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DE1543307C - Harten von Epoxyharzen - Google Patents

Harten von Epoxyharzen

Info

Publication number
DE1543307C
DE1543307C DE1543307C DE 1543307 C DE1543307 C DE 1543307C DE 1543307 C DE1543307 C DE 1543307C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
attempt
bis
undecane
spiro
epoxy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ippei Murofushi Hisashi Tokio Fukue Nonhiko Sakamoto Hiroshi Kawasaki Hiyama Takami Matsunaga Takao Yokohama Yoshimura, (Japan)
Original Assignee
Ajmomoto Co , Ine , Tokio
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer neuen Klasse nicht fleckender Härter, die bei Raumtemperatur farblose, transparente, flexible, gehärtete Epoxyde liefern.
Bislang sind hauptsächlich als Härter für Epoxyharze Polyamine, Säureanhydride, Polyamide oder Polysulfidpolymere benutzt worden. Auf den Anwendungsgebieten des Vergießens der Klebstoffe sowie der Beschichtung werden jedoch insbesondere Härter benötigt, die den gehärteten Harzen Flexibilität verleihen. In diesem Zusammenhang sind von den genannten konventionellen Härtern die" Polyamide und Polysulfidpolymeren als Mittel zur Verleihung von Flexibilität bei den Epoxyharzen angewandt worden. Durch diese Verbindungen wird jedoch die physikalische Festigkeit, wie die Zug- und Biegefestigkeit, in den gehärteten Produkten herabgesetzt; da es außerdem sehr schwierig ist, allein durch Härten bei Raumtemperatur Harze genügender Festigkeit zu erhalten, ist noch Erhitzen zum Nachhärten erforderlich. Ferner wirken viele der konventionellen Härter als solche färbend, und die gehärteten Produkte sind merklich dunkel bzw. trüb, was auf den weiteren Einfluß der während der Härtung exotherm entwickelten Hitze oder der Hitzebehandlung zur Nachhärtung zurückzuführen ist.
Es wurde gefunden, daß man Epoxyharze bei Raumtemperatur vollständig zu farblosen und transparenten Harzen ausgezeichneter Flexibilität härten kann, ohne daß gleichzeitig eine Beeinträchtigung der mechanischen Festigkeit stattfindet, wenn man gewisse modifizierte Spiroacetaldiamine als Härter verwendet.
Die Erfindung betrifft demnach die Verwendung von viskosen Reaktionsprodukten von Spiroacetaldiaminen der allgemeinen Formel
H2N-R'
O—CH2
0-CH2
CH2O.
CH2O
R-NH2
in der R Wasserstoff, einen Methyl- oder Äthyl rest und R' ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen bedeutet, mit einem Epoxid oder Acrylnitril zum Härten für Epoxyharze.
Das gemäß Erfindung als Härter verwendete Reaktionsprodukt von Spiroacetaldiaminen mit Epoxyden oder Acrylnitril ist ;sehr beständig, so daß bei Lagerung, während oder .nach der Härtung, keine Färbung oder Verfärbung auftritt, und gibt in Kombination mit gewöhnlichen Epoxyharzen harte, feste, praktisch farblose, transparente, gehärtete Formkörper. . ■
Einige Beispiele für Spiroacetaldiamine der oben angegebenen Formel, die sich zur Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Härter eignen, umfassen
3,9-Bis-(aminomethyl)-2,4,8,10-tetraoxa-
spiro-[5,5]-undecan,
3,9-Bis-(2-aminoäthyl)-2,4,8,10-tetraoxa-
spiro-[5,5]-undecan,
3,9-Diäthyl-3,9-bis-(2-aminoäthyl)-
2,4,8,1 ()-tctraoxa-spiro-[5,5]-undecan,
3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetraoxa-
spiro-f 5,5]-iindccan,
3,9-Bis-(4-aminobutyl)-2,4,8,10-tetraoxa-
spiro-[5,5]-undecan oder
3,9-Bis-(l ,1 -dimethyl-4-aminobutyl)-
2,4,8,10-tetraoxa-spiro-[5,5]-undecan.
