DE149868C - - Google Patents
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- DE149868C DE149868C DENDAT149868D DE149868DA DE149868C DE 149868 C DE149868 C DE 149868C DE NDAT149868 D DENDAT149868 D DE NDAT149868D DE 149868D A DE149868D A DE 149868DA DE 149868 C DE149868 C DE 149868C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H3/00—Separating articles from piles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVl 149868 KLASSE 15e.
Falzmaschinen u, dgl.
Es ist bekannt, bei Bogenanlegern für Schnellpressen, Falzmaschinen und ähnlichen
anderen Maschinen, bei welchen die jeweiligobersten Papierbogen durch irgendwelche
Vorrichtung, z.B. eine Reibvorrichtung, hintereinander über die Stapelvorderkante vorgegeschoben
werden, die Bewegung der Bogen zur Auslösung von irgendwelchen Kräften
auszunutzen, welche in einem bestimmten
ίο Äugenblick eine bestimmte Arbeit, wie z. B.
das Ausheben oder Stillsetzen der Reibvorrichtung zu leisten haben. Zu diesem Zweck
wird in die Bahn der Papierbogen ein beweglicher Anschlag oder Taster eingeführt,
welcher durch eine Bogenkante mitgenommen werden soll und dessen Bewegung die Lösung
der oben erwähnten, bislang gesperrten Kraft zur Folge hat. Da die Arbeit, welche
die Papierbogen hierbei zu leisten haben, nur eine sehr geringe sein kann, so ist es notwendig,
die Kraft erst nach möglichst hoher Übersetzung ihres Weges zu sperren, damit durch eine möglichst geringe Arbeit des
Papierbogens eine möglichst große Kraft aüsgelöst werden kann; indessen darf durch die
erwähnte hohe Übersetzung das System nicht wesentlich träge werden, da äußerst rasches
Arbeiten desselben notwendig ist.
Nach der vorliegenden Erfindung wird
diese Aufgabe dadurch gelöst, daß als Übersetzungsmittel ein Kniehebel eingeschaltet
wird, wodurch die Übersetzung bis zu einer beliebigen Höhe, ja bis zur Selbstsperrunggesteigert
werden kann, während andererseits die zu bewegenden Massen im Verhältnis sehr gering bemessen sind. Die Anordnung
des Kniehebels läßt sich in verschiedenster Weise durchführen. Zweckmäßig ist es, zur
Sperrung an dem Kniegelenk eine Klinke - anzuordnen, welche von einem mit dem Taster
verbundenen Sperrhaken festgehalten wird und das Knie in nahezu gestrecktem Zustande
hält. Durch die Bewegung des Tasters wird die Klinke freigegeben und der Kniehebel
knickt ein. Das untere Ende des Kniehebels ist hierbei festgelagert, während
an das obere Ende desselben ein Arm eines Winkelhebels angreift, an dessen anderem Arm
eine Feder zieht, welche hier die gesperrte und auszulösende Kraft darstellt. Die Zurückführurfg
der geschilderten Hebelübersetzung erfolgt zweckmäßig in der AVeise, daß zunächst der auf den Kniehebel drückende
Winkelhebelarm angehoben wird, wobei die Klinke wieder über den Sperrzahn des Tasters
hinübergeführt wird. Darauf wird der Taster, der vorher aus der Bahn des Papierbogens
gedreht ist, zurückgeschwungen und nimmt mit seinem Sperrzahn die Klinke des Kniehebels
mit, so daß der Kniehebel wieder gestreckt wird. Es ist mit Rücksicht auf eine sichere Sperrung zweckmäßig, hier eine Anordnung
zu treffen, welche bei dem Zurückführen der Klinke einen größeren Eingriff
des Sperrhakens und der Klinke ermöglicht, als es für den Moment des Lösens, passend
ist, welche aber kurz vor Schluß des Zurückführens diesen Eingriff so empfindlich macht,
daß eine verhältnismäßig geringe Bewegung des Tasters schon genügt, um das Spannwerk
auszulösen.
Die Zeichnung veranschaulicht die vorliegende Erfindung, und zwar ist:
Fig', ι eine Seitenansicht der Auslösevorrichtung
in Ruhestellung;
Fig. 2 ist eine Aufsicht hierzu;
Fig. 3 veranschaulicht den Kniehebel;
ίο Fig. 4 zeigt die Auslösevorrichtung in Arbeitsstellung
und
Fig. 5 veranschaulicht die Art und Weise,
in der die Vorrichtung wieder gespannt wird.
