DE1548011A1 - Spannungs- und Temperaturkompensation fuer elektronische Uhren - Google Patents
Spannungs- und Temperaturkompensation fuer elektronische UhrenInfo
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Description
Patentanmeldung. - . *>
4 8 0 1 1 Spannungs- und Temperaturkompensation ffir elektronische Uhren»
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung eier Regulierung elektronischer
Uhren durch eine Kompensation der Spannunge-, und Temperaturabhlngigkeit»
von Transistorschaltungen» Es ist allgemein bekannt, dass die elektronischen Uhren ihre Amplitude und ihre Frequenz des Drehschwingers
direkt in Abhingigkeit von der anliegenden Batteriespannung Ändern» In
gleicher Weise Indern sieh diese ffir die Regulierung grundlegenden Daten
in Abhängigkeit von der Temperatur» Man kann nur Transistoren mit
niedrigem Verstärkungsfaktor verwenden, da sonst solche elektronischen
Uhren bei Temperaturen unter Null sogar vollkommen stehenbleiben« Die TemperaturabhHngigkeit von Transistoren ist ganz allgemein bekannt«
Bei der Verwendung ffir elektronische Uhren kommt aber zusätzlich noch
hinzu, dass sich die Sehleusenspannung ffir die Baieis um ungeflhx
2 Millivolt pro Grad Temperaturinderung gleichfalls Mnderi» Durch diese
Änderung der Sehleusenspannung,also der Erregerspannung,welche ffir die
Steuerung fiber die Basis wirksam ist, wird aber direkt die Amplitude des Drehsehwingers und auch die Frequenz vtxfindext« Steigt die erforderliche
Erregerspannung durch Temperaturlnderung soweit an, dass die Öffnung
durch die zur Vexffigung stehende Induktionsspannung aus der Erregerspule
nicht mehr aüsxeicht» so bleibt die Uhr stehen» Umgekehrt Huft
die Uhr wesentlich schneller und macht eine wesentlich hOhere Amplitude,
wenn diese Basisspannung absinkt, da die Induktionsspannung ja in gleicher
HOh* bestehen bleibt» Dazu kommt noch, dass durch die hlhexe Frequenz
und durch die hfihexe Amplitude sowieso die Induktionsspannung an der Basis ansteigen muss wegen dex hfheren Geschwindigkeit, mit der sich
die Magnete fibex die Brxegexspule hinwegbtwegen« Ditse physikalischen
Gegebenheiten wirken sich nun bei elektronischen Uhren se aus» dass die
Zeitschaltung dex Uhr sowohl direkt abhfinglg von dex ntch zur Vexffigung
stehenden Batterie Spannung als auch vcn dex Temper «tür» in welcher sich./
die Uhr befindet, liuft« Man hat iaher Versuch^ «n.l ernennen, die Regulierung
durch Wirbelstrombremsen und Wirbelstromdlmpfungsglieder zu
verbessern« Durch solche Wirbel*tromdlrapfung wird aber die freie harmonische
Schwingung vollkommen aufgehoben» Die Isookronissusbedingungen
sind dadurch in keiner Weise mehr erfüllt« Es ergeben sich einfache Antriebe,
welche von einer bestimmten Stellung aus eine Rotationsbewegung erzeugen, die an einer anderen durch die Wirbelstrombremse vorgegebenen
Stelle gedlmpft werden. Dementsprechend ist die Zeithaltung ausserordentlich
schlecht» Ausserdem gehen solche Wirbelsirondfmpfungen nur
ffr ganz geringe Spannungsbereiche von einigen Zehntvl Volt»Batteriespannungslnderung
flberhaupt anzuwenden« Die Ergebnisse sind daher in keiner Weise befriedigend» Man nuss die Betriebsdauer der verwendetet
Trockenzellen einschränken und vor allem nass man den Strombedarf von
vornherein mehr als verdoppeln, um überhaupt die Wirbelstromdämpfung
anwenden zu können» Man geht dabei so vor, dass man den Stromverbrauch so hoch setzt»dass er auch bei der niedrigsten zugelassenen Spannung
