DE1543194C - Verfahren zum Herstellen von Platingruppenmetall Katalysatoren - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Platingruppenmetall KatalysatorenInfo
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Description
unter Bildung von äthylenmonoungesättigten Kohlen-'
Wasserstoffen mit guter Ausbeute. Ferner werden unerwünschte Nebenreaktionen, beispielsweise Cracken,
Skelettisomerisierung und Aromatisierung und die Bildung von äthylenpolyungesättigten Kohlenwasserstoffen
und von Kohlenstoff durch das erfindungsgemäße Verfahren beträchtlich herabgesetzt. Die Verwendung
des Katalysators gemäß der Erfindung führt auch zu einer langer andauernden Dehydrierungswirksamkeit des Katalysators.
Als Platingruppenmetalle werden Platin, Palladium, Iridium, Ruthenium, Osmium und Rhodium verstanden.
Alle diese unter dem vorstehend definierten Begriff »Platingruppenmetalle« fallenden Metalle können
zur erfindungsgemäßen Herstellung des Katalysators verwendet werden, doch werden im Rahmen der
Erfindung Platin und Palladium bevorzugt. In der besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird als Platingruppenmetall am häufigsten Platin verwendet.
Der Edelmetallgehalt der erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren kann zwischen 0,02 Gewichtsprozent
und 2,0 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung betragen. Im Rahmen der Erfindung
wird ein über dem genannten Bereich liegender Edelmetallgehalt wegen der relativ hohen Kosten dieser
Metalle vermieden. Edelmetallgehalte unterhalb des genannten Bereiches sind im allgemeinen unzweckmäßig,
weil mit ihnen nur geringe Umwandlungsgrade erzielt werden. Gewöhnlich hat die erfindungsgemäße
Katalysatorzusammensetzung einen Edelmetallgehalt von 0,02 bis 1,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Katalysators. In den bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung, in denen die bevorzugten
Platinmetalle verwendet werden, hat der Katalysator bezogen auf sein Gesamtgewicht einen
Edelmetallgehalt von 0,1 bis 1,0%.
Zur Herstellung des Katalysators wird das Platingruppenmetall auf einem säurearmen Trägermaterial
dispergiert. Wie nachstehend erläutert wird, ist der Säuregehalt des Trägers im Rahmen der Erfindung von
beträchtlicher Bedeutung. Es hat sich gezeigt, daß bei Bestimmung nach vielen der bekannten, gewöhnlichen
Methoden zur Bestimmung des Saureäquivalents die gemäß der Erfindung verwendeten Träger gewöhnlich
einen niedrigen Säuregehalt haben. Es sind aber nicht alle Träger, die einen derartigen niedrigen Säuregehalt
besitzen, im Rahmen der Erfindung anwendbar. Zur Bestimmung des erforderlichen Säuregehalts müssen
daher andere als die gebräuchlichen Methoden zum Messen des Säuregehalts des Trägers verwendet werden.
Es hat sich gezeigt, daß zum Messen des Säuregehalts eine Modellreaktion mit gutem Erfolg angewendet
werden kann. Die Anwendung von Modellreaktionen zur Bestimmung der Grenzen der Zusammensetzung
eines katalytischen Materials ist an sich bekannt und
in dem Journal of the American Chemical Society, Band 82, S. 2471 und 2483 (1960), behandelt. Der
Säuregehalt der erfindungsgemäßen Träger wird hier durch einen »Säurefaktor« ausgedrückt. Dieser Säurefaktor
wird bestimmt, indem der Träger in einer kleinen Reaktionskammer mit Wasserstoff und einem
Kohlenwasserstoffgemisph in Berührung gebracht wird, das aus 92 Gewichtsprozent n-Dodecan und
8 Gewichtsprozent. n-a-Dodecen besteht, wobei das Mplverhältnis zwischen dem Kohlenwasserstoffgemisch
und dem Wasserstoff 1:2 beträgt. In dem
Reaktionsgefäß werden eine Temperatur von 435 bis 4400C, atmosphärischer Druck ±0,14 kg/cm2 und
eine Durchsatzgeschwindigkeit des Kohlenwasserstoffgemisches von 4,65 Flüssigkeitsvolumen pro Stunde
aufrechterhalten. Das Produkt dieser Modellreaktion wird dann durch einen Gaschromatographen geführt,
dessen Säule mit einem Substrat gefüllt ist, das zum Aufbereiten des Produktgemisches in Abhängigkeit
von dem Siedepunkt und der Polarität geeignet ist. Ein bevorzugtes Substrat erhält man beispielsweise,
ίο wenn man Chromosorb W (W. Z.), eine mit einem
Flußmittel kalzinierte Infusorienerde, mit Carbowachs20M, einem wachsartigen Polyäthylenglykol,
und kleinen Mengen Silbernitrat behandelt. Die prozentuelle Konzentration des Materials, das vor dem
n-Dodecan aus dem Gaschromatographen eluiert wird, stellt den im Rahmen der Erfindung angewendeten
Säurefaktor dar. Die vor dem n-Dodecan aus dem Gaschromatographen eluierten Stoffe haben
einen niedrigeren Siedepunkt als das n-Dodecan und keine solche Polarität,- daß sie von dem Adsorbens
gegenüber n-Dodecan bevorzugt festgehalten werden. Wenn die Konzentration dieser vor dem n-Dodecan
eluierten Komponenten in dem Produkt 10°/„ beträgt, hat der Träger den Säurefaktor 10. Die erfindungsgemäß
verwendeten Träger für den Katalysator sind säurearm. Im allgemeinen ist ihr Säurefaktor nicht
höher als 2,0. Die erfindungsgemäß verwendeten säurearmen Träger aus Aluminiumoxyd haben vorzugsweise
einen Säurefaktor von höchstens 1,0. Die hier angewendeten Messungen des Säurefaktors werden
als kritisch angesehen, weil Träger mit einem Säurefaktor, der höher ist als vorstehend angegeben, in den
erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren nur nach einer zusätzlichen Vorbehandlung des Trägers oder
des fertigen Katalysators verwendet werden können. Diese Vorbehandlung kann darin bestehen, daß mehr
als 0,01 Gewichtsprozent eines Alkali- oder Erdalkalimetalls in dem Träger eingeführt wird. Die Verwendung
derartiger Träger in Katalysatoren führt aber zu übermäßig starken Nebenreaktionen, insbesondere
zur Skelettisomerisierung und Aromatisierung und zum Cracken, sowie zur Bildung von Kohlenstoff und
äthylenpolyungesättigten Kohlenwasserstoffen.
