DE1552108C - Stufenpresse - Google Patents
StufenpresseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stufenpresse mit in einem gemeinsamen Maschinenrahmen in
einer Reihe hintereinander angeordneten, durch eine gemeinsame Exzenterwelle angetriebenen zwei Stößelgruppen
zum gleichzeitigen Stanzen und Ausformen von je einer Werkstückfolge je Gruppe zu je
einem Fertigteil pro Umdrehung der Exzenterwelle sowie mit intermittierend betätigtem, .hin- und hergehenden
Transportschieber zur schrittweisen Weitergabe der Werkstücke von den zu den einzelnen Stößeln
gehörenden Bearbeitungsstufen zur nächstfolgenden Stufe.
Es ist bekannt, zwei Stufen- bzw. Stanzpressen, d. h. zwei Produktionsbereiche in einem gemeinsamen
Maschinengestell in Reihe hintereinander anzuordnen, um so mit einer Presse gleichzeitig zwei
Fertigteile herstellen zu können (»Werkstattstechnik«, 1964, Heft 7, S. 307 und »Werkstatt und Betrieb«,
1962, Heft 12, S. 841). Dabei wird im allgemeinen der Werkstoff für den linken Prbduktionsbereich
vom linken Ende der Presse her eingegeben, und die Fertigteile dieses Bereiches werden in der
Mitte der Presse ausgegeben, während der Werkstoff für den rechten Teil in der Maschinenmittc durch ein
zusätzliches Walzenaggregat beigegeben wird. Bei diesen bekannten Stufenpressen sind außerdem stets
zwei gesonderte Transportsysteme z. B. in Form von
ίο zwei gesonderten Greiferschienen vorgesehen, die in
gleicher Richtung arbeiten.
Bei Stufenpressen ist es ferner an sich bekannt, zwei gesonderte Transportsysteme links und rechts
am Pressentisch vorzusehen, um hierdurch die Presse wirtschaftlicher betreiben zu können (österreichische
Patentschrift 240 677).
Bei mit mehreren in Reihe hintereinander angeordneten Stößeln arbeitenden Pressen oder Stanzen
ist es ferner bekannt, die einzelnen Stößel oder Stö-
ao ßelgruppen über den gemeinsamen Antrieb mit gegenseitiger
Phasenverschiebung zu betreiben, um hierdurch das Maschinengestell zu entlasten (Blech
Nr. 6, 1961, S. 477, und Engineering, 8. März 1957, S. 309).
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Stufenpresse der eingangs erwähnten Art so zu verbessern, daß einerseits
das Pressengestell möglichst wenig belastet wird und gleichzeitig nur ein einziges Werkstück-Transportsystem
für beide Produktionsbereiche ge-
meinsam ausreicht. .
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Stufenpresse der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
gelöst durch gegenüber den Antriebsexzentern der einen Stößelgruppe um 180° versetzte Antriebsexzenter
der anderen Stößelgruppe, wie bei mehreren Stößeln einer Stufenpresse an sich bekannt, und eine
Richtung der Werkstückweitergabe im Bereich der einen Stößelgruppe entgegengesetzt zur Richtung der
Werkstückweitergabe im Bereich der anderen Stößelgruppe, realisiert durch einen für beide Stößelgruppen
gemeinsamen einzigen Transportschieber, der jeweils beim Hingang die Werkstücke der einen Stößelgruppe
transportiert und beim Hergang die Werkstücke der.anderen Gruppe.
Eine besonders gedrungene Gesamtkonstruktion ergibt sich, wenn der Werkstoff in Form eines Blechbandes
zunächst den Schneidstößeln der ersten Stößelgruppe und anschließend über das Maschinengestell
hinweg dem Schneidstößel der zweiten Stößelgruppe zugeführt wird. Wenn dabei die Schneidstößel
jeder Stößelgruppe jeweils am äußeren Ende der Reihe liegen und damit in beiden Stößelgruppen von
außen nach innen gearbeitet wird, ergibt sich die besonders vorteilhafte Möglichkeit, die Fertigteile in
der Mitte des Maschinenrahmens abzuführen.
Mit einer erfindungsgemäßen Stufenpresse kann gleichzeitig in zwei gelrennten Produktionsbercichen
von außen nach innen oder von innen nach außen gearbeitet werden, d. h. durch die durchgehende
Greiferschiene des vorgesehenen gemeinsamen Transportsystems werden bei einem Hingang die
Werkstücke der einen Gruppe um einen Schritt weiter, z. B. zur Mitte transportiert, und bei ihrem Rückgang
werden ohne Leerlauf die Werkstücke der anderen Gruppe um einen Schritt in cntgegengesctzler
Richtung z. B. ebenfalls zur Mitte weitertransportiert. Gleichzeitig wird durch die an sich bekannte Phasenverschiebung
der Stößelbewegung der beiden Pro-
duktionsbereiche das Pressengestell entlastet. Bei einem solchen Aufbau einer Stufenpresse werden
mindestens 80% an Herstellungkosten gespart und auch die Wartung, und der Betrieb einer solchen
Presse ist wesentlich einfacher, als wenn zwei gesonderte Pressen nebeneinander aufgestellt würden.
