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DE1561145C - Pneumatisch-mechanische Blattabtast- und Steuervorrichtung für eine blattförmiges Material verarbeitende Maschine - Google Patents

Pneumatisch-mechanische Blattabtast- und Steuervorrichtung für eine blattförmiges Material verarbeitende Maschine

Info

Publication number
DE1561145C
DE1561145C DE1561145C DE 1561145 C DE1561145 C DE 1561145C DE 1561145 C DE1561145 C DE 1561145C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheet
machine
cylinder
scanning
pressure roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Albert George Ronald London Gates
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NRG Manufacturing Ltd
Original Assignee
NRG Manufacturing Ltd
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine pneumatischmechanische Blattabtast- und Steuervorrichtung für eine blattförmiges Material verarbeitende und eine Blattzuführungsvorrichtung aufweisende Maschine, insbesondere einen Matrizenvervielfältiger, mit einer von der Maschine angetriebenen Luftpumpe, die in der Vorrichtung Druckimpulse erzeugt, deren Wert sich von dem des atmosphärischen Luftdruckes unterscheidet, und die mit einer ihr zugeordneten Abtastvorrichtung und Schaltvorrichtung versehen ist, mit deren Hilfe die Blattzuführungsvorrichtung außer Betrieb gehalten wird, solange sich kein Blatt in dieser befindet.
Eine Maschine, bei der eine solche pneumatischmechanische Blattabtast- und Steuervorrichtung besonders vorteilhaft eingesetzt werden kann, ist beispielsweise eine Matrizenvervielfältigungsmaschine. Bei solchen Matrizenvervielfältigern wird die Matrize um mindestens einen Zylinder herumgelegt und die zu bedruckenden Papierblätter werden jeweils einzeln zwischen die auf dem Zylinder befindliche Matrize und eine Andruckwalze eingeführt, welche das Papier gegen die Matrize anpreßt. Dabei ist es notwendig, daß die Andruckwalze jeweils beim Durchlauf der einzelnen zu bedruckenden Blätter in Richtung auf den Zylinder zu und auch wieder von diesem weg bewegt wird. Es müssen Vorkehrungen getroffen sein, daß sich die Andruckwalze nicht in Richtung auf den Zylinder zu bewegen kann, wenn kein Blatt in die Vervielfältigungsmaschine eingegeben ist. Würde nämlich eine solche Bewegung nicht verhindert, so hätte dies zur Folge, daß die Andruckwalze an der Matrize zur Anlage gelangen und von dieser Farbe annehmen würde, was wiederum dazu führen würde, daß die nachfolgend durch die Vervielfältigungsmaschine geführten Papierblätter auf der Rückseite mit Farbe verschmutzt würden.
Aus dem vorstehend beschriebenen Grund ist bei den bisher bekannten Matrizenvervielfältigungsmaschinen häufig eine Papieranzeigevorrichtung vorgesehen.
Die Anordnung ist bei derartigen Vorrichtungen so, daß an dem die Bewegung der Andruckwalze hervorrufenden Mechanismus ein mechanisches Hebelsystem angeordnet ist, das die Andruckwalze nur dann eine Bewegung vollführen läßt, wenn tatsächlich ein Papierblatt od. dgl. in die Maschine eingegeben ist.
In der deutschen Patentschrift! 188 086 ist eine zur Anzeige der Anwesenheit eines Papierblattes und der Steuerung der Andruckwalze dienende Vorrichtung beschrieben, bei welcher die Steuerung der Andruckwalze unter Zuhilfenahme einer pneumatischen Vorrichtung erfolgt.
Bei der in der deutschen Patentschrift 1 188 086 beschriebenen Ausführungsform besteht die Anzeigevorrichtung aus einem Tastkolben mit einem Zylinder, der oberhalb der Einführungsbahn der Papierblättcr angeordnet ist und dem während des Betriebes der Vcrvielfältigungsmaschine jeweils, von einem Hauptkolben mit einem entsprechenden Zylinder ausgehend, wechselweise Druck- und Saugimpulse zugeleitet werden. Der Hauptkolben wird beim Betrieb der Vervielfältigungsmaschine synchron zur Bewegung des Zylinders betätigt, so daß sich der Tastkolben im Laufe eines vollständigen Arbeitsganges der Vervielfältigungsmaschine einmal nach unten und im Anschluß hieran wieder nach oben bewegt. Der Tastkolben ist derart angeordnet, daß er, wenn er sich in seine unterste Stellung bewegt, die Bahn der eingegebenen Papierblätter kreuzt.
