DE1560055A1 - Verfahren zum Verstaerken von Geweben,die aus synthetischen Fasern oder aus mit einem synthetischen Material ueberzogenen Fasern bestehen - Google Patents
Verfahren zum Verstaerken von Geweben,die aus synthetischen Fasern oder aus mit einem synthetischen Material ueberzogenen Fasern bestehenInfo
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Description
- Verfahren zum Verstärken von Geweben, die aus synthetischen Pasern oder aus mit einem synthetischen Material überzogenen Fasern bestehen Gewebe aus Kunstfasern haben eine ständig zunehmende vorteilhafte Anwendung wegen ihrer Haltbarkeit und der Leichtigkeit ihrer Verarbeitbarkeit und Pflege gefunden. Bei einem solchen Gewebe besteht jedoch die'Gefahr, daß die Maschen an den Kanten aufgetrennt und zu Löchern ausgerissen werden, wenn man nicht diese Ernten mit einer Verstärkung versieht, welche die Gewebefestigkeit erhöht. Die Anwendung von sozusagen klassischen Verstärkungen, z. B. von an der Webkante gebildeten Säumen, ist mit Nachteilen verbunden, denn die Säume bilden übermäßig starke Verdickungen, die das eventuelle Aufwickeln des Gewebes auf eine Achse stören und die den Durchmesser eines derart aufgewickelten Gewebes in nachteiliger Weise vergrößern. So benötigt man z. B. in dem Pall, wo man ein solches Gewebe aus synthetischen Fasern in Form einer Markise benutzt, die auf eine in einem Kasten befindliche Trommel aufwickelbar ist, wegen der Verdickungen an den Kanten einen Kasten mit einem Raumbedarf, der doppelt so groß ist wie derjenige eines Kastens, den man brauchen würde, wenn die Säume nicht vorhanden wären.
- Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, ein Gewebe aus synthetischen Fasern oder aus mit einem Kunststoffmaterial umhüllten Fasern herzustellen, die beispielsweise aus einer Seele aus Naturfasern oder Glasfasern bestehen, die mit einem thermoplastischen Material, wie Polyvinylchlorid, überzogen sind, wobei die Kanten nach dem Weben in einer solchen Weise verstärkt sind, daß die Verstärkung keine übermäßig starke Verdickung bildet.
- Die vorliegende Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Verstärkung eines Gewebes aus solchen Fasern, die mit einem in der Hitze schweißbaren Material, wie Polyvinylchlorid, überzogen sind, welches dadurch gekennzeichnet Ist, daß man auf die Wanten des Gewebes ein schweißbares Material aufbringt, das ein Höchstmaß an ReißfestigILeit verleiht, wobei dieses Aufbringen in der Wärme und unter Druck derart erfolgt, daß das Verstärkungsmaterial durch die Hitzeeinwirkung pastenförmig wird und sich unter der Wirkung des Druckes zwischen den E+aschen am Geweberand ausbreitet und sich innig mit der e.B. aus Polyvinylchlorid bestehenden Umhüllung der Pasern vereinigt, die das Gewebe bilden.
- Man erhält auf diese Weise eine vrerstärkte Gewebeeinfassung ohne übermäßig starke Verdickung.
- Die Verstärkung besteht vorzugsweise aus einem nicht deformierbaren Materialgefüge von nur geringer Dicke, wie einem dicht gewebten Band aus Polyäthylenterephthalatfasern ("Tergal") oder Polyamidfasern ("Nylon"), das auf beiden Seiten mit einer Polyvinylchloridschicht überzogen ist.