Diese Spiroacetaldiamine jassen sich leicht nach bekannten Verfahren, wie denen der deutschen Patentschrift 1 092 029 oder der USA.-Patentschrift 2 996 517 herstellen, wonach Formylnitril und
ίο Pentaerythrit in Gegenwart eines sauren Katalysators zu dem Zwischenprodukt 3,9-Bis-(cyanoalkyl)-2,4,8,10-tetra-oxa-spiro-[5,5]-undecan umgesetzt werden, das dann katalytisch reduziert wird. Sie können auch durch Reaktion von Aminoaldehydacetal mit Pentaerythrit in Gegenwart eines sauren Katalysators direkt hergestellt werden.
Zur Bildung der Addukte der Spiroacetaldiamine • können alle Epoxyde mit mindestens einer Oxyrangruppe im Molekül benutzt werden.
Die Epoxyd- oder Acrylnitril-Addukte der Spiroacetaldiamine können durch Erhitzen einer Mischung von Spiroacetaldiamin und Epoxyd oder Acrylnitril in An- oder Abwesenheit von Lösungsmitteln erhal- / ten werden. ' . . .
Einige Beispiele der hierfür geeigneten Lösungsmittel sind Methanol, Äthanol, Butanol, Benzol, Toluol, Xylol, Dioxan,. Äthylenglykolmonomethyläther oder Äthylenglykolmonoäthyläther.
Das Erhitzen zur Durchführung der Reaktion von Spiroacetaldiaminen mit Epoxyd oder Acrylnitril wird gewöhnlich so lange fortgesetzt, bis die Mischung der Reaktionsteilnehmer eine homogene viskose Flüssigkeit bildet. Die Reaktionstemperatur kann oberhalb des Schmelzpunktes der Diamine oder um den Siedepunkt des Epoxyds oder Acrylnitril liegen. Im allgemeinen haben sich Temperaturen ini Bereich zwischen 20 und 150° C als zweckmäßig erwiesen.
Bei der Umsetzung mit Epoxiden werden die Spiroacetaldiamine zweckmäßig in einer Menge von mehr
40.als 0,25,. vorzugsweise 0,5 bis 6 Mol Spiroacetaldiamin pro Oxyrangruppen des Epoxids, und bei der Reaktion mit Acrylnitril werden die Spiroacetaldiamine im Molverhältnis von 0,25 bis 10, vorzugsweise 0,5 bis 6 Mol pro Mol Acrylnitril verwendet. (
Das Reaktionsprodukt aus Spiroacetaldiamin und V Epoxid oder Acrylnitril kann in Form einer viskosen Flüssigkeit isoliert werden. Außerdem können die erhaltenen Reaktionsmischungen, die überschüssiges Spiroacetaldiamin und Lösungsmittel, sofern es angewandt wurde, enthalten, ohne fraktionierte Destillation direkt als Härter für Epoxyharze benutzt werden.
Die Menge, in der die erfindungsgemäß verwendeten Härter pro Polyepoxid angewandt werden, hängt von der Anzahl der aktiven Wasserstoffatome in dem jeweiligen Härter und der Anzahl der.im eingesetzten Polyepoxid vorhandenen Oxyrangruppen ab. Im allgemeinen ist es zweckmäßig, äquivalente Gewichtsmengen an Spiroacetaldiamin-Addukte (oder deren Reaktionsmischungen) und Polyepoxid zu benutzen. Die Eigenschaften der gehärteten Produkte werden jedoch durch Fehler, die weniger als 20% der optimalen Menge des Härters gemäß Erfindung ausmachen, nicht beeinträchtigt.
f>5 Aus der deutschen Patentschrift I 092 029 ist es bereits bekannt, freies Spiroacetaldiamin: 3,9-bis-(Aminoäthyl)-2,4,8,10-tetroxaspiro-[5,5]-iindecan, als Härter für Epoxyharze zu verwenden. Demgegenüber
handelt es sich bei dem gemäß Erfindung verwendeten Härter nicht um freies Spiroacetaldiamin, sondern um viskose Reaktionsprodukte zwischen Spiroacetaldiamin und Epoxid oder Acrylnitril. Die mit diesen viskosen Reaktionsprodukten gehärteten Epoxyharzkompositionen weisen eine größere Flexibilität und Zähigkeit auf als die unter Verwendung von freiem Spiroacetaldiamin gehärteten Epoxydharze (vgl. Beispiel 9, Biegeteste der Tabelle 10).
