DE1433490C - Kurbeltaumelantrieb für Konverter zum Frischen von Roheisen mittels einer Sauerstofflanze - Google Patents
Kurbeltaumelantrieb für Konverter zum Frischen von Roheisen mittels einer SauerstofflanzeInfo
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Description
Kardanring 4 gelagert sind. Die kardanische Gegenlagerung
des Ringes 4 ist über die beiden Bolzen 18 einerseits in den Lagern 5 und andererseits in den
strichpunktiert gezeichneten Traggestellen 12 vorgesehen. Gleichzeitig ist noch ein abgewinkelter Kipp- s
bügel 19 zwischen Lager 5 und Traggestell 12 an den Bolzen 18 koaxial angeordnet, wobei der Kippbügel
19 am Traggestell 12 arretiert werden kann, wenn das Gefäß 1 in eine taumelartige Schwenkbewegung
versetzt werden soll/Weiterhin ist vorgesehen, daß für eine üblicherweise notwendige Kippbewegung des
Gefäßes 1 eine kraftschlüssige Verbindung eines Kippantriebs am Bolzen 18 für das Gefäß 1 im
Lager 5 vorhanden ist.
Die Kurbelantriebsvorrichtung 16 und 17 besitzt eine Hauptlagerachse z, die auf den Schnittpunkt der
Kardan-Hauptachsen x, y zuläuft. Die Neigung der Hauptlagerachse ζ zu den beiden Kardan-Hauptachsen
x, y kann konstruktiven Überlegungen überlassen bleiben, da sich der Eingriffshebelarm zwisehen
Vorrichtung und Lagerung durch die äußere Gefäßform vergrößern oder verkleinern läßt, wodurch
auch die wirksame Antriebskraft für den Kurbelantrieb beeinflußt werden kann.
Die Kurbel 16 läßt ihren exzentrischen Kurbelzapfen 16 a auf einem Kegelmantel einen Kreis beschreiben,
dessen Radius durch den Winkel α bestimmt wird, wobei der Winkel 2 α den Kreisdurchmesser
und die Größe der einseitigen Schwenk- bzw. der Taumelbewegung des Gefäßes 1 festlegt. Diese
Winkelgröße 2 α kann über den verstellbar angeordneten
Kurbelzapfen 16 α nach einer gewünschten Stärke der Badbewegung im Gefäß 1 eingestellt
werden.
Da die taumelartige Bewegung des Gefäßes 1 eine starre Verbindung mit dem Kurbelzapfen 16 α nicht
zuläßt, ist dieser mit einer Lagerschale 16 b nach Art eines Pendelwälzlagers versehen. Die Lagerschale
16 b ist in einer Gegenschale 16 c mit entsprechend gestalteter Innenform und zylindrischer Außenform
eingelagert, die in einer Buchse 1 α am Gefäß 1 sich
relativ zu diesem in ihrer Höhe verschiebbar bewegen kann. Die befestigbare Platte 16 d dient zur Lagersicherung
der Lagerschale 16 b auf dem Kurbelzapfen 16 α.
Bei einer Schrägstellung des Kippbügels 19 folgt das Gefäß 1 über den Kurbelzapfen 16 α dieser Kippstellung,
wodurch sich die Oberfläche der Schmelze vergrößern kann. Wenn nunmehr eine Taumelbewegung
über die Kurbel 16 auf das Gefäß 1 bewirkt wird, können die Reaktionen der Schmelze
wesentlich günstiger ablaufen, da der sonst gleichmäßigen Badtiefe beim schrägliegenden Gefäß 1 in
verschiedenen Ebenen eine unterschiedliche Größe gegeben wird.
Die Kurbel 16 ist auf einem Schneckenrad 17 befestigt, dessen zugehörige Schnecke über ein nicht
dargestelltes Getriebe oder unmittelbar von einem Motor angetrieben wird. Der Gesamtantrieb für die
Kurbel 16 kann auch schwenkbar um die Achse 20 der Schnecke angeordnet sein.
