DE1256313B - Verfahren zur Herstellung eines Schirmringes fuer oelgefuellte Transformatoren, Messwandler und Drosselspulen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Schirmringes fuer oelgefuellte Transformatoren, Messwandler und DrosselspulenInfo
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Description
DEUTSCHES 4fIW PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKI.: 21d2-49
Nummer: 1256 313
Aktenzeichen: L 45216 VIII b/21 d2
J 256 313 Anmeldetag: 27.Junil963
Auslegetag: 14. Dezember 1967
Zur Lösung der hochspannungstechnischen Randprobleme bei den Wicklungen von Hochspannungsapparaten und -maschinen, insbesondere bei ölgefullten
Transformatoren, Meßwandlern und Drosselspulen wird häufig von sogenannten Schirmringen
Gebrauch gemacht.
In F i g. 1 ist ein Wicklungsaufbau für einen ölgefüllten Hochspannungstransformator, bei dem derartige
Schirmringe 1 an den Stirnseiten der Wicklunlungen bzw. Wicklungsteile 2 zwischen Isolierschichten
3 benutzt sind, dargestellt.
So nützlich die Schirmringe 1 zur Lösung der hochspannungstechnischen Randprobleme, d. h. zur Abschirmung
der nur relativ schwach isolierten Wicklungsdrähte und zur Steuerung der Feldverteilung im
Randgebiet der Wicklungen sind, so umständlich ist deren Herstellung und Einbau. Es ist zu bedenken,
daß die in F i g. 1 dargestellten Schirmringe relativ kleinen Querschnitts im allgemeinen aus Metall,
häufig Stahl, hergestellt wurden, dabei oft einen sehr großen Durchmesser besaßen und daher nur schwer
bearbeitet werden konnten; außerdem dürfen derartige Schirmringe nicht leitend geschlossen sein.
Sie müssen eine Unterbrechungsstelle, ein sogenanntes Isolierschloß, besitzen, dessen Herstellung einen beachtlichen
Aufwand erfordert; außerdem werden diese Schirme meistens an die benachbarten Wicklungsabschnitte
galvanisch angeschlossen. Hierfür sind die Ringe noch mit isolierten Ausleitungen 4
zu versehen. Ein weiteres Problem besteht noch darin, daß die Wicklungsaufbauten mit Maßtoleranzen
behaftet sind, so daß das Zusammenpassen der Schirmringe mit den Wicklungen oft sehr mühsam ist.
Man muß daher damit rechnen, daß die fertig isolierten Schirmringe noch einmal aufgeschnitten, in
ihrem Durchmesser verändert und dann nochmals nachisoliert werden müssen. Ähnlich liegen die Verhältnisse
auch dann, wenn für die Schirmringe als Trägermaterial harte Isolierstoffe verwendet werden.
An die mechanische Festigkeit werden dabei wegen der hohen Wicklungspreßdrücke hohe Anforderungen
gestellt.
Es ist schon bekannt, solche nicht besonders druckbeanspruchte Schirmringe im Stirnbereich von Wicklungen
aus einigen Windungen des Wicklungsdrahtes herzustellen, die an einer Stelle aufgeschnitten
werden. In Hochspannungswicklungen muß diese Trennstelle in sorgfältiger und schwieriger Arbeit zu
einem Isolierschloß ausgebildet werden, in dem keine übermäßigen elektrischen Gradienten auftreten
dürfen, und, wenn solche höheren Außmaßes vermeidbar sind, dürfen diese nur im festen Isolierstoff
Verfahren zur Herstellung eines Schirmringes für ölgefüllte Transformatoren, Meßwandler und
Drosselspulen
Anmelder:
Licentia Patent-Verwaltungs-G. m. b. H., Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Willy Rabus, Stuttgart-Untertürkheim
verlaufen. Bei nicht druckbeanspruchten Wicklungen, z. B. bei Spannungswandlern, ist die Verwendung
auch von leitend gemachten Kordeln als Randschirmring bekannt.
