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DE1494755C - Verfahren zur Regenerierung konzentrierter wäßriger Zinkchioridlösungen - Google Patents

Verfahren zur Regenerierung konzentrierter wäßriger Zinkchioridlösungen

Info

Publication number
DE1494755C
DE1494755C DE1494755C DE 1494755 C DE1494755 C DE 1494755C DE 1494755 C DE1494755 C DE 1494755C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
weight
polymerization
percent
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Masatoshi; Yamauchi Takashi; Kita-jima; Yoshinari Osamu Shizuoka; Yoshida Seiichi Tokushima; Yoshida (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Teijin Ltd
Original Assignee
Toho Rayon Co Ltd
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung beschäftigt sich mit einem Verfahren Verfahren zur Entfernung und Inaktivierung der
zur Regenerierung einer konzentrierten wäßrigen organischen Verunreinigungen in der konzentrierten
Lösung von Zinkchlorid und gegebenenfalls anderen Salzlösung, welche in der Hauptsache Zinkchlorid
anorganischen Salzen, welche durch Verwendung für enthält, vorgeschlagen. Selbst bei Anwendung eines
die Polymerisation von Acrylnitril Verunreinigungen 5 starken Oxydationsmittels läßt sich die gewünschte
in Form von nicht flüchtigen organischen Verbindun- Wirkung nicht erzielen.
gen enthält und dadurch bei einer erneuten Verwendung Zur Reinigung einer konzentrierten Zinkchlorideine Polymerisation negativ beeinflußt, wobei die lösung von Verunreinigungen in Form von anorgani-Salzlösung einer oxydierenden Behandlung unter- sehen Metallsalzen ist bereits ein Verfahren bekanntzogen wird. 10 geworden, wobei die Lösung mit einem wasserlöslichen
Konzentrierte wäßrige Lösungen, welche als Haupt- Persulfat behandelt wird (USA.-Patentschrift 2 746 840).
bestandteil Zinkchlorid enthalten, werden als Lösungs- Die zu reinigende Lösung wurde noch nicht für die
mittel Für die homogene Lösungspolymerisation oder Polymerisation von Acrylnitril verwendet und enthält
Copolymerisation von Acrylnitril verwendet. Wenn folglich auch keine Verunreinigungen. in Form von
eine derartige Salzlösung wiederholt Tür diesen Zweck J5 aktiven organischen Verbindungen. Eine Reinigung
verwendet wird, üben die aktiven organischen Ver- durch Anwendung von Wasserstoffperoxid führte
bindungen, welche darin angesammelt wurden, auf die wegen möglicher Nebenreaktionen nicht zum ge-
Polymerisationsreaktion unerwünschte Einflüsse aus. wünschten Erfolg.
Bei der Herstellung von Acrylfasern werden Acryl- Es ist allgemein bekannt, daß Wasserstoffperoxid säureester, wie beispielsweise Acrylsäuremethylester, 20 leicht zersetzbar ist, um unter alkalischen Bedingungen Äthylacrylat u.dgl., Methacrylsäureester, wie Meth- Sauerstoff abzugeben; jedoch ist die Oxydationskraft acrylsäuremethylester oder Vinylazetat u. dgl., als in saurem Zustand reichlich gering. Der pH-Wert der Monomere verwendet, welche zusätzlich zu Acryl- konzentrierten wäßrigen Lösung von Zinkchlorid ist nitril polymerisiert werden sollen, wobei außerdem sehr niedrig. Dieser Wert ist beispielsweise etwa gleich Vinylsulfonsäure, Allylsulfonsäure, Methallylsulfon- 25 Null in einer 60%igen Lösung, und er beträgt etwa 1 säure, Vinylbenzolsulfonsäure oder deren Natrium- bei einer 50%igen Lösung. Selbst wenn versucht salze zur Verbesserung der Färbbarkeit verwendet würde, den pH-Wert der Lösung zu erhöhen, so werden. Einige von ihnen, welche einen hohen Siede- ist eine Erhöhung des pH-Wertes über 3 sehr schwiepunkt