DE1406687C - Hydraulische Schwenkvorrichtung fur mehrteilige Ladelukenabdeckungen - Google Patents
Hydraulische Schwenkvorrichtung fur mehrteilige LadelukenabdeckungenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Schwenk- Lage, sowie der dritte und vierte Deckel in nach
vorrichtung für mehrteilige Ladelukenabdeckungen unten geschwenkter Lage und
insbesondere auf Schiffen, die aus durch Scharniere F i g. 2 einen ähnlichen Schnitt, wobei alle vier
miteinander verbundenen Lukendeckeln bestehen, Deckel hochgeschwenkt sind.
die durch hydraulische Kolbcntriebe harmonikaartig 5 Das Bezugszeichen 1 zeigt das Lukensüll einer
in eine angenähert senkrechte Lage zusammenfaltbar Ladeluke,, die zumindest teilweise von einem aus
sind, wozu der erste Lukendeckel durch einen einer- vier Deckeln. 2, 3, 4 und 5 bestehenden Lukenverseits
schwenkbar an einem festen Schiffsteil und an- Schluß abgedeckt wird. Die'Lukendeckel, von denen
dererseits am Deckel angreifenden Kolbentricb um der Deckel 2 im folgenden als der erste Deckel, der
eine am Lukensüll angeordnete waagerechte, feste io Deckel 3 als der zweite Deckel, der Deckel 4 als der
Achse geschwenkt wird, wobei die Schwenkachse des dritte und der Deckel 5 als der vierte Deckel bezeich-Zylinders
des Kolbentriebes tiefer am festen Schiffs- net werden, sind miteinander durch Scharniere 6, 7
teil als die Schwenkachse des Deckels angeordnet und 8 gelenkig verbunden. Der erste Deckel .2 ist
ist, und die Kolbenstange schwenkbar an einer außerdem mit dem Lukensüll 1 durch eine querhöher als die Deckelschwenkachse liegenden Mit- 15 schiffs verlaufende Schwenkachse 9 verbunden. Die
nchmerachsc am Deckel angreift (deutsche Patent- Deckel 4 und 5 sind mit Laufrollen 10 bzw. 11 verschrift
972 686). sehen, die auf der Oberfläche des Lukensülls 1 beim
Die hydraulischen Schwenkvorrichtungen der an- Ab- und Zudecken laufen. An dem benachbart zu
gegebenen Art sind mit Nachteilen dahingehend be- der Schwenkachse 9 liegenden Ende des Lukcnsülls
haftet, daß die hydraulischen Leitungen insbesondere 20 sind geneigte Rollebenen 12 vorgesehen, die das
an den Gelenkstellen relativ störanfällig sind. Eine Zudecken fördern, da die Rollen 11 an diesen herab-
Beschädigung derselben z. B. durch Verklemmen bei laufen können.
den ÖITinings- oder Schließvorgängen der einzelnen Zum Herunterklappen der Deckel 2, 3, 4 und 5
Ladelukenabdeckungen oder eine Beschädigung wäh- dienen die in Zylindern axial verschiebbar gelagerten,
rend des Be- oder Entladens führt natürlich zu einer 25 hydraulisch betätigten Kolben, die bezüglich der
Funktionsunfähigkeit und darüber hinaus kann das Lukendeckel 4 und 5 auf beiden Seiten der Lukenauslaufende
hydraulische Öl zu einer Verschmutzung öffnung angebracht sind,
usw. der Ladung führen. Um eine waagerechte Achse 13 ist ein Kolben-
usw. der Ladung führen. Um eine waagerechte Achse 13 ist ein Kolben-
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, zylinder 14 drehbar gelagert, der an seinen beiden
diese mit dem Stand der Technik verbundenen Nach- 30 Enden an hydraulische Kraftquellen — nicht ge-
teile auszuräumen und eine Schwenkvorrichtung zu zeigt — angeschlossen ist. In dem Zylinder 14 liegt
schaffen, die sowohl eine geradzahlige als auch eine axial verschiebbar ein Kolben 15 vor, der mit seinem
ungeradzahlige Anzahl Deckel der Ladelukenabdek- freien Ende vermittels eines Bolzens 16 mit dem ersten
kung zu betätigen vermag. Lukendeckel 2 auf dessen Unterseite verbunden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 35 Die Achsen 9 und 13 sind in Längsrichtung der
löst, daß die Schwenkachse des Zylinders des KoI- Lukenöffnung mit einem derartigen Abstandsver-
bentricbes für einen dritten Deckelteil im Abstand hältnis angeordnet, daß der Kolben 15 auf den
von etwa zwei Deckelstärken von der Schwenkachse Lukendeckel 2 ein Drehmoment ausüben kann,
des ersten Kolbentriebes in entsprechender Weise wie Der Deckel 2 ist mit einem Sperrorgan 17 zum
der erste Kolbentrieb am Süll gelagert ist, erst zu 40 lösbaren Festhalten des Deckels 3 am ersten Deckel 2
Ende der Ilochklappbewegung und Festlegung des versehen, sobald derselbe ganz hochgeklappt ist.