Vorstehend wurde vorgeschlagen, den Säurefaktor des nicht imprägnierten Trägers aus Aluminiumoxyd
zu messen. Im Rahmen der Erfindung kann aber der Säurefaktor auch in dem fertigen, edelmetallhaltigen
Katalysator gemessen werden. Auch in diesem Fall wird zur Bestimmung des Säurefaktors die vorstehend
beschriebene Modellreaktion angewendet. Der Säure: faktor des fertigen Katalysators beträgt gewöhnlich
weniger als 4,0, vorzugsweise weniger als 2,5.
Für die erfindungsgemäß verwendeten Träger gilt nicht nur eine Beschränkung hinsichtlich ihres Säuregehalts,
sondern sie müssen noch verschiedene andere Forderungen erfüllen. Die im Rahmen der Erfindung
verwendbaren Träger haben im allgemeinen eine spezifische Oberfläche von mindestens 10 m2/g, vorzugsweise
von mindestens 30m2/g. Die erfindungsgemäß
verwendeten Träger haben im allgemeinen ein Makroporen-Volumen von mindestens 0,05 cm3/g, vorzugsweise
von mindestens 0,07 cm3/g. Dabei wird als
Makroporen-Volumen das Gesamtvolumen der in dem Aluminiumoxyd vorhandenen Poren mit einem Poren-
radius von mehr als 350 Ä pro Gewichtseinheit Aluminiumoxyd
bezeichnet. Die Verwendung von Trägern, welche diese Forderungen hinsichtlich des
Makroporen-Volumens und der spezifischen Ober-
fläche erfüllen, trägt beträchtlich zu einer maximalen Ausnutzung des Edelmetallgehalts des Katalysators
bei. Durch diese maximale Ausnutzung des Edelmetalls wird in vielen Fällen die Gesamtmenge des in
dem Katalysator erforderlichen Edelmetalls sehr beträchtlich herabgesetzt. Das Makroporen-Volumen
wird mit einem Aminco-Winslow-Quecksilberporosimeter, Modell 5-7107 (American Instrument Co.) oder
einer gleichwertigen Vorrichtung, die das Eindringen von Quecksilber mißt, bestimmt, und stellt das Innenvolumen
dar, in welches das Quecksilber zwischen O und 176 atü eindringt. Die Bestimmung des Makroporen-Volumens
ist in Industrial and Engineering Chemistry, Band 17, S. 787 (1945), behandelt.
Der Träger des Katalysators enthält ein Aluminiumoxyd, das vorzugsweise wärmestabilisiert ist, d. h.,
daß es bei Temperaturen im Bereich von 400 bis 5000C in Anwesenheit von Sauerstoff oder einem
sauerstoffhaltigen Gas 1 bis 12 Stunden lang ohne wesentliche Verkleinerung der spezifischen Oberfläche
gewachsen sein soll. Wenn zur Herstellung der Katalysatoren ein Aluminiumoxyd verwendet wird, das
nicht wärmestabilisiert ist, erfolgt bei dem nachstehend beschriebenen Fertig-Kalzinieren des Katalysators
und eine Okklusion von beträchtlichen Mengen des Edelmetalls, so daß diese Mengen in dem erfindungsgemäßen
Verfahren nicht mit den Reaktionspartnern in aktive Berührung treten und die Wirksamkeit
des Katalysators herabgesetzt wird.
Zur Herstellung der Katalysatoren wird im allgemeinen
der Träger aus Aluminiumoxyd in eine Lösung eines Platingruppenmetallsalzes in einem geeigneten
Lösungsmittel eingetaucht. Bei der Herstellung des Katalysators ist sorgfältig darauf zu achten, daß eine
gleichmäßige Dispergierung und Verteilung des Platingruppenmetalls
auf dem Träger gewährleistet und die Säurearmut des Trägers aufrechterhalten wird. Praktisch
jedes dieser Edelmetallsalze kann in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und zum Imprägnieren
des Trägers verwendet werden. Im allgemeinen verwendet man jedoch vorzugsweise ein Platingruppenmetallsalz,
das entweder thermisch zersetzt wird oder reduziert werden kann, so daß der mit dem Edelmetall
imprägnierte Träger im wesentlichen frei ist von Säureionen. Beispielsweise sind halogenhaltige Platingruppenmetallsalze,
die Chlorplatinsäure, weniger zweckmäßig, obwohl sie verwendet werden können, wenn der Katalysator einer Behandlung zur Beseiti-.
