DE1490029C - Elektrischer Schnappschalter - Google Patents
Elektrischer SchnappschalterInfo
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- DE1490029C DE1490029C DE1490029C DE 1490029 C DE1490029 C DE 1490029C DE 1490029 C DE1490029 C DE 1490029C
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- 239000000725 suspension Substances 0.000 claims description 11
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 3
- 238000002955 isolation Methods 0.000 description 1
- 230000009191 jumping Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schnappschalter mit einem zwischen zwei Anschlägen
(Festkontakten) umschnappbaren, durch eine Zugfeder belasteten Kontaktarm und mit einem
Schwenkhebel, der mit zwei von seiner Hauptrichtung abgewinkelten Armen ein Kipplager für den Kontaktarm
trägt und außerhalb jeder möglichen Richtung der durch diesen übertragenen Kraft so in Schneidenlagern
eines Stromanschlußstückes gelagert ist, daß er in sein Schneidenlager gezogen und in die Ruhe- ίο
Stellung gegen ein Betätigungsglied gedrängt wird.
Bei einem bekannten Schalter dieses Typs (österreichische Patentschrift 221 157) ist infolge der Lagerung
des Kontaktarmes an dem steifen Schwenkhebel stets eine Selbstreinigung der Kontaktstücke gegeben, »5
außerdem werden mögliche Kontaktverschweißungen aufgebrochen. Dort hat der Schwenkhebel jedoch
einen oberhalb der Festkontaktstücke und des Kpntaktarmes
liegenden Schwenkpunkt. Dies hat eine starke mechanische Beanspruchung der Feder zur ao
Folge und erfordert eine relativ große Betätigungskraft. Bei Schaltern dieses Typs ist die Feder außerdem
sowohl mechanisch als auch durch einen Teilstrom thermisch beansprucht, weil sie mit einer
Stromzuführung leitend verbunden ist. »5
Bei einer anderen Ausführungsform (USA.-Patentschrift 2 728 826) ist zwar die Zugfeder mit
ihrem ortsfesten Ende isoliert aufgehängt, dort ist aber der Schwenkhebel an einem Ende fest eingespannt
und durch das Betätigungsglied elastisch ausbiegbar. Die erforderliche Betätigungskraft und
die mechanische Beanspruchung der Zugfeder sind dort auch relativ groß.
Bei einem weiteren Schnappschalter (USA.-Patentschrift 2 805 299) ist der Schwenkhebel als die
Kontaktglieder umfassender Bügel ausgebildet, der durch die Zugfederkraft ständig in einem Schwenksinn
auf die Festkontakte zu belastet und durch den Radialarm eines nockenartigen Betätigungsgliedes betätigbar
ist, dort ist jedoch der Kontaktarm ortsfest gelagert, so daß eine Kontaktreibung weder im Umschaltaugenblick
noch überhaupt gegeben ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, bei einem Schalter der eingangs genannten
Gattung, also mit selbsttätiger Kontaktreinigung, sowohl die Betätigungskraft als auch die mechanische
Beanspruchung der völlig stromfreien Zugfeder möglichst klein zu halten, wobei gleichzeitig eine raumsparende
Betätigung durch einen Radialarm eines Nockens in an sich bekannter Weise möglich sein soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Schalter der beschriebenen Art
folgende Maßnahmen gemeinsam angewendet werden:
a) Der Schwenkhebel ist in an sich bekannter Weise als die Kontaktglieder umfassender Bügel
ausgebildet, durch die Zugfederkraft ständig in einem Schwenksinn auf die Festkontakte zu belastet
und durch einen ihn endseitig untergreifenden, ortsfest gelagerten Radialarm des Betätigungsgliedes
gegen seine Belastung ver- Co schwenkbar;
b) die Zugfeder ist mit ihrem ortsfesten Ende unabhängig von dem kurzen Kipplageranschluß
des Schwenkhebels und im Bereich der ihm gegenüberliegende Gehäusewand verankert; Sj
c) das Kipplager des Schwenkhebels liegt der Höhe nach so im Bereich des unteren Festkontaktstückes,
daß bei Betätigung des Schalters die Dehnung der Zugfeder auf ein Minimum beschränkt
ist.
