DE1546469A1 - Verfahren zur Herstellung von Zigarettenpapier - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ZigarettenpapierInfo
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Description
In der französischen Patentschrift 985 847 und der
zu dieser gehörigen Zusatzpatentschrift 60 198 ist die
Herstellung von Mikrofibrillen aufweisenden künstlichen Zellulosefasern beschrieben, die jetzt unter der Warenbezeichnung
"Polynosie"-Fasern bekannt sinde
Die Erfindung betrifft Zigarettenpapiere, die aus Gemischen eines Breis aus Fasern dieser Art und eines
Breis aus natürlicher Zellulose hergestellt werden können.
Der Zusatz von fibrillierten künstlichen Zellulosefasern zu Papierstoff ermöglicht, Papiere zu erzielen,
die besondere Eigenschaften besitzen«, Die gewöhnlich verwendeten Zigarettenpapiere sind entweder mit Flachszeliu-
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— ζ —
lose oder mit HanfZellulose hergestellt. Es existieren
billige Papiere, die mit Holzzellstoff hergestellt sind, jedoch werden diese Papiere wegen ihres besonderen Geschmacks
selten für die industrielle Herstellung von Zigaretten verwendet; sie finden hauptsächlich Anwendung
zur Herstellung von Zigarettenpapieren, die in Form von Päckchen zum Rollen der Zigaretten von Hand verkauft
werden,,
Unter den verschiedenen Eigenschaften von Zigarettenpapieren ist die Porosität wesentlich, und in gewissem
Maß ist die Undurchsichtigkeit wichtig. Die Porosität beeinflußt die Eigenschaften des Endproduktes, d. h„ der
Zigarette; je poröser das für die Zigarettenherstellung verwendete Papier ist, umso mehr wird die Verbrennungstemperatur herabgesetzt, weil von der beim Rauchen der
Zigarette angesaugten gesamten luftmenge ein größerer Teil aus Luft besteht, die durch die"Papierhülle der Zigarette
hindurchgeht. Infolgedessen ist die durch den brennenden Teil der Zigarette hindurchgehende Luftmenge
geringer, und der Zigarettenrauch ist durch reine und kalte Luft stärker verdünnt und hat eine niedrigere Temperatur.
Diese niedrigere Temperatur ermöglicht ihrerseits, daß eine größere Menge der in dem Rauch enthaltenen
Teerstoffe sich auf ihrem Weg kondensiert, und
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demzufolge ist der aus der Zigarette austretende Rauch ärmer an Teerstoffen. Bei sehr hohen Porositäten werden
die Mengen an Teerstoffen, die sich beim Wandern durch
die Zigarette selbst hindurch kondensieren, derart groß, daß der Rauch der Zigarette seinen Geschmack ändert.
Ferner ist, wenn die Porosität des Papiers groß
ist, auch die Verbrennbarkeit der Zigarette groß. Wird
die Zigarette angezündet und liegen gelassen, dann kann sie entweder von selbst erlöschen oder weiterbrennen.
Falls das zu ihrer Herstellung verwendete Papier sehr wenig luftdurchlässig ist, erlischt die Zigarette. Wenn
die Zigarette weiterbrennt, hängt die Geschwindigkeit, mit der sie aborennt, von der Porosität des Papiere ab,
und diese Geschwindigkeit ist umso größer, je größer die Porosität ist.
Die Undurchsichtigkeit des Papiers ist vom handelsmäßigen Gesichtspunkt aus wichtig. Das Papier, das als
Hülle der Zigarette dient, soll den Tabak, den die Zigarette enthält, unsichtbar machen. Je undurchsichtiger
das iapier ist, umso weniger ist ihr Inhalt erkennbar.
Für Luxuszigaretten, die teurer verkauft werden, werden eehr undurchsichtige Papiere verwendet.
Die Zigarettenpapiere auf Flachs- und Hanfzellulose-
ΐ Gewichten in ;
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basis werden mit Gewichten in ier Größenordnung von 20 g/m
BAD ORiGfNAL
hergestellt. Der Papierstoff wird sehr fein gemahlen (auf 80 bis 90° SR), um die maximale Festigkeit des Papiers
zu erzielen, was gestattet, ihm die Füllstoffe einzuverleiben, welche dem Papier die Porosität und
zugleich die Undurchsichtigkeit verleihen und der Asche ein weißes Aussehen geben. Die Füllstoffe bestehen sehr
häufig aus Calciumcarbonat, und ihr Anteil kann 15 1° und sogar 20 0Jo erreichen. Ihr Vorhandensein schwächt das Papier,
das jedoch eine ausreichende Festigkeit haben soll, damit es die Zigarettenherstellungsmaschine durchlaufen
kann. Dies ist einer der Gründe, warum das Gewicht von zur Herstellung von Zigaretten verwendeten lapieren kaum
2
weniger als 20 g/m beträgt. Ein weiterer Grund ist die ■Verminderung der Undurchsichtigkeit des Papiers, die für eine gegebene Stoffzusammensetzung dem Papiergewicht je m^ proportional ist.
weniger als 20 g/m beträgt. Ein weiterer Grund ist die ■Verminderung der Undurchsichtigkeit des Papiers, die für eine gegebene Stoffzusammensetzung dem Papiergewicht je m^ proportional ist.
