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DE1498568A1 - Glaselektroden-Aufbau und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Glaselektroden-Aufbau und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE1498568A1
DE1498568A1 DE19631498568 DE1498568A DE1498568A1 DE 1498568 A1 DE1498568 A1 DE 1498568A1 DE 19631498568 DE19631498568 DE 19631498568 DE 1498568 A DE1498568 A DE 1498568A DE 1498568 A1 DE1498568 A1 DE 1498568A1
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DE
Germany
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glass
tube
membrane
electrode
pipe
Prior art date
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Pending
Application number
DE19631498568
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English (en)
Inventor
Leonard Lynn Borchard
Leonard John Edward
Arthur Edwin Peelle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beckman Coulter Inc
Original Assignee
Beckman Instruments Inc
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Filing date
Publication date
Application filed by Beckman Instruments Inc filed Critical Beckman Instruments Inc
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/04Re-forming tubes or rods
    • C03B23/09Reshaping the ends, e.g. as grooves, threads or mouths
    • C03B23/099Reshaping the ends, e.g. as grooves, threads or mouths by fusing, e.g. flame sealing
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/04Re-forming tubes or rods
    • C03B23/09Reshaping the ends, e.g. as grooves, threads or mouths
    • C03B23/095Reshaping the ends, e.g. as grooves, threads or mouths by rolling
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/28Electrolytic cell components
    • G01N27/30Electrodes, e.g. test electrodes; Half-cells
    • G01N27/36Glass electrodes

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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)
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Description

  • Glaselektroden-Aufbau und Verfahren zu seiner Herstellung, Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur herstellen des Glasaufbaues von Glasdektroden für Ionen-Spannungsmessungen und auf die Glasaufbauten, die gemäss diese, Verfahren hergestellt sind. Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich zur Verwendung mit Beliebigen der Glas-Zusammensetzungen, wie sie beim tierstellen von Glaselektroden, Schäften und Membranen verwendet werden.
  • Halbzellen rür Ionenspannungsmessungen, die eine Glasmembran enthalten, wobei dieser Aufbau üblicherweise als "Glaselektroden" bzweichnet ist, benutzen üblicherweise eine halbkugelförmige empfindliche Glasmembran, die einen Durchmesser in der Grössenordnung von 1 mm hat.
  • Die Verfahren, die benutzt werden, um Elektroden Voll dieser halbkugelförmigen Art herzustellen, sind jedoch nicht beonders nützlich zum Herstellen sehr kleiner Elektroden.
  • Bei einer Kleinen Elektrode ist es wünschenswert, dass die ionon-empfinliche Me bran besonders dünn ist, weil andernfalls dieser kleine Bereich der ionen-empfindlichen Membran zu einer äusserst hohen Impedazn führen würde. Diese würde wiederum zu beträchtlichen Schweierigeiten beim durchführuen potentiometrischer Messungen führen, rreil ein hoher Impjedanzeingangsstronkreis immer die meigung hat die Empfindluichkeit zu vergrössern, die dieser Eingangsstromkreise äusseren elektrischen Felderen gegenüber hat, so dass selbst die besten verfügbaren Abschirmungs - ulld Schutz-Techniken keine genauen messungen mehr gestatten. Das Verfahren nach der Erfindung gestatet die herstellung von ionen-empfindlichen Membranen, die am Ende Voll Glasrohren kleinen Durchmessers Ausgebildet sind, wobei diese Membranen aussergewöhnlich dünn und wegen ihrer Form nicht so zerbechlich sind, dass ihre Verwendung schwierig werden könnte. Obwohl im Prinzip die Techniken, die von der Erifungs gelehrt werden, auf Elektroden von beträchtlich grösserer Grösse als nur einige Millimeter anwendbar sind hat die Erfindung ihr maupanwendungsgebiet im herstellen Kleiner Elektroden, weil grössere Elektroden durch andere Tecnniken in angemessener Art und Weise hergestellt werden können. Kleine Elektroden sind in manchen Fallen erforderlich, wie etwa für sehr kleine iiuster oder wo Musterbehälter erforderlich sind, die eine kleine Öffnung haben. Dünne und nadelartige Elektroden sind besonders bei gewissen biologischen und klinischen Studien nützlich, Gemäss der Erfindung wird ein Verfahren vorgesehen, um einen Glaselektrodenaufbau herzustellen, der durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist: Erhitzen des Elldteiles eines Glasrohres mit offene-l Ende, wobei dieses Erhitzen bis zur Erweischungstemeratur des Glases erfolgt, berühren eines Körpers, der auf einer Temperatur gehalten wird, die mindestens so hoch ist wie die Erweichungstmeperstur des genannten Glases und Durchführung einer Wischbewegung Iliit diesen körper über das genannte offene Ende, so das eine dünne Membran gebildet wird, die dieses Rohr mit vorher offenehi Ende abdichtet.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf Glaselektrodenaufbauten, die gemäss dem genannten Verfahren hergestellt sind und weriterhin auf Glaselektrodenaufbaten, die einen Schaft aus kapillarem glasrohr aufweisen, eine im wesentlichen flache membran, die das Ende dieses Rohres abdichtet und einen nicht leitenden Mantel, der um dieses Rohr herum angeordnet ist und zwar l-lindestens an dessen unteren' Ende, wobei dieser mantel die genannte Membran frei lässt.
