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Bausatz zur Bildung eines Gestelles Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Bausatz zur Bildung eines veränderbaren Gestelles, das senkrecht verlaufende
Stützen und mehrere waagrechte Fachböden aufweist. Je ein Fachboden und vier an
seinen Ecken befindliche vertikale Stützrohre bilden eine Baueinheit. Der Bausatz
ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass der Fachboden an den vier vertikalen
Stützrohren in einer von der Mitte der Stützrohre abweichenden Höhenlage starr und
untrennbar befestigt ist, und dass Zwischenglieder vorgesehen sind, die an beiden
Enden je einen Steckzapfen zum passenden Einfügen in zwei miteinander fluchtende
Stützrohre von übereinander angeordneten Baueinheiten aufweisen. Ein Ausführungsbeispiel
und mehrere Anwendungsmöglichkeiten des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend
unter Bezugnahme auf die zugehörige;: ..Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 ist eine
perspektivische Ansicht einer einzelnen Baueinheit, die im Gestellbausatz mehrfach
vorhanden ist;
Fig. 2 stellt in grösserem Masstab und ebenfalls
perspektivisch ein Zwischenglied zum Verbinden von übereinander angeordneten Baueinheiten
dar; Fig. 3 zeigt ein anderes, mehrteilig ausgebildetes Zwischenglied zum gleichen
Zweck, ebenfalls in perspektivischer Darstellung; Fig. 4 und 5 veranschaulichen
zwei verschiedene mit Bauelementen und Zwischengliedern gemäss den Fig. 1 bis 3
gebildete Gestelle in Vorderansicht; Fig. 6, 7 und 8 zeigen Einzelheiten der Gestelle
in grösserem Masstab und teils im senkrechten Schnitt; Fig. 9 -ist die Vorderansicht
eines Reihengestells, das ebenfalls aus Bauelementen und Zwischengliedern gemäss
den Fig. 1 bis 3 gebildet ist; Fig. 10 stellt wieder ein anderes, aus den gleichen
Bestandteilen gebildetes Gestell in Seitenansicht dar; Fig. 11 veranschaulicht,
wie zwei Bauelemente eines Gestelles unter einemjWinkel zueinander angeordnet werden
können, wobei die Bauelemente lediglich mittels eines ihrer Stützrohre übereinander
angeordnet sind; Fig. 12 zeigt schliesslich, dass die Bauelemente des Gestells zum
Zwecke der Lagerung oder des Versandes kompakt aufeinander gestapelt werden können.
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Das in Fig. 1 dargestellte Bauelement A weist vier vertikale Stützrohre
20 auf, an denen ein waagrecht verlaufendes
Tablar in Form eines
Auflegerostes 21, 22 befestigt ist. Der Auflegerost besteht aus zwei seitlichen
Rohrstücken 21, die je ein Paar der Stützrohre 20 miteinander verbinden, und mehreren
Längsrohren 22, welche die Rohrstücke 21 miteinander verbinden und rechtwinklig
zu diesen angeordnet sind. Die beiden äussersten Längsrohre 22 sind gegenüber den
Enden der seitlichen Rohrstücke 21 etwas zurückgesetzt, so dass sie jenseits einer
die angrenzenden Stützrohre 20 berührenden Ebene liegen. Der Auflegerost 21, 22
befindet sich in einer von der Mitte der Stützrohrlänge abweichenden Zage, vorzugsweise
so, dass die Stützrohre 20 mit etwa.
