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DE1494795C3 - Verfahren zum gleichzeitigen Entfernen von Schwefelwasserstoff und organischen Schwefelverbindungen aus solche enthaltenden Gasen - Google Patents

Verfahren zum gleichzeitigen Entfernen von Schwefelwasserstoff und organischen Schwefelverbindungen aus solche enthaltenden Gasen

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DE1494795C3
DE1494795C3 DE1965K0056923 DEK0056923A DE1494795C3 DE 1494795 C3 DE1494795 C3 DE 1494795C3 DE 1965K0056923 DE1965K0056923 DE 1965K0056923 DE K0056923 A DEK0056923 A DE K0056923A DE 1494795 C3 DE1494795 C3 DE 1494795C3
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DE
Germany
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potash
gas
solution
hydrogen sulfide
organic sulfur
Prior art date
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Expired
Application number
DE1965K0056923
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English (en)
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DE1494795A1 (de
DE1494795B2 (de
Inventor
Heinz 4660 Gelsenkirchen- Buer Bestek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Krupp-Koppers 4300 Essen GmbH
Original Assignee
Krupp-Koppers 4300 Essen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Publication of DE1494795B2 publication Critical patent/DE1494795B2/de
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Publication of DE1494795C3 publication Critical patent/DE1494795C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/16Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with non-aqueous liquids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum gleichzeitigen Entfernen von Schwefelwasserstoff und organischen Schwefelverbindungen, wie beispielsweise COS und CS2, aus Gasen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dabei auf beliebige Gase, die die genannten Verbindungen als Verunreinigungen aufweisen, anwendbar. Hauptsächlich kommen dabei Kokereigas, Wassergas, Generatorgas, Gase, die aus Kohlenstaubvergasungsanlagen stammen, Leuchtgas, aber auch Abgase, wie z. B. Schwelgase oder auch Crackgase in Frage.
Es ist erwiesen, daß die obengenannten schwefelhaltigen Verunreinigungen in den Gasen vielfach sehr störend wirken, insbesondere wenn die Gase einer Weiterverarbeitung, z. B. durch katalytische Prozesse, unterworfen werden sollen. Deshalb sind auch bereits zahlreiche Vorschläge zur Lösung des anstehenden Problems veröffentlicht worden.
So ist es unter anderem bereits bekannt, Schwefelwasserstoff aus Gasen durch Waschen mit einer wäßrigen Pottaschelösung zu entfernen. Diese Arbeitsweise ist dagegen auf organische Schwefelverbindungen nicht anwendbar, da die Absorptionsgeschwindigkeit dieser Verbindungen im Temperaturbereich unterhalb des Siedepunktes der wäßrigen Pottaschelösungen äußerst gering ist.
Zur Entfernung des organisch gebundenen Schwefels aus Gasen ist die katalytische Hydrierung zu Schwefelwasserstoff bis jetzt die wohl erfolgreichste Arbeitsweise. Man benutzt hierbei Katalysatoren, die Schwermetalle, insbesondere Ni, Fe, Pb, W und Mo enthalten. Ein Nachteil dieses Verfahrens sind die verhältnismäßig hohen Arbeitstemperaturen, bei denen gearbeitet werden muß und die ganz erheblich über den beim erfindungsgemäßen Verfahren anzuwendenden Temperaturen liegen. Außerdem muß der katalytisch gebildete Schwefelwasserstoff in einem weiteren Arbeitsgang aus dem Verfahren entfernt werden.
Es ist ferner bekannt, den organisch gebundenen Schwefel aus Gasen dadurch zu entfernen, indem man diese mit alkoholischer Natron- bzw. Kalilauge behandelt, wobei die verwendeten Alkohole sowohl einwertige Alkohole (Methanol und Äthanol) als auch dreiwertige Alkohole (Glycerin) sein können. Jedoch kommt diese Arbeitsweise für technische Zwecke nicht in Frage, da in den zu reinigenden Gasen stets Kohlensäure vorhanden ist, die ebenfalls von der verwendeten Alkalilauge absorbiert wird, was natürlich einen unwirtschaftlich großen Laugenverbrauch bedingt.
