DE1557223C - Vorrichtung zum Dispergieren von Ga sen und/oder Flüssigkeiten und/oder Fest Stoffen in Flüssigkeiten Ausscheidung aus 1295524 - Google Patents
Vorrichtung zum Dispergieren von Ga sen und/oder Flüssigkeiten und/oder Fest Stoffen in Flüssigkeiten Ausscheidung aus 1295524Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dispergieren von Gasen und/oder Flüssigkeiten
und/oder Feststoffen in Flüssigkeiten, bestehend aus einem Behälter mit einem darin um eine im allgemeinen
lotrechte Achse umlaufend angetriebenen Rührer, auf dessen Welle in mehreren senkrecht zur
Achse übereinanderliegenden Ebenen Rührblätter angeordnet sind, von denen jedes bezüglich seiner
Längsachse in mindestens zwei Rührblattabschnitte quergeteilt ist, die von Abschnitt zu Abschnitt mit
wechselnder Gängigkeit zur Drehebene angestellt sind.
Es ist ein Rührer bekannt, dessen Rührblätter in einer Drehebene dieselbe Gängigkeit aufweisen,
während sie von Ebene zu Ebene wechselt. Ein weiterer bekannter Rührer ist mit von außen nach innen
verlaufenden drehbaren Rührblättern und von innen nach außen laufenden, zwischen den drehbaren Rührblättern
angeordneten feststehenden Rührblättern versehen. Sämtliche rotierenden Rührblätter haben
dieselbe Gängigkeit, während sämtliche feststehenden Rührblätter ebenfalls dieselbe, aber umgekehrte
Gängigkeit besitzen.
Selbst bei großem Leistungsaufwand wird bei diesen vorbekannten Rührern der Behälterinhalt mehr
oder weniger in Rotation versetzt, ohne daß die für eine gleichmäßige Verteilung der zu mischenden
Stoffe erforderliche Vertikalströmung erreicht wird. Bei einem bekannten Rührer mit waagerechter
Welle zum Mischen pulverförmiger Stoffe wird das Mischgut durch die Zentrifugalkraft der Rührarme
nach außen geschleudert und bildet an der Innenwand der Mischtrommel einen Ring. Zwischen den
Rührarmen sind senkrecht zur Rührerv/elle in Abständen ortsfeste Scheiben angeordnet, die die Ausbildung
von sich über die gesamte Länge der Trommel erstreckenden Axialströmungen verhindern.
Bei einem weiteren bekannten Rührer mit waagerechter Welle sind radiale Arme vorgesehen, an denen
einzelne Rührblätter befestigt sind, die abwechselnd rechts- und linksgängig angestellt sind. Die
auf gleichem Radius sowohl innerhalb einer Drehebene wie auch in den daran angrenzenden Ebenen
sitzenden Rührblätter haben wechselnde Gängigkeit, so daß das Mischgut bei diesem Rührer schubweise
abwechselnd in die eine und dann in die andere Axialrichtung gefördert wird, weshalb sich auch hier
keine über die Länge der Mischtrommel durchgehende Axialströmung ausbilden kann. - ■ ·
Schließlich wurde ein Rührer vorgeschlagen, auf dessen WeHe in mehreren senkrecht zur Achse übereinanderliegenden
Ebenen Rührblätter angeordnet sind, die von Ebene zu Ebene und innerhalb einer Ebene abwechselnd rechts- und linksgängig angestellt
sind.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Dispergieren von Gasen und/
oder Flüssigkeiten und/oder Feststoffen in Flüssigkeit zu schaffen, die unabhängig vom Behälterfüllstand
die Herstellung gleichmäßiger Dispersionen im gesamten Behälterinhalt ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß in jeder Ebene zwei Rührblätter um 180p gegeneinander versetzt angeordnet sind, deren auf gleichem
Radius liegende Rührblattabschnitte in einer Ebene gleiche Gängigkeit aufweisen.
Die Wirkzonen der in einer Ebene arbeitenden , Rührblätter bzw. Rührblattabschnitte greifen in die
Wirkzonen der Rührblätter bzw. Rührblattabschnitte der benachbarten Ebenen ein. wobei die in die
Flüssigkeit eingebrachten Stoffe wie auch die Flüssigkeit selbst in jeder Drehebene vorwiegend
axiale, infolge der Drehung der Rührblätter jedoch auch radiale und tangentiale Beschleunigungen erfahren.
An den äußeren Blattabschnitten treten durch
die hier höheren Reynolds-Zahlen turbulente Strömungen auf, die die Zerkleinerung und die Erneuerung
ίο der Grenzschichten der Rührgutbestandteile zur Folge haben.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung haben die auf gleichem Radius liegenden
Rührblattabschnitte in sämtlichen Ebenen gleiche Gängigkeit.
Bei Unterteilung jedes Rührblattes in z. B. zwei Rührblattabschnitte erzeugen bei dieser Ausführungsform die achsnahen Abschnitte aller Rührblätter eine
vorwiegend gleichgerichtete Axialströmung und die achsfernen Abschnitte der Rührblätter eine dazu vorwiegend
entgegengesetzte Axialströmung, d.h., in einem lotrechten Behälter mit lotrechter Rührerwelle
bildet sich z. B. in Wellennähe eine nach unten und in Wandnähe des Behälters eine nach oben gerichtete
Strömung aus. Die axialen Strömungskomponenten der einzelnen Rührerstufen führen in
dauerndem Kreislauf durch die ganze Behälterfüllung zu einer gleichmäßigen Verteilung der
schwereren und leichteren zu dispergierenden Bestandteile.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht eine erheblich bessere und gleichmäßigere Durchmischung
in kürzerer Zeit als die bekannten Vorrichtungen. Außerdem ist ihr Energieverbrauch bis
zu einem Mehrfachen geringer als derjenige der bisher verwendeten Rührer.