Dieser Schalter ist in der Lage, den gestellten Anforderungen gerecht zu werden, und er weist eine
erhöhte Lebensdauer gegenüber den bekannten, vorgenannten Schältern auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der gehäusefeste Aufhängepunkt für die
Schraubenfeder in an sich bekannter Weise durch ein zwecks Justierung biegsames Halteplättchen gebildet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist der gehäusefeste Aufhängepunkt durch
einen zwecks Justierung verdrehbaren Stift gebildet, der eine exzentrische Rille aufweist. Man kann den
Stift durch das Gehäuse hindurch nach außen führen, so daß eine Einstellung des Schalters ohne vorherige
Öffnung des Gehäuses möglich ist.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal bilden Rillen entlang einer Querschnittsverjüngung eines fest
angeordneten Stiftes mehrere Aufhängepunkte für das Federende, von denen zwecks Justierung der bestgeeignete
herausgegriffen wird. Entsprechend der gewünschten Charakteristik wird eine dieser Rillen als
Aufhängepunkt ausgewählt.
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht des offenen Schalters von oben, F i g. 2 eine Seitenansicht des offenen Schalters.
Ein Sockel des Schalters ist mit 1 bezeichnet. Ein Rahmen 2 des Sockels, der an den Stellen 3 und 4
verstärkt ist, faßt den Schaltraum ein. Bei der Fertigmontage wird eine nicht gezeichnete Abdeckhaube
über den Rahmen gesteckt und mittels eines Niets, für den eine Bohrung 5 vorgesehen ist, befestigt. Zum
Einbau des Schalters sind zwei weitere Bohrungen 6 an den verstärkten Stellen 3 und 4 vorhanden.
In Schlitze des Rahmens 2 sind die Anschlußklemmen 7 bis 9 eingelegt. In diese sind Nocken eingedrückt,
die sich innerhalb der Schlitze festklemmen und somit für einen festen Sitz der Anschlußklemmen
sorgen.
Die Anschlußklemme 7 besitzt im Schaltraum zwei abgewinkelte Lappen 10 (der eine ist vom anderen
verdeckt), in welche das T-förmig ausgebildete Ende des Schwenkhebels 11 eingehängt ist. Der Schwenkhebel
umschließt den eigentlichen Schaltmechanismus in Form eines Bügels von drei Seiten. In zwei auseinanderliegenden
Armen 12 des Schwenkhebels (der eine Arm ist vom anderen verdeckt), die an ihren
Enden abgewinkelt sind, ist der sich entsprechend gabelnde Kontaktarm 13 gelagert. . Zwischen den
Armen 12 und in der Gabelung des Kontaktarmes kann eine den Kontaktarm mit einem festen Aufhängepunkt
14 verbindende Schraubenzugfeder 15 frei spielen. Die Anschlußklemmen β und 9 bilden
im Schaltraum die feststehenden Kontakte des Schalters. In der gezeichneten Ruhestellung sind die
Klemmen 7 und 8 durch den Schwenkhebel 11 und den Kontaktarm 13, der einen Kontaktniet 16 trägt,
überbrückt. Das schwenkbare System, das aus den Teilen 11 und 13 besteht, sowie ein Betätigungsdrehglied,
das einen Radialarm 17 und einen Federhebel 18 besitzt, suchen in dieser Stellung zu verharren.
Wird der Federhebel 18 belastet, so nimmt der Radialarm 17 eine Verlängerung des Schwenkhebels
11 mit, welcher dadurch im Gegenuhrzeigersinn ver-■chwtnkt wird. Der angrenzende Rahmen 2 ist an
dieser Stelle so ausgebildet, daß er der Schwenk-
bewegung nicht im Wege steht. Dessen Bewegung teilt sich dem Kontaktarm 13 an der Lagerstelle mit,
der im Schaltpunkt, d. h. nach Überschreitung des Punktes, in welchem der Kontaktarm mit der Feder
15 ausgerichtet ist, auf den anderen feststehenden Kontakt umspringt. In dieser Schaltstellung sind dann
die Klemmen 7 und 9 überbrückt. Bei entlastetem Federhebel 18 kehrt das System selbsttätig in die gezeichnete
Ruhestellung zurück. Vor und nach dem Umspringen gleitet der Kontaktniet 16 auf den Berührungsflächen.
