DE1492070B - Mittel und Verfahren zum Farben von Haaren - Google Patents
Mittel und Verfahren zum Farben von HaarenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Färben von Haaren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es aus
einem Farbstoff der Formel
NH7
NH,
NHZ
in welcher Z entweder
in welcher Z entweder
—(CH2),,-
oder
oder
R'
bedeutet, η eine ganze Zahl zwischen 2 und 6 ist und R und R' gleiche oder verschiedene niedere Alkylreste,
wie z. B. CH3, C2H5 od. dgl. bedeuten bzw. auch
Bestandteile eines heterocyclischen Restes, wie beispielsweise eines Morpholin- oder Piperidinrestes,
sein können bzw. deren Quaternisierungsprodukten entsprechen, wobei im letzteren Fall Z in der Formel
folgende Bedeutung zukommt:
/
-(CHA-N-R'
-(CHA-N-R'
R"
A"
CH2-CH2
-(CH2Jn-N O
-(CH2Jn-N O
R" CH2-CH2 j
CO2 CO2
-(CHJn-N CH2
R" CH2-CH2
—R'
R"
in welchen Formeln n, R und R' die obige Bedeutung haben, während R" einen niederen Alkylrest oder
Benzylrest und A ein Anion, ζ. Β. Halogen oder Methylsulfat darstellt, in wässeriger Lösung, gege-
benenfalls zusätzlich noch anderen für den gleichen Zweck verwendbaren bekannten Farbstoffe und gegebenenfalls
sonstigen üblichen Zusätzen, wie Dispergiermittel, Weichmacher, Durchdringungsmittel und
Riechstoffe, besteht.
Die in dem erfindungsgemäßen Mittel enthaltenen Farbstoffe können hergestellt werden, indem man auf
1,4 - Diamino - 5 - nitroanthrachinon entweder ein Ν,Ν-Dialkylalkylendiamin der Formel
NH2-(CH2)„—N
R'
oder ein p-(N,N-Dialkyl)-phenylendiamin der Formel
H2N
zweckmäßig bei erhöhter Temperatur einwirken läßt. In diesen Formeln haben n, R und R' die bereits oben
angegebene Bedeutung. Die gegebenenfalls erfolgende Quatemisierung der so erhaltenen tertiären Derivate
wird mit Hilfe eines Quaternisierungsmittels, wie Dimethylsulfat oder einem Alkylhalogenid, gegebenenfalls
in Gegenwart geeigneter Lösungsmittel, ausgeführt.
In den erfindungsgemäßen Mitteln können beispielsweise folgende Farbstoffe verwendet werden:
l,4-Diamino-5-[y-(N,N-diäthylamino)-propyl-
amino]-anthrachinon,
l,4-Diamino-5-(/V-morpholino-äthylamino)-
l,4-Diamino-5-(/V-morpholino-äthylamino)-
anthrachinon,
l,4-Diamino-5-(-/-piperidino-propylamino)-
l,4-Diamino-5-(-/-piperidino-propylamino)-
anthrachinon,
[«-(l^-Diamino-anthrachinonyl-S-amino-
[«-(l^-Diamino-anthrachinonyl-S-amino-
propyl)-}'-(N-methylpiperidinium)]-methyl-
sulfat,
l,4-Diamino-5-[p-(N,N-dimethylamino)-
l,4-Diamino-5-[p-(N,N-dimethylamino)-
phenylamino]-anthrachinon,
[«-(1 ^-Diamino-anthrachinonyl-S-amino-
[«-(1 ^-Diamino-anthrachinonyl-S-amino-
propyl)-;'-(N,N-diäthyl-N-methylammonium)]-
methylsulfat,
[«-(l,4-Diamino-anthrachinonyl-5-amino-
[«-(l,4-Diamino-anthrachinonyl-5-amino-
äthyl)-/i-(N-methylmorpholinium)]-methyl-
sulfat,
[«-(l^-Diamino-anthrachinonyl-S-amino- -
[«-(l^-Diamino-anthrachinonyl-S-amino- -
propyl)-;'-(N-benzylpiperidinium)]-chlorid,
l/l-Diamino-anthrachinonyl-S-aminophenyl-
l/l-Diamino-anthrachinonyl-S-aminophenyl-
p-(N,N,N-trimethylammonium)]-methylsulfat.
Die erfindungsgemäßen Mittel zum Färben von Haaren zeigen den Vorteil, daß sie einen sehr weiten
pH-Spielraum, der von 3 bis 9 reichen kann, besitzen, so daß sie allen sich in der Praxis an Haarfärben
ergebenden Bedingungen angepaßt werden können. Die erfindungsgemäßen Mittel sind außerdem gegen
Sonnenlicht sehr beständig, insbesondere sind sie gegenüber Witterungseinflüssen viel beständiger als
die bekannten Färbemittel, und sie besitzen eine große
ή5 Affinität insbesondere zu lebenden Haaren. Die erfindungsgemäßen
Färbemittel sind mit den gegebenenfalls vorhandenen kosmetisch üblichen Zusätzen gut
vertraulich.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel ergeben auf dem Haar im allgemeinen sehr kräftige, tiefblaue
Farbnuancen.
