DE1561744B - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Bahnen mit von Stollen gebildeten
Dampfdruckausgleichskanälcn zur Beseitigung der Feuchtigkeit in Dächern oder Wänden.
Flachdächer werden üblicherweise so ausgebildet, daß auf die tragende Betonfläche eine Dampfdrucfcausglcichsschicht,
hierauf eine Dampfbremse, dann eine oder mehrere Wärmedämmschichten und hierauf
wiederum eine Dampfdruckausgleichsschicht und eine
Bitumen-Dachpappe als äußere Abdeckung aufgebracht werden.
Für die beiden vorerwähnten Dampfdruekausglcichsschichtcn
werden vielfach sogenannte Entlüftungspappen verwendet, welche an ihrer Unterseite
mit mäandcrförmig gebogenen Falzen beklebt sind, die ciic eigentlichen Kanäle bilden. Diese Kanäle
sollen eine Lüftung durch natürliche Konvektion sowie als Folge des atmosphärischen Druckunlerschicdcs
bzw. durch Windanfall bewirken. Eine weitere Wirkung dieser Kanäle soll darin bestehen,
daß diese eine Diffusionsschicht für den Transport von Wasserdampf bilden. Die bekannten Bahnen oder
Platten mit den mäanderrförmig ausgebildeten Falzen auf der Unterseite haben jedoch den Nachteil, daß
zu ihrer Herstellung mindestens drei Arbeitsgänge erforderlich und die angestrebten Wirkungen nur in
einer Richtung möglich sind.
Um den letztgenannten Mangel zu beseitigen ist daher bei einer sogenannten Entlüftungsbahn bereits
vorgeschlagen worden, die auf der Unterseite Kanäle aufweist, die dadurch entstehen, daß in die Bahn in
regelmäßiger Verteilung Löcher gestoßen sind, welche samt den nach dem Durchstoßen entstandenen,
nach unten gerichteten Randmanschetten mit druckfestem Werkstoff, z. B. Beton, gefüllt sind.
Diese bekannte Ausführungsform hat aber den Nachteil, daß einmal die Herstellung sehr umständlich ist
und daß zum anderen diese Bahn nicht als Dichtungsbahn gelten kann, weil das Durchstoßen der Bahn
den Sinn und Zweck dieser Bahn wieder aufhebt.
Denn durch das Einfüllen des druckfesten Werkstoffes kann die ursprüngliche Dichtheit niemals erreicht
werden, sveil an den Rändern der durchgestoßenen Löcher die Feuchtigkeit, insbesondere in
Form von Wasserdampf, vorbeigelangen und in die Wärmedämmschicht eintreten kann. Ein Dachaufbau
mit dieser bekannten sogenannten Entlüftungspappe als Ausgleichsschicht erfordert also eine zusätzliche
Dichtungsbahn als Dampfsperre unter der Wärmedämmschicht.
Es ist bereits eine Vorrichtung zur Herstellung von Dachziegeln bekanntgeworden, welche eine
Formwalze besitzt, welcher eine Preßwalze vorgelagert ist. Die Formwalze ist mit im Querschnitt etwa
keilförmigen Aussparungen versehen, welche sich über die ganze Breite der Walze erstrecken. Zwischen
Preßwalze und Formwalze ist eine Aufgabevorrichtung vorgesehen, aus welcher das zu verarbeitende
Material zwischen die Walzen läuft. Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß nur
eine Fertigung von einzelnen Platten möglich ist, da die rückwärtigen Kanten der im Querschnitt etwa
keilförmigen Ausnehmungen beim Auftreffen auf die Prcßvvalze eine Durchtrennung der hergestellen Bahn
bewirken.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zur Herstellung von Bahnen mit von Stollen gebildeten Dampfdruckausgleichskanälen zu schaffen,
welche in einfacher Weise herzustellen und zu handhaben ist, sowie eine kontinuierliche Herstellung derartiger
Bahnen ermöglicht, wcbci die Bahnen selbst eine absolute Dichtheit gewährleisten und leicht zu
verlegen sind.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die in einem Rahmengestell drehbar gelagerte
Wa'7e an ihrer Oberfläche mit reihenweise angeordneten,
etwa zylinderförmigcn Ausnehmungen versehen
ist. daß der Walze eine Prcßwalze vorgelagert ist und daß die Bahn zwischen Preßwalze und Walze
hindurch- und um letzte herumgeführt isi, wobei die Bitumenaufgabeeinrichtung derartig angeordnet ist,
daß das Bitumen in den Spalt zwischen den beiden Walzen zulaufen kann. Auf diese Weise ist es möglich,
in einem einzigen Arbeitsgang, z. B. eine Bitumenbahn, mit den Stollen zu versehen, da diese durch die
Prcßwalze mit ihrer einen Seite fest gegen die umlaufende Walze angedrückt wird, in deren Ausnehmungen
auf der Oberfläche sich ebenfalls ein Material auf Bitumenbasis befindet, so daß diese fest aneinander
angedrückt werden und nach teilweisem Umlauf um die Walze an der Bahn anhaften, so daß
diese abgezogen und auf erforderliche Länge geschnitten werden kann. Eine so hergestellte Bahn
ist einschichtig und verwirklicht die Dampfdruckausgleichsschicht und die Dampfsperre in einem.
Außerdem ist eine derartige Bahn sehr biegsam, leicht zu verlegen und gewährleistet eine Beseitigung
der vorhandenen Feuchtigkeit.
Vorteilhaft sind die Preßwalze und die Walze an ihren Stirnseiten mit sich über beide Walzen erstrek-
Senden Abdeckbleehen ausgerüstet, so daß der sich
bildende Keil nus Bitumen und gegebenenfalls einem iiiiulcmiitcl seitlich nicht ablaufen kann.