vorhergehenden Deckelpaares mit einem höher als In einer kastenförmigen Vertiefung 18 in dem
die feste Schwenkachse des Zylinders liegenden KoI- Süll 1 ist um die Schwenkachse 19 mit dem einen
benstangenkopf in Mitnehmerbeschläge des dritten Ende ein an die hydraulische Kraftquelle angeschlos-
Deckels eingreift. 45 sener Kolbenzylinder 20 mit einem in diesem axial
Erfindungsgemäß ergibt sich nun der Vorteil, daß verschiebbaren Kolben drehbar gelagert, dessen Kolauf
Grund der speziellen Anordnungsweise der KoI- benstangen 21 an dem freien Ende mit einem KoI-bentricbe
außerhalb der seitlichen Dichtungen für benstangenkopf 22 versehen ist. Auf der Unterseite
die Luke ein möglicherweise auf Grund einer Be- des dritten Deckels 4 ist ein Mitnehmerbeschlag 23
Schädigung austretendes hydraulisches Drucköl gar 50 mit- einer nach unten hin offenen Ausnehmung .24
nicht erst in den Laderaum gelangen kann und wei- angeordnet, die den Kolbenstangenkopf 22 aufnimmt,
terhin wird überhaupt die Beschädigung des hydrau- Der Mitnehmerbeschlag 23 ist mit einem nach unten
lischen Systems auf Grund der beschriebenen Anord- gerichteten Schenkel 25 versehen, der dazu dient,
nung praktisch unmöglich gemacht, da die einzelnen — wie weiter unten beschrieben — den Kolbenstan-Teile
des hydraulischen Systems praktisch nicht mit 55 genkopf 22 in die Ausnehmung 24 zu steuern, sobald
Ladegut oder dgl. in Berührung kommen können. der dritte Lukendeckel 4 die in der Fig. 1 darge-Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß in dem Fall stellte Lage einnimmt. An dem Mitnehmerbeschlag
der heruntergeschwenkten Deckel, d. h. bei geschlos- 23 ist um einen Bolzen 26 ein Sperrarm 27 drehbar
sener Ladeluke und Versagen der Kolbentriebe ein gelagert, der mit einem Haken 28 versehen ist, der
Zugang an dieselben von außen möglich ist, so daß 60 beim Drehen des Sperrarms 27 im Uhrzeigersinn
die Ladeluke dann mit relativ einfachen mechani- von der in der Fig. 1 gezeigten Stellung in die Aussehen
Mitteln hochgeschwenkt werden kann. nchmung 24 greift und deren öffnung sperrt, siehe
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den die F i g. 2.
Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher Der Sperrarm 27 ist an seinem freien Ende mit
beschrieben. Es zeigen 65 einem Röllchen 29 versehen, das mit einem mit ab-
F i g. I einen teilweisen senkrechten Längsschnitt geschrägter Fläche 30 versehenen Hebeabsatz 31 auf
durch eine erfindungsgemäße Ladeluke mit dem dem Süll 1 zusammenwirkt. Es wird nun die Arbeits-
ersten und zweiten Lukendeckel in hochgeschwenkter weise der Vorrichtung erläutert.
