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DE1489237C - Verfahren zum Metallisieren eines Leuchtschirms - Google Patents

Verfahren zum Metallisieren eines Leuchtschirms

Info

Publication number
DE1489237C
DE1489237C DE1489237C DE 1489237 C DE1489237 C DE 1489237C DE 1489237 C DE1489237 C DE 1489237C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
emulsion
film
phosphor
screen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Theodore Alexander Lancaster Pa. Saulnier (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RCA Corp
Original Assignee
RCA Corp
Publication date

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Metallisieren eines Leuchtschirms, bei welchem auf den Leuchtstoff des· Schirmes eine durch Erwärmung entfernbare Unterschicht zum Ausgleich der Kornzwischenräume des Leuchtstoffs aufgebracht wird, auf diese Schicht eine weitere Schicht, die eine glatte Unterlage für die Metallisierung bildet, aufgebracht wird, anschließend die Unterschicht entfernt wird und schließlich die Metallisierung aufgebracht wird.
Ein solches Verfahren ist aus der britischen Patentschrift 679 532 bekannt. Im/bekannten Falle wird die Unterschicht durch eine erstarrte Flüssigkeit, z: B. Eis, gebildet, und auf diese Schicht wird dann eine dünne Lösung eines filmbildenden Materials, z. B. Nitrozellulose, aufgegossen, und das Lösungsmittel wird zum Verdampfen gebracht. Anschließend wird die Unterschicht geschmolzen und verdampft. Auf den. verbleibenden dünnen Film wird dann wie üblich Aluminium aufgedampft.
Die bei diesen bekannten Verfahren erforderliche Abkühlung und Erhitzung bei der Bildung und Entfernung der Unterschicht erfordern eine hohen apparativen Aufwand und machen das Verfahren sehr umständlich und zeitraubend.
Es ist ferner aus der USA.-Patentschrift 2 888 361 bekannt, auf den luftgetrockneten Leuchtstoffschirm einer Kathodenstrahlröhre eine wässerige Lösung von Oxypolymeren, insbesondere Zellulose- und Polyvinylverbindungen, z. B. Natriumcarboxymethylzellulose, Methylzellulose, Polyvinylalkohol und Polyvinylacetat aufzubringen, nach einiger Zeit abzugießen und die verbliebene Lösung zu trocknen, um eine für das Aufdampfen von Aluminium geeignete Unterlage zu bilden.
Eine organische Unterlage dieser Art muß dünn genug sein, um ohne Blasenbildung und mit ausreichender Rißbildung zu trocknen, so daß beim Ausheizen flüchtige Bestandteile aus dem Schirm entweichen können. Gleichzeitig soll die Unterlage jedoch dick genug sein, um Vertiefungen in der Oberfläche der Leuchtstoffschichten ausfüllen und/oder ,überbrücken zu können, Durch dieses Ausfüllen und Überbrücken wird verhindert, daß sich die metallische Rückschicht um die Leuchtstoffteilchen an der Oberfläche legt, so daß dann das durch diese Teilchen emittierte Licht nicht austreten könnte. -:.,■..
Bei gewissen Kathodenstrahlröhren, z. B. bestimmten Farbfernsehröhren, enthält der Leuchtschirm ein Mosaik aus.Elenientarbereichen, die aus verschiedenen Leuchtstoffen bestehen. Die verschiedenen Leuchtstoffekönnen verschiedene Teilchengrößen aufweisen und unterschiedliche Anteile an .organischem polymerem Bindemittel, wie Polyvinylalkohol (PVA) enthalten. Wegen dieser Unterschiede reagieren die verschiedenen I.euchtstoffbereiche des Mosaikschirms unter .Umständen verschieden auf das Aufbringen der organischen Unterlageemiilsion. Die Emulsion kann beispielsweise an den verschiedenen Leuchtstoffbereichen unterschiedlich haften und dann Schichten unterschiedlicher Dicke !bilden. Diese Unterschiede erschweren das Aufbringen der organischen Unterlage.