Aus der deutschen Patentschrift 6 78 191 ist außerdem ein Verfahren bekannt, bei dem die Gase bei Temperaturen von 90° C und mehr mit alkoholischen Lösungen behandelt werden, die starke organische Basen oder basisch reagierende Salze starker anorganischer oder organischer Basen enthalten. Dabei werden als starke organische Basen Amine, die eine oder mehrere Oxäthylgruppen enthalten, oder Amine mit mehreren Stickstoffatomen und als basische reagierende Salze solche von einfachen oder substituierten Aminosäuren mit Alkalien oder mit starken organischen Basen benutzt. Im Hinblick auf die Ausführungen in dieser Patentschrift muß davon ausgegangen werden, daß auch die dort beschriebene Behandlung nicht zu einer gleichzeitigen Entfernung von Schwefelwasserstoff und organischen Schwefelverbindungen im weitgehenden Umfange führt. Es wird vielmehr ausdrücklich festgestellt, daß durch diese Arbeitsweise zwar zunächst Schwefelwasserstoff in geringen Mengen durch das Reinigungsmittel gebunden werden kann. Nach einiger Zeit stellt sich dann aber ein Gleichgewichtszustand ein, bei dem der Schwefelwasserstoffgehalt des Gases nicht mehr verringert wird, sondern durch den bei der Umwandlung des organisch gebundenen Schwefels gebildeten Schwefelwasserstoff sogar noch erhöht wird. Es ist deshalb bei diesem Verfahren vorgesehen, daß letzterer zusammen mit bereits im Gas vorhandenem Schwefelwasserstoff in einem zweiten, zusätzlichen Arbeitsgang nach einem beliebigen anderen, bekannten Verfahren aus dem Gas entfernt wird.
Weiterhin ist es bekannt, Kohlegase zwecks Abscheidung von Schwefelverbindung mit auf 0°C oder eine tiefere Temperatur gekühltem Alkohol zu behandeln, wobei einerseits die Verunreinigungen im Alkohol gelöst werden sollen, während andererseits ein Gefrieren der im Gas enthaltenen Feuchtigkeit verhindert werden soll. Der Waschflüssigkeit können nach diesem Vorschlag auch Stoffe zugesetzt werden, welche mit ihr oder den auszuwaschenden Stoffen chemische Verbindungen bilden. Dieses Verfahren ist jedoch nur für die Entfernung von organischen Schwefelverbindungen, nicht dagegen für Schwefelwasserstoff anwendbar. Der
entscheidende Nachteil ist ferner darin zu sehen, daß bei tiefen Temperaturen gearbeitet werden muß, was eine intensive und kostspielige Kühlung von Gas und Waschmittel erforderlich macht.
Eine Gaswaschung bei Temperaturen unter 0°C ist auch aus einem weiteren Verfahren bekannt, wobei in mehreren Waschstufen unter Druck und unter Verwendung eines oder mehrerer organischer, vorwiegend polarer Waschmittel gearbeitet wird. Die Löslichkeit der Waschflüssigkeit soll dabei durch den Zusatz von komplexbildenden Metallsalzen, wie z. B. einwertiges Kupfersalz, erhöht werden können. Bezüglich der Nachteile dieses Verfahrens gilt ebenfalls das im vorstehenden Abschnitt Gesagte. Als weiterer Nachteil kommt die Anwendung eines erhöhten Druckes hinzu, die ebenfalls zusätzliche Kosten verursacht.
Schließlich ist auch noch ein Verfahren bekannt, bei dem organische Schwefelverbindungen aus Gasen durch Waschen mit einer alkalischen Lösung entfernt werden sollen, die als Lösungsmittel mehrwertige Alkohole enthält, bei denen alle Hydroxylgruppen bis auf eine veräthert sind. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht vor allem darin, daß es nur zur Entfernung der organischen Schwefelverbindungen geeignet ist, nicht aber zur gleichzeitigen Entfernung von Schwefelwasserstoff. Außerdem handelt es sich bei den in diesem Falle angewandten Lösungsmitteln um relativ kompliziert zusammengesetzte Verbindungen, die verhältnismäßig teuer sind und die wegen ihres niedrigen Siedepunktes zu hohen Lösungsmittelverlusten beim Waschprozeß und beim Abtrieb führen.
Ziel der vorliegenden Erfindung war es nun, ein Verfahren zu entwickeln, das die Möglichkeit der gleichzeitigen Entfernung von Schwefelwasserstoff und organisch gebundenem Schwefel aus Gasen in einem einzigen Arbeitsgang und unter Anwendung normalen Druckes und nur mäßig erhöhter Temperaturen sowie unter Verwendung einer stabilen und relativ billigen Waschlösung bietet.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren, das als Absorptionsflüssigkeit eine Lösung von Pottasche in Äthylenglycol und/oder Propylenglycol einsetzt und mit der das zu reinigende Gas bei normalem Druck und einer Temperatur oberhalb 700C in Berührung gebracht wird.
Da die Absorptionsgeschwindigkeit der Pottaschelösung für die schwefelhaltigen Verunreinigungen oberhalb 70° C schnell ansteigt, wird man im allgemeinen im bevorzugten Bereich zwischen 80 und 160° C arbeiten. Die Betriebstemperatur des Verfahrens ist jedoch keineswegs auf diesen Bereich beschränkt. Wenn es aus irgendeinem Grunde erforderlich sein sollte, kann man natürlich auch bei Temperaturen arbeiten, die dicht unter der Siedetemperatur der verwendeten Pottaschelösung liegen, so daß letztere die obere Grenze des anzuwendenden Temperaturintervalls darstellt.
