DE1543247C - 16 beta Methyl 9 alpha fluor 11 beta, 17 alpha,21 tnhydroxy 1,4 pregnadien 3,20 dion 21 acetat bzw der entsprechende Aiko hol und Verfahren zu ihrer Herstellung Ausscheidung aus 1418318 - Google Patents
16 beta Methyl 9 alpha fluor 11 beta, 17 alpha,21 tnhydroxy 1,4 pregnadien 3,20 dion 21 acetat bzw der entsprechende Aiko hol und Verfahren zu ihrer Herstellung Ausscheidung aus 1418318Info
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Description
Gegenstand der Erfindung sind 16ß-Methyl-9a-fluorll/S,17a,21
- trihydroxy - ϊ,4 - pregnadien - 3,20 - dion-21-acetat
und der entsprechende 21-Alkohol. Diese
neuen Verbindungen lassen sich durch die Strukturformel
CH, OR
CH,
HO
15 darstellen, in der R Wasserstoff oder Acetyl bedeutet.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein 16/3-Methyl-9a
- fluor -11 β 17<z,21 - trihydroxy - pregnan - 3,20 - dion- ,20
21-acetat mit Brom in an sich bekannter Weise umsetzt, das so erhaltene 16/3-Methyl-2,4-dibrom-9a-fluor-11
ß, 17a,21 - trihydroxy - pregnan - 3,20 - dion - 21 - acetat
mit Dimethylformamid und Dimethylanilin behandelt, und das erhaltene zlli4-21-acetat gegebenenfalls nach
an sich bekannten Methoden zu dem entsprechenden 21-Alkohol hydrolysiert.
Die für das erfindungsgemäße Verfahren verwendete Ausgangsverbindung, 16^-Methyl-9a-fluor-l l/3,17a,21-trihydroxy-pregnan-3,20-dion-21-acetat,
kann aus 16/3- Methyl- 9a-fluor-l l/3,17a,21- trihydroxy-4-pregnen-3,20-dion-21-acetat
durch Hydrierung in Methanol mit einem Palladium-Kohlenstoff-Katalysator nach der Arbeitsweise hergestellt werden, die in
Journal Amer. Chem. Soc. 77 (1955), S. 3166 und 3167 für die entsprechenden 16-Nor-Homologa beschrieben
ist. Das lo/S-Methyl^a-fiuor-llftna^l-trihydroxy-4-pregnen-3,20-dion-21-acetat
wiederum kann nach Beispiel 25 der Offenlegungsschrift 1418 318 hergestellt
werden.
Die erfindungsgemäßen 16/J-Methylsteroide, insbesondere
das Acetat, besitzen eine sehr hohe entzündungshemmende Wirksamkeit, die beträchtlich
größer ist als diejenige der Stammsteroide. Besonders wirksam sind sie zur Behandlung von Arthritis und
damit verwandten Krankheiten, da sie zur Ausübung ihrer cortisonartigen Wirkung in äußerst geringen
Dosierungen verabfolgt werden können, wodurch unerwünschte Nebenwirkungen auf ein Mindestmaß
beschränkt werden. Ihre Aktivität ist besonders der 16/S-Methylgruppe zuzuschreiben, da alle bisherigen
Abwandlungen, die an Steroiden der Nebennieren-' rinde durch Gruppensubstitution vorgenommen werden
und zu einer Erhöhung der entzündungshemmenden Wirksamkeit führten, auf der Einführung von.
a-Substituenten beruhten.
Versuchsbericht Die erfindungsgemäßen Verbindungen Betamethaschnittsgewicht
etwa 116 g betrug, wurden abgewogene Wattekügelchen implantiert. Die Steroide wurden oral in der Kost 7 Tage lang verabreicht. Am
8. Tage erfolgte die Autopsie. Die Wattekügelchen wurden zusammen mit dem sie umgebenden Granulomgewebe
entfernt und gewogen. Die Versuche wurden gleichzeitig mit Ratten durchgeführt, die kein
Steroid oder Hydrocortison in Standarddosierungen oder die Testverbindungen erhielten.
Die prozentuale Hemmung der Granulombildung für jede Dosierung der Testverbindung und des
Hydrocortisons wurde aus dem Unterschied im Granulomgewicht bei Ratten, denen einerseits ein
Steroid verabreicht wurde und die andererseits kein Steroid erhielten, errechnet. Aus einer graphischen
Darstellung der Ergebnisse wurde diejenige Dosierung der Testverbindung bestimmt, die zur Erzielung
desselben Ergebnisses wie bei Hydrocortison erforderlich war. Die Wirksamkeit der Testverbindung
wird als Hydrocortisongewicht, geteilt durch das Gewicht der Testverbindung, das erforderlich ist, um
einen gegebenen Hemmungsgrad (im 20- bis 50%-Bereich) hervorzurufen, ausgedrückt.