besitzen bzw. nicht flüchtig sind, sollen nach rig, und es läßt sich Zinkhydroxid ausfällen, welches Abschluß der Polymerisation teilweise in der Lösung 30 unerwünschte Wirkungen auf cfie Polymerisation zurückbleiben. Wenn daher die Spinnlösung direkt ausübt und Schwierigkeiten in der Lagerung und und kontinuierlich von dem Monomer unter Ver- beim Transport der Lösung ergibt. Infolgedessen Wendung der konzentrierten wäßrigen Lösung von wurde die Verwendung von Wasserstoffperoxid zur Zinkchlorid als Lösungsmittel hergestellt wird, dann Entfernung und Inaktivierung der aktiven organischen sammeln sich unvermeidbar die nicht flüchtigen 35 Verbindungen in einer konzentrierten Zinkchlorid-Monomere oder niedrigeren Polymerisationsprodukte, lösung bisher als praktisch unmöglich angesehen, die am Ende der Reaktion gebildet werden, in dieser Die Erfindung hat- sich die Aufgabe gestellt, ein Lösung. Bei der Herstellung von stumpfen Fasern Verfahren zur wirksamen Entfernung und Inaktiviewird auch Titanoxid od. dgl. zugesetzt. Dabei wird rung der organischen Verunreinigungen zu schaffen, das oberflächenaktive Agens, welches höherwertige 40 Die Erfindung besteht darin, daß die Salzlösung in aliphatische Säuren od. dgl. enthält, oft für die Disper- Gegenwart von 0,1 bis 1,0 Gewichtsprozent basischer sion von Titanoxid verwendet, wobei ein derartiges Verbindungen bei einer Temperatur von 90 bis oberflächenaktives Agens in der Lösung zurückbleiben 1000C mit 0,3 bis 1,0 Gewichtsprozent Wasserstoffsoll. Die organischen Verunreinigungen werden in der peroxid oxydiert und anschließend gefiltert wird. — nachstehenden Beschreibung auch als aktive organische 45 Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß Verbindungen bezeichnet. Wasserstoffperoxid in Gegenwart von basischen Ver-
Die durch Lösungspolymerisation hergestellte Spinn- bindungen wirksam anwendbar ist, um die aktiven lösung, welche diese aktiven organischen Verbindun- organischen Verbindungen in der konzentrierten Zinkgen enthält, wird in an sich bekannter Weise durch ■ chloridlösung zu entfernen und zu inaktivieren. Wenn Spinndüsen in das Koagulationsband gepreßt, welches 5° die basischen Verbindungen in einer Gewichtsmenge eine verdünnte wäßrige Lösung eines oder mehrerer von wenigstens 0,1% und vorzugsweise in einer anorganischer Salze enthält, wobei die Fasern ent- Gewichtsmenge von 0,4 bis 1,0% zugesetzt werden, stehen und der größte Teil der aktiven organischen wird Wasserstoffperoxid aktiviert, um die organischen Verbindungen auf Grund ihres niedrigen Molekular- Verbindungen trotz des niedrigen pH-Wertes der gewichtes in das Koagulationsbad übertragen wird. 55 Salzlösung, der beispielsweise nahe 2 liegt, wirksam zu
Wird das Koagulationsbad, welches eine Vergleichs- entfernen und zu inaktivieren. Als überraschend muß
weise verdünnte Salzlösung ist, durch Verdampfung hierbei die Tatsache angesehen werden, daß gerade
konzentriert und erneut als Lösungsmittel zur Her- Wasserstoffperoxid bei der Entfernung und Inaktivie-
stellung einer Spinnlösung mit Polyacrylnitril oder rung von organischen Verunreinigungen so wirksam
Copolymeren verwendet, üben die in der Lösung ent- 60 ist, weil dies auf Grund des bekannten, weniger guten
haltenen aktiven organischen Verbindungen jedoch Erfolges bei der Entfernung und Inaktivierung von
unerwünschte Einflüsse aus, da sie von dem Poly- anorganischen Metallsalzverunreinigungen nicht zu
merisationsinitiator herrührende Radikale oder Poly- erwarten war.