llci Lcuchtstoffschichlen mit einem niedrigen Verhältnis von PVA : Leuchtstoff oder einem niederen prozentualen Anteil an PVA und/oder mit großen l.eiiclitstoffteilchen ist das Aufbringen der organischen ,Unterlage besonders schwierig, Leiiclitstoffschiehten mit einem geringen Anteil an PVA, der durch Wasser t|iiellbar ist, absorbieren dementsprechend .wenig Wasser, und es werden dementsprechend nur wenig Emulsionsfeststoffe niedergeschlagen. Eine dünnere Schicht an Emulsionsfeststoffen hat wiederum zur Folge, daß sich die aufgedampfte Metallschicht enger an die Kontür der einzelnen Leuchtstoffteilchen anschmiegt. Dabei besteht dann die Gefahr, daß sich die Metallschicht um die Leuchtstoffteilchen legt und ihre Lichtabstrahlung herabsetzt. Die 'geringere Absorptionsfähigkeit von Schichten mit niederem PVA-Anteil
ίο gibt der organischen Unterlage auch weniger Mög-
, li'chkeiten, Zwischenräume in den Leuchtstoffschichten zu überbrücken.
Bei Leuchtstoffschichten, die große Leuchtstoffteilchen enthalten, ist die Schirmstruktur grob, und die Zwischenräume zwischen den Teilchen sind groß. Bei solchen groben Schichten ist die Gefahr, daß sich die metallische Rückschicht um die Phosphorteilchen legt, besonders groß, vor allem, wenn die organische Unterlage dünn und/oder unterbrochen ist, wie im Falle von Leuchtstoff schichten mit niedrigem PVA-Anteil.
Durch die vorliegende Erfindung soll dementsprechend ein Verfahren zum Metallisieren eines Leuchtschirms angegeben werden, das. sowohl einfacher ist
as als das oben als erstes erwähnte bekannte Verfahren als auch auf Leuchtstoffschichten verschiedenster Art glattere und einwandfreiere Unterlageschichten für die Bedampf ung liefert als die bekannten "Verfahren, bei denen nur eine einzige Unterlageschicht aufgebracht wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit einem Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die entfernbare Unterschicht aus
a) einer Emulsion eines Copolymerisats von Vinylacetat, das zur Bildung hydrophiler Gruppen einen geringen Anteil von Acrylamid oder sulfonierten Vinylgruppen enthält, oder
b) aus einer Emulsion eines Polyvinylacetats, das zur Verbesserung der Emulgierbarkeit mit einem Emulgator oder einem seifenhaltigen Material gemischt ist, oder ■
c) aus einer Lösung von Polyvinylalkohol mit einem Befeuchtungsmittel und einem Bichromat oder einem Aldehyd und mit einem Säurekatalysator, um den Polyvinylalkohol nach dem Trocknen un-■■„:· löslich zu machen, oder .
d) aus einer Acrylharzemulsion, die zur Verringerung der hydrophoben Eigenschaften einen geringen Anteil an wasserlöslichem Polymer enthält,
besteht, daß das Material der Unterschicht zu einem den Leuchtschirm durchgehend bedeckenden Film getrocknet wird und daß zur Bildung der" Oberschicht auf den getrockneten Film eine Acrylharzemulsion aufgebracht und zu einem spiegelglatten Film getrocknet wird.
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher eriäu tert.