  • Die Erfindung umfasst neuartige Baueinzelheiten und neuartige Kombinationen von Teilen und Schritten, die genauer im LauSe der folgenden Beschreibung klargestellt werden. Die Zeichnung zeigt lediglieh bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die in der Beschreibung beschrieben und lediglich als Beispiele und zur Illustration gegeben werden.
  • Fig. 1 zeigt eine typische Glaselektrode nach der Erfindung, Fig. 2 ist eine vergrösserte Ansicht eines Endes eines nadelartigen Glasrohres, Fig. 3, 4 und 5 zeigen aufeinanderfolgende Schritte bei der Herstellung einer Glasmembran, die das Ende des Rohres -nach Fig. 2 abschliesst, Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht einer Form einer Punktierstange, die sich für die Ausführung der Erwindung eignet, Fig. 7 und 8 zeigen aufeinanderfolgende Schritte bei einer abgewandelten Methode nach der Erfindung, Fig. 9 zeigt einen eingekapselten Glaselektrodenaufbau nach der Erfindung, Fig. 10 ist eine vergrösserte Schnittansicht, die das empfindliche Ende der Elektrode nach Fig. 9 zeigt, und Fig. 11 ist eine der Fig. 10 ähnliche Ansicht, die eine abgewandelte Ausführungsform nach der Erfindung zeigrt.
  • Die Glaselektrode. nach Fig. 1 umfasst einen Glas, schaft 10, eine Kappe 11, ein Kabel 12 und einen Verbinder 1S, Das untere Ende des Schaftes 10 kann zu jeder beliebigen Form verformt werden, wie bei 14 gezeigt oder kann zylindrich belassen werden. Ein nadelartiges Rohr 15 ist tan der Spite des Schaftes ausgebildet. Das Rohr wird geschlossen, wie nachstehend beschrieben werden. wird und ein Elektrolyt 16 füllt den Aufbau teilweise. Eine Halbzelle,- wie etwa ein Silberdraht 17 mit einem Silberchloridüberzug ist in einem Rohr 18 gehalten und in den Elektrolyten eingetaucht.
  • Das nadelartige Rohr 15ist verformt unter Verwendung üblicher Rohrziehtechniken. Das Rohr 15 kann gebildet werden unter Verwendung des Glases des Endes des Schaftes 10 oder kann aus einem anderen GlasstUck hergestellt werden, das an dem Schaft angebracht wird.
  • Das offene Ende 20 des Rohres 15 ist stark vergrös. sert und im Schnitt in Fig. 2 gezeigt. Üblicherweise liegt das Rohr in der Grössenordnung von 0,25 mm bis 0,4 mm äusseren-Durchmessers mit einem Durchlass in der Grössenordnung von 0ß 12 mm bis 0,20 mm Durchmesser. Ein Verhältnismässig viereckiges-Ende kann erreicht werden durch Abbrechen der Spitze des gezogenen Rohres, was ein sauberes und scharfes Ende 20 hinterlässt.
  • Ein Körper 21, der in der glasmacherkunst als eine Punktierstange bezeichnet wird, wird auf eine Temperatur über dem Erweichungspunkt des Glases des Rohres 15 erhitzt.
