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DE1495189A1 - Verfahren zum Herstellen von Polyamiden - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Polyamiden

Info

Publication number
DE1495189A1
DE1495189A1 DE19641495189 DE1495189A DE1495189A1 DE 1495189 A1 DE1495189 A1 DE 1495189A1 DE 19641495189 DE19641495189 DE 19641495189 DE 1495189 A DE1495189 A DE 1495189A DE 1495189 A1 DE1495189 A1 DE 1495189A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyamides
aminopropyl
aminomethyl
oxalic acid
cyclohexane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19641495189
Other languages
English (en)
Inventor
Steinhofer Dr Adolf
Beer Dr Ludwig
Mueller Dr Richard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Publication of DE1495189A1 publication Critical patent/DE1495189A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G69/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
    • C08G69/02Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids
    • C08G69/26Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from polyamines and polycarboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)

Description

H95189
Unsere Zeichens 0»Z. 23 191 Buc/Sh Ludwigahaf en/Rhe in, den 13.8.I.964
Verfahren zum Herstellen von Polyamiden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von -Polyamiden aus Oxalsäure oder deren Diester und 1-Aminomethyl- _2-(iK-aminopropyl)-cyclohexan«
Es ist bekannt, durch Polykondensation aliphatischer Dicarbonsäuren, die zwischen den Carboxylgruppen Methylengruppen haben, mit 1,2-Di(aminoalkyl)-cyclohexanen Polyamide herzustelleno Derartige Polyamide kristallisieren nicht und erweichen bereits bei Temperaturen unterhalb von 1000C0 Aus diesen Polyamiden hergestellte geformte Gebilde, z, B0 fasern, sind daher für eine praktische Anwendung ungeeignete
Es ist ferner bekannt, Polyamide durch Polykondensation von Oxalsäure bzw« deren Ester mit aliphatischen Diaminen herzustellen; derartige Produkte zersetzen sich oft beim Erwärmen auf ihre Schmelzpunkte und können daher praktisch nicht verarbeitet werden,,
Es wurde nun gefunden, daß man Polyamide durch Polykondensation von Diaminen mit Oxalsäure oder deren Diester, gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, mit vorteilhaften Eigenschaf--
172/64 - 2 -
9 0 981 17 1 191
ten herstellen kann, indem man als Diamin 1-Aminomethyl-2-Q^=-aminopropyl)-cyclohexan verwendet,, Derartige Polyamide haben einen hohen Anfangselastizitätsmodul und ein geringes Wasseraufnahmevermögen, sie kristallisieren und lassen sich infolge ihrer günstig liegenden Schmelzpunkte gut verarbeiten»
Die Polykondensation wird in an sich bekannter Weise unter Ausschluß von Sauerstoff vorzugsweise jedoch in Gegenwart von lösungs- und/oder Verdünnungsmitteln durchgeführt. Das 1-Aminomethyl-2-(^--aminopropyl)-cyclohexan bzw» die Oxalsäurederivate können anteilig durch Derivate anderer Dicarbonsäuren oder aliphatische oder aromatische Diamine ersetzt werden» Beim Verwenden von Oxalsäurediestern wird die Reaktion zweckmäßig in zwei Stufen durchgeführt ο In der ersten Stufe wird der Oxalsäurediester dabei mit 1-Aminomethyl-2-(y-aminopropyl)-cyclonexan, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels, bei Raumtemperatur gemischt» Sobald die zunächst durch die Reaktionswärme ansteigende Temperatur wieder sinkt, werden die lösungsmittel und der bei der Reaktion gebildete Alkohol entfernt. Danach wird das Vorpolymerisat gegebenenfalls bei vermindertem Druck über seinen Schmelzpunkt erhitzt»
Als Diester wird- . z, B» Oxalsäuredibutylester verwendet. Das 1-Aminomethyl-2-(j^'-aminopropyl-)-cyclohexan ist nach üblichen Verfahren hergestellt, z» B. durch Umsetzen von Butadien mit Dihydromuconsäuredinitril und anschließendem Hydrieren.
