DE1484360B - Vorrichtung zur Abgrenzung von mit Öl verseuchten Wasserflächen - Google Patents
Vorrichtung zur Abgrenzung von mit Öl verseuchten WasserflächenInfo
- Publication number
- DE1484360B DE1484360B DE1484360B DE 1484360 B DE1484360 B DE 1484360B DE 1484360 B DE1484360 B DE 1484360B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- barrier wall
- floating
- oil
- tape
- buoyant
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Description
Zur Abgrenzung und Eindämmung von mit Öl verseuchten Wasserflächen sind sogenannte Schwimmzäune
bekannt, welche beispielsweise aus Brettern, Schlauchkonstruktionen aus Plastik oder nach Art
eines Faltvorhanges aus zusammenfaltbaren Einheiten bestehen. Hierbei ist es bekannt, den
Schwimmzaun als biegsame, schwimmstabile Sperrwand auszubilden.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine leicht zu transportierende, schnell zu handhabende
und einfach ausgebildete Vorrichtung dieser Art zu schaffen, welche sich bequem und mit geringer
Raumbeanspruchung auf Schiffen unterbringen läßt und schnell ausgefahren und eingezogen werden
kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von der bekannten Vorrichtung aus, welche aus
einer biegsamen Sperrwand besteht, welche durch Schwimmkörper schwimmstabil ausgebildet ist, und
besteht zur Lösung der ihr zugrundeliegenden Aufgabe darin, daß zur Gewährleistung der Schwimmstabilität
der Sperrwand diese wenigstens in einem Teil ihrer Breite aus selbst schwimmfähigen Stoffen
hergestellt und insgesamt als auf eine Haspel beliebiger Art aufwickelbares flaches Band ausgebildet ist.
Vorteilhaft können bei der Vorrichtung nach der Erfindung an dem Saum der schwimmfähigen Seite
des Bandes Mittel zur lösbaren Befestigung von zusätzlichen Schwimmkörpern angeordnet sein.
Zweckmäßig können weiterhin an den Stirnseiten des Bandes Mittel zum Verbinden einzelner Bänder
miteinander vorgesehen sein.
Es sind auch Ausführungsformen der Erfindung . unter Zwischenschaltung von mit Schwerstoffen bemöglich,
bei denen die einzelnen Bandabschnitte lasteten Schwimmkörpern miteinander verbindbar
sind.
Ein Schwimmzaun nach der Erfindung kann einfach und schnell ausgelegt werden und ist wesentlich
wirtschaftlicher als alle bekannten Vorrichtungen dieser Art. Wie der Fischer mit einem Netz, welches
oben mit schwimmfähigen Körpern und unten mit
ίο kleinen Bleikügelchen belastet ist, sein Fangrevier
umkreist, wird mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Ölstelle eingekreist. Das Band soll etwa
5 cm über die Wasserfläche herausragen. Im übrigen ist die Schwimmfähigkeit der Sperre auch bei deren
Beschädigung gewährleistet, was bei aufblähbaren Schläuchen nicht immer der Fall ist.
Um sowohl den Transport als auch das Auslegen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu erleichtern,
kann das Band wie ein Seil, Kabel od. dgl. aufgehaspelt werden. In diesem Falle kann der Haspelträger auf einem Boot angeordnet sein. Das Band
kann von der Haspel direkt zu Wasser gelassen werden, also in einer ähnlichen Art, wie man ein Unterwasserkabel
von einem Schiff aus verlegt. In umgekehrter Reihenfolge kann das Band dann selbstverständlich
auch wieder aufgenommen, also aufgehaspelt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, daß
das Band in gewissen Längen, beispielsweise in 10 bis 15 m Länge, unterteilt ist. In diesem Falle werden
die Bänder, gegebenenfalls ohne die erwähnten zusätzlichen Schwimmkörper, miteinander verbunden,
also beispielsweise in der zuvor beschriebenen Weise ineinandergehakt. Beim Auslegen der Bänder kann
dann die Verbindung zwischen den einzelnen Bändern wieder, wie erwähnt, durch Zwischenschalten
der zusätzlichen Schwimmkörper erfolgen. Die zusätzlichen Schwimmkörper sind besonders vorteilhaft,
um ein Verwinden der Sperrwand um ihre Längsachse zu verhindern.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und nachstehend erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine Ausführungsform der Vorrichtung ajs
Ganzes in perspektivischer Darstellung mit am Stoß der Bänder angeordneten zusätzlichen Schwimmkörpern,
F i g. 2 einen einzelnen Schwimmkörper,
F i g. 3 einen Schwimmkörper mit Befestigungsmitteln,
F i g. 3 einen Schwimmkörper mit Befestigungsmitteln,
F i g. 4 eine Draufsicht auf einen Schwimmkörper mit Befestigungsmitteln.
