DE149815C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28F—DETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
- F28F25/00—Component parts of trickle coolers
- F28F25/02—Component parts of trickle coolers for distributing, circulating, and accumulating liquid
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Kühlern von Flüssigkeiten, insbesondere Kaminkühlern, besteht der Übelstand, daß
das frei fallende Wasser einen Druck auf die im Gegenstrom zu demselben strömende Luft
ausübt und so ihr Hochsteigen verhindert. Dasselbe ist auch bei solchen Kühlern der
Fall, bei denen das Wasser auf Widerstände, z. B. auf Latten, Dreikantstäbe u. dgl., fällt
und dadurch zerstäubt wird. Diese Widerstände behindern natürlich auch den Umlauf
der Luft, welcher an und für sich schon durch keine bedeutende Energie bewirkt \Ν\τά. Da nun aber gerade auf diese Luftströmung
die Kühlung beruht, so wird diese naturgemäß nur sehr gering sein.
Zur Verhütung dieses Übelstandes ist nun das Wasser an Wänden herabgeleitet worden,
so daß es nicht durch den freien Fall die Luft zurückdrücken kann. Doch, auch
bei dieser Anordnung war der Erfolg nicht größer.
Vorliegende Erfindung hat nun erkannt, daß der Grund für den schlechten Wärmeaustausch
bei dieser Anordnung darin liegt, daß sich das Wasser an den Wänden zu Streifen zusammenballt und in einzelnen
Strömen schnell herunterfließt. Infolgedessen kann das Wasser nicht verdunsten, jedenfalls
ist die Verdunstungskühlung sehr gering.
Auch die Oberflächenkühlung, die an und für sich schon eine geringere Wirkung als
die Verdunstungskühlung hat, ist gering, da die Wasseroberfläche infolge der Streifenbildung
nur klein ist. Diese Streifenbildung muß verhütet werden; es muß also dafür gesorgt
werden, daß das Wasser in feinen Wasserschleiern herabrieselt, welche sowohl
der aufsteigenden Luft keinen Widerstand bieten, als auch derart langsam, aber nirgends
unterbrochen herabfließen, daß Sowohl eine gute Verdunstung als auch Kühlung an einer
großen Oberfläche stattfindet. Das oben in den Kühler eingeführte Wasser darf natürlich
nur eine sehr geringe Anfangsgeschwindigkeit besitzen und muß sich so verteilen,
daß es ringsgeschlossene Wasserhülsen oder Schleier bildet. Ferner muß das zu kühlende
Wasser möglichst lange Zeit mit der Luft in Berührung bleiben, damit letztere sich, so
weit es möglich ist, auf die Temperatur des eintretenden Warmwassers erwärmen kann
und also vollständig ausgenutzt wird. Je weiter sich die Luft erwärmt, um so begieriger
nimmt sie Feuchtigkeit auf. Auf der Verdunstungsfähigkeit aber beruht vor allen
Dingen die Wasserkühlung.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Kaminkühler zur Ausführung des
Verfahrens veranschaulicht. Fig. 1 zeigt denselben im Längsschnitt, Fig. 2 bis 6 stellen
Einzelheiten dar.
Das Wasser wird durch ein Rohr α dem Kaminkühler oben zugeführt und fließt in ein
denselben umschließendes Ringrohr b, dessen Innenraum (s. Fig. 2) als Wehr c ausgebildet
ist, so daß das Wasser mit geringer Anfangsgeschwindigkeit überall gleichmäßig in den
Kühler d übertritt. In demselben führen Rohre e aus Ton von oben nach unten. Dieselben
sind oben durch eine entsprechend gelochte Platte/ so geführt, daß sie über dieselbe
hervorragen, und daß sich zwischen
den Wandungen der Rohre und der Sieblöcher kleine kreisförmige Zwischenräume g befinden.
Die Rohre sind unten auf einem Rost h, wie es beispielsweise in Fig. 3 dargestellt
ist, befestigt. Die Tonrohre stehen auf Eisen k, welche an Profileisen i befestigt
sind. Diese werden vom Rost h getragen und sind in die Tonrohre hineingesteckt,
so daß diese an drei Stellen im Innern geführt sind.
Das mit geringer Geschwindigkeit über das Wehr c fließende Wasser verteilt sich gleichmäßig
über die Platte/ und über die ringförmigen Zwischenräume g und fließt, da die
Röhren e durch die Platte/ hindurchgeführt sind, langsam an den Außenwandungen derselben
herab, wobei es rings geschlossene dünne Wasserschleier bildet. Die von unten aufsteigende Luft (s. die Pfeile in Fig. 3)
tritt sowohl in die Räume zwischen die Rohre als auch in die Rohre. Es tritt eine
lebhafte■ Verdunstung ein, indem besonders das langsam herabfließende Wasser durch·
die Poren der Tonröhren tritt und von der in diesen aufsteigenden Luft verdunstet wird.
Die Rohre dürfen natürlich nicht aus glattem Material sein; es würden sogar vertikal
gestellte Holzstangen zur Bildung der Wasserschleier genügen, wenn auch eine Verdunstung
durch die durch die Schleier streichende Luft nicht stattfinden könnte.
' Es könnten auch, wie Fig. 4 zeigt, einzelne kurze Rohre übereinander gesteckt sein, so daß die zu kühlende Flüssigkeit an den Stoßstellen der Rohre in das Innere gelangen kann, um auch dort die Bildung der Wasserschleier zu ermöglichen. Die Rohre könnten auch einen anderen Querschnitt als einen
' Es könnten auch, wie Fig. 4 zeigt, einzelne kurze Rohre übereinander gesteckt sein, so daß die zu kühlende Flüssigkeit an den Stoßstellen der Rohre in das Innere gelangen kann, um auch dort die Bildung der Wasserschleier zu ermöglichen. Die Rohre könnten auch einen anderen Querschnitt als einen
runden haben, doch ist ein eckiger nicht empfehlenswert, da die Kanten leicht ein 40
Zerreißen des Wasserschleiers herbeiführen könnten.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι. Verfahren zum Kühlen von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser mit möglichst geringer Anfangsgeschwindigkeit an Rohren mit rauher und poröser Wandung, insbesondere Tonrohren, derart herabgeführt wird, daß rings geschlossene Wasserschleier oder Hülsen gebildet werden, zum Zweck, bei möglichst großen Wärmeaustauschflächen und bei von Widerständen nicht behinderter Durchführung der Kühlluft gleichzeitig die Verdunstung des Wassers an der Außen- und Innenwandung der Rohre zu erzielen.
- 2. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Wasser herabführenden Rohre aus mehreren aufeinander gestellten Rohrteilen bestehen, welche an den Stoßstellen ringsherumgehende Fugen bilden, durch die das Wasser in das Innere der Rohre zwecks Bildung von rings geschlossenen Wasserschleiern tritt.
- 3. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser vor dem Herabfließen an den Rohren über ein Wehr (c) o. dgl. geleitet wird, so daß es sich gleichmäßig verteilt und eine sehr geringe Anfangsgeschwindigkeit erhält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, öedrückt tN der reichsdruckerö.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT19638D AT19638B (de) | 1903-02-26 | 1904-04-11 | Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Flüssigkeiten. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE149815C true DE149815C (de) |
Family
ID=416793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1903149815D Expired - Lifetime DE149815C (de) | 1903-02-26 | 1903-02-26 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE149815C (de) |
-
1903
- 1903-02-26 DE DE1903149815D patent/DE149815C/de not_active Expired - Lifetime
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