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1/3 ihrer Länge nach oben und mit etwa 2/3 der Länge nach unten vom
Auflegerost abstehen. Der Bausatz zur Bildung eines Gestells enthält mindestens
zwei, vorzugsweise jedoch mehrere Bauelemente A gemäss Fig. 1 und wie vorstehend
beschrieben. Ferner weist der Bausatz eine Anzahl von Zwischengliedern B auf, von
denen eines in Fig. 2 gezeigt ist. Dieses Zwischenglied B weist zwei gleichaxig
zueinander angeordnete Steckzapfen 24 und einen dazwischen angeordneten Bund 25
auf, wobei die Steckzapfen und der Bund aus einem zusammenhängenden Materialstück
bestehen. Der Aussendurchmesser der zylindrischen Steckzapfen 24 ist nur wenig kleiner
als die lichte Weite der vertikalen Stützrohre 20 der Bauelemente .A, so dass de
Steckzapfen
24 wahlweise und lösbar in die Enden der Stützrohre
20 eingefügt werden können. Der Bund 25 hat die gleichen äusseren Querschnittsabmessungen
wie die Stützrohre 20. Fig. 3 zeigt eine andere Ausbildung eines Zwischengliedes
C, das ebenfalls mehrfach im Bausatz des Gestells enthalten sein kann, aber nicht
notwendigerweise vorhanden sein muss. Das Zwischenglied C besteht aus einem zylindrischen
Rohrstück 26 und zwei Doppelsteckzapfen 241, 25t9 von denen jeder gleich ausgebildet
ist wie das oben beschriebene Zwischenglied B. Der eine Steckzapfen 24' jedes Doppelsteckzapfens
241, 25t ist lösbar in das eine oder andere Ende des Rohrstückes 26 eingefügt. Mit
Hilfe der beschriebenen und in Fig. 1 bis 3 dargestellten Elemente des Bausatzes
kann z.B. ein Gestell gemäss Fig. 4 errichtet werden. Mehrere Bauelemente A19 A2,
43 und A4 werden so übereinander angeordnet, dass ihre Stützrohre 20 miteinander
fluchten. Zur Verbindung der Bauelemente A1 bis A4 miteinander werden Zwischenglieder
B verwendet, deren Steckzapfen 24 in die Enden der einander benachbarten Stützrohre
20 eingesteckt werden, wie deutlich in Fig. 6 gezeigt ist. Der Bund 25 der Zwischenglieder
B ist aussen bündig mit der Umfangsfläche der. Stützrohre 20. Je nachdem, wie die
Bauelemente A1 bis A4 gewendet sind, ergeben sich andere Abstände zwischen den Auflegerosten
21, 22 und zwischen dem untersten Auflegerost und dem Boden, weil die Auflegeroste
21, 22 an den Stützrohren 20
aussermittig angeordnet sind. Der Abstand
zwischen den beiden Auflegerosten der zwei untersten Bauelemente A1 und A2 entspricht
beim Beispiel nach Fig. 4 annähernd der hängenabmessung der Stützrohre 20. Zwischen
den Auflegerosten der Bauelemente A2 und A3 besteht ein geringerer Abstand, wogegen
die Auflegeroste der Bauelemente A3 und A4 einen grösseren Abstand voneinander aufweisen.
Selbstverständlich iät es gewünschtenfalls möglich, alle Bauelemente Al bis A4 gleich
anzuordnen und dadurch gleiche Abstände zwischen allen Auflegerosten zu erhalten.
Um den Auflagedruck zwischen den Stützrohren 20 des untersten Bauelementes A1
und dem Boden herabzusetzen, können Fussplatten 28 unterlegt werden, wie in Fig.
4 und besonders deutlich in Fig. 7 veranschaulicht ist. Jede Fussplatte 28 weist
eine zentrale Bohrung 29 auf, in welche der eine Steckzapfen 24 eines Zwischengliedes
B eingesetzt werden kann, dessen anderer Steckzapfen dann in das untere Ende des
betreffenden Stützrohres 20 eingefügt wird. Gewünschtenfalls kann man die Stützrohre
20 des obersten Bauelementes A4 mit Hilfe eines Deckels 30 verschliessen, der einen
in die Stützrohre 20 hinein passenden Steckzapfen 3'! aufweist, wie in Fig. 8 dargestellt
ist. Die Fussplatten 28 und die Deckel 30 sind ebenfalls Bestandteile des Bausatzes
zum Bilden des Gestells.
In Fig. 5 ist ein Gestell veranschaulicht,
das sich von jenem nach Fig. 4 im wesentlichen nur dadurch unterscheidets dass zwischen
den Stützrohren,20 von zwei aufeinanderfolgenden Bauelementen A5 und A6 anstelle
der Zwischenglieder B die weiter oben mit Bezug auf Fig. 3 schon beschriebenen Stützglieder
C eingefügt sind. Dadurch ergibt sich ein grösserer Abstand zwischen den Auflegerosten
21, 22 der Bauelemente A5 und A6. Dieser Abstand kann, je nachdem wie die Bauelemente
gewendet werden, noch grösser oder etwas kleiner gemacht werden. Die Länge der Hohrstücke
26 ist an sich beliebig. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, die Rohrstücke
26 gleich lang wie die Stützrohre 20 zu machen. Der Bausatz kann aber auch solche
Rohrstücke enthalten, die zwei- oder dreimal länger sind oder nur die halbe Länge
der Stützrohre 20 aufweisen. Zwischen den Bauelementen A6 und A7 des in Fig. 5 gezeigten
Gestells sind die Zwischenglieder B gemäss Fig. 2 vorhanden. Der Bausatz gestattet
auch die Herstellung von Reihen-Bestellen, von denen ein Ausführungsbeispiel in
Fig. 9 dargestellt ist. Auf einem untersten Bauelement A9 ist ein zweites Bauelement
A10 derart versetzt angeordnet, dass nur ein Paar Stützrohre 20 des einen
mit einem Paar Stützrohre des anderen Bauelementes fluchtet. Diese Stützrohre 20
sind durch Zwischenglieder B verbunden. Auf dem gleichen Paar Stützrohre des zweiten
Bauelementes A10 ist mit Hilfe von weiteren Zwi= schengliedern B ein drittes Bauelement
A11 angeordnet, dessen
sämtliche Stützrohre mit jenen des untersten
Bauelementes A9 fluchten. Zwischen den nun noch freien Paaren der Stützrohre
20 der Bauelemente A9 und A11 sind Zwischenglieder G angeordnet, deren Rohrstück
26 gleich lang ist wie die Stützrohre 20 des Bauelementes A10. Auf völlig analoge
Weise sind auf dem Bauelement A11 noch zusätzliche Bauelemente A12 und A13 mittels
Zwischengliedern B bzw. C angebracht. An die Bauelemente A10 und A12 sind auf die
gleiche Art noch weitere Elemente A14, A15 und A16 angeschlossen.