Wird während der Abwärtsbewegung des Tastkolbens dem Zylinder kein Papier zugeführt, so bewegt sich der Tastkolben in seine unterste Stellung und ermöglicht, daß ein aus dem Hauptzylinder kommender Druckimpuls zu einer Andruckwalzensteuerung gelangen kann. Unter der Wirkung dieses Druckimpul-
ses wird der Mechanismus zur Anlage der Anpreßwalze an den Zylinder ausgerückt. Wird dem Zylinder jedoch während der Abwärtsbewegung des Tastkolbens ein Papierblatt zugeführt, so fängt das Papier die Tastkolbenbewegung ab, wodurch der Tastkolben seine unterste Stellung nicht erreichen kann. Die Folge davon ist, daß kein Druckimpuls zu der Steuerungsvorrichtung für die Andruckwalze gelangt und daß die Andruckwalze ganz normal weiterarbeitet, d. h., daß die Andruckwalze genau zum richtigen Zeitpunkt ,an dem Zylinder der Vervielfältigungsmaschine zur Anlage gelangt.
Die britische Patentschrift 732 670 zeigt eine blattförmiges Material verarbeitende Maschine, bei der im Gegensatz zu der vorstehend geschilderten Maschine die Blattzuführungsvorrichtung nur dann in Betrieb gesetzt wird, wenn ein Blatt von der Blattabtast- und Steuervorrichtung ertastet wird. Das Abtasten der Blätter geschieht hier mittels Öffnungen, die im Rhythmus des Arbeitsablaufes der Maschine mit Saugimpulsen beaufschlagt werden. Sobald die Saugöffnungen von dem zu ertastenden Blatt geschlossen werden, wird ein Startsignal für den Papiertransport gegeben. Fehler bei der Abtastung können den Papiertransport nicht auslösen.
Beim Abtasten der Blätter durch Absenken des Tastkolbens bei dem Gegenstand gemäß der deutschen Patentschrift 1 188 086 steht der auf ein vorhandenes Blatt auftreffende Kolben unter einem bestimmten Druck, unter dem das Blatt nicht knittern oder gar einreißen darf. Unterschiedliche Dicken und Festigkeiten der Blätter erfordern deshalb eine entsprechend wechselnde Einstellung des Kolbendruckes und Kolbenweges.
In ähnlicher Weise ist die Abtastvorrichtung nach der britischen Patentschrift abhängig von der Beschaffenheit der jeweils einzugebenden Blätter. Die Höhe der Saugkraft und/oder der Abstand der Saugöffnungen von der Blattfläche müssen nach Maßgabe der Knitterfestigkeit und der Dicke der Blätter eingestellt werden. Als zusätzliche Einflußgröße kommt das Gewicht der Blätter hinzu, da sich das abzutastende Blatt gegen die Saugöffnungen anheben und dichtend anlegen lassen muß. Die Empfindlichkeit dieser Abtastorgane gegen Änderungen der Blätter ist daher besonders hoch.
Ein weiterer Nachteil der Vorrichtung nach der deutschen Patentschrift 1 188 086 besteht darin, daß das Eingeben eines Blattes nur bei angehobenem Tastkolben möglich ist. Insbesondere bei kartonartigen oder erhaben geprägten Blättern empfiehlt sich jedoch deren Eingabe von Hand. Wenn man nicht den Tastkolben in seiner angehobenen Stellung festlegen und damit auf die gesamte Wirkung der Abtast- und Steuervorrichtung verzichten will, muß man das Blatt in den kurzen Zeiten, in denen der Tastkolben angehoben ist, einschieben, was bei schnell arbeitenden Maschinen kaum durchführbar ist. Der gleiche Nachteil haftet auch der mit periodischen
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Saughüben arbeitenden Vorrichtung nach der briti- für die Blatteingabe zu beliebigen Zeitpunkten von
sehen Patentschrift 732 670 an. Hand. .
