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DE1485399B - Nahanlage zur selbsttätigen Herstellung von parallel zueinander verlaufenden, nicht miteinander verbundenen Pikiernahten - Google Patents

Nahanlage zur selbsttätigen Herstellung von parallel zueinander verlaufenden, nicht miteinander verbundenen Pikiernahten

Info

Publication number
DE1485399B
DE1485399B DE1485399B DE 1485399 B DE1485399 B DE 1485399B DE 1485399 B DE1485399 B DE 1485399B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
machine
carriage
workpiece
seams
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfons Sommerschuh Lothar 8000 München Strobel
Original Assignee
J Strobel & Sohne Inh Alfons Strobel, 8000 München

Links

Description

Nähanlagen zur selbsttätigen Herstellung von parallel zueinander verlaufenden, nicht miteinander verbundenen Pikiernähten in einem auf einem gegenüber einer Pikiermaschine in gesteuerter Weise verfahrbaren Stoffauflagewagen angeordneten Werkstück sind bekannt.
Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung eine leichte Anpaßbarkeit der Steuereinrichtung an verschiedene Werkstückgrößen und -formen, wozu der Erfindung die technische Aufgabe zugrunde liegt, die Steuermittel derart anzuordnen, daß das Werkstück selbst als Steuerschablone wirkt. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ortsfest angebrachte und mit einer stromleitenden, vom Werkstück teilweise überdeckten Schiene des Stoff auflagewagens zusammenwirkende Tastschalter zur Auslösung der erforderlichen Schaltvorgänge durch das Werkstück.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
A b b. 1 eine Seitenansicht auf Hauptteile der automatischen Pikiermaschine, in diesem Beispiel einer Rollklappen-Pikiermaschine,
A b b. 2 einen Schnitt durch den Kopf der Maschine,
A b b. 3 in einer Teilansicht die Stichbildewerkzeuge der Maschine,
A b b. 4 in einem Teilschnitt eine Vorderansicht auf die Maschine,
A b b. 5 ebenfalls in einem Teilschnitt eine Vorderansicht auf die Maschine,
A b b. 6 in einer Seitenansicht hauptsächlich den Stoffbeugerantrieb der Maschine,
A b b. 7 den Freilauftransport für die schrittweise Seitenbewegung des Werkstückes,
Abb. 8 den Stoff beugerantrieb von vorn gesehen,
Abib. 9 in einer Vorderansicht, wie das Werkstück in der Maschine eingespannt ist und
A b b. 10 in einer Draufsicht die Maschine mit einer eingespannten Klappe.
In den Abbildungen ist mit 1 der Maschinenarm der Pikiermaschine bezeichnet, an welchem der Kopf 2 mit den wichtigsten Nähwerkzeugen befestigt ist.
Diese sind in erster Linie ein in üblicher Weise von einem Kurbelexzenter 3 angetriebener Stoffschieberhebel 4 mit dem Stoffschieber 5. Ferner ist mit 6 in diesen Abbildungen der Nadelhebel mit der Nadel 7 bezeichnet, der mittels eines Pleuels 8, einer oberen Nadelwelle 9, eines Doppelgelenkes 10 und einer unteren Nadelwelle 11 in eine Schwingbewegung versetzt wird.
12 ist ein Kreuzgelenk, welches in ebenfalls bekannter Weise mittels einer Greiferstange 13 den ίο Greifer 14 (A b b. 3) der Pikiermaschine antreibt.
In A b b. 3 ist noch die Stoffschieberauflage 15 (Stoffpresser) eingezeichnet, die den Stoff an die Stichplatte 16 bzw. beim Transport der Stofflagen an den Stoffschieber 5 federnd drückt.
In A b b. 1 bedeutet dann I den mit einer Nadelhochstellungseinrichtung ausgestatteten Nähmaschinenmotor, der mit einem Keilriemen 17 die Unterwelle 18 und mit einem Zahnriemen 19 die Oberwelle (Hauptwelle) 19' der Maschine antreibt (A b b. 1 und 4).
