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DE1542399A1 - Drehofenbehandlung chemisch reaktionsfaehiger Materialien - Google Patents

Drehofenbehandlung chemisch reaktionsfaehiger Materialien

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Publication number
DE1542399A1
DE1542399A1 DE19651542399 DE1542399A DE1542399A1 DE 1542399 A1 DE1542399 A1 DE 1542399A1 DE 19651542399 DE19651542399 DE 19651542399 DE 1542399 A DE1542399 A DE 1542399A DE 1542399 A1 DE1542399 A1 DE 1542399A1
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DE
Germany
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furnace
speed
length
reaction
inclination
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Application number
DE19651542399
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English (en)
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DE1542399C3 (de
DE1542399B2 (de
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Dipl-Ing O Moklebust
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RN Corp
Original Assignee
RN Corp
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Publication date
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Publication of DE1542399A1 publication Critical patent/DE1542399A1/de
Publication of DE1542399B2 publication Critical patent/DE1542399B2/de
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Publication of DE1542399C3 publication Critical patent/DE1542399C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/08Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in rotary furnaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/42Arrangement of controlling, monitoring, alarm or like devices

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Drehofenbehandlunz chemisch reaktionsfähiaer Materialien "Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen von nach dem Drehofen-Prinzip arbeitenden Methoden wie sie allgemein bei der Behandlung von festem, chemisch reaktionsfähigem Material zur Anwendung kommen, wie z.B. bei der Rüstung oder Reduktion von Erzen, der Kalzinierung von Pigmenten, den Brennen von Kalkstein und Zement usw. mit dem Ziel, eine wirksamere Betriebeweine bei höheren Beschickungegeschvindigkeiten als seither zu erzielen.
  • Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Verbesserungen bei der Direktreduktion von oxydischen Erzen, besondere von oxydhaltigen Einenerzen ohne Schmelzung oder Sinterung in Gegenwart einen festen, kohlenstoffhaltigen Reduktionemitteln und in einer Atmosphäre heißen Brenngasen, in welche in manchen Fällen genau dosierte'Mengen von Sauerstoff und sauerstoffhaltigen Gasen eingeführt werden, Ein Drehofen, wie er heute in der Industrie für die Röstung, Sinterung oder Reduktion von Erzen laufend verwendet wird, ist der sogenannte Kopfbrenner-Typ, bei dem die einzige Wärmequelle zur Ausführung der Behandlung oder Reaktion von einem am einen Ende den Ofens angebrachten Brenner geliefert wird. Eine Fülle von Literatur ist über die Entwicklung solcher üblichen Kopfbrenner-Drehöfen vom Versuchaofen zum Ofhn von industriellen Aus- maß veröffentlicht worden. Die meisten Vergrößerungsformeln haben eines gemeinsam: Obwohl sie auf vernünftigen Wirmeleitgesetzen basieren, enthalten sie so viele Voraussetzungen in Bezug auf die in nie eingehenden physikalischen Daten, diß die Übereinstimmung mit der Praxis mehr oder weniger zufällig ist.' Außerdem sind verschiedene wichtige physikalische Faktoren wie z.B. die Ofenrotation, die Ofenneigung usw. gewöhnlich in den Formel'n nicht enthalten. Auch wurde diesen Faktoren im industriellen Betrieb keine größere Bedeutung beigemessen. So wird.z.B. bei Anwendung dieser Vorgrößerungsformeln, die &la Faktoren gewöhnlich nur den Ofendurchmesser und die Ofenlänge enthalten,' im allgemeinen nicht danach gefragt, ob der zugrundeliegende Ofen, was die Ofengeschwindigkeit, Ofenneigung, Wirtschaftlichkeit in Bezug auf Kraftstoff oder Kapazität betrifft, unter optimalen-Bedingungen betrieben wurde.
  • Da jede Vergrößerungsformel den Zweck verfolgen muß, für den größeren Ofen eine optimale Produktion zu erzielen, ist es einleuchtend, daß der zugrundeliegende Ofen unter optimalen Bedingungen betrieben werden muß, ehe man für die Herstellung den größeren Ofens eine einfache Durchmesser/Länge-Formel anwendet, es sei denn, daß die Vergrößerungsformel sämtliche variablen Faktoren enthält.
  • Außerdem sind die in Bezug auf Konstruktion und Betrieb solcher Kopfbrenner-Öfen veröffentlichten Informationen von geringen Wert, soweit ie sich auf die Verarbeitung gewisser Materialien gemäß der vorlieenden Erfindung beziehen, die am besten in Drehöfen den Typs auageführt wird, wie er in dem USA-Patent 2 829 042 beschrieben ist, und dessen charakteristischen Merkmal darin besteht, daß er mit in gewissen Abständen durch die Ofenwand geführten Gaseinlaßrohren versehen ist, die zur Einführung von Breungasen oder Sauerstoff oder simerstoffhaltigen Gasen dienen, deren Neugen so dosiert sind, daß die gewünschten Bedingungen in Bezug auf Ofentemperatur und Ofenatmosphäre über die ganze Länge den Ofens in der im Patent beschriebenen Weise geschaffen und beibehalten werden.
  • Beim Bau und Betrieb von Drehöfen für die genannten Zwecke, wie sie seither betrieben wurden, hat man die Ofenneigung in erster Linie nach dem Gesichtspunkt gewählt, daß sie die erforderliche Beschickungsgeschwindigkeit ergab, basierend auf der herkömmlichen Formel, nach der die Beschickungogeschwindigkeit um so höher ist, je größer die Ofenneigung. Ferner hat man in herkömmlicher 'Weise eine verhältnismäßig niedrige Ofeurotations-Geschwindigkeit gewählt, meistens etwa 3 bis 10 Nin. pro Umdrehung, hauptsächlich zu dem Zweck, die Schicht losen Materials genügend umzuwälzen, so daß 4.kmtliche-.Teilchen beim Durchlaufen der Reaktionazone den Ofens wiederholt den heißen Ofengasen ausgesetzt sind. .Erfindungegewäß wurde nun gefunden, daß bei der Reaktion chemisch reaktionsfähigän Naterialg in einem Drehofen die für die Beendigung der Reaktion innerhalb der Ofenreaktionszone erforderliche Zeit allmIklich geringer wird, wenn man die Uadrehungegeschvindigkeit erhöht. Daraus folgt, daß sich die Ofenkapazität bei zunehmender Ofengeschwindigkeit entsprechend steigert, da das Tempo, in dem das Material durch den Ofen geleitet wird, mit zunehmender Ofengeschwindigkeit in dem gleichen Verhältnis gesteigert werden kann wie die Reaktionszeit den Materials herabgesetzt wird, ohne daß die übrigen Betriebsbedingungen den Ofens verändert werden.
  • Weiter wurde gefunden, daß, wenn man die Beschickungsgeachwindigkeit in diesen Verhältnis erhöht, es im allgemeinen nicht genügt, das Haterialvolunen in Ofen konstant auf einem Bruchteil oder Prozentsatz den Ofenvolumenn zu halten, was in der vorliegenden Anmeldung als *Ofenbelastungu bezeichnet wird. Hingegen ist es höchst wünschenswert, daß die Ofenbelastung in wesentlichen konstant gehalten wird, am besten auf die Weine, daß der Ofen jederzeit bis zu seiner höchatzulännigen Kapazitätzgrenze belastet wird, um so den wirksamsten Betrieb den Ofens, wie weiter unten beschrieben, zu ermöglichen. Da die Geschwindigkeit, mit der das Material durch den Ofen bewegt wird, dem Produkt aus der Ofenneigung und der Drehofen-Geschwindigkeit proportional ist, muß man, wenn man die Geschwindigkeit bei Konstanthaltung der Neigung erhöht, die Beschickungegeschvindigkeit zur Beibehaltung einer konstanten Ofenbelastung in direkten Verhältnis 1:1 zur Ofengeschwindigkeit steigern. Wie gben angegeben, wird jedoch durch eine Erhöhung der Beschickungs geschvindigkeit in einen solchen Verhältnis zur Ofengeschwindigkeit der sich gleichzeitig ergebende Zeitgewinn in Bezug auf die vollständige Reaktion den Materials beim Durchgang durch den Ofen mehr als wieder aufgehoben. Falls daher die Haterialbeschickungsgeschwindigkeit, die Ofenneigung und der Ofenbetrieb für eine vollständige und optimale Reaktion des Materials bei einer beliebigen Anfangsgeschwindigkeit eingestellt werden, so hat dies zur Folge, daß bei Steigerung der Ofengeachwindigkeit und der Beschickungsgeschwindigkeit in dem zur Konstanthaltung der Ofenbelastung erforderlichen Verhältnis - wobei der Ofen selbst und der Ofenbetrieb unverändert bleiben - die Beschickungegeschwindigkeit zu groß ist und die Reaktion bei der höheren Geschwindigkeit unvollständig bleibt. Da nun, wie oben angegeben, die Durchgangsgeschwindigkeit des Materials durch den Ofen dem Produkt der Ofengeschwindigkeit und der Ofenneigung proportional ist, kann man die Ofenneigung bei Erhöhung der Ofengeschvindigkeit zum Ausgleich genau in dem Maß reduzieren, daß das Material im richtigen Tempo durch den Ofen geleitet wird, d.h. mit der Geschwindigkeit, die erforderlich ist, um während seinen Durchgangs durch den Ofen eine vollständige und optimale Reaktion zu erzielen, während gleichzeitig die Ofenbelastung konstant auf dem gewünschten Prozentsatz des Ofenvolumens gehalten wird.