Weitere Vorteile der mit Epoxyd- oder Acrylnitril modifizierten Spiroacetaldiamine der Erfindung bestehen darin,
1. daß sie farblose und transparente viskose Flüssigkeiten darstellen, die im Gegensatz zu den festen Materialien, wie die freien Spiroacetaldiamine, leicht zu behandeln sind,
2. daß bei ihnen — im Gegensatz zu den freien Spiroacetaldiaminen, die auf Grund ihres basischen Charakters beim Liegen an der Luft leicht Carbonate bilden — diese Carbonatbildung stark herabgesetzt ist,
3. daß sie einen sehr hohen Siedepunkt haben und beim Verdampfen keine Hautreizungen verursachen,
4. daß sie außerordentlich stabil sind, z. B. nach Lagerung von 3 Monaten bei Raumtemperatur keine Verfärbung aufweisen und bei längerer Lagerung unterhalb von 5° C keine Abscheidung oder Kristallisation nicht umgesetzter Spiroacetaldiaminkomponenten auftritt,
5. daß sie auf Grund der sehr geringen Hygroskopizität und der ausgezeichneten Verträglichkeit mit Epoxyharzen weder das sogenannte »Amine Brushing« noch Ausblühungen verursachen,
6. daß sie farblose und transparente Harze liefern, die nicht braun werden,
7. daß sie zähe, flexible, hitzeschockresistente Harze
liefern und gleiche oder bessere mechanische elastische, chemische Eigenschaften haben, verglichen mit den übrigen konventionellen Raumtemperaturhärtern,
daß die Härtung vollständig bei Raumtemperatur durchgeführt werden kann, ohne daß Erhitzen oder Nachhärten notwendig ist, man jedoch durch Erhitzen die Härtungsbehandlung abkürzen kann.
Außerdem kann man in angemessener Weise weitere Komponenten, wie Streckmittel, Füller, Verstärker oder Pigmente, je nach den Erfordernissen der jeweiligen Anwendung, vorsehen.
Die Erfindung soll durch die folgenden Beispiele näher erläutert werden.
Es wurden verschiedene Arten von Addukte nach dem folgenden Verfahren aus Spiroacetaldiaminen und Epoxiden hergestellt.
In einen Vierhalskolben mit einem Rührer, Rückflußkühler, Tropftrichter und Thermometer wurden 109,6 g (0,4 Mol) 3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetraoxa-spiro-[5,5]-undecan gegeben und auf 45 bis 55° C erhitzt. Der erhaltenen Schmelze tropfte man aus dem Tropftrichter innerhalb von 2 Stunden 30,0 g (0,2 Mol) Phenylglycidyläther zu und hielt die Mischung weitere 2 Stunden auf dieser Temperatur. Es wurde eine farblose, transparente, viskose Flüssigkeit, die Mischung von Reaktionsprodukt und nicht umgesetztem 3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetraoxa-spiro-[5,5]-undecan erhalten. Nach 24stündiger Lagerung unterhalb von 5° C oder nach einer Lagerung von 3 Monaten bei Raumtemperatur waren keine Anzeichen für eine Abscheidung oder Kristallisation vorhanden.
Die verwendeten Amine und Epoxyde sind in Tabelle 1 aufgeführt. Alle Addukte stellten transparente und viskose Flüssigkeiten dar.
Tabelle 1
Spiroacetaldiamin Epoxyd Verhältnis von
Versuch Diamin zu Epoxyd
3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetra- Phenylglycidyläther (Mol)
1 oxaspiro-[5,5]-undecan 2/1
desgl. Allylglycidyläther
2 desgl. . desgl. 1/1
3 desgl. Butylglycidyläther 2/1
4 desgl. desgl. 1/1
5 desgl. Glycidylester von C9 - C11-Fett - 2/1 ·
6 säuren mit einer an ein sec. oder 1/1
tert. C-Atom gebundenen Carb
oxylgruppe
desgl. desgl.