  • Diese Punktierstange kann von üblicher Bauweise sein, wie etwa eine Metallstange, Kugel oder ein Draht oder kann ein Metallteil mit einem Emailleüberzug, ein keramischer Bauteil oder ein Bauteil aus hochschmelzendem Glas sein. Dieses Punktiereisen wird erhitzt, etwa durch Einbringen in einen Ofen und zwar auf eine Temperatur über dem Erweichungspunkt des Glases und Vorzugsweise innerhalb der Arbeitstelnperatur des Glases, bei der eine viskose Flüssigkeit erzeugt wird, Typisch wird das Punktiereisen im Bereich von 600 bis 800°C erhitzt. Zur vewendung mit den üblichen Elektrodengläsern. die sich bei über 5000C erweichen und die bei 700°C oder höher bearbeitbar sind.
  • Das Punktiereisen wird in die Nahe des Endes 20 des Rohres gebracht, wie in Fig. 3 gezeigt. Das Glas am Rohrende wird durch die Hitze des Punktiereisens erhitzt und erweicht. Die Oberflächenspannung in dem erweichten Glas bewirkt, daß die Öffnung die Neigung hat, sich zu schliessen, wie in Fig. 3 gezeigt. Wenn dieser Ring von weichem Glas die Möglichkeit erhalten würde, dich vollständig zu schliessen, würde das Rohrende ein verhältnismässig dicker Glasstöpsel sein, der sich nicht zur Verwendung zu Ionen-spannungsmessungen eignet.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird jedoch nachdem das Rohrende sich zu erweichen beginnt, das Punktiereisen in momentane Berührung mit dem Rohrende gebracht, wie in Fig. 4 gezeigt, wobei der Oberfläche eine seitliche Bewegung im Verhältnis zum Rohrende gegeben wird, so daß sie über dessen Oberfläche des Punktiereisens wischt und so eine dünne Membran 22 schafft, die das Ende verschließt.
  • Bei diesem Verfahren wird gelegentlich ein "Schwanz' oder ein Grat 29 aus Glas gebildet. Die Membran ist ziemlich dünn und liegt normalerweise im Bereich von 0.5 bis 1 Mikron, was zu einer entsprechend niedrigen Impedanz der ionenempfindlichen Membran führt, die so am Ende des Rohres gebildet wird.
  • Die Herstellung des empfindlichen Endes der Glaselektrqde ist jetzt vollständig. Der Elektrolyt und die innere Elektrode werden in den Schaft eingebracht, das Kabel und die Kappe werden befestigt und die Elektrode ist bereit zur-Verwendung in der üblichen Art und Weise.
  • Eine andere Form des heissen Körpers oder des Punttiereisens; die einen elektrisch erhitzten Draht benutzt, ist in Fig. 6 gezeigt. Ein Draht )0 wird zwischen Arnien 91, 32 gehalten, die in einem handgriff 33 befestigt sind. Leiter 34 und 35 verlaufen durch den Handgriff und sind mit den Armen 31 und 92 verbunden. Eine elektrische Kraftquelle, die mit den Leitern verbunden ist, schafft einen Strom in dem Draht 0, um die gewünschte Erhitzung zu ezeugen. Das HeiB-draht-Punktiereisen nach Fig. 6 kann in der gleichen Art und Weise benutzt werden, wie das Punktiereisen 21, das in Verbindung mit Fig. 3 bis 5 beschrieben ist. Bei einem typeischen Intrument kann der Draht 30 Platin von 0.6 mm Durchmesser sein. Der Strom wird so eingestellt, daß er die gewünschte Betriebstemperatur für den Draht zur Verfügung stellt.
  • Ein abgewandeltea Verfahren der Herstellung der Membran am Ende des Rohres 15 ist in Fig. 7 und 8 gezeigt.
  • Eine geringe Menge an Glas 40 wird auf dem Punktiereisen gehalten, das hier als der Draht 0 des Punktiereisens nach Fig. 6 gezeigt ist. Das Punktiereisen wird auf eine Tempeatr erhitzt, die das Glas 40 weich hält und auch ein Erweichen des Endes des -Rohres 15 bewirkt. Das Punktiereisen wird neben das Rohrende während eines Zeitraumes gebracht, der genügt, um ein Erweichen des Rohrendes zu schaffen und wird dann in Berührung mit dem erweichten Glas des Rohrendes gebracht. Der Kontakt des Trunktiereisens mit dem Rohr erzeugt. eine Membran 41 des Glases 40 quer über das Rohrende, wobei die Membran an dem Rohr fest dichtend angebracht ist. Bei diesem Verfahren kann das Glas auf dem Punktiereisen das gleiche sein wie das Glas des Rohres oder es kann von einer verschiedenartigen Zusammenstzung sein. Dises Verfahren ist .ganz besonders nützlich, wenn nur die Membrane am Ende des Rohres von ionen-empfindlichem Glas mit niedrigem Widerstand sein soll. Dann kann das Rohr 15 aus einem Glas mit hohem Widerstand hergestellt werden, wie es für Elektrodenschäfte verwendet wird und die Membrane kann aus dem ionen-empfindlin Glas hergestellt werden. Selbstverständlich kann -dieses Verfahren mit Punktiereisen verschiedener Formen verwendet werden, wie etwa dem Punktiereisen 21 durch Aufbringen einer Menge von Glas auf das Puktiereisen,.