A b b. 1 und 4 zeigen auch einen Getriebekasten 20, in welchem von der Unterwelle 18 aus eine Schnecke 21, ein Schneckenrad 22 und ein Schraubenradpaar 23, 24 angetrieben werden, welche über eine el. magnetische Kupplung K 2 ein Zahnräderpaar 25, 26 bewegen, das außerhalb des Getriebekastens 20 angeordnet ist. Mittels des Zahnradpaares 25, 26 wird eine am Laufwagen 27 angebrachte Zahnstange 28 und damit der Laufwagen 27 selbst angetrieben.
Auf dem Laufwagen 27 sind zwei Stoff tragschienen 29 bzw. 29' angebracht, um welche die zu pikierenden Stofflagen der Klappe in gewölbter Form herumgelegt werden. Außer von der Unterwelle 18 der Maschine kann der Laufwagen 27 auch noch von dem Bremsmotor II über ein Zahnräderpaar 30, 31 und eine el. magnetische Kupplung Kl angetrieben werden (Abb. 1, 5). Auf die Stoff tragschiene 29' (Abb. 1,4,5,6) drücken die drei Tastschalter 5 8,5 9 und 510.
Der Laufwagen 27 ist auf Kugeln 32 (A b b. 4, 5) in einem festen Tisch 33 gelagert, der auf einem Gestell 34 (A bb.l) befestigt ist.
Mit 35 ist in den A b b. 3,4, 5 und 6 der sich zwisehen den Stofftragschienen 29 und 29' auf und ab bewegende Stoffbeuger bezeichnet, der durch einen Bremsmotor III (A b b. 6,8) entsprechend der elektrischen Steuerung bewegt wird.
In A b b. 6 ist der Stoffbeuger 35 mit seinen Antriebsteilen gezeichnet. Der Stoffbeuger 35 weist eine Verlängerung 35' auf und wird durch eine Feder 36 stets nach oben gedrückt.
Diese befindet sich in einer Hülse 37, die mit einem oberen Flansch 37' am Tisch 33 befestigt ist. Die Hülse 37 sitzt selbst wieder in einer Hülse 38, die am oberen Ende mit einem als Kegelrad ausgebildeten Flansch 38' und am unteren Ende mit einem Gewinde versehen ist.
In dieses Gewinde greift die Verlängerung 35' des Stoffbeugers 35 mit einem Gewindestück 35" ein. Der Stoffbeuger 35 kann dann mit einem weiteren Kegelrad 39 (A b b. 8), das mit dem Kegelrad 38' kämmt und mittels eines nicht gezeichneten Drehgriffes verdreht werden kann, höher oder tiefer gestellt werden. Damit sich der Stoffbeuger 35 nicht verdrehen kann, ragt er mit einem runden Fortsatz 35'" in ein Loch des Flansches 37'.
In Ab b. 6 ist noch ein Gelenk 40 ersichtlich, durch
welches der Stoffbeuger 35 mit einer Stange 41 verbunden ist, die am unteren Ende ein Kurbelauge 41' trägt.
Dieses Kurbelauge 41' ist auf einem Kurbelzapfen 42 gelagert, der in einer Kurbelscheibe 43 befestigt ist. Diese wiederum ist an einem Rundstück 44 angeschraubt, das mit einem Keil auf der Welle 45 des Bremsmotors III befestigt ist.
Das Kurbelauge 41' drückt auf zwei Rollen 46 und 46' (A b b. 6, 8), die in einem Winkelstück 47 gelagert sind, welches um einen Drehpunkt 47' drehbar ist und sich beispielsweise nach unten bewegt, wenn sich der Kurbelzapfen 42 um 180° nach unten bewegt, der Bremsmotor III also den Stoffbeuger 35 nach unten zieht.
Wenn das Winkelstück 47 nach unten gedrückt wird, wird auch ein Bowdenzug 48 nach unten gedrückt. Der Bowdenzug 48 gibt den Druck weiter auf den Hebel 49 (A b b. 7) eines Freilaufgetriebes, dessen Stern 50 die Welle 51 einer Transportwalze 52 (A b b. 9,10) um einstellbare Abstände verdreht.
In A b b. 9 und 10 ist ersichtlich, wie das Werkstück 53 zwischen den beiden Anpreßwalzen 54, 55 und der Transportwalze 52 eingespannt ist.
