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DE1493437B1 - Kraftstoffe fuer Ottomotoren - Google Patents

Kraftstoffe fuer Ottomotoren

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Publication number
DE1493437B1
DE1493437B1 DE19651493437 DE1493437A DE1493437B1 DE 1493437 B1 DE1493437 B1 DE 1493437B1 DE 19651493437 DE19651493437 DE 19651493437 DE 1493437 A DE1493437 A DE 1493437A DE 1493437 B1 DE1493437 B1 DE 1493437B1
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DE
Germany
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percent
gasoline
fuel
boric acid
volume
Prior art date
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Pending
Application number
DE19651493437
Other languages
English (en)
Inventor
Schildwaechter Dr-Ing Heinrich
Hammerich Dr-Ing Theodor
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aral AG
Original Assignee
Aral AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aral AG filed Critical Aral AG
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Pending legal-status Critical Current

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/18Organic compounds containing oxygen
    • C10L1/185Ethers; Acetals; Ketals; Aldehydes; Ketones
    • C10L1/1857Aldehydes; Ketones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/30Organic compounds compounds not mentioned before (complexes)
    • C10L1/301Organic compounds compounds not mentioned before (complexes) derived from metals
    • C10L1/303Organic compounds compounds not mentioned before (complexes) derived from metals boron compounds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

