DE1479575C - Verfahren und Vorrichtung zum Durchtrennen von Materialien - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Durchtrennen von MaterialienInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor- stufe aufweist, sowohl die bei der Durchtrennung mit
richtung zum Durchtrennen von thermoplastische und impulsbeheiztem Trennwerkzeug auftretenden Braunnichtthermoplastische Bestandteile aufweisenden Ma- färbungen als auch die beim Trennen mit dauerbe-•terialien
mit Hilfe eines durch eine Stromzuführung heiztem Trennwerkzeug infolge der am Trennwerkelektrisch
beheizten Trennwerkzeuges. 5 zeug haftenden Materialrückstände auftretenden Ver-
Zur thermischen Durchtrennung derartiger Mate- schmutzungen vollkommen vermieden, da diese Rückrialien
sind dauerbeheizte Trennwerkzeuge bekannt, stände, sobald das Trennwerkzeug außer Berührung
deren Arbeitstemperatur mittels eines thermischen mit dem Trenngut istj infolge der oberhalb des ZerSchalters
und Temperaturreglers den zu trennenden Setzungspunktes des Trenngutes liegenden Tempera-Materialien
angepaßt werden kann. Hierdurch wird io turstufe des Trennwerkzeuges rückstandslos verbrannt
zwar ein. Verbrennen des Trenngutes während des bzw. verdampft werden.
Trennvorganges verhindert, jedoch können am Trenn- Eine wärmegünstige Durchführung des Verfahrens
werkzeug nach Beendigung eines jeden Trennvorgan- ergibt sich dadurch, daß die untere Temperaturstufe
ges verbrannte Materialrückstände haften, die beim durch direkte Beheizung des Trennwerkzeuges erfolgt
Durchtrennen eines nachfolgenden Werkstückes an 15 und die obere Temperaturstufe durch einen Stromdiesem
Schmutzstellen hinterlassen. Diesen Nachteil impuls erhalten wird und daß zur Abkühlung und
hat man seither dadurch zu beseitigen versucht, daß Rückführung des Trennwerkzeuges auf die untere
das Trennwerkzeug nach jedem Trennvorgang me- Temperaturstufe die Stromzuführung gegebenenfalls
chanisch, beispielsweise mit einer Bürste,, gesäubert kurzzeitig abgeschaltet wird.
wurde. Hierdurch wurden zwar die Schmutzstellen am 20 Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Ver-
zu trennenden Material weitestgehend vermieden, je- fahrens mit einem durch eine Stromzuführung elek-
doch erforderte dies einen zusätzlichen Arbeitsvor- trisch beheizten, als elektrischer Widerstand ausgebil-
gang, der die Arbeitsgeschwindigkeit einer derart aus- deten Trennwerkzeug ist dieses als Schneidwerk-
gerüsteten Trennnvorrichtung wesentlich herabmin- zeug ausgebildet und an federnden Haltearmen ange-
derte. ■ 35 ordnet. Hierdurch bietet sich die Möglichkeit, beim
Zum Durchtrennen von thermoplastische und nicht- Durchtrennen von mehrlagigem Trenngut den Trennthermoplastische
Bestandteile aufweisenden Materia- Vorgang als kombinierten Schweiß-Schneidvorgang
lien ist es ferner bekannt, impulsbeheizte Trennwerk- auszuführen, wobei die durch Wärmeeinwirkung aufzeuge
zu verwenden. Hierbei werden infolge der ver- tretenden Verformungen der Schneidkante des Trenngleichsweise
hohen Temperatur des Trennwerkzeu- 30 Werkzeuges von den federnden Haltearmen aufgeges
während des Stromstoßes die an ihm haftenden nommen werden. Das Schneidwerkzeug ist dabei vorMaterial
rückstände vollkommen verbrannt. Infolge teilhafterweise mit einer t- bzw. keilförmig gestalteten
der hohen Impulstemperatur, die wesentlich über dem ' Schneidkante versehen. .