Hei dem vorliegenden Verfahren wird also auf die
fi5 Leuditstoffschieht zuerst eine dünne Unterschicht der angegebenen Art aufgebracht, die ein Material enthält, das bei relativ niederigeu Temperaturen gute Filmbikiungseigenschaften aufweist. Die Unterschicht
braucht, nach dem Trocknen keine glatte Oberfläche zu eignetes Additiv, wie ein Bichromat oder ein Aldeh,y4 bilden wie es hinsichtlich einer guten Lichtreflexion für mit einem Säurekatalysator, zu, um das Material nach, die Unterlage zum Aufdampfen der Aluminiumschicht dem Aufbringen auf die Leuchtstoffschicht wasserunerforderlich ware, da auf die Unterschicht, wie er- löslich zu machen. Materialien wie PVA liefern zwar wähnt, noch eine Deckschicht aus einem Material auf- 5 ausgezeichnete Unterschichten, sie haben jedoch eine gebracht wird, äas: zwar bei-der gewünschten relativ unter Umständen störend hohe Viskosität, die ein niederigen Temperatur nicht vollständig filmbildend ist, Entfernen der Emulsion von den den Lumineszcnzaber eine Schicht mit einer, glatten Oberfläche bildet, schirm Umgebenden Kolbenwänden, z. B. durch. Abdie eine gute Lichtreflexion .gewährleistet. ' spritzen, erschweren. : ■-,..; ·;;.-.. ,■ ■: : ' ■.·■·,· •Als »filmbildend« soll hier ein Material bezeichnet io Dem-Unterschichtmaterial kann ein BefeuchtungSr werden,das nach dem Trocknen oder Schmelzen eine mittel, wie Äthylenglycol, Polyäthylenglycol oder kontinuierliche Schicht oder Folie bildet, die in Flä- Glycerol zugesetzt werden, um die Filmbildung und/ cheribereichen einer Mindestbreite'von etwa 0,25 bis oder die Wiederbenetzbarkeit der Unterschicht beim 0,37 mm frei von Rissen, Löchern oder größeren Un- anschließenden Aufbringen der Deckschicht zu verregelmä.ßigkeiteh ist. Das Gegenteil hierzu ist beispiels- 15 bessern. Solche Befeuchtungsmittel werden zweckweise eine Schicht aus diskreten Teilchen, die nicht mäßigerweise in Konzentrationen bis zu 100 Gezusammenhängen. Überzüge aus filmbildenden Ma- wichtsprozerit und mehr des Feststoffanteils am Unterterialien sind gewöhnlich verhältnismäßig weich'und Schichtmaterial zugesetzt, je nach dem wie viel Beelastisch, wodurch sie den' Beanspruchungen beim feuchtungsmittel erforderlich ist und wie der Trock-Trocknen ohne zu reißen widerstehen können. - 20 nungsvorgang verläuft.
Allgemein gesagt, verbessern sich die Filmbildungs- '.Wenn als filmbildendes Unterschichtmaterial der eigenschaften eines Materials mitsteigender Temperatur Unterlage eine weiche oder chemisch weichgemachte beim Aufbringen und/oder Trocknen,' während die Acrylharzemulsion verwendet wird, wie Äthylacrylat, Filmbildungseigenschaften im brauchbaren Dicken- Äthylmethacrylat, Methylacrylat, M;thylmethacrylat, bereich mit zunehmender Schichtdicke schlechte* 25 Bütylmethacrylat oder Mischpolymerisate dieser Stoffe, werden. Die Güte der Filmbildung hängt also von ge- ist hinsichtlich der verwendeten Materialmenge sowie wissen Bedingungen ab. Unter Zugrundelegung der der Trocknung eine gewisse Sorgfalt nötig.,Eine-zu praktischen Arbeitsbedingungen kann man ein Mate- weit gehende Trocknung und/oder eine zu schwere, rial jedoch ohne weiteres in die Kategorien filmbil- . Acrylemulsionunterschicht kann eine wasserabstoßende dend, nichtfilrhbildend oder teilweise 'filmbildend ein- 30 Oberfläche zur Folge haben, die von der Deckschichtstufen. ''■.', : ' '■'·■' emulsion nicht gleichmäßig benetzt wird. Um den
Das Unterschichtmaterial bildet also eine zusammen- wasserabstoßenden Eigenschaften der Acrylharze zu
hängende Schicht, die der Leuchtstoffschicht annä- begegnen, ohne die leichte und gründliche Entfernbar-
hernd folgt und ein tieferes Eindringen von auf- keit der Emulsion durch Abspulen mit Wasser zii be-
gedarnpftem Metall in die Leuchtstoffschicht verhin- 35 einträchtigen, kann man jedoch eine kleine Menge
dert. .' : eines wasserlöslichen Polymerisats zusetzen, z. B. PVA
Das Material der 'Unterschicht soll filmbildend sein oder Hydroxyäthylcellulose.