Description

  • An Vergasern von mit Motorenbenzin betriebenen Ottomotoren tritt, wenn Außentemperaturen von etwa t0 bis +15°C und hohe Luftfeuchtigkeit, wie z. B. an Herbst- und Frühjahrstagen, vorherrschen, bei Motoren im noch nicht betriebswarmen Zustand oft eine Vereisung ein, die vor allem die Leerlauf-und Korrekturdüse und das Arbeiten der Drosselklappe beeinträchtigt, was beim Schalten und beim Leerlauf das Aussetzen des Motors bewirkt.
  • Die Erfindung betrifft die Schaffung von diese Ubelstände nicht zeigenden Kraftstoffen im Benzinsiedebereich für Ottomotoren.
  • Es ist bekannt, diesen als »stalling« bezeichneten Vorgang durch Verwendung von Benzinen mit einem Gehalt an in Kohlenwasserstoffen und Wasser lösliehen Stoffen, wie z. B. Äthanol, Propanol oder Gemischen dieser mit Methanol oder Butanol, Äthern zweiwertiger Alkohole, in Höhe von z. B. bis zu 5 Volumprozent hin:a_zzuhalten oder zu verhüten.
  • Dies gelang mehr oder weniger, jedoch unter Erhaltung von Nachteilen, wie z. B. Verringerung der Oxydationsstabilität - insbesondere bei Benzinen olefinischen Charakters -- Verringerung der Klopffestigkeit oder anderer nicht erwünschter Eigenschaften, wobei in vielen Fällen die Enteisungswirkungen solcher Zusätze, von denen die Alkohole relativ die besten sind, zu wünschen übrig lassen und!oder das Zusetzen verhältnism:ißig großer Mengen notwendig ist.
  • Die Schaffung eines Kraftstoffes im Benzinsiedebereich für Ottomotoren, der das »stalling« nicht oder praktisch nicht zeigt, wobei dieser Vorteil nicht durch Nachteile erkauft ist, sondern zusiitzliche Vorteile aufweist, gelingt nun überraschenderweise gemäß der Erfindung durch Zusetzen von Reaktionsprodukten aus Diketonalkoholen und sauren Alkandiolborsäureestern, und zwar in verhältnismäßig geringer Menge.
  • Die Eignung eines Kraftstoffes im Benzinsiedebereich --- beliebiger Zusammensetzung - mit einem Gehalt an Diketonalkoholen, wie sie durch eine an sich bekannte Isomerisierung des Acetons oder anderer aliphatischer Ketone, wie Äthylmethylketon, Methylisobutylketon, erhalten werden können bzw. die Wirkung dieser Diketonalkohole als Enteiser, die den Alkoholen überlegen sind, ist an sich bekannt; andererseits weiß man aber auch, daß Ketone, obwohl sie in Kohlenwasserstoffen und Wasser in jedem Verhältnis löslich sind, selbst bei Zusätzen bis zu H und mehr Volumprozent als Enteiser nicht . nur versagen, sondern die Vereisungsneigung der Kraftstoffe erhöhen, so daß, obwohl Aceton z. B. bei der Phenolsynthese nach H o c k in großen Mengen anfällt, bisher noch kein Weg gefunden werden konnte, es in technisch befriedigender Weise -. als Kraftstoffkomponente zu verwerten. Die Isomerisierung von Ketonen, z. B. des Acetons zu Diacetonalkohol, kann nach einem bekannten Verfahren durchgeführt werden. Mit guter Ausbeute läßt sich die Erhaltung des Diketonalkohols in einfacher Weise durch Berieseln eines mit Calciumhydroxyd oder Natriumhydroxyd beschickten Turmes bei etwa 10 C mit reinem. wasserfreiem Aceton, Auffangen und Neutralisieren sowie anschließender Destillation in schwach saurem Medium durchführen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird -- aus Gründen der Oxy(liition,-bzw. Lagerstabilitiit - den entstehenden Diketonalkoholen etwa 0,002 bis 0,005",1i) eines OxydatiOnsverhinderers auf Basis Phenol oder Kresol zugesetzt.
  • Um Vergleiche zwischen den bisherigen Enteis(ingsmitteln und den Diacetoncilkiindiolbors:iurecsteni ziehen zu können, sei angeführt, daß bei I Voluinprozent Zusatz, z. B. von Diacetonalkohol, selh,t die gegen die Vereisung empfindlichen, aber genide nach den Normen noch zulässigen Benzine voll geschützt werden, da diese Dosierung nach den Ergebnissen des Vereisungsger:ites und der physikalischen Bestimmung der Vereisungsgeschwindigkeit 1,5 Volumprozent Isopropanol (international üblicher Grenzwert für vereisungsfreien Betrieb) entspricht. Eine einheitliche Bew,ertungsgrundlage, z. B. gegenüber dem Effekt anderer Enteisungsnlittel. läßt sich durch Verwendung von Eichbenzin, das aus bekannten reinen Kohlenwasserstoffen entsprechender Siedelage zusannnengesetzt und gegen Vereisung besonders empfindlich ist, als Basiskraftstoff schaffen.
  • Die Vereisungsgeschwindigkeit eines solclicn Eichbenzins betrugt etwa 90 Sekunden (nach der Methode von Th. Hammerich und fl. Sch ildwä cht e r , Erdöl und Kohle, 18, S. 972 bis 976 (1965).