Trotzdem kann mit einer solchen Presse das Doppelte an Fertigteilen hergestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen (F i g. 1 bis 5) an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
Die Figuren zeigen teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt eine erfindungsgemäße Stufenpresse
und veranschaulichen deren Arbeitsweise.
Die dargestellte Stufenpresse besteht aus einem Pressengestell 10, 11, in welchem zwei Stößelgruppen
15 und 16 mit ihren einzelnen Stößeln in einer Reihe hintereinander angeordnet sind. Die einzelnen
Stößel dieser beiden Stößelgruppen arbeiten mit entsprechenden Matrizen 20 zusammen. Die im Gestell
jeweils außen liegenden Stößel jeder Stößelgruppe 15 und 16 sind als Schneidstößel ausgebildet, während
die zur Mitte folgenden Stößel Prägestößel sind. Die einzelnen Stößel 31 der beiden Stößelgruppen werden
durch die Antriebsexzenter bzw. Nockensätze 40 und 41 eines gemeinsamen Exzenterantriebes betätigt,
der über einen Riemen- und Kegelzahnrad-Antrieb von einem Motor 50 angetrieben wird. Vom
gleichen Antrieb werden über die Nocken 62 und 63 gleichzeitig auch in entsprechender Phasenverschiebung
die Auswerfstifte 61 der Matrizen 20 und 30 betätigt. Die in F i g. 2 im Querschnitt dargestellten
Nocken der beiden Nockensätze 40 und 41 sind auf der gemeinsamen Antriebswelle 60 um 180° phasenverschoben
angebracht. Wieder einzelne Nocken der Nockensätze 40 und 41 bestehen gemäß Fig.2 aus
einem Nockenabschnitt 79, der mit dem zugeordneten Stößel 31 zusammenwirkt und diesem beim Drehen
der Welle 60 nach unten drückt. Durch einen zweiten Nockenabschnitt 83 a, der mit einem Hubarm
84 zusammenarbeitet, wird nach Ausführung des Stanz- bzw. Prägevorganges der Stößel 31 wieder
nach oben bewegt. Synchron damit werden die Auswerfstifte 61 betätigt.
Das Transportsystem für die Werkstücke-umfaßt einen Transportschieber 90, auch als Greiferschiene
bezeichnet, die mit den Matrizen 20 und 30 der beiden Stößelgruppen und den Auswerferstiften 61 zusammenarbeitet.
Die Greiferschiene 90 ist in dem Rahmen 11 verschiebbar gelagert und wird über
einen Nockenantrieb 93, der mit einem hin- und herverschiebbaren Bauteil 91 zusammenwirkt, in axialer
Richtung hin- und herverschoben. Die Greiferschiene 90 trägt mehrere federnde Transportfinger oder
Werkstückgreifer 96, mittels deren die Werkstücke erfaßt und jeweils zur nächsten Station gebracht werden.
Die Greiferschiene besitzt ferner an ihren beiden Enden Aussparungen 97, in denen jeweils ein
Rohteil aufgenommen wird, das an der ersten Station der Stößelgruppe ausgestanzt wurde. Die sechste Station
in der Mitte ist jeweils als Auswerferstation ausgebildet, in welcher die Transportfinger das Fertigteil
in eine solche Lage bringen, daß es durch eine Öffnung 99 der Matrizen 20 und 30 nach unten ausgegeben
wird.
Die Werkstoffzufuhr erfolgt in Form eines Blechbandes 100 von einer abgesetzten Vorratsrolle. Das
Blechband 100 wird von der Vorratsrolle über Zuführwalzen 101 und 102, die vom Motor 50 über die
Welle 65 und darauf sitzende Antriebe 107 und 113 angetrieben sind, zugeführt. Das Band 100 wird zunächst
der Station 1 der linken Stößelgruppe über die Walzen 101 zugeführt, danach über das Gestell 11
hinweg durch die Führung 120 zur Zuführwalze 102 der zweiten Stößelgruppe zurückgeführt und hier
der Station 1 dieser rechten Stößelgruppe zugeführt. Damit kann von einem einzigen zusammenhängenden
Blechband beiden Stößelgruppen bzw. den ersten Stanzstößeln Rohmaterial zugeführt werden. Nach
dem Ausstanzen der Rohrteile wird das Band als Abfall
wieder aufgewickelt.
In den F i g. 5 a bis 5 c ist die zeitliche Aufeinanderfolge
zwischen den einzelnen Stößeln der beiden Stößelgruppen dargestellt. F i g. 5 a zeigt die Bewegung
der Stößel auf der rechten Seite der Maschine in Richtung auf die zugehörigen Matrizen und von
diesen weg. Die strichpunktierte Linie in F i g. 5 a stellt die Bewegung der Stößel an der Station 1 dar,
während die Vollinie in F i g. 5 a die Bewegung der zum Prägen dienenden Stößel an den Stationen 2 bis
6 repräsentiert. F i g. 5 b entspricht F i g. 5 a, abgesehen davon, daß hier die Bewegung der Stößel auf der
linken Seite der Maschine dargestellt ist. F i g. 5 c zeigt die zeitlich abgestimmte Bewegung der Greiferschiene
zwischen den beiden Stößelgruppen.