gung von Restsäure und/oder zur Gewährleistung einer starken Dispersion unterworfen wird. Die Restsäure
kann durch bekannte Verfahren, beispielsweise Dampfbehandlung, Waschen mit alkalischen Lösungen
und dergleichen entfernt werden. Wenn die Platingruppenmetallsalze
beispielsweise ein Halogen enthalten, ist das Edelmetall oft auf der Außenfläche des
Trägers unerwünscht stark konzentriert, so daß eine gleichmäßige Dispersion auf den Außen- und Innenflächen
des Trägers verhindert wird. Die Verwendung von miteinander in Konkurrenz tretenden Adsorbaten,
wie es von R. W. M a a t m a η in »Industrial and Engineering Chemistry«, Bd. 51, S. 913 (1959), vorgeschlagen
wird, führt zu einem Verfahren, in dem mit Hilfe der halogenhaltigen Edelmetallsalze eine bessere
Dispersion des Edelmetalls erhalten werden kann/ Auch wenn das Aluminiumoxyd langer in der Imprägnierlösung
eingetaucht wird, erhält man bei Verwendung von halogenhaltigen Platingruppenmetallsalzen
eine bessere Dispersion des Edelmetalls auf dem Aluminiumoxyd. Infolge dieser Notwendigkeit einer
zusätzlichen Behandlung oder längeren Eintauchzeit werden die halogenhaltigen Platingruppenmetallsalze
bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Katalysatoren etwas weniger bevorzugt. Bevorzugte Platingruppenmetallsalze
sind beispielsweise das Platindiaminonitrit, Palladiumdiaminodinitrit, Platintetraminohydroxyd,
Platindioxydiamin, Palladiumdioxydiamin und dergleichen. Durch die Reduktion
derartiger Verbindungen erhält man das Metall auf dem Katalysator, ohne daß Restsäureionen vorhanden
sind. Derartige Verbindungen können in jedem geeigneten Lösungsmittel, gelöst werden, das vorzugsweise
den Säuregehalt des Katalysators nicht erhöht. Ein besonders gut geeignetes Lösungsmittel für derartige
Edelmetallsalze ist eine wässerige Lösung von Ammoniumhydroxyd.
In dem erfindungsgemäß hergestellten platingruppenmetallhaltigen
Katalysator ist das Edelmetall auf dem säurearmen Träger aus Aluminiumoxyd stark und
gleichmäßig dispergiert. Es hat sich gezeigt, daß eine hohe Dispersion des Edelmetalls auf dem Träger aus .
Aluminiumoxyd für die Erfindung relativ kritisch ist. Eine hohe Dispersion des Edelmetalls auf dem Katalysatorträger
trägt zu einer maximalen Ausnutzung des Edelmetalls in der Katalysatorzusammensetzung und
zu einer hohen Wirksamkeit des Katalysators. bei. Ferner trägt zu einer hohen Wirksamkeit des Katalysators
die starke Dispersion des Edelmetalls bei, wodurch eine die Wirksamkeit des Katalysators beeinträchtigende
Agglomerierung des Edelmetalls hintangehalten wird.
Von großer Bedeutung ist auch die Verteilung des Platingruppenmetalls in den Katalysatorteilchen des
fertigen Katalysators gemäß der Erfindung. Das Edelmetall soll in dem ganzen Aluminiumoxyd gleichmäßig
verteilt werden. Im Rahmen der Erfindung wird die Verteilung durch die örtliche Konzentration
des Edelmetalls auf dem Träger aus Aluminiumoxyd angegeben. Zur Erfüllung der Forderungen der Erfindung
müssen in einem Katalysatorteilchen des fertigen Katalysators mindestens 50 Gewichtsprozent
des Gesamtgehalts des Edelmetalls in einer örtlichen Edelmetallkonzentration vorhanden sein, die nicht
größer ist als das Doppelte der Gesamt-Edelmetallkonzentration des Teilchens. Wenn beispielsweise der
Gesamt-Edelmetallgehalt eines Katalysatorteilchens 0,1 °/o des Teilchengewichts beträgt, sind mindestens
0,05 Gewichtsprozent des Edelmetalls des Teilchens so verteilt, daß in jedem gegebenen Segment des Katalysatorteilchens
die Konzentration des Edelmetalls in dem genannten Segment oder Ort nicht höher ist als
0,2 °/0, bezogen auf das Gewicht des Segments. Die örtliche Edelmetallkonzentration in jedem gegebenen
Segment eines Katalysatorteilchens kann durch Elektronensonden-Mikroanalyse bestimmt werden. Dieses
Verfahren ist beschrieben in
1. »The Microscan X-Ray Analyzer Mark II« Cambridge Instrument Co. Ltd., London und Cambridge,
England (1961);
2. C ο s 1 e 11, V. E., »Proceedings of the X-Ray
Colloquium Spectroscopiumc Internationale«, Spartan Books, Washington, D. C, S. 357 bis 381
(1963);
.3. Melford, D. A., und D u η c ο m b, P., Metallurgica,
Bd. 16, Nr. 367, S. 205 bis 212 (Mai 1960).
Die gleichmäßige Verteilung des Platingruppenmetalls in dem Träger aus Aluminiumoxyd trägt
wesentlich zu einer guten Wirksamkeit und langen Lebensdauer des Katalysators bei.
Verfahren zur Erzielung einer starken Dispersion und gleichmäßigen Verteilung des Edelmetalls in dem
fertigen Katalysator sind bekannt. In vielen Fällen kann man mit diesen bekannten Verfahren die starke
Dispersion und gleichmäßige Verteilung des Edel-
Aluminiumoxyd wurde dann weitere 12 Stunden lang in Luft bei 5000C kalziniert und bei 450° C in reinem
Wasserstoff reduziert. Der auf diese Weise hergestellte Katalysator enthielt etwa 0,3 g Gewichtsprozent
Platin. Die durchschnittliche örtliche Platinverteilung betrug 0,3%. Der Säurefaktor des Trägers aus
Aluminiumoxyd wurde bestimmt, indem das Aluminiumoxyd in Gegenwart von Wasserstoff mit einem
Kohlenwasserstoffgemisch aus 92 Gewichtsprozent
metalls in dem erfindungsgemäß hergestellten Kataly- io n-Dodecan und 8 Gewichtsprozent a-n-Dodecen bei
sator entsprechend den vorstehenden »Angaben er- einer Temperatur von 435 bis 440°C, im wesentlichen
zielen. Ein besonders zweckmäßiges Verfahren zur
Herstellung des Katalysators ist in der vorliegenden
Beschreibung angegeben.
