DE1540108C - Verfahren zum Herstellen eines V formi gen Hangeisolators aus glasfaserverstärktem Kunststoff fur Hochspannungsfreileitungen und Schaltanlagen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines V formi gen Hangeisolators aus glasfaserverstärktem Kunststoff fur Hochspannungsfreileitungen und SchaltanlagenInfo
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Description
1 2
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Bedeutung, daß in der Mitte zwischen den beiden
ein Verfahren zum Herstellen eines V-förmigen Schenkeln 5 und 6 ein Teil 7 der Glasfaser-Rovings
Hängeisolators aus glasfaserverstärktem Kunststoff nicht mit Gießharz getränkt wird. Die Formgebung
für Hochspannungsfreileitungen und -Schaltanlagen dieses Knieteiles des V-förmigen Isolators erfolgt erst
für sehr hohe Betriebsspannungen in mindestens zwei 5 auf der Montagestelle. Diese Formgebung des vorFertigungsstufen
zur Erleichterung des Transports fabrizierten Isolators ermöglicht einen leichten und
und der Montage. raumsparenden Transport des Isolators.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, V-förmige Die F i g. 3 zeigt die Transportverpackung eines
Hängeisolatoren für Hochspannung an Masttraver- solchen, in der Fabrik vorgefertigten Kunststofrisola-
sen anzubringen, wobei der V-förmige Isolator steif io tors. .
ausgebildet ist (deutsche Patentschrift 1 204 725). Die beiden Schenkel 5, 6 sind so zusammengefal-Ein
solcher V-förmiger Isolator ist in der Zeichnung tet, daß die für den Transport erforderliche Kiste 8
in Fig. 1 wiedergegeben. Er stellt in seiner fertigen möglichst geringe Abmessungen aufweist. Dabei ist
Form annähernd ein gleichseitiges Dreieck dar. Mit 1 zu bedenken, daß die Schenkel 5, 6 eines solchen
ist die Masttraverse bezeichnet, mit 2 der Isolator 15 V-förmigen Isolators für hohe Spannungen von etwa
aus Kunststoff, mit 3 ein Versteifungsbügel aus. 1000 kV etwa 6,6 m lang sind. In die Kiste 8 kann
Kunststoff, der zwischen den beiden Schenkeln des auch der in der Fig. 1 mit 3 bezeichnete Verstei-Isolators
befestigt ist, und mit 4 die an dem Isolator fungsisolator eingelegt werden, falls der V-förmige
aufgehängte Hochspannungsleitung. Wenn in Zu- Isolator mit einem solchen ausgestattet ist.
kunft außerordentlich hohe Betriebsspannungen von 20 Die F i g. 4 und 5 veranschaulichen, wie aus diebeispielsweise 750 bis 1000 kV übertragen werden sen vorfabrizierten und beispielsweise in einer Kiste sollen, wird dieser Hängeisolator in V-Form recht transportierten Teilen an Ort und Stelle der Hängeansehnliche Anmessungen erhalten und damit zu- isolator zusammengebaut wird. Das Vergießen dergleich ein Transportproblem aufwerfen. artiger Glasfaserstäbe auf der Baustelle ist nicht
kunft außerordentlich hohe Betriebsspannungen von 20 Die F i g. 4 und 5 veranschaulichen, wie aus diebeispielsweise 750 bis 1000 kV übertragen werden sen vorfabrizierten und beispielsweise in einer Kiste sollen, wird dieser Hängeisolator in V-Form recht transportierten Teilen an Ort und Stelle der Hängeansehnliche Anmessungen erhalten und damit zu- isolator zusammengebaut wird. Das Vergießen dergleich ein Transportproblem aufwerfen. artiger Glasfaserstäbe auf der Baustelle ist nicht
Die nachfolgende Erfindung zeigt einen Weg, wie 25 besonders schwierig. Voraussetzung ist eine Form 9,
der vorgeschlagene V-förmige Hängeisolator in der die durch eine nicht dargestellte Heizeinrichtung
Fabrik vorfabriziert, dann zur Baustelle geschickt erwärmt wird. In diese Form wird das Teil 7 des
und dort direkt an der Montagestelle die endgültige trockenen Glasfaserstranges eingelegt und dann mit
Dreieckform hergestellt werden kann. Der Trans- Hilfe von Gießharz in bekannter Weise vergossen,
port des vorgefertigten Isolators ist nach der Erfin- 30 wobei ein kalthärtendes oder ein heißhärtendes Gießdung
leicht und raumsparend durchführbar. harz 17 eventuell unter Zusatz weiterer Glasfasern
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß erfin- verwendet werden kann.
