DE1488229B2 - Zylinderfoermige schirmflaeche fuer transformatoren und drosselspulen oder dergl zur verwendung in elektrischen und magnetischen feldern hoechster feldstaerken - Google Patents
Zylinderfoermige schirmflaeche fuer transformatoren und drosselspulen oder dergl zur verwendung in elektrischen und magnetischen feldern hoechster feldstaerkenInfo
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Description
gebettet sind, dessen Enden die Enden der leitenden Schirmflächen allseits überragen.
An Hand von F i g. 2 wird die Erfindung näher erläutert. Es sind gleiche Bezugszeichen wie in F i g. 1
gewählt. Der Belag 2 besteht beispielsweise aus halbleitendem oder mit Kohle angereichertem Papier. Er
ist auf der spannungsabgekehrten Seite mit einem stärker leitenden Anlenkband 4 verbunden, an welches
im allgemeinen noch Querbänder angelötet sind, die hier nicht eingezeichnet sind und wie der Belag 2
in Umfangsrichtung verlaufen. An der Trennstelle reichen diese Querbänder jedoch nicht so weit wie
die schwächer leitende Schicht 2. Die Ränder der letzteren überlappen sich auf einem hier achsparallel
verlaufenden Streifen in der Breite 8. Zwischen den sich überlappenden schwächer leitenden Schichten
ist eine Isolierschicht 5 aus festem Isolierstoff eingeschoben, welche beiderseits über die sich überlappenden
Flächen um die Breite 6 übersteht, die ausreichend groß gewählt werden muß.
Als Isolierschicht kann man mehrere aufeinandergeklebte und gegeneinander versetzte Papierstreifen
verwenden, damit eine Art keilförmiger Übergang entsteht und eine plötzliche Stufung vermieden wird.
Das Aufwickeln des Hartpapierzylinders 1 wird dadurch erleichtert. Die erfindungsgemäße Trennstelle
hat den Vorteil, daß das elektrische Feld jetzt nicht mehr an den Kanten des Belages 2 im Bereich des
Spaltes 3 angreifen kann, da durch die Überlappung stets diese Kanten durch eine glatte leitende Fläche
hinterlegt sind.
Ferner spielen zufällige Abweichungen der Größe der Belagsschicht 2 und damit der Überlappungsbreite 8 überhaupt keine Rolle mehr, bei der Herstellung
des Belages können größere Toleranzen und Abweichungen in Kauf genommen werden, um so
mehr, je größer die Trennstelle 3 bzw. die Breite 6 gewählt wird. Auf diese Weise ist neben der elektrisch
günstigeren Ausführung eine schnellere Herstellung dieser in großer Stückzahl benötigten Kernzylinder
möglich. Nach einem weiteren Erfindungsgedanken wird nun auch dafür gesorgt, daß die gegebenenfalls
bei hohen Stoßströmen auftretende Spannung über dem fast eine Windung bildenden Leitbelag 2, die an der Trennstelle 3 auftreten kann,
höchstens halb so groß wird, da nämlich die Anlenk-Ieitung4
zweckmäßigerweise genau 180° gegenüber der erfindungsgemäßen Trennstelle versetzt angeordnet
wird.
Um die Trennstelle völlig von überraschend hohen Stoßspannungen zu entlasten, kann nach einem weiteren
Erfindungsgedanken ein Anlenkband 4 links und ein weiteres rechts der Trennstelle so angeordnet
werden, daß beide möglichst dicht in einem Abstand 7 beieinanderliegen. Eine nähere Ausführung
einer so ausgebildeten Umfangsstelle zeigt Fig. 3. Man wird dann beide Anlenkbänder 4 über auf dem
Umfang befindliche Querbänder 4' miteinander verbinden und eines der Anlenkbänder zur eigentlichen
Anlenkung nach außen führen und benutzen.
ίο Die Gefahr einer Überbeanspruchung der Trennstellenisolation
5 wird dann auch bei sehr schwach leitenden Leitbelägen 2 völlig ausgeschlossen, selbst
bei Spannungswellen mit extrem großen Steilheiten. Eine Abwicklung des Teiles Fig. 3 zeigt Fig. 4, und
zwar für einen Fall, daß der über dem Rand des Belages 2 vorstehende Isolierstreifen 5 etwas am Umfang
gegenüber der Uberlappungsstelle 8 verrutscht ist, so daß der eine Überstand 6 größer als der andere
ist. Man sieht, daß das stirnseitige Ende von 5 ebenfalls vorteilhaft noch etwas über den Leitbelag überstehen
muß, damit an der Stirnseite keine zufällige Berührung der Leitbeläge an der Trennstelle vorkommt.
Man sieht ferner, wie die Anlenkstreifen 4 mit den Querstreifen 4',durch Löten bei 4 " verbunden
sind.