und folgende Eigenschaften haben: (a) Es soll nicht Die filmbildenden Eigenschaften von Acrylharzen entflammbar sein; (b) vor dem Aufbringen in Wasser können durch Zusatz eines Weichmachers verbessert löslich oder dispergierbär sein; (c) nach dem Trocknen 40 werden. Materialien dieser Art, die das-Harz weich wasserunlöslich sein, so daß die Unterschicht beim an- machen, sind beispielsweise Dibutylphthalat, Butylschiießenden Aufgießen der beckschichtemulsioh nicht phthalat, Butylglycolat, Methylphthalat und Äthylgelöst und weggewaschen wird; (d) bei relativ niedrigen glycolat. Solche Weichmacher können dem Acrylharz Temperaturen, z. B. 200C, filmbildendsein, d. h. ober- in Anteilen bis zu 10 Gewichtsprozent,-bezogen auf flächliche Vertiefungen der Leuchtstoffschicht auszu- 45 das Harz, zugesetzt werden. So verwendet, verleihen füllen und/oder zu überbrücken ohne übermäßig die Weichmacher dem Acrylharz dieselben nlmbildenrissig; zu werden, so daß eine einigermaßen kontiriuier- den Eigenschaften, die es sonst erst bei einer höheren liehe Überzugsschicht gebildet wird; (e) eine gewisse Temperatur haben würde. Ein hoher Anteil an Weich-Zeitspanne nach dem Trocknen benetzbar bleiben, so macher setzt zwar unter Umständen die' Glätte-der daß .die „anschließend aufgebrachte Deckschicht- 5° Oberfläche der getrockneten Harzschicht herab, dies Wasseremulsion nicht abgestoßen wird; (f) ein gutes stört aber nicht, da anschließend ja noch eine Deck-Haften des verwendeten Deckschichterniilsionsmate- Schicht/aufgebracht wird. ' ; '.' rials gewährleisten; (g) verflüchtigbar und damit durch 'Von den oben aufgezählten filmbildenden Unterübliche .,Ausheiz- .und .Evakuierungsverfahren' ent- Schichtmaterialien' wird ein Mischpolymerisat aus fe.rnbar sein, !z.B. .bei Temperaturen unterhalb von 55 Vinylacetat mit einer anderen Sübstanz,;die h'ydro-.45O0C,.und (h) vorzugsweise eine relativ niedrige Vis- phile Gruppen enthält, bevorzugt., Copolymerisat, das . kpsität ' in , brauchbaren - Konzentratibneh; besitzen, hauptsächlich aus Vinylacetat mit geringen 'Anteilen so daß .Teile, .iiiie.über..die Seitenwäncle des Röhren- an Acrylamid.odet'sulfoniertem Vinyl enthält, hat beikplbens'gplaufeirsindv dur,ch Wasserstrahlen entfernt, ■'spielsweise.'ldic; wütis'ch'ehswerte Eigenschaft, daß es werdbn^iiiine^. t J; :Vf ...; .' ;' :..■,."...,!,- ■. '.'.'.' -.■'■' .'..· . 6° rS^lb^temüigierend'^ist, während es gleichVeitig; die ;y.iviatefiaiieril die sich zur V;erwend,uiig als filrnbilden- ^.nie.dngeh'yjskcjsitätswerte. von reinem Polyvinylacetat de.s Unterschichtniateriai geeignet-erWieseri haben, sind v^/it'.^olche'.ViinylaL-ctatcöpolynierisate sind i,m". Maiulel uiiter? an.ijerern( \v(äßrige,. Lösungen oder, Dispersionen "„erhälth'cli.. ,','..,■:·,. .:."■.. . -, ■ ..vpn .jP.oi^v.inylacetat, ;:P.olyvinylalkohol ..(PyAV-,und,; ,,,'; Eptjiält eiin.Polyyinyiacetat jedoch'ein Schut/kollojil, i.Acrylluiir^.ptenyaten, die weich·.· genug sind, um bei' 65 (.las.die-Dispergierbarkeit des "Materials; stabilisiert und den Anwendungstemperaturen Filme,zu bilden. .·.., .es..un^Kwu'nscht viskos mac.ht, so ,ist es schlecht dVirch ,.vWenn'QM wasserlösliches Materiiil, wje PVA, allein .Absp'rit/enzu entferneir.., ~. .. ' ']]' ' ' ' j",·!"".,S ■.', verwendet wird,.setzt man zweckmäßigerweise ein ge- . Weiin ein spezielles Polyvinylacetat ver'weiid'ct wer-
den soll, das nicht in Form eines Copolymerisates mit bination mit kleinen Mengen Acrylsäure und/oder einer Substanz, die geeignete hydrophile Gruppen hat, Methacrylsäure. .