noch ausreicht« um die Uhr zu betreiben, und vernichtet die hOhere
abgegebene Energie auf dem Drehschwinger bei höheren Spannungen« Hierdurch wird einmal die Laufzeit herabfesetzt, der Wirkungsgrad ganz
erheblich verschlechtert und es wird trotzdem nicht erreicht, dass die Spannungsabhlngigk«it und vor allem die Temperaturabhfngigkeit
vollkommen beseitigt wird»
Die Erfindung betrifft daher eine Spannung*- und Temperaturkompensa··
tionsschaltung für elektronische Uhren» «reiche dadurch gekennzeichnet ist, dass parallel zur Antriebsspule oder zu den Antriebsspulen eine
Reihenschaltung von Gleichrichter«lementen aus Selen, Silicium oder
einem anderen geeignete|| Materialtin der Flu««richtung alt der Stromrichtung in der Antriebsspule Ibereinstiianend, ein· Anzahl von Einzelplatten
entsprechend der gewählten zugelassenen wirksamen Spannung
an den Spulen» dividiert durch die Sehleusenepannung des einzelnen
Gleichrichter elemente« angeordnet ist« Verwendet ma beispielsweise
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eine Trockenbatterie, welche eine Anfangsspannung von ca. 1,6 Volt
aufweist, und will diese Batterie bis zu einer Endspannung von 1 Volt
ausnutzen« so wShlt man zwei hintereinandergeschaltete Gleichrichterelemente
aus Selen, die etwa eine Schleusenspannung von je 0,5 V
aufweisen, so dass durch die Hintereinanderschaltung ein· Spannung
von 1 Volt entsteht* Liegt nun die Spannung aus irgendeinem Grunde
entweder durch Spannungserhfhung oder durch TemtperaturerhVhung
hBher als 1 Volt am Kollektor oder Emitter, an dem die Antriebsspule angeschaltet ist, so filiesst der Strom nach Erreichen der
vorgegebenen 1 Volt Spannung direkt 8ber den Gleichrichter ab« Es
kann also immer nur eine Antriebsspannung von 1 Volt fiber die An- λ
triebsspule oder die Ahltriebsspuleη wirksam werden« Auch wenn man
beispielsweise 6 Volt oder 12 Volt als Spannungsquelle verwendet, so wird trotzdem auch bei Änderung beispielsweise von 4 auf 8 Volt
oder von 10 auf 14 Volt, wie es bei Autobatterien auftritt, keinerlei Amplituden- oder Frequenzänderung an dem Drehechwinger auftreten,
wenn eine solche Reihenschaltung aus Gleichrichterelementen
unter Ausnutzung der Schleusenspannung des einzelnen Elementes und der richtigen Wahl der Anzahl dieser Elemente vorgenommen worden
ist« WIhIt man beispielsweise 6 solcher einzelnen Se Ie np litt ehe n,
se kann man dadurch die Spannung auf 3 Volt stabilisieren« Es ist dann gleichgEltIg9 ob die Batteriespannung, also die Speisespannung,
4 Volt oder 8 Volt beträgt» Besonders vorteilhaft ist es aber, dass
man mit dieser Parallelschaltung von Gleichrichterlementen Uhren
stabilisieren kann, welche mit Trockenbatterien arbeiteng da hier
die Kollektorspannung, wenn man die Antriebsspule in den Kollektor kreis
legt, bereits so niedrig liegt, dass andere Elemente, wie Zenerdioden und so weiter nicht anwendbar sind« Gerade in diesem
Bereich von 1 Volt bis 2 Volt lassen sich Zenerdioden aus physikalischen Grundsfltzen nicht herstellen« Zenerdiodenschältungen, wie
vom Anmelder gleichfalls angegeben, sind daher nur geeignet, wenn,/«
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eine höhere Spannung an der Antriebsspule liegt, odwr wenn eine hOhere
auf, so dass die Stabilisation mit 3 Volt fSr diese Spannung noch sehr
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unvollkommen bleibt«
