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DE1423461C - Anordnung zur zeitlich linearen Modulation eines Magnetfeldes - Google Patents

Anordnung zur zeitlich linearen Modulation eines Magnetfeldes

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Publication number
DE1423461C
DE1423461C DE1423461C DE 1423461 C DE1423461 C DE 1423461C DE 1423461 C DE1423461 C DE 1423461C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic field
arrangement
galvanometer
coil
arrangement according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
William Earl Palo Alto; Packard Martin Everett Menlo Park; Calif. Bell (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Varian Medical Systems Inc
Original Assignee
Varian Associates Inc
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung ein linear durch eine »Sweepa-Modulationsfrequenz
zur zeitlich linearen Modulation eines Magnetfeldes moduliertes Magnetfeld ohne Beeinträchtigung der
unter gleichzeitiger Ausschaltung unerwünschter linearen Modulation zu stabilisieren.
Schwankungen. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Er-
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine 5 findung sieht vor, daß in dem Stromversorgungskreis
Anordnung für spektralanalytische Messungen ma- des zu stabilisierenden Elektromagneten zur Einstel-
gnetischer Kernresonanzen mit hohem Auflösungs- lung der magnetischen Feldstärke ein einstellbares
vermögen. Bei derartigen Anordnungen findet eine Potentiometer vorgesehen ist und daß der Potentio-
»Sweep«-Modulation des Magnetfeldes Anwendung, meterabgriff desselben mit einem eine Gleichspan-
und gleichzeitig ergibt sich die Aufgabe, unerwünschte io nung erzeugenden Generator verbunden ist, der bei
Schwankungen des Magnetfeldes, die das Meßresultat Betätigen des Potentiometerabgriffes eine Kompen-
verfälschen, auszuschalten. sationsspannung erzeugt, die dem Eingangskreis der
Um ein Magnetfeld konstant zu halten, ist es bei- Integralionsvorrichtung der Stabilisierungsanordnung spielsweise bekannt, das Magnetfeld mit Hilfe einer zugeführt wird zu dem Zweck, die zur Stabilisierung Hall-Sonde zu messen und durch die Hall-Sonde eine 15 des Magnetfeldes vorgesehene Stabilisierungsvorrich-Regelanordnung zu steuern, welche den das Magnet- tung während des Einstellvorganges des Potentiofeld erzeugenden Elektromagneten mit Strom ver- meterabgriffes unwirksam zu machen,
sorgt. Eine andere bekannte Anordnung zur Rege- Bei spektralanalytischen Messungen zur' Unterlung des von einem Elektromagneten erzeugten Ma- suchung von magnetischen Kernresonanzen bei gnetfeldes besteht in einer servomechanischen An- 20 hohem Auflösungsvermögen verwendet man Üblicherordnung, die in Abhängigkeit von der Spannung ge- weise ein Magnetfeld, dessen Stärke etwa 7000 bis steuert wird, welche sich an der Erregerspule des 14000 G beträgt. An dieses .Magnetfeld ist neben der Elektromagneten ausbildet. Forderung der Homogenität die Forderung höchster
Derartige Anordnungen haben zwar den Vorteil, zeitlicher Konstanz der erzeugten Feldstärke .zu
daß sich das Magnetfeld beim Einschalten auf den 25 stellen.
durch die Regelanordnung vorbestimmten Wert So ist bei derartigen Messungen während einer
selbsttätig einstellt. Es ist jedoch die mit derartigen Zeitspanne von mindestens 30 Sekunden eine Stabi-
Anordnungen erzielbare Stabilität des Magnetfeldes lität von > 107 zu verlangen.
beschränkt, liegt in der Größenordnung von 103 Eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ge-
bis 101. 30 stattet es, mit derartiger Präzision ein linear modu-
Die Erfindung sieht Mittel zur Kompensation un- liertes Magnetfeld zu erzielen.
