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DE1477903C - Schleifvorrichtung für während des Betriebes dauernd nachzuschgrfende, windschief zur Messerwalzenachst; liegende Schneidmesser mit gerader Schneide - Google Patents

Schleifvorrichtung für während des Betriebes dauernd nachzuschgrfende, windschief zur Messerwalzenachst; liegende Schneidmesser mit gerader Schneide

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DE1477903C
DE1477903C DE1477903C DE 1477903 C DE1477903 C DE 1477903C DE 1477903 C DE1477903 C DE 1477903C
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DE
Germany
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grinding
knife roller
knife
cutting
grinding device
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schleifvorrichtung für während des Betriebes dauernd nachzuschärfende, windschief zur Messerwalzenachse liegende Schneidmesser mit gerader Schneide an Schneidmaschinen, wobei ein Schleifschlitten mit einer Schleifscheibe auf einer Schlittenführung in Richtung der Messerwalzenachse längs einer der Windschiefe der Schneidkanten entsprechenden Bahn zum Schleifen der Schneidmesser während der Rotation der Messerwalze verfahrbar ist. ίο
Bei einem Tabakschneider beispielsweise müssen die Schneiden während des Betriebes bei sich drehender Messerwalze laufend nachgeschliffen werden. Da sich die Schneidmesser schnell abnutzen und deshalb häufig erneuert werden müssen, erstrebt man einfache Schneidmesser mit geraden Schneiden, die sich leicht und billig herstellen lassen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Schneidmesser windschief in bezug auf die Messerwalzenachse einzusetzen, insbesondere bei kegelförmigen Messerwalzen, damit der Tabakkuchen jeweils schräg angeschnitten wird.
Bei einer derartigen bekannten Schleifvorrichtung verläuft die Schleifschlittenführung parallel zu derjenigen Lage der Schneiden, in der diese mit der Schleifscheibe in Berührung kommen, der sogenannten Schneidlinie. Eine solche Anordnung ist bei geringer Windschiefe und bei Schleifscheiben mit geringem Radius zureichend. Bei größerer Windschiefe, die in vielen Fällen erwünscht ist, treten jeweils im Endbereich der Schneiden Hinterschneidungen auf, die mit zunehmendem Durchmesser der Schleifscheibe größer werden. Es besteht selbstverständlich der Wunsch, Schleifscheiben mit großem Durchmesser zu verwenden, damit diese möglichst lange ohne Auswechseln nachgestellt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung einer Schleifvorrichtung der genannten Art, daß Hinterschneidungen bei jeder beliebigen Windschiefe der Schneiden unabhängig von der Rotation der Messerwalzen während des Schleifens vermieden werden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß Halterungen für die Schlittenführung mittels Lenkerführungen radial auf die Messerwalze zu oder von ihr weg verschiebbar sind und daß zur Schwenkung der Schleifscheibe um die Achse der Messerwalze ein Verschwenkgestänge für die Lenkerführungen mit dem Schleifschlittenlängsvorschub über ein Kurvengetriebe derart gekoppelt ist, daß der Schleifscheibenmittelpunkt jeweils auf der durch die jeweilige Schleiflinie gehenden Axialebene der Messerwalze' liegt.
Hinterschneidungen lassen sich nämlich dann vermeiden, wenn die jeweilige Schleiflinie nicht nur in die von einer Schneide beim Umlauf der Messerwalze beschriebene Fläche fällt, sondern wenn die durch die Schneidlinie gehenden Tangentenebenen der Schleifscheibe und der von den Schneiden aufgespannten Mantelfläche zusammenfallen, oder mit anderen Worten, wenn die Schleiflinie und der Schleifscheibenmittelpunkt auf einer eine Radiallinie durch die Messerwalzenachse und den Schleifscheibenmittelpunkt enthaltenden Ebene liegen.