In dem Maschinenrahmen I ist auf einer Welle 2 der Taster 3 gelagert, welcher unten
rechtwinklig umgebogen ist und unter den Zuführungstisch 4 für die Papierbogen greift, j
so daß ein Ausweichen der Bogen verhindert ist. Über dem Tisch 4 befinden sich die bekannten
Bleche 5, welche ein Ausweichen des Papiers nach oben verhindern. Die Welle 2 ist zweckmäßig in Kugel- oder Rollenlagern
gelagert. Auf diese Welle 2 ist ferner ein Arm 6 aufgekeilt, der einen Sperrzahn 7 trägt, j
Dieser Sperrzahn 7 hält für gewöhnlich die Klinke 8 fest, welche in dem Gelenk 9 des
Kniehebels 10 angreift. Das untere Ende • des Kniehebels 10 ist auf einem am Maschinenrahmen
ι befestigten Stift 11 (Fig. 1 \
bis 3) drehbar. An dem oberen Ende des Kniehebels 10 greift der Winkelhebelarm 12
eines auf dem Bolzen 13 am Maschinentisch drehbaren Winkelhebels an; an dem . anderen
Arm 14 dieses Winkelhebels greift eine Feder 15
an, deren anderes Ende an einem festen Arm 16 des Maschinengestells befestigt ist. Wird i
nun durch das Vorrücken des Papierbogens 17 j (Fig. 4) der Taster 3 bewegt, so dreht sich
der Arm 6 mit seinem Sperrzahn 7 abwärts und gibt die Klinke 8 frei. Infolge" des von j
dem Winkelhebelarm 12 ausgeübten Druckes , knickt der Kniehebel 10 zusammen und die
Feder 15 kann nunmehr mit Hilfe des Winkelhebels
12, 14 oder in anderer beliebiger.Weise
ihre Kraft äußern, die zur Leistung irgend einer beliebigen Arbeit ausgenutzt werden \
kann, wie beispielsweise bei den bekannten Bogenzuführung'svorrichtungen zum Ausheben
oder Stillsetzen der Ausstreicher.
Um den Bogen 17 glatt durchgehen" zu lassen, muß der Taster 3 aus der Stellung j
nach Fig. 4 herausges.chwungen werden. Die hierzu nötige Bewegung wird zweckmäßig
auch dazu benutzt, die Hebelübertragung wieder in ihre Anfangsstellung zurückzubringen
; indessen kann dies auch auf anderem Wege erzielt werden. Wesentlich ist es in-
'< dessen, daß sich die sperrenden Teile schon
zu Beginn der Tasterrückbewegung nach dem Hindurchgehen des Bogens im Eingriff befinden
, so daß die neuerliche Lösung des Spannwerkes schon erfolgen kann, während sich
der Taster noch in Bewegung befindet, um in seine Arbeitsstellung zu gelangen. Hierdurch
wird nämlich erreicht, daß eine. Auslösung auch dann früh genug erfolgt, wenn beispielsweise der folgende Bogen zu weit
vorgeschoben ist, so daß der Taster seine Endstellung nach Fig. 1 nicht einnehmen kann.
Es wird hierbei an Stelle der Eigenbewegung des Tasters gegen die übrigen Teile der Auslösevorrichtung
der Taster von dem Bogen festgehalten, während sich die übrigen Teile
bis in ihre Anfangsstellung zurückbewegen.
Um die Hebelübertragung in der angedeuteten Weise zurückzuführen, befindet sich auf
der Welle 2 eine Muffe 18, welche an der einen Seite mit einem Arm 19 versehen ist,
an dem eine Zugstange 20 angreift. Auf der anderen Seite sitzt an der Muffe ein Arm 21, der eine Rolle 22 trägt, die unter
dem Winkelhebelarm 12 liegt. Ferner sitzen an der Muffe zwei Mitnehmer oder Anschläge
23 und 24, welche von oben und unten um den Arm 6 fassen, diesem aber ein zur Lösung der Klinke 8 nötiges Spiel belassen
und die Bewegung, welche ihm die Bogen geben, abgrenzen. Bei einer Drehung der Muffe in irgend einem Sinn wird der
Arm 6 und mit ihm der Taster 3 nach geringem Zurückbleiben vein den Mitnehmern
23, 24 bewegt. Nachdem die Vorrichtung die Stellung nach Fig. 4 angenommen hat, wird
die Zugstange 20 von irgendwelchen ' Getriebsteilen des Bogenanlegers bewegt, so daß
die Teile die Stellung nach Fig. 5 einnehmen. Hierbei wird durch die Rolle 22 der Winkelhebelarm
12 angehoben, so daß er nahezu die Stellung der Fig. 1 . wieder annimmt.