Schmelzpunkt des Trenngutes liegen muß, können -■ Die Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausfühdurch die hohe Wärmeeinwirkung während des Trenn- 35 rungsform an Hand der Zeichnungen näher beschrievorganges an den Berührungsflächen des Trennwerk- ben. Es zeigt
Schmelzpunkt des Trenngutes liegen muß, können -■ Die Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausfühdurch die hohe Wärmeeinwirkung während des Trenn- 35 rungsform an Hand der Zeichnungen näher beschrievorganges an den Berührungsflächen des Trennwerk- ben. Es zeigt
zeuges mit dem Trenngut an diesem molekulare Ver- F i g. 1 einen elektrischen Schaltplan zur Durchänderungen
auftreten, die eine Braunfärbung des führung des Verfahrens,
Trenngutes und somit eine hohe Ausschußquote ver- F i g. 2 und 3 ein als Schneidwerkzeug ausgebilde-
ursachen. 40 tes Trennwerkzeug in zwei verschiedenen Ausfüh-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein rungsformen,
Verfahren zum Durchtrennen von thermoplastische Fig. 4 einen Schnitt'nach Linie IV-IV der Fig. 2.
und nichtthermoplastische, beispielsweise textile Be- In F i g. 1 ist ein elektrischer Schaltplan zur Durchstandteile
aufweisenden Materialien zu schaffen, bei führung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargedem
sowohl die unerwünschten Braunfärbungen als 45 stellt. Danach ist mit den Anschlüssen 1, 2 eines
auch die durch unverbrannte, am Trennelement haf- Wechselstromnetzes die Primärseite eines Transfortende
Rückstände hervorgerufenen Verschmutzungen mators 3 verbunden, wobei die vom Anschluß 2 zum
des Trenngutes vermieden bleiben. Transformator 3 führende Leitung 4 über einen Kon-Eineweitere
Aufgabe besteht darin, ein Verfahren takt S eines Relais 6 geführt ist. Die Sekundärseite
zum Durchtrennen von textile Bestandteile aufwei- 50 des Transformators 3, deren Windungszahl kleiner
senden thermoplastischen Materialien zu schaffen, ,# als diejenige der Primärseite ist, ist unter Zwischenbei
dem die Arbeitstemperatur des Trennwerkzeuges schaltung eines Regelwiderstandes 9 mit einem als
unterhalb des Beginns der Braunfärbung des Trenn- elektrischer Widerstand ausgebildeten Trehnwerkgutes
liegt, am Trennwerkzeug haftende Rückstände zeug 10 verbunden. Die Primärseite des Transformaaber
dennoch thermisch beseitigt werden. 55 tors 3 weist ferner eine Anzapfung 11 auf, welche
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch ge- über einen Kontakt 7 des Relais 6 und ein Zeitrelais
löst, daß das Trennwerkzeug während eines Arbeits- 12 mit der Leitung 4 und somit dem Anschluß 2 des
taktes nacheinander auf zwei Temperaturstufen ge- Wechselstromnetzes verbunden ist. Von einem Verbracht
wird, derart, daß es während seiner Berührung zweigungspunkt 13 der Leitung 4 führt' eine Leitung
mit dem Trenngut eine über dem Erweichungsbereich 60 14 über ein Zeitrelais 15 zum Relais 6, in dessen
der thermoplastischen Bestandteile liegende untere Stromkreis ein Endschalter 16 vorgesehen ist, zu
Temperaturstufe und nach Verlassen des Trenngutes welchem ein Selbsthaltekontakt 8 des Relais 6 pareine
über deren Zersetzungspunkt liegende obere allel geschaltet ist.
Temperaturstufe aufweist. Das Trennwerkzeug 10 ist an Hältearmen 17 be-
Temperaturstufe aufweist. Das Trennwerkzeug 10 ist an Hältearmen 17 be-
Durch diese stufenweise Erwärmung des Trenn- 65 festigt, die aus elektrisch nichtleitendem Werkstoff,
Werkzeuges werden, da letzteres während seiner Be- wie beispielsweise Porzellan oder Keramik, bestehen
rührung mit dem Trenngut hur eine im Bereich des und an einem in den Zeichnungen nicht dargestellten
Erweichungspunktes desselben liegende Temperatur- Druckstempel befestigt sind. Um während der War-
mezufuhr eine Verformung der Schneidkante des Trennwerkzeuges 10 weitestgehend zu vermeiden,
sind die Haltearme 17 nachgiebig ausgebildet, was beispielsweise durch an ihnen vorgesehene Aussparungen
18 oder auch durch Schrägstellung erreicht werden kann.