Es hat sich gezeigt, daß nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung diese Verschiebung des Schleifscheibenmittelpunktes dadurch erreicht werden kann, daß jede Halterung an einem schwenkbaren Lenker geeigneter Länge angelenkt ist. Bei geeigneter Bemessung der Länge dieser Lenker, die durch Versuche leicht ermittelt werden kann, nähert sich die durch diese Lenker erzeugte schraubenlinienförmige Korrekturbahn genügend genau der theoretischen Korrekturbahn an.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die auch zu einer theoretisch exakten Korrekturbewegung des Schleifschlittens führt, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen jeweils an um die Achse der Messerwalze schwenkbaren Lenkerhebeln radial verschiebbar sitzen und an eine auf die Hubbewegung der Lenkerhebel ansprechende Lenkerführung angekoppelt sind.
Die Erfindung ist auch bei kegelförmigen Messerwalzen anwendbar, indem die Schlittenführung parallel zu einer Erzeugenden des Kegelmantels verläuft.
Nach der Erfindung erhält man somit mit einer vergleichsweise einfach gebauten Schleifvorrichtung, die gegenüber den schon zur Verschiebung des Schleifschlittens parallel zur Messerwalzenachse erforderlichen Führungselementen wenig zusätzliche ,Bauelemente erfordert, einen exakten Schliff von Schneidmessern mit gerader Schneide, die windschief in zylindrische oder kegelförmige Messerwalzen eingesetzt sind.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen an Hand der zugehörigen Zeichnungen. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der Eingriffsverhältnisse einer Schleifscheibe nach einer bekannten Konstruktion,
F i g. 2 eine entsprechende schematische Darstellung der Eingriffsverhältnisse bei einer Ausführungsform der Erfindung mit Kulissenlenkern,
F i g. 3 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit Kulissenlenkern,
F i g. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung mit einem Schwenklenker,
F i g. 5 bis 7 schematische Ansichten zur Darstellung der Verhältnisse an einer kegelförmigen Messerwalze mit geradkantigen Schneidmessern und
F i g. 8 eine perspektivische Ansicht der Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung für eine kegelförmige Messerwalze.
F i g. 1 zeigt in Parallelprojektion in Axialrichtung die Verhältnisse an einer bekannten Schleifvorrichtung. Der Außenumfang des Walzenkörpers bzw. die Bahn der Schneidkantenendpunkte erscheint als Kreis 101. Die Linie 102 stellt die Projektion einer windschief zur Messerwalzenachse verlaufenden Messerschneide in einer Stellung dar, in der die Schneide in ihrem Mittelpunkt die durch die Messerwalzenachse gelegte Axialebene 103 schneidet. Bei der bekannten Schleifvorrichtung ist die Führung für den Schleifschlitten so ausgerichtet, daß sich der Mittelpunkt der Schleifscheibe 104 jeweils auf einer Geraden parallel zur Schneide 102 verschiebt. In F i g. 1 ist die Projektion 105 dieser Verschiebungsbahn eingezeichnet.
Man erkennt aus Fig. 1, daß sich bei dieser Anordnung die jeweilige Eingriffslinie oder Schleiflinie des Schleifscheibenumfangs an der Messerschneide auf der Linie 102 bewegt. Doch erkennt man auch, daß sich die Kreise 101 und 104 teilweise durchdringen, was bedeutet, daß jeweils in den schraffierten Flächenbereichen 106 Hinterschneidungen auftreten. Dort erhält man also eine nicht mehr einwandfreie
Anschlifform für die Messerschneide, was bei entsprechender Windschiefe der Schneidmesser zu einer unerwünscht großen Abnutzung führen würde. Man erkennt ferner, daß lediglich im mittleren Bereich der Schneide die Eingriffsverhältnisse hinterschneidungsfrei sind. Die Hinterschneidung wird mit zunehmendem Schleifscheibendurchmesser und zunehmender Windschiefe der Schneidmesser größer. Damit die Schleifscheibe möglichst lange ohne Austausch benutzt werden kann, ist aber ein möglichst großer Schleifscheibendurchmesser erstrebenswert. Demzufolge ergeben sich bei großer Windschiefe der Schneidmesser, die bei Tabakschneidern zur Verminderung des spezifischen Schneiddruckes vorteilhaft ist, vergleichsweise große Hinterschneidungen.