  • Nach der Erfindung werden also durch Zusetzen von verhiiltnismäßig geringen Mengen der is<» nei-isierten niederen aliphatischen Ketone Benzine geschaffen, die den »st@illing«-Effekt praktisch nicht zeigen. Irgendwelche Nachteile erwachsen aus (fein Zusatz von Ketonalkoliolen nicht. Selbst bei Benzinen stark olefinischen Charakters wird die Ox@dationsstabilität in keiner Weise beeinflußt. Dasselbe gilt von der Oktanzahl, die eher eine Verbesserung erfährt, da die Mischoktanzahl, z. B. des Diacetonalkohols, gleich der des Aceton, bei 120 (ROZ) liegt. Iin diesen Wert auf 220s - (lern Normwert des Standardbenzins mit 1,5 Voluinprozent Isopropanol -- zu bringen, ist nach der Erfindung ein Zusatz von z. B. 1 Volumprozent Diacetonalkohol ausreichend.
  • Der zusätzliche Gewinn gegenüber Isopropanol liegt daher bei rund 30"1,i. Auch gegenüber anderen Alkoholen bzw. Alkoholgemischen ergeben sich ähnliche Minderungen in der Dosierung.
  • Die wesentliche erfindungsgemäße Verbesserung der Ketonalkohole als Zusatzstoffe für Benzine, z. B. als Enteiser und/oder Bleiumwandler, wird durch den Zusatz von solchen Produkten erreicht, wie sie beim Umsatz von Ketonalkoholen finit sauren Borsüureestern -- aus mehrwertigen Alkoholen und Borsiiure -- entstehen. Die mehrwertigen Alkohole k(>nnen außer (icn OH-Gruppen im Molekül noch Sauerstoff- oder Stickstoffgruppen enthalten.
  • Die Herstellung der sauren Ester ist relativ einfach. z. B. gelingt die Bildung des sauren 1,3-ButanJiolhorsäureesters aus molekularen Mengun 1.3-Butiindiol und Borsäure leicht und ertblet zweckm;ißicerwei;c in benzolischer Lösung.
  • Die Umsetzung der freien OH-Gruppe mit Kctonalkohol. z. B. Diacetonalkohol. kann in derselben benzolischen Lösung erfolgen.
  • Es hat sich gezeigt, daß durch die Anwesenheit ähnlicher oder anderer organischer Bol-%ei'hln(I(inLeil aus Nebenreaktionen die Eicensch@iften der beanspruchten Verbindungen gegenüber Kraftstoff und Motor keine Beeinträchtigung erfahren.
  • Diese Feststellung macht es möglich, (las gemeinsam mit dem Verdünnungsmittel anfallende Produkt unter Berücksichtigung des Borgehaltes und ohne jede weitere Aufarheitung direkt (lein Kraftstoff zuzusetzen.
  • Bei der Herstellung hat es sich weiterhin auch als vorteilhaft erwiesen, daß nicht unbedingt von chemisch reinen Grundstoffen ausgegangen werden muß, sondern ohne weiteres technisch reine Ausgangsstoffe eingesetzt werden können. Dies gilt auch für Verdünnungsmittel.
  • Nach einer bevorzugten Ausliihrungsform werden die Borverhindungen gemäß der Erfindung mit dem aus der Reaktion vorhandenen Verdünnungsmittel, insbesondere bei längerer Lagerzeit. zusätzlich mit Lösungsmitteln oder Kohlenw@issei-stotl@en vorverdünnt. da hierdurch ein guter Schutz gegen nicht immer vermeidbare Hydrolysevorgänge geschaffen wird, denen infolge des mehr oller weniger labilen Charakters alle organischen Borverbindungen unterworfen sind.
  • In diesen Fällen hat es sich auch als zweckmiil.@ig erwiesen. bei der Herstellung der Ester mit einem normalen Uberschuß der zweiwertigen Alkohole bzw. der Ketonalkohole zu arbeiten, da dieser geringfügige Uberschuß weder die gute Löslichkeit in Kohlenwasserstoffen noch in Wasser beeinträchtigt.
  • Die in den Kraftstoffen gemäß der Erfindung enthaltenen Borverbindungen eignen sich infolge ihrer Leichtlöslichkeit in Kohlenwasserstoffen, ihrer thermischen Stabilität und ihrer Bestiindigkeit gegen Hydrolyse sehr gut als Bleiumwandler.
  • Sie bilden beim motorischen Betrieb mit den Verbrennungsprodukten der Bleialkyle entsprechende Borate, wobei die gleichzeitig vorhandenen Carbene auflockernd wirken, so daß Glühzündungen und Nachlaufen weitgehend vermieden, die Zündkerzen geschont werden und der stetig wachsende Oktanbedarf des Motors niedrig gehalten wird.
  • Die in den Kraftstoffen gemäß der Erfindung enthaltenen Borsäureester werden den bleihaltigen Kraftstoffen. ic nach dem Bleigehalt, in geringen Mengen von etwa 0.001 bis 0,01 Gewichtsprozent Bor, bezogen auf den Kraftstoff. zugesetzt.
  • Borsäuretriester aus Borsäure und Ketonalkoholen sind zwar in Kohlenwasserstoffen löslich, jedoch läßt ihre Beständigkeit gegenüber Very°ifung und thermischen Einflüssen zu wünschen übrig.
  • Es war weiterhin überraschend, festzustellen. daß Keton-Alkandiol-Borsäureester bifunktionellen Charakter besitzen, d. h.. sie wirken gleichzeitig als Rückstandsumwandler und Enteisungsmittel. Aber nicht alle Verbindungen solcher Art wirken als Enteiscr: diese Eigenschaft ist konstitutionell bedingt und muß von Fall zu Fall experimentell ermittelt werden. Zum Beispiel ist Diaceton-1,3-butandiolhors,iLireester bifunktionell. während Diaceton-2-meth@ l - 2.-1- pentandiol - bors:i(ireester als Enteisungsmittel wirkungslos ist.