Als Abstandhalter zwischen den Windungen von Transformatorwicklungen sind auch Preßspanstreifen
bekannt, die entlang einer der beiden Kanten mit einer Vielzahl von etwa keilförmigen Einschnitten
versehen sind, so daß diese Streifen in der Ebene ihrer Breitenausdehnung zu Bögen oder Ringen gebogen
werden können.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung eines mit einer Isolierverkleidung versehenen
druckfesten Schirmringes mit einem Träger aus hartem Isoliermaterial und darüber aufgebrachtem Leitbelag
für ölgefüllte Transformatoren, Meßwandler und Drosselspulen. Erfindungsgemäß wird der Isolierstoffträger
aus einem zunächst geraden Stab bzw. Streifen oder mehreren geraden Stäben bzw. Streifen
in an sich bekannter Weise durch Einschnitte oder andere geeignete Maßnahmen zur Verformung eingerichtet,
darauf wird der Träger allseitig mit dem leitenden Belag und darüber bis auf kurze frei gelassene
Enden mit der Isolierverkleidung versehen, und schließlich wird an der Schließstelle der Leitbelag
der beiden Enden des Isolierstoffträgers mittels einer vorbereiteten Schließhülse leitend miteinander
verbunden.
Ein nach der Erfindung hergestellter Träger läßt sich bei kleinstem Materialaufwand aus hartem Isolierstoff
herstellen und beim Einbringen in die Wicklung zu der erforderlichen Ringform von gewünschtem
Durchmesser biegen.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Schirmringes besteht
darin, daß das in jedem Fall erforderliche Isolier-
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schloß, d. h. die Trennstelle zur Vermeidung einer Kurzschlußwindung, bereits am geraden Stab in sorgfältiger
Werkbankarbeit vorgefertigt werden kann. Die Herstellung der leitenden Verbindung bei der
Schließung der beiden Enden des Schirmringes ist viel einfacher, erfordert weniger Sorgfalt und demzufolge
weniger Zeitaufwand, so daß an der Stillstandszeit der teuren Wickelmaschine gespart werden kann.
Das Isolierschloß muß bekanntlich eine unter allen Umständen, auch bei den größten Kurzschlußkräften
und -drücken, zuverlässige Trennung der Leitbelagenden des Schirmringes gewährleisten, da sonst eine
den Transformator vernichtende Kurzschlußwindung entstehen würde. Andererseits müssen die Enden
so ausgeführt und zusammengefügt werden, daß auch bei den höchsten elektrischen Beanspruchungen, beispielsweise
durch Blitzeinschläge, keine elektrischen Entladungen infolge überhöhter elektrischer Feldstärken
an den immerhin nicht vermeidbaren kleineren Radien der Leitbelagenden auftreten können. Das
heißt, es muß ein sorgfältig berechneter Kompromiß zwischen Endradien und festem Isolationsauftrag aufgestellt
und bei der Herstellung peinlich eingehalten werden. Demzufolge muß die Herstellung des Isolierschlosses
von ausgebildeten und zuverlässigen Fachkräften auf die sorgfältigste Weise erfolgen. Es bringt
nur eine große Erleichterung, wenn diese sorgfältige Arbeit nicht in den auch noch räumlich beengten
Verhältnissen auf der Wickelbank an der soweit fertigen Wicklung, sondern ohne Zeitdruck an der Werkbank
und sogar noch dazu an einem linear ausgestreckten Schirmringrohling ausgeführt werden kann.
Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren eröffnet die weitere Möglichkeit, das Isolierschloß vor
dem Einbau auch noch elektrisch zu prüfen, so daß ein weiteres Risiko ausgeschaltet ist.
In Fig.2 ist nun der Aufbau eines derartigen Schirmringes wiedergegeben. Teil 28 ist ein Stab aus
hartem Isolierstoff, etwa Preßspan, der durch eine große Zahl gleichmäßig verteilter zweiseitiger gegeneinander
versetzter Einschnitte, zwei hiervon sind mit 29 und 30 bezeichnet, im Sinne der Erfindung vorbereitet
ist. Auf diesen Trägerstab ist vor der Verformung eine Lage leitendes Band 31 aufgewickelt;
diese Leitschicht wird durch weitere Lagen, eine davon ist mit 32 bezeichnet, isolierenden Bandes abgedeckt.
Der Querschnitt dieses so vorbereiteten gestreckten »Schirmstabes« ist in Fig. 3 wiedergegeben.
In Fig. 4 ist die Seitenansicht zur Fig. 2 wiedergegeben.