Um auch die Änderung der Schleusenspannung des Transistors selbst durch
Temperaturerhöhung oder -erniedriegung auszugleichen« ist es aber noch
erforderlich, in den Leitungszug der Erregerspule zwischen Basis und Emitter
Wr die Basis einen Linaswiderstand zu schalten« Dieser Lfngswiderstand
liegt in der GrBssenordnung von etwa ^O bis 50 kOhm« Er entspricht also
dem fliessenden Erregerstrom» wobei der Widerstand so bemessen ist« dass
dieser Strom« welcher zur Öffnung des Transistors erforderlich ist» bei
der Notmaltemperatur den erforderliehen Spannungsabfall an den Widerstand
ergibt«;Ändert sich nun die Schleusenspannung» wie angegeben« um etwa
2 Millivolt pro Grad Temperaturlnderung» wirkt dieser Ung «widerstand strombegrenzend»
Hierdurch kann kein höherer Strom innerhalb des Transistorkreises!fHessen«
Es werde nlmlich sonst geschehen» dass zwar die Spannung
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am Kollektor».also an der Antriebsspule» stabilisiert ist» es würde aber u»U« ein sehr hoher Strom durch dkm Gleichrichter-Parallelschaltung flies-
am Kollektor».also an der Antriebsspule» stabilisiert ist» es würde aber u»U« ein sehr hoher Strom durch dkm Gleichrichter-Parallelschaltung flies-
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sen kennen » wenn dieser durch die hBhere Erregung des Basiskreises auftritt« : Es muss in jedem Fall dafür gesorgt werden» dass dieser Strom» der durch Temperaturerhöhung sehr erheblich ansteigen kfnnte, gleichfalls stabilisiert wirdj| In besonderen FiIlen» wo die Krregjjrspannung etwa in der Grfseenordnung in der Schleusenspannung eines Selen- oder Silicium-
sen kennen » wenn dieser durch die hBhere Erregung des Basiskreises auftritt« : Es muss in jedem Fall dafür gesorgt werden» dass dieser Strom» der durch Temperaturerhöhung sehr erheblich ansteigen kfnnte, gleichfalls stabilisiert wirdj| In besonderen FiIlen» wo die Krregjjrspannung etwa in der Grfseenordnung in der Schleusenspannung eines Selen- oder Silicium-
I ■ gleichrichterelementes entspricht» also beispielsweise 0»5 bis 0,6 Volt
für eine Germanium-Transistor-Uhr» kann man auch in einfacher Weise parallel
zur Erregerspule ein gleiches Gleichrichterelement wie für die Antriebsspule beschrieben» schalten« Auch hierbei wird das Gleichrichter·lement
in Flussüchtung parallel zur Erreger spule so gelegt» dass nach Erreichen
der Schleusenspannung» also 0,5 bis 0,6 Volt» der Strom» welcher der höheren
Spannung dann entspricht» Qgejrg^tfoGl&ichrJLchterelement kurzgeschloi-
BAD ORIGINAL
sen ist, und darQber abflieset» Auf diese Weise kann man auch in einfacher Schaltungsanordnung die HOhe des Erregerstromes begrenzen« Bei. Verwendung
von Silicium-Transistoren, die bereits eine Spannung von mehreren
vier oder sechs oder eine geeignete anderen Anzahl von Gleichrichter»
elementen hintereinander und legt diese parallel, wie angegeben, zur Erregerspule. j
Da die Selenplßttchen oder Siliciumplettchen nur etwa einen Durchmesser
von 2 mm besitzen und eine Dicke von wenigen Zehntel Millimeter, so ist
ein sehr einfaches und billiges Bauelement fSr die Zwecke dex Temperatur-
und Spannungskompensation verwendbar» Der Aufwand ffx ein sol-
ehes Gleichrichterelement ist in jedem Fall niedriger als beispielsweise
eine Bedämpfung mit grossen Kondensatoren oder duxch eine Wirbelstrombremse« Dabei ist aber das Resultat iberhaupt nicht vergleichbar« Bei eine]
j ■ .
