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DE1492169B - Mittel zur Haarverfestigung, enthaltend Eiweißhydrolyseprodukte - Google Patents

Mittel zur Haarverfestigung, enthaltend Eiweißhydrolyseprodukte

Info

Publication number
DE1492169B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hair
protein hydrolysis
hydrolysis products
preparations
containing protein
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Dipl.-Chem.Dr.; Lukesch Heinz Dipl.-Chem.Dr.; 2000 Hamburg; Scheid Edgar; Schuster Gregor; 7918 Illertissen Bechmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruenau Illertissen GmbH
Original Assignee
Chemische Fabrik Gruenau AG

Links

Description

Substanzen, die in versprühbarer Form oder als Lösung auf das Haar gebracht werden und nach Verdampfen des Lösungsmittels einen festigenden Film auf dem Haar hinterlassen, müssen eine ganze Reihe von Forderungen erfüllen, die von der Praxis gestellt werden. Der festigende Film soll gut am Haar haften und widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung — z. B. Kämmen oder Bürsten ·— der Haare sein. Sofern sich der Film in Form von Staub oder gar Schuppen ablöst, ist er nicht brauchbar. Das setzt eine bestimmte Flexibilität des Films voraus, die aber andererseits eine ausreichende Festigung gewährleisten muß. Bei hoher Luftfeuchtigkeit darf der Film nicht klebrig werden, soll sich aber mit handelsüblichem Shampoo ohne Schwierigkeiten auswaschen lassen. Weitere erwünschte Eigenschaften des Films sind ausreichende Transparenz und eine glanzgebende Wirkung.
Sowohl natürliche als auch synthetische Festigersubstanzen erfüllen diese gestellten Forderungen nur zum Teil. Bisher wurden für diesen Zweck Schellack, Zein, Gelatine, Karajagummi und Alginate eingesetzt. Diese Naturprodukte sind nicht in den Konzentrationen in Lösung zu bringen, die eine ausreichende Festigung gewährleisten und nehmen zum anderen auf Grund ihrer Wasserlöslichkeit so viel Feuchtigkeit aus der Luft auf, daß der Film klebrig wird und nicht mehr ausreichend flexibel ist, um die Frisur zu festigen.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß eine ausgezeichnete Festigung der Frisur bei gleichzeitiger Verbesserung des Glanzes und der Elastizität erreicht werden kann, wenn das Haar mit einem Spray oder einer Lösung von Eiweißhydrolyseprodukten bestimmten Molekulargewichts behandelt wird. Die Herstellung dieser Eiweißhydrolyseprodukte wird beispielsweise in deutschen Patentschriften 1000 388, 695 940 und 694 294 beschrieben.
Eine wichtige Voraussetzung für gute Festigungseigenschaften ist die richtige Molekülgröße der Peptide. Vorzugsweise sind Substanzen mit einer Formolzahl von 5 bis 18 geeignet. Man erhält diese Substanzen in Form von Gemischen, indem das Abbauverfahren unterbrochen wird, sobald die Reaktionslösung eine Formolzahl dieses Bereiches aufweist.
Diese Peptide wurden bisher als hautschonende Zusätze zu Shampoos, Kaltwellen und Schaumbädern verwendet. Ihre physiologische Unbedenklichkeit ist daher gesichert.. Durch ihre strukturelle Ähnlichkeit mit dem Keratin des Humanhaares bewirken die erfindungsgemäßen Festiger ein gesundes und natürliches Aussehen der Haare.