Auf Grund des Ansaugens der Blätter gegen die Schließlich zeichnet sich die Vorrichtung noch Saugöffnungen bei der Vorrichtung nach der briti- durch eine einfache und robuste Ausbildung aus, sehen Patentschrift 732 670 ist eine Abtastung sich 5 bei der Verklemmungsgefahr, Verschleißerscheinunfortbewegender Blätter nicht möglich. Die Anwen- gen und Wartungsbedürfnisse auf ein Mindestmaß dung dieser Vorrichtung ist demnach auf Maschinen herabsetzbar sind. Der Abtastkolben nach der deutbeschränkt, bei denen die zu bedruckenden Blätter sehen Patentschrift 1 188 086 unterliegt auf Grund vor der Druckeinrichtung genügend lange zum Still- seiner Bewegungen im Arbeitstakt der angeschlossestand kommen. io nen Maschine einer stetigen Abnutzung. Der Saug-
Mit der vorliegenden Erfindung soll eine pneuma- fühler nach der britischen Patentschrift 732 670
tische Blattabtast- und Steuervorrichtung geschaffen unterliegt einem starken Anfall von Papierstaub und
werden, die ohne irgendwelche Einstelländerungen sonstigem abgesogenen Schmutz und bedarf daher
ein Abtasten von Blättern annähernd beliebiger einer kurzfristigen, kostspieligen Wartung, insbeson-
Dicke, Festigkeit und Schwere auch während deren 15 dere unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die
Bewegung in Förderrichtung ermöglicht. aufzubringende Saugkraft in vielfältiger Weise von
Das wird gemäß der Erfindung dadurch errreicht, der Beschaffenheit des abzutastenden Papiers ab-
daß ein an sich bekannter pneumatischer Arbeits- hängt und entsprechend der jeweiligen Blattsorte kon-
zylinder vorgesehen ist, der über eine Leitung an eine stant gehalten werden muß.
Luftkammer der Pumpe angeschlossen und zur Steue- 20 Die Vorrichtung gemäß der Erfindung gestattet
rung der Maschine mit dieser über eine Betätigungs- es, die Maschine bzw. deren Papiertransporteinrich-
einrichtung verbunden ist, ferner, daß ein als Dreh- tung erst dann einzuschalten, wenn ein eindeutiges
ventil ausgebildetes Entlüftungsventil vorgesehen ist, Signal dafür vorliegt, daß der Maschine ein Blatt
das seinerseits über eine Leitung an die Luftkammer zugeführt wird bzw. sich in dieser befindet, wie dies
der Pumpe und an den Arbeitszylinder angeschlos- 35 dem Prinzip nach aus der britischen Patentschrift
sen ist, und weiterhin, daß an dem Drehventil ein 732 670 bekannt ist. Dadurch läßt sich vermeiden,
Abtastfinger angeordnet ist, der zwischen einer daß die Maschine bei fehlender Papierzufuhr mit
»Blattvorhanden«- und einer »Blattnichtvorhanden«- voller Leistung weiterläuft.
Stellung verschwenkbar ist, wobei der Abtastfinger Das wird vorzugsweise dadurch erreicht, daß der
und das Drehventil derart verbunden sind, daß das 30 Arbeitszylinder an einem Steuerhebel angreift, der in
Drehventil geschlossen ist, sobald sich der Abtast- die Bewegungsbahn eines Stiftes verschwenkbar ist,
finger in seiner »Blattvorhanden«-Stellung befindet. welcher sich synchron zum Arbeitstakt der Maschine
Der Abtastfinger der Vorrichtung ist schwenkbar bewegt und bei in die Bewegungsbahn verschwenk-
gelagert. Sein freies Abtastende ragt in die Bewe- tem Steuerhebel ein dem Papiertransport dienendes,
gungsebene der Blätter und stellt das Vorhandensein 35 als Andruckwalze ausgebildetes Bauelement in seine
bzw. NichtVorhandensein eines Blattes durch ver- Papiertransportlage versetzt.
