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DE142158C - - Google Patents

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Publication number
DE142158C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
serum
healing
virus
animals
death
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT142158D
Other languages
English (en)
Publication of DE142158C publication Critical patent/DE142158C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IGs], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Haupt-Patentschrift 141888 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Heilserums gegen Malaria und Pferdesterbe beschrieben. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man Pferden, die an Pferdesterbe erkrankt sind, während der Erkrankung oder zur Zeit des Todes bezw. nach dem Tode Körperflüssigkeiten entzieht, diese von dem Virus befreit und dadurch in ein Serum überführt, welches sich bei zahlreichen Versuchen als heilkräftig gegen Malaria und Pferdesterbe erwiesen hat. Das Verfahren beruht auf der neuen wissenschaftlichen Annahme, daß Malaria und Pferdesterbe mindestens durch ein verwandtes, vielleicht durch dasselbe Virus hervorgerufen werden. Außerdem unterscheidet sich das Verfahren auch von dem bisher bekannten Verfahren zur Bereitung von Heilserum dadurch, daß nicht unter allmählichem, durch wiederholte Impfung erfolgendem Hochtreiben des Gehaltes an Immunstoffen lebende und lebend zu erhaltende Tiere geimpft werden und von den so behandelten Tieren Serum
. gewonnen wird, sondern daß unmittelbar von erkrankten, eventuell toten Tieren Körperflüssigkeit gewonnen und vom Virus in der angegebenen Weise befreit wird. Wie bereits in der Beschreibung hervorgehoben wird, liegt in dieser technischen Neuheit der Serumgewinnung eine wesentliche Vereinfachung des Verfahrens zur Bereitung von Heilserum.
Wenn es nun bei anderen Krankheiten im Hinblick auf die Eigenschaft des Virus überhaupt nicht möglich ist, in der bisher erfolgenden Art ein Hochtreiben des Gehaltes an Immunstoffen bei gesund bleibenden Tieren zu erzielen, weil die Abschwächung des Virus nicht oder nicht mit Sicherheit gelingt, so kann es wissenschaftlich nicht mehr zweifelhaft sein, daß die neue Art der Serumbereitung Ver-Wendung finden kann. Somit bahnt das technisch neue Verfahren der Serumbereitung der Serumtherapie allgemein einen neuen Weg. Technisch wertvoll ist aber das neue Verfahren auch dann, wenn im Hinblick auf besondere Verhältnisse die Unterhaltung und Pflege der geimpften Tiere weit kostspieliger ist als das Tiermaterial, also im besonderen in Gegenden, in welchen die zur Serumgewinnung dienenden Tiere keinen großen Wert haben.
Dieses wesentlich vereinfachte Verfahren der Serumgewinnung kann u. a. zur Herstellung eines Heilserums gegen Rinderpest und Lungenseuche Verwendung finden. Das abgeänderte Verfahren ist hiernach folgendes:
Bei Rindern, welche an der Rinderpest schwer erkrankt sind, wird das Heilserum dadurch hergestellt, daß das Blut dieser Tiere gewonnen wird; in dem Blute wird das Virus abgetötet und dann das Serum in bekannter Weise von den Blutkörperchen getrennt und eventuell, gereinigt.
Bei Rindern, welche an der Lungenseuche
erkrankt sind, wird das Serum in ähnlicher Weise dadurch erhalten, daß das Blut bezw.
Exsudat, welches in der Lunge und in der Brusthöhle vorhanden ist, gewonnen wird.
Es lassen sich noch andere Beispiele anführen, in welchen das vorstehend gekennzeichnete Verfahren anwendbar ist; die vorliegenden Erfahrungen lassen keinen Zweifel ίο an der allgemeinen Verwendbarkeit des Verfahrens zur Bereitung von Serum für die verschiedensten Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Weitere Ausbildung des durch das Patent 141888 geschützten Verfahrens zur Herstellung eines Heilserums in der Weise, daß man Individuen, welche an anderen Infektionskrankheiten als Pferdesterbe, im besonderen Rindern, welche an Rinderpest oder Lungenseuche erkrankt sind, während der Erkrankung oder zur Zeit des Todes bezw." nach dem Tode Körperflüssigkeiten entzieht, diese ihres Virus beraubt und so in Heilserum überführt.
DENDAT142158D Active DE142158C (de)

Publications (1)

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DE142158C true DE142158C (de)

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DENDAT142158D Active DE142158C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE142158C (de)

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