Elastizität und Härte des Festigerfilms lassen sich durch Kombination der Eiweißhydrolyseprodukte mit Weichmachern wie Polyglykolen verschiedenen Molekulargewichts, Äthylenglykolen, Diäthylenglykolen und Glukosen in weiten Grenzen beliebig variieren. Weiterhin können übliche Zusätze wie Parfüm, Farbstoff usw. enthalten sein. Als Lösungsmittel werden Wasser oder niedrige aliphatische Alkohole wie Äthyl- und Isopropylalkohol mit einem Anteil von etwa 50 % Wasser verwendet. Das Mittel kann in verschiedenen Verfahren angewendet werden. Bei Anwendung des Haarfestigers in Sprayform haben sich die im Handel befindlichen halogenierten Kohlenwasserstoffe wie Trichlormonofluormethan usw. als Treibmittel geeignet erwiesen. Je nach den gewünschten Sprüheigenschaften können die verschiedenen Treibmittel kombiniert werden. Dieser festigende Haarspray wird auf das trockene Haar — meistens auf die fertige Frisur — aufgetragen.
Nach einem anderen Verfahren wird eine wäßrige oder wäßrig alkoholische Lösung des Eiweißhydrolysates in dem feuchten Haar verteilt, bevor es zum Trocknen in die gewünschte Frisurenform eingelegt bzw. aufgerollt wird.
Das erfindungsgemäße Mittel wird nachstehend an Hand der Beispiele erläutert, die aber den Umfang der Erfindung nicht beschränken sollen. Vielmehr wird der Umfang der Erfindung durch die obenstehenden Ansprüche bestimmt und begrenzt.
Beispiel 1
Haarfestiger
Gewichtsteile
Eiweiß-Hydrolyse-Produkt 2,70
Polyglykol 400 0,90
Äthylalkohol 35,00
Parfüm 0,20
Wasser, destilliert 61,20
100,00 Beispiel 2
Haarfestiger
Gewichtsteile
Eiweiß-Hysrolyse-Produkt 2,70
Polyglykol 400 0,90
Parfüm 0,20
Wasser, destilliert 96,20
100,00 Beispiel 3
Haarspray .
Gewichtsteile
Eiweiß-Hydrolyse-Produkt 7,50
Polyglykol200 2,70
Äthylalkohol 14,55
Wasser, destilliert 25,00
Parfüm 0,25
Gemische von chlorierten, fluorierten
Kohlenwasserstoffen (60: 40) ..... 50,00 ___
100,00
1 492167
3 4
Beispiel7 Beispiel 10
Das Haarfärbemittel besteht aus einer wäßrigen Das Haarfärbemittel besteht aus einer wäßrigen
Lösung, enthaltend Lösung, enthaltend
3,0% o-Fluor-p-phenylendiamin · 2HCl 5 0,3% Phloroglucin
0,6% 2,4-Diamino-fluorbenzol-2HCl 0,2% 3-Fluor-4-aminophenol · HCl
5,0% Ammoniak (25%ig). 0,7% o-Fluor-p-phenylendiamin · 2HCl
Das Haar wird rein tiefschwarz gefärbt. 5'0% Ammoniak (25%is)-
_ . . . o io Das Haar nimmt ein violettstichiges Braun an. Beispiele.
Das Haarfärbemittel besteht aus einer wäßrigen Beispiel 11
Lösung, enthaltend Das Haarfärbemittel besteht aus einer wäßrigen
1,0% o-Nitro-p-phenylendiamin-2HCl Lösung, enthaltend
0,2% Resorcin I5 1,0% p-Toluylendiaminsulfat
0,3% o-Fluor-p-phenylendiamin· 2HCl 0,25% 3-Fluor-4-aminophenol · HCl
5,0% Ammoniak (25%ig). 0,2% Resorcin
Das Haar wird kupferbraun gefärbt. Dagegen ent- 5'0% Ammoniak (25%ig).
steht eine leuchtend dunkelrote Färbung, wenn man 20 Das Haar erhält eine natürliche dunkel-aschblonde
den Zusatz der Fluorverbindung fortläßt. Färbung. Ohne Zusatz der Fluorverbindung erhalten
die Haare ein gelbstichiges, mattes Hellbraun.
Beispiel 9 . . 1O
Bei s piel 12
Das Haarfärbemittel besteht aus einer wäßrigen 25 Das Haarfärbemittel besteht aus einer wäßrigen
Lösung, enthaltend Lösung, enthaltend
3,0% p-Toluylendiaminsulfat 1,63% 3-Fluor-4-aminophenol · HCl
2,2% 3-Fluor-4-aminosulfat · HCl 5,0% Ammoniak (25%ig).
5,0% Ammoniak (25%ig). ,_. TT . ^ . .. ,. , ,,,,„..,
30 Das Haar nimmt eine naturlich-aschblonde Färbung
Das Haar nimmt eine schwarzbraune Färbung an. an.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Mittel zur Verfestigung von Haaren, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer wäßrigen oder wäßrig-alkoholischen Lösung von Eiweißhydrolyseprodukten mit einer Formolzahl zwischen 5 und 18 besteht.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung etwa den pH-Wert des isoelektrischen Punktes der Eiweißhydrolyseprodukte aufweist. , ■' ■
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung Weichmacher eni> hält.

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