Wenn ein Zigarettenpapier mit dem Fasermaterial gemäß der französischen Patentschrift 985 847 und der zu dieser
gehörigen Zusatzpatentschrift 60 198 hergestellt wird, das eine Irockenzähigkeit von mindestens 5,7 g/den, eine
Kaßzähigkeit von mindestens 4,6 g/den, eine Trockendehnung von 8,8 /o und eine Naßdehnung von 10 ^ besitzt, dann wird
ein Papier erhalten, welches Eigenschaften besitzt, wie sie mit Papieren auf der Grundlage von natürlicher Zellulose
unmöglich erzielt werden können. Ein solches Papier
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15^-469
hat beispielsweise die folgenden Eigenschaften
(für einen auf 88° SR feingemahlenen Stoff):
Gewicht 20 g/m2
Zugfestigkeit an einem Probestück
von 3 cm Breite 2 883 g
Dehnung 3,8 fi
Undurchsichfcigkeit (prozentuales Verhältnis zwischen dem Faktor der
photomebrischen diffusen Reflexion des auf einem schwarzen Untergrund
angeordneten Papiers und dem Faktor, der dem auf weißem Untergrund angeordneten Papier entspricht und der
den willkürlich angenommenen «Vert 100 hat) i.:0' >
"SEITA"-Porosität (von einer 2 cm2 großen Fläche bei einem Unterdruck
von 500 mm HpO durchgelassen^
Luftiuenge) mehr als
1 000 cmVmin
Verbrennoarkeit (Gewichtsverlust
einer Zigarette von 8,8 m Durchmesser, gemessen mit der Zigarettenrau ciivorrichtung "SEITA" - dociete
d1 .Exploitation Industrielle des Tabacs
et Alumettes -, wobei dieser Gewichtsverlust den Mittelwert aus zehn gleichzeitig
durchgeführten Versucnen darstellt) 551 "8 mg/min
Asche 0,8 %
BAD
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— ο —
Ein solches Papier ist allerdings teuer; sein
Preis "beträgt auf Grund der Kosten des Hauptbestandteils
praktisch das Doppelte desjenigen von Zigarettenpapier auf der Grundlage von Flachs- oder HanfZellulose. Es ist
jedoch gefunden worden, daß den fibrillierten "Polynosio"
-Fasern große Mengen von natürlichem Zellstoff zugemischt werden können und daß dabei, die Porosität und die Undurchsichfcigkeit
von Papieren im wesentlichen erhalten bleiben, die vollständig aus fibrillierten "Polynosic"-Fasern
hergestellt sind»
Die Tatsache, daß die Porosität und die Undurchsichtigkeit
nicht durch einen inerten Füllstoff, sondern durch ein Zellulosematerial bedingt werden,das seine eigene
Festigkeit besitzt, gestattet, das Gewicht des Papiers ziemlich erheblich herabzusetzen, wobei jedoch eine bestimmte
Anteilmenge an Füllstoff aufrechterhalten wird, die erforderlich ist, um der Asche das von dem Raucher
gewünschte weiße Aussehen zu geben. Überdies liefern die fibrillierten "Polynosic"-Fasern einen Rauch, der keinerlei
Geschmack erzeugt, und ihr Vorhandensein gestattet, bei der Herstellung von Zigarettenpapier, das zur Herstellung
von Handelszigaretten bestimmt ist, den Flachs- oder Hanfzellstoff durch Holzzellstoff zu ersetzen, ohne daß
dieser Ersatz im Geschmack der Zigarette feststellbar ist,
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sofern das Papier mindestens 35 $ fibrillierte "PolynosicH-Fasern enthält.
Um Papiere herzustellen, die gegebene Eigenschaften besitzen, kann entweder der prozentuale Anteil der
in dem Papier enthaltenen "Polynosicu-Fasern oder für
einen gegebenen prozentualen Anteil dieser Pasern ihr
Feinmahlgrad geändert werden.
