DE1421C - Telephon mit Signalisirvorrichtung - Google Patents
Telephon mit SignalisirvorrichtungInfo
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Description
Patent-Anspruch: Die beschriebene Anordnung eines Telephons mit Signalisirvorrichtung,
sowie die Anwendung eines seitlichen Stieles als Handhabe und Läutetaste zugleich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Claims (1)
1877.
Klasse 21.
WILHELM HORN in BERLIN. Telephon mit Signalis '!!-vorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. December 1877 ab.
Das Telephon bedarf, um in der Praxis Verwendung finden zu können, eines Signalisirapparates,
bezw. Weckers. Der Inductionsstrom, welcher mittelst des Telephonmagneten im günstigsten Falle erzeugt werden kann, reicht
nicht hin, um selbst das empfindlichste Klingelwerk in Bewegung zu setzen. Auch die Anwendung
eines besonderen Magnetinductors empfiehlt sich des verhältnifsmäfsig hohen Preises wegen
nicht. Es mufs demnach ein galvanischer Strom angewendet werden, Welcher ein gewöhnliches
Klingelwerk neben dem Telephon betreibt.
Um nun einerseits den Apparat handlich und billig zu machen, andererseits aber auch eine
zweite Leitung zu vermeiden, hat der Erfinder den Wecker und das Telephon vereinigt an
einer gemeinschaftlichen Handhabe angebracht, und da ein galvanischer Strom doch vorhanden
sein mufs, den Permanentmagneten des amerikanischen Telephons durch einen Elektromagneten
ersetzt und so den in beiliegender Zeichnung dargestellten Apparat erhalten.
Der galvanische Strom geht von einer an beliebiger Stelle der Leitung eingeschalteten Kette
aus und tritt bei der Klemmschraube Y ,ein, nimmt seinen Weg über den federnden Contact
C, umkreist der Reihe nach die beiden Umwicklungen des Electromagneten E und verläfst
den Apparat bei der Klemmschraube Z, um, nachdem er die Leitung durchlaufen und den
Elektromagneten des correspondirenden und ebenso construirten Apparates in gleicher Weise
umkreist hat, zur Kette zurückzukehren. — Der Apparat arbeitet mit Ruhestrom. Der Elektromagnet
verhält sich demnach wie ein Permanentmagnet; die Eisenmembran M, welche sich vor
dem einen Pole befindet, wird demnach genau dieselbe inducirende Wirkung äufsern und Gegenwirkung
erfahren, wie bei dem bekannten Telephon mit Permanentmagnet.
Der entgegengesetzte Pol desselben Elektromagneten trägt ein kleines Klingelwerk. Wird
der Contact C aufgehoben, indem man mit dem Daumen der den Stiel S umfassenden Hand das
federnde Blechstückchen hineindrückt, so wird die Kette geöffnet, der Magnetismus verschwindet,
die Abreifsfeder zieht den Anker A zurück, und der Klöppel holt aus zum Schlag; wird
durch Nachlassen des Daumendruckes der Contact wieder hergestellt, also die Kette wieder
geschlossen, so wird auch der Magnetismus wieder hergestellt, der Anker angezogen und
der federnde Klöppel schlägt gegen die Glocke. Damit der Anker bei allen Lagen des Apparates
stets in derselben Weise durch den Magneten an und durch die Feder abgezogen werden
kann, mufs der Schwerpunkt desselben mit dem Drehpunkt zusammenfallen. Um dieses zu erreichen,
ist ein Justirgewichtchen G auf der dem Klöppel entgegenstehenden Seite angebracht.
Der Apparat ist durch die Anwendung des seitlichen Stieles bequem zu handhaben; auch
ist überall für gute Resonanz gesorgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1421T | 1877-12-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1421C true DE1421C (de) |
Family
ID=70776970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18771421D Expired - Lifetime DE1421C (de) | 1877-12-01 | 1877-12-01 | Telephon mit Signalisirvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1421C (de) |
-
1877
- 1877-12-01 DE DE18771421D patent/DE1421C/de not_active Expired - Lifetime
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