DE1478153B - Ski - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Ski, bestehend aus Ober- und Untergurt mit Einlagen zwischen beiden.
Es sind Skier bekannt, die zur Gewichtsverminderung hohl ausgebildet sind. Da hierbei aber
der Obergurt bei Druckbelastung nach außen oder innen ausbeulen kann, ist die Steifigkeit des Skis
beeinträchtigt. Daher wurden Hohlskier mit Einlagen, beispielsweise in Form von Stegen, wabenförmig
angeordneten Folien usw., versehen.
Bei den bekannten Skibauarten spielt das Problem des Flatterns eine wesentliche Rolle. Wenig steife
Skier neigen bei höheren Laufgeschwindigkeiten stark zum Flattern. Bei höherer Steifigkeit paßt sich
jedoch der Ski weniger gut den vorhandenen Unebenheiten einer Skipiste an und vermittelt dem
Skiläufer ein hartes, unbehagliches Laufgefühl.
Um ein gutes Anpassen des Skis an Unebenheiten zu erreichen, ist ferner ein Ski mit mehreren nach
Art eines Wagenfederpaketes ausgebildeten Schichten bekannt. Ein solcher Ski hat aber eine geringe
Steifigkeit, wodurch eine Regelung der Federung der einzelnen Schichten unter sich und gegenüber der
Laufschiene notwendig wird. Dies führt zu einem komplizierten, für die Praxis unbrauchbaren Aufbau.
Um das Flattern zu unterdrücken und zugleich ein gutes Anpassen des Skis an die Unebenheiten der
Skipiste zu erreichen, ist schließlich noch ein Ski bekannt, dessen Obergurt bzw. Untergurt aus übereinanderliegenden
Metallschichten und Gummischichten besteht. Hierdurch wird beim Gleiten des Skis über eine Erhöhung ein Anschmiegen erreicht,
das dem Flattern entgegenwirkt, was vom Erfinder dieses Skis als »Schlangeneffekt« bezeichnet wurde.
Die Gummischichten üben dabei eine dämpfende Wirkung aus, jedoch vermindern sie die Torsionsfestigkeit
des Skis. Daher ist die Möglichkeit, einen solchen Ski mit starkem Schlanseneffekt auszubilden,
begrenzt. Da ferner der Ski Einlagen aus hochkant stehenden Holzleisten hat, die Ober- und Untergurt
fest miteinander verbinden, können sich Ober- und Untergurt nicht nennenswert gegeneinander verschieben,
was für einen guten Schlangeneffekt notwendig ist.
Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, einen Ski der erwähnten Art zu schaffen, der bei ausreichender
Biege- und Torsionsfestigkeit einen hohen Schlangeneffekt aufweist, durch den insbesondere bei hohen
Laufgeschwindigkeiten infolge des guten Anschmiegens dem Flattern des Skis gut entgegengewirkt
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ober- und Untergurt nur im Bereich
der Bindung sowie an der Spitze und am Ende des Skis fest miteinander verbunden sind, daß die zur
Abstandhaltung dienenden Einlagen lose eingelegt sind und daß Ober- und Untergurt und Einlagen von
einem Kunststoffgehäuse umgeben sind.
Diesem Aufbau des Skis liegt die Erkenntnis zugründe,
daß es für einen hohen Schlangeneffekt des Skis ausschlaggebend ist, Ober- und Untergurt nur
an den unbedingt erforderlichen Stellen miteinander fest zu verbinden, weswegen die Einlagen zwischen
Ober- und Untergurt mit diesen nicht verbunden sind und daher das Biegen- und'gegenseitige Verschieben
von Ober- und Untergurt nicht hindern.
Einzelheiten der Erfindung sind an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele in der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
F i g. 1 und 2 schematische Darstellungen zur Erläuterung des Erfindungsgedankens;
F i g. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Skis gemäß der Erfindung in Seitenansicht,
F i g. 4 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsart in größerem Maßstab,
F i g. 5 einen Querschnitt wie F i g. 4, jedoch mit anders ausgebildeten Einlagen.
Der in F i g. 1 dargestellte Ski weist einen Obergurt 1 und einen Untergurt 2 auf. Beide sind an der
Spitze 3 und am (nicht sichtbaren) Ende des Skis starr miteinander verbunden, beispielsweise miteinander
verleimt, und im Bereich der Bindung und damit etwa im Mittelbereich des Skis über einen
Stegteil 4 ebenfalls starr miteinander verbunden. Der vom Ober- und Untergurt 1 bzw. 2 vor und hinter
dem Stegteil 4 eingeschlossene Raum ist durch abstandhaltendes Material ohne nennenswerte Biegesteifigkeit
ausgefüllt. Erfährt der Untergurt 2 durch das Überfahren einer Bodenerhöhung an der Stelle
des Pfeils 5 die in Fig. 1 strichpunktiert eingezeichnete Ausbiegung, so ergibt dies eine entsprechende
Verkürzung des ursprünglichen Abstandes A1 zwischen Stegteil 4 und Spitze 3 des Skis
auf den neuen Abstand A9 mit Spitzenlage 3'. Da
der Obergurt 1 durch das abstandhaltende Material entsprechend ausgebogen wird und sich frei gegenüber
dem Untergurt 2 verschieben kann, gelangt er in die aus F i g. 1 ersichtliche strichpunktierte Lage,
wobei die Spitze 3 ihre unsprüngliche, jedoch etwas nach dem Stegteil 4 versetzte Lage 3' im wesentlichen
beibehält. Insbesondere kann die Spitze 3 durch die Bodenerhöhung nicht wie bei einem herkömmlichen
Ski vom Boden abgehoben werden.