7 desgl. S^-Epoxy-o-methylcyclohexyl- 2/1
8 methyl-3,4-epoxy-6-methyl- 2/1·
cyclohexylcarboxylat
desgl. Poly-(phenylglycidyl)-äther
9 3,9-Bis-(4-aminobutyl)-2,4,8,10-tetraoxa- Phenylglycidyläther 2/1
10 spiro-[5,5]-undecan 2/1
3,9-Bis-(aminoäthyl)-2,4,8,10-tetraoxa- Butylglycidyläther
11 spiro-[5,5]-undecan 2/1
3,9-Bis-(2-aminoäthyl)-3,9-diäthyl- desgl.
12 2,4,8,10-tetraoxa-spiro-[5,5]-undecan 1/1
Beispiell
Theoretische Mengen der in Tabelle 1 angegebenen Addukte wurden mit einem Poly-(phenylglycidyläther) vermischt und 50 g der Mischungen in einem Raum mit Klimaanlage (Temperatur 20 ± 1°C, relative Feuchtigkeit 65%) gehalten. Die so beobachteten exothermen Maxima und Topfzeiten sind in Tabelle 2 zugleich mit denen von Vergleichsharzen, die mit Triäthylentetramin gehärtet wurden — einem typischen Härter für Raumtemperaturhärtung — und zugleich mit denen von Harzen angegeben, die mit einem typischen Polyamid zur Verleihung von Flexibilität für Epoxyharze gehärtet worden waren.
Tabelle 2 Gebrauchsdauer Exothermes
Versuch Menge des (Min.) (°C)
Härters*) 40 97
1 60 65 61
2 60 65 103
3 50
IO
Versuch Menge des
Härters*)
Gebrauchsdauer
(Min.)
Exothermes
Maximum
("O
4 60 55 68
5 50 55 115
6 70 70 46
7 55 70 82
8 60 85 75
10 55 50 92
11 50 55 103
12 60 65 71
Triäthylen-
tetramin 10 124
Polyamid 50 39
*) Gewichtsteile/100 Gewichtsteile Poly-(phenylglycidyläther).
*) Gewichtsteile/100 Gewichtsteile Poly-(phenylglycidyläther).
Beispiel 2
Hitzeverformungsteste nach ASTM D 648-56 und Biegeteste nach ASTM D 790-49 T wurden an den in Tabelle 2 angegebenen Epoxyharzsystemen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
Tabelle
Härter
Versuch 1 ,
Versuch 2 ,
Versuch 3
Versuch 4
Versuch 5
Versuch 6
Versuch 7
Versuch 8 .
Versuch 9 .
Versuch 10
Versuch 11
Versuch 12
Triäthylentetramin
Polyamid
Gewichtsteile/
100 Gewichtsteile
Poly-(phenyl-
glycidyläther)
60
60
50
60
50
70
55
60
55
50
60
10
Härtebedingung
r.t.
3h/80°C
r.t.
3h/8O°C
r.t.
3h/80°C
r.t.
3h/80°C
r.t.
3 h/l 20°C
r.t.
3 h/l00°C
r.t.
3h/80°C
r.t.
r.t.
r.t.
3h/80°C
r.t.
r.t.
3 h/l00°C
3h/65°C Hitze-
verformungstemperatur Γ C)
75 52 55 75 77 74 65 52 75 58 55 79 74
55 70 65 55 79 64
Biesetest
max. Dehnung max. Festigkeit Modul
(mm) (kg/mm2) ■ (kg/mm2)
31,3 14,4 388
29,2 12,2 298
20,0 10,0 290
10,8 311
11,0 290
29,6 11,0 287
33,7 11,4 292
10,7 309
21,0 10,0 295
11,5 313
34,2 10,8 320
10,7 310
28,5 11,2 290
31,7 11,4 296
25,0 10,1 250
29,5 12,0 320
25,0 10,5 ■ 301
31,1 11,0 310
29,1 11,1 300
4,6 9,15 388
15,6 13,7 320
20,7 9,85 242
r.t. = Raumtemperatur.
— = Teststücke brachen nicht während des Biegetests.