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Während beim Gestell nach Fig. 9 die übereinander angeordneten Bauelemente
A9 bis A13 in Längsrichtung der Roststäbe 22 seitlich in Bezug aufeinander versetzt
sind, zeigt Fig. 10 ein Beispiel mit einer analogen Versetzung der Bauelemente A17
und A19 in Richtung der seitlichen Roststäbe 21. Auf diese Weise kann ein
treppenartiges Gestell gebildet werden.
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Gemäss Fig. 11 sind zwei übereinander angeordnete Bauelemente A20
und A21 dermassen gegeneinander versetzt und geschwenkt, dass nur ein einziges Stützrohr
20 des einen mit einem einzigen Stützrohr des anderen Bauelementes fluchtet. Diese
StUtzrohre'sind durch ein Zwischenglied B miteinander verbunden. Unter den übrigen
Stützrohren des oberen Bauelementes A21 befinden sich Zwischenglieder C oder aber
die Stützrohre eines weiteren, in Fig. 11 nicht dargestellten Bauelementes A. Selbstverständlich
können über den gezeigten
Bauelementen A20 und A21 weitere solche
Bauelemente vorhanden und in analoger Weise angeordnet sein. Man erhält auf diese
Art des Zusammenbaues ein im Grundriss winklig verlaufendes Gestell. In zahlreichen
Fällen ist es erwünscht, den Winkel zwischen den Längsrichtungen der Roststäbe 22
von übereinander angeordneten Bauelementen A20 und A21 900 zu machen, damit
das Gestell raumsparend in Zimmerecken plaziert werden kann.
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Die beschriebenen und in der Zeichnung veranschaulichten Beispiele
von Gestellen, die sich mit dem Bausatz gemäss der Erfindung bilden lassen, sind
nur eine kleine Auswahl der zahllosen Möglichkeiten.
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Fig. 12 zeigt schliesslich noch, wie zwei Bauelemente A22 A23 zum
Lagern oder für den Versand in platzsparender Weise aufeinander gestapelt werden
können. Die Auflegeroste 21, 22 lassen sich nämlich unmittelbar aufeinander legen,
weil die äussersten Längsstäbe 22 des Auflegerostes gegenüber den Stützrohren 20
nach innen versetzt sind. So finden sämtliche Länge stäbe.22 des oberen Bauelementes
A23 zwischen den nach oben ragenden Partien der Stützrohre 20 des unteren Bauelementes
A22 Platz. Es ist selbstverständlich, dass auf diese Art eine ganze Anzahl von Bauelementen
A aufeinander gestapelt werden, wobei lediglich eine geringe Verschiebung des jeweils
nächst oberen Bauelementes.in Längsrichtung der Roststäbe 22 um den Aussendurchmesser
der Stützrohre 20 erforderlich ist:
Der beschriebene Bausatz zur
Bildung von Gestellen hat in erster Linie den Vorteil, dass er vielseitig anwendbar
ist und beim Vorhandensein einer genügend grossen Anzahl von Bauelementen A und
Zwischengliedern C oder D den Bau von zahllosen Varianten und Formen der Gestelle
erlaubt. Ein weiterer Vorteil liegt in der Einfachheit der Elemente des Bausatzes,
die rationell hergestellt werden können. Die Tragfähigkeit und Standfestigkeit der
mit dem Bausatz gebildeten Gestelle ist überraschend gross. Die mit dem Bausatz
gebildeten Gestelle können beispielsweise zum Aufstellen von Aktenordnern, Büchern
oder Verkaufsgegenständen verwendet werden. Die'Gestelle können in einfacher Weise
den jeweiligen Bedürfnissen hinsichtlich Anzahl und Abstand der Auflegeroste und
im Hinblick auf den zur Verfügung stehenden Raum und die gegebenen Gebäudeteile
angepasst werden. Trotz ihrer Vielteiligkeit haben die mit dem Bausatz gebildeten
Gestelle ein gutes Aussehen, weil die Stützrohre 20 und die Zwischenglieder B und
C Säulen mit einer ununterbrochenen, stufenlosen Aussenfläche bilden.