DE1429235B - Streudose - Google Patents
StreudoseInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Streudose, für pulverförmige, körnige oder stückige Stoffe, insbesondere
für Gewürze od. dgl. Nahrungsmittelzusatzstoffe, mit einer deckelseitig angeordneten, bereichsweise
unterschiedlich durchbrochenen Siebplatte und einem darüberliegenden, eine Aussparung aufweisenden,
drehbaren Abdeckschieber und mit einem Siebplatte und Abdeckschieber übergreifenden Deckel,
wobei Siebplatte und Abdeckschieber den Öffnungsquerschnitt der Dose einnehmen und unterhalb des
Öffnungsrandes angeordnet sind.
Bei einer bekannten Streudose dieser Art sind die Siebplatte und der Abdeckschieber als einzelne scheibenförmige
Teile unmittelbar unterhalb des umgebördelten Öffnungsrandes der Dose in einem gegenüber
dem Dosendurchmesser verjüngten Halsteil angeordnet; der auf das Halsteil aufsetzbare Deckel übergreift
den Abdeckschieber und die Siebplatte und läßt im aufgesetzten Zustand einen freien Hohlraum zwischen
dem Abdeckschieber und der Innenseite des Deckels entstehen. In diesem Hohlraum bzw. Zwischenraum
kann sich Streugut sammeln, wenn der Abdeckschieber vor dem Aufsetzen des Deckels nicht
geschlossen worden ist und die Dose im geschlossenen Zustand geschüttelt oder gestürzt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Streudose der eingangs genannten Art so auszubilden, daß unabhängig
von der Stellung des Abdeckschiebers zur Siebplatte keinerlei Streugut in den Zwischenraum
zwischen Abdeckplatte und Dosendeckel gelangen kann und zugleich eine einfache und saubere Befüllung
der Dose mit dem Streugut erreichbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Streudose gemäß der Erfindung dadurch aus, daß die Aussparung
des Abdeckschiebers von einem Stehbund umgeben ist, der sich bis zur Innenfläche des Deckels
erstreckt und bündig an dieser anliegt.
Hierdurch wird zunächst sichergestellt, daß bei einem Schütteln oder Stürzen der mittels des Deckels
verschlossenen Dose auch dann keinerlei Streugut aus dem Doseninnenraum in den Zwischenraum zwischen
Dosendeckel und Abdeckschieber gelangen kann, wenn dieser in einer Stellung verblieben ist, in
der er öffnungen der Siebplatte freigibt. Auf diese Weise kann sich in diesem Zwischenraum kein Gut
sammeln und bei einem Gebrauch der Dose die genaue Dosierbarkeit des Doseninhaltes sowie die erwünschte
unterschiedlich starke, jedoch gleichmäßige Streuwirkung beeinflussen. Außerdem wird ermöglicht,
daß durch die Stehbundöffnung des Abdeckschiebers hindurch ein einfaches Nachfüllen der
Dose ohne Verschmutzung des Abdeckschiebers durchgeführt werden kann.
Bei einer Streudose anderer Art, bei der der Abdeckschieber funktionsmäßig zugleich die Siebplatte
bildet und die keinen übergreifenden Deckel besitzt, war es bereits bekannt, die beiden einmal als freie
Öffnung, zum anderen als Sieböffnung vorgesehenen öffnungen des Abdeckschiebers in einer Ebene etwas
oberhalb der Platte des Abdeckschiebers vorzusehen, um so mittels der erhabenen öffnungen eine Hand- ö
habe zum Verdrehen des Abdeckschiebers zu erreichen. Bei dieser anders gearteten Streudose, bei der
der Abdeckschieber zugleich die Funktion der Siebplatte hat und außerdem das alleinige Verschlußteil
der Dose bildet, stellt sich jedoch das der Erfindung zugrunde liegende Problem nicht, so daß diese Streudose
auch keine Anregung zur Schaffung der Erfindung geben konnte.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung im einzelnen sind die Siebplatte und der Abdeckschieber vorzugsweise
als an sich bekannte Einsteckeinheit ausgebildet und bilden eine etwa durchmessergleiche Abdeckung
des zylindrischen Dosenkörpers selbst.
Hierdurch wird — bei entsprechendem Dosendurchmesser — in konstruktiv und herstellungsmäßig
besonders einfacher Weise sowohl eine maximal große öffnung der Dose für die maschinelle Erstbefüllung
ohne Verschmutzung der Dose im oberen Bereich erreicht wie auch eine zum einfachen Nachfüllen
der Dose durch die Stehbundöffnung des Abdeckschiebers hindurch ausreichende Größe der Stehbund- i Q
öffnung ermöglicht.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigt
F i g. 1 einen vereinfachten Querschnitt durch eine Streudose nach der Erfindung im Aufriß,
F i g. 2 eine Ansicht der Streudose nach F i g. 1 mit entferntem Deckel im Grundriß.