  • Der Befund. daß bifunktionelfe Zusatzstoffe. wie z. B. I)iaceton-1,3-butandiol-borsäureester, im Gemisch mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen synergistische Wirkungen auslösen, war nicht vorauszusehen. So wird z. B. durch Gemische solcher Borsillireester mit Methanol-Isopropanol 1 : 1 gegenüber dem theoretischen Wert die Vereisungszeit um maximal 30"" erhöht. Dieses bedingt den wirtschaftlichen Vorteil, gewisse Mengen an Enteiser einzusparen. Technische Vorteile ergeben sich insofern, als durch Wahl der Dosierung beider Komponenten der Borgehalt als Rückstandsumwandler so auf den Bleigehalt des Kraftstoffes eingestellt werden kann. daß fehlende Mengen Borester als Enteiser durch .Alkohole oder Alkoholgemische ersetzt werden können und umgekehrt.
  • Die erfindungsgem:il3en Kraftstoffe können außer den Ketonborderivaten noch andere an sich bekannte Enteisungsstofle enthalten, z. B. niedere Alkohole, insbesondere Äthanol oder Isopropanol. aliphatische Thioäther von Monocarbonsäuren. Glykoläther, C:i-Cs-Oxo.ilkohole, Erdölsulfonate, organische Sulfoxyde oder Sulfone, Polyoxyalkylenverbindungen, N-alkyl-substituierte Alkylendi.imine, Ketoalkohole. Glykol und Glycerinmonooleat.
  • Ferner können die erfindungsgemäßen Kraftstotle noch andere Additive. wie z. B. die Schmiertiihigkeit erhöhende Mittel. Gum-Lösungsmittel, Bleialkylantiklopfmittel, Bleiverflüchtigungsmittel, Farbstot%. Gum-Inhibitoren, Antioxydantien, Rostschutzmittel. Metall-Desaktivatoren und andere als Zusätze zu Motorenkraftstoffen bekannte Stoffe enthalten.
  • Beispiel 1 Auf an sich bekannte Weise durch lsomerisierung aus Aceton hergestellter Diacetonalkohol wird mit 0,(x)25"/0 2,4-Dimethyl-6-tert.-butylphenol stabilisiert und dem sogenannten Eichhenzin in Konzentrationen von 0,5 bis 1,5 Volumprozent und einem Motoren-
    benzin 1 in Mengen von 0,5 bis 0.8 Volumprozent
    zugesetzt. Das Eichbenzin hat folgende Eigenschaften:
    (lt:,: 0.742: ROZ 94; Dampfdruck Reid: 0.44 Kp ctn'=:
    Abblasetest: 2 mg!100 ml.
    FIA: P!N = 67 Volumprozcnt
    O = 0 Volumprozent
    A = 33 Volumprozent
    Ca-KW = Spuren
    Ct-K W =Spuren
    Siedebeginn ........... 44 C
    Siedeende ............. 175 C
    bis 75 C .. ... . . . .. . 31.5 Volumprozent
    bis 100 C . . . . . . . : ... 60.5 Volumprozent
    bis 150 C . . . . . . . . . . . 95 Volumprozent
    Das Motorenbenzin 1 (Winterqualität) hat fol-
    gende Kenndaten: d,:,: 0,724: ROZ 92: Dampfdruck
    Reid: 0.69 KPlctn=: Bleigehalt: (1.47 Pb 1: Abblase-
    lest: 4 mg 100 ml.
    FIA: P!N = 49.5 Volumprozent
    O = 24,0 Volumprozent
    A = 26,5 Volumprozent
    Siedebeginn ........... 36 C
    Siedeende ... - ....... 192 C
    bis 75' C . .. . .. . . . .. 42,5 Volumprozent
    his 100 C ...... . .... 62.0 Volumprozent
    bis 150 C . . . . . . . . . . . 86.0 Volumprozent
    Zur Bestimmung der Vereisungsgeschwindigkeit dient die Apparatur nach Th. /i a m in e r i c h und 1i. S c h i 1 d w ä c h t e r , die im wesentlichen aus der apparativen Anordnung zur Erzeugung eines Luftstromes konstanter Temperatur. Feuchtigkeit und Strömungsgeschwindigkeit. ferner aus dem Vergaserteil mit zu vereisender Lochplatte und getrennt arbeitenden automatisch gesteuerten Absal-@orrichtungen besteht. Der zeitliche Ablauf bei der Vereisung der Lochplatte wird durch einen synchron @l'eschaltcten Differenzdruckgelx:r mittels Millivoltschreiber registriert, d. h. der Druckverlauf -- gemessen vor und hinter der Lochplatte - bei fortschreitender Vereisung als Beginn und Ende festgelegt. Der zweite Absaugekreis wird über ein Magnetventil durch einen Manostaten automatisch gesteuert und tritt in Tätigkeit. sobald der Differenzdruck 100 mm Quecksilber erreicht. Hierdurch findet keine Drosselung der angesaugten Luft bei fortschreitender Vereisung der Löcher in der Lochplatte statt, d. h., Strömungsgeschwindigkeit und Temperaturverhäitnisse im Vergaser bleiben konstant his zum Ende der Vereisung. Die Bestimmungen werden bei 7 t 0.5 C der Ansaugluft (gemessen am Trockenthermometer) und über 951',i) relativer Luftfeuchtigkeit bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 351 tnin durchgeführt, bei gleichzeitig konstantem Durchsatz des Kraftstoffes von 10 bis 11 ml min. Die Vereisungsgeschwindigkeit