Zur erfindungsgemäßen
Herstellung des Katalysators ist in der vorliegenden
Beschreibung angegeben.
Zur erfindungsgemäßen
atmosphärischem Druck (-f 0,14 kg/cm2) und einer
Durchsatzgeschwindigkeit der Kohlenwasserstoffe von 4,65 Flüssigkeitsvolumen pro Stunde in Berührung ge-Kataly-
15 bracht wurde, wobei das Molverhältnis von Wasserstoff zu Kohlenwasserstoff 2:1 betrug. Die erhaltenen
Produkte wurden bei 200C kondensiert, gesammelt
und durch Gaschromatographie wie folgt analysiert: Es wurde eine 366 cm lange Säule mit einem Durch
Herstellung der
satoren wird in den meisten Fällen der Katalysatorträger mit einer Lösung des Platingruppenmetallsalzes
in Berührung gebracht. Das Metallsalz ist' in dem
Lösungsmittel gewöhnlich in einer solchen Menge gelöst, daß die gewünschte Menge des Metalls auf den 20 messer von 6,4 mm verwendet, die mit 18% eines Träger aus Aluminiumoxyd gelangt. Diese Metallsalz- wachsartigen Polyäthylenglykols (im Handel unter der menge kann vom Fachmann ohne weiteres bestimmt Bezeichnung Carbowachs 2OM erhältlich) und 1% werden. In vielen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Silbernitrat auf einem Träger aus mit Flußmittel kal-Imprägnierlösung etwas zu bewegen, um die Be- zinierter Infusorienerde (im Handel unter der Berührung zwischen dieser Lösung und dem Träger aus 25 zeichnung Chromosorb W — W. Z. — erhältlich) mit Aluminiumoxyd zu unterstützen. Nach der Berührung einer Siebgröße von 30 bis 60 Maschen gefüllt war. • des Aluminiumoxyds mit der aus dem Lösungsmittel Als Trägergas wurde Helium verwendet. Die Tempe- und dem Edelmetallsalz bestehenden Imprägnier- ratur der Säule wurde von 110 bis 2300C programmlösung bis zu deren Absorption wird der imprägnierte gesteuert. Jene Komponenten, deren Verweilzeit Träger in Luft oder einer ähnlichen Atmosphäre bei 30 kürzer war als die des n-Dodecans, entsprachen 0,1% einer Temperatur von 100 bis 3000C getrocknet. Nach des Produkts. Man sagt daheE, daß das Aluminiumdiesem Trockenzeitraum wird der Katalysator ge- oxyd einen Säurefaktor von 0,1 hatte,
wohnlich in Luft oder einem anderen sauerstoffhaltigen Zur Erläuterung der Brauchbarkeit dieses Kataly-Gas bei 300 bis 6000C kalziniert. Das Kalzinieren ist sators wurden etwa 29 g des Katalysators in eine gewöhnlich in 1 bis 12 Stunden beendet. Der kalzi- 35 Reaktionskammer eingeführt, die etwa 102 cm lang nierte Katalysator wird dann im allgemeinen in An- war und einen Durchmesser von etwa 7,9 mm hatte. Wesenheit von Wasserstoff oder einem anderen redu- Ein Cn-Cii-n-Paraffingemisch, das 99,2 % n-Paraffin zierend wirkenden Gas reduziert, so daß das Edel- und 0,'% aromatische Kohlenwasserstoffe enthielt, metall in reduzierter Form erhalten wird. Die Reduk- wurde dann im Gleichstrom mit Wasserstoff in die tionstemperaturen liegen gewöhnlich im Bereich von 4° Reaktionskammer eingeleitet, wobei das Molverhältnis 300 bis 4500C. Im Rahmen der Erfindung kann die
in Berührung gebracht. Das Metallsalz ist' in dem
Lösungsmittel gewöhnlich in einer solchen Menge gelöst, daß die gewünschte Menge des Metalls auf den 20 messer von 6,4 mm verwendet, die mit 18% eines Träger aus Aluminiumoxyd gelangt. Diese Metallsalz- wachsartigen Polyäthylenglykols (im Handel unter der menge kann vom Fachmann ohne weiteres bestimmt Bezeichnung Carbowachs 2OM erhältlich) und 1% werden. In vielen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Silbernitrat auf einem Träger aus mit Flußmittel kal-Imprägnierlösung etwas zu bewegen, um die Be- zinierter Infusorienerde (im Handel unter der Berührung zwischen dieser Lösung und dem Träger aus 25 zeichnung Chromosorb W — W. Z. — erhältlich) mit Aluminiumoxyd zu unterstützen. Nach der Berührung einer Siebgröße von 30 bis 60 Maschen gefüllt war. • des Aluminiumoxyds mit der aus dem Lösungsmittel Als Trägergas wurde Helium verwendet. Die Tempe- und dem Edelmetallsalz bestehenden Imprägnier- ratur der Säule wurde von 110 bis 2300C programmlösung bis zu deren Absorption wird der imprägnierte gesteuert. Jene Komponenten, deren Verweilzeit Träger in Luft oder einer ähnlichen Atmosphäre bei 30 kürzer war als die des n-Dodecans, entsprachen 0,1% einer Temperatur von 100 bis 3000C getrocknet. Nach des Produkts. Man sagt daheE, daß das Aluminiumdiesem Trockenzeitraum wird der Katalysator ge- oxyd einen Säurefaktor von 0,1 hatte,
wohnlich in Luft oder einem anderen sauerstoffhaltigen Zur Erläuterung der Brauchbarkeit dieses Kataly-Gas bei 300 bis 6000C kalziniert. Das Kalzinieren ist sators wurden etwa 29 g des Katalysators in eine gewöhnlich in 1 bis 12 Stunden beendet. Der kalzi- 35 Reaktionskammer eingeführt, die etwa 102 cm lang nierte Katalysator wird dann im allgemeinen in An- war und einen Durchmesser von etwa 7,9 mm hatte. Wesenheit von Wasserstoff oder einem anderen redu- Ein Cn-Cii-n-Paraffingemisch, das 99,2 % n-Paraffin zierend wirkenden Gas reduziert, so daß das Edel- und 0,'% aromatische Kohlenwasserstoffe enthielt, metall in reduzierter Form erhalten wird. Die Reduk- wurde dann im Gleichstrom mit Wasserstoff in die tionstemperaturen liegen gewöhnlich im Bereich von 4° Reaktionskammer eingeleitet, wobei das Molverhältnis 300 bis 4500C. Im Rahmen der Erfindung kann die
Reduktion auch in der Reaktionskammer unter den Reaktionsbedingungen erfolgen, da die Bedingungen
des erfindungsgemäßen Dehydrierverfahrens die Reduktion fördern.
