulstransformator T3 abzugebenden Impulse ist mittels des
veränderbaren Widerstandes We einstellbar. Damit läßt
sich bei Blindleistungsreglern der »Umschlagpunkt«, d. h. der Leistungsfaktor, den der Blindleistungsregler in
Grenzen konstant halten soll, entsprechend der Bemessung des Phasenschiebergliedes über einen
weiten Bereich ändern.
Wird die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels der Schaltungsanordnung nach
Fig.3 gegebenenfalls mit der in Fig.5 dargestellten
Ergänzung durch ein Stufenschaltwerk ergänzt, so kann sie zum Zu- und Abschalten einer aus mehreren
Kondensatoren bestehenden Batterie benutzt werden. Die Impulse des Kontaktes a\ betätigen dann ein
»Vorwärts«-Schrittschaltwerk, während an Stelle des Ruhekontaktes Zj2 ein Arbeitskontakt vorgesehen sein
muß, der das »Rückwärts«-Schrittschaltwerk betätigt. Der Totbereich ist in diesem Falle nach der größten
einzelnen Kondensatorenstufe zu bemessen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blindleistungsverbrauchs in
Wechselstromnetzen, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Abtasten des Momentanwertes der Amplitude einer dem Strom im Wechselstromnetz entsprechenden Halbwellenspannung
während eines vorbestimmten Phasenwinkeis der Netzspannung jeweils von der Größe
der Blindstromkomponente abhängige Impulse erzeugt werden, deren auf mehrere Perioden der
Wechselspannung bezogener Mittelwert beim Überschreiten eines vorgegebenen Wertes ein
Signal zur Auslösung der Schaltvorgänge abgibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbwellenspannung, die dem
Strom im Wechselstromnetz entspricht, eine einstellbare Gleichspannung derart gegengeschaltet ist,
daß beim Abtasten der Momentanwerte der Halbwellenspannung Impulse mit einer Amplitude
erzeugt werden, die der Differenz der jeweiligen Momentanwerte mit der gegengeschalteten Gleichspannung
entsprechen.
3. Schaltungsanordnung für ein Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtastung der Halbwellenspannung in,der Weise erfolgt, daß sie einen ersten Transistor (4) steuert,
der in Reihe liegt mit einer Diode (Di), einem einstellbaren Widerstand (W3) und einem zweiten
Transistor (3) sowie einem Belastungswiderstand (W4), dem ein Summierkondensator (C3) parallel
geschaltet ist, wobei der zweite Tra nsistor (4) mittels eines von der Netzspannung betriebenen Impulstransformator
(T3) in der Weise gesteuert wird, daß der Transistor (4) bei jedem zweiten Nulldurchgang
der Netzspannung für kurze Zeit aufgetastet wird, und daß die am Summierkondensator (C3)
auftretende Spannung bei Überschreiten eines bestimmten Wertes einen Transistor (5) aufsteuert
und ein in seinen Kollektorkreis geschaltetes Relais
(A)ansprechen läßt, dessen erster Relaiskontakt (a\),
der parallel zum Summierkondensator (C3) liegt,
diesen entlädt, sowie über einen zweiten Relaiskontakt (ai) das Signal zur Auslösung des Schaltvorgangs
gibt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulstransformator (T3)
mittelbar über ein einstellbares Phasenschieberglied gespeist wird. -..I.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei seiner Anwendung zur
Signalabgabe bei Blindleistungsreglern die der
Halbwellenspannung entgegenzuschaltende Gleichspannung mindestens so hoch eingesteht wird, daß
der sich dadurch ergebende Totbereich des Blindleistungsreglers größer ist als die BIindleistungsr
änderung, die sich aus der vom Blindleistungsregler zuzuschaltenden Kapazität ergibt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966M0068909 DE1563549C3 (de) | 1966-03-25 | 1966-03-25 | Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blind-Verbrauchs in Wechselstromnetzen |
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|---|---|---|---|
| DE1966M0068909 DE1563549C3 (de) | 1966-03-25 | 1966-03-25 | Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blind-Verbrauchs in Wechselstromnetzen |
Publications (3)
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|---|---|
| DE1563549A1 DE1563549A1 (de) | 1970-03-12 |
| DE1563549B2 DE1563549B2 (de) | 1977-09-01 |
| DE1563549C3 true DE1563549C3 (de) | 1978-05-03 |
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ID=7312826
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| DE1966M0068909 Expired DE1563549C3 (de) | 1966-03-25 | 1966-03-25 | Verfahren zur Auslösung von Schaltvorgängen nach Maßgabe des Blind-Verbrauchs in Wechselstromnetzen |
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1966
- 1966-03-25 DE DE1966M0068909 patent/DE1563549C3/de not_active Expired
Also Published As
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| DE1563549B2 (de) | 1977-09-01 |
| DE1563549A1 (de) | 1970-03-12 |
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