schiedene Stellungen fest. Wenn kein Blatt ertastet Die Pumpe besteht vorzugsweise aus einer Kolbenwird, nimmt der Abtastfinger dabei immer eine Zylinderanordnung, die von einer im Ryhthmus der Grundstellung ein, während die bei erfolgter Abta- Maschine angetriebenen Nockenscheibe betätigt wird, stung eingenommene Stellung in einem Bereich 40 In weiterer Ausgestaltung der Erfindung für einen schwankt, der den auftretenden Dickenunterschieden mit einer Andruckwalze versehenen Vervielfältiger der Blätter entspricht. werden an dessen Hauptantriebswelle zwei Nocken-
Von besonderer Bedeutung ist es, daß der Abtast- scheiben angeordnet, deren eine zur Betätigung der
finger in seinen Bewegungen völlig unabhängig von Pumpe und deren andere zur Herbeiführung der
den auftretenden Druckimpulsen im pneumatischen 45 Bewegung der Andruckwalze vorgesehen ist.
Steuersystem ist. Während der Abtastkolben nach Die Erfindung sei nachstehend an Hand eines Aus-
der deutschen Patentschrift 1 188 086 mit Druck an führungsbeispieles einer Blattabtast- und Steuervor-
dem abzutastenden Blatt angreift und der Saugfühler richtung in Verbindung mit der Blattzuführungsvor-
nach der britischen Patentschrift 732 670 das jeweils richtung einer Matrizenvervielfältigungsmaschine un-
abzutastende Blatt mit einem für die Abdichtung der 50 ter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Saugöffnungen notwendigen Mindestdruck ansaugt, Es zeigt
greift der Abtastfinger gemäß der Erfindung unter F i g. 1 die schematische Darstellung der Vorrich-
gleichbleibender Belastung, die annähernd beliebig tung in der Stellung, in der die Vervielfältigungsma-
klein zu halten ist, an dem Blatt an. Es ist offensicht- schine nicht von einem Blatt Papier durchlaufen
lieh, daß mit einer solchen Abtastvorrichtung Blätter 55 wird,
annähernd beliebiger Reißfestigkeit und Steifigkeit F i g. 2 einen Schnitt durch das Drehventil nach
abgetastet werden können, ohne daß irgendwelche der Linie H-II der Fig. 1,
Anpassungseinstellungen bei Wechsel des Blattmate- F i g. 3 und 4 die schematische Darstellung der
rials notwendig wären. " Vorrichtung nach den F i g. 1 und 2, jedoch bei
Die Betätigung des Abtastfingers durch die Kante 60 Durchlauf eines Blattes Papier und
des zugeführten Blattes macht es möglich, unabhän- F i g. 5 eine Darstellung des Hebelsystems zur gig von der periodischen Arbeitsweise der angeschlos- Betätigung der Andruckwalze,
senen Maschine ein Blatt der Abtastvorrichtung zu- Bei der in den Zeichnungen dargestellten Auszuführen, während dies bei den periodisch arbeiten- führungsform der Vorrichtung handelt es sich um den Tastkolben bzw. dem periodisch mit Vakuum 65 den Blattzuführungsmechanismus einer herkömmlibeaufschlagten Saugfühler nach dem Stand der Tech- chen Matrizenvervielfältigungsmaschine mit Doppelnik nur in Zwischenphasen möglich ist. Die Vorrich- zylinder. Es ist dies eine Maschine, bei der zwei tung gemäß der Erfindung eignet sich damit auch Zylinder auf zueinander parallelen Achsen jeweils
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im Abstand voneinander übereinander angeordnet Hülse 25 vorgesehene öffnung 3 mit einer im Ve
sind und bei der außerdem eine Farbunterlage vor- tilkörper 24 ausgebildeten Querbohrung 34, wodun
gesehen ist, auf welche die Matrize aufgebracht und eine Verbindung zwischen der Auslaßöffnung 21 ur
um diese beiden Zylinder herumgeführt werden kann. der Seitenkammer 20 und der Atmosphäre hergeste:
Der Blattzuführungsmechanismus sorgt in diesem 5 und damit diese Seitenkammer 20 belüftet wir
Falle dafür, daß die zu bedruckenden Papierblätter Wird dagegen der Abtastfinger 1 durch ein d
jeweils zwischen den unteren der beiden Zylinder Vervielfältigungsmaschine durchlaufendes Papierbla
und eine unterhalb dieses Zylinders angebrachte An- aus der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung nac
druckwalze eingeführt werden. Wie jedoch bereits oben verschwenkt, so hat dies zur Folge, daß sie, vorstehend erläutert wurde, läßt sich die Vorrich- io die Öffnung 3 so verschiebt, daß sie nicht mehr mi tung in gleicher Weise ohne weiteres auch bei jeder der Querbohrung 34 des Ventilkörpers 24 fluchte beliebigen anderen Form einer zur Handhabung von und die Auslaßötinung 21 geschlossen wird.
