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DE1479534C - Verfahren zum Überziehen von porösen, aus gebundenen Mineralfasern bestehenden Schallschluckplatten mit einem schwingungs fähigen Kunststoffilm - Google Patents

Verfahren zum Überziehen von porösen, aus gebundenen Mineralfasern bestehenden Schallschluckplatten mit einem schwingungs fähigen Kunststoffilm

Info

Publication number
DE1479534C
DE1479534C DE1479534C DE 1479534 C DE1479534 C DE 1479534C DE 1479534 C DE1479534 C DE 1479534C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
panels
side edges
plastic film
plates
film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Granville Ohio Feld Jack T (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Owens Corning
Original Assignee
Owens Corning Fiberglas Corp
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft Verfahren zum Überziehen die Plattenunterseite Unterdruck angelegt wird, der
von porösen, aus gebundenen Mineralfasern be- den über die Platten gelegten Kunststoffilm faltenlos
stehenden Schallschluckplatten mit einem schwin- auf die Oberfläche und um die Seitenkanten der
gungsfähigen Kunststoffilm, der über die Oberfläche, Platten saugt, und daß hierbei der Kunststoffilm
die Seitenkanten und die Ecken der Platten gespannt 5 wenig über dem Erweichungspunkt erwärmt wird,
ist und an den Seitenkanten unter Einwirkung von so daß er sich der Gestalt der Faseroberfläche der
Druck und Wärme verklebt wird. Platten anpaßt, sich aber nicht mit dieser verbindet.
Mit einem Film überzogene Platten aus ge- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die bundenen Mineralfasern sind insbesondere in Form natürliche Steifigkeit des Kunststoffilms, beispielsvon porösen Schallschluckplatten, die an der dem io weise eines Polyvinylchloridfilms, so wenig als mög-Raum zugekehrten Fläche mit einem Film bedeckt Hch durch die Anwendung von Wärme bei versind, bekannt. Dieser Film bildet eine schwingungs- gleichsweise niedriger Temperatur beeinträchtigt, fähige Membran und liegt dicht über der Oberfläche Diese Temperatur liegt bei Polyvinylchlorid unterhalb der porösen Platten, welche die Geräuschdämpfung des Bereichs, in dem der Film klebrig wird, etwa bei durch Absorption der Schallwellen mit Hilfe ihrer 15 etwa 125 bis 205° C. Der Film wird so weit erweicht, vielen kleinen, miteinander in Verbindung stehenden daß er sich um die Kanten der Platten unter dem Luftzellen bewirkt, die außerdem eine vielfach er- Einfluß des angelegten Unterdrucks streckt. Außerwünschte Wärmeisolationswirkung herbeiführen. Ist dem wird er auf die Flächen der Platten aufgesaugt, die Platte mit einem Film überzogen, so muß der Da der Kunststoffilm nicht so weit erwärmt ist, daß Film in der Lage sein, selbst zu vibrieren und die 20 er klebrig wird, haftet er auch nicht endgültig auf der Schallwellen derart in das Innere der Platte zu über- Plattenoberfläche, sondern liegt im Endzustand tragen. Deshalb werden bei solchen schallschlucken- dicht an.
den Platten die Filme nur an den Kanten der Platte Dabei läßt sich erreichen, daß der Film ein ge-
mit Hilfe eines Klebstoffs befestigt. tupfeltes Muster annimmt, da er sich selbst teilweise
Die Herstellung solcher Platten erfolgt bisher weit- 25 auf die Fasern in den nach außen weisenden Obergehend von Hand, weil es nach obigem erforderlich flächen der Platten formt. Dies ergibt ein vom ist, den Film über die Kanten der Platte nach unten Verkaufsstandpunkt interessantes und wertvolles zu ziehen, nachdem diese mit einem Klebstoff ver- Muster.