- Eine solche Verstärkung verleiht eine bemerkenswerte Reissfestigkeit, und es ist im übrigen gewährleistet, daß sie gleichmäßig und schnell mit vollendetem Sitz aufgebracht werden kann. In der Tat muß das Aufschweissen der Verstärkung auf die Gewebekante, will man ein gutes Ergebnis erzielen, mittels einer Schweiss vorrichtung erfolgen, deren Elektroden das Aufechweissen von großen Längen der Verstärkung auf das Gewebe ermöglichen. Allerdings begünstigt diese Arbeitsbedingung eine Ausdehnung der Heizelelçtroden, was wiederum mit der Gefahr einer Deformierung der Verstärkung verbunden ist, sofern sie nicht von Natur aus undeformierbar ist. Der Gefügeaufbau der beim erfindungsgemäßen Verfahren benutzten Verstärkung vermeidet den Nachteil einer Deformierung.
- Andererseits passt sich der Typ der erfindungsgemäß verwendeten Verstärkung den Erfordernissen der verschiedenen Verstärkungen sehr gut an. Ihr Aufbau in Form eines Bandes ermöglicht beispielsweise ein flaches AuSbringen auf eine einzige Seite des zu verstärkenden Gewebes; ein Aufbringen auf beide Gewebeseiten durch Falten des Bandes mit dem Ziel, ihm ein V-Profil zu verleihen; den AuSbau von speziellen Verstärkungen zBo durch längs der Gewebekante erfolgendes Einbinden eines Stahlbandes, das in die zu einem V-Profil gefaltete Verstärkung eingeschlossen ist, die dann auf beiden Gewebeseiten eingeschweisst wird.
- Anhand der beiliegenden Zeichnung wird nun im folgenden eine besondere Ausführungsform der Erfindung zur Verstärkung der Kanten eines Gewebes erläutert, das als Markise dienen soll. In dieser Zeichnung bedeutet Figur 1 den Äufriss eines erfindungsgemäß verstärkten Gewebes; Figur 2 einen senkrechten Schnitt durch eine in großem Maßstab wiedergegebene Verstärkung; Figur 3 einen in noch größerem Maßstab dargestellten Schnitt längs der Linie III - III der Pigur 1; und die Figuren 4 und 5 weitere Varianten der erfindungsgemäßen Verstärkung.
- Das in der Zeichnung dargestellte Gewebe 1 ist aus Fäden gewebt, die eine Seele 6 aus Glasfasern aufweisen, die von einem in der Hitze schweissbaren synthetischen Material 7, z.B. Polyvinylchlorid, umhüllt sind0 Die Verstärkung 2 gemäß der vorliegenden Erfindung besteht aus einem-sehr dünnen Materialgefüge 3, das aus hitzebeständigen Polyäthylenterephthalat- oder Polyamidfäden gewebt und auf seinen beiden Seiten mit einer Überzugsschicht 4 bzwe 5 überzogen ist, die aus einem synthetischen Material besteht, das mit dem Material -7, welches die Glasfasern 6 des Gewebes 1 umhüllt, identisch ist Das Aufschweissen der Verstärkung auf die Gewebekante nimmt man in der Weise vor, daß man die Kante des Gewebes 1 auf den Arbeitstisch einer Schweissmaschine legt, und zwar zwischen die beiden Elektroden der letztgenannten, und dann die Verstärkung 2 au9 die Gewebekante auflegt.
- Man kann hierzu beispielsweise eine Wärme impuls-Schweissmaschine verwenden, die eine nutzbare Schweisslänge von 3 m aufweist und mit einer Seststehenden unteren Eleldrode und einer beweglichen oberen Elektrode mit geradem Abwärtsgang ausgerüstet ist, der durch eine pneumatisch betriebene Schraubenwinde in Gang gesetzt wird, deren Vorrichtungsglieder es zugleich ermöglichen, einen regelbaren Druck auf die Schweisselektroden auszuüben.
- Auf diese Weise bringt beim eigentlichen Schweissvorgang die Wärme der Elektroden die Polyvinylchloridüberzüge auf den Glasfasern 6 des Gewebes 1 und in der Schicht 5 der Verstärkung zum Schmelzen. Sind diese ueberzüge erst einmal pastenförmig geworden, so füllen sie unter der Einwirkung des Druckes, der von den Elektroden ausgeübt wird, die Zwischenräume 8 zwischen den Fäden des Gewebes 1 aus.