Es hat sich ferner gezeigt, daß die schwefelhaltigen Verunreinigungen von verdünnten Pottaschelösungen viel schneller aufgenommen werden als von konzentrierten. Deshalb wird man im allgemeinen immer mit 1-bis 3normalen, vorzugsweise 2normalen Pottaschelösungen (138,2 g K2CO3/I) arbeiten.
Die als Lösungsmittel verwendeten Verbindungen Äthylen- und Propylenglykol weisen, wie aus der nachfolgenden Löslichkeitstabelle hervorgeht, ein ausreichend großes Lösevermögen für Pottasche auf, um die Einstellung der erforderlichen Konzentration der Waschlösung in jedem Falle zu gewährleisten.
Löslichkeit bei 20° C
Gelöster Stoff
Lösungsmittel
Gelöste Menge g/100 g
K2CO3 Äthylenglykol 33
KHCO3 Äthylenglykol 9,6
Na2CO3 Äthylenglykol 2,5
NaH2PO4 Äthylenglykol 8
Na2B4O7 Äthylenglykol 39
K2CO3 Propylenglykol 20
Na2CO3 Propylenglykol <1
Na3PO4 · 12 H2O Propylenglykol 3
Na2B4O7 Propylenglykol 21
Der Zusatz einer gewissen Menge Wasser zum verwendeten Glykol beeinträchtigt die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht. Der Wassergehalt des Lösungsmittels sollte jedoch vorzugsweise in solchen Grenzen gehalten werden, daß das Lösungsmittel mehr als 800 g Glykol pro Liter enthält. Die Verwendung von wasserhaltigem Lösungsmittel bringt natürlich gewisse wirtschaftliche Vorteile mit sich, weil dadurch einerseits die Kosten pro Liter Lösungsmittel gesenkt werden können, und es andererseits auch nicht erforderlich ist, das aus dem Abtreiber kommende Lösungsmittel vor seiner Wiederverwendung wieder vollständig zu absolutieren. Es ist selbstverständlich, daß auch Mischungen von Äthylen- und Propylenglykol sowie Gemische der beiden mit Wasser als Lösungsmittel verwendet werden können.
Die Regenerierung der mit den schwefelhaltigen Verunreinigungen beladenen Pottaschelösung kann durch Behandlung mit Wasserdampf erfolgen. Ein CO2-Gehalt des Abtreibedampfes erleichtert dabei den Abtreibevorgang. Da bei Temperaturerhöhung der H2S-Druck über der Lösung nur wenig ansteigt, ist es ferner vorteilhaft, das Abtreiben im Vakuum durchzuführen.
Die Apparatur, in der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird, kann beliebig gestaltet sein. Allgemein gilt, daß man für eine möglichst innige Berührung zwischen dem zu reinigenden Gas und der Pottaschelösung Sorge tragen muß. Dies kann man entweder durch feinste Verteilung der Pottaschelösung im Gas durch Versprühen in feinste Tröpfchen, beispielsweise durch Anwendung von Düsen, oder auch
so umgekehrt durch feinste Verteilung des zu reinigenden Gases in der Pottaschelösung erzielen. Die letztere Art der Verteilung erreicht man z. B. durch das Einleiten des Gases durch poröse Platten oder durch die Verteilung des Gases in der Flüssigkeit mit Hilfe eines schnell laufenden Rührwerkes. In der Praxis wird man im allgemeinen zwischen den genannten beiden Extremen liegende Möglichkeiten anwenden. Vor allem die Benutzung von mit Einbauten versehenen, feststehenden Waschtürmen oder von mechanisch bewegten Wäschern bekannter Bauart, wie Desintegratoren, Feldwäschern oder Ströderwäschern, wird sich empfehlen.
Die gewünschte Betriebstemperatur kann dadurch eingestellt werden, daß das zu reinigende Gas entsprechend vorgewärmt wird, so daß sich bei Berührung mit der Pottaschelösung die gewünschte Betriebstemperatur einstellt, oder man kann auch die Pottaschelösung außerhalb des Reaktionsgefäßes auf
die Arbeitstemperatur erwärmen und im Kreislauf durch den Reinigungsapparat führen.
Der für die Regenerierung der beladenen Pottaschelösung verwendete Abtreiber kann ebenfalls üblicher Bauart sein. Das heißt, man wird im allgemeinen eine mit Füllkörpern oder Einbauten versehene Kolonne verwenden, durch die die zu regenerierende Lösung von oben nach unten fließt, während von unten der Abtreibedampf eingeblasen wird, so daß die abgetriebenen Verunreinigungen am Kopf der Kolonne abgezogen werden können, während sich die regenerierte Lösung im Sumpf ansammelt.