Papierblättern od. dgl. bestimmten Maschine ein- Die Auslaßöffnung 22 der Seitenkammer 20 de:
bauen. Hauptzylinders 5 ist über eine Leitung 26 mit eine:
Die Synchronisation der verschiedenen der Ver- 15 aus einem Arbeitszylinder 7 bestehenden Servo-Vorvielfältigungsmäschine zugeordneten Zusatzvorrich- richtung verbunden, deren Kolben an einer Rolle IC tungen, beispielsweise des Blatteinführungsmechanis- anliegt, die ihrerseits an einem Steuerhebel 8 gehalmus mit der Umdrehungsbewegung der Zylinder, ten ist. Dieser Steuerhebel 8 wiederum ist auf einem wird dadurch erreicht, daß diese Vorrichtungen je- Zapfen 9 verschwenkbar, der an einem Anhebehebel weils durch eine oder mehrere auf der Hauptan- 20 10 für die Andruckwalze 36 befestigt ist (s. Fig. 5). triebswclle 32 der Vervielfältigungsmaschine vorge- Der Steuerhebel 8 liegt an einem Anschlag 11 an. sehene Nockenscheiben od. dgl. angetrieben werden. Der ein Anheben der Andruckwalze 36 bewirkende Bei der Vervielfältigungsmaschine nach der Erfin- Anhebehebel 10 sitzt schwenkbar auf einem dung sind auf dieser Hauptantriebswelle 32 zwei Schwenkzapfen 27, der gleichzeitig auch zur schwenk-Nockenscheiben, nämlich eine Betätigungsnocken- 25 baren Halterung eines zweiarmigen Hebels 13- dient, scheibe 6 für einen Hauptluftkolben 4 mit entspre- bei dem am Ende des einen Armes eine die Nocken-. eilendem Zylinder 5 und eine Nockenscheibe 14 für scheibe 14 abgreifende Abtastrolle 28 und am Ende den Antrieb der Andruckwalze 36 vorgesehen. des anderen Armes ein Stift 12 sitzt, der durch einen
Für die Nockenscheibe 6 ist als Abtastglied eine Schlitz 29 hindurchgreift, welcher in dem ein Anhe-Rolle 15 vorgesehen, welche ihrerseits auf einem 30 ben der Andruckwalze 36 bewirkenden Anhebehebel Schwenkhebel 16 sitzt, der an einer Erhebung oder 10 ausgebildet ist.
einem Ansatz 33 eines Hauptkolbens 4 anliegt, wel- Wird die Maschine in Betrieb gesetzt, so bewegt
eher seinerseits in einem Hauptzylinder 5 verschieb- die Nockenscheibe 14 dön zweiarmigen Hebel 13 derbar ist. Der Kolben 4 ist in dem Zylinder 5 dadurch art, daß sich der Stift 12 auf einer bogenförmigen hin und her beweglich, daß er durch die Nocken- 35 Bahn hin und her bewegt, deren Mittelpunkt im scheibe b nach unten in den Zylinder 5 eingedrückt Schwenkzapfen 27 liegt. Wenn sich der Steuerhebel 8 wird und unter der Einwirkung einer spiralförmig aus- in der in den F i g. 1 und 2 gezeigten Stellung befingebildeten Rückholfeder 17 wieder nach oben ge- det, bewegt sich der Stift 12 aus der in F i g. 1 in langt. An einer im Bereich des oberen Endes der voll ausgezogenen Linien gezeigten Stellung in die Zylinderwandung befindlichen Stelle ist der Zylin- 40 in der gleichen Figur in gestrichelten Linien angeder 5 mit einer Öffnung 18 versehen, die bei der obe- deutete Stellung. Wie ersichtlich, geht diese Beweren Stellung des Kolbens 4 mit einer in der Kolben- gung des Stiftes 12 zwischen den zwei Schenkeln 30 wand vorgesehenen Öffnung 19 fluchtet. und 31 des Steuerhebels 8 vor sich, so daß die Winkel-
Der untere Teil des Innenraumes des Zylinders 5 oder Schwenkrichtung des Steuerhebels 8 selbst liiersteht mit einer Seitenkammer 20 in Verbindung, wel- 45 durch nicht beeinflußt wird. Bewegt sich jedoch der ehe ihrerseits Auslaßöffnungen 21 und 22 aufweist. dem Arbeitszylinder 7 zugeordnete Kolben in die in