Dadurch wird eine Kontaktselbstreinigung erzielt.
Für den festen Aufhängepunkt 14 der Zugfeder 15 ist ein Halteplättchen 20 vorgesehen, das zu einem
Stanzteil 21 gehört. Dieses Stanzteil ist so geformt und gebogen, daß es in Aussparungen des Gehäuseunterteiles
1 bis 4 nach Anbringen der Abdeckhaube festen Halt hat. Es dient nicht nur zur Aufhängung
der Schraubenfeder 15, sondern außerdem als zweite Lagerstelle für das Betätigungsdrehglied 17 und 18. «o
Das Halteplättchen 20 ist nicht starr, sondern es kann in den für eine Justierung des Aufhängepunktes 14
erforderlichen Grenzen nachgebogen werden.
Eine höhere Justiergenauigkeit kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß der ortsfeste Aufhänge- »5
punkt für die Schraubenfeder 15 statt durch den Stanzteil 21 durch einen in den Sockel drehbar eingelassenen
Stift gebildet wird, der eine exzentrische Rille aufweist. Durch Drehung des Stiftes, beispielsweise
auf der Außenseite des Schalters, läßt sich dabei die Spannung der Schraubenfeder nachstellen.
Andererseits kann der Stift auch fest im Sockel sitzen und entlang einer Querschnittsverjüngung mit mehreren
Rillen versehen sein. In Abhängigkeit von den gewünschten Daten wird bei der Justierung eine bestimmte
Rille als endgültiger Aufhängepunkt ausgewählt.
Claims (4)
1. Elektrischer Schnappschalter mit einem zwischen zwei Anschlägen (Festkontakten) umschnappbaren,
durch eine Zugfeder belasteten Kontaktarm und mit einem Schwenkhebel, der
mit zwei von seiner Hauptrichtung abgewinkelten Armen ein Kipplager für den Kontaktarm trägt
und außerhalb jeder möglichen Richtung der durch diesen übertragenen Kraft so in Schneidenlagern
eines Stromanschlußstückes gelagert ist, daß er in sein Schneidenlager gezogen und in die
Ruhestellung gegen ein Betätigungsglied gedrängt wird, gekennzeichnet durch die gemeinsame
Anwendung folgender Maßnahmen:
a) Der Schwenkhebel (11) ist. in an sich bekannter Weise als die Kontaktglieder (8, 9,
13) umfassender Bügel ausgebildet, durch die Zugfederkraft (15) ständig in einem
Schwenksinn auf die Festkontakte (8, 9) zu belastet und durch einen ihn endseitig untergreifenden,
ortsfest gelagerten Radialarm (17) des Betätigungsgliedes (17,18) gegen seine
Belastung verschwenkbar;
b) die Zugfeder ist mit ihrem ortsfesten Ende unabhängig von dem kurzen Kipplageranschluß
(7,10) des Schwenkhebels und im Bereich der ihm gegenüberliegenden Gehäusewand
verankert;
c) das Kipplager (10) des Schwenkhebels liegt der Höhe nach so im Bereich des unteren
Festkontaktstückes (9), daß bei Betätigung des Schalters die Dehnung der Zugfeder auf
ein Minimum beschränkt ist.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäusefeste Aufhängepunkt
(14) für die Schraubenfeder (15) in an sich bekannter Weise durch ein zwecks Justierung biegsames
Halteplättchen (20) gebildet ist.
3. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäusefeste Aufhängepunkt
durch einen zwecks Justierung verdrehbaren Stift gebildet ist, der eine exzentrische Rille aufweist.
4. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Rillen entlang einer Querschnittsverjüngung eines fest angeordneten Stiftes mehrere
Aufhängepunkte bilden, von denen zwecks Justierung der bestgeeignete herausgegriffen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4015721C1 (en) * | 1990-05-16 | 1991-09-12 | Helag Electronic Gmbh Elektromechanische Bauelemente, 7270 Nagold, De | Rapid action snap switch - has contact lever biased towards contact by coiled spring attached to rotary actuator |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4015721C1 (en) * | 1990-05-16 | 1991-09-12 | Helag Electronic Gmbh Elektromechanische Bauelemente, 7270 Nagold, De | Rapid action snap switch - has contact lever biased towards contact by coiled spring attached to rotary actuator |
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