sehen sind und dann den Film über die Plattenober- Das' Erwärmen des Films auf eine Temperatur
fläche zu spannen und gleichzeitig an den Kanten zu 30 zwischen 37 und 66° C aktiviert zusammen mit dem
verkleben. Diese Handarbeit ist aufwendig und ver- Rest des Lösungsmittels im Klebstoff diesen, so daß
teuert deshalb die Platten ganz erheblich. Sie ist oft der Film an den Kanten der Platten festgeklebt wird,
nicht zuverlässig, weil häufig der Film nicht ord- , Die beschriebene Ausbildung eines Musters in
nungsgemäß befestigt wird und außerdem erfordert Gestalt einer Tüpfelung im Film läßt sich auch ver-
sie verhältnismäßig dicke Filme, die sich in einem 35 hindern, so daß im Ergebnis eine natürliche, glatte
von Hand durchzuführenden Verarbeitungsverfahren Oberfläche des Kunststoffilms auf der Oberfläche der
noch handhaben lassen. Platte erhalten wird. Dies erfolgt zweckmäßig
Für die Herstellung von nicht porösen, mit einem dadurch, daß nur die an den Seitenkanten der Platte
Kunststoffilm überzogenen Gegenständen ist es zu befestigenden Teile des Kunststoffilms mit Hilfe
bereits bekannt, den Film um die Kanten eines 40 von Wärme erweicht werden, so daß die Ober-
solchen Körpers mit Hilfe einer Unterdruck auf- flächengestaltung des Kunststoffilms in dem sich auf
bringenden Maschine zu ziehen. Mit einer nach die Oberfläche der Platte legenden Teil erhalten
einem solchen Verfahren arbeitenden Maschine bleibt.
könnte jedoch die bisher bei der Herstellung von mit Der Neigung des Films, wenn er erweicht ist, auf
einem Film überzogenen Platten aus porösen Kör- 45 den Oberflächen der Platten zu haften, kann ferner
pern erforderliche Handarbeit nicht beseitigt werden, dadurch entgegengewirkt werden, daß nachdem der
vielmehr müßten die Platten einzeln in eine solche Film durch Luftunterdruck unter der porösen Platte
Maschine eingesetzt und aus dieser wieder entfernt über die Oberfläche und die Kanten der Platte nach
werden. unten gezogen ist, Druckluft unterhalb der porösen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bis- 50 Platte aufgebracht wird, so daß die Luft durch die
her von Hand durchgeführte Verfahren zum Über- Platte nach oben steigt und sich gegen den Film
ziehen einer porösen, aus gebundenen Mineralfasern drückt und dadurch jede Neigung des erwärmten
bestehenden Schallschluckplatte mit einem schwin- Films, auf der Oberfläche der Platte zu haften,
gungsfähigen Kunststoffilm, der über die Oberfläche, entgegenwirkt.
die Seitenkanten und die Ecken der Platte gespannt 55 Es kann ferner zweckmäßig sein, wie dies bereits ist und an den Kanten unter Einwirkung von Druck angedeutet wurde, die zur beschriebenen Erwärmung und Wärme verklebt ist, so auszugestalten, daß es vor des Kunststoffilms erforderliche Wärme auch zum allem in der Massenfabrikation mit einfachen Mitteln Kleben selbst zu benutzen. Das erfolgt zweckmäßig und geringem Aufwand, also maschinell durchführ- dadurch, daß zuerst ein wärmeempfindliches Klebebar ist und es ermöglicht, bei jeder der nach ihm 60 mittel aufgebracht wird und von dem Kunststoffilm behandelten Schallschluckplatten den Kunststoffilm das Klebemittel erweicht wird, sobald der Film nach faltenlos und glatt über die Kanten und Ecken der unten in Berührung mit dem Klebemittel gezogen Platten zu legen und ihn an den Kanten zuverlässig wird. Das kann dann dadurch erreicht werden, daß zu verkleben. das Klebemittel ein flüchtiges Lösungsmittel enthält Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß 65 und zuerst einer vorläufigen Wärmebehandlung zur auf die Seilenkanten der Platten ein luftdurchlässiger wenigstens teilweisen Verflüchtigung des Klebemittels Klebstoffüberzug aufgebracht wird, die Platten auf unterzogen wird,
einen flachen Träger aufgelegt werden und dann an Als Material für die Kunststoffilme kann man
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neben plastifiziertem Polyvinylchlorid auch Polyäthylen, Polyvinylidenchlorid, Polyamid, Polycarbonat und Polyvinylfluorid verwenden.