Während des Betriebes der Vervielfältigungsma- Fig. 3 gezeigte Stellung und wird durch seinen Konschine wird der Kolben 4 bei jedem Arbeitsgang der takt mit der Rolle 26 der Steuerhebel 8 um den Zap-Maschine im Zylinder5 nach unten gedrückt, wobei fen 9 aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung in die er bestrebt ist, in der Seitenkammer20 einen Druck 50 in Fig. 3 veranschaulichte Stellung verschwenkt, so aufzubauen; anschließend wird er durch die Feder kommt der Schenkel 30 am Anschlag 11 zur Anlage 17 wieder in die in Fig. I gezeigte Stellung zurück- und der Schenkel 31 gelangt in eine Stellung, in welgcschobcn, wobei dann der Innenraum des Zylin- eher er für die bogenförmig gekrümmte Bewegungsders 5 durch die in diesem Zustand miteinander fluch- bahn des Stiftes 12 ein Hindernis darstellt. Wird nun tcndcn öffnungen 19 und 18 mit Umgebungsluft be- 55 der Stift 12 hin und her bewegt, so wird hierdurch lüftet wird. verursacht, daß sich der Steuerhebel 8 zwischen den
Die Auslaßöffnung21 der Seitenkammer20 ist in Fig. 3 in voll ausgezogenen bzw. in gestrichelten über eine Leitung 23 mit dem Innenraum eines höh- Linien gezeigten Stellungen verschiebt. Diese Bewelen Ventilkörpers 24 verbunden, der im wesentlichen gung des Steuerhebels 8 wird wiederum auf den ein zylindrisch ausgebildet ist. Auf dem Ventilkörper 24 60 Anheben der Andruckwalze bewirkenden Anhebeist eine Hülse 25 drehbar angeordnet, die ihrerseits hebel 10 übertragen, da durch den Zapfen 9 eine einen dünnen Ablastfinger 1 trägt, der dann anspricht, Verbindung zwischen den Hebeln gegeben ist.
wenn ein Papierblatt durch die Vervielfältigungsma- Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen
sciiine hindurchläuft. Dieser Ablastfinger 1 ist so gc- Vorrichtung ist wie ToIgI:
stallet, daß er unter der Einwirkung der Schwerkraft 65 Die Normalstclliing der Vorrichtung entspricht der normalerweise in der in I'ig. I gc/ciglcn Stellung Darstellung nach den Fig. I und 2. Die Vorrichtung in Anlage an der Papierhallerung 2 verbleibt. In die- bleibt so hinge in dieser Stellung, bis ein 15IaII Papier .scr .Stellung fluchtet eine im Abtastfilter I und der od. dgl. an dem Abtastfilter I /ur Anlage gelangt.
Bei dieser Stellung der Vorrichtung steht die Seitenkammer 20 über die Leitung 23 und die in dem Drehventil 24, 25 vorgesehene Öffnung 3 mit der Umgebungsluft in Verbindung und ist entsprechend belüftet. Bei jedem einzelnen Arbeitstakt der Vervielfältigungsmaschine bewirkt die Nockenscheibe 6 jeweils ein Einfahren des Hauptkolbens 4 in den Zylinder 5; weil aber die Seitenkammer 20 Verbindung zur Umgebungsluft hat, kann sich in dem Hauptzylinder S kein Druck aufbauen und der aus Zylinder und Kolben bestehende Arbeitszylinder 7 bleibt unbeeinflußt. Der Steuerhebel 8 verbleibt in der in F i g. 1 gezeigten Stellung. Der bei einem Arbeitstakt der Vervielfältigungsmaschine jeweils einmal hin und her laufende Stift 12 schlägt zwischen den Schenkeln 30 und 31 an und wirkt somit nicht auf den Steuerhebel 8 ein; auch der ein Anheben der Andruckwalze verursachende Anhebehebel 10 wird nicht betätigt.