B e i s ρ i e 1 3 65 den folgende Testproben und Testmethoden ange
wandt:
Die Hitzeschockwiderstandsfähigkeit wurde an 80 g einer Mischung von Poly-(phenylglycidyl-
einigen Epoxyharzadduktsystemen geprüft. Es wur- äther) und Härter wurden in einem Gefäß von 70 mm
Durchmesser und 30 mm Tiefe zusammen mit einer Springfeder-Metallunterlage mit 2,54 cm Durchmesser verformt und 14 Tage bei Raumtemperatur gehärtet. Die thermalen Zyklen wurden diesen Testproben dadurch gegeben, daß man sie abwechselnd in siedendes Wasser und Eiswasser gab. Die Dauer des Zyklus jedes Erhitzens bzw. Kühlens betrug 30 Minuten. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem thermischen Schock dieser Testproben wurde nach dem Grad der von den thermischen Zyklen verursachten Sprünge gemessen.
Tabelle 4 ist zu entnehmen, daß die erfindungsgemäß erhaltenen Formkörper eine überlegene Widerstandsfähigkeit beim thermischen Schock zeigten, und zwar nicht nur gegenüber dem mit Triäthylentetramin, sondern auch gegenüber einem mit einem Polyamid gehärteten Harz.
Kombinations Test 1. Tabelle 4 2. 3. 4. Teststücke nach 6. edem Kühlzyklu 8. 9. , 10.
verhältnis stück Zyklus Zyklus- Zyklus Zyklus Zyklus Zyklus Zyklus Zyklus
TT" A Abschätzungen der A A A 5. A 7. A A A
Harter 70 1 A A A A Zyklus A Zyklus A A A
2 A A A A A A A A A A
Versuch 6 .. 3 C D D D A D A D D D
55 1 C D E A A
2 A A A B D E D
Versuch 7 3 B B B B B B B B
70 1 A A A A D A A B B
(15% Über 2 A A A A B A B A A A
Versuch 7 schuß) 3 C C C C A C A C C C
60 1 B C C C :a C A C C C
2 A A A A c A C A A A
Versuch 4 ,50 1 A A A A C A C A A A
2 A A
Versuch 5 E*) E E E A E A E E E
9 1 E E E E E E E E
Triäthylen- 2 E E E E E E E ■ E E E
tetramin 50 1 E E E E E E E E E E
2 E E
Polyamid E E
Kriterien für das Schätzen:
C: kleine Risse.
A: überhaupt keine Risse. D: beträchtliche Risse.
B: wenig Risse. E: große Risse.
*) Während des Härtens wurden große Risse beobachtet.
Beispiel 4
Es wurden Schlagfestigkeitsteste an mit einem Schlagfestigkeitstester nach Sharpy entsprechend dem japanischen Industrial Standard K-6911 an Epoxyharzen durchgeführt, die mit den aus Beispiel 2 ausgewählten Härtern gehärtet worden waren. Es wurden Testproben benutzt, die 14 Tage bei Raumtemperatur gehärtet worden waren und denen maschinell die in F i g. 1 angegebene Größe gegeben worden war. Die bei dem Schlagfestigkeitstest erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben. Einheit = mm.
Tabelle 5
(Mittelwerte von 6 Teststücken)
Härter Kombi
nations- .
Härtung
1_ ·
Schlagfestigkeit
verhältnis bei (kg/cm/cm2)
5° Versuch 4 60 r.t., 14 Tage 14,3
Versuch 5 50 r.t., 14 Tage 15,7*)
Triäthylen-
tetramin 9 r.t., 14 Tage 4,3
55 Polyamid 50 65° C, 8,9
3 Stunden
*) Bei der benutzten Testapparatur trat kein Bruch auf.
Beispiel 5
Härter Kombi
nations-
verhältnis
Härtung
bei
Schlagfestigkeit
(kg/cm/cm2)
Versuch 6
Versuch 7
70 '
55
r.t., 14 Tage
r.t., 14 Tage
14,4
. 15,7*)
*) Bei der benutzten Testapparatur trat kein Bruch auf.
Die Zugfestigkeit und der Spannungselastizitätsmodul wurden in Versuchen gemessen, die nach dem japanischen Industrial Standard K-6911 bei 21°C, relativer Luftfeuchtigkeit 65% und bei einer Querkopfziehgeschwindigkeit von 5 mm/min durchgeführt wurden. Die in F i g. 2 gezeigten Testproben wurden maschinell aus einem Bogen geformt, der in
109 512/392
einer Glasform 30 Minuten bei 120° C gehärtet worden war (Tabelle 6).