Von der Abwicklung ist nur ein Teilbereich im Gebiet der interessierenden Trennstelle herausgezeichnet,
und zwar in der Draufsicht von außen, so daß man nur die innere Schicht von 1 sieht. An
den Auskerbungen 1' von 1, an denen die Enden der Anlenkstreifen 4 herausgeführt werden, erkennt man
den schwarzen Leitbelag durchscheinen. Der äußere Teil 1" des Isolierzylinders 1 ist hier am Rand gegenüber
dem Innenteil des Isolierzylinders vorgezogen.
Die Gestaltung der Trennstelle für eine Schirmfläche nach der Erfindung wird vorwiegend bei
ringförmigen zylindrischen Flächen, insbesondere Kernzylindern, Verwendung finden. Solche Schirmflächen
treten jedoch an vielen Stellen auf. Sie können selbstverständlich außer für Kernzylinder noch
für andere Abschirmaufgaben bzw. als Schild zur Stoßspannungssteuerung, beispielsweise in Lagenwicklungen
herangezogen werden. Durch die Erfindung werden für all diese Anwendungsfälle die
Spannungssicherheit, Toleranzunabhängigkeit und die Stückzahl der in der Zeiteinheit herstellbaren
Teile gegenüber den bekannten Anordnungen erhöht. Die erfindungsgemäße Schirmfläche hat vor allem
den Vorteil, daß sie auch in Gebieten erfolgreich anwendbar ist, in denen höchste Feldstärken auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1 2
doch bei hohen Feldstärken sehr große Beanspru-
Patentanspruch: chungen an den Trennstellen, so daß die Anwen
dungsmöglichkeiten dieser Anordnung begrenzt sind.
Zylinderförmige Schirmfläche für Transforma- Durch die französische Patentschrift 1 133 864 ist
toren und Drosselspulen od. dgl. zur Verwendung 5 eine Wicklung bekanntgeworden, die von einem sich
in elektrischen und magnetischen Feldern überlappenden Leitbelag umgeben ist. Die sich überhöchster
Feldstärke, bei welcher der zu einem läppenden Teile des Leitbelages sind durch eine
Zylinder gebogene, aus einer Schicht weniger gut Isolierschicht voneinander getrennt, die zwischen der
leitenden Materials bestehende Leitbelag mit Wicklung und dem Leitbelag angeordnet ist und deseiner
Trennstelle versehen und auf der span- io sen Anfang und Ende überragt. Bei dieser Anordnungsabgekehrten
Seite mit besser leitenden, un- nung muß bei höherfrequenten Spannungsbeanspruterteilten,
als Stromverteilungs- bzw. Anlenkbän- chungen wie Schaltüberspannungen und Stoßspander
ausgebildeten Flächen geringer Breite galva- nungen mit höheren Potentialdifferenzen zwischen
nisch verbunden ist, dadurch gekenn- den beiden Enden des Leitbelages gerechnet werden,
zeichnet, daß sich die Enden des Leitbelages 15 die zu Durchschlägen führen können.
(2) im Bereich der Trennstelle (3) überlappen, F i g. 1 zeigt einen Hartpapierzylinder 1, in des-
(2) im Bereich der Trennstelle (3) überlappen, F i g. 1 zeigt einen Hartpapierzylinder 1, in des-
wobei zwischen den Enden des Leitbelages (2) ein sen Innerem sich eine leitende Schicht 2 befindet,
diese galvanisch trennender Isolierstoffstreifen (5) Zur Vermeidung einer geschlossenen Windung wurde
vorgesehen ist, der in axialer Richtung den Leit- die leitende Schicht 2 nicht über den ganzen Umfang
belag beiderseits überragt und dessen Breite grö- 20 gelegt, sondern es wurde ein parallel zur Achse verßer
ist als die Überlappungsbreite (8) und der laufender Streifen oder Spalt bzw. Trennstelle 3 ofdiese
beiderseits in Umfangsrichtung um etwa fengelassen, so daß dort die Kanten der Schicht 2
die Überlappungsbreite überragt, und daß wei- dem elektrischen Feld der auf den Kernzylinder folterhin
die besser leitenden Flächen aus achs- genden Wicklung ausgesetzt waren. Um die Gefahr
parallelen Anlenkstreifen (4) und mit diesen ver- 25 von Entladungen an diesen Kanten zu vermeiden,
bundenen, zu diesen senkrecht verlaufenden wird man die Breite des Spaltes 3 möglichst klein
Querstreifen (4') bestehen, wobei die Streifen (4) wählen. Andererseits wächst jedoch dann die Geparallel
zur Trennfuge und unmittelbar beider- fahr eines Überschlages über den Spalt (die Trennseits
derselben oder aber um 180° gegenüber der stelle) wieder an.