F i g. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der
Konverteraufhängung mit einem Tragring 29, an dem die einander gegenüberliegenden Lager 29 a als Lager
für die Bolzen 18 des Kardanrings 4 mit seinen Lagern 5 dienen. Der Tragring 29 ist nunmehr über
die zu den Bolzen 18 achsparallel angeordneten, den Bolzen 18 entsprechenden Kippbolzen 28 im strichpunktiert
gezeichnetenTraggestell 12 α gelagert. Der Antrieb für die Kurbel 16 ist bei dieser Ausführung
zweckmäßig nach unten zur Erzielung eines größeren Hebelarmes für die Bewegung des Gefäßes 1 angeordnet und kann für dessen Taumelbewegung über
die Achse 20 α innerhalb fester Grenzen schwenkbar sein.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß die Hauptlagerachse ζ des Kurbelantriebs unterhalb der Hauptachse
χ der Kardanringlagerung für den Kippzapfen 2 liegen muß. Der Kurbelantrieb kann auch so angeordnet
sein, daß sich der Kurbelzapfen 16 α ungefähr im Raumviertel zwischen der horizontalen
Ebene, in der die Hauptachse y verläuft, und einer dazu senkrechten Ebene y' auf einer kegelmantelförmigen
Bahn bewegt, deren analoge Achse ζ mit dem Schnittpunkt der x- und y-Achsen zusammenfällt.
Bei dieser Anordnung des Kurbelantriebs wirkt auf das Gefäß 1 und die darin im Bodenbereich befindliche
Schmelze eine verstärkte Taumelbewegung, wodurch die Schmelze in eine mehr kreisende Bewegung
versetzt wird.
Claims (5)
1. Kurbeltaumelantrieb für Konverter zum auszugleichen vermag, die sich aus der kreisförmigen
Frischen von Roheisen mittels einer Sauerstoff- 5 Umlaufbahn der Kurbelzapfenachse und der kegellanze
mit einem über seine beiden Kippzapfen in förmigen Umlaufbahn der Längsachse des Gefäßes
einem Kardanring schwenkbar gelagerten Gefäß, ergibt. Eine solche Antriebsanordnung wird weiterwobei
der Kardanring um eine die vertikale hin dadurch schwierig, wenn die Befestigungsstelle
Mittelebene der Kippzapfen durchstoßende Achse nicht mit der Mittelachse des Gefäßes zusammenüber
zwei zugehörige Bolzen in einem Kippbügel io fällt, sondern am äußeren Umfang des Gefäßes liegt,
schwenkbar ist, der koaxial über diese gleichen Aufgabe der Erfindung ist es, ein solches Aus-Bolzen
oder über zusätzliche, achsparallele Kipp- gleichselement, das zunächst als Kugel- oder Kreuzbolzen
mittels eines Kippantriebs in einem Trag- gelenk ausgebildet sein müßte, möglichst einfach zu
gestell kippbar ist, und wobei die Kurbelzapfen gestalten.
mit dem Gefäß dauernd im Eingriff stehen, d a - 15 Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die
durch gekennzeichnet, daß die Achsen Achsen der Kurbelwelle und ihres Kurbelzapfens für
der Kurbelwelle (16) und ihres Kurbelzapfens die Taumelbewegung des Gefäßes gegeneinander in
(16 a) für die Taumelbewegung des Gefäßes (1) einem Winkel (α) so geneigt sind, daß sie durch den
gegeneinander in einem Winkel (α) so geneigt Schnittpunkt der Kardanring-Hauptachsen verlaufen,
sind, daß sie durch den Schnittpunkt der Kardan- 20 Bei dieser Gestaltung kann die dem Gefäß zu er-
ring-Hauptachsen (x, y) verlaufen. teilende Taumelbewegung durch den Kurbelantrieb
2. Kurbeltaumelantrieb nach Anspruch 1, da- in günstiger Weise von dem Kardanring mit den
durch gekennzeichnet, daß der Kurbelzapfen beiden sich kreuzenden Hauptachsen übernommen
(16 a) auf der Kurbelwelle (16) verstellbar ange- werden.
ordnet ist. 25 In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
3. Kurbeltaumelantrieb nach den Ansprüchen 1 den Kurbelzapfen auf der Kurbelwelle verstellbar an-
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (z) zuordnen. Die Verstellbarkeit ist so gewählt, um
der am Tragring (19, 29) angeordneten Kurbel- einen kleineren oder größeren Radius der Kurbel zu
antriebsvorrichtung (16,17) außerhalb der verti- erzielen, d. h., um den Winkel (α) zu verkleinern oder
kalen Ebenen, in denen die Hauptachsen (x bzw. y) 30 zu vergrößern. Damit läßt sich die Weite der Taumelder
kardanischen Lagerung verlaufen, ange- bewegung des Gefäßes einstellen.