Die Erfindung besteht darin, daß während des Verfahrens in axialer Richtung der Messerwalze die Schleifscheibe eine solche Verlagerung erfährt, daß stets die gewünschten Eingriffsverhältnisse gegeben sind, so daß die Schneidenschleiflinie mit dem Schleifscheibenmittelpunkt in einer Ebene liegt, die eine Radiallinie der Messerwalzenachse durch den Schleifscheibenmittelpunkt enthält.
Im einzelnen schlägt die Erfindung mehrere vorteilhafte und konstruktiv einfache Ausführungsformen »5 einer Schleifvorrichtung mit einer solchen zusätzlichen Verschiebung der Schleifscheibe zur Korrektur von Hinterschneidungsfehlern vor.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei der für die Schlittenführung des Schleifschlittens um die Walzenachse schwenkbare Lenkerhebel 108 vorgesehen sind. Gegenüber diesen Lenkerhebeln 108 ist der Schleifschlitten in radialer Richtung verschiebbar, wozu im einzelnen nicht dargestellte Kulissenlenker dienen, die mittels der schematisch dargestellten Führungsrollen 109 in geradlinigen Kulissenführungen 110 geführt sind. Wie F i g. 2 erkennen läßt, ist die Kulissenführung 110 so ausgerichtet, daß die geradlinige Führungsbahn 111 der Führungsrolle 109 als Sehne den Kreisbogenabschnitt 112 der Kreisbahn 101 zwischen den Endstellungen der Lenkerhebel 108 begrenzt, d. h., die Führungsbahn 111 fällt mit der Projektion 102 der Schneidlinie zusammen. In F i g. 2 sind neben den Endstellungen der Schleifscheibe noch deren Mittelstellung 104' und die Kreisbahn 107 des Schneidenmittelpunktes eingezeichnet. Nach dieser Ausführungsform der Erfindung ist somit die exakte Schleifbedingung längs der gesamten Schneide erfüllt, und Hinterschneidungen treten nicht auf. Dies gilt für beliebige Windschiefe und beliebige Schleifscheibendurchmesser.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in F i g. 3 gezeigt. Danach verwendet man ebenfalls um die Messerwalzenachse schwenkbare Lenkerhebel 108, in bezug auf die der Schleifschlitten in radialer Richtung verlagerbar ist. Die Führung des Schleifschlittens erfolgt in diesem Fall mittels einer gebogenen Kulissenführung 113. Die Form dieser Kulissenführung kann auf Grund der oben angegebenen Eingriffsbedingungen errechnet werden. Auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung ergibt sich eine genaue Erfüllung der Schleifbedingungen.
Bei der weiteren Ausführungsform der Erfindung nach F i g. 4 ist für den Schleifschlitten ein Lenkerhebel 114 geeigneter Länge vorgesehen. Die Schwenkachse des Lenkerhebels 114 liegt innerhalb der durch den Mittelpunkt der Schneide 102 des Messers 102' in der gezeichneten Stellung gehenden Axialebene der Messerwalze. Man wählt die Länge des Lenkerhebels 114 gleich dem Halbmesser des Krümmungskieises im Punkt 115 der Führungskurve 116 für die Schleifscheibe. Damit ergibt sich eine für praktische Verhältnisse ausreichende Annäherung. Die Genauigkeit der Korrektur bei dieser Ausführungsform hängt natürlich in geringem Maße von der Windschiefe und dem Schleifscheibendurchmesser ab.