  • Ein Punktiereisen mit einem Bauteil mit einer "Kante" wie etwa das Heissdraht-Punktiereisen nach Fig. 6 kann verwendet werden, um ein gezogenes Rohr abzuschneiden und abzudichten. Zuerst wird der erhitzte Bauteil verwendet, um die Spitze des gezogenen Rohres zu erweichen und abzuschneiden, wodurch ein im wesentlichen rechtwinklig abgeschnittenes Ende verbleibt, ähnlich dem, das erzielt wird, wenn das Rohr gebrochen wird. Dieser Abschneidsohritt ergibt üblicherweise, daß etwas Glas an dem erhitzten Bauteil haften bleibt. Das Punktiereisen wird dann verwendet, um das Ende des Rohres zu schliessen, wie oben itn Zusammenhang mit Fig. 7 und 8 bebeschrieben. Wahlweise kann das Rohr mit einem einzigen Arbeitsgang geschnitten und abgedichtet werden.
  • Bei einem bestimmten Beispiel des Verfahrens nach der Erfindung wird ein Rohr aus leitendem Glas von der im U.S. Patent Nr. 2,668,143 (Britisches Patent Nr. 704,040) beschriebenen Art an einen Schaft von Glas mit hohem Widerstand Corning Nr. 0010 angeschweißt unter Verwendung einer abgestuften Schweißstelle, die aus einer Mischung der beiden Gläser besteht. Dieses Rohr aus leitendem Glas wird erhtzt und zu einem langen nadelartigen Rohr gezogen, das einen ; äußeren Durchmesser von 0,25 mm und einen inneren Durchmesser von ungefähr 0,15 mm aufweist. Die Spitze des gezogenen Rohres wird abgebrochen. Ein elektrisch erhitzter Platindraht von ungefähr 0,6 mm Durchmesser wird mit etwas von dem leitenden Glas überzogen und auf einer Temperatur gehalten, die das Glas weich aber nicht zu flüssig hält.
  • Diese Temperatur liegt im Bereich von 600 bis 800Qc. Die Erhitzung des Drahtes wird jedoch in Abhängigkeit vom Zustand des Glases eingestellt und nicht als eine Funktion der tatsächlichen Temperatur des Drahtes Die übliche Sorgfalt wird bei der Erhitzungs-Zeit und Temperatur beachtet, um irgendetwas anderes als die beginnende Entglasung zu vermeiden.
  • Das erhitzte Ptnktierelsen wird einen Millimeter vom offenen Ende des Rohres angeordnet und wenige Sekunden oder weniger in dieser Stellung gehalten. Der Zustand des Endes des Rohres wird durch ein Mikroskop beobachtet. Wenn ein Erweichen beobachtet wird, wird das Punktiereisen über das Rohrende gewisoht und erzeugt eine Glasmembran, die das Rohr schließt, Die Glaselektroden, die unter Verwendung dieser Technik hergestellt werden, haben einen Widerstand von nur 20 Megoiirri, der in der Tat bei Strukturen von dieser geringen Grösse neuartig ist.