Tabelle 6
(Mittelwert von 3 bis 6 Teststücken)
Härter Kombi
nations-
verhältnis
Zugfestigkeit
(kg/mm2)
Spannungs-
elastizitäts
modul
(kg/mm2)
Versuch 6 70 7,15 232
Versuch 7 55 6,52 194
Versuch 4 60 7,15 235
Versuch 5 50 7,30 216
Triäthylen-
tetramin
9 5,09 273
Polyamid 50 6,89 237
*) Teile/100 Teile Poly-(phenylglycidyläther).
Beispiel 6
Es wurden verschiedene Arten der Addukte in der weiter unten angegebenen Weise hergestellt. Die verwendeten Amine sind in Tabelle 7 angegeben. Das Molverhältnis von Acrylnitril zu Amin beträgt 1:1 oder 1 :2. Die erhaltenen Addukte stellten transparente und viskose Flüssigkeiten dar.
53 g (1 Mol) Acrylnitril tropfte man bei einer Temperatur zwischen 45 und 55° C innerhalb einer Stunde zu 274 g (1 Mol) 3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetraoxa-spiro-[5,5]-undecan, das in einem Kolben enthalten war. Die Mischung hielt man weitere 60 Minuten unter Rühren, wobei man das Addukt in Form einer transparenten und viskosen Flüssigkeit erhielt.
Tabelle 7
Spiroacetaldiamin Verhältnis von
Probe Amin zu
Acrylnitril
3,9-Bis-(3-aminopropyl)- (Mol)
13 2,4,8,10-tetraoxa- 1:1
spiro-[5,5]-undecan
3,9-Bis-(3-aminopropyl)-
14 2,4,8,10-tetraoxa- 2:1
spiro-[5,5]-undecan
3,9-Bis-(4-aminobutyI)-
15 2,4,8,10-tetraoxa- 1:1
spiro-[5,5]-undecari
3,9-Bis-(2-aminoäthyl)-
16 2,4,8,10-tetraoxa- 2:1
spiro-[ 5,5] -undecan
3,9-Bis-(l, 1-dimethyl-
17 4-aminobutyl)- 1:1
2,4,8,10-tetraoxa-
spiro-[5,5]-undecan
3,9-Diäthyl-3,9-bis-(2-amino-
18 äthyl)-2,4,8,10-tetraoxa- 2:1
spiro-[5,5]-undecan
40
45
Beispiel 7
40 bis 30 Gewichtsteile des erhaltenen Produkts wurden zu 100 Gewichtsteile Poly-(phenylglycidyläther) gegeben, 500 g der erhaltenen Mischung wurden in einem klimatisierten Laboratorium bei 20 ± TC und relativer Luftfeuchtigkeit von 65% gehalten und die exotherme Reaktion unter Gelbildung beobachtet. Die exotherme Spitze und die Topfzeit ist für die entsprechenden Verbindungen in Tabelle 8 angegeben, in der auch diese Werte für Vergleichsverbindungen, d. h. für Triäthylentetramin und für ein Polyamid enthalten sind.
Tabelle 8 ist zu entnehmen, daß die erfindungsgemäß erhaltenen Formkörper die Eigenschaft aufweisen, daß die Zeit zur Gelbildung zweimal länger als bei den konventionellen Härtern ist, obgleich das exotherme Maximum nahe bei derselben Temperatur lag. Dieses Merkmal hat sich dann als besonders wertvoll erwiesen, wenn die Verbindung für Gießlinge verwendet wird, da die Topfzeit länger als bei der üblichen konventionellen Verbindung ist.
Tabelle 8
Härter Menge des
Harzes*)
Gel
bildungs
zeit**)
(Min.)
Exo
thermes
Maximum
CQ
Zeit bis zum
Erreichen des
exothermen
Maximums
(Min.)
Versuch 13 63 130 178 150
Versuch 14 49 70 200 90
Versuch 15 63 100 170 120
Versuch 16 42 65 189 90
Versuch 17 78 105 165 124
Versuch 18 54 70 180 92
Triäthylenr
tetramin
9 30 200
bis 210
60
Polyamid 50 48 157 72
*) Gewichtsteile/l 00 Gewichtsteile Poly-(phenylglycidyläther). **) Zeitspanne zwischen dem Zugabezeitpunkt des Härters und dem Zeitpunkt, bei dem die Verbindung eine zu hohe Viskosität für die praktische Anwendung erreicht.