merradikale verbrauchen, wodurch die Ausbeute an Als basische Verbindungen werden vorzugsweise eine
unerwünschtem Polymer extrem gesenkt, die Polymer- 65 oder mehrere der folgenden Verbindungen verwendet:
lösung entfärbt, die daraus erzielbare Faser brüchig Zinkoxid,Animoniumhydroxid,Ammoniumkarbonat,
und die Gewinnung einer weißen Fu.ier behindert ' Natriumhydroxid, Natriumkarbonat, Kalziumoxid,
wird. Bisher winde noch kein /iilVicdensidlcndi^ K.il/iiiinliydronid, Magnesiumoxid, Magnesiumhy-
droxid. Zinkoxid ist in erster Linie vorzuziehen, da dieses ebenso wie das Lösungssalz eine Zinkverbindung ist. Als Zusatz läßt sich aber auch eine Mischung von zwei oder mehr der vorgenannten basischen Verbindungen verwenden. Vorzugsweise wird eine oder werden mehrere dieser basischen Verbindungen entsprechend der Zusammensetzung der Lösungssalze in der zu behandelnden Lösung ausgewählt. Selbst wenn 1,0 Gewichtsprozent oder mehr der basischen Verbindungen zugesetzt wird, läßt sich die Reinigungswirkung kaum verbessern. In einigen Fällen kann der Überschuß an basischer Verbindung nicht gelöst werden. Der Überschuß ist nicht nur wertlos, sondern kann auch Schwierigkeiten in der Lagerung oder beim Transport der Lösung und außerdem ein Hindernis bei der Polymerisation sein.
Die Bestimmung oder Festlegung der Konzentration der basischen Verbindung wird in Übereinstimmung mit JIS-K1428 und JIS-K 8111 durchgeführt, wobei als konzentrierte wäßrige Salzlösung eine Lösung von etwa 10 g reinem Zinkchlorid in etwa 10 ml Wasser genommen wird und mehrere Tropfen des Indikators einer Methylorangelösung (0,1%) der sich ergebenden Lösung zugesetzt werden. Durch Titrierung von IN-Salzsäure läßt sich die basische Verbindungskonzentration nach der folgenden Gleichung aus dem Farbumschlag des Indikators berechnen:
C =
0,041 · D
100,
Basische Verbindung 0,2 0,4 0,6 0,8
(Gewichtsprozent) .. .
Zinkchlorid
(Gewichtsprozent) 1,7 2,1 23 . 2,4
54 1,2 1,4 1,6 1,8
58 0,8 1,3 1,5 1,7
60
zugsweise als Lösungsmittel zur Herstellung der Spinnlösung von Acrylnitrilhomo- oder -mischpolymerisaten verwendet.
Um die Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Entfernung und Inaktivierung der organischen Verunreinigungen darzulegen, zeigt die nachfolgende Tabelle 2 die Prüfungsergebnisse, wobei die konzentrierte wäßrige Zinkchloridlösung als Lösungsmittel zur Polymerisation des Monomers von Acrylnitril in einer Menge von wenigstens 85 Gewichtsprozent verwendet wurde. Diese Lösung wurde gereinigt durch Behandlung der bereits als Lösungsmittel für die Polymerisation verwendeten Salzlösung, die dem Koagulationsbad nach dem Spinnvorgang entnommen, eingedampft und mit Zinkoxid in der Weise behandelt wurde, daß die Konzentration der in dieser Lösung enthaltenen basischen Verbindungen einen Wert von 0,6 Gewichtsprozent hatte, woraufhin die Behandlung mit Wasserstoffperoxid bei einer Temperatur von 95° C 60 Minuten lang durchgeführt wurde. Die Viskosität wird durch die Zeit in Sekunden angegeben, während welcher eine Stahlkugel von 0,315 cm Durchmesser bei einer Temperatur von 45°C in der polymeren Lösung 20 cm tief eindringt.
Als Grundlage für die angegebenen Werte der Transparenz dient die Bedingung, daß die Lichtwellenlänge 420 πΐμ beträgt und das Prüfstück 20 mm stark ist.
wobei C die basische Verbindungskonzentration in Gewichtsprozenten, S das zu prüfende Material in Gramm und D die verwendete IN-Salzsäure in Milliliter ist.