In den Figuren ist die erfindungsgemäß ausgebildete Sperrwand mit 1 und die zusätzlichen
Schwimmkörper sind mit 2 bezeichnet. Bei diesem
Ausführungsbeispiel sind die zusätzlichen Schwimmkörper in einem gewissen Abstand zueinander in
senkrechter Lage angeordnet. Beispielsweise können die Schwimmkörper mit einem sehr geringen Abstand
voneinander auch am oberen Rand der Plastikhaut angeordnet sein und so weit über die Oberfläche
hinausragen, wie das erforderlich ist, also in der Regel etwa 5 cm, wohingegen am unteren Rand der
Sperrwand die erwähnten Schwerstoffe angeordnet sein können, welche in Fig. 1 nicht zu sehen sind,
oder es kann die Sperrwand in diesem Bereich unten auch aus Schwerstoffen bestehen. Wenn die Sperrwand
auf ihrer gesamten Breite aus schwimmfähigen Stoffen besteht, sind am unteren Saum ballastierende
Mittel anzuordnen. Die Sperrwand ist so zu Wasser zu bringen, daß der aus schwimmfähigen Stoffen bestehende
Teil nach oben weist.
F i g. 2 veranschaulicht einen einzelnen Schwimmkörper 2 mit zwei daran befestigten Sperrwänden 1,
die teilweise am Umfang des Schwimmkörpers wie bei 6 anliegen und mit ihm in nicht dargestellter
Weise verbunden sind. Die Unterseite des Schwimmkörpers 2 ist mit Schwerstoffen 5 belastet, damit der
Schwimmkörper stets die vertikale Lage beibehält und die Sperrwand 1 unter die nicht dargestellte
Wasseroberfläche reicht.
F i g. 3 veranschaulicht einen Schwimmkörper nach F i g. 2, wobei eine besondere Befestigungsart gezeigt
ist. Am Schwimmkörper sind Ösen 3 und an der Sperrwand Haken 4 angeordnet, so daß eine sehr
schnelle Verbindung zwischen den Schwimmkörpern und den Sperrwänden hergestellt werden kann. In
diesem Ausführungsbeispiel hat der zusätzliche Schwimmkörper eine runde Form, jedoch kann auch
eine mehrkantige Form gewählt werden, und die Schwerstoffe 5 können als Eisenblech ausgebildet
sein.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 3 mit den Ösen3 und den Haken4 an
den Sperrwänden.
Die Sperrwand kann beliebig lang sein, am zweckmäßigsten 10 bis 15 m lang, so daß beliebig viele
Bandlängen die Ölfläche umgrenzen. Die Verbindung zwischen den einzelnen Bändern erfolgt dann durch
die Schwimmkörper, welche als gleich dimensionierte runde oder kantige Holzkörper ausgebildet sein
können.
Zur Umgrenzung einer Ölfläche wird eine Bandlänge nach der anderen um die verseuchte Fläche
gezogen, und man hat es in der Hand, später nach dem mit einem Ölbinder erfolgten Abstreuen der verseuchten
Fläche durch Abbau einer Bandlänge nach der anderen die Ölfläche wieder einzuengen.
Die Sperrwand kann auf Haspeln aufgewickelt und im Gefahrenfalle rasch wieder von diesen abgewickelt
werden.