55
Beispiel 8
Die Ergebnisse der Hitzeverformungsteste, die nach den in ASTM D 648-56 beschriebenen Testmethoden und der Biegeteste, die nach den in ASTM D 790-49 T angegebenen Testmethoden durchgeführt wurden, sind in Tabelle 9 angegeben.
Die erfindungsgemäß erhaltenen Formkörper weisen dieselbe Farbe auf wie das ungehärtete Epoxyharz. Die Farbe der mit den konventionellen Härtern gehärteten Harze war in der Regel Gelb oder Gelblichbraun.
Tabelle
12
Härter
Hitzeverformungstemperatur
(0C) Biegetest
Festigkeit (kg/mm2) Elastizitätsmodul
(kg/mm2)
Maximale Dehnung vor
dem Bruch der Probe
(mm)
Versuch 13
Versuch 14
Versuch 15
Versuch 16
Versuch 17
Versuch 18
Triäthylentetramin
Triäthylentetramin 3 Stunden
bei 1000C gehärtet
Polyamid 3 Stunden
bei 65° C gehärtet
69,5 80,7 65,0 72,1 70,1 71,0 55,0
78,0 64,0
11,6 12,4 11,0 12,1 11,5 12,2 9,15
298
297
295
290
293
300
388
320
242
32,3 25,0 30,0 24,2 31,3 25,0 4,6
15,6 20,7
Beispiel 9
Mit den folgenden Versuchen soll gezeigt werden, daß die Harze, die mit dem Addukt von 3,9-Bis-(3 - aminopropyl) - 2,4,8,10 - tetraoxa - spiro - [5,5] - undecan und Epoxid gemäß Erfindung gehärtet worden sind, bessere Eigenschaften als die Harze aufweisen, die mit 3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetraoxaspiro-[5,5]-undecan gehärtet worden sind.
Tabelle 10 zeigt, daß die Flexibilität der mit den Addukten gehärteten Harze stark verbessert ist. Der Beweis dieser Tatsache ist leicht den Daten der maximalen Dehnung zu entnehmen, d. h. dem Wert der Dehnung, bevor die Probe unter der Biegebelastung gebrochen ist. Die Werte für die Vergleichsverbindungen, d. h. für Triäthylentetramin und für ein Polyamid, sind ebenfalls angegeben.
Tabelle 10 a) Biegetests bei Raumtemperaturhärtung
Härter Menge des Härters ■ Festigkeit
(kg/mm2)
Biegetest
Elastizitätsmodul
(kg/mm2)
Maximaldehnung vor
dem Bruch der Probe
(mm)
ATU*) 35
60
60
50
10
12,9
14,4
10,0
11,0
9,15
312
388
290
290
388
19,3
31,3
20,1
bricht nicht
4,6
Versuch 1
Versuch 2
Versuch 3
TTA**)
b) Biegetests bei Hochtemperaturhärtung
Menge des Härters Festigkeit Biegetest Maximaldehnung vor
dem Bruch der Probe
Härter (kg/mm2) Elastizitätsmodul (mm)
-35 12,6 (kg/mm2) 21,8
ATU 30 Minuten bei 8O0C ... 60 12,2 288 29,7
Versuch 1 3 Stunden bei 8O0C 60 10,8 298 bricht nicht
Versuch 2 3 Stunden bei 8O0C 50 11,0 311 29,6
Versuch 3 3 Stunden bei 8O0C 10 13,7 287 15,6
TTA 3 Stunden bei 1000C 50 9,85 320 20,7
Polyamid 3 Stunden bei 65° C 242
*) 3,9-Bis-(3-aminopropyl)-2,4,8,10-tetraoxa-spiro-[5,5]-undecan. **) Triäthylentetramin.

Claims (1)

13 14
Patentanspruch: Verwendung von viskosen Reaktionsprodukten von Spiroacetaldiaminen der allgemeinen Formel
R 0-CH2 CH, O R
CCC
H2N-R' 0-CH2 CH2O R— NH2
in der R Wasserstoff, einen Methyl- oder Äthylrest mit 1 bis 6 C-Atomen bedeutet, mit einem Epoxid
und R'ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest oder Acrylnitril zum Härten für Epoxyharze.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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