DE1436928C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Erzeugnissen aus Papierstoff - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Erzeugnissen aus PapierstoffInfo
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Description
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fläche zumindest teilweise unterhalb der Oberfläche In dem Augenblick, in welchem sich die Saugform
des Papierstoffbreis in dem Behälter angeordnet ist. aus dem Papierstoffbrei herausbewegt, enthält die
Diese Ausbildung ermöglicht die Durchführung des durch den Unterdruck auf der Saugform festerfindungsgemäßen
Verfahrens und führt somit ohne gehaltene gallertähnliche Papierstoffschicht 18 noch
besonderen Vorrichtungsaufwand zu Erzeugnissen 5 so viel Wasser, daß die Fasern immer noch gut
von glatter Oberfläche und somit hoher Qualität. dispergiert sind. Erst nachdem der größte Teil des
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Wassers abgeführt worden ist, neigen die Fasern
Druckfläche so ausgebildet, daß sie jeweils nur an dazu, sich zusammenzuballen und die charakteristi-
einem Teil des Erzeugnisses angreift. Es hat sich sehen Erhöhungen zu bilden.
nämlich gezeigt, daß bereits eine kurzzeitige Ein- 10 Um zu verhindern, daß sich die Fasern in dieser
wirkung auf das sich noch im gallertähnlichen Zu- Weise vereinigen und die charakteristischen Erstand
befindende Erzeugnis zu der erstrebten höhungen bilden können, wird eine Druckfläche 20,
Glättung führt. die gemäß F i g. 1 durch einen endlosen Gurt ge-
Bei einer anderen zweckmäßigen Ausführungs- bildet wird, gegen die Papierstoffschicht 18 gedrückt,
form ist die Druckfläche eine im Betrieb umlaufende 15 bevor die Saugformen aus dem Papierstoffbrei 14
Fläche, vorzugsweise die Oberfläche eines umlaufen- aufgetaucht sind und sich also der Papierstoff noch
den Bandes. Dabei ist es von Vorteil, wenn die in dem sehr nassen bzw. gallertähnlichen Zustand
umlaufende Druckfläche reibungsschlüssig von den befindet und noch eine genügende Wassermenge ent-
Saugformen bzw. den darauf abgelagerten Papier- hält, um die Fasern im dispergierten Zustand zu
Stofferzeugnissen angetrieben ist, wie es bereits aus 20 halten. Auf diese Weise wird der in F i g. 3 mit 22
der USA.-Patentschrift 2 859 669 bekannt ist. bezeichnete Teil des Papierstofferzeugnisses ge-
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schema- glättet, wodurch sich beim Abnehmen des Erzeug-
tischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel nisses von der Saugform dieser Teil als sehr dicht,
näher erläutert. Es zeigt fest und glatt erweist und erheblich trockener als
F i g. 1 eine Teildarstellung einer erfindungs- 25 bei in bekannter Weise hergestellten Erzeugnissen
gemäßen Vorrichtung, ist. Der Druck wird schon dann zur Wirkung ge-
Fig. 2 in größerem Maßstabe einen Teilschnitt bracht, während sigh der auf der Saugform ab-
längs der Linie 2-2 in Fig. 1, gelagerte Papierstoff noch unter der Oberfläche des
F i g. 3 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Papierstoffbreis 14 befindet. Da der Druck aufLinie
3-3 in Fig. 1. 30 gebracht wird, während sich der abgelagerte Papier-
Die Papierstofferzeugnisse werden auf den Saug- stoff noch im gallertähnlichen Zustand befindet und
formen 10 dadurch geformt, daß die Saugformen das Wasser noch aus dem Material abläuft, bleiben
durch einen Behälter 12 geführt werden, in dem sich die Fasern dispergiert und lagern sich auf der Saugein
Papierstoffbrei 14 befindet. Die Saugformen kön- form gleichmäßig ab. Hierbei entsteht eine außernen
auf einer zentralen Nabe angeordnet sein, die 35 gewöhnlich glatte Oberfläche im Berührungsbereich
drehbar gelagert ist, so daß die Saugformen eine der Druckfläche 20. Außerdem kann die Druckfläche
Drehbewegung ausführen und hierbei mehrere 20 bzw. der Gurt dazu dienen, einen Teil 22 des
Stationen durchlaufen, nämlich eine Station, an der schon abgelagerten Papierstoffs gegen die Abdie
Ablagerung des Papierstoffs auf der Saugform lagerung weiteren Papierstoffs zu schützen. Hierbei
erfolgt, eine Station zum Aufbringen von Druck auf 40 erhält man ein Erzeugnis mit unterschiedlicher
das Papierstofferzeugnis, eine Trockenstation sowie Wandstärke, denn bei 23 lagert sich gemäß F i g. 3
eine Station, an welcher das Erzeugnis von der weiterer Papierstoff ab.