wie Acrylamid oder sulfoniertes Vinyl, vorliegt, kann Wie bei den Acrylemulsionen für die schichtbildende zur Verbesserung der Emulgierbarkeit ein Emulgator Unterschichtmischung können auch den Acrylemul·. oder ein seifenhaltiges Material und/oder zur Stabi- 5 sionen für die Deckschicht Weichmacher zugesetzt lisierung der Emulsion ein Schutzkolloid, wie PVA werden. Weichmacher, wie sie beispielsweise oben er- oder Hydroxyäthylcellulose zugesetzt werden. wähnt sind, können in Konzentrationen bis zu 10 Ge-Die verwendete Konzentration des zur Herstellung wichtsprozent, bezogen auf das Acrylharz, verwendet der Unterschicht verwendeten filmbildenden Materials werden, um die Filmbildungsqualität der Acrylemulhängt vom Material selbst und dem Zustand der io sion für eine gegebene Verarbeitungstemperatur zu ver-Leuchtstoffschicht ab. Bei allen filmbildenden Mate- bessern. Man muß jedoch darauf achten, daß man dem rialien wird man den Ansatz immer so wählen, daß eine im speziellen verwendeten Acrylharz nicht soviel Weicheinwandfreie Filmbildung gewährleistet ist. Bei Ver- macher zusetzt, daß die Glätte der Oberfläche der resulwendung des bevorzugten Vinylacetatcopolymerisats, tierenden Deckschicht, auf die schließlich die lichtredas oben erwähnt wurde, ist eine Wasserelmusion ge- 15 flektierende metallische Rückschicht aufgebracht wird, eignet, die zwischen 2 und 10 Gewichtsprozent des leidet.
Copolymerisates enthält. Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel der Er-
Das zur Herstellung der Deckschicht der Aufdampf- findung wurden die erwähnte Unterschicht und Deckunterlage verwendete Material soll folgende Eigen- schicht auf einen Punktmosaikleuchtstoffschirm für schäften aufweisen: (a) Nicht entflammbar sein, (b) 20 eine Lochmaskenbildröhre aufgebracht, die Leuchteinen niedrigen Gehalt sowohl an Bestandteilen, stoffschichten folgender Zusammensetzung enthielt: die die Emulgierung fördern, als auch.an Schutzkolloid Blauemittierenden, silberaktivierten Zinksulfidleuchtaufweisen, so daß es in der Lage ist, eine glatte Ober- stoff, das Gewichtsverhältnis von PVA: Leuchtstoff ä fläche optischer Güte zu bilden, die eine einwandfreie betrug 0,14; grünemittierenden, silberaktivierten Zink- * Lichtreflexion der aufgebrachten Metallschicht ge- 25 cadmiumsulfidleuchtstoff, das Gewichtsverhältnis von währleistet; (c) verdampf bar bzw. durch Wärmeein- PVA: Leuchtstoff betrug 0,12; rotemittierenden, wirkung zersetzbar sein und damit im Verlaufe des silberaktivierten Zinkcadmiumsulfidphosphor, das Ge-, üblichen Ausheizens und Pumpens bei Temperaturen wichtsverhältnis von PVA:Phosphor betrug 0,16.