Die Durchführung des Verfahrens gestaltet sich wie im folgenden beschrieben:
Es sei angenommen, daß das Trenngut auf die Unterlage der Trennvorrichtung aufgelegt ist und die
beiden Anschlüsse 1, 2 an Spannung liegen. Hierdurch wird über die Leitung 4 und den geschlossenen
Kontakt 5 des Relais 6 der Primärseite des Transformators 3 Spannung zugeführt. Von der Sekundärseite
wird die entsprechend dem Windungsverhältnis von Primär- und Sekundärseite untersetzte Spannung
über den Regelwiderstand 9 dem Trennwerkzeug 10 zugeführt, welches dadurch auf eine im Erweichungsbereich des Trenngutes liegende Temperaturstufe erwärmt
wird und das Trenngut unter Wärme- und gegebenenfalls auch Druckeinwirkung durchtrennt. Sobald
das Trennwerkzeug 10 außer Berührung mit dem Trenngut ist, wird der Endschalter 16 kurzzeitig betätigt
und dadurch der Stromkreis des Relais 6 geschlossen, wobei dessen Selbsthaltekontakt 8 den
Stromkreis nach Loslassen des Endschalters 16 geschlossen hält. Hierdurch werden sowohl die beiden
Zeitrelais 12, 15 an Spannung gelegt als auch der Kontakt 7 des Relais 6 geschlossen, wobei gleichzeitig
der Kontakt 5 abfällt und die zum Transformator 3 führende Leitung 4 unterbricht. Der Anzapfung
11 des Transformators 3 wird somit über das Zeitrelais 12 und den Kontakt 7 Spannung zugeführt, wodurch
das Trennwerkzeug 10 einen Wärmeimpuls erhält und auf eine über dem Zersetzungspunkt des
Trenngutes liegende Temperaturstufe gebracht wird. Hierdurch werden die vom eigentlichen Trennvorgang
her am Trennwerkzeug haftenden Materialrückstände vollkommen verbrannt und das Trennwerkzeug
10 thermisch gesäubert.
Fällt nun nach einer genau vorbestimmbaren Zeit das Zeitrelais 12, dessen Einschaltzeit kürzer als diejenige
des Zeitrelais 15 ist, ab, so wird der Transformator 3, da die Stromzuführung zur Anzapfung 11 im
Zeitrelais 12 unterbrochen wird, stromlos, so daß sich das Trennwerkzeug 10 abzukühlen vermag. Mit dem
Abfallen des Zeitrelais 15 wird das Relais 6 spannungslos, wodurch dessen Selbsthaltekontakt 8 und
der Kontakt 7 abfallen, während der Kontakt 5 geschlossen wird, so daß die Schaltung wieder in ihren
Ausgangszustand zurückgeführt ist. Die beiden in den Stromkreis geschalteten Zeitrelais 12 und 15 dienen
somit dazu, die Abkühlzeit des Trennwerkzeuges 10 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen
in bestimmten Grenzen beliebig variieren zu können.
Claims (4)
1. Verfahren zum Durchtrennen von thermoplastische und nichtthermoplastische Bestandteile
aufweisenden Materialien mit Hilfe eines durch eine Stromzuführung elektrisch beheizten Trennwerkzeuges,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trennwerkzeug (10) während eines Arbeitstaktes nacheinander auf zwei Temperaturstufen
gebracht wird, derart, daß es während seiner Berührung mit dem Trenngut eine über dem
Erweichungsbereich der thermoplastischen Bestandteile liegende untere Temperaturstufe und
nach Verlassen des Trenngutes eine über deren Zersetzungspunkt liegende obere Temperaturstufe
aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Temperaturstufe
durch direkte Beheizung des Trennwerkzeuges (10) erfolgt und die obere Temperaturstufe durch
einen Stromimpuls erhalten wird und daß zur Abkühlung und Rückführung des Trennwerkzeuges
(10) in die untere Temperaturstufe die Stromzuführung gegebenenfalls kurzzeitig abgeschaltet
wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem durch eine
Stromzuführung elektrisch beheizten, als elektrischer Widerstand ausgebildeten Trennwerkzeug,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trennwerkzeug (10) als Schneidwerkzeug ausgebildet und an federnden
Haltearmen (17) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug mit einer
T- bzw. keilförmig gestalteten Schneidkante versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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