  • Wenn für die Behandlung des Materials ausschließlich der Kopfbrennertyp verwendet wird, muß diese ausgleichende Regulierung der Beschickungsgeschuindigkeit auf diese Weine erfolgen, da die Reaktionszone eines solchen Ofens, d.h. die Zone des Ofens, innerhalb derer die Reaktion erfolgt, eine verhältnismäßig feststehende und unveränderliche Länge besitzt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die einzige Wärmequelle zur Erhitzung den Ofens auf die Reaktionstemperatur den Materials von dem Brenner am Austragsende den Ofens geliefert wird, von wo aus die Temperatur allmählich und unkontrollierbar nach der Beschickungeöffnung des Ofens hin absinkt, Daher erfolgt die Reaktion den Materials nur innerhalb einer verhältnismäßig kurzen-Zone, in der Nähe des Austragsendes den Ofens, denn nur an dies6r Stelle kann die Tepperatur durch den Brenner genügend hoch gehalten verdeng um das Material zur Reaktion zu bringen.- Andererseits ist es möglich, falls ein Ofen den beaehriebenen Typs für die Reaktion den Materials verwendet wird, die ausgleichende Regulierung, auf die oben Bezug genommen wird, innerhalb gewisser Grenzen in der Weine vorzunehmen, daß man die Länge der Reaktionszone mit steigender Ofengeschvindigkeit vergrößert, anstatt die Ofenneigung zu reduzieren. Bei diesem Ofentyp kann die Reaktionazone, wie in dem genannten Patent sowie im nachfolgenden Text beschrieben, auf jeden gewünschten Abstand vom Austragnende des Ofens erweitert -werden - natürlich innerhalb der durch die Gesamtlänge des Ofens gegebenen Grenzen - indem man genau dosierte Mengen -geeigneter Gase durchdie entlang den Ofens in Abständen angebrachten Gaseinführnugerohre einbringt, wobei es sich je nach der Art des behandelten Materials um Oxydationagase oder andere handeln kann. Wenn daher ein auf eine bestimmte Neigung eingestellter Ofen in Bezug auf seine Beschickungsgeschwindigkeit und Reaktionazonenlänge auf die vollständige Reaktion den behandelten Materials bei einer niedrigen Anfangsolengeschwindigkeit eingestellt ist und die Ofengeschwindigkeit unter Steigerung der Beachickungsgeschwindigkeit im Verhältnis 1:1 erhöht wird - ein Verhältnis, das, wie oben angegeben, ohne die Vornahme kompensierender Veränderungen zu hoch ist - kann nun dieser Ausgleich vorgenommen werden, indem man die Reaktionszone einfach auf diejenige Länge erweitert, die zur vollständigen Reaktion bei der neuen Benchickungsgeschwindigkeit erforderlich ist. Durch eine Erweiterung der Reaktionszone auf diese Weine wird gewährleistet, daß jeder Bruchteil den im Ofen behandelten Materials gerade so lange in der Reaktionszone verbleibt wie dies für die vollständige Reaktion,- erforderlich ist, wobei sowohl der reduzierten Reaktionszeit als auch dem hohen Beschickungstempo bei der neuen Ofengeschwindigkeit Rechnung getragen wird.
  • Wie oben angegeben, gibt es natürlich eine Grenze, über die hinaus der Ofen nicht mehr in dieser Weine bei erhöhter Ofengeschwindigkeit für den optimalen Betrieb eingestellt werden kann. Diese Grenze ist erreicht, wenn die Ofengeschwindigkeit auf einen Wert erhöht wurde, bei dem die Reduktionszone praktisch die gesamte Länge den Ofens einnimmtl mit Ausnahme einer verhältnismäßig kurzen Strecke hinter der Beschickungsöffnung, die - wie weiter unten ausgeführt - als Vorwärmzone benötigt wird. Wenn diese Grenze jedoch erreicht ist, läßt sich die Ofenkapazität noch weiter erhöhen, indem man die Länge der Reaktionszone auf ihrem höchatzulässigen Wert konstant hält, während man die Ofengeschwindigkeit unter entsprechender Steigerung der Beschickungageschwindigkeit und Herabsetzung der Ofenneigung weiter erhöht, bis optimale Reaktionsbedingungen bei jeder gewählten höheren Beschickungsgeschwindigkeit erreicht sind.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß für jede Ofengeschwindigkeit die Reaktionszeit für das bearbeitete Material auch mit allmählicher Erhöhung der Ofenbelastung, d.h. deajenigen Bruchteils den Ofenvolumens, das von der sich bewegenden Schicht den darin enthaltenen Material* eingenommen wird, allmählich igbnimmtg Daraus folgt, daß, je höher die Ofenbelantung innerhalb der zulässigen Grenzen, desto höher die Ofenkapazität bei jeder gegebenen Geschwindigkeit, was eine weitere Erhöhung der Kapazität zusätzlich zu der durch die Erhöhung der Ofenge-' schwindigkeit erreichten bedeutet, so daß die maximale Kapazität für jeden beliebigen Ofen erreicht wird, wenn man dienen im höchatzuläseigen Maße belastet und mit der höchatzulänzigen Geschwindigkeit rotieren läßt. Die obere Erfahrungsgrenze für die Ofenbelastung liegt bei ea.45% den Ofenvolumens, insbesondere für Öfen mit Gaseinleitungsrohren, die bis zur Ofenachne durchgeführt worden. Höhere Belastungswerte würden zur Verstopfung der Rähre führen. Bei Ofenbelastungen bis hinunter zu ca. 15% sind in dieser Beziehung bedeutende Vorteile im Betrieb zu erzielen, wobei die günstigsten Werte bei 25 bis 45 % liegen.
  • Aus den vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, daß die Erfindung neuartige Methoden zur Behandlung reaktionsfähigen Materials im Drehofen liefert, die eine bedeutende*Erhöhung der Kapazität von Öfen jeder beliebigen Dimension sowie eine Siteigerung der Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit bei der Materialbehandlung dadurch ermöglichen, daß die Reaktionsgeschwindigkeit des Materials erhöht wird.
  • Im Prinzip besteht also die Erfindung in einer Methode zur Behandlung festen reaktionsfähigen Materials im Drehofen, die darin besteht, daß man den Ofen im wesentlichen mit derjenigen Höchstgeschwindigkeit rotieren läßt, die zweckmäßig und mit den physikalischen Begrenzungen der Anlage vereinbar ist, um so die zur vollständigen Reaktion des Materials benötigte Zeit auf das erreichbare Minimum herabzusetzen, im Ofen eine Reaktionazune zur Reaktion des Materials in demselben zu schaffen und den Ofen mit dem Material in einem Tempo zu bezehicken, bei welchem jeder Teil des Materials praktisch für die Dauer der angegebenen Mindeatzeit in der Reaktionszone verweilt.
  • In einer ihrer Abwandlungen umfaßt die Erfindung das oben genannte Zaeinverfahren, wobei die Beschickungsgeschwindigkeit auch auf die Beibehaltung einer festgelegten und vorzugsweise hohen oder nahezu maximalen Ofenbelastung mit dem zu b6handelnden Material eingestellt und die Ofenneigung oder die Länge der Reaktionazone oder beide so eingestellt oder festgelegt sind, daß die Ofenbelastung praktisch konstant auf dem gewählten Wert gehalten werden kann. Gemäß einer anderen Abwandlung umfaßt die Erfindung die Methode zur Behandlung den Materials in einem mit in Abständen angebrachten Gaseinführungsrehren versehenen Drehofen, wie oben erwähnt. Diese Methode besteht darin, daß die Beschickungsgeschwindigkeit des Materials entsprechend der-veränderten Ofengeschwindigkeit variiert wird, um die Ofenbelantung praktisch konstant zu halten; sie sieht ferner vor, daß bei jeder beliebigen Geschwindigkeit der Ofenrotation oder der Beschickung die Ofenneigung oder die Länge der Reaktionszone oder beide so eingestellt werden, daß jeder Teil des behandelten Materials praktisch lür die Mindentdauer der für die Reaktion erforderlichen Zeit in der Reaktionozone verbleibt.
  • Aus den oben erläuterten Gründen läßt sich die Erfindung am vorteilhaftesten bei Öfen anwenden, die bei extrem hob en Ofengeschwindigkeiten betrieben werden, und deren praktischer und wirksamer Bereich sich in der Größenordnung von 0,1 bis 2, vorzugsweise 0,1 - 1 Min./u bewegt. In Verbindung hiermit liegt die erforderliche Ofenneigung gewöhnlich in der Größenordnung von 2 % und darunter. Wo bei vorhandenen Öfen solche Geschwindigkeiten nicht erreicht werden können, lassen sich die Vorteile trotzdem erzielen, indem man derartige Öfen mit ea.75-100% ihrer maximal errekehbaren Geechwindigkeit betreibt.