erwünschter Schwankungen des zur Anwendung vor- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
gesehenen Magnetfeldes vor; diese Mittel sind bei nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit
der Erfindung so ausgebildet, daß zwar unerwünschte den Figuren erörtert. Von den Figuren zeigt
Schwankungen des Magnetfeldes durch Kompensa- 35 Fig. 1 eine teilweise geschnittene schematische
tion unterdrückt werden, daß aber bei dem Kompen- Wiedergabe eines im Rahmen der Erfindung zur An-
sationsvorgang der gewünschte zeitlineare Anstieg des wendung vorgesehenen Elektromagneten,
Magnetfeldes nicht beeinträchtigt wird. F i g. 2 ein Blockschaltbild einer erfindungs-
Eine Anordnung zur zeitlich linearen Modulation gemäßen Stabilisierungsanordnung,
eines Magnetfeldes unter gleichzeitiger Ausschaltung 40 In F i g. 1 ist ein Elektromagnet gezeigt, der Polunerwünschter Schwankungen kennzeichnet sich ge- stücke 11 und 12 besitzt, die von elektrischen Spulen maß der Erfindung dadurch, daß im Magnetfeld eine 13 und 14 umschlossen sind. Der erregende Gleicherste Spulenanordnung vorgesehen ist, die ein den strom wird von einer Stromquelle 15 geliefert. Zwei Feldstärkeschwankungen proportionales Signal an Anordnungen von je drei ringförmigen Spulen 16,17 eine Integrationsstufe abgibt, daß im Magnetfeld eine 45 und 18 bzw. 19, 20 und 21 sind auf den Polstücken zweite Spulenanordnung vorgesehen ist, die vom 11 und 12 vorgesehen und dienen als Aufnahme-Ausgang der Integrationsstufe gespeist wird, und spulen und als Gegenspulen für die genaue Stabilidaß eine einstellbare hochkonstante Spannungsquelle sierung des magnetischen Feldes in dem Luftspalt, vorgesehen ist, die im Modulationsrhythmus zusatz- In dem Luftspalt der F i g. I befinden sich, senkrecht lieh an den Eingang der Integrationsstufe anschließ- 50 aufeinander angeordnet, die Hochfrequenz-Sendebar ist. spule 22, die Hochfrequenz-Empfangsspule 23 und
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zwei Durchlaufspulen 24,25, eine Anordnung, wie sieht vor, daß die zur Anwendung vorgesehene Inte- sie bei der Durchführung magnetischer Kemresonanzgrationsvorrichtung ein Drehspul-Spiegelgalvano- messungen mit gekreuzten Spulen bekannt ist. Die meter mit einem im Eingangskreis eines Differenz- 55 Spulen 22, 23, 24 und 25 bilden den Probekörper 26 Verstärkers angeordneten, von einem für den Galvano- zur Messung der kernmagnetischen Resonanzen, der meterspiegel geleiteten Lichtstrahl beaufschlagten in F i g. 2 dargestellt ist. In F i g. 2 sind der HF-Fotozellenpaar ist. Sender 27, der HF-Empfänger 28, die Anzeigeanord-
Durcheine Veröffentlichung von Wy η η-Williams nung 28'. und der Modulationsgenerator 29 darin der Zeitschrift »Proceedings of the Royal Society 60 gestellt.
of London«, Serie A, 1934, S. 250 ff., ist es an Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 sind die
sich bekanntgeworden, ein konstantes Magnetfeld Spulen 19,17 und 18 in Serie geschaltet und dienen
durch Anwendung eines Fluxmeters in Form eines als Aufnahmespulen, in welchen Ströme entsprechend
aperiodisch gedämpften Drehspulgalvanometers mit den Schwankungen des magnetischen Flusses in den
nachgeschalteten Fotozellen zur Erzeugung einer 65 Polschuhen 11 und 12 erzeugt werden. Die Spulen
kompensierenden Differenzspannung zu verwenden. 16, 20 und 21 sind ebenfalls in Serie geschaltet und
Es handelte sich bei dieser Anordnung jedoch nicht wirken als Kompensationsspulen, indem ihnen Strom
um die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, zugeführt wird, der von den unerwünschten Schwan-
klingen des magnetischen Flusses, welche durch die Aufnahmespulen festgestellt werden, abhängt, dergestalt, daß gleiche und entgegengesetzte Magnetflüsse in den magnetischen Polschuhen erzeugt werden, welche die unerwünschten Schwankungen des Magnetflusses kompensieren. Ein Galvanometer 31 ist mit der Aufnahmespule gekoppelt und wirkt als Integrationselement in dem Übertragungskreis zwischen den Aufnahmespulen und den Gegenspulen. Das Galvanometer ist ein Drehspulgalvanometer mit Galvanometerspule 32.