Es ist unbedingt erforderlich, die Konzentration der basischen Verbindungen von 0,4 bis 1,0 Gewichtsprozent einzuhalten, um die aktiven organischen Verbindungen zu entfernen und zu inaktivieren, da andererseits die Polymerisation behindert wird. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, läßt sich der gewünschte Zweck nicht zufriedenstellend erreichen. Das Vorhandensein der basischen Verbindungen läßt Wasserstoffperoxid selbst im sauren Zustand der wäßrigen Zinkchloridlösung aktiv werden. Die Veränderung des pH-Wertes der wäßrigen Zinkchloridlösung, welcher Zinkoxid zugesetzt wurde, wird in der nachstehenden Tabelle 1 angegeben:
Tabelle 1
H2O2
(Gewichts
prozent)
Tabelle 2 Transparenz Viskosität
(Sek.)
0 Polymeri- (420 ΓΠμ.
Stärke 20 mm)
85
35 0,1 sationsertrag
(Polymeri
sationszeit
5 Std.)
53 98
0,2 89,5 55 113
0,3 90,7 58 133
0,4 92,5 62 130
40 0,5 94,3 65 131
0,6 94,6 66 132
94,5 65
94,5
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß man eine aus dem Koagulationsbad für Acrylnitrilpolymerisatfasern entnommene Salzlösung verwendet, die durch Verdampfen von Wasser und anderen llüchiigen Bestandteilen auf eine vorgegebene Salzkonzentration gebracht worden ist. Nach der Regenerierung wird diese Salzlösung vor-
Aus diesen Resultaten ergibt sich, daß die Behandlung mit Wasserstoffperoxid sehr viel zur Erhöhung des Polymerisationsertrages und zur Verhinderung einer Entfärbung der Spinnlösung beiträgt. Vorzugsweise wird Wasserstoffperoxid mit mehr als 0,1 Gewichtsprozent als reiner Bestandteil in bezug auf die zu behandelnde Lösung verwendet und mit 0,3 bis 1,0 Gewichtsprozent, wenn die aktiven organischen Verbindungen in größerer Menge vorhanden sind. Die Reaktion wird wirkungsvoll bei einer Temperatur von wenigstens 90°C durchgeführt und vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 95 und 1000C.
Andererseits werden durch Veränderung des basischen Verbindungsgehaltes bei der Reaktion, wenn die Oxydationsbehandlung mit Wasserstoffperoxid durchgeführt wird, die in Tabelle 3 zusammengestellten Resultate erhalten, wobei der Säuregehalt in Gewichtsprozent freier Salzsäure und der basische Verbindungsgehalt in Gewichtsprozent der basischen Verbindung in der konzentrierten wäßrigen Zinkchloridlösung angegeben ist. Die Behandlung wurde bei Verwendung von Wasserstoffperoxid in einer Menge von 0,4 Gewichtsprozent als reiner Bestandteil bei einer Tempe-
ratur von 97° C 30 Minuten lang unter Umrühren durchgeführt. Die Spalte 1 in Tabelle 3 gibt die Resultate wieder, welche bei überprüfung einer konzentrierten wäßrigen Zinkchloridlösung erzielt wurden, welche nicht nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt wurde.
Tabelle 3
Test Nr.
Säuregehalt (Gewichtsprozent) ....
Basische Verbindung
Br-Wert
Absorptions-Index der behandelten Lösung (Wellenlänge 265 m)
(Stärke 10 mm)
Kohlenstoffbestandteil in der
Lösung (Gewichtsprozent)
Polymerisationsertrag (%)
7,58
10,7 .