Das Kniegelenk wird hierbei nahezu gestreckt. Der obere Mitnehmer 23 drückt gegen den
Arm 6 und nimmt denselben nach unten mit, so daß gleichzeitig der Taster aus der Bahn
des Papierbogens herausgeschwungen wird. Der Papierbogen kann dann durch andere
bekannte Mechanismen frei vorwärts bewegt werden. Die Klinke 8 wird infolge der
Streckung des Kniehebels wieder nach links vorgeschoben, so daß sie über den Sperrzahn
7 einfällt. Nun erfolgt eine Rückbe- do
wegung der Stange 20 und der an ' der Muffe 18 befestigten oder mit ihr verbundenen
Teile. Der Arm 6 folgt infolge der Schwere des Tasters der Bewegung der Muffe 18.
Die Klinke 8 steht hierbei mit dem Zahn 7 in so weitem, für den Moment des Lösens
durch den Bogen untauglichen Eingriff, daß ein Abschnappen nicht möglich ist, auch ,
wenn man berücksichtigt, daß nunmehr durch das Rückwärtsgehen der Rolle 22 der Winkelhebelarm
12 das Kniegelenk wieder zu knicken bestrebt ist. Der Sperrzahn 7 zieht bei dieser
Claims (4)
- Bewegung die Klinke noch um weniges mehr an und so wird das Kniegelenk wieder vollständig in die Stellung der Fig. ι zurückgeführt. Am Ende der Rückwärtsbewegung wird nun durch einen ebenfalls an der Muffe befindlichen Anschlag 25 die Klinke 8 angehoben und so der Eingriff von Klinke 8 und Zahn 7 bis zu der für den Moment des Lösens erforderlichen Empfindlichkeit verringert. Es ist also einerseits der Eingriff zwischen Sperrzahn 7 und Klinke 8 während der Zurückführung des Tasters in seine Arbeitsstellung ein vollständig sicherer, so daß die Lösung des Spannwerkes etwa infolge irgendwelcher Stöße nicht vorzeitig erfolgen kann, andererseits ist das Spannwerk schon am Schlüsse dieser Bewegung zur weiteren Lösung vorbereitet.Schließlich sei noch bemerkt, daß man von dem vorliegenden ruhenden Spannwerk ausgehend leicht zu einem solchen mit Selbstsperrung gelangt, wenn man den Zahn 7 durch einen Zapfen ersetzt, diesen mit dem Kniepunkt durch eine Schubstange verbindet und den Arm 6 nach unten um 90° gegen die in den Zeichnungen festgelegte Stellung vorher versetzt, so daß er mit dem Taster 3 in eine Ebene fällt. Das Knie müßte sich in diesem Fall in vollständig gestrecktem Zustande, in1 der Totlage, befinden, wenn der Taster seine Anfangsstellung einnimmt.Pa τ ε ν ϊ - A ν s ρ r ü c η ε :i. Spannwerk an Bogenanlegern für ' Schnellpressen, Falzmaschinen usw., welches eine für beliebige Arbeiten (z. B. Anheben oder Stillsetzen des Ausstreichers) verwendbare Kraft sperrt und von den Bogenkanten mittels eines Tasters ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den von dem Bogen bewegten Taster und die auszulösende Kraft (z. B. Feder) ein oder mehrere Kniehebel als Übersetzungsglieder eingeschaltet sind, zum Zweck, bei kleinerem Werte der durchschnittlichen Übersetzung diese für den Moment des Lösens möglich groß zu gestalten.
- 2. Eine Ausführungsform des Spannwerkes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Tasterwelle (2) ein Arm (6) mit Sperrzahn (7) angeordnet ist, welcher eine im Gelenk des Kniehebels angreifende Klinke (8) festhält, so daß, wenn durch Drehen des Tasters die Klinke freigegeben wird, der an seinem freien Ende mit dem längeren Arm eines federbelasteten Winkelhebels (12, 13) verbundene Kniehebel einknickt.
- 3. Eine Ausführungsform des Spann-Werkes an Bogenanlegern nach Anspruch 1 und 2, bei welchem der Taster von Getriebeteilen des Bogenanlegers aus dem Wege des den Bogenanleger verlassenden-Bogens herausgeschwungen wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausschwingen des Tasters (3) die im Gelenk 'des Kniehebels angreifende Klinke über ihren Sperrzahn geführt wird, so daß beim Zurückschwingen des Tasters das Gesperre gespannt wird.
- 4. Eine Ausführungsform des Spannwerkes an Bogenanlegern nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (8) am Ende der Rückwärtsbewegung durch einen mitschwingenden Anschlag (25) angehoben wird, so daß der Eingriff zwischen Sperrzahn und Klinke auf die für die Lösung geeignete Empfindlichkeit eingestellt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE149868C true DE149868C (de) |
Family
ID=416841
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT149868D Active DE149868C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE149868C (de) |
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