[go: up one dir, main page]

DE1543966C - Thiamphenikol Derivat und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Thiamphenikol Derivat und Verfahren zu dessen Herstellung

Info

Publication number
DE1543966C
DE1543966C DE1543966C DE 1543966 C DE1543966 C DE 1543966C DE 1543966 C DE1543966 C DE 1543966C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preparation
thiamphenicol
acetylcysteine
threo
derivative
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Uberto Mailand Teotino (Italien)
Original Assignee
Whitefin Holdings S A , Lugano (Schweiz)
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein neues Thiamphenikol-Derivat der Formel
NHCOCHCl2
H3C-SO2-
-CH-CH-CH2-O—CO—CH2-NH3®
OH
d-threo CH,SH
OOC—CH
NHCOCH1
und ein Verfahren zu dessen Herstellung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß in an sich bekannter Weise d-threo 1 -(p-Methylsulfonylphenyl^-dichtoracetamido-3-aminoacetoxy-l-propanol mit N-Acetyl-1-cystein in Gegenwart eines wasserfreien organischen Lösungsmittels umgesetzt wird.
Die neue Verbindung ist besonders wertvoll in der Therapie aller klinischen Fälle, bei denen dicke und zähe Sekrete auftreten, zur Behandlung von infektiösen Prozessen oder zur Verhinderung des Auftretens solcher Prozesse.
Es ist bekannt, daß Acetylcystein ein therapeutisches Mittel mit ausgezeichneter mucolytischer (schleimlösender) Wirksamkeit ist, das besonders zur lokalen Behandlung von Erkrankungen der Atmungsorgane, die mit dem Auftreten eines zähen Sekrets verbunden sind, geeignet ist, obwohl gegen die Verwendung dieses Mittels wegen seines unangenehmen Schwefelgeruchs teilweise eine Voreingenommenheit besteht. Es gibt jedoch viele Fälle, bei denen das Auftreten von zähen Sekreten mit infektiösen Prozessen verbunden ist. In solchen Fällen wird die lokale Behandlung mit antibakteriellen Mitteln durch den Schleim behindert, während andererseits die Behandlung mit einem schleimlösenden Mittel den infektiösen Prozeß nicht zum Stillstand bringt. Es wäre daher wünschenswert, die lokale Behandlung gleichzeitig mit einem schleimlösenden Mittel und mit einem Chemotherapeutikum, das einen großen Wirkungsbereich hat, durchzuführen. Eine solche Behandlung ist aber weitgehendst mit Acetylcystein aus folgenden Gründen nicht möglich: Das Penicillin und das Bacitracin werden durch Acetylcystein inaktiviert (The Journal of Pediatrics, 62, 35, 1963), das Streptomycin kann in Form eines Aerosols nicht verwendet werden, da die Gefahr besteht, daß lokale Reaktionen und Empfindlichkeiten auftreten (Allergie?) (New England J. Med.,237, S. 683 bis 692, 1947; J.A.M.A, 138, S. 640 und 641, 1948); Chloramphenikol kann, da es wasserunlöslich ist (Merck Index, 7. Auflage, S. 234), nicht verwendet werden, während seine wasserlöslichen Derivate, wie z. B. das Natriumsalz des Monobernsteinsäureesters, einen unerträglichen bitteren Geschmack haben; die Tetracycline können ihrerseits wegen ihrer Reizwirkung, die sie auf die Gewebe, mit denen sie in Berührung kommen, ausüben, nicht verwendet werden.
Der einzige mögliche Weg zur gleichzeitigen Behandlung mit Acetylcystein und mit einem Chemotherapeutikum war also, Acetylcystein mit chemotherapeutischen Mitteln mit begrenztem Spektrum zu kombinieren.
Die neue Verbindung, die wasserlöslich, geruch- und geschmacklos ist, zeigt eine stärkere schleimlösende und antibakterielle Wirksamkeit gegenüber Krankheitserregern, die Erkrankungen der Atmungsorgane hervorrufen, als das Thiamphenikol, und andererseits keine der oben angeführten unangenehmen Eigenschaften besitzt.
Ferner weist die Verbindung der Erfindung den unangenehmen Schwefelgeruch, der dem Acetylcystein eigen ist, nicht auf Diese Verbindung besitzt daher alle therapeutischen und organolektischen Erfordernisse, die sie zur lokalen Behandlung, insbesondere zur Anwendung in Aerosolform, von jenen Erkrankungen der Atmungsorgane, bei denen gleichzeitig Infektionsherde, und Bildung von zähem Schleim auftreten, geeignet macht.