- Man erhält so ein Materialgefüge, das vermittels des Materials 9 kompakt und untrennbar geworden ist, und dessen Dicke sich trotz des Einbaues der Verstärkung 2 nicht wesentlich vergrößert hat im Vergleich zu der Dicke des nicht verstärkten Gewebes.
- Figur 4 stellt die Verstärkung einer Kante des Gewebes 1 auf beiden Seiten dar, und zwar durch Falten der Verstärkung 2 zu einem V-Profil. Der eigentliche Schweisevorgang ist derselbe, wie er weiter oben beschrieben wurde.
- Figur 5 gibt die Verstärkung eines Gewebes 1 mittels einer zu einem V-Profil gefalteten Verstärkung wieder, in deren Inneres ein Stahlband 10 eingeschlossen ist, das in der Längsrichtung der Gewebekante eingelegt ist.
- Dieser Zusammenbau verstärkt die Festigkeit der Gewebekante gegen das Biereissen noch mehr.
- Selbstverständlich soll die vorangehende Beschreibung die E. rfindung nur beispielhaft erläutern, sie aber in keiner Weise beschränken. Die Erfindung umfasst auch die Ergänzungen und Modifikationen, die sich für den Sachkundigen als selbstverständlich ergeben, ohne daß von der Lehre der Erfindung, die in weitestem Sinne auszulegen ist, abgewichen wird.
- Wenn auch das vorangehend beschriebene Gewebe als ein aus gewebten Fäden bestehendes, lufterfülltes Gewebe dargestellt ist, dessen Maschen nicht abgeschlossen sind, so kann man selbstverständlich das beschriebene Verfahren auch für die Verstärkung eines plastifizierten Gewebes anwenden, d.h. eines Gewebes, das mit einer gleichmäßigen Schicht eines plastischen Materials überzogen ist und das so ein völlig opakes Gewebe bildet - Patentansprüche -
Claims (5)
- Patentànsprüche 1. |Verfahren zur Verstärkung der Kanten eines Gewebes aus synthetischen Fasern oder aus Fasern, die mit einem in der Hitze schweissbaren Kunststoffmaterial umhüllt sind, beispielsweise aus Fasern, die eine Seele aus naturfasern oder Glasfasern mit einer Umhüllung aus einem in der Hitze schweissbaren thermoplastischen Material aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Kanten des Gewebes eine Verstärkung auf der Grundlage eines hitze-schweissbaren, reissfesten Materials aufbringt, wobei dieses Aufbringen unter Hitze- und Druckanwendung derart erfolgt, daß das Verstärkungsmaterial unter der Hitzeeinwirkung pastenartig wird und durch die Druckwirkung in die Maschen des Gewebes eindringt und sich innig mit dem thermoplastischen Material vermischt, welches die das Gewebe bildenden Fäden umhüllt, wobei die verstärkte Kante des Gewebes nach dem Verschweissen eine Dicke aufweist, die geringer oder gleich der Dicke des Gewebes ist.
- 2. Verstärkungsmaterial für die Verstärkung der Kanten eines Gewebes, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem nichtdeformierbaren, dünnen Gefügeaufbau, der auf beiden Seiten mit einer Schicht aus einem thermoplastisclien Material überzogen ist, besteht.
- 3. Verstärkungsmaterial gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das nicht-deformierbare Gefüge aus einem dicht gewebten Band aus. Polyäthylenterephthalat-oder Polyamidfäden besteht.
- 4.. Mit einer Verstärkung gemäß dem Verfahren des Anspruchs 1 versehenes Gewebe, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem thermoplastischen Material bestehende Umhüllung der das Gewebe bildenden Fäden und die thermoplastische Überzugsschicht auf dem Verstärkungsmittel aus Polyvinylchlorid bestehen.
- 5. Markise, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Gewebe gemäß Anspruch 4 besteht.L e e r s e i t e
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