In A b b. 9 ist auch ein an dem schwenkbaren Halter 54' für die Walze 54 angebrachter Griff 56 eingezeichnet. Dieser Griff 56 wird gegen den Druck einer Feder 57 verschwenkt, wenn das Werkstück 53 eingebracht oder herausgenommen werden soll. Dieses Verschwenken der Anpreßwalze 54 kann auch durch ein Fußpedal (nicht gezeichnet) erfolgen.
Die zweite Anpreßwalze 55 wird durch eine Zugfeder 58 an die Transportwalze 52 gezogen (A b b. 10). Diese Anpreßwalze 55 kann durch Ziehen am Griff 59 (A b b. 10), so weit von der Transportwalze 52 weggezogen werden, daß das Werkstück 53 auch auf dieser Seite eingeführt bzw. herausgenommen werden kann. Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Steueranlage beschrieben.
Der auf Kugeln 32 gelagerte Laufwagen 27 steht in einem genügend großen Abstand von der Stichplatte 16 bzw. der Nadel 7.
Das Werkstück, d.h. die zu pikierende Klappe, wird auf dem Laufwagen 27 um die zwei, entsprechend den Abmessungen der Klappen genügend langen, schmalen, aufrecht stehenden Stofftragschienen 29, 29' herumgelegt.
Diese beiden Stofftragschienen 29,29' sind mit dem Laufwagen 27 fest verbunden und reichen auch in der Einlegestellung desselben ein Stück über die Stichplatte 16 hinaus.
In dieser Einlegestellung des Laufwagens 27 drückt knapp hinter der Nadel 7 der Tastschalter S 8 auf die Stofftragschiene 29' und steht mit ihr in stromleitender Verbindung.
Nach Einschalten eines Hauptschalters und eines Startschalters wird die bisher stromlose, mit dem erwähnten Tastschalter S 8 in Verbindung stehende Stofftragschiene 29' an eine Spannung von 42 Volt gelegt.
Über den Tastschalter 58 wird nun der Bremsmotor II eingeschaltet, welcher den Laufwagen 27 mit der eingespannten Klappe zur Stichplatte 16 bzw. Stichbildestelle bewegt. Ehe die Klappe die Stichbildestelle erreicht, werden durch den Bremsmotor III mit einer üblichen Lüfteinrichtung der Stoffbeuger 35 und die Stoffschieberauflage 15 gelüftet, d. h. nach unten gezogen. Hierzu ist eine Verlängerung 35"" des Stoffbeugers 35 mittels eines Hakens 15'mit der Stoffschieberauflage 15 verbunden (A b b. 3).
Die Welle des Bremsmotors III vollführt dabei nur eine Drehung um 180 Grad. Wenn dann durch den Antrieb des Bremsmotors II der Laufwagen 27 so weit vorgefahren ist, daß der Tastschalter S 8 auf den Stoff der über der Stofftragschiene 29' liegenden Klappe gelangt, wird der Stromfluß zwischen der Schiene 29' und dem Taster S 8 unterbrochen, der Bremsmotor II und dadurch auch der Laufwagen 27 werden stillgesetzt. Unmittelbar danach wird durch ein Relais der Bremsmotor II auf Rückwärtsfahren gestellt, und der Laufwagen 27 fährt zurück, bis der Tastschalter S 8 wieder auf die stromführende Stofftragschiene 29' aufläuft, den Stromkreis schließt und dadurch das Kommando »Halt« für den die Rückfahrt bewirkenden Bremsmotor II und den Laufwagen 27 gibt.
Dabei wird der Bremsmotor II derart stillgesetzt, daß der Laufwagen 27 mit der Klappe in eine Stellung unter der Nadel 7 kommt, in welcher das Nähen der ersten Naht beginnen soll.
In dieser Stellung wird der Bremsmotor III betätigt, seine Welle dreht sich wieder um 180 Grad, der Stoffbeuger 35 und die Stoffschieberauflage 15 gehen nach oben in die Nähstellung.
Wenn der Stoffbeuger 35 in der obersten Stellung ist, wird der Schalter S 7 betätigt (A b b. 6), der den Nähmaschinenmotor I in Gang setzt.