Zur weiteren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dienen die nachstehenden Ausführungsbeispiele
:
Zur Herstellung eines Katalysators wurden 3,2 mm große, zylindrische Preßlinge eines Trägers aus Aluminiumoxyd
mit einer spezifischen Oberfläche von 74 m2/g und einem Makroporen-Volumen von
von Wasserstoff zu Kohlenwasserstoff 2:1 betrug.
Die Temperatur in der Reaktionskammer wurde in dem Bereich von etwa 420 bis 435° C gehalten, wobei
die untere Temperatur zu Beginn des Versuches und die höhere Temperatur am Ende des Versuches
herrschte. In der Reaktionskammer wurde ein Druck von- etwa 0,32 atü aufrechterhalten. Die Berührungszeit zwischen dem Rohparaffin und dem Katalysator
betrug etwa 2 Sekunden und die Oberflächen-Raumgeschwindigkeit etwa 14 cm pro Sekunde. Nach etwa
132 Stunden wurde die Reaktion beendet und das Gesamtprodukt' gesammelt und analysiert. Dieses
Produkt entsprach einer Flüssigkeitsausbeute von 99,2 Gewichtsprozent. Die Analyse dieses flüssigen
0,12 cm3/g sowie einem Säurefaktor von 0,1 in einer 55 Produkts zeigte, daß die Umwandlung in Monoolefin
Lösung von Platindiaminodinitrit eingetaucht. Die etwa 13,2% und die durchschnittliche Erzeugung von
Platindiaminodinitritlösung wurde hergestellt, indem
in destilliertem Wasser dieses Salz in einer solchen
Menge erhitzt wurde, daß eine Platinkonzentration
von 0,0030 g Platin pro cm3 des Katalysators (Schutt- 60
volumen) erhalten wurde. Dann wurden pro g Platin-
in destilliertem Wasser dieses Salz in einer solchen
Menge erhitzt wurde, daß eine Platinkonzentration
von 0,0030 g Platin pro cm3 des Katalysators (Schutt- 60
volumen) erhalten wurde. Dann wurden pro g Platin-
Monoolefin etwa 0,096 g pro Gramm des Katalysators betrug. Dieses flüssige Produkt hatte folgende Analyse:
salz 10 ml konzentriertes Ammoniumhydroxyd zugesetzt.
Nach der Auflösung des Salzes wurde das Volumen der Lösung durch Wasserzusatz auf eine zur
vollständigen Sättigung des Aluminiumoxyds genügende Menge eingestellt. Nach dem Tauchen wurde
das imprägnierte Aluminiumoxyd 12 Stunden lang in der Luft bei 100"C getrocknet. Das imprägnierte
82 % Paraffinkohlenwasserstoffe 13,2 % Monoolefinkohlenwasserstoffe
1,6% Diolefinkohlenwasserstoffe
3,2% Triolefin- und aromatische Kohlenwasserstoffe
Ein zweiter Katalysator wurde in der im Beispiel I beschriebenen Weise hergestellt, wobei jedoch das
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Aluminiumoxyd mit einer wässerigen Lösung von Chlorplatinsäure imprägniert wurde. Das Trocknen,
Kalzinieren und Reduzieren wurden wie im Beispiel I beschrieben durchgeführt. Zum Vergleich dieses Katalysators
mit dem im Beispiel I beschriebenen Katalysator in bezug auf Dehydrierungswirkung wurden
145 ml jedes Katalysators in ein Reaktionsrohr eingeleitet, das einen Durchmesser von 35 mm und eine
Länge von 51 cm hatte. Ein aus gereinigtem n-Dodecan bestehender Einsatz wurde im Gleichstrom mit
Wasserstoff mit jedem der Katalysatoren in Berührung gebracht, wobei das Molverhältnis von Wasserstoff
zu n-Dodecan 2: 1 betrug. Die Berührungstemperatur wurde auf 4400C und der Druck auf im wesentlichen
atmosphärischem Druck gehalten. Das Produkt jedes der beiden Versuche wurde kontinuierlich gesammelt
und während der Versuche periodisch analysiert. Die Umwandlung in Monoolefin bei jedem Katalysator ist
für verschiedene Altersstufen jedes Katalysators in der nachstehenden Tabelle angegeben:
gebnisse hinsichtlich der Umwandlung und Ausbeute bei Verwendung der mit den verschiedenen Trägern
hergestellten, platinhaltigen Katalysatoren sind in der nachstehenden Tabelle angegeben:
| A In | IO | A | Säure | Makro | Spezi | Gesamt | Mono- |
| AlU- | B | faktor | poren- | fische | umwand | olefin- | |
| minium- oxyd |
C | Volumen | Oberfläche | lung | ausbeute | ||
| D | (cm3/g) | (m2/g) | (%) | ■ (Vo) | |||
| IS E | 0,2 | ||||||
| F | 0,1- | 0,227 | 202 | 17,7 | 74,0 | ||
| G | 0,1 | 0,108 | 83 | 16,3 | . 75,4 | ||
| H | 0,5 | 0,119 | 72 | 16,9 | 74,5 | ||
| 0,7 | 0,054 | 160 | 15,1 | 71,0 | |||
| 0,3 | 0,027 | 268 | 14,7 | 70,1 | |||
| 2,9 | 0,014 | 175 | 13,5 | 65,2 | |||
| 6,9 | 0,107 | 292 | 12,5 | 60,8 | |||
| 0,160 | 438 | 18,5 | 31,9 |
Katalysator
Aus Platindiaminodinitrit hergestellter
Katalysator nach Beispiel I
Katalysator nach Beispiel I
Aus Chlorplatinsäure
hergestellter Katalysator
nach Beispiel II
hergestellter Katalysator
nach Beispiel II
Alter
(Stunden)
(Stunden)
8.
