[go: up one dir, main page]

DE1471621C - Verfahren zum Abtrennen feinteihger, fester Stoffe aus einem Gasstrom - Google Patents

Verfahren zum Abtrennen feinteihger, fester Stoffe aus einem Gasstrom

Info

Publication number
DE1471621C
DE1471621C DE1471621C DE 1471621 C DE1471621 C DE 1471621C DE 1471621 C DE1471621 C DE 1471621C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
filter
liquid
gas flow
finely divided
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Myron C Buffalo Woodland Richard G Niagara Falls NY Hall (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hooker Chemical Corp
Original Assignee
Hooker Chemical Corp
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abtrennen feinteiliger, fester Stoffe aus Gasströmen, insbesondere solchen Gasströmen, die bei der Herstellung von Halogenwasserstoffen anfallen.
In neuerer Zeit wird das Problem der Beseitigung von Industrieabgasen immer wichtiger. Zahlreiche Länder haben Bestimmungen erlassen, nach denen es verboten ist, solche Gase in die Atmosphäre zu entlassen, sofern sie nicht von giftigen und/oder störenden Bestandteilen befreit wurden. Die aus Industrieabgasen abzutrennenden Bestandteile können gasförmige, flüssige oder feste Stoffe sein, oder sie können Verbindungen in einer Mehrzahl solcher Formen enthalten. In zahlreichen Fällen hängt das Verfahren zur wirksamen Abtrennung dieser unerwünschten Bestandteile von der physikalischen Form ab, in der sie in den Abgasen vorliegen. Dementsprechend wurden die verschiedensten Verfahren zur Abtrennung dieser Verunreinigungen aus Abgasen angewendet.
Bei der Abtrennung feinteiliger, fester Stoffe aus Industrieabgasen treten häufig Schwierigkeiten auf. Beispielsweise sind feste Verunreinigungen mit einer Teilchengröße von etwa 5 μΐη oder weniger, wie Flügasche und/oder Metallsalze, die bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe entwickelt werden, besonders schwierig in technisch wirtschaftlicher Weise aus Abgasen abzutrennen. Zur wirksamen Abtrennung solcher fester Verunreinigungen aus diesen Gasen ist es im allgemeinen notwendig, hochwirksame Luftfilter oder elektrostatische Abscheider zu verwenden. Zwar sind beide genannten Methoden im allgemeinen wirksam hinsichtlich der wirkungsvollen Abtrennung der in Frage kommenden festen Stoffe, doch ist keine vollständig befriedigend. Die hochwirksamen Luftfilter benötigen im allgemeinen eine verhältnismäßig teure Filtermasse, die häufig ersetzt werden muß, damit die aufgefangenen Teilchen von dieser abgetrennt werden können. Während dieser Regenerierung der Filter muß die Behandlung des Gases entweder unterbrochen werden, oder es muß ein weiteres Filter vorgesehen werden, wenn nian die Reinigung kontinuierlich durchführen will.'-Da- sich die festen Teilchen auf der Filtermasse ansammeln, tritt überdies ein erheblicher Druckabfall am Filter auf (vgl. österreichische Patentschrift 51463, deutsche Patentschrift 643 552 und USA.-Patentschrift 2 871 977). Elektrostatische Abscheider haben zwar nicht diesen letztgenannten Nachteil, doch sind die A nschaffungskosten solcher Anlagen erheblich. Außerdem muß die Abscheidung der festen Stoffe unterbrochen werden, wenn die niedergeschlagenen festen Teilchen aus dem Abscheider entfernt werden sollen, oder es muß während dieser Abtrennung der niedergeschlagenen Teilchen ein weiterer Abscheider vorgesehen sein. ■.·.·■
Es ist weiter bekannt, Gase auf nassem Wege zu reinigen und dabei unerwünschte gasförmige, flüssige oder feste Bestandteile herauszuwaschen. Bei derartigen Verfahren verwendet man Prallbleche, gegen die der beladene Gasstrom gelenkt wird (USA.-Patentschrift 2 227 465). Auf den Prallblechen haftende Teilchen können gemäß dem Verfahren nach der USA.-Patentschrift 2 916 267 mit Wasser abgewaschen werden. Hierbei ist ein erheblicher Flüssigkeitseinsatz erforderlich. Dies ist für die Gewinnung wertvoller Bestandteile im zu reinigenden.Gas nachteilig, da nur sehr verdünnte Lösungen oder Dispersionen dieser Bestandteile erhalten werden können, die umfangreiche Aufarbeitungsverfahren erfordern.
Ferner ist eine nasse Reinigung von Gasen aus der USA.-Patentschrift 2 057 579 bekannt. Hierbei wird ein Gasstrom mit versprühtem Wasser in Berührung gebracht und dann waagerecht durch mehrere hintereinandergeschaltete, senkrecht angeordnete Filterelemente mittels einer hinter der Filtriereinrichtung angeordneten Saugvorrichtung geführt. Die einzelnen Filterelemente werden im Inneren und rückseitig (in Gasstromrichtung) mit einer Flüssigkeit besprüht, die im Kreislauf geführt wird. Die aus dem Gasstrom herausgewaschenen bzw. ausfiltrierten Teilchen gelangen so stets wieder von neuem auf das Filter. Dies ist in hohem Maße nachteilig,, da insbesondere sehr kleine Teilchen mit der Waschflüssigkeit auch auf die Filterrückseite gelangen, nach Verdampfen der Flüssigkeit infolge des herrschenden Unterdrucks trocknen und schließlich von dem Gasstrom mitgerissen werden und wieder ins Freie gelangen, was ursprünglich vermieden werden sollte. Aus diesem Grunde eignet sich dieses Verfahren nicht zur Reinigung von Gasen mit vollständiger Abtrennung unerwünschter, insbesondere feinteiliger Bestandteile, die insbeson-' dere einer Wiederverwendung und/oder Weiterverarbeitung zugeführt werden sollen.