0,044 70,3
0,2 6,75
0,93
0,043 83,2 0,3
6,38
0,80
0,037
89,3
0,1
2,63
0,68
0,030
93,6
0,2
0,80
0,60
0,025
94,0
0,4
0,32
0,59
0,022
94,9
0,6
0,28
0,50
0,018
94,8
0,8
0,22
0,43
0,015
95,0
Aus den vorstehenden Ergebnissen ist zu ersehen, daß die Behandlung mit Wasserstoffperoxid um so wirkungsvoller ist, wenn der Gehalt an basischen Verbindungen größer ist als 0,1 Gewichtsprozent. Unmittelbar im Anschluß an die Behandlung wird die Lösung gefiltert.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem kann demnach im großen und ganzen als gelöst angesehen werden. Wenn jedoch nicht verbrauchtes Wasserstoffperoxid und unzureichend behandelte aktive organische Verbindungen zurückbleiben, wird die Lösung einer Reduktion unterworfen, um diesen Rest vollkommen zu entfernen und zu inaktivieren, so daß die Polymerisation nicht behindert wird. Als Reduktionsmittel können viele Stoffe verwendet werden, von denen sich Zinkpulver als besonders wirksam erwiesen hat. Die Zinkbehandlung wird durch Zusatz von 0,1 bis 0,3 Gewichtsprozent Zinkpulver zur Lösung unter den gleichen Umständen wie bei der Wasserstoffperoxidbehandlung durchgeführt. Um die Reinigung noch wirksamer durchzuführen, kann aktive Holzkohle in einer Menge von 0,1 bis 0,2 Gewichtsprozent der Lösung zugesetzt werden, nachdem die Zinkbehandlung abgeschlossen wurde, wobei die Reaktionsbedingungen die gleichen sind wie bei der Wasserstoffperoxidbehandlung.
Die Polymerisation oder Copolymerisation von Acrylnitril in der konzentrierten wäßrigen Lösung eines anorganischen Salzes oder anorganischer Salze, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigt wurde, kann gemäß einem beliebgen an sich bekannten Verfahren durchgeführt werden. Besonders vorteilhaft kann es indessen sein, wenn als Polymerisationsinitiator eine organische Verbindung, wie beispielsweise α,α'-Azobis-iso-butylnitril u. dgl., oder die oxydierenden Verbindungen, wie Wasserstoffperoxid, Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und Natriumpersulfat oder Redox-Katalysatoren, welche das vorgenannte Oxydationsmittel enthalten, und ein Reduktionsmittel, wie beispielsweise Natriummetbisulfit oder Kaliummetbisulfit, verwendet wird.
Wenn die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelte Lösung als Lösungsmittel verwendet wird, kann der Polymerisationsertrag nach Ablauf einer gewissen Zeit auf einen zufriedenstellenden Wert erhöht werden, so daß sich zeigt, daß das erfindungsgemäße Verfahren auch wirtschaftlich äußerst günstig ist, da das Lösungssalz, wie beispielsweise Zinkchlorid, kaum verlorengeht.
Es mag noch darauf hingewiesen werden, daß das erfindungsgemäße Verfahren auch Metall-Ionen, wie eisenhaltige Ionen, aus der konzentrierten wäßrigen Lösung von anorganischen Salzen ebenso wie die aktiven organischen Verbindungen entfernen kann. Nachstehend wird das erfindungsgemäße Verfahren an Hand eines Durchführungsbeispiels im einzelnen erläutert.