Ein von Hand betätigter Nockenschalter steuert eine Mehrzahl Kontakte des Schalters 33 und besitzt drei Schaltstellungen. Die erste Schaltstellung kann als »Anfangsabgleich« bezeichnet werden; diese Stellung wird durch den unteren Pfeil 34 der Fig. 2 charakterisiert. Die zweite Stellung ist die »Normalstellung« und die Mittelstellung die »Ausstellung«; in diesen Stellungen befindet sich normalerweise das System, wenn es nicht anfänglich abgeglichen ist oder zur Untersuchung einer chemischen Substanz benutzt wird. Die dritte, nämlich die obere Stellung ist die »Einstellung«, welche der Durchführung eines Versuches mit hoher Auflösung entspricht; diese Stellung ist durch den Pfeil 35 bezeichnet.
Nachdem die Anlage eingeschaltet wurde und elektrische Energie den verschiedenen Stufen und Anordnungen zugeführt wird, ist es erforderlich, einen Anfangsabgleich der Anlage vorzunehmen und das Galvanometer auf seine ursprüngliche Null-Lage einzustellen. Danach ergibt sich nur selten die Notwendigkeit, einen Anfangsabgleich durchzuführen, denn nachdem das System einmal anfänglich abgeglichen ist, können viele magnetische Kernresonanzspektren durchgemessen werden, ohne daß sich eine Notwendigkeit eines neuen Abgleichs ergibt. Um anfänglich den Abgleich vorzunehmen, wird von Hand der Nockenschalter 33 nach unten gelegt, so daß die Schalterkontakte 36 und 37 geschlossen werden. Es ergibt sich dann ein Stromkreis von Erde durch den kritisch das Galvanometersystem dämpfenden Widerstand 38, über die Kontakte 37 und 39, über die Drehspule 32 und den Widerstand 41 nach Erde hin. Das Galvanometer kann dann von Hand in bekannter Weise eingestellt werden, bis das Galvanometer auf Null zeigt. Der Differentialverstärker 42 wird so abgeglichen, daß dann der Strom durch das Mikroamperemeter Null ist.
Während der Messung mit hohem Auflösungsvermögen wird der Schalter 33 in seine obere Stellung, d.h. die »Einstellung«, gebracht. Die Aufnahmespule 19,17,18 ist dann über den Kontakt 44 des Schalters mit der Galvanometerspiile 32 verbunden und über den Galvanometerwiderstand 41 mit Erde. Der Strom, der in der Aufnahmespule infolge von Änderungen des magnetischen Flusses der Magnetpole 11 und 12 induziert wird, wird durch die Galvanometerspule 32 geleitet und bewirkt eine Drehung des Galvanometerspiegels 45, der mit der Spule 32 verbunden jst. Licht, welches von einer Lichtquelle 46 von dem Spiegel 45 reflektiert wird, wird von zwei Fotozellen 47 und 48 angezeigt. Der Strom der beiden Fotozellen ist proportional der Aufteilung des Lichtes zwischen den beiden Zellen, die durch die Ablenkung des Spiegels 45 bestimmt ist. Eine Ablenkung des Lichtstrahls nach der einen oder anderen Seite hat eine Zunahme des Stromes in der einen oder der anderen Fotozelle zur Folge, je nach der Entfernung und der Richtung der Ablenkung. Die Ausgangsströme der Fotozellen werden zu einem Differenzverstärker 42 geleitet, der ein Ausgangssignal liefert, dessen Amplitude von der Amplitude des Stromes abhängt, der in der Aufnahmespulc induziert wurde.
Das Gleichstromausgangssignal des Verstärkers 42 wird über das Mikroamperemeter 43 zu dem Schalterkontakt 49, den Gegenspulen 16, 20, 21 und über
ίο einen verhältnismäßig niedrigen variablen Widerstand 51 nach Erde geleitet. Auf diese Weise durchfließt das Gleichstromausgangssignal des Differentialverstärkers 42 die Gegenspule und bewirkt eine Änderung des Magnetflusses in den Polstücken 11 und 12, welche in Richtung entgegengesetzt und in Amplitude gleich ist der Änderung des Flusses, die durch· die Aufnahmespule angezeigt wurde. Der an dem Widerstand 51 entstehende Spannungsabfall wirkt sich auf den Strom in den Hauptspulen 13,14 aus und unterstützt den Kompensationsvorgang.