  • Diese und andere neue Aspekte der Erfindung werden nachstehend im einzelnen erläutert unter Bezugnahme auf die zugrundeliegenden Versuchadaten und die beiliegenden Zeichnungen. In letzteren ist Abb.1 eine schematische Darstellung (in Längssehnittausicht) einer bevorzugten Drehofenkonstruktion mit in Abständen angebrachten Einführungsrohren zur Ausführung der erfindungsgemäßen Methoden zur Behandlung reaktionsfähiger Materialien; Abb.2 bis 6 einschließlich ze igen die Ofentemperatur- und Metallisationskurven, die man für Schwelreduktionen von Eisenerz in einem Drehofen den in Abb.1 gezeigten Typs bei verschiedenen Beschickungsgeschwindigkeiten erhält, wobei die Ofenreduktionazone auf die optimale Metallination bei jeder Beschickungsgeschwindigkeit eingestellt ist. lfie aus den Zeichnungen hervorgeht,- betrug die Erzbeschickungs-Geschwindigkeit bei Abb.2 - 6 3,5 bzw. 4,5, 5,5, 6,5 und 7 t/h. Abb.7 zeigt eine grafi4che Darstellung, in der die in Abb. 2 - 6 gezeigten Erzbeschickunge-Geachwindigkeiten auf der Ordinate, die ebenfalls in Abb.2 - 6 enthaltenen Längen der entsprechenden Ofenreduktionszonen auf der Abeziese'aufgetragen sind. Abb.7 zeigt zusätzliche, hieraus abgeleitete Diagramme, die nachstehend erklärt worden.
  • Abb.8 ist die graii4che Darstellung der Abgantemperaturen, der Drehofengeschwindigkeit und der Länge der Reduktionszone gegenüber der Länge der Vorwärmsone für die Erzreduktionen unter Bezuggnahne auf Abb.2-6 einschließlich.
  • Ibbildungen 9a und 9b zeigen Diagramme über die Position der Thermoelemente in der Auskleidung den Drehofenn gemäß Abb.1, mit deren Hilfe die Ofenwandtemperaturen während bestimmter Erzreduktionn-Operationen gemäß Abb.2-6 gemessen werden, wie dies weiter unten erläutert wird. Abb.ga ist die Seitenansicht einen Teils den Ofens am Auntragnende und AbbAb die Schnittannicht von 9b - 9b in AbbAa. Abb. 9c ist die schematische Ansicht den Ofenquerechnitte in Abb.9b, zeigt aber die Anordnungepunkte der nebeneinander winkelig angebrachten Thermoelemente, bei denen die Meseungen während der Ofeurotation vorgenommen wurden, Abbildung 10 ist eine Querschnittannicht den Ofens, die weitgehend Abb.9c.euttipricht, jedoch die-Anordnung zusätzlicher Thermoelemente in der Ofenwand zeigt, welche #ich aber nacheinander in immer größer werdenden radialen Abständen in das Ofeninnere erstrecken, um dort die Temperaturen auch während einiger der oben erwähnten Erzreduktionn-Operationen zu messen.
  • Abb.11 ist die grafische Darstellung der Ofentemperaturen, die an den Thermoelementen gemäß Abb.10 während einer Erzreduktion, wie bereits erklärt,genennen wurden.
  • Die in Abb.1 gezeigte Vorrichtung besteht aus einem Drehofen 10, der von feststehenden Eintragnende bin zu den Gehäusen am Austragsende 14 12, reicht. Der Ofen ruht drehbar auf Rollenlagern 13, 14 und wird über ein geeigneten Getrieb6 16 durch einen Motor 15 in Gang gesetzt. Die.oben beschriebene Vorrichtung ist auf einen Tragbalken 17 montiert, der am einen Ende schwenkbar 18 auf einem Fundament 19 ruht, und an seinem entgegengesetzten Ende von einer vom Fundament gestützten Anhebevorrichtung 20 getragen wird, mittels derer die Ofenneigung durch Verstellung kann.
  • .Der Ofen neigt sich vom Eintrags- zum Austragsende hin abwärts. Das lose Behaudlungsmaterial wird in einen Beschickungskanten 21, von dort aus über eine Förderschnecke 22 in den Ofen gefül.1t, wandert von dort aus während der Beaktionabehandlung den Ofen entlang, wird am Austragsende in das Gehäuse 12 und von dort durch die Austragaöffnung 23 nach außen befördert, in die eine Zellenradochleuse 24 montiert wurde, um ein Entweichen bedeutender Gaamengen zu Yerhindern.
  • 0 In das Gehäuse 12 am Austragoende wurden ein Brenner und eine Vorkammer 25 montiert, die mit einer Brennstoffmischung, z.B. aus Erdgas und einer begrenzten Menge Luft, versehen wird, wobei die Luft den Brennstoff unvollständig verbrennt. Die entstehenden heißen Brenngase wandern von dort aus in und durch den Ofen zum Schornstein 26., der das Gehäuse 11 am Beschickungsende überragt. Der Schornstein enthält einen Ventilator 27 und eine Rauchklappe 29 zur Regulierung des Abzugs.
  • Die Ofenwand 10 wird von einer Reihe von Gaseinführungsrohren 28 durchdrungen, die in Abständen über die Ofenlänge verteilt wind. Diese Rohre erstrecken sich strahlenförmig in den Ofen hinein, hauptsächlich zur Ofenachse hin, und öffnen sich dort wie bei 29a in Richtung des Gasstromes. An den äußeren Rohrenden sind Kontrolleinlaßventile angebracht, wie bei 30, um den Zustrom vdn Luft oder einem anderen aauerstoffhaltigen Gas und damit die Gastemperaturkurve über die ganze Länge den Ofens in der nachstehend beschriebenen Weise zu regulieren. Der Ofen ist ferner, wie bei 31, mit einer Reihe von Thermoelementen bestückt, um die Schicht- und'Gantemperaturen längs den Ofens und innerhalb desselben während der Erzreduktion und anderer Reaktionabehandlungen zu bestimmen.
  • Wie oben erwähnt, wurden eine Reihe von Erzreduktionaverouchen in einem. Versucheolen vorgenommen, der praktisch gemäß Abb.1 konstruiert war.
  • Bei diesem Versuchsdrehofen war der äußere Durchmesser 297 m, ein Innendurchmenser 2,29 m und die Länge 45,72 m. Während dieser Versuche betrug die Ofenneigung 3 %. Diese Versuchoreihen-von ja 2 bin-3 Wochen Dauer wurden mit ErzAoka-Chargen vou 3,5t 4,5, 5,5 bsv. 6,5 t/h ausgeführt, wobei entsprechend der jeweiligen Beachickungenenge/h die Ofenrotationngeschviudigkeit gesteigert wurde, um die Schichthöhe bei' etwa 35 % konstant zu halten. Bei dem verwendeten Eisenerz handelte es sich um Alabana Big Seam mit einem Einengehalt von ca. 34 - 40 das auf 13589 en verwahlen, gesiebt und so gemischt wurde, daß en 30 % (-6 meah) Feinteile enthielt. Das Erz/Koka-Verhältnie von 1:0,58 und der Grad der Metallination, ca. 95 %, wurden in allen Versuchen konstant gehalten. Während der Versuche wurden die durchschnittlichen Schicht- und Gantemperaturen mittels der entlang den Ofens in Abständen angebrachten Thermoelemente 31, Abb.1, gemessen. Die Resultate sind in Abb. 2 - 5 aufgetragen. Außerdem wurden für die Versuchsreihen mit 3,5, 4,5 und 6,5 t/h an bestimmten Punkten der Schicht über die ganze Länge den Ofens während der Reduktionen.Muster gezogen und auf ihre Gehalte an Gesamteinen, Eisenoxyd (Fe0), Metall und Metallisation analysiert. Die Ergebnisse sind in Abb,2, 3 und 5 aufgetragen und gralisch dargestellt. Die Gastemperaturkurve -wurde auch für die Beschickungsmenge 7 t/h bestimmt und die Ergebnisse in Abb.6, genau wie in Abb.2 - 5, aufgetragen.