Dieser Nähmaschinenmotor I ist mit einer Nadelhochstellungseinrichtung ausgestattet und läuft mit einer Drehzahl von etwa 3000 U/min für das normale Nähen und einer niedrigen Drehzahl von etwa 300 U/min für das Langsamnähen und den Nadelhochstellungsvorgang.
Der Nähmaschinenmotor I treibt jetzt die Maschine mit der hohen Drehzahl an, so daß nun die erste Naht pikiert wird.
Dabei wird gleichzeitig von der Unterwelle der Pikiermaschine aus über das Schneckengetriebe 21, 22 die Zahnräder 23, 23, die el. magnetische Kupplung K2 und das mit dem Laufwagen 27 verbundene Zahnradgetriebe 25, 26 der Laufwagen 27 kontinuierlich angetrieben und in Nährichtung bewegt.
Der Tastschalter S 8 läuft dabei auf dem Stoff der Klappe.
Die Maschine näht jetzt mit der hohen Drehzahl so lange, bis der vor der Nadel 7 in entsprechender Entfernung angebrachte Tastschalter S 9 vom Stoff abläuft und mit der stromführenden Stofftragschiene 29' in Berührung kommt. Dadurch wird der Nähmaschinenmotor I auf die Drehzahl von 300 U/min umgestellt.
Die Pikiermaschine läuft mit dieser niedrigen Drehzahl weiter, entsprechend ebenso der Laufwagen 27. Die Pikiermaschine und der Laufwagen 27 laufen so lange weiter, bis der Fühltaster S10, der sich zwischen dem Fühltaster 5 8 und dem Fühltaster S 9 befindet, vom Stoff der Klappe abläuft und mit der stromführenden Stoff tragschiene 29' Kontakt bekommt. In diesem Augenblick wird durch die Steuerung für den Nähmaschinenmotor I und damit auch für die Pikiermaschine und den Laufwagen 27 das Kommando »Stillstand« gegeben.
Gleichzeitig wird noch die Nadel 7 der Maschine durch den Nähmaschinenmotor I mittels der Nadelhochstellungseinrichtung aus dem Stoff heraus in ihre obere Stellung bewegt.
Die erste Naht ist nun beendet, und durch die Steuerung wird nach beendeter Nadelhochstellung die Kupplung K 2 abgeschaltet und der Bremsmotor III betätigt, wodurch Stoffbeuger 35 und die Stoffschieberauflage 15 nach unten gezogen werden. Gleichzeitig wird die Transportwalze 52 um einen Nahtabstand gedreht. Hernach werden durch die Steuerung der Bremsmotor II und die Kupplung Kl für den Rücklauf eingeschaltet und durch den Bremsmotor II der Laufwagen 27 nach rückwärts bewegt, bis der Fühltaster58 vom Stoff abläuft, mit der stromführenden Tragschiene 29' wieder Kontakt gibt, worauf der Bremsmotor II und die Kupplung Kl abgeschaltet werden und der Brems-Lüftmotor III den Stoffbeuger 35 mit der Stoffschieberauflage 15 hochdrückt.
Dies ist die Stellung der Klappe für den Anfang der Naht 2.
Nun wird durch die Steuerung der Nähmaschinenmotor I und die Kupplung K 2 wieder eingeschaltet, das Nähen beginnt, der Laufwagen 27 wird nach vorwärts bewegt, und so wiederholen sich alle Vorgänge, bis die Klappe fertiggestellt ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Nähanlage zur selbsttätigen Herstellung von parallel zueinander verlaufenden, nicht miteinander verbundenen Pikiernähten in einem auf einem gegenüber einer Pikiermaschine in gesteuerter Weise verfahrbaren Stoffauflagewagen angeordneten Werkstück, gekennzeichnet durch ortsfest angebrachte und mit einer stromleitenden, vom Werkstück teilweise überdeckten Schiene (29') des Stoffauflagewagens (27) zusammenwirkende Tastschalter (5 8, 59, 510) zur Auslösung der erforderlichen Schaltvorgänge durch das Werkstück.

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