Im Betrieb werden vom ersten Stößel jeder Stößelgruppe jeweils die Rohteile aus dem Blechband ausgestanzt
und in die Aussparungen 97 der Greiferschiene eingedrückt. Durch die Hin- und Herbewegung
der Greiferschiene werden diese Rohteile jeweils der darauffolgenden Arbeitsstation 2 zugeführt,
wo der erste Prägevorgang stattfindet. Angenommen, die Greiferschiene nimmt die Stellung nach Fig.4
ein, und die Steuerung des Arbeitszyklus erreicht den Winkel von 90°, so beginnen die den Stationen 2
bis 6 auf der rechten Stößelgruppe zugeordneten Stößel gemäß F i g. 5 a sich gegenüber den zugehörigen
Matrizen nach unten zu bewegen und die Werkstücke aus den Transportfingern herauszudrücken
und sie in die zugeordneten Matrizen einzudrücken und die Teile zu formen. Gleichzeitig bleibt die
Greiferschiene gemäß F i g. 5 c in ihrer Stellung. Bei 180° beginnen die Stößel an den Stationen 2 bis 6
der rechten Stößelgruppe sich nach oben zu bewegen und dann eine kurze Zeit stehen zu bleiben, bevor sie
sich weiter nach oben bewegen. Bei der Aufwärtsbewegung der Stößel an den Stationen 2 bis 6 werden
die Werkstücke durch hier nicht gezeigte Abstreifer von den Stößeln abgestreift, wobei die Preßteile in
die Finger der Greiferschiene gelangen, die bei 180° zur rechten Seite des Gestells bewegt worden ist. Der
Vorgang des Ausstanzens spielt sich auf der rechten Stößelgruppe bei etwa 270° ab, wobei der Schneidstößel
an der Station 1 ein ausgestanztes Rohteil in die Aussparung 97 der Greiferschiene drückt. Während
der Betätigung der rechten Stößelgruppe arbeitet auch die linke Stößelgruppe, und diese Arbeitsgänge
werden bei jeder Umdrehung des Exzenterantriebes wiederholt, so daß fortlaufend mit beiden Stößelgruppen
Preßteile hergestellt werden, die an der Station 6 in der Mitte der Maschine ausgegeben werden.
Durch die vorgesehene 180°-Phasenverschiebung zwischen den Nocken wird eine Überlastung
des Antriebs und des Maschinengestelles vermeiden, da jeweils nur mit einer der Stößelgruppen ein Werkstück
geformt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Stufenpresse mit in einem gemeinsamen Maschinenrahmen in einer Reihe hintereinander angeordneten,
durch eine gemeinsame Exzenterwelle angetriebenen zwei Stößelgruppen zum gleichzeitigen Stanzen und Ausformen von je
einer Werkstückfolge je Gruppe zu je einem Fertigteil pro Umdrehung der Exzenterwelle, sowie
mit intermittierend betätigtem, hin- und hergehenden Transportschieber zur schrittweisen
Weitergabc der Werkstücke von den zu den einzelnen Stößeln gehörenden Bearbeitungsstufen
zur nächstfolgenden Stufe, gekennzeichnet durch gegenüber den Antriebsexzentern (40)
der einen Stößelgruppe (15) um 180° versetzte Antriebsexzenter (41) der anderen Stößelgruppe
(16), wie bei mehreren Stößeln einer Stufenpresse an sich bekannt, und eine Richtung der Werkstückweitergabe
im Bereich der -einen Stößelgruppe entgegengesetzt zur Richtung der Werkstückweitergabe
im Bereich der anderen Stößelgruppe, realisiert durch einen für beide Stößelgruppen
gemeinsamen einzigen Transportschieber (90) der jeweils beim Hingang die Werkstücke
der einen Stößelgruppe transportiert und beim Hergang die Werkstücke der anderen
Gruppe.
2. Stufenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Werkstoff in Form eines Blechbandes (100) zunächst dem Schneidstößel
der ersten Stößelgruppe (15) und anschließend über das Maschinengestell (11) hinweg (Führung
120) dem Schneidstößel der zweiten Stößelgruppe zugeführt wird.
3. Stufenpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstößel jeder
Stößelgruppe (15, 16) jeweils am äußeren Ende der Stößelreihe angeordnet sind und die
Fertigteile in der Mitte des Maschinengestells (11) abgeführt werden. · .
4. Stufenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Transportschieber
(90) in entgegengesetzten Richtungen weisende Werkstückgreifer (96) trägt.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US49664865 | 1965-10-15 | ||
| US496648A US3369387A (en) | 1965-10-15 | 1965-10-15 | Double strand feed press |
| DET0032277 | 1966-10-14 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1552108A1 DE1552108A1 (de) | 1970-03-12 |
| DE1552108C true DE1552108C (de) | 1973-07-12 |
Family
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