  • Gemäß Abb.2 - 6 wurde der Gastemperatnrverlauf in jedem Fall mit Hilfe des Brenners 25 und der Luftrohre 28,Abb.1, so eingestellt, daß das Erz zu ca. 95 % am Austragsende des Ofens metallisiert wurde. Wie aus den Diagrammen der Abbildungen 2, 3 und 5, die die prozentuale Metalliaation zeigen,hervorgeht, setzt die Metallisation in jedem Fall in einer Entfernung vom Ofenaustragsende ein, bei der die Gastemperatur sich auf ca. 1000 0 C erhöht. Danach steigert sie sich allmählich entlang des Ofens zum Austragsende hin bis zu einem Endwert von ea.95 0, während die Gantemperatur auf wenig unter 1145oC ansteigt. Die Ofenlänge, innerhalb derer sich die Metallisation auf diese Weise vollzieht, ist die Reaktionn- oder Reduktionszone. Wie ersichtlich, erhöht sich innerhalb der Reduktionszone die prozentuale Metallination in annähernd linearem Verhältnis zur Ofenlänge gemessen vom Beginn dieser Zone. Gemäß Abb.2 wurden die optimalen Bedingungen für die Anfangsbeschikkungegeschwindigkeit von 3t5 t/h wie folgt fentgelegti Nach Erhitzung den Ofen& durch eine vom Brenner 25 erzeIggte Ganflamme (Abb.1) begann man mit einer Beschickungegeschvindigkeit von 3,5 t/h und stellte die Ofengeschwindigkeit so ein, daß man eine Ofenbelastung von ca. 35 % den Ofenvolumens erhielt. Die so erzielte Ofeurotationn-Geschwindigkeit betrug 5 Min./U. Die Temperatur am Austragnende der Reduktionssone wurde dann allmählieWauf die höchatzulänzige Temperatur erhöht, ohne daß Sinterung eintrat. Die Temperatur in der Reduktionszone wurde daraufhin stufenweise nach den Eintragnende zu allmählich durch Eintährung dozierter Mengen Luft durch die Einlaßrohre angehoben, bis eine gleichmäßige, hochgradige Metallisation auf kontinuierlicher Basis erreicht war. So erhielt man die optimalen Bedingungen für den Ofen bei vorgegebener Neigung (3 %) und der genannten Eintragemenge von 3,5 t/h. Die sich auf diese Weine ergebenden Gas- und Schichttemperaturkurven bei 3,5 t/h sind aus den entsprechenden 'Diagrammen in Abb.2 zu entnehmen.
  • Für die nächste Beschickungsmenge von 4,5 t/h wurde die Ofengeschwindigkeit in Verhältnis 4,5:3,5 t/h von 5,5 auf 4,5 Min./u gesteigert, so daß die Ofenbelastung ton 35 % beibehalten wurde. Hierdurch wurde die Verweilzeit des Materials im Ofen entsprechend herabgesetzt und folglich die Metallination reduziert. Der Brenner 25 wurde mit mehr und unter Beibehaltung der Temperatur in der Reduktionszone wurde letztere erweitert, indem man die Temperatur nach dem Eintragsende hin stufenweise und allmählich durch Einleitung von Luft durch die Rohre 28 erhöhte, bis wiederum eine gleichmäßige, hochgradige Metallisation auf kontinuierlicherBasie erreicht war. Auf diese Weine hatte man die optimalen Bedingungen für eine Menge von 4,5 t/h gewonnen. Die so erhaltenen Temperaturkurven für 4,5 t/h sänd aus den Diagrammen in Abb.3 ersichtlich.
  • Die gleiche Methode der Erhöhung der Ofengeschwindigkeit und Erweiterung der Reduktionszone wurde für die Ofenbeschickungen von 5,5 und 6,5 t/h angewandt, wobei die Ofengeschwindigkeiten 3,6 bzw. 3,25 Min./IU betrugen und die in Abb.4 und 5 gezeigten Temperaturkurven ergaben. Der einzige Unterschied im Betrieb bestand darin, daß bei Aufstellung der Kurven für 6,5 t/h Wasser in das Gehäuse am Eintrags- ende genpritzt werden mußte, um durch Kühlung der Gane den Abeaugventilitor zu schützen. Die voraueberechnete Kurve in der Vorwärmzone wurde daher auf die gestrichelte Linie für die Durchschnittsgastemperatur berichtigt, wie sie in Abb.5 gezeigt wird.
  • Bei Ausführung dieser Versuche wurde festgestellt, daß die Erhöhung der Kapazität durch Erweiterung der Reduktionszone die Gefahr der Sinterung den Materials in der Reduktionszone nicht erhöhte. Tatsächlich waren Anzeighen--difür vorhanden,daß sich diese Gefahr mit zunehmender Ofengeschwindigkeit verringerte. Die vier Beschickungen wurden genügend lange gefahren (jeweils 2 r 3 Wochen), um die Gewißheit zu haben, daß in der Reduktionazone keine Sinterung auftritt.
  • Bei einem Verauch zur Auswertung der Verauchnergebnione war es sehr aufschlußreich, zunächst die Reduktionn- oder Reakt ionszone zu studieren. In den vorliegenden Versuchen bedeutet Reduktionazone den letzten Teil den Ofens von der Stelle an, wo das Metallische Einen sich zu bilden beginnt, bis zum Austragsende den Ofens.
  • Die nachstehende Tabelle zeigt die den verschiedenen Beschickungsmengen.gemäß Abb.2 - 6 entsprechenden Ofengeschwindigkeiteng die Reduktionnlängen und Verwärmionen, die vergleichsveisen Verweilzeiten in der Reduktionazone, die Abgantemperaturen und den Brönnstoffverbrauch.
    Tabelle 1
    Beachickunge- Reduktions- Vorvärm- Ofengeschwin- Vergl. Abgas- Gaaver-
    geschwindigkeit zone Zone digkeit weine temp. brauch
    t/h m Z Mi#/ü U/Bin Verweil- o 1/t Erz'
    zeiten C
    i.d.
    - Reduktv
    zone
    3,5 22,86 22,86 515 09182 100 437-? 106,4
    4,5 25,91 19,81 4,5 0,222 88 548 103,3
    595 29,57 16915 3,6 0,278 82 621 100Y4
    6,5 33,53 12,19 3"25 0,308 79 670 111
    7sO 35,05 10,67 2975 0,364 76 693 112
    In der obigen Tabelle wurden' die Werte für die vergleichswei'sen Verweilzeiteü in der Reduktionszone aus den Beschickungsmen#en und Reduktionszonenlängen auf der Basis errechnet, daß die Zeit, die erforderlich ist, bis jeder Bruchteil des behandelten Materials die Reduktionazone passiert hat, der Reduktionszonenlänge direkt proportional und der Beschicknngemenge umgekehrt proportional ist. Die so für die höheren Beschicknugemengen/h erhaltenen Werte, dividiert durch den Wert bei 3,5 t/11 ergeben die in der Tabelle angegebenen vergleicheweisen Verweilzeiten in der Reduktionazone. Es zeigt sich, daß diese Zeit mit zunehmenden Beachickungemengen und Ofengeschwindigkeiten abnimmt, wodurch die grundlegende Voraussetzung der genannten Erfindung experimentell bestätigt wird. Die vergleichaweisen Verweilzeiten in der Reduktionszone beweisen auch, daß eine Erhöhung der Beschickungsmenge/h mit steigender Ofengeschwindigkeit im Verhältnis 1:1 zur Konstanthaltung der Ofenbelastung zu groß war, um die sich vermindernde Reduktionszeit für das behandelte Material gerade auszugxleichen, was sich aus der Notwendigkeit ergibt, die Reduktionazonenlänge mit zunehmender Ofengeschwindigkeit zu vergrößern, um bei jeder Geschwindigkeit auf optimale Reduktionabedingungen einzustellen.