unter 4500C entfernbar sein; (d) bei den verwendeten Nach der Herstellung des Mosaikleuchtstoffschirmes Konzentrationen, Schichtstärken und relativ niedrigen 3° auf einer Bildröhren-Frontplatte wird der Lumineszenz-Anwendungstemperaturen von beispielsweise 300C schirm mit einer organischen Unterschicht überzogen, nur teilweise filmbildend sein, d.h., die Schicht soll indem man 40 bis 60 ml einer 6°/oigen Wasseremulsion nach dem Trocknen an den dicksten Stellen Risse auf- von Polyvinylacetat in einer Lache in der Mitte des weisen; (e) in Wasser vor dem Aufbringen entweder Bildschirmes aufbrachte. Die mit dem Lumineszenzlöslich oder dispergierbar sein; (f) vorzugsweise die 35 schirm versehene Frontplatte wird dann gedreht und Dispergierbarkeit in Wasser beizubehalten, so daß gekippt, um die. Polyvinylacetatemulsion über den gewünschtenfalls leicht eine Entfernung und Rückge- Lumineszenzschirm zu verbreiten und wird dann zum winnung möglich ist; (g) vorzugsweise in den brauch- Entfernen der überschüssigen Polyvinylacetatemulsion baren Konzentrationsbereichen eine relativ niedrige ungefähr senkrecht gestellt, wobei nur etwax 10 bis Viskosität aufweisen, so daß eine Entfernung an un- 4° 3O°/o der ursprünglich aufgebrachten Menge zurückerwünschten Stellen durch Wasser leicht möglich ist, bleibt. Die Frontplatte mit dem Mosaikschirm und dem und (h) vorzugsweise in den gewünschten Konzentra- feuchten Überzug aus Polyvinylacetatemulsion wird tionen von etwa 5 bis 15 Gewichtsprozent voll und dann unter Drehen etwa 2,5 bis 3 Minuten derart erstabil emulgierbar sein. wärmt, daß die Polyvinylacetatemulsionsschicht eine >
Für die Deckschicht eignen sich z.B. Acrylharze, 45 Temperatur von etwa 35 bis 40° C annimmt und trock- "
wie Alkylacrylate, Alkylmethacrylat und Copolymeri- net. Ein Trimmen der Schicht mit Wasser kann un-
sate hiervon. Bevorzugte Acrylharze sind unter ande- mittelbar nach dem Abgießen der überschüssigen
rem Äthylacrylat, Äthylmethacrylat, Methylacrylat, Polyvinylacetatemulsion und vor dem Trocknen des
Methylmethacrylat und Copolymerisate hiervon. Um Überzuges auf der Leuchtstoffschicht vorgenommen
eine Entfernung oder Wiedergewinnung zu erleichtern 5" werden.
soll die Konzentration an Acrylsäure und/oder Meth- In entsprechender Weise wird dann eine organische
acrylsäuregruppen in den Harzpolymerisaten aus- Deckschicht, die eine hohe optische Güte gewährlei-
reichen, um eine Redispersion der gebildeten Unterlage stet, auf die Polyvinylacetatunterschicht aufgebracht,
durch alkalische, wäßrige Harzlösungen zu ermöglichen. Man gießt etwa 40 bis 60 ml einer lO°/oigen Wasser-
Die Harzkonzentration beträgt bei den Deck- 55 lösung von Äthylacrylatharz auf die beschichtete
Schichtemulsionen aus den obenerwähnten Acryl- Frontplatte und verteilt diese Emulsion durch Drehen
harzen, vorzugsweise 2 bis 15 Gewichtsprozent je nach auf der Unterschicht. Die Frontplatte wird dann wieder
der Zusammensetzung des Unterschichtüberzuges. zum Entfernen der überschüssigen Harzemulsion ge-
Mcthyl- und Äthylacrylate und -methacrylate, die kippt, wobei etwa 10 bis 20% der ursprünglichen
sich als Deckschichtmaterial eignen, sind in ver- 60 Menge auf der Unterschicht verbleiben. Die Front-
schiedenen Härtegraden im Handel, erhältlich bei- platte wird dann etwa 2,5 bis 3 Minuten unter Drehen
spielsweise unter der Handelsbezeichnung Rhoplex auf eine Temperatur von etwa 30 bis 450C erwärmt^ B85, B74, C72, D70 und B15 von der Firma Rohm & um die Harzemulsion der Deckschicht zu trocknen. Haas Co. Von diesen Acrylmaterialien wird die Type Wie die Unterschicht kann auch die Harzdeckschicht B74 bevorzugt. Das bevorzugte Material besteht ver- 65 unmittelbar nach dem Abgießen der überschüssigen mutlich in der Hauptsache aus Äthylacrylat-Copoly- Harzemulsion mit Wasser in eine gewünschte Form
merisat mit einem kleinen Anteil an Äthylmethacrylat, gebracht werden.