Der Strom, der durch die Gegenspulen fließt, ist imstande, Magnetfeldänderungen bis zu ungefähr 1 Gauß zu kompensieren. Das dem Spannungsversorgungsgerät 15 zugeführte Kompensationssignal kann größere Feldänderungen, beispielsweise von 10 Gauß, korrigieren. Dieser Gegenkopplungskreis führt von der einen Seite des einstellbaren Widerstandes 51 zu einem Potentiometer 52 mit Gleitkontakt 53. Änderungen im Spannungsgefälle am Widerstand 51, die sich infolge von Stromänderungen in den Gegenspulen 16, 20, 21 ergeben, steuern die Energiezufuhr in solcher Weise, daß der Ausgangsstrom des Versorgungsgerätes 15, der zu den Magnetspulen 13 und 14 führt, proportional schwankt. Der Verbindungskreis des Versorgungsgerätes 15 mit dem Gleitkontakt 53 besitzt ein in der Figur nicht gezeigtes Tiefpaßfilter, so daß nur langsame Signalschwankungen in der Gegenspule das Versorgungsgerät beeinflussen können. Auf diese Weise wird das magnetische Feld der Magneten 11,12 automatisch dadurch verändert, daß die Spannungsversorgung durch das Gerät 15 langsame Schwankungen des Magnetfeldes kompensiert, beispielsweise über einen Bereich von 10 Gauß. Die kurzzeitig wirkenden Schwankungen im Magnetfluß werden durch den Stromfluß in den Gegenspulen, wie zuvor erörtert, kompensiert. Der Widerstand 51 ist einstellbar, so daß die Verstärkerleistung der Gegenkopplung zu der Spannungsquelle 15 einstellbar ist.
In dem Stromkreis des Spannungsversorgungsgerätes 15 des Magneten befindet sich ferner ein Widerstand 54, eine Batterie 55 und das Potentiometer 52. Durch Einstellung des Gleitkontaktes 53 wird dem Steuerkreis des Spannungsversorgungsgerätes 15 ein Gleichstrom zugeführt, dessen Amplitude und Richtungssinn derart ist, daß er in gewünschter Weise den Strom durch die Magnetspulen 13 und 14 und damit die Stärke des Magnetfeldes vergrößert oder verkleinert. Darin liegt eine bequeme Art, das Magnetfeld von Hand zu ändern. Wenn man die Stärke des Magnetfeldes durch Ändern des Widerstandsabgriffes 51 ändert, registrieren die Aufnahmespulen 17, 18, 19 eine entsprechende Flußänderung, und es wird daher ein Stromfluß induziert, der von der Amplitude und der Größe der Flußänderung abhängt. Wenn dieser induzierte Strom durch die Galvanometerspule 32 geleitet wird, würde eine schnelle Bewegung des Galvanometers über die Skala hinaus
resultieren, und damit würde das Galvanometersystem versuchen, einen kompensierenden Strom der Gegenspulc zuzuführen. Es finden Mittel Anwendung, um eine solche Reaktion des Galvanometersystems bei Ändern des Magnetfeldes zu verhindern. Ein kleiner Gleichstromgenerator 56 ist vorgesehen, dessen Rotor mechanisch mit dem Gleitkontakt 53 gekoppelt ist, so daß eine Veränderung des Gleitkontaktes 53 eine Drehung des Rotors des Generators 56 bewirkt. Wenn daher das Magnetfeld mit Hilfe des Gleitkontaktes53 verändert wird, erzeugt der Generator 46 einen Gleichstrom, dessen Größe und Richtung von der Richtung der Magnetfeldänderung abhängt, und dieser Strom dauert an, solange der Gleitkontakt 53 bewegt wird und das Magnetfeld sich ändert. Dieser Gleichstrom wird von dem Generator 56 auf einen einstellbaren Widerstand 57 übertragen und durch den normalerweise geschlossenen Schaltkontakt 58 den Kontakten 59 der Schalteranordnung der Galvanometerspule 32 zugeleitet. Die Größe des Wider-Standes 57 ist derart, daß der Gleichstrom, der in der Galvanonieterspule erzeugt wird, infolge der Wirkung des Generators 56 ebenso groß ist wie der Gleichstrom, den die Galvanometerspule 32 von den Aufnahmespulen 17, 18, 19 zugeführt erhält. Es ist daher der resultierende Strom in der Galvanometerspule Null, und