Läuft dagegen ein Blatt Papier 35 entsprechend der Darstellung der F i g. 3 und 4 durch die Vervielfältigungsmaschine hindurch, so wird durch dieses Blatt der Abtastfinger 1 angehoben, was zur Folge hat, daß das Drehventil 24, 25 durch eine Verschiebung der öffnung 3 gegenüber der Querbohrung 34 geschlossen wird. Infolgedessen steht die Seitenkammer 20 nicht mehr mit der Umgebungsluft in Verbindung, und das Einfahren des Hauptkolbens 4 in den Zylinder 5 hat zur Folge, daß in diesem Zylinder 5 ein Druck aufgebaut wird, der seinerseits wiederum auf den Arbeitszylinder 7 übertragen wird, so daß der Steuerhebel 8 in die in F i g. 3 in vollen Linien gezeigte Stellung gebracht wird. Im Zuge seiner hin und her laufenden Bewegung schlägt der Zapfen 12 am Steuerhebel 8 an und dreht diesen seitlich in die in F i g. 3 in gestrichelten Linien gezeigte Stellung. Diese Bewegung des Steuerhebels 8 hat eine entsprechende Bewegung des ein Anheben der Andruckwalze 36 bewirkenden Anhebehebels 10 zur Folge, wodurch die Andruckwalze 36 in Richtung auf den Zylinder 38 zu derart angehoben wird, daß das zu bedruckende Papierblatt 35 gegen die um den Zylinder herumgelegte Matrize angepreßt wird. Die Arbeitsweise des Anhebehebels 10 ist mit Hilfe der strichpunktierten Andeutung der Walzen 36 und des Zylinders 38 in F i g. 5 erläutert. Die Achse 37 der Andruckwalze 36 ist in dem Anhebehebel 10 gelagert.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, wird die Andruckwalze 36 bei einer Betriebsstörung der vorbeschriebenen Vorrichtung nicht angehoben, so daß diese Walze mit einer eingefärbten Matrize nicht in Kontakt gelangen kann. Außerdem kann die Wirkungsweise der Vorrichtung auch nicht dadurch ausgeschaltet werden, daß die Maschine sehr langsam von Hand durchgedreht wird, wie dies bei der Anordnung nach der vorgenannten deutschen Ausregeschrift 1 188 086 der Anmelderin möglich war.
Als weiterer Vorteil kommt hinzu, daß im Leerlauf der Maschine das Drehventil 24, 25, der Abtastfinger 1, der Kolben des Arbeitszylinders 7 und der Steuerhebel 8 unbeweglich an Ort und Stelle verbleiben, wodurch eine unnötige Abnutzung dieser Bauteile vermieden wird.
Zudem zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung durch einen sehr geräuscharmen Lauf aus, da kein Tastkolben notwendig ist, der sich stündig hin und her bewegt und dabei slots in die Bewegungsbahn der die Vervidl'ältigimgsmaschine durchlaufenden Papierblätter gelangt. Bei Verwendung der gemäß der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung besteht außerdem ohne weiteres auch die Möglichkeit, die Maschine gegebenenfalls von Hand zu beschicken. Die in solchen Matrizenvervielfältigungsmaschinen eingesetzten Matrizen sind üblicherweise mit einem aus steifem Papier bestehenden Unterlageblatt versehen. Beim Auflegen der Matrize auf die Farbunterlage muß das Bedienungspersonal die Matrize und das an ihr befestigte Unterlage-' oder Versteifüngsblatt mindestens einmal durchdrehen, damit sich die Andruckwalze anheben und das Unterlage- oder Versteifungsblatt derart auf die Matrize drücken kann, daß die Matrize einwandfrei eingefärbt wird. Anschließend wird das Unterlage- oder Versteifungsblatt von der Matrize abgerissen. Bei den herkömmlichen Vervielfältigungsmaschinen ist ein Knopf vorgesehen, mit dessen Hilfe es möglich ist, die Wirkungsweise des mechanisch arbeitenden Blattabtasters für diesen Fall auszuschalten, so daß die Andruckwalze angehoben werden kann, auch wenn kein Papier durch die Vervielfältigungsmaschine läuft. Bei der gemäß der Erfindung ausgebildeten Blattabtast- und Steuervorrichtung für die Andruckwalze können Vorkehrungen getroffen sein, durch die die Andruckwalze nach Belieben anzuheben ist, auch wenn gerade kein Papier durch die Vervielfältigungsmaschine läuft, was beispielsweise dann zweckmäßig und wünschenswert ist, wenn ein Unterlage- oder Versteifungsblatt an eine Matrize angedrückt werden soll.