Im vorstehenden wurden Schleifvorrichtungen für Messerwalzen zylindrischer Form beschrieben, bei denen der jeweilige Abstand der Schneidenendpunkte von der Messerwalzenachse gleich groß ist. Die vorstehenden Überlegungen lassen sich jedoch auch bei kegelförmigen Messerwalzen anwenden, wo die jeweiligen Achsenabstände der Schneidenendpunkte jeweils verschieden sind.
Fig. 5 zeigt in Ansicht in Achsrichtung eine Messerwalze 121 mit Schneidmessern 122 mit geraden Schneiden 123, deren Endpunkte einerseits auf einem Kreis mit dem Durchmesser »R« und andererseits auf einem Kreis mit dem Durchmesser »r« liegen. Im Grundriß nach F i g. 6 ergibt sich als Projektion der Schneide 123 selbstverständlich eine Gerade. Folglich spannt die Schneide beim Umlauf keinen Kegelmantel auf, sondern eine Hyperboloidfläche. Zum Vergleich ist in Fig. 6 die Projektion 124 einer hyperbolisch gekrümmten Schneide eingezeichnet, deren Umlauf einen Kegelmantel erzeugen würde. Nach F i g. 2 muß man einer zylindrischen Messerwalze mit dem Radius»/?« eine auf die Sehne I ausgerichtete Führungskulisse und einer Messerwalze mit dem Radius »r« eine auf die Sehne II ausgerichtete Führungskulisse zuordnen. Bei einer kegelförmigen Messerwalze ist nach der Erfindung so vorzugehen, daß man die Kulissenführungen zu beiden Seiten der Messerwalze einerseits auf die dem größeren Radius »Ä« zugeordneten Sehne I und andererseits auf die dem kleineren Radius »r« zugeordnete Sehne II ausrichtet. Wenn die Kulissenführungen aus konstruktiven Gründen in größerem Abstand von den Messerwalzenstirnflächen angeordnet sind, müssen sie jeweils innerhalb der durch die Sehnen I und II aufgespannten Ebene liegen. Man erhält dann eine exakte Korrekturverschiebung, wie in F i g. 5 für die Endpunkte der Schneiden angegeben ist. Es sind jeweils die Lagen der Schleifscheibe 125 in neuem Zustand mit großem Schleifscheibendurchmesser und der abgenutzten Schleifscheibe 125' eingetragen.
Daß dieses Vorgehen zu einer exakten Korrekturverschiebung der Schleifscheibe unter Vermeidung von Hinterschneidungen führt, ergibt sich anschaulich aus F i g. 7. Dort sind zwei zylindrische Messerwalzen 131 und 132 mit den Radien »i?« bzw. »r« ineinandergezeichnet. In der Projektion ergeben die Schneiden 133 bzw. 134 dieser Messerwalzen entsprechend F i g. 1 die Sehnen I und II. Ferner ist in F i g. 7 die Schneide 135 einer kegelförmigen Messerwalze eingetragen. Der auf dem Kreis mit dem Radius »R« gelegene Endpunkt erfordert eine Korrekturbewegung nach der Sehne I, der auf dem Kreis mit dem Radius »r« gelegene Endpunkt eine Korrekturbewegung nach der Sehne II. Es läßt sich einsehen, daß jedem Punkt der Schneide eine entsprechende Korrektursehne 136 zugeordnet werden kann. Da die Kulissenführungen an den Endseiten der Messerwalze jeweils auf den Sehnen I bzw. II angeordnet sind, ist in dem auf dem Kreis »jR« gelegenen Endpunkt der Schneide nur die Sehne I wirksam und in dem auf
dem Kreis »r« gelegenen Schneidenendpunkt nur die Sehne II. In jedem Zwischenpunkt wird entsprechend dem Abstaridsverhältnis dieses Zwischenpunktes der Schneide von den Endpunkten eine entsprechende mittlere Korrektursehne 136 wirksam.