Saugform abgehoben wird. Die Erfindung bezieht Bei der Druckfläche 20 handelt es sich vorzugs-
sich jedoch nur auf die Stationen zum Ablagern des weise um einen endlosen Gurt aus steifem Gummi.
Papierstoffs und zum Aufbringen von Druck auf 45 Ein solcher Gurt besteht z. B. aus einem ge-
das Erzeugnis. schichteten Verband mit vier Schichten aus Segel-
Jede Saugform 10 besteht in bekannter Weise aus tuch und Gummi, wobei die Dicke des Gurtes mehr
einem porösen Material, bzw. sie wird durch ein als etwa 6,5 mm beträgt; allerdings hat sich auch
Sieb 16 gebildet. Während eine Saugform 10 durch ein Gurt in Form eines geschichteten Verbandes mit
den Papierstoffbrei 14 geführt wird, wird sie mit 50 zwei Schichten aus Segeltuch und Gummi und mit
Unterdruck beaufschlagt, der bewirkt, daß sich eine einer Dicke von etwa 1,6 mm als brauchbar er-
Papierstoffschicht 18 auf der Saugform ablagert. wiesen. Jedoch könnte man auch jedes andere harte
Während sich der Papierstoff auf der Saugform ab- Material mit glatter Oberfläche verwenden, z. B.
lagert und Wasser aus dem Papierstoff abläuft bzw. starre Platten, Tafeln aus Kunststoff oder Walzen
abgezogen wird, neigen die Holzfasern dazu, sich zu 55 aus Gummi.
Bündeln zu vereinigen, wobei das ablaufende Wasser Gegebenenfalls kann die Druckfläche 20 eine
durch zwischen den Bündeln verlaufende Kanäle Musterung aufweisen, so daß ein entsprechendes
strömt, da dort dem Wasser der geringste Wider- Muster in die Außenfläche des abgelagerten Papierstand
entgegengesetzt wird. Während der Erzeugung Stoffs eingepreßt wird. Gemäß Fig. 3 kann das
des Gegenstandes unter der Oberfläche des Papier- 60 Muster 24 so ausgebildet sein, daß das Papierstoffstoffbreis
14 wirkt das Wasser als Träger für die erzeugnis mit Rippen oder Weilungen versehen wird,
gleichmäßige Verteilung der Fasern, denn gewöhn- um seine Festigkeit zu vergrößern; ferner kann man
lieh beträgt das Mengenverhältnis etwa 99 Teile eine solche Musterung auch nur zu dekorativen
Wasser auf 1 Teil Fasern; mit anderen Worten, Zwecken vorsehen.
wegen des hohen Wassergehaltes der Faser- 65 Der endlose Gurt kann ungehindert über die an
aufschwemmung ergibt sich eine im wesentlichen seinen Enden angeordneten Rollen 26 und 28 laufen,
gleichmäßige Verteilung der Fasern und ein gleich- und er wird dadurch angetrieben, daß sich die Saugmäßiges
Ablaufen des Wassers in dem Behälter 12. formen in reibunosschlüssiser Berührung mit dem
Gurt bewegen. Der Gurt muß in straff gespanntem Zustand in Berührung mit den Saugformen 10 treten,
damit er die Außenfläche des noch gallertartigen Materials berührt, ohne daß Luft zwischen dem
Gurt und dem Material eingeschlossen wird. Ferner wird der Gurt in straff gespanntem Zustand gegen
die Saugformen gedrückt, um den notwendigen Druck aufzubringen und zu gewährleisten, daß der
Gurt von den Saugformen mitgenommen wird. Zu diesem Zweck ist eine Spannrolle 30 mit einer geeigneten
Verstellvorrichtung 32 vorgesehen. Die Rollen 26,28 und 30 werden zusammen mit der
Verstellvorrichtung 32 durch ein allgemein T-förmiges Bauteil 34 unterstützt.