12
16
24
12
16
24
12
16
16
Umwandlung
12,5
12,1
11,8
11,3
12,1
11,8
11,3
10,4
9,7
9,3
9,7
9,3
Aus der vorstehenden Tabelle geht hervor, daß der aus Platindiaminodinitrit. hergestellte Katalysator dem
aus Chlorplatinsäure hergestellten etwas überlegen ist. Die anfängliche Dehydrierungswirksamkeit des nach
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung hergestellten Katalysators ist wesentlich höher als die
des Katalysators, der aus Chlorplatinsäure hergestellt wurde und blieb während des ganzen Versuches höher.
B e i s ρ i e 1 III
Auf verschiedenen Trägern aus Aluminiumoxyd wurde eine Anzahl von Katalysatoren hergestellt, um
die Wirkung des Säurefaktors, des Makroporen-Volumens und der spezifischen Oberfläche des Trägers auf
die Umwandlung von acyclischen gesättigten Kohlenwasserstoffen zu zeigen. In jedem Fall wurde der
Katalysator in der im Beispiel I beschriebenen Weise hergestellt. Alle hergestellten Katalysatoren enthielten
0,003 g Platin pro ml Katalysator. Zum Zeigen der Wirksamkeit dieser Katalysatoren wurden 145 ml
jedes Katalysators in ein zylindrisches Reaktionsgefäß eingebracht, das eine Länge von 51 cm und
einen Durchmesser von 35 mm besaß. Ein Gemisch von n-Dodecan und Wasserstoff in einem Molverhältnis
von 0,5 von n-Dodecan zu Wasserstoff wurde bei einer Temperatur von etwa 4400C und im wesentlichen
atmosphärischem Druck mit dem Katalysator in Berührung gebracht. Die Berührungszeit betrug 0,3 Sekunden.
Der Träger, sein Säurefaktor, Makroporen-Volumen, seine spezifische Oberfläche und die Er-Wenn
man die Ergebnisse der mit den Aluminiumoxyden G und H hergestellten Katalysatoren betrachtet,
erkennt man, wie entscheidend der Säurefaktor des erfindungsgemäßen Katalysators ist. Bei dem Aluminiumoxyd
G sind sowohl der Umwandlungsgrad als auch die Ausbeute niedriger als bei den Katalysatoren,
welche der erfindungsgemäßen Forderung hinsichtlich des Säuregehalts genügen. Bei dem Aluminiumoxyd
H ist die Ausbeute stark herabgesetzt. Die Ergebnisse, die mit den Katalysatoren auf der
Grundlage der Aluminiumoxyde D, E und F erzielt werden, zeigen die Wirkung des Makroporen-Volumens,
da sowohl der Umwandlungsgrad als auch die Ausbeute beträchtlich niedriger sind, wenn das Makroporen-Volumen
des Trägers unterhalb des hier angegebenen Bereichs liegt. Die mit den Aluminiumoxyden
B und C hergestellten Katalysatoren ergeben wesentlich bessere Umwandlungsgrade und Monoolefinausbeuten
als die mit einem der anderen Aluminiumoxyde hergestellten Katalysatoren.
Drei Katalysatoren, von denen jeder 0,3 °/0 Platin
enthielt und einen Träger aus Aluminiumoxyd besaß, die jedoch verschiedene örtliche Platinkonzentra-.tionen
aufwiesen, wurden in derselben Weise und mit demselben Einsatz wie im Beispiel'III auf ihre Dehydrierungswirksamkeit
geprüft. In der nachstehenden Tabelle ist für jeden dieser drei Katalysatoren die
durchschnittliche örtliche Platinkonzentration und der Prozentsatz der Umwandlung zu Monoolefin angegeben.
| Katalysator | örtliche Platinkonzentration |
Umwandlungsgrad V. |
| A B C |
0,3 0,4 0,9 |
12,7 11,4 . 8,0 |
Da der Katalysator 0,3 Gewichtsprozent Platin enthält,
darf nach der erfindungsgemäßen Definition einer gleichmäßigen Verteilung die örtliche Platinkonzentration
nicht höher sein als 0,6 °/0. Die Katalysatoren
A und B liegen im Rahmen der Erfindung, während der Katalysator C außerhalb dieses Rahmens
liegt. Ein Vergleich der mit dem Katalysator C erzielten Ergebnisse mit den mit den Katalysatoren A
und B erzielten zeigt, daß in den erfindungsgemäß her-
gestellten Katalysatoren die Verteilung des Edelmetalls auf dem Träger aus Aluminiumoxyd entscheidend ist.