Die Wandung 1 ist unterhalb ihres oberen Öffnungsrandes mit einem umlaufenden Absatz 2 versehen,
der bei aufgesetztem Deckel 3 mit der Deckelaußenwandung bündig abschließt. Dieser Deckel 3
übergreift den Öffnungsrand der Dose unter Abdich- . tung des Doseninnenraumes durch Anlage an der Dosenaußenwandung
in diesem Bereich. Von dem oberen Öffnungsrand nach innen dem Doseninnenraum zu verlegt ist die Siebplatte 4 angeordnet, deren Ringflansch
koaxial zur Doseninnenwandung gerichtet ist und an diser klemmend anliegt. An seiner Randkante
weist dieser umlaufende Flansch einen ebenfalls umlaufenden Anlageansatz 5 auf, welcher die Einstecktiefe
begrenzt und in zweiseitiger Anlage an der Dekkelinnenwandung die Abdichtung des Doseninnenraumes
unterstützt. Die Siebplatte 4 ist bereichsweise mit öffnungen 6 versehen, die einen von Bereich zu
Bereich unterschiedlichen Durchmesser aufweisen und so ein einwandfreies Streuen von Gewürzen unterschiedlicher
Stückgröße ermöglichen. Der Abdeckschieber? liegt unmittelbar auf der Siebplatte 4 auf
und ist gegenüber dieser um einen Zapfen 8 drehbar, wobei zur Erleichterung der Drehbewegung Rippen 9
vorgesehen sind. Dieser Abdeckschieber 7 weist eine Aussparung auf, die jeweils einem durchbrochenen
Bereich der Siebplatte entspricht und von einem Stehbund 10 umgeben ist, der sich bis zur Innenfläche des
Deckels 3 erstreckt und bündig an dieser anliegt. Gleichgültig, in welcher Stellung sich der Abdeckschieber
7 zur Siebplatte 4 befindet, ist auch bei einem Stürzen oder bei einem unvorsichtigen Handhaben
der Dose sichergestellt, daß Streugut nicht in den Zwischenraum zwischen dem Deckel 3 und dem
Abdeckschieber 7 gelangen kann und nach Abnehmen des Deckels bei Gebrauch in unkontrollierten
und unzerstreuten Mengen in Speisen od. dgl. gelangt. Durch ein Stürzen der Streudose durch die
Siebplatte 4 hindurch in den von dem Stehbund 10 umgrenzten Raum gelangendes Gut fällt bei Aufrichten
der Dose zumindest zum größten Teil in den Doseninnenraum wieder zurück, so daß gegebenenfalls
verbleibende Restmengen die bei einem regulären Streuen erwünschten Mengen nicht übersteigen.
Die Ausbildung der Siebplatte 4 mit Abdeckschieber 7 als lösbares Einsatzteil ermöglicht ein schnelles
Nachfüllen von Streugut und zugleich ein leichtes und wirksames Reinigen der Dose. Durch die Anlage
des Stehbundes 10 an der Deckelinnenfläche wird zugleich die Dichtwirkung unterstützt, die ein Eindringen
von Feuchtigkeit, Staub u. dgl. in den Doseninnenraum verhindert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Streudose für pulverförmige, körnige oder stückige Stoffe, insbesondere für Gewürze
od. dgl. Nahrungsmittelzusatzstoffe, mit einer deckelseitig angeordneten, bereichsweise unterschiedlich
durchbrochenen Siebplatte und einem darüberliegenden, eine Aussparung aufweisenden,
drehbaren Abdeckschieber und mit einem Siebplatte und Abdeckschieber übergreifenden Dekkel,
wobei Siebplatte und Abdeckschieber den Öffnungsquerschnitt der Dose einnehmen und unterhalb
des Öffnungsrandes angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausspa-
rung des Abdeckschiebers (7) von einem Stehbund (10) umgeben ist, der sich bis zur Innenfläche
des Deckels (3) erstreckt und bündig an dieser anliegt.
2. Streudose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebplatte (4) und der Abdeckschieber
(7) als an sich bekannte Einsteckeinheit ausgebildet sind und eine etwa durchmessergleiche
Abdeckung des zylindrischen Dosenkörpers selbst bilden.
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