  • In gewissen Fällen ist es wunschenswert, Elektroden zu schaffen, die mit dem beschriebenen-VerSahren hergestellt sind und von der Form und den Abmessungen wie gezeigt und bebeschrieben, mit einem geeigneten Schutzüberzug oder einer Schutzhülle. Ein Grund dafür kann sein, daß die dünnen Kapillarrohre eventuell keine genügende WiderstandsfRigkeit für gewlsse Anwendungsgebiete haben, trotz der Tatsachen, daß gewisse dünnwandige Kapillarrohre eine bemerkenswerte Elastizität und Widerstandskraft haben. Ein zweiter Grund dafür, daß eine Schutzhülle oder ein tchutzübergug wünschenswert ist, ist der"Schwanz", der häufig gebildet wird, wenn das Punktiereisen oder der heisse Körper über die Endoberfläche des Kapillarrohres gewischt wird. Es hat sich gezeigt, -daß es nicht günstig ist, diesen Schwanz durch mechanische Einwirkung, wie etwa durch Schleifen-zu entfernen, weil der gesamte Aufbau zu klein und spräde ist, um einen solchen Arbeitsgang durchzuführen. Durch Einbetten dieser Elektrode einschließlich des daran gebildeten Schwanzes in ein geeignetes Kunststoffmaterial, kann die Widerstandsfähigkeit beträchtlich vergrößert werden. Ein weiterer Grund zum Aufbringen eines Überzuges, insbesondere eines nichtleitenden Überzuges auf die Aussenseiten der Kapillarrohre ist die Tatsache, daß die Kapillarrohre selbst eine Impedanz haben können, die zu niedrig im Vergleich mit der Impedanz der empfindlichen Mel-nbran ist Dies kann besonders dann eintreten, wenn das Rohr aus dem glein Glas hergestellt ist, wie die ionen-empfindliche Membran, die am-Ende des Rohres erzeugt wird. In diesem Falle hat der Schutzüberzug oder die Umhüllung die Funktion, einer elektrischen Isolierung der Oberfläche des Rohres selbst gegen einen Elektrolyten, in dem eine lonenspannung gemessen werden soll. in Eine vollständige Glaselektrode,/der das Glasrohr 15 mit einer Schutzhülle 25 überzogen ist, ist in Fig. 9 gezeigt, die eine Bauweise zeigt, die ähnlich der in Fig0 1 gezeigten ist, mit der Ausnahme, daß der genannte Schutzüberzug am unteren Ende des Rohres 15 ausgebildet ist.
  • Das nadelartige Rohr 15 am unteren Ende des Schaftes 10 ist in Fig. 10 in größeren Einzelheiten gezeigt. Das offene Ende 20 des Rohres 15 ist durch eine GlasmembRan 22 abgeschlossen, wobei der die Membran herstellende Arbeitsgang einen Schwanz 23 am Rohrende entstehen läßt. Typischerweise hat das Rohr 20 einen Aussendurchmesser von 0. 25 mm bis 0,5 mm und die Membran 22 hat eine Stärken-Größenordnung von 0,5 bis 1 Mikron.
  • Bei der Elektrode nach der vorliegenden Erfindung ist das Rohr 15 in einem Mantel 25 von elektrisch nicht leitendem Material eingeschlossen. Der Mantel ist um das Rohr herum ausgebildet und haftet an diesem fest und liegt vorzugsweise in einer Ebene mit dem Membranende des Rohres, wie in Fig. 9 gezeigt. Der Mantel umschließt den Schwanz 23 und schafft für die Elektrode ein glattes Ende. Die Ummantelung schafft auch eine strukturelle Verstärkung für das Glasrohr und dadurch werden die beiden Zwecke und viele der Erfindung in einem einzigen aufbau erreicht. Typischerweise liegt die Ummantelung in der Größenordnung von 1,6 mm bis 10 mm Durchmesser und erstreckt sich entlang dem dünnen Teil des Glasrohres.
  • Das Material, aus dem der Mantel hergestellt wird, sollte ein guter elektrischer Isolator sein und sollte verhältnismässig träge in den Mustern sein, in denen es eingebracht wird und sollte gute Hafteigenschaften-haben, um an dem Glasrohr anzuhaften. Geeignete Materialien zur Herstellung der Ummantelung umfassen bei Wärme fest werdende Harze, wie etwa Epoxyharze. und Polyester-Harze sowie Silikongummi.
  • Einige besondere Materialien umfassen: Furane Plastics Nr. 233 Harz @ Hysol Corporation Nr. 15-o17 Harz und Dow-Corning Corp. Nr. RTV-731.
  • Bei einem Verfahren zur Herstellung der Elektrode kann das Glasrohr in eine Form eingebracht werden und das Ummantelungsmaterial in flüssiger torm hinzugefüht werden.