des Eichbenzins liegt bei etwa 90 s, die des Motorenbenzins 1 bei 105 s. wie aus A b b. i hervorgeht. Während alle Ketone his zu 9 Volumprozent Zusatz wirkungslos bleiben bzw. sogar die Vereisungstendenz vergrößern. ergibt z. B. Diacetonalkohol im Eichbenzin und Motorcnbenzin 1 bei Zusätzen von 1.0 bzw. 0.5 Volumprozent vereisungsfreien Betrieb. Vergleichsweise erfordern Isopropanol und Methanol -Isoprop.rnol 1 : 1 wesentlich höhere Zusätze zur Erreichung %on etwa 220 s. Um Ketone bzw. Alkohole mit den in den erfindungsgemäßen Kraftstoffen enthaltenen Ketonalkandiolborsiiureestern in ihrer Wirkung vergleichen zu können, werden 180g (2 Mol) 1,3-Butandiol und 124 g (2 Mol) Bc» rsiittre bei Gegenwart von 130 g Reinbenzol unter Rückfiuß erhitzt und das gebildete Wasser laufend abgezogen. Sobald 72 g Wasser übergegangen sind, wird die Reaktion unterbrochen und 232 g (2 Mol) Diacetonalkohol zugegeben. Das Erhitzen wird fortgesetzt, bis 36 g Wasser übergegangen sind. Die benzolische Lösung des Diaceton-1,3-but@tndiol-borsäureesters fällt in einer Ausbeute von 551 g @in mit einem Borgehalt von 3,93');" (theoretisch 3,88";n). Sie wird zwecks Stabilisierung mit 0.(X)25''" 2.4-Ditnethyl-6-tert.-butylphenol versetzt. Die Prüfung auf Oxydationsstabilität von Motorenhenzin I hei \erschiedenen Zusatzmengen des Bors 'iureesters. bezogen auf Prozent Bor im Benzin, ergibt folgende Ergebnisse:
    Abblasetcst
    Ahhlawtc,t Induk(ions- nach der
    /Uli Alterung
    ntg 1I)') ml Minuten eng, 1(N) ml
    Motorenhenzin 1 2.0 > 360 6.8
    Motorenhenzin I 2.0 > 360 6,4
    +0.001 Gewichts-
    prozent B
    Motorenbcnzin I 2,8 > 360 7,6
    +0.(X)25 Ge-
    wichtsprozent 13
    Motorenhenzin I 3.0 > 360 8.2
    +0.005 (icmicitts-
    prozent B
    Dic Herstellung des Diztceton-2-Inethyl-2,4-pentandiol-bors;iul-cesters erfolgt in der gleichen Weise wie oben in zwei Stufen. Es werden 236 g (2 Mol) 2-Methyl-2.4-pentitndiol und 124 g (2 Mo!) Borsäure mit 130 g Reinhenzol his zum Entzug von 72 g Wasser erhitzt. unterbrochen, 232 g (2 Mo() Diacetonalkoliol zugegeben und erneut erhitzt bis zur Entfernung weiterer 36 g Wasser. Die Ausbeute beträgt 615 g benzolische Lösung mit 3,70''/(t B (theoretisch 3.6011 ,) B). Die Stabilisierung erfolgt mit 0.(1025 Gewichtsprozent 2.4-I)itnethyl-6-tert.-butylphenol.
  • Die Prüfung auf Stabilität in Konzentrationen von 0.(X)1 bis 0.005 Gewichtsprozent B, bezogen auf Nlotorenbenzin I, ergibt folgenden Befund:
    Abblasetest
    Abbl"sete,t Induktions_ nach der
    zeit Alterung
    n)g I (N) ml Minuten mg 100 ml
    Motorenbenzin 1 2.0 >360 6.8
    Motorenbenzin 1 2.0 >360 6,4
    +0.001 Gewichts-
    prozent B
    Motorenbenzin I 2,3 > 360 7,8
    +0.0025 Ge-
    wichtsprozent B
    Motorenbenzin I 2,6 >360 8,0
    + 0.005 Ge%% ichts-
    prozent B
    Für die Untersuchung zur Bestimmung vier Vereisungsneigung werden die benzolischen Lösungen beider Borverbindungen eingesetzt, und zwar im Gemisch mit Eichbenzin bzw. Motorenbenzin 1. Der angegebene prozentuale Anteil Bor im Benzin wird aus dem Gehalt an zugegebener äquivalenter benzolischer Lösung mit 3,93 Gewichtsprozent B bzw. 3,70 Gewichtsprozent B errechnet. In der A b b. 2 sind die Versuchsergebnisse dargestellt. Ein Zusatz von Diaceton-1,3-butandiot-borsäureester zu Eich6enzin bzw. Motorenbenzin 1 zeigt alle Charakteristika eines Enteisungsmittels.
  • Es handelt sich hier um eine Borverbindung mit typisch bifunktionellem Charakter. Diaceton-2-methyl-pentandiol-borsäureester ist zwar infolge seines Borgehaltes als Rückstandsumwandler wirksam, aber er besitzt keine enteisenden Eigenschaften. Durch Zusätze in Höhe bis zu 0,006 Gewichtsprozent B, bezogen auf Eichbenzin, wird die Vereisungsgeschwindigkeit nicht verändert, wie der Kurvenverlauf in A b b. 2 zu erkennen gibt.
  • Beispiel 2 Um den synergistischen Elrekt des bifunktionellen Zusatzstoffes Diaceton-1,3-butandiol-borsäureester im Gemisch mit Isopropanol-- Methanol 1 : 1 in bezug auf die Enteisungsgeschwindigkeit darzustellen, wird Motorenbenzin l jeweils mit 0,5 bzw. 1,0 Volumprozent Alkoholgemisch und mit jeweils 0,001 und 0,0025 Gewichtsprozent B, bezogen auf Motorenhenzin 1, versetzt. Die Eruebnisse rchyt A b b. 3. Es ist deutlich zu erkennen, daß die crperimentell gefundenen Vereisungszeiten hei den einzelnen Alkohol-Bor-Getnischen weit über die theoretischen Werte hinausragen. Der synergistische Gewinn - egenüher den theoretischen Werten betrugt bis zu etwa 301"".