dungsgemäß in einer ersten Fertigungsstufe im Werk Die heizbare Gießform 9 ist zweckmäßig zweiteilig
die Schenkel des V-förmigen Hängeisolators in ihrer ausgebildet und wird mittels Schrauben od. ä. fest
endgültigen Form mit Gießharz vergossen werden, 35 verschlossen. An den Stellen, an denen Schenkel 5
während das die Schenkel verbindende Kniestück und 6 aus der Form 9 herausragen, wird diese, beides
Glasfaserstranges unvergessen bleibt und in einer spielsweise mittels Deckel 12, luftdicht abgeschlossen,
zweiten Fertigungsstufe an der Montagestelle das Die Deckel 12 sind dabei so gestaltet, daß sie eine
Kniestück mittels einer Gießform in seine endgül- Führungsnut für den ersten sich an das Kniestück
tige Form vergossen wird. 4° anschließenden Schirm des Isolators bilden, in wel-
Während des Transports werden die beiden Sehen- eher dieser dann befestigt werden kann. Es ist aber
kel des erfindungsgemäß vorgefertigten V-förmigen auch denkbar, daß dieser erste Schirm des Isolators
Hängeisolators fächerartig zusammengefaltet, bevor gleichzeitig den luftdichten Abschluß der Form 9
sie in eine Kiste oder einen Verschlag eingelegt an diesen beiden Stellen bildet, an Stelle des Deckels
werden. 45 12. Weiterhin ist in der F i g. 5 dargestellt, an welchen
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Stellen beispielsweise ein Trichter 13 zum Einführen
Hand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung des Gießharzes 17 und ein Luftauslaß 14 vorgesehen
in den F i g. 2 bis 5 näher erläutert. werden kann. Der in die Form eingelegte Glasfaser-
Die F i g. 2 zeigt, in welcher Form ein solcher strang 7 des Kniestücks kann durch weitere Glas-V-förmiger
Hängeisolator 2 in der Fabrik weitgehend 5° fasereinlagen 18 noch verstärkt werden. Es ist dies
vorfabriziert werden kann. Die beiden das V bilden- aber nicht unbedingt erforderlich. In jedem Falle
den Isolatorenschenkel 5 und 6 bestehen aus glas- wird jedoch eine Einlage 15, die'das obere Kniefaserverstärkten Stäben, auf denen, wie die Perlen stück umgreift, in der Gießform 9 vorgesehen. Diese
an einer Perlenkette, die einzelnen Isolatorteller auf- Einlage 15 soll bei dem fertigen V-förmigen Isolator
gefädelt werden. In der Mitte der beiden in der Fa- 55 zur Verminderung der spezifischen Druckfestigkeit
brik weitgehend hergestellten Teile 5 und 6 befindet an dem Kniestück beitragen, da an dieser Stelle die
sich ein Teil 7, das später auf der Baustelle zu einem Aufhängeöse 16 für die Leiter angebracht wird. Es
knieartigen, steifen Gebilde geformt wird. ist ganz allgemein bekannt, daß die Glasfaserstränge
Bei der geschilderten Vorfertigung in der Fabrik zwar eine hohe Zugfestigkeit besitzen, jedoch nur
wird zuerst ein Glasfaserlangstab unter Zugbean- 60 geringe Druckfestigkeit. Diese Einlage 15 besteht bei
spruchung mit Gießharz, beispielsweise Epoxydharz, Aufhängung von vollisolierten Leiterseilen aus Me-
umgossen, oder es wird ein Glasfaserzopf, genannt tall, bei teilisolierten Leiterseilen aus Kunststoff.
Glasfascr-Roving, in einer Rinne mit Harz getränkt, Nach einer Aushärtungszeit von beispielsweise
durch eine öse gezogen und gehärtet. Auf die eine etwa 10 Stunden je nach verwendetem Gießharz kann
oder andere Weise entsteht ein glasfaserverstärkter 65 das Knie aus der Form herausgenommen werden, und
'Kunststoffstab, der etwas langer ist als der Länge der das V-förmige Gebilde des Isolators ist fertiggestellt,
beiden Isolalorschcnkel 5 und 6 zusammen ent- Wenn noch das in Fig. 1 mit 3 bezeichnete Ver-
spridil. Im Zusammenhang mit der Erfindung ist von steihmgsstück vorhanden ist und befestigt werden
soll, sind zwei Formen 10 und 11 erforderlich, um das weitgehend fabrikfertige Teil 3 mit den beiden
Schenkeln 5, 6 des V-förmigen Isolators zu vergießen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen eines V-förmigen Hängeisolators aus glasfaserverstärktem Kunststoff
für Hochspannungsfreileitungen und -Schaltanlagen für sehr hohe Betriebsspannungen in
mindestens zwei Fertigungsstufen zur Erleichterung des Transports und der Montage, dadurch
gekennzeichnet, daß in einer ersten Fertigungsstufe im Werk die Schenkel (5, 6) des V-förmigen
Hängeisolators (2) in ihrer endgültigen Form mit Gießharz vergossen werden, während
das die Schenkel (5, 6) verbindende Kniestück (7) des Glasfaserstranges unvergossen bleibt und in
einer zweiten Fertigungsstufe an der Montagestelle das Kniestück (7) mittels einer Gießform
(9) in seine endgültige Form vergossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Transports die
beiden Schenkel (5, 6) des V-förmigen Hängeisolators (2) fächerartig zusammengefaltet werden,
bevor sie in eine Kiste (8) oder einen Verschlag (8) eingelegt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsbügel
(3) an der Montagestelle mittels zweier Gießformen (10) und (11) zwischen den Schenkeln
(5 und 6) des Isolators (2) durch Vergießen befestigt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kniestück
(7) in eine heizbare, zweiteilige Gießform (9) unter Zusatz weiterer Glasfasern (18)
eingelegt und mit einem kalthärtenden oder heißhärtenden Gießharz (17) vergossen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stellen,
an denen die aus der Gießform (9) herausragenden Schenkel (5, 6) des Isolators (2) vorhanden
sind, die Gießform (9) mittels eines Deckels (12) luftdicht abgeschlossen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Gießform
(9) eine Einlage (15) zur Versteifung des Kniestücks (7) vor dem Vergießen eingelegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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