  • Nachdem das Ummantelungsmaterial sich verfestigt hat, wird die ummantelte Elektrode ats der Form entfernt. Für gewisse Materialien kann es wünschenswert sein, die Struktur während eines gewissen Zeitraumes zu erhitzen, um das v anisieren. des Materials zu beschleunigen.
  • Bei einem anderen Verfahren zur herstellung der Ummantelung kann das Ummantelungsmaterial in flüssiger Form hergestellt und das Glasrohr hineingetaucht werden, um einen Überzug von Material an dem Rohr aufzunehmen. Dieser Überzug wird dann trocknen gelassen. Das Tauchen und Trocknen kann mehrere Male wiederholt werden, zum eine gewuBchte Ummantelungsstärke auf dem Rohr aufzubauen. Das Membranende des Aufbaues wird dann gereinigt, um das Ummantelungsmaterial von der Membrane zu entfernen. Danach kann der Aufbau weiterhin getrocknet oder erhitzt werden, um das Verfestigen des Ummantelungsmaterials zu vervollständigen.
  • Eine wahlweise Form der Elektrode ist in Fig. 11 gezeigt, worin das Glasrohr innerhalb einer Hülse 27 eingebracht oder eingekapselt wird, wobei das Einkapselungsmaterial der Ummantelung 25 des Aufbaues nach Fig. 10 entspricht. Die Hülse 27 könnte ein dünnwandiges Metallrohr, ein Bpierrohr oder ein plastik- oder Keramik-Rohr sein. Beim Zusammenbau-Arbeitsgang kann das Glasrohr in der Hülse angebracht werden und das Ummantelungsmaterial in flüssiger oder in Pastenform kann in den Zwischenraum zwischen der Hülse und dem Rohr hineingepreßt werden, vorzugsweise vom Hülsen- oder von der Membran entfernten Ende aus, um die Membran von dem Ummantelungsmaterial frei zu halten. Das Material kann in der üblichen Art und Weise verSe$igt und/oder vulkanisiert werden, wonach der Elektrodenaufbau fertig zur Verwendung bei Ionen-Spannungsmessungen ist.
  • Obwohl beispielshafte Ausführungsformen der Erfindung gezeigt und besprochen wurden, ist es doch klar, daß andere Anwendungsformen der Erfindung möglich sind und daß die gezeigten ausführungsformen verschiedenen Abwandlungen, Abänderungen und einem Austausch von gleichwertigen Teilen unterworfen werden können, ohne dadurch den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (8)

  1. P a t e n t a n sp r u c h e S Verfahren zur Herstellung einer Glaselektrode, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Endteil eines Glasrohres mit offenem Ende auf etwa die Erweichungstemperatur des Glases erhitzt wird und ein Körper, der auf einer Temperatur gehalten wird, die mindestens so hoch ist, wie die Erweichungstemperatur des Glases damit in Berührung gebracht wird und daß eine Wischbewegung dieses Körpers über das genannte,offene Ende durchgeführt wird, uni eine dürifle Membran zu bilden, die das vorher offene Ende des Glasrohres verschließt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Endteil des Glas rohres dadurch erhitzt wird6 daß der Körper in sehr großer Nähe des Endteiles genügend lange gehalten wird, um diesen Endteil durch Strahlung auf die Erweichungstemperatur zu erhitzen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper mit einer Lage von ionen-emfpindlichem Glas überzogen wird und das Rohr aus einem nicht ionenempfindlichen Glas hoher Impedanz hergestellt wird, wodurch die Membran, die gebildet wird, im wesentlichen aus dem ionen-empfindlichen Glas besteht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch Gekennzeichnet, daß der Körper ein Draht ist, der erhitzt wird, indem ein elektrischer Strom durch ihn durchgeleitet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausbilden der Membran am Ende eines Glasrohres dieses Rohr in einen nichtleitenden Mantel eingekapselt wird.
  6. 6. Glaselektrode, dadurch gekennzeichnet, daß sie nach dem Verfahren hergestellt ist, wie es in einem beliebigen der Ansprüche 1.bis 5 beschrieben ist.
  7. 7. Glaselektrode, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Schaft von kapillarem Glasrohr und einen nichtleitenden Mantel um dieses Rohr herum an mindestens dem unteren Teil des Rohres aufweist, -wobei dieser Mantel die Membran freiläßt.
  8. 8. Glaselektrode nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ummantelung in einer starren, leitenden oder nichtleitenden Hülle eingeschlossen ist.
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