Trennfuge versetzt angeordnet sind, und daß 30 In Fig. 1 ist außerdem mit 4 die Anlenkleitung
schließlich alle leitenden Teile der Schirmflä- bezeichnet. Bei sehr kleinen Breiten des Spalts bzw.
ehe in einem Isolierzylinder (1) eingebettet sind, der Trennstelle 3 und ungünstiger Lage der Anlenkdessen
Enden die Enden der leitenden Schirm- leitung 4 kann es vorkommen, daß über dem fast
fläche (2) allseits überragen. eine Gesamtwindung bildenden, gegenüber 4 schwä-
35 eher leitenden Belag 2 doch eine beträchtliche Stoß-
spannung abfällt und ein Überschlag an der Trennstelle 3 erfolgt.
Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Schirmanord-
Bekanntlich wird bei Transformatoren und Dros- nung zu schaffen, die eine Vergleichmäßigung der
seispulen die aus scharfkantigen Blechen bestehende 40 bei Stoßspannungen auftretenden Potentialdifferen-Kernkontur
gegen die Wicklungen immer dann durch zen herbeiführt und die in Gebieten höchster Feldeinen
Kernzylinder mit Schirmbelag abgeschirmt, stärken anwendbar ist.
wenn die auf den Kern folgende Wicklung eine hohe Sie betrifft eine zylinderförmige Schirmfläche für
Nennspannung hat. Als Kernzylinder wurde bisher Transformatoren, Drosselspulen od. dgl. zur Vervorwiegend
ein Hartpapierzylinder eingesetzt, in den 45 wendung in elektrischen und magnetischen Feldern
beim Herstellungsvorgang eine leitende Schicht ein- höchster Feldstärke, bei welcher der zu einem Zygewickelt
wurde. Die leitende Schicht kann auch aus linder gebogene, aus einer Schicht weniger gut leihalbleitendem
Material, z. B. Graphit oder Ruß, be- tenden Materials bestehende Leitbelag mit einer
stehen. In jedem Fall ist eine besondere Anlenklei- Trennstelle versehen und auf der spannungsabgetung
erforderlich. Die leitende Schicht kann einge- 50 kehrten Seite mit besser leitenden, unterteilten, als
wickelt, aufgestrichen oder aufgespritzt werden. Stromverteilungs- bzw. Anlenkbänder ausgebildeten
Bei einer bekannten Anordnung der obengenann- Flächen geringer Breite galvanisch verbunden ist,
ten Art wird als leitende Schicht entweder eine un- mit dem Kennzeichen, daß sich die Enden des Leitunterbrochene
Fläche aus Widerstandsmaterial oder belages im Bereich der Trennstelle überlappen, wobei
eine geschlitzte Metallfolie verwendet (deutsche Aus- 55 zwischen den Enden des Leitbelages ein diese gallegeschrift
1 073 614). Hierbei wird die geringe Leit- vanisch trennender Isolierstoffstreifen vorgesehen ist,
fähigkeit der schwach leitenden Schicht als ausrei- der in axialer Richtung den Leitbelag beiderseits
chend angesehen, so daß auf eine Trennstelle im überragt und dessen Breite größer ist als die Über-Schirmzylinder
verzichtet wird. Bei einer höheren lappungsbreite und der diese beiderseits in Umfangs-Ausnutzung
des Kernmaterials kann eine solche An- 60 richtung um etwa die Überlappungsbreite überragt,
Ordnung jedoch ihre Aufgabe nicht mehr ausrei- und daß weiterhin die besser leitenden Flächen aus
chend erfüllen. achsparallelen Anlenkstreifen und mit diesen ver-
Eine andere bekannte Schirmanordnung besteht bundenen, zu diesen senkrecht verlaufenden Queraus
einem Metallband, das in Spiralen auf die Wick- streifen bestehen, wobei die Streifen parallel zur
lung aufgewickelt wird (deutsche Patentschrift 65 Trennfuge und unmittelbar beiderseits derselben
851), oder mehreren Flachbandringen, die oder aber um 180° gegenüber der Trennfuge versetzt
axial übereinander angeordnet und galvanisch mit- angeordnet sind, und daß schließlich alle leitenden
einander verbunden sind. Hierbei ergeben sich je- Teile der Schirmfläche in einem Isolierzylinder ein-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3022070A1 (de) * | 1980-06-12 | 1981-12-17 | Transformatoren Union Ag, 7000 Stuttgart | Schirmkoerper fuer bewickelte kernschenkel von transformatoren, drosselspulen u.dgl. |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3403526A1 (de) * | 1984-01-30 | 1985-08-01 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Hochspannungswicklung eines induktiven spannungswandlers |
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1964
- 1964-11-26 DE DE19641488229 patent/DE1488229B2/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3022070A1 (de) * | 1980-06-12 | 1981-12-17 | Transformatoren Union Ag, 7000 Stuttgart | Schirmkoerper fuer bewickelte kernschenkel von transformatoren, drosselspulen u.dgl. |
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