Die Herstellung einer Unterbrechungsstelle im Leitbelag ist bei Schirmringen mit Isolierstoffträger nach
der Erfindung sehr einfach. Es werden nur, wie durch die Ziffern 39 und 40 bezeichnet, an einer Stelle die
sich überdeckenden Leitbandagen über ein kurzes Stück durch eine Isolierbandage getrennt und darüber
die Isolierbandage aufgewickelt. Durch die Uberdeckung wird erreicht, daß an dieser Unterbrechungsstelle praktisch keine Unstetigkeit des elektrischen
Feldes in Erscheinung tritt.
Die Länge dieser so vorbereiteten »Schirmstäbe« wird so gewählt, daß sie mit etwa Überstand ausreicht,
um aus diesem Stab den Schirmring unter Anpassung an das jeweils abzuschirmende Wicklungsende
herumbiegen und -schließen zu können. Die Enden des »Schirmstabes« werden dabei auf ein kurzes
Stück von je etwa 30 mm zunächst vollständig
ohne Bandage belassen; daran anschließend läßt man die Leitbandage bis auf etwa 15 bis 20 mm hervortreten
und darauf folgend keilförmig abgestuft die Isolierverkleidung anstehen. Das Isolierschloß wird
man etwa in der Mitte der so vorbereiteten Stäbe legen, so daß man nach der Umformung dieser Stäbe
in Schirmringe unter Anpassung derselben an die abzuschirmende Wicklung (der nach der Erfindung vorbereitete
Isolierstoffträger erlaubt dies ohne jede ίο Schwierigkeit) die beiden zum Schließen gebrachten
freien Stabenden mit einer vorbereiteten Verkleidungshülse, die in ihrer innersten Lage aus Leitband
und darauffolgenden Isolierbandlagen besteht, sowohl galvanisch als auch isolationsmäßig schließen kann.
In F i g. 5 ist der Vorgang des Anpassens der Schirmstäbe an eine Wicklung dargestellt. Mit 41 ist
der Tragkörper der Schirmringe bezeichnet, mit 42 und 43 die beiden noch voll mit der Leitbandage und
der Isolierverkleidung versehenen Stabenden, mit 44 und 45 die freien Stabenden, die durch die schon erwähnte
Verschlußhülse noch galvanisch und isolationsmäßig zu schließen sind.
Die Vorbereitung des Schirmtragkörpers kann außer mit zweiseitigen, gegeneinander versetzten
Schnitten auch mit zweiseitigen einander gegenüberliegenden Schnitten erfolgen, wie das in F i g. 6
wiedergegeben ist; nach F i g. 7 können die Schnitte auch keilförmige Flanken haben.
Andere geeignete Maßnahmen um einen verformbaren Isolierstoffträger für Schirmringe zu erhalten, der zunächst in Stabform hergestellt wird, bestehen darin, daß man nach F i g. 8 Klötzchen 46 aus hartem Isolierstoff mit einem geringen Abstand 47 zwischen zwei Deckstreifen 48 aus flexiblem oder elastischem Material, etwa durch Klebung, befestigt.
Andere geeignete Maßnahmen um einen verformbaren Isolierstoffträger für Schirmringe zu erhalten, der zunächst in Stabform hergestellt wird, bestehen darin, daß man nach F i g. 8 Klötzchen 46 aus hartem Isolierstoff mit einem geringen Abstand 47 zwischen zwei Deckstreifen 48 aus flexiblem oder elastischem Material, etwa durch Klebung, befestigt.
In F i g. 9 ist die Ansicht von oben dargestellt. Schirmringträgerstäbe nach den F i g. 8 bzw. 9 lassen
sich sehr wirtschaftlich auch so herstellen, daß zunächst eine große Tafel aus langen Streifen vom
Querschnitt der in F i g. 8 und 9 mit 46 bezeichneten Klötzchen mit den Streifenabständen 47 unter Verwendung
großer Deckblätter 48 hergestellt und von derart vorbereiteten »Steg-Tafeln« entsprechende
Streifen abgeschnitten werden.