Beispiel
Die monomere Lösung von 89,0 Gewichtsteilen Acrylnitril, 9,5 Gewichtsteilen Methylacrylat und 1,5 Gewichtsteilen Natriumallylsulfonat in 1000 Gewichtsteilen konzentrierter wäßriger Lösung anorganischer Salze nach Spalte A in Tabelle 4 wurde gründlich umgerührt und unter Verwendung von Wasserstoffperoxid als Polymerisationsinitiator polymerisiert. Die sich ergebende Spinnlösung wurde durch Spinndüsen in ein Koagulationsbad versponnen, welches 15 Gewichtsprozent der gleichen Salze wie die Spinnlösung enthielt. Die anorganischen Salze in der Spinnlösung wurden nach und nach in das Koagulationsbad zusammen mit den unbehandelten Monomeren und wasserlöslichen organischen Verunreinigungen, welche am Schluß der Polymerisationsreaktion gebildet wurden, übergeführt. Die Konzentration der anorganischen Salze im Koagulationsbad betrug am Schluß annähernd 18 Gewichtsprozent. Unter reduziertem Druck wurden Wasser und die unbehandelten flüchtigen Monomere aus der Lösung entfernt, so daß die Konzentration der anorganischen Salze darin 58 Gewichtsprozent betrug. Die auf diese Weise behandelte konzentrierte wäßrige Lösung, welche als Lösung 1 bezeichnet wird, wurde als Lösungsmittel für die Polymerisation verwendet. 500 Gewichtsteilen der Lösung 1 wurden 44,5 Gewichtsteile Acrylnitril, 4,75 Gewichtsteile Methylacryl und 0,75 Gewichtsteile Natriumacrylsulfonat zugesetzt. Der sich daraus ergebenden Lösung wurden nach kräftigem Umrühren 0,064 Gewichtsteile Wasserstoffperoxid als Polymerisationsinitiator zugefügt und 6 Stunden lang im Reaktionsbehälter stehengelassen, welcher auf einer Temperatur von 45° C gehalten
wurde. Der Polymerisationsertrag, die Transparenz und die Viskosität der erzielten polymeren Lösung sind in Spalte B der Tabelle dargestellt, welche in der gleichen Weise wie in Tabelle 2 bestimmt wurde. Wie aus den Resultaten zu sehen ist, ist es unmöglich, den Spinnvorgang sauber und glatt durchzuführen und eine ausgezeichnete Faser in völliger Klarheit und Weise zu erreichen.
Andererseits wurden 1000 Gewichtsteilen der Lösung 1 die in Spalte C der Tabelle angegebenen Verbindungen zugesetzt. Die sich ergebende Lösung wurde erhitzt und derart behandelt, daß ihr Gehalt an basischen Verbindungen auf die in Spalte D angegebenen Werte gebracht werden konnte. Alsdann wurde die Lösung durch Zusatz von Wasserstoffperoxid unter den in Spalte E angegebenen Bedingungen behandelt, wobei umgerührt und nach abgeschlossener Reaktion abgefiltert wurde, so daß die organischen Verunreinigungen entfernt und inakti-
viert wurden, um die Polymerisation nicht mehr schädlich beeinflussen zu können. In einigen Fällen wurde eine Nachbehandlung mit Zinkpulver und aktiver Holzkohle durchgeführt, wie in den Spalten F und G angegeben ist. Die konzentrierte wäßrige Lösung der anorganischen Salze, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt wurde, und als Lösung 2 bezeichnet ist, war klar und transparent und hatte kaum noch organische Unreinheiten. Die Resultate sind in Spalte H angegeben, welche die Wirkungen in der Entfernung und Inaktivierung der organischen Verunreinigungen nach der Erfindung zeigt. Die Polymerisationsresultate unter Verwendung der Lösung 2 als Lösungsmittel in der gleichen Weise wie bei der Lösung 1 sind in Spalte I angegeben, welche beweist, daß die Salzlösung, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren regeneriert wurde, sich ohne weiteres als Lösungsmittel für die Polymerisation eignet.
Tabelle 4
Salze des Lösungsmittels
Zinkchlorid
(Gewichtsprozent)
Natriumchlorid
(Gewichtsprozent)
Ammoniumchlorid
(Gewichtsprozent)
Reines Wasser
(Gewichtsprozent)
Polymerisation mit
unbehandeltem Lösungsmittel Polymerisationsertrag (%).. Transparenz der polymeren
Lösung (%)
Viskosität der polymeren Lösung (Sek.)
Zugesetzte basische
Verbindungen
Zinkoxid
(Gewichtsteile)
Ammoniumhydroxid
(Gewichtsteile)
Ammoniumkarbonat
(Gewichtsteile)
Natriumhydroxid
(Gewichtsteile)
Natriumkarbonat
(Gewichtsteile)
Gehalt an basischen Verbindungen (Gewichtsprozent)
Zugesetztes Wasserstoffsuperoxid (Gewichtsprozent) Behandlungstemperatur (°C).. Behandlungszeit (Min.).......
Zugesetztes Zinkpulver
(Gewichtsprozent)
Behandlungstemperatur (0C).. Behandlungszeit (Min.)