Der Ski bleibt demzufolge bei Überfahren einer Bodenerhebung mit seiner Spitze 3 stets am Boden
und verhält sich so, wie es in Fig. 2 veranschaulicht ist. Hier ist auch ein üblicher Ski gestrichelt ein-
gezeichnet, dessen Spitze von der Bodenerhöhung frei nach oben ragt und leicht zu den strichpunktiert
angedeuteten Schwingungen angeregt werden kann.
Bei der praktischen Ausführung des Skis gemäß der Erfindung können, wie F i g. 3 schematisch veranschaulicht,
die Einlagen zwischen Obergurt 1 und Untergurt 2 aus einer Anzahl von Leisten 7, 7 a, 7 b
aus Holz oder Metall bestehen, die im Bereich der Bindung unter sich und mit den beiden Gurten 1, 2
fest verbunden sind. Die Leisten 7, 7 a, 7 b bilden also im Bereich der Bindung den Stegteil 4 nach
Fig. 1. Zur Spitze 3 und zum Ende 8 des Skis hin
liegen die nach ihren äußeren Enden dünner werdenden Leisten lose aufeinander und halten Obergurt 1
und Untergurt 2 im Abstand, behindern aber das Biegen und Gegeneinanderverschieben der beiden
Gurte 1, 2 nicht. Obergurt 1, Untergurt 2 und Leisten 7,7 a, 7 b sind von einem Kunststoffgehäuse
umgeben (in F i g. 3 nicht dargestellt).
Der in F i g. 4 dargestellte Ski weist ein Obergurtpaar la, Ib und ein Untergurtpaar 2a, 2b auf.
Zwischen jedem Obergurtteil la, Ib und jedem Untergurtteil 2 a, 2 b sind Leisten 7,7 a angeordnet,
wie in Verbindung mit F i g. 3 bereits beschrieben wurde. Obergurtteile 1 α und 1 b, Untergurtteile 2 a
und 2 b und Leisten 7, 7 α sind von einem Kunststoffgehäuse 9 umgeben, das eine Zwischenwand 10
enthält, die die beiden Obergurtteile la, Ib und die Untergurtteile 2 a, 2 b mit den Leisten 7,7 α voneinander
trennt.
In üblicher Weise ist unten auf dem Kunststoffgehäuse 9 ein Laufbelag 11 mit Kanten 12 vorgesehen.
Auch bei der Ausführungsform nach F i g. 5 sind zwei Obergurtpaare la, Ib und zwei Untergurtpaare
2 a, 2 b vorhanden, die zusammen mit den Einlagen von einem Kunststoffgehäuse 9' umgeben sind.
Die Einlagen bestehen hier aus mehreren Stegteilen 14', die in Längsrichtung des Skis verlaufen. Jedem
Obergurt- und Untergurtteil la, 2a bzw. Ib, 2b sind zwei Stegteile 14' zugeordnet, die in Nuten 19
der Gurte lose eingesetzt sind. Auch diese Einlagen sichern einerseits den Abstand zwischen den Ober-
und Untergurtteilen, lassen aber andererseits das Biegen und gegenseitige Verschieben der Ober- und
Untergurtteile zu.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Ski, bestehend aus Ober- und Untergurt mit Einlagen zwischen beiden, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ober- und Untergurt (1 a,
1 b bzw. 2 a, 2 b) nur im Bereich der Bindung sowie an der Spitze (3) und am Ende (8) des
Skis fest miteinander verbunden sind, daß die zur Abstandhaltung dienenden Einlagen (7, 7 a,
7ö;14') lose eingelegt sind und daß Ober- und Untergurt und Einlagen von einem Kunststoffgehäuse
(9) umgeben sind.
2. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen (7, 7 α, 7 b), z.B. Leisten
aus Holz oder Metall, im Bereich der Skibindung unter sich und mit den Gurten (1 a, 1 b und 2 a,
2 b) fest verbunden sind (F i g. 3).
3. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Obergurt (1 a, 1 b) und Untergurt
(2 a, 2 b) mehrere Stegteile (14') vorzugsweise in Nuten (19) der Gurte lose eingesetzt
sind (F i g. 5).
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