| Steroid | Kost (mg/kg) |
Granulom gewicht (mg) |
Wirksamkeit, bezogen auf Hydro cortison |
| Kontrolle | 0 | 43 | |
| Hydrocortison .. | 25 | 42' | |
| 50 | 37 | ||
| 100 | 29 | — | |
| Prednisolon .... | 7 | 36 | |
| 14 | 36 | ||
| 28 | 29 | 3,8 | |
| Kontrolle | 0 | 51 | |
| Hydrocortison .. | 25 | 52 | |
| 50 | 44 | ||
| 100 | 28 | — | |
| Betamethason... | 1,0 | 46 | |
| 2,0 | 33 | 40,5 | |
| Betamethason- | |||
| acetat | 10 | 45 | |
| 2,0 | 36 | 38,3 |
B e i s ρ i e 1 1
Herstellung von 16/5-Methyl-9a-fluor-1 l/?,17a^l-trihydroxy-l,4-pregnadien-
3,20-dion-21-acetat
Eine Lösung von 713 mg 16ß-Methyl-9a-fluorll/3,17a,21-trihydroxypregnan-3,20-dion-21-acetat
in ml Chloroform und 2,25 ml Essigsäure wurde unter Rühren bei — 200C tropfenweise mit der Hälfte einer
Lösung von 540 mg Brom in 2 ml Chloroform und ml Essigsäure versetzt. Das Gemisch wurde auf O0C
son (16|ff - Methyl - 9a - fluor -1 Iß,l7a,21 - trihydroxy- 60 erwärmt, worauf der Rest der Bromlösung zugegeben
1,4-pregnadien-3,20-dion) und Betamethasonacetat
wurden hinsichtlich ihrer entzündungshemmenden Wirkung mit den bekannten entzündungshemmenden
Mitteln Prednisolon und Hydrocortison verglichen. Die sehr erhebliche Überlegenheit der erfindungsgemäßen
Verbindungen geht aus der untenstehenden Tabelle hervor.
Gewogenen männlichen Ratten, deren Durchwurde. Hierauf wurde eine Lösung von 0,4 g Natriumacetat
in 2 ml Wasser und dann 20 mg Natriumsulfit zugesetzt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt,
um das Chloroform abzutreiben, und dann mit ecm Wasser versetzt. Der Niederschlag von 2,4-Dibrom-
160-methyl-9a-fluor- ll/3,17a,21 -trihydroxypregnan-3,20-dion-21-acetat
wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet.
Eine Lösung von 927 mg 2,4-Dibrom-16/3-methyl- 9a - fluor -11 ß, 17a,21 - trihydroxy - pregnan - 3,20 - dion-21-acetat
in 5 ml Dimethylformamid wurde unter Stickstoff mit 200 mg Natriumbromid versetzt. Nach
einer Stunde bei 25° C würde 1 ml Dimethylanilin zugesetzt und das Gemisch weitere 2l/2 Stunden auf
13 5° C gehalten. Dann wurde das Gemisch abgekühlt, tropfenweise zu verdünnter Salzsäure zugesetzt und
das feste Rohprodukt abfiltriert, mit verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen und an der Luft ge- ίο
trocknet. Durch Behandeln mit Adsorptionskohle und Umkristallisieren aus Aceton wurde 16/3-Methyl-9a
- fluor - ll/?,17a,21 - trihydroxy - 1,4 - pregnadien-3,20-dion-21-acetat
erhalten. F. = 205 bis 2080C.
15 Beispiel 2
Herstellung von 16|S-Methyl-9a-fluor-ll/S,17a,
21-trihydroxy- l,4-pregnadien-3,20-dion
21-trihydroxy- l,4-pregnadien-3,20-dion
Diese Verbindung wurde durch Behändem einer Lösung von 1,05 g lo/S-Methyl-pa-fluor-llßna^l-trihydroxy-l,4-pregnadien-3,20-dion
in 30 ml Methanol mit einer Lösung von 1 g Kaliumbicarbonat in 10 ml
Wasser unter Stickstoff bei Rückflußtemperatur im Verlauf von 7 Minuten erhalten. Das Gemisch wurde
gekühlt und mit 1 ml Essigsäure in 10 ml Wasser neutralisiert. Dann wurde das Methanol im Vakuum
abgedampft und das Produkt in Äthylacetat extrahiert. Nach Entfernung des Äthylacetats wurde das gewünschte
16/3 - Methyl - 9a - fluor - ll£,17a,21 - trihydroxy -1,4 - pregnadien - 3,20 - dion in Form von
Kristallen erhalten. F. = 231 bis 234° C.
Claims (2)
1. 16/?-Methyl-9a-fluor-ll/?,17a,21-trihydroxyl,4-pregnadien-3,20-dion-21-acetat
und der entsprechende Alkohol.
2. Verfahren zur Herstellung von 16/S-Methyl-9a
- fluor-11/S,17a,21 - trihydroxy -1,4 - pregnadien-3,20-dion-21-acetat
bzw. dem entsprechenden 21-Alkohol nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man 16/S-Methyl-9a-fluor-ll/S,17a,
21 - trihydroxy - pregnan - 3,20 - dion - 21 - acetat mit
Brom in an sich bekannter Weise umsetzt, das so erhaltene 16/3 - Methyl - 2,4 - dibrom - 9a - fluornih
tat mit Dimethylformamid und Dimethylanilin behandelt und das erhaltene A1A-2l-Acetat gegebenenfalls
nach an sich bekannten Methoden zu dem entsprechenden 21-Alkohol hydrolysiert.
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