Fig. 1 zeigt in graphis-cher Darstellung die Änderungen
der Undurchsichtigkeit und der Porosität eines Papiers mit einem Gewicht von 20 g/m in Abhängigkeit von
dem prozentualen Anteil an fibrillierten "Polynosic"-Fasern
in einem Gemisch mit Flachszellstoff. Der Flachszellstoff ist auf 94° SR und der aus den fibrillieren
Fasern bestehende Stoff auf 80° SR feingemahlen. Bei einem Papier aus reinem Flachszellstoff ohne jeden Fülletoffzusatz
wird, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, eine Undurchsichtigkeit von 52 und eine Porosität von 23
erhalten. Durch Ändern des prozentualen Anteils der fibrillierten "Polynosic"-Fasern können sämtliche Zwischenwerte
zwischen den oben genannten Werten und ein Wert
von mehr als 1000 für die Porosität und von 80 für die
Undurchsichtigkeit (wobei die letztgenannten Werte einem Papier aus reiner "Polynosic"-Faser entsprechen) erhalten
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werden, wie dies die beiden ^urven in Fig. 1 zeigen.
Fig» 2 gibt die entsprechenden Kurven für ein aus einem Gemisch von 40 $ Brei aus fibrillierten
"Polynosie"-Fasern und 60 $ Brei aus Natronholzzellstoff
hergestelltes Papier in Abhängigkeit von dem Feinmahlgrad des aus den fibrillierten Fasern bestehenden
Breis wiedere Die Versuchspapiere hatten einöewicht von
ungefähr 30 g/m , und der Feinmahlgrad des Holzzellstoffes betrug 80° SR0 Die nnter diesen Bedingungen zu
erzielenden Änderungen der Undurchsichtigkeit sind weniger groß. Dagegen kann die Porosität des Papiers in sehr
weiten Grenzen geändert werden.
Das Feinmahlen der beiden das Gemisch bildenden Stoffe soll getrennt durchgeführt werden. Der aus natürlicher
Zellulose bestehende Stoff wird feingemahlen, wie es in der Papierindustrie üblich ist. Dann werden die
beiden Stoffe in dem gewählten Anteilverhältnis gemischt und dem Gemisch die Füllstoffe, die ihm einverleibt
werden sollen, hinzugefügt, worauf das Gemisch in üblicher Weise auf einer Papiermaschine in die Form einer
Papierbahn gebracht wird. Durch den Zusatz der "Polynosic"·
Fasern ist es möglich, leichtere Zigarettenpapiere zu erhalten, die jedoch noch zufriedenstellende mechanische
Eigenschaften besitzen, um auf Zigarettenherstellungs-
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maschinen in zweckentsprechender Weise verarbeitet werden -zu können„
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, an dem jedoch im Rahmen der Erfindung
verschiedene Abänderungen vorgenommen werden können„
50 fo Brei aus gebleichtem und auf 80 SR feingemahlenem,
nach dem Natronverfahren bereiteter Kiefernholzzellstoff und 50 fo Brei aus dem oben definierten
fibrillierten Fasermaterial, das auf 80 SR feingemahlen
war, wurden zusammengemischt. Dann wurde dem Gemisch
eine iiaenge Calciumcarbonat hinzugefügt, wie sie erforderlich
ist, um in dem Papier 8 $ an verbleibendem Füllstoff zu bilden. Aus dem so bereiteten Gemisch wurde auf der
Papiermaschine ein Papier mit einem Gewicht von 20 g/m
hergestellt, das folgende Eigenschaften hatte:
BAD
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15AB469
Zugfestigkeit an dem Probestück von 3 cm Breite
Undurchsichtigkeit (gemäß der oben
angegebenen Definition)
"SEITA11 -Porosität (gemäß der oben
angegebenen Definition)
Verbrennbarkeit (gemäß der oben angegebenen Definition)
Asche
000 g 75 Io
cm /min
46 mg/min
ΰ,4
Bei der Verwendung des erhaltenen Papiers zur Herstellung von Zigaretten verleiht es diesen einen
Geschmack, der sich sehr wenig von demjenigen unterscheidet, der bei der Verwendung eines aus reiner Flachszellulose
hergestellten Papiers erhalten wird»
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Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Zigarettenpapier, dadurch gekennzeichnet, daß ein Brei von feingemahlener
natürlicher Zellulose und ein Brei von aus regenerierter Zellulose bestehenden Fasern, die mittels üblicher Feinmahlvorgänge
eine Fibrillierung erfahren haben, miteinander gemischt werden und aus diesem Gemisch eine Papierbahn
erzeugt wird·
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Stoffgemisch ein Füllstoff einverleibt wird.
BAD ORIGINAL.
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|---|---|---|---|---|
| DE3240253A1 (de) * | 1982-10-30 | 1984-05-03 | B.A.T. Cigaretten-Fabriken Gmbh, 2000 Hamburg | Cigarettenpapier |
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