Die erfindungsgemäßen Mittel können so hergestellt werden, daß man einen oder mehrere der oben
angeführten Formel entsprechenden Farbstoffe, gegebenenfalls gemeinsam mit anderen Farbstoffen,
in Wasser löst und die gewünschten Zusätze, wie Dispergiermittel, Weichmachungsmittel, Riechstoffe,
zugibt. Die Konzentration der Farbstoffe kann zufolge der hohen Löslichkeit in weiten Grenzen schwanken,
ihre Wahl erfolgt paktisch je nach dem gewünschten Resultat.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Färben von Haaren werden die zu färbenden Haare mit einem
erfindungsgemäßen Mittel imprägniert, dieses wird 15 bis 60 Minuten vorzugsweise bei Raumtemperatur
einwirken gelassen, dann werden die Haare mit Wasser gespült, anschließend mit einem Waschmittel gewaschen,
neuerlich gespült und getrocknet. Vorteilhafterweise braucht dabei den erfindungsgemäßen
Mitteln kein Oxydationsmittel zugesetzt zu werden. Häufig genügt eine Einwirkungszeit von 20 bis
30 Minuten.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel sowie deren Anwendung wird in den nachfolgenden
Beispielen näher erläutert.
30
Man bereitete eine Färbelösung folgender Zusammensetzung: Ig [«- (1,4 - Diamino - anthrachinonyl-5
- aminopropyl)- γ- (Ν,Ν - ditäthyl - N - methylammonium)]-methylsulfat
werden mit Natriumcarbonat bis zu einem pH-Wert von 8 gepuffert, und es wird mit
Wasser auf 100 cm" aufgefüllt. Man trägt diese Lösung
auf bis zu 100% weiße Haare auf und läßt 20 Minuten bei Zimmertemperatur einwirken. Darauf spült man
mit Wasser, wäscht mit einem Haarwaschmittel, spült abermals und trocknet die Haare. Man erhält eine
kräftige Blaufärbung.
Man bereitet eine Färbelösung folgender Zusammensetzung:
0,5 g 1,4 - Diamino - 5 - (γ - piperidinopropylamino)-anthrachinon
werden mit Milchsäure bis zu einem pH-Wert von 4 angesäuert, und es wird
mit Wasser auf 100 cm3 aufgefüllt. Diese Lösung wird auf bis zu 100% weiße Haare aufgetragen und 20 Minuten
lang bei Zimmertemperatur einwirken gelassen. Darauf spült man mit Wasser, wäscht mit einem Haarwaschmittel,
spült abermals und trocknet die Haare. Man erhält eine grünlichblaue Färbung.
55
Man bereitet eine. Färbelösung folgender Zusammensetzung: Ig {1,4 - Diamino - anthrachinononyl-5
- [aminophenyl - ρ - (Ν,Ν,Ν - trimethylammonium)]}-methylsulfat
wird mit Natriumcarbonat bis zu einem pH-Wert von 7 gepuffert, und es wird mit Wasser auf
100 cm3 aufgefüllt. Diese Lösung wird auf bis zu 100% weiße Haare aufgetragen und 20 Minuten lang bei
Zimmertemperatur einwirken gelassen. Dann spült man die Haare mit Wasser, wäscht mit einem Haarwaschmittel,
spült abermals und trocknet schließlich. Man erhält eine »nattier«-blaue FärbuHiz.
Man stellt folgende Lösung her: 0,5 g [«-(1,4-Diamino
- anthrachinonyl - 5 - aminopropyl) -γ- (Ν,Ν - diäthyl
- N - methylammonium)] - methylsulfat, 0,5 g [« - (4 - Hydroxy - anthrachinonyl - 1 - aminopropyl)-
γ - (N - methylpiperidinium)] - methylsulfat und 1,5 g [«- (Anthrachinonyl - 2 - aminoäthyl) - β - (Ν,Ν - diäthyl-N-methylammonium)]-methylsulfat
werden mit Natriumcarbonatlösung bis zu einem pH-Wert von 8,5 gepuffert, und es wird mit Wasser auf 100 cm3 aufgefült.
Diese Lösung wird auf bis zu 90% weiße Haare aufgetragen und 15 Minuten lang einwirken gelassen,
hiernach reichlich mit Wasser gespült und getrocknet. Die Haare erhalten eine Graufärbung.