Der erfindungsgemäß hergestellte Katalysator wird in den bekannten Verfahren zum Dehydrieren von
acyclischen Kohlenwasserstoffen, d. h. von verzweigten und geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen verwendet.
Eine besonders vorteilhafte Anwendung der Erfindung besteht jedoch in der Dehydrierung von
geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß durch die Dehydrierung
von geradkettigen Kohlenwasserstoffen ein Alkylat für die Herstellung von biologischen zersetzbaren
Reinigungszusammensetzungen auf der Grundlage von alkylaromati sehen Sulfonaten erhalten
wird. Das Dehydrierverfahren kann zum Dehydrieren von acyclischen Kohlenwasserstoffen von praktisch
jedem Molekulargewicht verwendet werden. Es ist aber am besten zum Dehydrieren von Kohlenwasserstoffen
mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen geeignet. In ihrer bevorzugten Anwendung dient die Erfindung zum
Dehydrieren von acyclischen Kohlenwasserstoffen mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen pro Molekül.
Die Produkte des Dehydrierverfahrens sind äthylen-
monoungesättigte Kohlenwasserstoffe. Durch die erfindungsgemäße Dehydrierung von im wesentlichen
geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen erhält man ein Produkt, das sich besonders für die Herstellung
von biologisch zersetzbaren Reinigungsmitteln eignet. Auf jeden Fall zeichnen sich die Produkte des erfindungsgemäßen
Verfahrens dadurch aus, daß sie wesentlich reiner sind als die mit den bisherigen Verfahren
und Katalysatoren hergestellten. Der Gehalt
ίο an Aromaten und Polyolefinen ist wesentlich niedriger,
und durch die Dehydrierreaktionen werden weniger Skelettisomere gebildet. In den verwendeten Dehydrierreaktionsgefäßen
betragen die Oberflächen-Raumgeschwindigkeiten im allgemeinen 61 bis 457 cm pro
ι s Sekunde. Oberflächen-Raumgeschwindigkeiten im obersten
Teil dieses Bereiches werden bevorzugt.
Die Erfindung ist nicht an die Verwendung eines Katalysators von bestimmter Form oder Größe gebunden.
Vorzugsweise werden jedoch Katalysatoren
ao von geringer Teilchengröße verwendet. Die Teilchen haben vorzugsweise eine solche Form, daß sie nicht
zu einem merklichen Druckabfall in dem Dehydrierreaktionsgefäß führen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines Platingruppen- sind.
metall-Katalysators, bei welchem das Metall auf 5 Ein weiterer, wirtschaftlich sehr schwerwiegender
einen säurearmen, gegebenenfalls wärmestabili- Nachteil vieler der bekannten edelmetallhaltigen
sierten Träger aus Aluminiumoxyd mit großer Katalysatoren besteht darin, daß der Edelmetallgehalt
Oberfläche und großem Makroporen-Volumen in des Katalysators nicht maximal ausgenutzt wird. In
sehr feiner Verteilung aufgebracht und der Kataly- vielen Fällen ist ein großer Teil des Edelmetallgehalts
sator kalziniert und reduziert wird, dadurch io des Katalysators auf und in diesem so angeordnet, daß
gekennzeichnet, daß man 0,02 bis 2,0 Ge- dieser Teil nie ausgenutzt wird. Angesichts der hohen
wichtsprozent Platingruppenmetall in Form einer Kosten ist es sehr erwünscht, eine maximale Aus-Lösung
auf Aluminiumoxyd, dessen Säurefaktor nutzung des Edelmetallgehalts der Katalysatorzunicht
größer als 2,0 ist und das eine spezifische sammensetzungen zu ermöglichen. .
Oberfläche von mindestens 10 m2/gund ein Makro- 15 Ein Zweck der Erfindung besteht in der Herstellung poren-Volumen von mindestens 0,05 cm3/g be- eines edelmetallhaltigen Katalysators, in dem der sitzt, so dispergiert, daß mindestens 50 Gewichts- Edelmetallgehalt des Katalysators maximal ausgenutzt prozent des gesamten Platingruppenmetall-Ge- wird. Ferner ist es ein Zweck der Erfindung, einen haltes eines Katalysatorteilchens in einer örtlichen Katalysator zum Dehydrieren von geradkettigen Konzentration vorliegen, die nicht höher ist als 20 Paraffinkohlenwasserstoffen unter Bildung von äthylendas Doppelte der Gesamtkonzentration des Platin- monoungesättigten Kohlenwasserstoffen bei minimaler gruppenmetalls in diesem Teilchen, und der Säure- Umwandlung zu Aromaten und äthylenpolyungesättigfaktor des fertigen Katalysators weniger als 4,0 be- ten Kohlenwasserstoffen zu schaffen,
trägt. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
Oberfläche von mindestens 10 m2/gund ein Makro- 15 Ein Zweck der Erfindung besteht in der Herstellung poren-Volumen von mindestens 0,05 cm3/g be- eines edelmetallhaltigen Katalysators, in dem der sitzt, so dispergiert, daß mindestens 50 Gewichts- Edelmetallgehalt des Katalysators maximal ausgenutzt prozent des gesamten Platingruppenmetall-Ge- wird. Ferner ist es ein Zweck der Erfindung, einen haltes eines Katalysatorteilchens in einer örtlichen Katalysator zum Dehydrieren von geradkettigen Konzentration vorliegen, die nicht höher ist als 20 Paraffinkohlenwasserstoffen unter Bildung von äthylendas Doppelte der Gesamtkonzentration des Platin- monoungesättigten Kohlenwasserstoffen bei minimaler gruppenmetalls in diesem Teilchen, und der Säure- Umwandlung zu Aromaten und äthylenpolyungesättigfaktor des fertigen Katalysators weniger als 4,0 be- ten Kohlenwasserstoffen zu schaffen,