Methyllacrylat und/oder Methylmethacrylat, in Korn- Anschließend wird dann auf die Deckschicht eine
geeignete lichtreflektierende metallische Rückschicht aufgebracht. Man kann sich hierbei bekannter Verfahren bedienen und z. B. eine dünne elektronendurchlässige Aluminiumschicht im Vakuum auf die Acrylharzdeckschicht der Unterlage aufdampfen. Die mit dem aluminisierten Leuchtschirm versehene Frontplatte kann dann zusammen mit anderen Teilen zu einer Kathodenstrahlröhre zusammengesetzt werden, die dann bei Temperaturen im Bereich zwischen 400 und 450C gleichzeitig ausgeheizt und gepumpt wird, um die organischen Stoffe einschließlich des Polyvinylalkohol in der Leuchtstoffschicht, des Polyvinylacetat und seiner Additive in der Unterschicht und des Äthylaerylats und seiner Additive in der Deckschicht zu verflüchtigen und zu entfernen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Metallisieren eines Leuchtschirms, bei welchem auf den Leuchtstoff des Schirmes eine durch Erwärmung entfernbare Unterschicht zum Ausgleich der Kornzwischenräume des Leuchtstoffs aufgebracht wird, auf diese Schicht eine weitere Schicht, die eine glatte Unterlage für die Metallisierung bildet, aufgebracht wird, anschließend die Unterschrift entfernt wird und schließlich die Metallisierung aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die entfernbare Unterschicht aus
a) einer Emulsion eines Copolymerisats von Vinylacetat, das zur Bildung hydrophiler Gruppen einen geringen Anteil von Acrylamid oder sulfonierten Vinylgruppen enthält, oder
b) aus einer Emulsion eines Polyvinylacetats, das zur Verbesserung der Emulgierbarkeit mit
einem Emulgator oder einem seifenhaltigen Material gemischt ist, oder
c) aus einer Lösung von Polyvinylalkohol mit einem Befeuchtungsmittel und einem Bichromat oder einem Aldehyd und mit einem Säurekatalysator, um den Polyvinylalkohol nach dem Trocknen unlöslich zu machen, oder
d) aus einer Acrylharzemulsion, die zur Verringerung der hydrophoben Eigenschaften einen geringen Anteil an wasserlöslichem Polymer
' enthält,
besteht, daß das Material der Unterschicht zu einem den Leuchtschirm durchgehend bedeckenden Film getrocknet wird und daß zur Bildung der Oberschicht auf den getrockneten. Film eine Acrylharzemulsion aufgebracht und. zu einem spiegelglatten Film getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulsion nach Punkt b) oder d) ein Schutzkolloid oder ein wasserlösliches Polymer wie Polyvinylalkohol oder Hydroxyäthyl/.ellulose zur Stabilisierung der Emulsion oder Verringerung ihrer hydrophoben Eigenschaften zugesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befeuchtungsmittel der Lösung nach Punkt c) Äthylenglycol, Polyälhylenglycol oder Glycerol ist und in einer Menge bis zu 100 Gewichtsprozent der Feststoffe dieser Lösung zugefügt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Acrylharzemulsion nach Punkt d) Äthylacrylat, Äthylmethacrylat, Methylacrylat, Methylmethacrylat, Butylmethacrylat oder Copolymere dieser Stoffe enthält. .
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