Man stellt folgende Lösung her: 0,5 g [«-(1,4-Diamino
- anthrachinonyl - 5 - aminopropyl) - γ (N - methyl - piperidinium)] - methylsulfat, 0,5 g [«- (4 - Hydroxy
- anthrachinonyl -1 - aminopropyl) - γ - (N - methylpiperidinium)]-methylsulfat,
1 g [a-(Anthrachinonyl - 2 - aminoäthyl) - β - (Ν,Ν - diäthyl - N - methylammonium)]
- methylsulfat und 0,2 g {Anthrachinonyl-1,5 - bis - [aminoäthyl - β - (N - methylmorpholinium)]}-bis-methylsulfat
werden mit Natriumcarbonatlösung bis zu einem pH-Wert von 7 gepuffert, und es wird mit
Wasser auf 100 cm3 aufgefüllt. Diese Lösung wird auf
bis zu 90% weiße Haare aufgetragen. Nach 15 Minuten langer Einwirkungszeit bei Raumtemperatur wird
reichlich mit Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine Braunfärbung mit aschfarbenen Reflexen.
B ei spiel 6
Man stellt folgende Färbemischung her: 2 g p-Toluylendiamin, 0,2 g m-Diaminoanisolsulfat, 2 g
Resorcin, 1,5 g m-Aminophenol, 1,5 g p-Aminophenol, 6 g [η - (1,4 - Diamino - anthrachinonyl - 5 - aminopropyl)-/J-(N,N
-diäthyl-N-methylammonium)]-methylsulfat, 2 g Äthylendiamino-tetraessigsäure, 2 g Ammoniumthioglykolat
und 70 g 20%iges Ammoniak werden zusammengegeben, und es wird mit Wasser auf 100 cm3 aufgefüllt.
50 cm3 dieser Mischung werden mit 50 cm3 Wasserstoffsuperoxyd
(20 VoI) verdünnt und auf bis zu 90% weiße Haare aufgetragen. Nach 30 Minuten Einwirkungszeit
werden die Haare gewaschen, gespült und getrocknet. Man erhält eine aschblonde Färbung.
Hinsichtlich des Standes der Technik wird darauf hingewiesen, daß die Umsetzung von 1,4-Diamino-5
- nitroanthrachinon mit 1 - Dimethylamine - 3 - aminopropan, 1 - Dimethylamino - 2 - aminoäthan, 1 - Diäthylamino
- 3 - aminopropan, 1 - Diäthylamino-4-amino-n-pentan
oder N-(ß-Aminoäthyl)-piperidin sowie die Umsetzung der erhaltenen Farbstoffe
mit Dimethylsulfat, Diäthylsulfat, Toluolsulfonsäuremethylester oder Benzylchlorid zu den entsprechenden
quaternierten Farbstoffen bereits bekannt ist. Alkylaminoanthrachinone,
die am Alkylrest tertiäre Aminogruppen oder quaternäre Ammoniumgruppen tragen, sind auch bereits zum Färben von beispielsweise Wolle
oder Seide verwendet worden, wobei sich jedoch gezeigt hat, daß bei derartigen Färbungen der Farbstoff
beim Spülen bzw. Waschen von den Fasern entfernt wird. Außerdem haben diese Färbungen eine unbefriedigende
Lichtechtheit gezeigt.
Claims (3)
1. Mittel zum Färben von Haaren, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Farbstoff
der Formel
O NH,
NHZ
in welcher Z entweder
in welcher Z entweder
R'
20
30
bedeutet, η eine ganze Zahl zwischen 2 und 6 ist und R und R' gleiche oder verschiedene niedere
Alkylreste, wie z. B. CH31C2H5 od. dgl. bedeuten
bzw. auch Bestandteile eines heterocyclischen Restes, wie beispielsweise eines Morpholin- oder
Piperidinrestes, sein können bzw. deren Quaternisierungsprodukten entsprechen, wobei im letzteren
Fall Z in der Formel folgende Bedeutung zukommt:
40 R
-(CHA—N-R' R"
CH,- CH,
-(CH2Jn-N
R" CH2-CH2
A"
CH2-CH2
-(CH2)„-N CH2
R" CH2-CH2
A"
R"
/
N—R'
N—R'
\
R"
R"
A"
45 in welchen Formeln n, R und R' die obige Bedeutung
haben, während R" einen niederen Alkylrest oder Benzylrest und A ein Anion, z. B. Halogen
oder Methylsulfat darstellt, in wässeriger Lösung, gegebenenfalls zusätzlich noch anderen für den
gleichen Zweck verwendbaren bekannten Farbstoffen und gegebenenfalls sonstigen üblichen Zusätzen,
wie Dispergiermittel, Weichmacher, Durchdringungsmittel, Riechstoffe, besteht.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen pH-Wert von 3. bis 9 aufweist.
3. Verfahren zum Färben von Haaren unter Verwendung der Mittel nach den Ansprüchen 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu färbenden Haare mit einem derartigen Mittel
imprägniert, dieses 15 bis 60 Minuten vorzugsweise bei Raumtemperatur einwirken läßt, sodann mit
Wasser spült, anschließend mit einem Waschmittel wäscht, neuerlich spült und trocknet.
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