Claims (1)

1'atentattsprUiclie: 1. Kraftstolle für Ottomotoren im Benzinsiedebereich mit einem Gehalt an Borverbindungen. gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem Kraftstoff in Mengen von entsprechend 0,001 bis 0,01 Gewichtsprozent Bor, bezogen auf den KraftstolF, zugesetzten Keton-Alkandiol-Borsäureestern aus der Umsetzung von sauren Borsäurcestern aus Alkandiolen, die im Molekül Sauerstoff oder Stickstoff enthalten können. mit Ketonalkoholen. ?. KraftstotTe für Ottomotoren im Benzinsiedebereich gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem einwertigen Alkohol, mehrwertigen Alkohol, Äther, Amid, Ketonalkohol oder Ester oder mehreren dieser Stotre oder Gemische in Mengen von 0,01 bis 3 Volumprozent, bezogen auf den Kraftstoff; neben dem Keton-Alkandiol-Borsäureester in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gewichtsprozent Bor, bezogen auf den Kraftstoff.
DE19651493437 1965-10-05 1965-10-05 Kraftstoffe fuer Ottomotoren Pending DE1493437B1 (de)

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BE (1) BE683671A (de)
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NL (1) NL6606052A (de)

Citations (4)

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BE541222A (de) * 1954-09-13
US2994713A (en) * 1959-09-03 1961-08-01 Rohm & Haas Alkyleneboratoalkyl acrylates and methacrylates
GB917653A (en) * 1958-10-29 1963-02-06 Standard Oil Co Liquid fuel containing a boron compound
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AT275696B (de) 1969-11-10
NL6606052A (de) 1967-04-06
BE683671A (de) 1966-12-16

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