0 0 0 0
0,70
0,3 95 30
0,2 100 30 0
0
0
0
0
0
0
4
42
90,7
55
7
0
0
0
0
0,61
0,5
95
30
0 0 0
7 0 0
0 9 0
0 0 0
0 0 0
0,62 0,59
0,3 • 0,3
100 95
30 30
0,2 0
100
30
0
0
109 508/352
Fortsetzung
10
Aktive Holzkohle
(Gewichtsprozent)
Behandlungstemperatur (0C).. Behandlungszeit (Min.)
Behandelte Lösung
Br-Wert
Transparenz (%)
Kohlenstoffgehalt
(Gewichtsprozent)
Absorptions-Index
Polymerisation mit behandelter Lösung
Polymerisationsertrag (%)..
Transparenz (%)
Viskosität (%)
0 0 0 0 • o 0,1
100
0 0 30
0,32 0,33 7,58 0,31 0,33 0,27
98 99 87 99 99 98
0,018 0,018 0,031 0,018 0,015 0,019
0,50 0,50 1,03 0,48 0,51 0,38
94,6 94,7 87,3 94,8 94,7 95,0
68 70 43 66 68 67
130 131 100 131 133 129
(Fortsetzung)
7,43
89
87,2
42
100
A. 8 54 0 0 0 8 0 0 50 0 0 0
0 4 0 0 0 0 7 0 4 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 9 4 0 0 0
0 42 7 0 0 0 0 0 42 7 0 0
B. 0 87,6 0 11 0 0 0 0 88,4 0 11 0
0,68 57 0,54 0,63 0 0,71 0,60 0,59 53 0,54 0,63 0
0,3 83 0,5 0,3 0 0,3 0,5 0,5 87 0,5 0,6 0
C. 100 95 97 100 100 97 100 95
30 30 30 30 30 30 30 30
0 0,2 0 0 0 0,2 0 0,2 0 0
100 100 100
30 30 30
D. 0 0 0,1 0 0 0,2 0 0 0,1 0
E. 100 100 100
30 ■— 30 30
0,29 0,33 0,31 7,29 0,29 0,30 0,31 0,29 0,27 7,64
F. 99 97 99 88 98 97 99 99 98 86
0,016 0,017 0,015 0,033 0,015 0,014 0,016 0,017 0,016 0,031
0,34 0,37 0,40 1,26 0,39 0,42 0,47 0,32 0,39 1,10
G. 95,0 94,8 .94,7 86,0 94,7 94,3 94,6 95,0 95,8 87,3
65 65 68 42 68 66 69 67 64 44
132 133 137 99 132 134 135 130 129 102
H.
I.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Regenerierung einer konzentrierten wäßrigen Lösung von Zinkchlorid und gegebenenfalls anderen anorganischen Salzen, weiche durch Verwendung für die Polymerisation von Acrylnitril Verunreinigungen in Form von nicht flüchtigen organischen Verbindungen enthält und dadurch bei erneuter Verwendung eine
Polymerisation negativ beeinflußt, wobei die Salzlösung einer oxydierenden Behandlung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Salzlösung in Gegenwart von 0,1 bis 1,0 Gewichtsprozent basischer Verbindungen bei 5 einer Temperatur von 90 bis 100° C mit 0,3 bis 1,0 Gewichtsprozent Wasserstoffperoxid oxydiert und anschließend filtriert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als basische Verbindungen eine oder mehrere der folgenden Verbindungen verwendet werden: Zinkoxid, Ammoniumhydroxid, Ammoniumkarbonat, Natriumhydroxid, Natriumkarbo-
nat, Kalziumoxid, Kalziumhydroxid, Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine aus dem Koagulationsbad für Acrylnitrilpolymerisatfasern entnommene Salzlösung verwendet, die durch Verdampfen von Wasser und anderen flüchtigen Bestandteilen auf eine vorgegebene Salzkonzentration gebracht worden ist.
4. Verwendung der nach Anspruch 3 erhaltenen Salzlösung als Lösungsmittel zur Herstellung der Spinnlösung von Acrylhitrilhomo- oder -mischpolymerisaten.

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