trägt. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 25 Herstellung eines Platingruppenmetall-Katalysators,
zeichnet, daß 0,1 bis 1,0 Gewichtsprozent Platin- bei welchem das Metall auf einen säurearmen, gegruppenmetall
aufgebracht wird. gebenenfalls wärmestabilisierten Träger aus Alumi-
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch niumoxyd mit großer Oberfläche und großem Makrogekennzeichnet, daß Aluminiumoxyd mit einem poren-Volumen in sehr feiner Verteilung aufgebracht
Säurefaktor von höchstens 1, einer spezifischen 30 und der Katalysator kalziniert und reduziert wird, da-Oberfläche
von mindestens 30 m2/g und einem durch gekennzeichnet, daß man 0,02 bis 2,0 Gewichts-Makroporen-Volumen
von mindestens 0,07 cm3/g prozent Platingruppenmetall in Form einer Lösung
verwendet wird. auf Aluminiumoxyd, dessen Säurefaktor nicht größer
4. Verwendung des nach den Ansprüchen 1 bis 3 als 2,0 ist und das eine spezifische Oberfläche von
hergestellten Katalysators zum Dehydrieren acy- 35 mindestens 10 m2/g und ein Makroporen-Volumen
clischer, gesättigter Kohlenwasserstoffe zur selek- von mindestens 0,05 cm3/g besitzt, so dispergiert, daß
tiven Herstellung von Monoolefinen. mindestens 50 Gewichtsprozent des gesamten Platingruppenmetall-Gehaltes eines Katalysatorteilchens in
einer örtlichen Konzentration vorliegen, die nicht
— 40 höher ist als das Doppelte der Gesamtkonzentration
des Platingruppenmetalls in diesem Teilchen, und der Säurefaktor des fertigen Katalysators weniger als 4,0
Die Erfindung betrifft einen Katalysator insbeson- beträgt.
dere zur dehydrierenden Umwandlung von acyclischen In der deutschen Patentschrift 960 894 wird zwar
gesättigten Kohlenwasserstoffen zu äthylenmonoun- 45 ein saurer Katalysator-Träger beschrieben, aber nicht
gesättigten Kohlenwasserstoffen. festgelegt, daß der Träger einen bestimmten Säure-
Zum Dehydrieren von gesättigten Kohlenwasser- faktor aufweisen muß, und es wird auch nicht erwähnt,
stoffen zwecks Bildung von ungesättigten Kohlen- daß der bestimmte Säurefaktor zusammen mit einem
Wasserstoffen sind bereits viele Katalysatoren und Ver- bestimmten Makroporen-Volumen einen besonderen
fahren vorgeschlagen worden. Zu den vorgeschlagenen 50 technischen Fortschritt erbringt. Zwar wird auf den
Katalysatoren gehören solche, die Edelmetalle^wie Vorteil einer großen, wirksamen Oberfläche und auf
Platin und Palladium, und einen Träger, beispielsweise einen Edelmetallgehalt hingewiesen, der im Bereich
Aluminiumoxyd, Siliciumdioxyd oder Kombinationen des erfindungsgemäßen liegen kann; nicht erkannt
dieser Verbindungen enthalten. Die Untersuchung wurde hingegen die Bedeutung der örtlichen Konzen-
dieser bekannten Katalysatoren bzw. ihrer Verwen- 55 tration.
dung in den bekannten Verfahren hat gezeigt, daß oft Die deutsche Äuslegeschrift 1 115 700 weist auf die
eine übermäßig starke Koks- oder Kohlenstoffbildung Großporigkeit des Katalysators hin, ohne aber die
und eine schnelle Abnahme der Wirksamkeit des Größe des Makroporen-Volumens mit bestimmten
Katalysators zu beobachten ist. Noch wichtiger ist die Durchmesser festzulegen. Die Menge des aufzu-Tatsache,
daß diese bekannten Katalysatoren zu un- 60 bringenden Katalysatormetalls ähnelt der erfindungserwünschten
Nebenreaktionen führen, insbesondere gemäßen, ohne mit ihr identisch zu sein; nicht erkannt
zur Aromatisierung, Skelettisomerisierung und zum wurde dagegen die Bedeutung der örtlichen Konzen-Cracken,
sowie zur Erzeugung von unerwünschten tration, für welche die Verwendung gewisser Edel-Mengen
polyungesättigter Kohlenwasserstoffe, bei- metallsalze größere Vorteile bietet als die der üblichen
spielsweise Dienen und Trienen. Wenn das gewünschte 65 chlorhaltigen Edelmetallsalze.
Dehydrierungsprodukt ein äthylenmonoungesättigter Der Katalysator und das Verfahren gemäß der ErKohlenwasserstoff
ist, hat es sich gezeigt, daß die findung führen zu einer verbesserten Umwandlung
Nebenreaktionen den Wirkungsgrad der Verfahren in von acyclischen ungesättigten Kohlenwasserstoffen
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US36155264 | 1964-04-21 | ||
| US361552A US3274287A (en) | 1964-04-21 | 1964-04-21 | Hydrocarbon conversion process and catalyst |
| DEM0064949 | 1965-04-21 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1543194A1 DE1543194A1 (de) | 1969-06-19 |
| DE1543194C true DE1543194C (de) | 1973-05-03 |
Family
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