ordnet ist. - Nach einer anderen Ausbildungsform der Erfin-
4. Kurbeltaumelantrieb nach den Ansprüchen 1 dung ist die Achse der am Tragring angeordneten
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel- Kurbelantriebsvorrichtung außerhalb der vertikalen
antriebsvorrichtung (16,17) ober- oder unterhalb 35 Ebenen, in denen die Hauptachsen der kardanischen
des Tragrings (19, 29) angeordnet ist. Lagerungen verlaufen, angeordnet. Auf der Grund-
5. Kurbeltaumelantrieb nach den Ansprüchen 1 lage dieser Anordnung ist es möglich, eine abgebis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel- änderte Form der Taumelbewegung des Gefäßes zu
antriebsvorrichtung (16, 17) um eine Zapfen- erzielen.
lagerung (20 d) schwenkbar angeordnet ist. 40 Es ist ferner vorteilhaft, die Kurbelantriebsvorrich
tung ober- oder unterhalb des Tragrings anzuordnen, um wiederum abgewandelte Bewegungsformen bzw.
Bewegungsweiten bei der Taumelbewegung des Gefäßes zu schaffen.
45 Eine weitere Abwandlungsmöglichkeit zur Er-
Die Erfindung betrifft einen Kurbeltaumelantrieb zielung bestimmter Taumelbewegungen kann erreicht
für Konverter zum Frischen von Roheisen mittels werden, wenn die Kurbelantriebsvorrichtung um eine
einer Sauerstofflanze mit einem über seine beiden Zapfenlagerung schwenkbar angeordnet ist.
Kippzapfen in einem Kardanring schwenkbar ge- . , In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch lagerten Gefäß, wobei der Kardanring um eine die 50 dargestellt. Sie wird an Hand von zwei Ausführungsvertikale Mittelebene der Kippzapfen durchstoßende beispielen im folgenden näher erläutert. Die Zeich-Achse über zwei zugehörige Bolzen in einem Kipp- nungen zeigen in
Kippzapfen in einem Kardanring schwenkbar ge- . , In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch lagerten Gefäß, wobei der Kardanring um eine die 50 dargestellt. Sie wird an Hand von zwei Ausführungsvertikale Mittelebene der Kippzapfen durchstoßende beispielen im folgenden näher erläutert. Die Zeich-Achse über zwei zugehörige Bolzen in einem Kipp- nungen zeigen in
bügel schwenkbar ist, der koaxial über diese gleichen F i g. 1 das mit dem erfindungsgemäßen Kurbel-
Bolzen oder über zusätzliche, achsparallele Kipp- taumelantrieb ausgerüstete Gefäß mit seinem Tragbolzen
mittels eines Kippantriebs in einem Trag- 55 gestell im Aufriß,
gestell kippbar ist, und wobei die Kurbelzapfen mit Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1 in vergrößertem
dem Gefäß dauernd im Eingriff stehen. Maßstab, wobei ein mit II bezeichneter Pfeil auf die
Eine solche Anordnung hat den Zweck, auf Grund betreffende Stelle in Fi g. 1 hinweist,
der kardanischen Lagerung des Gefäßes in einem be- F i g. 3 die Anordnung des erfindungsgemäßen
der kardanischen Lagerung des Gefäßes in einem be- F i g. 3 die Anordnung des erfindungsgemäßen
sonderen Traggestell, angetrieben vom Kurbelantrieb, 60 Kurbeltaumelantriebs an einem veränderten Tragring
dem Gefäß eine taumelartige Bewegung zu erteilen, (im Aufriß gezeichnet wie Fig. 1).
so daß in der im Gefäß enthaltenen Schmelze Wellen Nach Fig. 1 besitzt das Gefäß 1 zum Zwecke
so daß in der im Gefäß enthaltenen Schmelze Wellen Nach Fig. 1 besitzt das Gefäß 1 zum Zwecke
entstehen. Die Wellen beschleunigen den Reaktions- einer Schmelzbehandlung seines flüssigen Einsatzes
prozeß und verbessern den Prozeß auch metallur- oder des Frischvorganges von eingesetztem Roheisen
gisch. Neben der kardanischen Lagerung für das 65 mittels der eingeführten Sauerstofflanze 50 mit den
Gefäß bedarf es einer besonderen Antriebsausbildung, beiden Hauptachsen x, y eine kardanische Lagerung
um die Taumelbewegung zu erzeugen. Bei Ver- in einem Kardanring 4, wobei die festen Kippzapf en 2
wendung einer gewöhnlichen Kurbel wird es not- des Gefäßes 1 in den lösbaren Lagern 3,3 a am
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0040242 | 1962-11-09 | ||
| DED0040242 | 1962-11-09 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1433490A1 DE1433490A1 (de) | 1969-02-13 |
| DE1433490C true DE1433490C (de) | 1973-01-18 |
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