An Hand der F i g. 8 soll nunmehr eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung im einzelnen erläutert werden. Auf einer Grundplatte 30 sind Gestellwände 20 aufgebaut, die in Gestellplatinen 23 und 69 endigen. In den Gestellplatinen 23 ist eine Antriebswelle 22 für eine kegelförmige Messerwalze 24 mit vorzugsweise prismatischer Messeranordnung gelagert. Bei dieser Messeranordnung sind in die Messerwalze 24 trapezförmige Messer 25 mit windschief verlaufenden geraden Schneiden 251 eingesetzt, wobei der eine Endpunkt einer jeden Schneide 251 auf einem Kreis mit dem Radius »/?« und der jeweils andere Endpunkt auf einem Kreis mit dem kleineren Radius »r« liegt. Die Kreise »R« und »r« spannen eine Kegelmantelfläche auf. Gegenüber einer Erzeugenden dieses Kegelmantels ist jede Schneide um den Betrag »s« geneigt. Eine solche Anordnung ist bereits bekannt. Mit einer solchen Messerwalze der Länge »L« kann man einen schematisch dargestellten Tabakkuchen 26 schneiden. Lagerschenkel 21, die gestellseitig in nicht dargestellter Weise gehalten sind, dienen der zusätzlichen Lagerung der Antriebswelle 22, auf der neben den Lagerschenkeln 21 in Lagerbuchsen schwenkbare, radiale Lenkerhebel 2 angeordnet sind, die in radialer Richtung verlaufende Korrekturführungen 3 aufweisen, auf denen Korrekturschlitten 4 bzw. 4/4 verschiebbar sind. An dem Korrekturschlitten 4 ist mittels eines durch eine Schraube 12 gesicherten Kopfbolzens 5 eine Halterung 7 schwenkbar gehalten. Der Korrekturschlitten 4/4 ist mittels eines Bolzens 5 A mit einem Lagerwinkel 9 verbunden. Auf dem Bolzen 5 a sitzt eine Schwenkrolle 5 B. Zwischen Korrekturschlitten 4 A und Lagerwinkel 9 findet eine Halterurig 8 Aufnahme, die mit Gabelschenkeln 5 C, die eine Schwenknut 6 begrenzen, über die Schwenkrolle 5 B greift. Zwischen den Halterungen 7 und 8 ist eine Schlittenführung 1 eingespannt, die um den Neigungswinkel des Kegelmantels gegenüber der Achse der Messerwalze 24 im Maße geneigt sind. Die Konstruktion der Halterungen 7 und 8 läßt gegenüber den Korrekturschlitten 4 und 4/4 die im Zuge der Korrekturbewegungen erforderliche Ausgleichsverschwenkungen sowie Nachstellungen zu.
Mit den Korrekturschlitten 4 und 4/4 bzw. dem Lagerwinkel 9 sind Kulissenlenker 10 bzw. 11 verbunden, die je eine in einer Kulissenführung 14 geführte Lenkerrolle 13 tragen. Je ein Schenkel 16 eines Winkelstücks nimmt die Kulissenführungen 14 auf. Der Schenkel 16 wird jeweils fußseitig durch Anschlagwinkel 18,19 gehalten, die an einer zwischen den Gestellwänden 20 angeordneten Traverse 17 sitzen. Die genannten Winkelstücke endigen jeweils in einen Winkelarm 15, der gestellseitig in nicht dargestellter Weise verankert ist.
Auf der Schlittenführung 1 ist ein Schleifschlitten 37 verfahrbar, der in einer Querführung 38 einen Zustellschlitten 39 trägt, damit eine Zustellung bei Abnutzung der Schleifscheibe möglich ist. Auf dem Zustellschlitten 39 sitzt ein Schleifmotor 34, auf dessen Welle 36 eine Schleifscheibe 33 mittels einer Mutter 35 gesichert ist. Die Querführung 38 ist so ausgerichtet, daß bei Verschiebung des Zustellschlittens 39 der Mittelpunkt der Schleifscheibe innerhalb einer Axialebene der Messerwalze 24 verschoben wird. Die Achse M der Schleifscheibe kann gegenüber der Messerwalzenachse geneigt sein, wobei diese Einstellung nicht kritisch ist. An dem Schleifschlitten 37 sitzt ferner ein Winkel 40, an dem mittels einer Klemmplatte 41 ein Zahnriemen 43 zum Vorschub des Schleifschlittens festgeklemmt ist.