Während sich die betreffende Saugform aus dem Behälter 12 herausbewegt, bewegt sich der den
Druck aufbringende Gurt zusammen mit der Saugform, so daß ständig ein Druck aufgebracht wird,
um Wasser aus dem Papierstoff herauszudrücken. Durch diese Quetschwirkung in Verbindung mit der
Wirkung des auf die andere Seite des Papierstofferzeugnisses aufgebrachten Unterdrucks wird das
verbleibende Wasser im wesentlichen vollständig aus
ίο dem Erzeugnis entfernt und die Oberfläche geglättet.
Das Erzeugnis gelangt dann zu den nachfolgenden Stationen und wird gegebenenfalls nach Beendigung
dieses Preßvorgangs weiteren bekannten Preßvorgängen unterzogen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen von Erzeugnissen dem Papierstoffbrei mit den Saugformen auftauchenaus
Papierstoff, bei dem eine auf ihrer Rückseite 5 den Erzeugnisse sind daher unter der Saugwirkung
mit Unterdruck beaufschlagte Saugform durch der Formen bereits teilweise entwässert, bevor der
einen Papierstoffbrei bewegt und auf das durch Glättungsdruck aufgebracht wird.
Papierstoffablagerung auf der Saugform ge- Es wurde nun festgestellt, daß die erwünschte, im bildete feuchte Erzeugnis ein mechanischer wesentlichen vollständige Glättung der Außenfläche Glättungsdruck aufgebracht wird, dadurch 10 der Erzeugnisse auf diese bekannte Weise nicht oder gekennzeichnet, daß das Aufbringen des doch nur mit einem übermäßig hohen und störender. Glättungsdrucks bereits beginnt, bevor die Saug- Glättungsdruck erzielt werden kann. Der Grund liegt form mit dem Erzeugnis aus dem Papierstoffbrei darin, daß bei beginnender Entwässerung die Papieraufgetaucht ist. stoffasern sich bündeiförmig gruppieren und dadurch
Papierstoffablagerung auf der Saugform ge- Es wurde nun festgestellt, daß die erwünschte, im bildete feuchte Erzeugnis ein mechanischer wesentlichen vollständige Glättung der Außenfläche Glättungsdruck aufgebracht wird, dadurch 10 der Erzeugnisse auf diese bekannte Weise nicht oder gekennzeichnet, daß das Aufbringen des doch nur mit einem übermäßig hohen und störender. Glättungsdrucks bereits beginnt, bevor die Saug- Glättungsdruck erzielt werden kann. Der Grund liegt form mit dem Erzeugnis aus dem Papierstoffbrei darin, daß bei beginnender Entwässerung die Papieraufgetaucht ist. stoffasern sich bündeiförmig gruppieren und dadurch
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 15 von der Struktur her zu Unebenheiten infolge örtkennzeichnet,
daß der Glättungsdruck unter Ver- licher Zusammenballungen der Fasern führen. Diese
hinderung weiterer Papierstoffablagerung im Verhältnisse sind maßgebend dafür, daß bei den be-Glättungsbereich
aufgebracht wird. kannten Verfahren auch durch Aufbringung eines
3. Vorrichtung zur Durchführung der Ver- Glättungsdrucks die Erzeugnisse nicht mehr einfahren
nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Be- 20 wandfrei geglättet werden können.
hälter für Papierstoffbrei, einem Satz mit Unter- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
druck beaufschlagbarer umlaufender Saugformen, das bekannte Verfahren so zu verbessern, daß auf
die während ihres Umlaufs in den Behälter ein- einfache Weise ein erhöhter Glättungseffekt erzielt
tauchen, und einer Glättungsvorrichtung mit wird.
einer an einem Punkt oder über eine Strecke der 25 Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung
Umlaufbahn an den auf den Saugformen ge- von dem eingangs genannten Verfahren aus und ist
bildeten feuchten Erzeugnissen angreifenden dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen des
Druckfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Glättungsdrucks bereits beginnt, bevor die Saugform
Druckfläche (20) zumindest teilweise unterhalb mit dem Erzeugnis aus dem Papierstoffbrei auf-
der Oberfläche des Papierstoffbreis (14) in dem 30 getaucht ist.