Beim Einpressen von Druckmitteln in das untere . Ende des Zylinders 14 bei 32 wird der Kolben 15 aus
dem Zylinder 14 bewegt, wobei die Lukendeckel 2 und 3 in die in der Fig. 1 gezeigte Lage hochge-'
klappt werden. Sobald die beiden Deckel 2 und 3 ihre Endstellung erreicht haben, rastet selbsttätig
ein Sperriegel 17 ein und hält diese Deckel mit ihren Unterseiten zueinander gewendet in der hochgeklappten
Lage. Gleichzeitig mit diesem Hochklappen der Deckel 2 und 3 werden die Deckel 4 und 5 vermittels
der Rollen 10 und 11 auf dem Lukensüll 1 verschoben. Wenn zu Ende dieser Verschiebungsbewegung
der Schenkel 25 den Kolbenstangenkopf 22 der Kolbenstange 21 erreicht hat, wird dieser von dem
Schenkel 25 in die Ausnehmung 24 gedrückt — siehe die mit voll ausgezogenen Linien gezeigte Lage nach
Fig. 1 —. Die nach unten gerichtete öffnung der
Ausnehmung wird in dieser Stellung von dem Haken 28 dadurch freigegeben, daß das Röllchen 29 auf den
Absatz 31 rollt und somit den Sperrarm 27 aus dem Eingriff entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht
hat. Wenn sodann bei 33 Druckmittel in das untere ) Ende des Zylinders 20 eingepreßt wird, bewegt sich
die Kolbenstange 21 aus dem Zylinder heraus, und zwar nach rechts — siehe die Fig. 1. Da die
Schwenkachse 19 gegenüber dem Scharnier 7 etwas seitlich versetzt angeordnet ist, wobei das Scharnier 7
auf Grund des Sperriegels 17 als festes Gelenk zu betrachten ist, entsteht an dem dritten Deckel 4 ein
Drehmoment, das diesen Deckel zusammen mit dem vierten Deckel 5 in die in der F i g. 2 gezeigte Lage
klappt. Am Ende dieser Hochklappbewegung wird der vierte Deckel 5 von der auf der geneigten Rollebene
12 laufenden Rolle 11 getragen.
Beim Zudecken der Ladeluke wird Druckmittel in den Zylinder bei 34 — siehe die Fig. 2 —· eingeführt,
wobei die Kolbenstange 21 in den Zylinder 20 gedruckt wird. Der Sperrarm 27 verhindert mit
seinem Haken, daß der Kolbenstangenkopf 22 die Ausnehmung 24 verläßt. Die Lukendeckel werden
hierdurch langsam in ihre Ausgangsstellungen zurückgeführt, wobei die Rolle Il an der Rollebene 12
herunterläuft. Zu Ende der Herunterklappbewegung \ des dritten Deckels 4 schlägt der Hebel 27 mit seinem
Röllchen 29 gegen den Absatz 31 und schwenkt den Hebel entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, wobei der
Haken 28 die Öffnung der Ausnehmung 24 freigibt. Der Kolbenstangenkopf 22 kann sodann aus der
Ausnehmung herausgleiten, und die Kolbenstange 21 mit dem Zylinder 20 kehrt in die durch die strichpunktierte
Linie gekennzeichnete Ruhelage zurück. Die Deckel 4 und 5 werden somit von der Kolbenstange
freigegeben. Abschließend wird noch der Sperriegel 17 gelöst und Druckmittel bei 35 — siehe die F i g. 2
— in den Zylinder 14 eingeführt. Sodann werden die Lukendeckel 2 und 3 heruntergeklappt.
Da die Zylinder 14 und 20 in dem Lukensüll 1 drehbar gelagert sind, können dieselben in einfacher
Weise mit den erforderlichen Druckleitungen versehen werden, die zweckmäßig in dem Süll 1 verlegt
werden.