Das Zusammenfügen der Enden des zum Schirmring umgeformten Schirmringstabes läßt sich dann besonders gut vornehmen, wenn der Träger nach F i g. 10 aus zwei übereinanderliegenden Streifen 28 a und 28 b aufgebaut wird, die gemeinsam mit der Leitbandage 31 und der Isolierstoffverkleidung 32 versehen werden. Die Schlußstelle wird man dann nach F i g. 11 so ausbilden, daß man die beiden Streifen überlappt. In Fig. 11 sind die Enden des oberen Trägers 58 und 59 etwa 30 mm links von den Enden des unteren Trägerstreifens 60 und 61 geschlossen und so auch gegen diese überlappt. Die Leitbandage ist mit 31, die Isolierverkleidung mit 32 bezeichnet. Die Schließstelle für einen entsprechend Fig. 10 und 11 aufgebauten Schirmring mit Isolierstoff träger ist in Fig. 12 und 13 dargestellt.
Das Zusammenfügen der Enden des zum Schirmring umgeformten Schirmringstabes läßt sich dann besonders gut vornehmen, wenn der Träger nach F i g. 10 aus zwei übereinanderliegenden Streifen 28 a und 28 b aufgebaut wird, die gemeinsam mit der Leitbandage 31 und der Isolierstoffverkleidung 32 versehen werden. Die Schlußstelle wird man dann nach F i g. 11 so ausbilden, daß man die beiden Streifen überlappt. In Fig. 11 sind die Enden des oberen Trägers 58 und 59 etwa 30 mm links von den Enden des unteren Trägerstreifens 60 und 61 geschlossen und so auch gegen diese überlappt. Die Leitbandage ist mit 31, die Isolierverkleidung mit 32 bezeichnet. Die Schließstelle für einen entsprechend Fig. 10 und 11 aufgebauten Schirmring mit Isolierstoff träger ist in Fig. 12 und 13 dargestellt.
In F i g. 12 ist mit 41 der Wicklungsträger bezeichnet, mit 67 die Endwindung der Wicklung, mit
28 a/28 b die beiden Isolierträgerstreifen des Schinnringes, mit 31 das Leitband der vorgeformten Schließhülse,
mit 32 das für die Isolierverkleidung bestimmte Bandmaterial der Schließhülse. Die in
F i g. 12 wiedergegebene Schließhülse wird, beginnend mit den Leitbändern, die dabei in galvanischen
Kontakt mit den Leitbandenden der Isolierstoffträger des Schirmringes kommen, um die Isolierstoffträger
gelegt. Anschließend wird die Isolierstoffverkleidung der Schließhülse um den nunmehr mit Leitband
völlig verkleideten Träger gelegt, wobei durch entsprechende Überlappung für eine ausreichende elektrische
Festigkeit Sorge zu tragen ist.
In F i g. 13 ist die Anordnung nach F i g. 12 in der Draufsicht wiedergegeben. 41 ist der Wicklungsträger; 75 die Stelle, an der sich die beiden Schirmringträger
überdecken; 76 die untere, 77 die obere Stoßstelle, 78 eine keilförmig abgesetzte Isolierverkleidung,
31 der in Fig. 12 waagerechte Teil der Schließhülse.
In den F i g. 14, 15 und 16 ist eine erfindungsgemäße Schirmringanordnung wiedergegeben für den
Fall, daß der Steigerungsausgleich der Wicklung durch einen keilförmigen Schirmring übernommen
wird und ein zweiter, gleichmäßig dicker, in sich geschlossener Schirmring für die eigentliche Lösung des
Hochspannungsrandproblems vorgesehen ist.
In Fig. 14 ist mit 80 die vorletzte Windung der Wicklungslage, bestehend aus drei parallel gewickelten
Flachdrähten dargestellt, mit 81 die radial nach außen führende Ausleitung der Wicklungslage, mit
82 ein Ende des keilförmigen Schirmringes und mit
83 der Querschnitt des eigentlichen Schirmringes zur Lösung des Randproblems, der zwei Trägerstreifen
enthält.
F i g. 14 stellt einen Schnitt entlang der Linie 84, 85 in F i g. 15 dar, in der die senkrecht aus der Bildebene
austretend gedachte Wicklungsausleitung mit 81, mit 87 die auf diese Ausleitung zuführende Endwindung
und mit 80 die vorletzte Wicklungswindung bezeichnet ist. Zum Ausgleich der Windungssteigung
ist auf der letzten Windung ein keilförmiger, nach der Erfindung ausgeführter Schirmring vorgesehen,
der an seinem breiten Ende 89 im vorliegenden Fall etwa die l,2fache Höhe des Wicklungsleiters besitzt.