- 3 909811/1191
Die erfindungsgemäß hergestellten Polyamide eignen sich insbesondere zum Herstellen von Fäden* Die Fäden sind steif und haben einen hohen Modul der .Anfangselastizität. Die Wasseraufnahme ist bei gleicher Anzahl Methylengruppen pro Carbonamidgruppe erheblich kleiner als bei Polyamiden, die Methylengruppen in der Dicarbonsäurekomponente.; enthalten.
Die in dem Beispiel genannten Teile beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das Gewicht.
Beispiel
85,1 Teile 1-Aminomethyl-2-(ir-aminopropyl)-cyclohexan werden in 40 Volumenteilen Toluol bei Raumtemperatur gelöst und danach mit 101,1 Teilen Oxalsäuredi-n-butylester und 35 Volumenteilen Toluol verrührt. Durch die Wärmetönung der Reaktion steigt die Temperatur auf etwa 1000C. Das nach kurzer Zeit ausfallende Vorpolymerisat wird von den flüssigen Anteilen befreit, anschließend unter LuftausSchluß bei etwa 100OC getrocknet, und sodann vier Stunden bei 2400C unter Stickstoff erhitzt.
Das erhaltene Polyamid hat einen K-Wert von 65 (gemessen nach Fikentscher, 1$ig in 96?£iger Schwefelsäure bei 250C). Es erweicht in abgeschrecktem Zustand bei 1100C. Die Wasseraufnahmefähigkeit beträgt bei 100$iger Luftfeuchtigkeit 3,2$ (im Vergleich hierzu: das 6-Polyamid nimmt, selbst wenn es partiell kristallin vorliegt, unter den gleichen Bedingungen 10$ Wasser
- 4 -90981 1/1191
-4 - O.Z. 23
U95189
Durch Tempern bei 170 bis 1800O erhält man ein kristallines
Polyamid, das bei 2100G schmilzt. Aus der Polyamidschmelze
in üblicher Weise hergestellte Fäden haben nach dem Verstrek- -
ken im Verhältnis 1:5 bei HOOC eine Reißfestigkeit γόη 4,8 g/den,
eine Bruchdehnung von 18,5$ und einen Titer von 3,4 den.
Das auffallendste Gharakteristikum der erfindungsgemäß hergestellten Polyamidfasern ist ihr sehr hoher Anfangselastizitätsmodul, der bis zu größeren Belastungen erhalten bleibt. In der folgenden Tabelle sind die Anfangselastizitätsmoduln E,.
(g/den bezogen auf 100$ Dehnung) verschiedener Fasern angegeben:
Faser E. (g/den)
Polycaprolactam 25
Polyhexamethylenadipamid 30
Polyäthylenterephthalat 50
Polydecamethylenoxamid. 40
Polyamid nach Beispiel 55
Die relative Haßfestigkeit der erfindungsgemäß hergestellten Faser beträgt 97$. Auch im nassen Zustand beträgt der Anfangselastizitätffmodul noch rund 50 g/den. Durch Kochen in Wasser unter Spannung kann die Faser fixiert werden, beim Kochen ohne Spannung schrumpft sie in üblicher Weise, besitzt aber immer noch einen hohen Anfangselastizitätsmadul«
9 0 9 8 11/1191
COPY

Claims (1)

  1. - 5 - O.Z. 23 191
    Patentanspruch
    U95189
    Verfahren zum Herstellen von Polyamiden durch Polykondensation von. Diaminen mit Oxalsäure oder deren Diester, gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man als Diamin 1-Aminomethyl-2-(c^-aminopropyl)-cyclohexan verwendet.
    BADISCHE ΑΪΓΙΙΙΝ- & SODA-FABRIK AG
    909811/1191 copy
DE19641495189 1964-08-14 1964-08-14 Verfahren zum Herstellen von Polyamiden Pending DE1495189A1 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB0078115 1964-08-14

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Publication Number Publication Date
DE1495189A1 true DE1495189A1 (de) 1969-03-13

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19641495189 Pending DE1495189A1 (de) 1964-08-14 1964-08-14 Verfahren zum Herstellen von Polyamiden

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BE (1) BE668142A (de)
DE (1) DE1495189A1 (de)
GB (1) GB1109453A (de)
NL (1) NL6510654A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL6510654A (de) 1966-02-15
GB1109453A (en) 1968-04-10
BE668142A (de) 1966-02-11

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