  • Eine grifische Darstellung der tBeschickungsgesühwindigkeiten und entsprechenden Rednktionazonenlängen zeigt Abb.7 (Kurve A). Wie daraus ersichtlich, ist das Verhältnis zwischen diesen beiden praktisch eine gerade Funktion innerhalb den gemessenen Bereiche. Aus diesem Diagramm leitet sich folgende Formel ab: Q - 0,292 L - 3,23 Q - Kapazität in t/h L - Länge der I#oduktionazone in m Bei einem Vergleich zwischen 3,5 t/h und 7 t/h ergibt sich, daß die Erweiterung der Reduktionszone von 22,86 m auf 35,05 M, d.h. zu einer 100 %igen Kapazitätserhöhung führt. Dies ist auf die bessere Wärmeleitung und höhere Reaktionsgeschwindigkeit zurückzuführen, die man durch Erhöhung der Ofentemperatur in der erweiterten Zone und Verdopplung der Ofenumdrehungs-Geschwindigkeit erhält. Aue Tabelle 1 geht hervor, daß eine Erweiterung der Reduktionszone von 22,86 auf 35905 m eine Erhöhung der Abgantemperatur von 437 auf 693 0 C zur Folge hat. Auf Tabelle 7 zurückkommend stellt die bedeutende Kapazitäteerhöhung durch Erweiterung der Reduktiouszone von 22e86 auf-35,05 x keinen guten Vergleich in Bezug auf die Reduktionnzone von 22,86 x dar, denn, der Ofen wurde nur mit halber Geschwindigkeit betrieben, d.h. mit 5,5 Min/U bei einer Reduktionszone von 22,86 m gegenüber 2,75-Min/U bei einer Reduktionazone von 35,05 m. Dies legt die Frage nahe, was in Bezug auf die Kapazität geschehen würde, wenn man bei einer Reduktionszone von 22,86 m die gleiche Umlaufgeschwindigkeit anwendete wie für die Reduktionszone von 35,05 m. Dies kann in der Weine geschehen, daß man die Ofenneigung im Verhältnis der Reduktionazonenlängen reduziert, d.h. N - Neigung in % Die Ofenk apazität erhöht sich also in direkter Proportion zum Verhältnis der Längen der Reduktionazonen von 22,86 und 35,05 m basierend auf 7 t/h gemäß der Formel Mit anderen Worten erhöht sich die Ofenkapazität bei einer Ofenneigung von 1,95 X, einer Umdrehungegeschwindigkeit von 2,75 Min/u und einer Reduktionszone von nur 22,86 m auf 4,55 t/h gegenüber 3,5 t/h bei 3 % Ofenneigung und 5,5 Min/U Ofengeschkindigkeit. Bei einer Reduktionazonenlänge von 25,91 m und einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 2,76 Min/U müßte die Ofenneigung auf verändert werden, und die Kapazität itürde dann anstatt 4,5 t/h bei einer Ofenneigung von 3 % und einer Umdrehungsgeachwindi'gkeit von 4,5 Min/U betragen. Allgemeiner Ausgedrückt, würde zieh bei Veränderung der Reduktionszone auf eine andere Länge L bei einer Ofengeschwindigkeit von 2,75 Min/U die Ofenneigung auf und die Beschickungageschwindigkeit auf verändern. Letztere Gleichung ist in Abb.7 als Diagra= B aufgetragen. Um nochmals auf Abhj, Kurve A, zurückzukommen: Die dargestellten Veraucheorgebniese zeigen, daß die durch Erweiterung der Reduktionazune und Erhähung der Undrohungegeschwindigkeit erzielte Verbesserung der Ofenkapazität eine gerade Funktion innerhalb einer Reduktionazonenlänge von 22,86 bis 35,05 x bei Ofenuadrehungsgeschwindigkeiten von 5,5 - 2,75 ist. Obwohl längere Reduktionszonen und höhere Geschvindigkeiten nicht geprüft wurden, kann logischerweise angenommen werden, daß die gerade Funktion auch über eine Reduktionazonenlänge von 35,05 a hinaus Gültigkeit hat. Dieser Schluß beruht auf folgenden Tatsachen: Während der Versuche wurde bei Verlängerung der Reduktionszone von 22,86 auf 35,05 m keine Neigung zur Sinterung in dieser Zone festgestellt. Im Gegenteil, bei einer Länge von 35,05 m zeigte sich eine geringere Sinterungstendenz. Auf Grund der Berechnungen der Wirmeleitzahlen aus der Versuchareihe zeigt es sich, daß die Oberflächentemperaturen der Ofenschicht durch eine schnellere Wirbelbevegung der Schicht bei höheren Unlaufgeschwindigkeiten reduziert werden. Höhere Geschwindigkeitin ermöglichen offenbar auch die Anwendung höherer Gantemperaturen.
  • Offenbar gibt es jedoch eine Grenze, jenseits derer die Funktion keine Gerade mehr ist. Diese Grenze ist wohl erreicht, wenn der Ofen sich so schnell dreht, daß die auf die Schichtoberfläche übertragene Wirne während der endothernischen Reaktion in der Eintauchphane au@ Zeitmangel nicht absorbiert werden kann, d.h. wenn die Reduktionsgeschwindigkeit niedriger ist als die Wärmeübertragung. In diesen--Fall erhöht sich die Schichttemperatur, und wenn sie genügend hoch ist, tritt Sinterung ein. Aus Laborversuchen geht weiterhin hervor, daß ,bei ausreichender Wärmeübertragung die Reduktionageschwindigkeit selbst sehr hoch ist und daß die oben genannte Funktion folglich auch bei höheren Umdrehungsgeschwindigkeiten Gültigkeit hat. Unter Bezugnahme auf Abb.7 wurde oben festgestellt, daß, wenn man ausgeht von der bei einer Ofenntigung von 3 % erhaltenen Beachickungegeechwiadigkeit von 7 t/h, einer Ofenigeschwindigkeit von 2,75 Min/U und einer Beduktionstonenlänge von 35,05 m wie in Punkt a der Kurve A dargestellt, und wenn man die Bediaktionasonenlinge auf 22,86 mg die Ofenneigung auf 1t95 % reduziert und den Ofen weiter bei 2975 Min/u rotieren läßt, die Ofenkapazität sich auf 4,55 t/h verändert, wie die* in Punkt b'der Kurve B dargestellt ist. Wenn man auf Basis dieser Bedingungen die Ofeauwdrthungageschvindigkeit weiter erhöht und die Reduktionazonenlänge erweitert, erhöht *ich die Ofenkapazität gemäß der als Kurve 0 in Abb.7 dargestellten neuen linearen Funktiou,-die Punkt b der Kurve B und Punkt o der Kurve A durchläuft, bei dem die experimentell bestimmte Kurve A die Reduktionazonenlängen-kohne durchschnei-. det, wenn die Beschickungsgeachvindigkeit auf Null reduziert wird.
  • Die 4o erhalten* Kurve C wird durch die folgende, aus ihr hergeleitete Funktion dargestellt: Hierbei sind q, und L, die Worte bei Punkt b in Äkbb-7-.Aue der Kurve C in Abb.'7 und der.aus ihr abgeleiteten Formel 4a ist ersichtlich, daß bei Erveiterung der Reduktionszone auf 35905 m sich die Kapazität auf 9,1 t/b erhöht, wie dies Punkt d der Kurve C zeigt. Um dies zu erreichen, muß jedoch die Ofengeschwindigkeit in umgekehrten Verhältnis der alten zur neuen Demehickungegeachwindigkeit folgendermaßen erhöht verdent (4b) K2 - ql/q2"1 - " 9 55/9 p 1 - - 2,75 - 1938»Min/u. Weiterhin miß, falle die Reduktionazone nur 22,86 und nioht 35,05 m beträgt und die neue Ofengeachvindigkeit von 1,38 Min/U beibehalten wird, die Ofenneigung im Verhältnis dieser Reduktionazonenlängen, d.h. von 1,95 % auf reduziert werden. Die-Ofenkapazität ermäßigt sich dann im direkten Vprhältnie zur Ofenlänge von 9,1 auf 5,9 t/h gemäß der Gleichung Diese Gleichung ist als Kurve D in Abb.7 aufgetragen, in welcher die Ofenkapasität bei einer Beduktionazontal änge von 22,86 mit Ptukt o b#Ozeichnet ist.
  • Die obige Prüfung und Analyse der Tentdaten zeigt folgendenz 1. die Wichtigkeit den Prinzips der Erhöhung der Ofenkapamität durch Erweiterung der Beduktionazone und Erhöhung der Botationageaohwindigkeit; 2. die durch Reduktion der Ofenneigung und Erhöhung der Ofengeachwindigkeit erzielbare betrUhtliche weitere Kapazitätzerhöhung; 3. daß bei Öfen mit gleichem-Durchmenner die herkömmliche maß$-kabgerechte Vergrößerung im direkten Verhältnis zur Reduktionamenenlänge nur dann gilt, wenn man die Neigung den längeren Ofen* in Verhältnis zur erhöhten Kapazität vergrößert und gleichzeitig dieselbe Ofengeschwindigkeit beibehält. (Siehe Funktion 0,2 L, Kurve B, Abb.7). Wenn man z.B. 3,5 t/h, 22986 m Beduktionszone, 3 % Neigung und 5,5 Min/U als Basis für eine Erweiterung auf 35,05 a Beduktionazone nimmt, muß man den Ofen auf eine Neigung von und eine Rotation von 595 Min/u einstellen, um auf eine Kapazität von 5,2 t/h entsprechend der herkömmlichen Vorgrößerungeformel zu kommen. Wenn der Ofen andererseits gemäß der obigen Gleichung Q m 0,292 L - 3,23 untur Beibehaltung der 3 %igen Neigung für den längeren OfolL und bei einer Botationage4chwindigkeit von 2,75 Min/u vergrößert wird, so be- trägt die Kapazität bei einer Beduktionemone von 35,05 a 7 tik. Wenn dann die Neigung auf 1,95 % reduziert und der Ofen mit 1938 Min/u rotiert wird, erhöht sich die Kapazität für die 35,05 in-Boduktionasone auf 9 t/h. (Siehe Gleichung Q m 0938 L - 4916 in Abb.7.) Wenn man nun annimmt, daß die Daten für die Baniabeachiekung bekannt sind und der Ofen im Verhältnis zur Länge auf ein* Geschwindigkeit Q vergrößert worden soll, welche Vergrößerungefermel gilt dann? Es gibt 4 Möglichkeitent Z-all 1: Wenn der Ofen unter Beibehaltung.der Botationageachwiadigkeit und bei entsprechender Veränderung der Neigung vergrößert wird, gilt die herkömmliche Vorgrößerungsformel.