Dieser keilförmige Schirmring ist an diesem Wicklungsende mit einer Bandschlaufe 90 an der Wicklung
festgelegt. Die Kontur des Trägerkörpers ist dort mit 91 bezeichnet, mit 31 der Leitbelag, der an der
Stelle 93 durch eine mit Abrundung ausgeführte Aussparung im Schirmringträger mit Abrundung nach
innen eingezogen und durch eine Isolierverkleidung abgedeckt ist. Auf diese Weise ist das Problem der
Isolierung eines toten Endes gelöst. Das schmale Ende dieses Schirmringes ist mit 94 bezeichnet. Es
ist durch die Schlaufe 95 an der Wicklung gehaltert. Der normal ausgeführte Schirmring trägt die Bezeichnung
83, mit 97 ist der in F i g. 14 nicht näher bezeichnete, dort horizontal abgewinkelte Isolierflansch
beziffert.
In Fig. 16 ist nun die Anordnung nach Fig. 15 im Grundriß dargestellt.
Der einfacheren Darstellung halber ist sowohl in Fig. 16 als auch in Fig. 13 der in Wirklichkeit ein
Kreissegment darstellende Wicklungsausschnitt nicht als Kreisausschnitt, sondern gerade gezeichnet. Diese
Vereinfachung ist aber in diesem Zusammenhang ohne jede Bedeutung.
Einleitend wurde darauf hingewiesen, daß die Schirmringe 1 aus F i g. 1 im allgemeinen galvanisch
mit dem abzuschirmenden Wicklungsende verbunden sind. Grundsätzlich können auch die bisher behandelten,
gemäß der Erfindung ausgeführten Schirmringe sowohl galvanisch mit dem jeweiligen Wick-
lungsende als auch kapazitiv an die jeweils abzuschirmende Endlage gekoppelt werden. Dadurch wird die
in der Herstellung sehr aufwendige Schirmringausleitung und die Anlenkung selbst eingespart. Weiter
läßt sich durch entsprechende Wahl der Höhe der Schirmringe das Ankopplungsverhältnis zu der abzuschirmenden
Wicklung stets so einstellen, daß das kapazitiv sich einstellende Schirmringpotential sehr
nahe jenem der Endwindung des abzuschirmenden ίο Wicklungsabschnittes liegt, so daß die Isolation
zwischen Schirmring und dem abzuschirmenden Wicklungsende ohne Schwierigkeit so gewählt werden
kann, daß der relativ kleine Potentialunterschied mit großer Sicherheit beherrscht wird. Auf diese Weise
wird, wie sich zeigen läßt, die Steuerung der elektrischen Randfelder gegenüber der starren galvanischen
Anlenkung noch verbessert.
Die in den F i g. 14, 15 und 16 dargestellte Anwendung zweier Schirmringe kann man ebenfalls mit
so kapazitiver gegenseitiger Kopplung durchführen. Es ist dabei darauf hinzuweisen, daß in F i g. 15 nur das
rechte hohe Ende des keilförmigen Schirmringes mit seinem Leitbelag 31 dargestellt ist. Bei dem linken
schmalen Schirmringende ist angenommen, daß der Leitbelag schon an einer Stelle in ähnlicher Weise
wie an dem rechten Ende behandelt ist, an der der Schirmring noch eine größere Dicke besitzt.
Bei bestimmten Wicklungsaufbauten muß damit gerechnet werden, daß die Wicklungsausleitung nicht
senkrecht zur Wickelachse, sondern schräg dazu etwa so wie in Fig. 17 dargestellt ist, erfolgt. Mit 87 ist
dort das Ende der letzten Windung und mit 81 die schräg nach oben führende Wicklungsausleitung bezeichnet.
An dieser Ausleitungsstelle muß der Schirmring 83 eine Aussparung erhalten.
Es kann zweckmäßig sein, derartige Aussparungen, die unter Umständen nur einen sehr geschwächten
Schirmringquerschnitt zurücklassen, aus Metall auszuführen und dieses metallische Zwischenstück
auf beiden Seiten mit den nach der Erfindung ausgeführten Isolierstofftragkörpern des Schirmringes zu
verbinden. Selbstverständlich ist dieses metallische Zwischenstück galvanisch mit der leitenden Bandage
der Schirmringe zu verbinden.