es ergibt sich, daß eine Änderung des Magnetfeldes, die von einer Bedienungsperson hervorgerufen wird, durch das Galvanometersystem nicht angezeigt wird. Wenn die absichtliche Änderung des Magnetfeldes durch Betätigen des Kontaktes 53 aufhört, so verschwindet auch der Gleichstrom des Generators 56. Der Schalter 58 ist für den Fall vorgesehen, daß der Wert des Widerstandes 57 derart sein sollte, daß der Gleichstrom, den der Generator 56 erzeugt, nicht genau den richtigen Wert besitzt, um den durch die Änderung des Magnetflusses im Galvanometer induzierten Strom auszugleichen. Dies tritt üblicherweise nur dann auf, wenn das Magnetfeld sehr beträchtlich geändert wird. Sollte daher bei einer Einstellung des Magnetfeldes das Galvanometer •sich bewegen, so kann der Schalter58 geöffnet und der Gleitkontakt 53 in einer Richtung bewegt werden, welche die Rückkehr des Galvanometers auf die Skalenmitte zur Folge hat. Während dieses Vorganges wird von dem Galvanometer 32 kein Strom des Generators 56 aufgenommen. Nachdem die Nullstellung wieder staltgefunden hat, wird der Schalter 58 wieder geschlossen, und es findet eine weitere Einstellung des Einstcllmittels 53 statt.
Bei spektroskopischen Messungen der magnetischen Kernresonanz unter Anwendung eines extrem hohen Auflösungsvermögens ist es erforderlich, das Gebiet einer magnetischen Linienbreite zu durchlaufen, um das magnetische Resonanzspektrum anzuzeigen. Die Modulationsfrequenz wird üblicherweise von dein niederfrequenten Modulationsgenerator 29 geliefert, der mit Spulen 24 und 25 zusammenwirkt, weiche im Magnetspalt angeordnet sind. Gemäß der Erfindung wird ein Durchlauf system verwendet, welches das Galvanometer und die zugehörigen Kreise ausnützt, um eine sehr exakt wählbare Modulationsfrequenz zu erzeugen, weiche das magnetische Gleichfcld über den gewünschten Bereich einer Linienbreite moduliert. Diese Modulationsanordnung umfaßt die Batterien 61 und 62, das Potentiometer 63, das Potentiometer 64 sowie einen Schalter mit drei Schaltstellungen 65 im Stromkreis der Galvanometerspule 32. Die drei Stellungen des Wählschalters 65 sind die Ausschaltstellung (Mittelstellung), in welcher kein Gleichstrom der Galvanometerspule 32 zugeführt wird, sowie zwei Einschaltstellungen, von denen die eine als Feldzunahmestellung und die andere als Feldabnahmestellung bezeichnet werden kann. Wenn eine Modulation des Magnetfeldes gewünscht wird, die von dem Galvanometer gesteuert wird, wird der Schalter in die Zunahmeoder Abnahmestellung gelegt, je nachdem, ob die Änderung des Magnetfeldes im Sinne zunehmenden oder abnehmenden Magnetfeldes stattfinden soll. Dies äußert sich in der Einführung eines schwachen Gleichstromes in der Galvanometerspule, wobei der Stromkreis von dem Kontakt 65 über den Widerstand 66, den Schaltkontakt 59 zur Galvanometerspule 32 führt. Das Galvanometersystem dreht sich dann langsam und erzeugt einen sich langsam ändernden Ausgangsstrom durch die Gegenspulen 16, 20, 21, was in der Erzeugung einer langsamen Modulationsfrequenz des Magnetfeldes resultiert. Die Potentiometer 63 und 64 sind zu dem Zweck vorgesehen, daß nach Wunsch die Geschwindigkeit der Magnetfeldänderung gewählt werden kann. Bei einer Ausführungsform der Erfindung war die Änderungsgeschwindigkeit des' Magnetfeldes zwischen 0,01 mG/sek bis auf 12 mG/ sek oder mehr veränderlich, wobei die Zeitdauer des Durchlaufens durch ein magnetisches Kernresonanzspektrum zwischen einer Sekunde und drei Minuten veränderbar war. Es kann sich aber auch ergeben, daß das Galvanometer aus anderen Gründen als durch Änderungen des Magnetflusses in den Polstücken in