Wenn der (nicht gezeigte) für das Andrücken des Unterlage oder Versteifungsblattes dienende Druckknopf betätigt wird, gelangt er an der Oberseite des Schenkels 31 des Steuerhebels 8 zur Anlage und verschwenkt damit den Steuerhebels in die in Fig. 3 gezeigte Stellung. Dabei wird die Andruckwalze 36 angehoben, obwohl kein Papier in die Maschine eingegeben ist.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Pneumatisch-mechanische Blattabtast- und Steuervorrichtung für eine blattförmiges Material verarbeitende und eine Blattzuführungsvorrichtung aufweisende Maschine, insbesondere einen Matrizenvervielfältiger, mit einer von der Maschine angetriebenen Luftpumpe, die in der Vorrichtung Druckimpulse erzeugt, deren Wert sich von dem des atmosphärischen Luftdruckes unterscheidet, und die mit einer ihr zugeordneten Abtastvorrichtung und Schaltvorrichtung versehen ist, mit deren Hilfe die Blattzuführungsvorrichtung der Maschine außer Betrieb gehalten wird, solange sich kein Blatt in dieser befindet, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekannter pneumatischer Arbeitszylinder (7) vorgesehen ist, der über eine Leitung (26') an eine Luftkammer 20 der Pumpe (4, 5) angeschlossen und zur Steuerung der Maschine mit dieser über eine Betätigungseinrichtung (26, 10, 8, 12-14) verbunden ist, ferner, daß ein als Drehventil (24, 25) ausgebildetes Entlüftungsventil vorgesehen ist, das seinerseits über eine Leitung (23) an die Luftkammer (20) der Pumpe (4, 5) und an den Arbeitszylinder (7) angeschlossen ist, und weiterhin, daß an dem Drehventil (24,25) ein Abtastfinger (1) angeordnet ist, der zwischen einer »Blattvorhanden« — und.einer »ßlattnichlvorhandcn«-Stclluiig verschwenkbar ist, wobei der Abtastfinger
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und das Drehventil (24, 25) derart verbunden sind, daß das Drehventil (24, 25) geschlossen ist, sobald sich der Abtastfinger (1) in seiner »Blattvorhanden«-SteIlung befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe aus einem die Luftkammer (20) aufweisenden und einen Zylinder (5) bildenden Gehäuse und einem in dem Zylinder geführten Hauptkolben (4) gebildet ist, der über einen Ansatz (33) von einer Nockenscheibe (6), vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Schwenkhebels (16) mit einer an der Nockenscheibe (6) anliegenden Rolle (15) und einem an dem Ansatz (33); angreifenden Anschlag, in an sich bekannter Weise synchron zu im Arbeitsrhythmus der Maschine umlaufenden Andruckwalzen (36) und Zylindern (38) betrieben wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an sich bekannte pneumatisch zu betätigende Arbeitszylinder (7) aus einer
aus einem Kolben und einem Zylinder gebilder ten Anordnung besteht. ;?■ '.. : ■■
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (7) an. einem Steuerhebel (8) angreift, der in die Bahn eines Stiftes (12) verschwenkbar ist, welcher sich synchron zum Arbeitstakt der Maschine bewegt, und daß bei verschwenktem Steuerhebel (8) eine Andruckwalze (36) in eine Papiertransportlage versetzbar ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Hauptantriebswelle (32) der als Matrizenvervielfältiger ausgebildeten . Maschine zwei Nockenscheiben (6, 14) angeordnet sind, von denen die eine (6) zur Betätigung der Pumpe (4, 5) und die andere (14) zur Herbeiführung der Bewegung der Andruckv/alze (36) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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