solchen Schaltungsanordnung des Gleichxichtexelementes parallel zur Antxiebsspule
kann sich die Speisespannung beispielsweise von 4 Volt auf
12 Volt Änderns ohne das« eine Änderung dex Amplitude pdex dex Frequenz
des Drehschwinger* auftxitt« Da die Öffnung»spannung fix eine solche
i ■
Wert, der nur von dem verwendeten Material abhSngt, ist, so gilt auch
fflr die Stabilisierung ein immer gleicher, exakter Spannungswert an der
Antriebsspule, der keine grossen Streuungen durch die Schaltelemente aufweist«
Der Vorteil dieser Spannungε- uld Temperaturkompensation ist ganz ausserordentlich«
Der Wirkungsgrad wird nicht verschlechterte da die Impulse ausssrdem noch kürzer werden« Die Schaltungeanordnung ist sehr
einfach und erfordert nur einen ganz geringen Aufwand, der in jedem Fall
'niedriger ist al« «üe «ndexen f te den gleichen Zweck anwendbaren MOgtichkelten«
Die Ganggenauigkeit der Uhren mit solcher Spannung·- und Temperaturkompensation ist mit anderen Anordnungen iberhaupt nicht erreichbar» B* bleibt eine völlig fp&L% Sehwin^ung der Unruh, bestehen» Die I«o-
0 7?? '"'■' GopY 'ζ
BAD ORiQHSIAL ***
Claims (1)
- chronismusbedingungen sind bei dieter Art der Schaltungsanordnung in jedem Fall eingehalten»·■■"!·■
Patentansprflche:1.J. Spannungs- und Temperaturkompensation £$r elektronische Uhren, dadurch gekennzeichnet» dass parallel zur Antriebsspule oder zu den Antriebsspulen eine Reihenschaltung von Gleichrichterelementen aus Selen, Silicium oder einem anderen geeigneten Material in der Flussrichtung,mit der Stromrich-tung in der Antriebsspule ebereinstimmend, mit einer Anzahl von Einzelplatten entsprechend der gewlhlten zugelassenen wirksamen Spannung an derSpule, dividiert durch die Schleusenspannung des einzelnen Gleichrichter-I
elementes, angeordnet ist«2#) Spannungs- und Temperaturkompensation nach Anspruch I9 dadurch ge-i
kennzeichnet« dass in dem ErregerspÄlenleitungsszug ein L&ngswiderstandvor der Basis angeordnet ist»3») Spannungs- und Temperaturkompensation nach Ansprachen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet» dass «ine GleichrichteBäeraent-Zusammenschaltung, aber entsprechend der gewlhlten maximalen zugelassenen Erregerspannung ober die Erregerepule geschaltet ist,4.) Spannungs- und Temperaturkompensation nach Ansprechen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnungen nach einem der Anspreche 1 bis 3 gemeinsam oder einzeln zur Anwendung kommen» 5«) Spannungs- und Temperaturkompensation nach Ansprechen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet» dass für elektronische Uhren mit höheren Betriebsspannungen !als bei Verwendung einer Trockenbatterie und mit grossen Spannung sSchwankungen der Speisebatterie durch die GIeichrichtezzusammen- «chaltung die Spannung an der Antriebsspule unterhalb der niedrigsten auf tretenden Speisespannung von der Batterie liegt«7») Spannung«- und Temperaturkompensation nach Ansprachen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei elektronischen Uhren mit mehreren Erregerspulen . fiber jede der Erregerspulen eine solche Gleichriehterelementschaltung oder alle Erregerspulen gemeinsam geschaltet angeordnet ist«1548p118«) Spannungs- und Temperaturkompensation nach Ansprechen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach Anspruch 7 geschaltete Ltngswiderstlnde in dem Basiskreis angeordnet sind»Freiburg ieBr», den909833/0722BAD ORIGINAL
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|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 |