Die Ausrichtung der Kulissenführungen 14 geschieht folgendermaßen. Die Lenkerhebel 2 können gegenüber der Horizontalen nach oben und unten jeweils um den Winkel α, d. h. insgesamt um den Winkel 2 α verschwenkt werden. In F i g. 8 sind die Lenkerhebel mit der Schlittenführung 1 in der oberen Endstellung eingezeichnet. Die Schleifscheibe 33 ist auf das Ende der Schneide eingestellt. Bei Längsverschiebung des Schleifschlittens 37 bei feststehenden Lenkerhebeln 2 würde sich die Schleiflinie längs der Linie B-B, einer Erzeugenden des zwischen den Kreisen »R« und »r« aufgespannten Kegelmantels, verschieben. Dadurch würde man jedoch eine hyperbolische Schneide erhalten. Die Kulissenführungen 14 müssen nunmehr so eingestellt werden, daß sie jeweils auf den Verlängerungen der Linien B-B liegen.
Die jeweilige Verschwenkung der Lenkerhebel 2 erfolgt durch Hebel 62 auf einer Hebelwelle 27, die zwischen den Gestellplatinen 69 und in einem Lagerschild 29 gelagert ist. Die Hebel 62 sind durch Nabenteile 66 mit der Hebelwelle 27 drehfest verbunden. An einem Hebel 62 sitzt ein Rollenhebel 63, dessen Nachlaufrolle 64 auf einer Kurvenscheibe 65 abläuft. Die Kurvenscheibe 65 ist an einer Steuerwelle 28 befestigt, die in geeigneter, im einzelnen nicht dargestellter Weise angetrieben wird, beispielsweise über ein Vorschaltgetriebe von der Antriebswelle 22 der Messerwalze. Die Verbindung zwischen den Hebeln 62 und den Lenkerhebeln 2 erfolgt jeweils über eine Zugstange 32, die mittels Augenansätzen 31 an die genannten Hebel angelenkt ist. Diese Anordnung stellt eine parallele Verschwenkung der beiden Lenkerhebel 2 sicher, so daß die Linie A-A jeweils auf einem Kreisbogen um die Antriebswelle 22 verschwenkt wird.
Die Längsverschiebung des Schleifschlittens 37 erfolgt mittels des Zahnriemens 43, der über Zahnriemenrollen 42 bzw. 44 umgelenkt bzw. angetrieben wird. Die Zahnriemenrolle 42 sitzt an einem Lageransatz 8/4 der Halterung 8. An der Halterung 7 sitzen zwei Lagerarme 51/4 und 51B. Der Lagerarm 51A hält in Lageraugen 48 und 49 eine vertikal ausgerichtete Welle 47, auf der die Zahnriemenrolle 44 und ein Kegelrad 45 befestigt sind. An dem Lagerarm 51B sitzen Lageraugen 51 und 51C, die eine horizontale Welle 50 aufnehmen. Die letztere trägt ein Ritzel 53 und ein Kegelrad 46, das mit dem Kegelrad 45 kämmt. Das Lagerauge 51C besitzt einen zylindrischen Ansatz, auf dem die Schwenkmuffe 52 einer Führungsgabel 55 sitzt. Die Schenkel
der Führungsgabel 55 dienen als Axialführungen für eine Zahnstange 54, die einerseits mit dem Ritzel 53 kämmt und die andererseits mittels einer Klemmhalterung56 an dem Schwenkkopf 58 eines Hebels 57 angelenkt ist. Eine Nabe 67 des Hebels 57 sitzt
auf der Hebelwelle 27 und ist zwischen Stellringen 68 in axialer Richtung gesichert. An der Nabe 67 sitzt ferner ein Rollenhebel 59, dessen Nachlaufrolle 60 auf einer Kurvenscheibe 61 abläuft. Die Kurven-
scheibe 61 sitzt ebenso wie die Kurvenscheibe 65 fest auf der Steuerwelle 28.