  • Die neue Beachickungegeachwindigkeit beträgts Die neue Neigung beträgt dann Hierbei sind q, u und 1 die Anfangs-Beschickungegeschwindigkeit, die Anlangeneigung bzw. die Anfangs-Roduktionazon4nlänge und Q, N und L die entsprechenden erhöhten Worte.
  • Fall 2: Wird der Ofen durch Erweiterung der Reduktionszone unter Beibehaltung der Ofenneigung und entsprechender Erhöhung der Rotationngeschtindigkeit vergrößert, so lassen sich aus Abb.7 folgende Gleichungen ableiten: Die neue Beschickungegeschwindigkeit ist dann: Rierin bedeuten M und m Hin/U.
  • NAll 3: Wird dur Ofen durob'Erweiterung der Reduktionszone unter BeibehaltiLug der Ofenneigung und entsprechender Erhöhung der Rotationageachwindigkeit mit darauffolgender Verkärzung der Ofeplänge und Veränderung der Ofenneigung vergrößert, d.h. daß lediglich die Rotationsgenehwiadigkeit erhöht und die.Ofenneigung entsprechen& verändert wird, so lannen-eich aus Abb.7 folgende Gleichungen ableiten: Die neue Beechickungegeachwindigkeit beträgt: Die neue Ofengsachwindigkeit beträgt: Die neu* Ofenneigung beträgt1 t: Wird der Ofen durch Erweiterung der Redukti0U4zOne unter 'eibekaltung der Ofenneigung und enteprechender.ErhÜhung der Rotationsgeeobwiadigkeit mit darauffolgender Änderung der Neigung und entsprechender Erhäkung der Retationsgeschvindigkeit vergrößert, no ergebea sieh folgende Relationent Maria sind z.B. Q, L und q, 1 die BeschickungsgeschKir.digkeiten und ReduktionazonenUngen bei Punkt a bzw. e der Kurve A in Abb-7- wobei q 2 z.B. die Beschickungsgeschwindigkeit bei Punkt b der Kurve B in Abb.7 ist.
    worin Q 2 z.B. die Beschickungegeschwindigkeit bei Punk';# J de.- K-ne 9 C
    in Abb.7 ist.
    Wenn man q 2 -aus (15) und (16) eliminiert und in (14j ## #ureh Q2
    drückt, erhält man:
    Die neue Beschickungegeschwindigkeit ist dann: Die neue Ofenneiguug beträgt: Die neue Rotationsgeschwindigkeit istt In der obigen Analyse wurde der Einfluß.der erweiterten Reduktionszone dargestellt. Um ein vollständigen Bild vom Gesamteinfluß auf den Ofen zu erhalten, müssen auch die Vorwärmzone und die Abgastemperatur in Rechnung gestellt werden. Aus Abb.2 - 6 und Tabelle 1 ist ersiehtlieh, daß sich die Vorwärmzonen in den Versuchen mit Erweiterung der Reduktionazone zunehmend verkürzten. Gleichzeitig erhöhte sich die Abgantemperatur, wenn auch nicht im erwarteten Ausmaß. Die verhältnismäßig geringe Erhöhung ist auf die verstärkte Wärmeübertragung in den Vorwärazonen auf Grund der erhöhten Umdrehungsgeschvindigkeit zurückzuführen. Diese Daten ans Tabelle 1 sind in Abb.8 grafisch dargestellt.
  • Ans Abb.2 (3,5 t/h) ist ersichtlich, daß 10,67 m der»Ofenlänge erforderlich sind, um die Ofengase von etwa 9730C auf etwa 6940C abzukühlen.. Abb.6 (7 t/h) zeigt, daß auch in diesem Fall' 10,67 m Ofenlänge benötigt wurden, um die Gase von etwa 973 6 C auf 6940C abzukühlen. Hieraus geht hervor, daß in dieser Zone praktisch die gleiche Ofenlänge erforderlich ist, um die doppelte Brzmenge zu erwärmen, vorausgesetzt, daß die Geschwindigkeit entsprechend erhöht wird. Die Abgastemperatur ist dann praktisch die gleiche. Abb. 2 zeigt, daß 12,19 nf Ofenlänge benötigt wurden, um die Gase von ea.694 auf'438 0 C abzukühlen. Wenn man in dieser Zone die gleiche Relation in Bezug auf die Wärmeübertragung voraussetzt, so ist es erforderlich, den Ofen in Abb.6 (7 t/h) um 12919 m zu verlängern, um dieselbe Abgastemperatur wie in Abb.2 (3 t/h) zu erzielen. Mit anderen Worten beträgt die Geeamtlänge der Vorwärzzone bei 3,5 t/Ii 22,86 m bei einer Abgantemperatur von 438 0 C. Diese Länge scheint bei größeren Beachickungsinengen und entsprechend höheren Ofengeschwindigkeiten praktisch konstant zu bleiben. Abb.6 zeigt die Gantemperaturkurve für einen Ofen, bei dem die Vorwärmzone um 12,19 m verlängert wurde. Aus Tabelle 1 ist ersichtlich, daß die Abgantemperaturen mit zunehmenden Beschickungemengen und kürzeren Verwärmzeien ständig stiegen.
  • Wie jedoch aus Tabelle 1 weiter hervorgeht, blieb der Ganverbrauch per t Erz praktisch konstant. Der Grund hierfür ist offensichtlich, daß der höhere Wärmeaustrag durch die heißeren Gase durch einen entsprechend geringeren Ofenausstrahlungsverlunt per t Erz kompensiert wurde.
  • Weitere Versuche haben erbracht, daß die Strahlungsverluste bei 3,5 t/h 11,47 % der Gesamtwärme pro t Erz und bei 6,5 t/h 5t53 % der Gesamtwärme pro t Erz betrugen. Die Eigenwärme in trock * enen Abgasen betrug 12,12 % der Gesamtwärme pro t Erz bei 3,5 t/h und 17,81 % bei 695 t/h. Die Differenz beträgt in beiden Fällen praktisch 5 %. Der höhere Wärmeaustrag durch die Abgase wird also durch geringere Wärmeverlunte per t Erz durch den Ofen selbst ausgeglichen.
  • Ferner ist es interessant festzustellen, daß die Differenz zwischen dem Ausblasen der Gase bei 438 0 C und bri 660 0 C etwa 5 % den Gesamtbrennstoffverbrauche ausmacht. Andererseits benötigt man einen 12,19 m längeren Ofen, um die Gase von 660 0 C auf 438 0 C abzukühlen. Die Frage, ob man einen um 12,19 m längeren Ofen oder 5 % mehr Brennstoff verwenden soll, ist natürlich im Einzelfall durch einen Kostenvergleich zu entscheiden.
  • Nachdem man auf diene Weine die Relationen zwischen Ofengeschwiadigkeit, Beschickungemenge, Ofenneigung und/oder Reduktionazonenlänge für die optimale Behandlung loser Mengen reaktionefähigen Materials festgeätellt hat, wird nun der Einfluß der Ofenbelantung untersucht. Wie oben ausgeführt, wurde in dieser Hinsicht herausgefunden, daß, je höher bei jeder beliebigen Ofengeschwindigkeit die Ofenbelastung innerhalb der zulässigen Grenzen ist, u«'ne höher ilie Reaktionsgeschvindigkeit im behandelten Material ist, voraus sich eine entaprechende weitere ErhÖhung der Ofenkapazität ergibt. Die Vereuchsdaten, die dieser Feststellung zugrundeliegen, worden in folgenden unterbreitet. Um die Tomperaturbedingungen zu unterauchen.wie nie während der gemäß Abb.2#- 5 beschriebenen Erzroduktion innerhalb der Ofenwand vorherrschon, wurden'gemäß Abb.9a und 9b Thermoeleiaente in der in ki , B und C dargestellten Weine in die Ofenwand eingelausen, und zwar in Entfernungen von 6,5, 12,7 und 25,4 m von der Innenfläche 40 der Ofenwand 41. Gemäß Abb.9c wurden an diesen Thermoelementen während der Ofenumdrohung Temperaturmessungen in den durch Ziffer 1 - 16 bezeichneten Winkelpoeitionen vorgenommen und die Resultate in nachstehender Tabelle 2 aufgeführt, wobei die Temperatur bei jeder der Positionen 1 - 16 einmal um 17 Uhr und zum anderen um 2 Uhr während eines 24vStunden-Versuche abgelesen wurde, während mqn den Ofen unter gleichbleibenden Bedingungen rotieren ließ. Tabelle 2 Temj2eratur der Ofeninnenwand Bedingungen: 1 Koks und Erzaustrag 0 2 Nr.3 Thermoelement-Temperatur, 1085 C 3 Ofengeschwindigkeit, 4740 Min7IJ
    ]Position d. Gemessene 0 C Gemessene 0 C
    Thermoelemente um 17 Uhr um 2 Uhr
    A B C A B C
    1 997 954 914 1000 954 903
    2 997 954 909 1000 954 906
    3 997 957 909 1000 951 906
    4 997 957 909 1000 951 906
    Q-2 5 997 957 909 1000 951 906
    6 997 957 909 1000 954 906
    7 994 957 909 1000 954 906
    8 994 957 909 1000 954 903
    Q-3 9 991 957 909 1000 954 903
    10 991 957 909 1000 954 903
    11 991 957 909 1000 954 903
    12 994 957 909 1000 954 903
    Q-4 13 994 957 909 1000 954 906
    14 994 957 909 1000 954 906
    15 997 957 909 1000 954 906
    16 997 954 909 1000 954 906
    Wie aus den vorstehenden Daten hervorgeht, waren die Temperaturen bei Thermoelement C, das in 25,4 mm Entfernung von der Ofeninnenfläche angebracht war, während der Rotation des Ofens konstant. Dies gilt auch für die Temperaturen bei Thermoelement.B, das 12,7 mm tief in die Ofeaauskleidung eingelassen war. Weiterhin ist festzustellen, daß die Temperaturen bei Thermoelement A, das nur 6,3 m tief in der Ofenauskleidung naß, ebenfalls praktisch konstant waren. Aus diesen Versuchen geht also hervor, daß alle während des Durchgangs durch die Gasphase von der Ofenaunkleidung abeorbierte Wärme,-die an die Ofenschicht abgegeben wird, während diese die Ofenauskleidung bedeckt, in einer sehr dünnen Oberflächenschicht der Auskleidung von weniger als 6,3 mm Dicke abeorbiert sein muß. Die auf diese Weise übertragene Wärmemenge ist, gesessen an Wirmebedarf der Ofenlast, praktisch unbedeutend.