Die Schirmringe 1 aus F i g. 1 haben im wesentlichen Rechteckprofile mit abgerundeten Kanten. Die erfindungsgemäßen Schirmringe können aber auch mit beliebigem Profil hergestellt werden, wobei sich das gewünschte Profil etwa durch entsprechende Bearbeitung eines Isolierstoffträgers oder durch die Kombination von verschieden geformten Isolierstoffträgern erzielen läßt.
Die Schirmringe 1 aus F i g. 1 haben im wesentlichen Rechteckprofile mit abgerundeten Kanten. Die erfindungsgemäßen Schirmringe können aber auch mit beliebigem Profil hergestellt werden, wobei sich das gewünschte Profil etwa durch entsprechende Bearbeitung eines Isolierstoffträgers oder durch die Kombination von verschieden geformten Isolierstoffträgern erzielen läßt.
In Fig. 18 ist ein solcher Isolierstoffträger dargestellt, wie er für Hochspannungs-Röhrenwicklungen
bis zu einer Nennspannung von etwa 110 kV häufig Verwendung findet. Es handelt sich um ein rechteckiges
Grundprofil, das an seiner Oberseite trapezförmig verjüngt und mit großen Abrundungsradien
ausgestattet ist. Der Haupttragkörper ist mit 28 bezeichnet, mit 107 ein oberer und mit 108 ein unterer
Abdeckstreifen.
Aus F i g. 19 ist zu ersehen, daß sowohl der Haupttragkörper 28 als auch der obere Abdeckstreifen 107
zweiseitige gegeneinander versetzte Einschnitte besitzen, die man zweckmäßigerweise zwischen Abdeckstreifen
und Haupttragkörper ebenfalls noch versetzt. Das gleiche gilt auch für den unteren Abdeckstreifen,
der in F i g. 19 nicht sichtbar ist.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines mit einer Isolierverkleidung versehenen druckfesten Schinnringes
mit einem Träger aus hartem Isoliermaterial und darüber aufgebrachtem Leitbelag für ölgefüllte Transformatoren, Meßwandler und
Drosselspulen, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffträger aus einem zunächst
geraden Stab bzw. Streifen oder mehreren geraden Stäben bzw. Streifen in an sich bekannter Weise
durch Einschnitte oder andere geeignete Maßnahmen zur Verformung eingerichtet wird, daß
darauf der Träger allseitig mit dem leitenden Belag und darüber bis auf kurze frei gelassene
Enden mit der Isolierverkleidung versehen wird und daß schließlich an der Schließstelle der Leitbelag
der beiden Enden des Isolierstoffträgers mittels einer vorbereiteten Schließhülse leitend
miteinander verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufbringen des Leitbelags
im Verlauf des Stabes eine oder mehrere axiale isolierte Unterbrechungsstellen (Isolierschloß)
eingefügt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffträger aus
mindestens zwei Isolierstoffstreifen gebildet wird, die an der Schließstelle mit gegenseitiger Überlappung
geschlossen werden.
4. Verfahrennach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich der
Windungssteigung der abzuschirmenden Wicklung der Schirmring keilförmig gestaltet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einem toten
Schirmringende eine auf den Träger aufgebrachte Leitbandage in eine mit abgerundeten Kanten
versehene Einschnürung des Trägers eingezogen und durch eine teilweise eingezogene Isolierverkleidung
abgedeckt wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Isolierstoffträgem
zur Verbesserung der mechanischen Widerstandsfähigkeit eine Bandlage aus Textil-
oder Kunststoffband oder aus aushärtbarem kunstharzgetränktem Glasfaserband aufgebracht
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 892166, 694 837,
380;
Deutsche Patentschriften Nr. 892166, 694 837,
380;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 830 076.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 708/154 12.67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL45216A DE1256313B (de) | 1963-06-27 | 1963-06-27 | Verfahren zur Herstellung eines Schirmringes fuer oelgefuellte Transformatoren, Messwandler und Drosselspulen |
| CH783964A CH430870A (de) | 1963-06-27 | 1964-06-16 | Verfahren zur Herstellung eines mit Isolierverkleidung versehenen elektrischen Schirmringes |
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