Die neue Verbindung kann nach folgendem Verfahren hergestellt werden: 6,4 g d-threo l-(p-Methylsulfonylphenyl) - 2 - dichlor - acetamido - 3 - amino - acetoxy-1-propylalkohol und 2,5 g N-Acetyl-1 -cystein wurden in 350 ml trockenem Methylalkohol gelöst. Diese Lösung wurde mit Aktivkohle entfärbt und filtriert. Das Filtrat wurde im Vakuum bis zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wurde mit 25 ml wasserfreiem Methylalkohol und 150 ml wasserfreiem Äthyläther aufgenommen und filtriert. Der Rückstand wurde nochmals mit einer geringen Menge Äther gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es ergaben sich 7,20 g der Verbindung.
45 Analyse: Gefunden berechnet N 7,29, Cl 12,3, S 11,12;
N 7,35, Cl 12,3, S 11,03.
Das Produkt fiel als weißes mikrokristallines Pulver an und war geruch- und geschmacklos.
Es enthielt 61,5% Thiamphenikol und 28,31% Acetylcystein. Das Molekulargewicht ist 576,49; der Schmelzpunkt (unter Zersetzung) 158 bis 1600C. In Wasser ist es auch bei Raumtemperatur größtenteils löslich, in Methylalkohol löst es sich nur beim Siedepunkt des Alkohols. Die 10%ige wäßrige Lösung hat einen pH von 4,6.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Thiamphenikol-Derivat der Formel
    NHCOCHCl2
    H3C-SO2-Z^-CH-CH-CH2-O-CO-Ch2-NH3-
    QH
    d-threo
    CH, SH
    OOC—CH
    NHCOCH3
  2. 2. Verfahren zur Herstellung der Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise d-threo !-(p-Methylsulfonylpheny^-l-dichloracetamido-S-aminoacetoxy-l-propanol mit N-Acetyl-1-cystein in Gegenwart eines wasserfreien organischen Lösungsmittels umgesetzt wird.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0289512B1 (de) Verfahren zur verbesserung der haftfähigkeit von gelen auf der schleimhaut
EP0013983A2 (de) Antineoplastische Mittel auf Basis von nicht oder nur geringfügig irritierenden und/oder promovierenden Diterpenalkoholen und Derivaten davon und deren Herstellung
CH647534A5 (de) Cyclodextrin-kamillen-inklusionskomplexe, verfahren zur herstellung der komplexe und die komplexe enthaltenden praeparate.
DE1087126B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Ferrofumarat
DE3203310C2 (de)
DE2515594C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines stabilen, topisch aktiven Geles
DE1543966C (de) Thiamphenikol Derivat und Verfahren zu dessen Herstellung
CH633715A5 (de) Verfahren zur erzeugung einer antilithiatisch wirkenden substanz und ein antilithiaticum.
DE1543966B (de) Thiamphemkol Derivat und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1936723C2 (de) Salze von Chinarindenalkoloiden und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE69915504T2 (de) Produkte für körperhygiene basierend auf lapacho extrakte enthaltend quercetin, deren herstellung und verwendung
DE2047049C3 (de) Calciumsalz der 6-(N-Acetylamino)hexansSure, Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel mit einem Gehalt an diesem Salz
DE1543733C3 (de) Aluminium-bis-alpha-(p-chlorphenoxy) isobutyrat und diese Verbindung als Wirkstoff enthaltende Hellmittel
DE69736355T2 (de) 3-iodo-1,2-propanediol enthaltende pharmazeutische zusammensetzungen mit mucolytischer wirkung
DE69916330T2 (de) Phenylessigsäure enthaltende zusammensetzungen zur behandlung und vorbeugung der atherosklerose und der restenose
DE1912130A1 (de) Cholinoleat und Mittel zur Behandlung von Krankheiten der Leber,der Gallenblase und der Bauchspeicheldruese
DE2635293A1 (de) Salzgemisch, insbesondere leicht assimilierbares arzneimittelgemisch mit erhoehter loeslichkeit, enthaltend kalziumsalze und/oder magnesiumsalze
DE1543150C (de) Tetracyclin-guajakol-4-su\fonat und Verfahren zu dessen Herstellung
CH260991A (de) Verfahren zur Herstellung eines festen pharmazeutischen Präparates mit antihämorrhagischen Eigenschaften.
DE954592C (de) Verfahren zur Gewinnung von koagulationshindernden Mitteln
AT325783B (de) Verfahren zum abtrennen des glykofrangulin-komplexes aus pflanzlichen rohstoffen, insbesondere aus der getrockneten rinde des faulbaumes
DE1957433A1 (de) Neue Zimtsaeurederivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1695781C3 (de) Psychotropes Arzneimittel
DE1468554C (de) 20 beta tert Amino 3 alpha hydroxy (bzw acyloxy) 5 beta pregnane bzw de ren Salze sowie Verfahren zu ihrer Her stellung
CH457391A (de) Verfahren zur Herstellung von Chromomycin-A3-hemisuccinaten