  • Gemäß Abb.10 wurden die Temperaturen im Ofeninnern während der Rotation mittels der drei verschieden langen Thermoelemente D, E und F gemessen, die sich jeweils in radialen Abständen von 203, 406 bzw. 610 mm in das Ofeninnere erstreckten, wobei der Innenradius des Ofens 1140 mm betrug. Mit den Thermoelementen wurden in den Positionen D-lt E-1 und F-1, d.h. beim Austritt der Elemente aus der Ofenschicht K, Temperaturmessungen vorgenommen, ebenso in den Positionen D-2, F.-2 und F-2, d,.h. beim Wiedereintritt der Thermoelemente in die Ofenschicht. Die so ermittelten Temperaturen sind in der Zeichnung angegeben. Wie ersichtlich, erhöht sich die mit Thermoelement D gemessene Temperatur von 10820C beim Austritt aus der Ofenschicht K auf 1104 0 C beim Durchgang durch die Gasphase und Wiedereintritt in die Ofenschicht, so daß die Temperaturdifferens 22 0 C beträgt. Bei Thermoelement E erhöht sich die gemessene Temperatur von 1088 auf 1119 0 et also um 31 0 ct bei Thermoelement F von 1096.auf 1135oC, d.h. um 39 0 C.
  • In Abb.11 sind die Temperaturen aus Abb.10 gegen die Entfernung von der Ofenmitte aufgetragen; durch Einzeichnung der niedrigen Temperaturen in Pos. D-19 F.-1$ F-1 sowie der hohen Temperaturen in Pos.D-2, F-2, Fi-2 erhält man die Kurven G und H. Die Extrapolation dieser Kurven ergibt, daß die Temperaturdifferenz zwischen Punkten gleichen Abstands an der Schichtoberfläche von 170C an der Ofenwand auf 610C in der Ofenmitte ansteigt. Mit anderen Worten wird ein Haterialteilchen in der Nähe der Ofenwand beim Eintritt in die Schicht eine um 17 0 C höhe'-, re Temper atur haben als beim Austritt aus derselben; ein Teilchen, das sich in der Schichtober'fläche nahe der Ofenmitte befindet, wird dagegen eine Temperaturdifferenz von 61 0 C aufweisen. Die so auf Grund dieser Temperaturdifferenz auf die Schicht übertragene Wärme wird in der Schicht für die endothermische Reaktion verbraucht und soll Wärmeverlunte kompensieren.
  • Die auf diese Weine auf das behandelte Material übertragene Wärmemenge läßt sich in der Weise errechnen, daß man die während einer Ofenrotation so auf die Schicht übertragene Wärmemenge mit der Anzahl der Ofenumdrehungen während der Verweilzeit des Materials in der Reduktionszone, multipliziert. Diese Rechnung kann wie folgt vorgenommen verdent Aus den Kurven der Abb.1 geht hervor, daß die mittl.ere Temperaturdifferenz für die behandelten Materialteilchen zwischen dem Eintritt und dem Austritt aus der Ofenlast 29 0 C beträgt. Bei einem speziellen Erzreduktionaversuch wurde festgestellt, daß die spezifische Wärme der Ofenlast 0,2 beträgt. Die Ofenbelastung betrug etwa 35 %, die angewandte Rotationsgeschwinekeit 6 Min/U, und die Verweilzeit in' der Reduktionszone 6'Stunden, so daß das Material während insgesamt 60 Umdrehungen in der Reduktionszone verblieb. Bei der genannten Ofenbelastung von 35 % betrug die Anzahl der Umwälzungen der Ofenlast pro Umdrehung drei, die Gesamtzahl der Umvälzungen während.der Verweilzeit also 180. Hieraus errechnet sich, daß die in der Schicht insgesamt absorbierte Wärme pro t eingebrachten Erzen 1000 kg x 0,2 x 29 x 180 - 1 050 000 Kalorien oder 4,2 Mio. B.t.u. (British thermal unit) beträgt. Zum Vergleich sei bemerkt, daß der theoretische Wärmebedarf für die Reduktion der Eisenoxyde des behandelten Erzes mit 4,2 Mio e.u. festgestellt wurde. Daraus ergibt sich, daß die auf die Schicht übertragene Wärme praktisch dein theoretischen Wärmebedarf für die Erzreduktion entspricht" d.h. also, daß die Wärmeübertragung im Ofen durch direkte Wärmeübertragung aus der GasatmosphEre den Ofens auf die Sellichtoberfläche erfolgt. Wie oben gezeigt, ist die auf die Ofenwand übertragene Wärmemenge außerordentlich gering; sie genügt gerade, um den Wärmeverlust durch die Ofenwand zu kompensieren. Aue den oben genannten Versuchsergebnissen geht weiter hervor, daß die Wirmeübertragung in der Nähe den Schichtzentrums um ein Mehrfache* größer ist als in der Nähe der Ofenwand. Es folgt daraus, daß das nahe dem Zentrum der Ofenlast ein- und austretende Material um ein Mehrfachen rascher reduziert wird als das Material in den äußeren Teilen der Ofenlaut. Demzufolge wird sich, wenn die Ofenlast bei einer bestimmten Ofengeschwindigkeit erhöht wird, die Reaktionsgeschwindigkeit den Materials entsprechend steigern, da die Schichtoberfläche allmählich immer näher an das Ofenzentrum herankommt, wo die Temperatur der Ofengane an höchsten ist, Die meisten Drehöfen werden mit einer verhältnismäßig geringen Ofenlast oder Schichttiefe gefahren, gewöhnlich in der Größenordnung von 8 - 12 % den gesamten inneren Ofenvolumens. Wie oben gezeigt, ist ein solcher Betrieb höchst unrationell sowohl in Bezug auf die Reaktionsgeschwindigkeit als auch auf die Ausnutzung der vorhandenen Ofenkapazität bei einer bestimmten Rotationageschwindigkeit. Zur Demonstration dieser Tatsache verweisen wir auf den Vergleich zwischen einem Betrieb den Ofens bei 35 % Belastung und einem solchen bei 1/3 dieser Belastung._ Die Schichttiefe bei einer Belastung von 35 % beträgt etwa 0,4 D oder 098 R, wobei D und R den Innendurchmenser bzw. den Radius den Ofens bedeuten. Bei einer um zwei Drittel niedrigeren Ofenbelantung, d.h. bei 11,7 % beträgt die Schichttiefe 0,21 D oder 0,42 B. Die Länge der durch die Oberfläche gebildeten Sehne bei einer Schichtbelantung von 35 % beträgt 1,95 R, bei einer Schichtbelastung von 11,7 % 1,628 B. Die Wärmeoberfläche bei einer 35 %igen Belastung beträgt dann: 1,20 mal mehr als die Wärmeoberfläche bei einer 11,1 %igen Belastung.
  • Wird der Ofen bei beiden Belastungen mit derselben Geschwindigkeit rotiert, so wird mit der höheren Belastung dreimal so viel Material über eine um 20 % größere Wärmeoberfläche gewälzt als mit der niedrigeren Last. Wenn man annimmt, daß die Wärmeoberfläche in beiden Fällen die gleiche ist, so ergibt sich der Effekt einer dreifachen Umwälzmenge aus der oben erläuterten Rotationawirkung. In diesem Fall käme man auf dasselbe Ergebnis, wenn man den Ofen mit der geringeren Belastung dreimal rascher' rotieren ließe. Dieser Effekt laßt sich auf Basis der unter Bezugnahme auf Abb.7 entwickelten Formeln errechnen. Das heißt also, daß bei Erhöhung der Geschwindigkeit auf das Dreifache die Kapazität um den glei' chen Faktor gesteigert wird. Angenommen, die Reduktionazone für die kleinere Belastung beträgt 22986 x, so verlängert sie sich bei der höheren Belastung auf 48,8 x und bei erhöhter Geschwindigkeit gemäß den Formeln für Fall 2 oben. Bei Verkürzung der Reduktionnzone auf 22,86 m unter Beibehaltung der Geschwindigkeit und Veränderung der Ofenneigung beträgt die Kapazitätt Die relative Erhöhung beträgt: Addiert man beide Effekte, so ergibt sich 1) der Eliekt der vergrößerten Wärmeoberfläche - 20 % 2) der Effekt der gesteigerten Haterialumwälzung über die Wirmeoberfläche - 40 %.