Es versteht sich, daß die hier beschriebenen Ausführungsformen lediglich beispielhaften Charakter
haben und sowohl die verschiedenen Teile der Ladeluke als auch des Lukensüll 1 eine Modifizierung
erfahren können. Dies gilt insbesondere für die Ausbildung des Mitnehmerbeschlages 23 sowie mit diesem
zusammenwirkenden freien Ende der Kolbenstange 21. Es können ebenfalls andere Sperrglieder
als dasjenige durch das Bezugszeichen 17 gekennzeichnete für das Festhalten des zweiten Ladelukendeckels
3 herangezogen werden.
Der Erfindungsgegenstand ist auch bei Lukenabdeckungen mit nur drei Deckeln anwendbar, und es
können auch vier Lukendeckel vorliegen sowie mehr. Wenn z. B. sechs Deckel in Anwendung kommen,
muß nach den Fig. 1 und 2 auch der fünfte Lukendeckel mit einem Mitnehmcrbeschlag 23 versehen
werden, in dessen Ausnehmungen das freie Ende eines Kolbens eines Zylinders verschiebbar ist,
der schwenkbar in dem Süll 1 rechts von dem in den Zeichnungen dargestellten Zylinder 20 angeordnet ist.
Claims (5)
1. Hydraulische Schwenkvorrichtung für mehrteilige Ladelukenabdeckungen, insbesondere auf
Schiffen, die aus durch Scharniere miteinander verbundenen Lukendeckeln bestehen, die durch
hydraulische Kolbentriebe harmonikaartig in eine angenähert senkrechte Lage zusammenfaltbar
sind, wozu der erste Lukendeckel durch einen einerseits schwenkbar an einem festen Schiffsteil
und andererseits am Deckel angreifenden Kolbentrieb um eine am Lukensüll angeordnete waagerechte,
feste Achse geschwenkt wird, wobei die Schwenkachse des Zylinders des Kolbentriebes
tiefer am festen Schiffsteil als die Schwenkachse des Deckels angeordnet ist und die Kolbenstange
schwenkbar an einer höher als die Deckelschwenkachse liegenden Mitnehmerachse am
Deckel angreift, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (19) des Zylinders
(20) des Kolbentricbes (20, 21) für einen dritten Deckelteil (4) im Abstand von etwa zwei Deckelstärken
von der Schwenkachse (13) des ersten Kolbentriebes (14, 15) in entsprechender Weise
wie der erste Kolbentrieb am Süll (J) gelagert ist, erst zu Ende der Hochklappbewegung und Festlegung
des vorhergehenden Deckelpaarcs (2, 3) mit einem höher als die feste Schwenkachse (19)
des Zylinders (20) liegenden Kolbenstangenkopf (22) in Mitnehmerbeschläge (23) des dritten Dekkels
(4) eingreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerbeschlag (23)
mit einer nach unten hin offenen Ausnehmung (24) versehen ist, in die ein Kolbenstangenkopf
(22) an dem freien Ende der Kolbenstange (21) beim Verschieben des dritten Deckels (4) auf dem
Süll (1) während des Hochklappens des ersten und zweiten Deckels (2 bzw. 3) eingreift.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mitnehmerbcschlag (23) mit einem vor dem offenen Ende der Ausnehmung (24) nach unten
schwenkbaren Sperrarm (27) mit einem Haken (28) versehen ist, der das freie Ende der Kolbenstange
(21) daran hindert, die Ausnehmung während der Zuklappbewegung des dritten Deckels
(4) zu verlassen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrarm (27) beim Herabklappen
des dritten Deckels (4) auf das Süll (I) in eine das offene Ende der Ausnehmung (24)
freigebende Stellung geschwenkt wird.
5. Vorrichtung nach einem der vorangeiienden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mitnehmcrbeschlag (23) mit einem an dem offenen Ende der Ausnehmung (24) sich vorbei erstreckenden
Schenkel (25) versehen ist, um das freie Ende der Kolbenstangc (21) in die Ausnehmung
zu steuern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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