Die auf gleichem Radius liegenden Rührblattabschnitte können denselben Anstellwinkel aufweisen.
Ferner können die Rührblätter mit ihrer Längsachse im Abstand parallel zur Radialen der
Rührerwelle laufend angeordnet sein.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 schematisch eine teilweise geschnittene Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II von
Fig. 1,
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III von
F i g. 1 und
F i g. 4 in Draufsicht ein Rührorgan, bei dem die Längsachsen der Rührblätter im Abstand parallel zur
Radialen der Rührerwelle verlaufen.
Nach F i g. 1 befindet sich in einem Behälter 1 ein
um eine im allgemeinen lotrechte Achse umlaufender Rührer 5, der durch einen Motor 2 angetrieben wird.
Die einzelnen Rührorgane sind auf einer Rührerwelle 3 in fünf übereinanderliegenden horizontalen
Ebenen 10 bis 14 angeordnet. Der Rührer 5 umfaßt somit fünf Stufen. Bei der dargestellten Ausführungsform befinden sich sämtliche Rührerstufen unterhalb
der Oberfläche 4 des zu dispergierenden Gutes.
Jedes Rührorgan einer Stufe besteht aus zwei um 180° versetzt angeordneten, ein Rührblattpaar bildenden
Rührblättern 15. Jedes Rührblatt 15 ist bezüglich seiner Längsachse in zwei Rührblattabschnitte
6 und 7 quergeteilt, die von Abschnitte
zu Abschnitt 7 mit wechselnder Gängigkeit zur jeweiligen Ebene 10 bis 14 angestellt sind.
F i g. 2 zeigt das in der Ebene 10 und F i g. 3 das jn der Ebene 13 liegende Rührorgan in Draufsicht.
Die einzelnen Rührorgane können von Ebene zu S Ebene um 90° gegeneinander versetzt angeordnet
sein. Sie können jedoch auch in gleicher Kreisteilung, d. h. in gleicher Flucht übereinander oder hierzu verschoben
angeordnet sein. .
Die auf gleichem Radius liegenden Rührblattabschnitte
6 bzw. 7 haben innerhalb einer Ebene jeweils dieselbe Gängigkeit. Sie können ferner in sämtlichen
Ebenen dieselbe Gängigkeit besitzen, d. h., sämtliche axialen Rührblattabschnitte 6 haben unter
sich dieselbe Gängigkeit, während sämtliche achsfernen Rührblattabschnitte 7 unter sich ebenfalls dieselbe,
jedoch zu derjenigen der Abschnitte 6 entgegengesetzte Gängigkeit aufweisen. Bei einer anderen
Ausführungsform wechselt die Gängigkeit der Rührblattabschnitte 6 bzw. 7 von Ebene zu Ebene.
Der Anstellwinkel aller Rührblattabschnitte kann gleich groß sein. Es kann sich jedoch auch der Anstellwinkel der achsnahen Rührblattabschnitte 6 von
denjenigen der achsfernen Rührblattabschnitte 7 unterscheiden.
Die Form der Rührblattabschnitte ist in der Zeichnung der Einfachheit halber schematisch in Rechteckform
dargestellt. Die Rührblattabschnitte können sich jedoch in der Praxis beispielsweise nach außen verjüngen,
d. h., sie können trapezförmig ausgebildet sein, sie können jedoch auch jede andere geeignete Form
aufweisen, wobei die Anstellwinkel wie auch die Form unter Berücksichtigung der strömungsmechanischen
Gesichtspunkte des speziellen Anwendungsfalles festgelegt werden.
Die einzelnen Rührblätter können ferner in mehr als zwei Abschnitte wechselnder Gängigkeit geteilt
sein.
In manchen Anwendungsfällen ist es vorteilhaft, die Rührblätter 15 bzw. die Rührblattabschnitte 6
und 7 in den einzelnen Ebenen in einem waagerechten Abstand α parallel zur Radialen der Rührerwelle
3 anzuordnen, wie F i g. 4 zeigt.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Dispergieren von Gasen und/oder Flüssigkeiten und/oder Feststoffen in
Flüssigkeiten, bestehend aus einem Behälter mit einem darin um eine im allgemeinen lotrechte
Achse umlaufend angetriebenen Rührer, auf dessen Welle in mehreren senkrecht zur Achse übereinanderliegenden
Ebenen Rührblätter angeordnet sind, von denen jedes bezüglich seiner Längsachse in mindestens zwei Rührblattabschnitte
quergeteilt ist, die von Abschnitt zu Abschnitt mit wechselnder Gängigkeit zur Drehebene angestellt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Ebene (10 bis 14) zwei Rührblätter
(15) um 180° gegeneinander versetzt angeordnet sind, deren auf gleichem Radius liegende Rührblattabschnitte
(6, 7) in einer Ebene gleiche Gängigkeit aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf gleichem Radius liegenden
Rührblattabschnitte (6, 7) gleichen Anstellwinkel aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf gleichem Radius
liegenden Rührblattabschnitte (6, 7) in allen Ebenen (10 bis 14) gleiche Gängigkeit aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührblätter
(15) mit ihrer Längsachse im Abstand α parallel zur Radialen der Rührerwelle (3) verlaufend
angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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