  • Gesamterhöhung der Wärmeübertragung - 20 % +'40 % * 60 Mit anderen Worten erhöhen sich-Wärmeübertragung und Kapazität um 60 %, wenn man einen Ofen mit einer Belastung von 35 % anstatt 11,7 % fährt.
  • Wir befassen uns nun mit dem Einfluß den Ofendurchmessers auf die Betriebemethoden und die oben genannten Formeln. Wie erwähnt, wurden die in Tabelle 1 und Abb.2 - 6 gezeigten Ergebnisse in einem Versuchsofen mit einem Innendurchmesser von 2,29 m und einer Länge von 45,7 m erzielt. Zum Vergleich wählen wir in der vorliegenden Erörterung einen Ofen mit einem doppelt so großen Durchmesser und von gleicher Länge, nämlich 4,57 m Innendurchmeaser und 45,7 m Länge. Die Abmessungen der Reduktionazone sollen in beiden Öfen gleich sein, nämlich 22,86 m, so daß die vergleichbaren Abmessungen wie folgt wären: Versuchaofen - 2,29 m Innen-# - 22,86 m L Großer Ofen m 4,57 m Innen-g - 22,86 m L Die Warmeoberfläche den Versuchsofens ist nur halb so groß wie die-Jenige den größeren Ofens. Erweitert man die Reduktionszone des Ver-Buch80fen8 auf die doppelte Länge, d.h. auf-45,7 m, so hätte der Ofen folgende Abmessungen: 2,29 m Innen-# X.45,7 m Länge. Der Versuchaofen hat eine Kapazität von 3,5 t/h bei 3 % Neigung, 5,5 Min/u und 22,86 m Reduktionszeuenlänge. Bei Erweiterung der Reduktionszone auf 45,7 m unter Beibehaltung der Ofenneigung und Beschleunigung der Ofenrotation auf 1988 Min/U beträgt die Kapazität den erweiterten Versuchsofens, abgeleitet aus den Kurven der Abb.7, in der oben erwähnten Weine: Diener erweiterte Versuchaofen hat die gleiche-Wärmeoberfläche wie der Ofen mit größerem Durchmesser bei 22,86 m Länge (4,57 m Innen-# x 22,86 a Länge). Letzterer enthält jedoch zweimal so viel Material wie der vergrößerte Versucbsofen, d.h. daß, wenn beide Öfen mit derselben Rotationsgeschwindigkeit bewegt werden (1,88 Min/U), in -111em Ofen mit dem größeren Durchmesser zweimal so viel Material über dieselbe OberflEche geleitet wirdg Mit anderen Worten ist die Wärmeübertragung im großen Ofen (4,57 x Innen-# x 22,86«m Länge) praktisch die gleiche wie in dem erweiterten Verauchaofen (2,29 m Innen-# x 45,7 m Länge), wenn letzterer doppelt so rasch wie der große Ofen rotiert wird. Der vergrößerte Vereuchsofen hat eine Kapazität von 10,2 t/h bei 3 % Ofenneigung und 1988 Min/U. Läßt man diesen Ofen mit 0,94 Min/U unter ehtsprechender Veränderung der Ofenneigung rotieren, so steigt die Kapazität von 10,2 t/h um 30 % auf 13,26 t/h an. Dies entspricht der Kapazität den Ofens mit dem größeren Durchmesser.
  • Wenn man nun - die Kapazität des kleinen Ofens(2,29 m Innen-# x 22,86 m Länge) mit derjenigein des großen Ofens (4,57 m Innen-# x 22,86 m Länge) vergleicht, so ergibt sich folgendes: Großer Ofen = 13,26 t/h bei 1,88 Min/U Kleiner Ofen = 5,1 t/h bei 1,88 Min/U Bei der gleichen Rotationsgeschwindigkeit ergibt sich folgendes Verhältnis-. Überträgt man dies auf.das Verhältnis der Ofendurchinenner, so ergibt sich: Intereenant ist die Feststellung, daß diese Funktion für das Durchmenner/Kapasitäts-Verhältnis die gleiche ist wie die aus den Wurmeberechnunge-Vormeln erhaltene. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß diese Funktion nur gilt, wenn man beide Öfen mit derselben Undrehungegeschwindigkeit rotieren läßt. Eine weitere Wichtige Überlegung ist, daß die Neigung des größeren Ofens entsprechend einzustellen ist, um die raschere Durchgangegeschwindigkeit der Ofenlast in einem Ofen mit größeren Durchmesser zu kompens6eren.
  • Wie oben ausgeführt, ist die Formel nur dann gültig, wenn man beide Öfen mit gleicher Geschwindigkeit rotieren läßt. Wird die Geschwindigkeit verändert, so muß die Formel entsprechend auf abgeändert worden.
  • Unter Berücknichtigung von Durchmesser und Länge erhält man folgende allgemeine Kurzformel für die maßetabgerechte Vergrößerung: Fall 1: Gleichbleibende Neigung und erhöhte Ofengeschwindigkeit: fall 2: Veränderte Neigung und erhöhte Ofengeschwindigkeit:

Claims (1)

  1. LATZITÄNSPRÜCHE Verfahren zur attigerung der Durcheatzleintung von Drehrokröfen in denen feste, reaktionefähige Materialien behandelt worden, insbesondere oxydieche Ei senerze nach dem Verfahren der Direktroduktion unter Zusatz von festem kohlenotoffhaltigen Material reduziert worden, dadurch gekennzeichnet, dann die Neigung der längeaohne den Drehrohrofene nicht iaehr als etwa 2 0 beträgt, der Ofen mit einer Undrehungegeschwindigkeit von mindestens 095 TJpX und einem ?üllungegrad von 15 bin 45 %",vorzugsweise 15 bin 25 betrieben wird, die Reaktionnteageratur in der Reaktionssone durch kontrollierte Verbrenzum der brennbaren Gaze im Ofen mittels durch Mantelrohre eingeleiteter geregelter Mengen von Sauerstoff enthaltenden Gasen gleiohnäseig eingestellt wird" und Undrohungegeschwindigkeit und leigungewinkel, so aufeinander abgestimmt worden, dann alle Teile den aufgegebenen Materials auf den Wege durch die Reaktionazone vollständig ausreagieren. 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geken»eiokautl daso die Länge der Reak#ionazuze unter'Beibekaltung der vollständigen Reaktion den aufgegebenen Materials auf die grösatmögliohe Länge ausgedehnt wird. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 29 dadurch-&@- koraseichnett dann zunächst am Austragnende den Drehrohrofene die z&xJ»ale Reaktioxstenperatur eingestellt und der Ofen mit einer vorgewäbIten Beschickungemenge pro Zeiteinheit von el beschickt und mit einer den 7U1ungegradbereich entapreokoaden Undrohungegeschwiadigkeit x 1 betrieben wird, danach die Reaktionasone durch Zuführung Bauerstoff ent- haltenden Gasen auf eine Länge Iil_ausgedehat wird, eine geänderte vorgewählte Beaohickungenenge Q2 chargiert und die Umdrehungegeschwindigkeit auf M2 entsprechend der Beziehüng X 1 0 Ql/Q2 geändert wird, wo dann der Püllungegradbereich erhalten bleibt, und dann anschlieseend die Reaktionazone entsprechend auf eine Länge 12 eingeregelt wird genäse der Beziehung L2 - Q2/Ql (L1 - 10t97) + 10997.-
    4.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bin 3, dadurch gekennzeichnet, daas zunächst am Auntragnende des Drehrohrofene eine ausreichende Reaktionstexperatur eingestellt wird, eine vorgewählte Beschickungemenge Q pro Stunde in den Ofen ohargiert wirdg danach die Reaktionazone durch ZufUhrung Sauerstoff enthaltender Gase auf eine Länge 1 in Metern ausgedehnt wird, die#-*it.'der Betokickun«uneuge Qp den Ofendurohmenner D und der Neigung den Ofens in folgender Beziehung 0903 D 194 - 9292 1 - 3923] 45972
DE19651542399 1965-08-11 1965-08-11 Verfahren zur Steigerung der Durchsatzleistung von Drehrohröfen Expired DE1542399C3 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2719422A1 (de) * 1977-04-30 1978-11-09 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur direktreduktion im drehrohrofen

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DE2719422A1 (de) * 1977-04-30 1978-11-09 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur direktreduktion im drehrohrofen

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