Zweckmäßig werden mehrere, im Abstand nebeneinander angeordnete Platten gemeinsam mit einem einzigen Kunststoffilm überzogen. Der Kunststoffilm wird an den Kanten jeder Platte verklebt und die überzogenen Platten werden anschließend durch Zerschneiden des Kunststoffilms getrennt. Dadurch ist es möglich, unter Vermeidung jeder Handarbeit, einen sehr hohen Ausstoß an mit einem Film überzogenen Platten zu erzielen. Es kann auch vorteilhaft eine Reihe von Platten taktweise vorgerückt, ein luftdurchlässiger Überzug aus Klebemittel auf die parallel zur Bewegungsrichtung liegenden Seitenkanten der Platten aufgebracht, das Lösungsmittel auf diesen Seitenkanten teilweise durch Erwärmen verdampft, und es können die Platten einzeln um 90° zu ihrer Laufrichtung verdreht werden, dann ein luftdurchlässiger Überzug aus Klebemittel auf die verbleibenden Seitenkanten der Platten aufgebracht, das Lösungsmittel auf diesen Seitenkanten teilweise durch Erwärmen verdampft, ein Film aus thermoplastischem Kunststoff über die Plattengruppe gelegt und der Film über die Oberfläche der Platten und gegen die Seitenkanten der Platten gesaugt werden.
Hinsichtlich der zu verwendenden Klebemittel gibt es eine große Zahl von hierfür geeigneten Stoffen. Viele dieser Klebemittel sind in versprühbarer, flüssiger Form und in solcher Form erhältlich, daß sie ohne oder mit nur geringer Aufbringung von Wärme rasch haften.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Überziehen von porösen, aus gebundenen Mineralfasern bestehenden Schallschluckplatten mit einem schwingungsfähigen Kunststoffilm, der über die Oberfläche, die Seitenkanten und die Ecken der Platten gespannt ist und an den Seitenkanten unter Einwirkung von Druck und Wärme verklebt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Seitenkanten der Platten ein luftdurchlässiger Klebstoffüberzug aufgebracht wird, die Platten auf einen flachen Träger aufgelegt werden und dann an die Plattenunterseite Unterdruck angelegt wird, der den über die Platten gelegten Kunststoffilm faltenlos auf die Oberfläche und um die Seitenkanten der Platten saugt, und daß hierbei der Kunststoffilm wenig über dem Erweichungspunkt erwärmt wird, so daß er sich der Gestalt der Faseroberfläche der Platten anpaßt, sich mit dieser aber nicht verbindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die an den Seitenkanten der Platten zu befestigenden Bereiche des Kunststoffilms durch Anwendung von Wärme erweicht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verkleben des Kunststoffilms an den Seitenkanten der Platten Druckluft unter die Platten geblasen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Seitenkanten zuerst ein wärmeempfindliches Klebemittel aufgebracht wird und das Klebemittel von dem Kunststoffilm erweicht wird, sobald der Film nach unten in Berührung mit dem Klebemittel gezogen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebemittel ein flüchtiges Lösungsmittel enthält und zuerst einer vorläufigen Wärmebehandlung zur wenigstens teilweisen Verflüchtigung des Lösungsmittels unterzogen wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, in Abstand nebeneinander angeordnete Platten gemeinsam mit einem einzigen Kunststoffilm überzogen werden, daß dieser Kunststoffilm an den Kanten jeder Platte verklebt wird und daß die überzogenen Platten anschließend durch Zerschneiden des Kunststofffilms getrennt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von Platten taktweise vorgerückt, der luftdurchlässige Klebstoffüberzug auf die parallel zur Bewegungsrichtung liegenden Seitenkanten der Platten aufgebracht, das Lösungsmittel auf diesen Seitenkanten teilweise durch Erwärmen verdampft wird, die Platten einzeln um 90° zu ihrer Laufrichtung verdreht werden, ein luftdurchlässiger Überzug aus Klebemittel auf die verbleibenden Seitenkanten der Platte aufgebracht, das Lösungsmittel auf diesen Seitenkanten teilweise durch Erwärmen verdampft, ein Film aus thermoplastischem Kunststoff über die in einer Ebene liegende Plattenreihe gelegt und der Film über die Oberflächen der Platten und gegen die Seitenkanten der Platten gesaugt wird.

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