Außerdem kann die Preßwalze in ihrem Abstand jtir Walze einstellbar sein, so daß die Stärke der
herzustellenden Bahn verändert werden kann.
Oberhalb der Walze befindet sich ein schwenkbar gelagerter Arm, welcher eine hin- und hergehende
Bewegung ausführt und hierbei die freie Oberfläche tier Walze mit Wasser od. dgl. besprüht, so daß sich
tue Bitumenmasse aus den etwa zylinderförmigen Ausnehmungen gut herauslöst.
Ein Ausführungsbdspiel der Erfindung ist an Hand
tier Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt F i g. 1 eine Ansicht der Vorrichtung und
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der
Fig. 1.
Mit 1 ist das Rahmengestell bezeichnet, in dem t)ie Walze 2 drehbar gelagert ist.
Der Walze 2 vorgelagert ist die Preßwalze 3, welche
in ihrem Abstand zur Walze 2 einstellbar ist. Auf eiern Rahmengestell befindet sich die Aufgabeeinliditung
4, aus welcher das flüssige Bitumen unter Zusatz eines Bindemittels auf die Walze 2 läuft. Wie
insbesondere Fig. I erkennen läßt, ist die Walze 2 jiuf ihrer Oberfläche mit reihenweise angeordneten
Zylindrischen Ausnehmungen 5 versehen. Beiderseits der Walze 2 und der Preßwalze 3 sind Abdecklileche
6 angeordnet, welche verhindern, daß der sich zwischen Walze 2 und Preßwalze 3 bildende Keil aus
flüssigem Bitumen und Bindemittel zu den Seiten Jiinweglaufen kann. Das flüssige Bitumen und das
Bindemittel laufen in den Walzenspalt über das Leitblech 7 aus der Aufgabeeinrichtung ;:u.
In dem Rahmengestell 1 sind mehrere Umlenkwalzen 8 angeordnet, welche eine straffe Führung der
Bitumcn-Pappbahn 9 gewährleisten.
Die Walze 2 wird von dem Motor 10 über das Getriebe fl und den Kettentrieb 12 in Drehung versetzt.
Ebenso die nachgcschaltcte Umlenkwalze 8.
Oberhalb der Walze 1 befindet sich der schwenkbar gelagerte Arm 13, welcher an seinem vorderen
Ende mit einer Sprühdüse versehen ist, so daß die freie Oberfläche der Walze 2, z. B. mit Wnsser be-
netzt werden kann. Auf diese Weise ergibt sich ein leichtes Lösen de.- in den Ausnehmungen 5 befindlichen
Bitumenmasse, so daß diese fest an der Dichtungsbahn 9 anhaftet. Der Antrieb des Armes 13
erfolgt über einen gesonderten Motor 14 und einen
ίο Exzcnterbetrieb 15.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist wie folgt: Die Dichtungsbahn 9 wird über die Umlenkwalzen 8
und zwischen Preßwalze 3 und Walze 2 hindurchgeführt und über die weitere Umlenkwalze 8 und dann
zur Fördereinrichtung 16. Nunmehr wird flüssiges Bitumen mit Bindemittel aus der Aufgabeeinrichtung
4 über das Leitblech 7 auf die Walze 2 gegeben, so daß sich zwischen Walze 2 und Preßwalze 3 ein
Keil von flüssigem Bitumen bildet, der seitlich durch
ao die Abdeckbleche 6 begrenzt ist. Diese flüssige Bitumenmasse füllt die Ausn "',.mungen 5 in der Oberfläche
der Walze aus, welche infolge ihrer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn fest gegen die eine Seite
der Dichtungsbahn 9 angepreßt wird. Während dieses
Preßvorganges geäst die in den Ausnehmungen S befindliche
Bitumenmasse eine innige Verbindung mit der Oberfläche der Dichtungsbahn 9 ein, so daß
diese an der Dichtungsbahn anhaften, und nach Abheben von der Walze 2 mit dieser abgezogen werden.
Die nunmehr entleerten Ausnehmungen 5 werden mittels des Aims 13 mit Wasser eingesprüht, so daß
sich die nachfolgend aufgegebere Bitumenmasse nach Anpressung leicht aus diesem abhebt. Gegebenenfalls
können die Ausnehmungen auch noch leicht konisch gestaltet sein, um diesen Effekt zu unterstützen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet eine
kontinuierliche Herstellung von Dichtungsbahnen mit an der Unterseite befestigten Stollen, wobei lediglich
eine Arbeitskraft für die Beaufsichtigung der Vorrichtung erforderlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Bahnen mit von Stollen gebildeten Dampfdruckausgleichs;-kanälcn
zur Beseitigung der Feuchtigkeit in Dächern oder Wänden, dadurch gekennzeichnet,
daß die in einem Rahmengestell (11) drehbar gelagerte Walze (2) an ihrer Oberfläche
mit reihenweise angeordneten, etv/a zylindrischen Ausnehmungen (5) versehen ist, daß der Walze
(2) eine Preßwalze (3) vorgelagert ist und daß die Bahn (9) zwischen Preßwalze (3) und Walze
(2) hindurch- und um letzte herumgeführt ist, wobei die Bitumenaufgabeeinrichtung derart
angeordnet ist, daß das Bitumen in den Spalt zwischen den beiden Walzen zulaufen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Preßwalze (3) und Waive (.2)
an ihren Sii-nseiten mit sich über beide Walzen
erstreckenden Abdeckblechen (6) od. dgl. ausgerüstet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwalze (3)
in ihrem Abstand zur Walze (2) einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich oberhalb der Walze (2)
ein schwenkbar gelagerter Arm (13) befindet, welcher die Oberfläche der Walze (2) besprüht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (13) eine hin- und
hergehende Bewegung ausführt.
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