den Bewegungszustand versetzt wird. Es können sich beispielsweise kleine Gleichströme in den Galvanometerkreisen durch die Wirkung thermoelektrischer Potentiale an Lötstellen ergeben oder durch Temperaturänderungen des Gerätes. Solche Gleichströme bewirken ein sehr langsames Wandern der Galvanometerspule und damit langsame Änderungen des Magnetfeldes. Eine Kontrolle für diese Erscheinungen besteht aus dem Parallelzweig zu den Batterien 61 und 62, nämlich dem Potentiometer 67 und dem Widerstand 68, welche mit der Galvanometerspule gekoppelt sind und einen Gleichstrom von einer Amplitude und einer Richtung bewirken, wie er durch die Stellung des Gleitkontaktes des Potentiometers 67 gewünscht ist; dadurch wird der unerwünschte Gleichstrom in der Spule 32, welcher das langsame Wandern des Galvanometers und des Magnetfeldes mit sich brachte, kompensiert.
Es kann von Zeit zu Zeit erforderlich sein, daß das sehr empfindliche Galvanometer wieder nachjustiert werden muß. Zu diesem Zweck wird der Nockenschalter 33 in seine mittlere, d. h. Normalstellung, gelegt. Es liegt dann ein Stromkreis vor, der von einem kleinen von Hand betätigten Gleichstromgenerator 69 über einen Widerstand 71 und die Kontakte 72, die Galvanometerspule 32 und die Kontakte 39 und 73 zu Erde führt. Indem der Rotor des Gleichstromgenerators 69 von Hand gedreht wird, durchfließt ein kleiner Gleichstrom geeigneter Polarität das Galvanometer und bringt es in seine NuIIage.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Anordnung zur zeitlich linearen Modulation eines Magnetfeldes unter gleichzeitiger Ausschaltung unerwünschter Schwankungen, da-
durch gekennzeichnet, daß im Magnetfeld eine erste Spulenanordnung (17, 18, 19) vorgesehen ist, die ein den Feldstärkeschwankungcn proportionales Sienal an eine Integrationsstufe (31, 32, 45, 46, 47, 48, 42) abgibt, daß im Magnetfeld eine zweite Spulenanordnung (16, 20, 21) vorgesehen ist, die vom Ausgang der Integrationsstufe (31, 32, 45, 46, 47, 48, 42) gespeist wird, und daß eine einstellbare hochkonstanle Spannungsquelle (61, 62, 63, 64, 65) vorgesehen ist, die im Modulationsrhythmus zusätzlich an den Eingang der Integrationsstufe anschließbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Inlegrationsvorrichtung ein Drehspiri-Spiegelgalvanometer (31, 32, 45) mit einem im Eingangskreis eines Differenzverstärkers (42) angeordneten, von einem für den Galvanometerspiegel (45) geleiteten Lichtstrahl (46) beaufschlagten Fotozellenpaar (47, 48) ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Elektromagnelenstrom liefernde Stromversorgungsvorrichlung (15) eine Steuervorrichtung (51, 52, 53, 54, 55) umfaßt, der von der Integrationsvorrichtung (31, 32, 45, 46, 47, 48, 42) ein steuernder Strom zugeführt wird.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die zweite Spulenanordnung (16, 20, 21) durchfließende Strom einen vorzugsweise einstellbaren Widerstand (51) der Stromversorgungsvorrichtung (15) durchfließt.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromversorgungsvorrichtung (15) eine feste Spannungsquelle (55) mit parallel geschaltetem Potentiometer (52, 53) umfaßt.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gezeichnet, daß mit dem Potentiometerabgriff (53) der Rotor eines Gleichspannungsgenerators (56) mechanisch gekoppelt ist und die von dem Generator (56) bei Betätigen des Potentiometerabgriffes (53) erzeugte Spannung in kompensierendem Sinn dem Eingangskreis (32) der Integrationsvorriclitung (31^ 32, 45, 46, 47, 48, 42) zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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