Behälter (12) angeordnet ist. Hier wird der Glättungsdruck also bereits auf-
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- gebracht, wenn sich das Erzeugnis noch in einem
kennzeichnet, daß die Druckfläche (20) so aus- gallertähnlichen Zustand befindet und die einzelnen
gebildet ist, daß sie jeweils nur an einem Teil Papierstoffasern sich noch nicht zu Faserbündeln
(22) des Erzeugnisses angreift. 35 orientiert haben. Es braucht daher nicht bereits vor-
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, da- gegebenen Unebenheiten entgegengewirkt zu werden,
durch gekennzeichnet, daß die Druckfläche (20) vielmehr wird bereits dem Entstehen von Unebeneine
im Betrieb umlaufende Fläche, vorzugsweise heiten durch Faserbündelungen entgegengewirkt und
die Oberfläche eines umlaufenden Bandes ist. auf diese Weise ohne übermäßigen Glättungsdruck
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge- 40 eine hervorragend glatte Außenfläche der Papierkennzeichnet,
daß die umlaufende Druckfläche Stofferzeugnisse erzielt. Dabei werden mit den Saug-(20)
reibungsschlüssig von den Saugformen (10) formen zusammenwirkende Gegenformen oder Preßbzw,
den darauf abgelagerten Papierstoff- formen überflüssig, mit denen zwar auch eine Obererzeugnissen
angetrieben ist. flächenglättung erzielt werden könnte, die jedoch das
. *5 Verfahren bzw. die zu seiner Durchführung er-
forderliche Vorrichtung erheblich komplizieren
würden. Es hat sich auch gezeigt, daß nach den erfindungsgemäßen Verfahren mit hoher Pro-Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Her- duktionsgeschwindigkeit bzw. Umlaufgeschwindigstellen
von Erzeugnissen aus Papierstoff, bei dem 50 keit der Saugformen gearbeitet werden kann, ohne
eine auf ihrer Rückseite mit Unterdruck be- daß der Glättungseffekt dadurch nachteilig beaufschlagte
Saugform durch einen Papierstoffbrei einflußt wird.
bewegt und auf das durch Papierstoffablagerung auf Bei einer zweckmäßigen Weiterbildung des Ver-
der Saugform gebildete feuchte Erzeugnis, ein meeha- , fahrens wird dieses so durchgeführt, daß der
nischer Glättungsdruck aufgebracht wird/'"'" ' '55-Glättutigsdruck^unter Verhinderung weiterer Papier-
Ein derartiges Verfahren sowie1 eine Vorrichtung Stoffablagerung im ' Glättungsbereich aufgebracht
zur Durchführung dieses Verfahrens ..ist ,aus den wird.
USA.-Patentschriften 1845 831 und. 2 859669 be- Die Erfindung sieht ferner eine Vorrichtung zur
reits bekannt. Zum Aufbringen des Glättungsdrucks Durchführung des Verfahrens vor, die wie die beist
im ersten Falle eine ortsfest gelagerte und mit 6° kannten Vorrichtungen einen Behälter für Papier-Linienberührung
an der Außenseite der auf den Stoffbrei, einen Satz mit Unterdruck beaufschlag-Saugformen
befindlichen feuchten Erzeugnisse linien- barer umlaufender Saugformen, die während ihres
förmig angreifende Druckrolle vorgesehen, während Umlaufs in den Behälter eintauchen, und eine
im zweiten Falle ein über Umlenkrollen umlaufender Glättungsvorrichtung mit einer an einem Punkt oder
Endlosgurt vorgesehen ist, dessen eines Trum sich 65 über Strecke der Umlaufbahn an den auf den Saugüber
einen Teil der Umfangsbahn der Saugformen formen gebildeten feuchten Erzeugnissen angreifenerstreckt
und in diesem Bereich unter Druck an den den Druckfläche umfaßt. Erfindungsgemäß ist diese
feuchten Erzeugnissen auf den Saugformen angreift. Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Druck-
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