Im Betrieb der erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung bewirkt die Steuerwelle 28 mit den beiden Kurvenscheiben 61 und 65 die Schwenkbewegung der Lenkerhebel 2 und die Längsbewegung des Schleifschlittens 37. Damit sind beide Bewegungen zwangläufig gekoppelt. Zusammen mit der Hubbewegung der Lenkerhebel 2 erfolgt über die Kulissenführungen 14 eine radiale Verstellung der Halterungen 7 und 8. Damit sind alle für ein exaktes Nachschleifen der Schneidkanten erforderlichen Bedingungen erfüllt.
Die Hin- und Herbewegung des Schleifschlittens 37 auf der Schlittenführung 1 kann auch mittels einer feststehenden Zahnstange 54 erfolgen, da die ganze Schleifanordnung durch die Hebel 62 auf- und abgeschwenkt wird. Wenn man jedoch, wie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Zahnstange 54 mittels des Hebels 57 ebenfalls auf- und abbewegt, ao erhält man eine Addition der Einzelbewegungen und kommt mit einer geringeren Übersetzung im Antriebsteil für den Zahnriemen 43 aus.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Schleifvorrichtung für während des Betriebes dauernd nachzuschärfende, windschief zur Messerwalzenachse liegende Schneidmesser mit gerader Schneide an Schneidmaschinen, wobei ein Schleifschlitten mit einer Schleifscheibe auf einer Schlittenführung in Richtung der Messerwalzenachse längs einer der Windschiefe der Schneidkanten entsprechenden Bahn zum Schleifen der Schneidmesser während der Rotation der Messerwalze verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß Halterungen (7, 8) für die Schlittenführung (1) mittels Lenkerführungen (2, 11, 13, 14, 108, 114) radial auf die Messerwalze (24) zu oder von ihr weg verschiebbar sind und daß zur Schwenkung der Schleifscheibe (33) um die Achse der Messerwalze (24) ein Verschwenkgestänge (62,32) für die Lenkerführungen mit dem Schleifschlittenlängsvorschub (42 bis 57) über ein Kurvengetriebe (60; 61, 64, 65) derart gekoppelt ist, daß der Schleifscheibenmittelpunkt jeweils auf der durch die jeweilige Schleiflinie gehenden Axialebene der Messerwalze (24) liegt.
2. Schleifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (7,8) jeweils an um die Achse der Messerwalze (24) schwenkbaren Lenkerhebeln (2,108) radial verschiebbar sitzen und an eine auf die Hubbewegung der Lenkerhebel ansprechende Lenkerführung (11, 13, 14) angekoppelt sind.
3. Schleifvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine an den Lenkerhebeln (2, 108) angeordnete Lenkerrolle (13, 109) in geradlinige Kulissenführungen (14, 110, 111) eingreift, die jeweils in derjenigen Fläche verlaufen, die von den Sehnen aufgespannt wird, die durch die jeweiligen den Winkelendstellungen der Lenkerhebel (2,108) zugeordneten Schneidkantenendpunkte gehen.
4. Schleifvorrichtung nach Anspruch 1 für eine kegelförmige Messerwalze, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenführung (1) parallel zu einer Erzeugenden des Kegelmantels verläuft.
5. Schleifvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß für den Schleifschlittenlängsvorschub ein am Schleifschlitten (37) angelenkter Zahnriemen (43) vorgesehen ist, dessen Antrieb über eine Kurvenscheibe (61), einen davon gesteuerten Hebel (57), eine an diesem angelenkte Zahnstange (54) und ein Getriebe (53, 46, 45) erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
009 686/287

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