Die erfindungsgemäße Arbeitsweise soll abschließend durch die nachfolgenden Verfahrensbeispiele noch weiter verdeutlicht werden:
Beispiel 1
Ein durch Vergasung von Braunkohlenstaub gewonnenes Gas, dessen Gehalt an schwefelhaltigen Verunreinigungen sich wie folgt zusammensetzte:
H2S
COS
sonstige organische
Schwefelverbindungen
2,03 Volumprozent
3,90 g/m3
l,27g/m3.Z
5,17 g organische Schwefelverbindungen/m3 Gas
wurde mit einer 1,9 n-Pottaschelösung in Athylenglykol in einer Menge von 3 1 Lösung pro Nm3 Gas behandelt. Der Glykolgehalt der Lösung betrug dabei 1000 g Äthylenglykol/I. Die Umsetzung mit dem zu reinigenden Gas wurde in einem mit Raschig-Ringen gefüllten Waschturm durchgeführt, wobei die Waschlösung von oben nach unten dem zu reinigenden Gas entgegenfloß. Die Betriebstemperatur im Wascher betrug 1200C. Das gereinigte Gas wurde am Kopf des Waschturmes abgezogen. Die nachfolgende Tabelle gibt über das erzielte Ergebnis Auskunft:
H2S COS und andere
organische
Schwefel
verbindungen
Volum g/m3
prozent 5,17
Anfangsgas 2,03 0,24
Endgas 0,045 95,3%
Auswaschung 98,8%
Beispiel 2
Ein Generatorgas, dessen Gehalt an schwefelhaltigen Verunreinigungen sich wie folgt zusammensetzte:
H2S
COS
sonstige organische
Schwefelverbindungen
1,58 Volumenprozent
3,7 g/m3
2,27 g/m3 2
5,97 g organische Schwefelverbindungen/m3 Gas
wurde im gleichen Waschturm behandelt wie im Beispiel 1. Die Betriebstemperatur im Wascher betrug dabei ebenfalls 1200C. Es wurde jedoch eine 1,95 h-Pottaschelösung in Propylenglykol verwendet, wobei der Glykolgehalt der Lösung 850 g Propylenglykol/1 betrug. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
25
H2S COS und andere
organische
Schwefel
verbindungen
Volum g/m3
prozent 5,97
1,58 1,05
0,06 82,4%
96,2%
30
35
40
45
50 Anfangsgas
Endgas
Auswaschung
Beispiel 3
Ein Spaltgas, dessen Gehalt an schwefelhaltigen Verunreinigungen sich wie folgt zusammensetzte:
H2S 0,49 Volumprozent
CS2 1,05 g/m3
wurde ebenfalls in einem mit Einbauten versehenen Waschturm mit einer 2 n-Pottaschelösung in Athylenglykol bei 1200C behandelt. Die verwendete.Lösungsmenge betrug dabei 3 Liter Lösung pro Nm3 Gas, und der Glykolgehalt war auf 1000 g Athylenglykol pro Liter Lösung eingestellt. Es wurde folgende Ergebnisse erzielt:
H2S
Volumprozent
CS2
g/m3
Anfangsgas 0,49 1,05
Endgas 0,024 0,13
Auswaschung 95,1% 88%
Die Praxis zeigt also, daß es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich ist, in durchaus befriedigender Weise Schwefelwasserstoff und organische Schwefelverbindungen aus den zu reinigenden Gasen in einem Arbeitsgang auszuwaschen.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum gleichzeitigen Entfernen von Schwefelwasserstoff und organischen Schwefelverbindungen aus Gasen durch Behandeln mit einer im Kreislauf über eine Regenerieranlage geführten Absorptionsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß als Absorptionsflüssigkeit eine Lösung von Pottasche in Äthylenglycol und/oder Propylenglycol eingesetzt und mit dem zu reinigenden Gas bei normalem Druck und einer Temperatur oberhalb 70° C in Berührung gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine 1- bis 3normale, vorzugsweise 2normale Pottaschelösung verwendet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das für die Pottasche verwendete Lösungsmittel neben Glykol noch eine geringe Menge Wasser enthalten kann, wobei vorzugsweise ein Konzentrationsbereich von mehr als 800 g Glykol pro Liter Lösungsmittel eingehalten wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den schwefelhaltigen Verunreinigungen beladene Pottaschelösung durch Behandlung mit Wasserdampf regeneriert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtreibedampf GO2 enthält.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regenerierung der mit den schwefelhaltigen Verunreinigungen beladenen Pottaschelösung unter Vakuum erfolgt.
DE1965K0056923 1965-08-19 1965-08-19 Verfahren zum gleichzeitigen Entfernen von Schwefelwasserstoff und organischen Schwefelverbindungen aus solche enthaltenden Gasen Expired DE1494795C3 (de)

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