Besonders darf hervorgehoben werden, daß die zusätzlichen Schwimmer in erster Linie zur Verbindung
von einzelnen Sperrwandabschnitten dienen und sie nicht erforderlich sind, um die Schwimmstabilität
der Sperre zu gewährleisten. Die Stabilität beruht allein auf dem Aufbau der Sperrwand aus
selbst schwimmfähigen Stoffen in Verbindung mit entsprechender Querschnittsform und gegebenenfalls
vorzusehenden Beschwerungen, was dann erforderlich ist, wenn die Sperrwand über ihre ganze Breite
hin aus biegsamen Schwimmstoffen besteht. Erwähnt sei noch, daß sich die Sperrwand bei bewegter
Wasseroberfläche gegenüber sogenannten ölschleiigeln
mit durchgehenden, prall aufgepumpten Schwimmkörpern besser der Wasseroberfläche angleicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Abgrenzung von mit Öl verseuchten Wasserflächen, bestehend aus einer
biegsamen Sperrwand, welche schwimmstabil ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Gewährleistung der Schwimmstabilität der Sperrwand diese wenigstens in einem Teil
ihrer Breite aus selbst schwimmfähigen Stoffen hergestellt und insgesamt als auf eine Haspel beliebiger
Art aufwickelbares flaches Band ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Saum der schwimmfähigen
Seite des Bandes Mittel zur lösbaren Befestigung von zusätzlichen Schwimmkörpern angeordnet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Stirnseiten des Bandes Mittel zum Verbinden einzelner Bänder miteinander
vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bandabschnitte
unter Zwischenschaltung von mit Schwerstoffen belasteten Schwimmkörpern miteinander verbindbar
sind.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3333634A1 (de) | Synthetisches seegras zur verwendung bei der verhinderung von kuestenauswaschungen | |
| DE3113225C2 (de) | Verfahren und Ablegetrosse zum Ablegen einer Rohrleitung auf dem Meeresboden | |
| DE1775241B2 (de) | Vorrichtung zur fuehrung einer flexiblen fortlaufenden leitung waehrend ihrer verlegung | |
| DE1484360C (de) | Vorrichtung zur Abgrenzung von mit Ol verseuchten Wasser flachen | |
| DE1262810B (de) | Vorrichtung zum Einholen von Ringwadennetzen, insbesondere fuer den Thunfischfang | |
| DE1484360B (de) | Vorrichtung zur Abgrenzung von mit Öl verseuchten Wasserflächen | |
| DE69000831T2 (de) | Schwimmende grenzschicht. | |
| DE20309206U1 (de) | Befüllbare Hochwassersperre | |
| DE2539482B2 (de) | Schwimmfähige Sperre | |
| DE2226725A1 (de) | Schwimmende Sperren | |
| DE10226618B4 (de) | Barrieren- oder Sperrvorrichtung | |
| EP0151150A1 (de) | Gleichmässige zugkraftverteilung | |
| DE2627738C3 (de) | Abdeckvorrichtung für ein Becken, insbesondere ein Schwimmbecken | |
| DE2340835A1 (de) | Oelsperre | |
| DE3543253A1 (de) | Steuereinrichtung fuer ein geschlepptes unterwasserobjekt | |
| DE618535C (de) | Unterwasserminensperre mit selbsttaetig sich ausbreitenden Teilsperren | |
| DE2226741A1 (de) | Schwimmender Sperrdamm, insbesondere zum Einschließen und Einfangen von 01lachen u. dgl. in Gewässern | |
| DE4410154C1 (de) | Klappboot, insbesondere aufslipbares Beiboot für Yachten, sowie Slip- und Haltevorrichtung und Verfahren zum Aufslippen für das Klappboot | |
| DE2945625A1 (de) | Verfahren zum schleppen grosser schwimmender massen, insbesondere auf see | |
| DE1484360A1 (de) | Vorrichtung zur Abgrenzung von mit OEl verseuchten Wasserflaechen | |
| DE1759088A1 (de) | Vorrichtung zur Abgrenzung von mit OEl verseuchten Wasserflaechen | |
| DE1920401C3 (de) | Künstliches Seegras | |
| DE19622237C2 (de) | Fanggerät für Köder | |
| DE2107778B2 (de) | Flüssigkeitsflachbecken aus biegsamer Folie und schwimmfähiger Beckenrandwulst | |
| DE2221948A1 (de) | Oelsperre |