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein verbessertes Verfahren zur Abtrennung fester Verunreinigungen mit einer Teilchengröße von weniger als etwa 5 μΐη aus Gasen zur Verfügung zu stellen, das zudem kontinuierlich durchgeführt werden kann, ohne daß eine zweite Abtrennungsvorrichtung notwendig ist.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum Abtrennen feinteiliger, fester Stoffe mit einer Teilchengröße unterhalb etwa 5 μΐη aus einem Gasstrom, gemäß dem zuerst in den zu reinigenden Gasstrom eine Flüssigkeit in Nebelform eingesprüht und anschließend der Gasstrom durch mit zum Teil im Gegenstrom zur Gasströmungsrichtung geführte Waschflüssigkeit beaufschlagte Filter hindurchgeführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Filter Filtermassen verwendet werden, die einen größeren Porendurchmesser als die größten Teilchen, im allge.-.
meinen 5 bis 100 μπι, aufweisen, und daß die in an sich bekannter Weise unter Einsatz eines Druckventilators vom Gas in vertikaler. Richtung angeströmten Filter im Gleich- und Gegenstrom zur Stromrichtung des Gases mit Waschflüssigkeit besprüht werden.
Die Verwendung eines Druckventilators in Verbindung mit einer vertikalen Ausströmung von Filtern ist bei Gaswaschtürmen an sich bekannt (deutsche Patentschrift 404 580).
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die feinteiligen, festen Stoffe vollständig in ein Aerosol überführt. Dadurch vergrößern sie sich und lassen sich einfacher als nach bisher bekannten Verfahren und zudem mit verhältnismäßig geringen Mengen Flüssigkeit aus dem Gasstrom herauswaschen. Als
weiterer Vorteil kommt hinzu, daß man dadurch erheblich konzentriertere Lösungen oder Dispersionen an herausgewaschenen Teilchen erhält als es bisher möglich war. Besonders bedeutsam ist jedoch, daß das Verfahren kontinuierlich durchgeführt werden kann, da sich das Filterelement selbsttätig regeneriert.
Das Verfahren wird nachstehend näher erläutert. Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Ver-
-,;■■■ 3 ..■■·' . 4 " ' ·..
fahrens wird ein Gas, das feste Teilchen mit einer Wenn das zu behandelnde Gas das vorgenannte VerGröße von nicht mehr als etwa 5 μΐη enthält, derartig brennungsprodukt von halogenieren organischen behandelt, daß die festen Teilchen im Gas in einer Verbindungen ist und Halogenwasserstoffe enthält, Flüssigkeit suspendiert und in ein Aerosol überführt kann es auch erwünscht sein, den Halogenwasserstoff werden, wobei die Teilchengröße der festen Teilchen 5 aus dem Gas zu absorbieren und ihn als absatzmehr als etwa 5 μΐη beträgt. Dann wird das Gas, das fähiges Produkt abzutrennen. Zu diesem Zweck kann das gebildete Aerosol enthält, durch ein Filter ge- man das GaSidurch einen Absorber, z. B. eine Füllführt, wobei die Poren einen Durchmesser von mehr körperabsorptionskolonhe, führen. Vorzugsweise als etwa 5 μΐη aufweisen. Beim Durchgang durch das wird bei der Behandlung solcher Verbrennungsgase, Filter wird das Aerosol vom Gas abgetrennt. Dabei io deren Temperatur etwa 800r C betragen kann, das wird die Oberfläche des Filters, mit dem das Gas Gas zunächst durch einen Direktkontaktküliler gezuerst in Berührung kommt, mit einer Flüssigkeit leitet, in dem es rasch auf etwa 100" C unter Bildung zusammengebracht. Dieser Kontakt erfolgt Vorzugs- des gewünschten. Aerosols abgekühlt wird. Danach weise im Gleichstrom mit dem Gasstrom. Die Ober- wird das Gas, welches das Aerosol enthält, durch fläche des Filters, aus dem das Gas nach dem Durch- l5 einen Absorptionsturm geführt, der mit Füllkörpern gang austritt, wird mit einer zweiten Flüssigkeit gefüllt ist. In diesem Absorptionsturm wird der zusammengebracht. Dieser Kontakt erfolgt Vorzugs- Halogenwasserstoff abgetrennt und in eine wäßrige weise im Gegenstrom mit dem Gasstrom. Dieser Ab- Lösung des Halogenwasserstoffs überführt. Bei der scheider kann normalerweise feste Teilehen, insbe- Herstellung des Aerosols bilden vermutlich die sondere mit einer Größe von weniger als etwa 5 μΐη, 2o kleinen festen Teilchen Keime, an die die Flüssignicht abtrennen. Als Gase, die nach dem erfindungs- keitsteilchen zäh gebunden sind. Mehrere feste gemäßen Verfahren gereinigt werden können, korn- Teilchen mit den Wasserteilchen können auch zumen alle Gase in Frage, die feinteilige feste Verunrei- sammenfließen. Somit ist das erfindungsgemäße Vergungen enthalten. Beispiele für solche Gase sind die fahren nicht auf irgendeine spezielle physikalische bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbin- 25 Form des Aerosols beschränkt. Im allgemeinen ist düngen und insbesondere feinteiligen oder nicht mas- die Flüssigkeit, die in den vorstehend beschriebenen siven kohlenstoffhaltigen Verbindungen anfallenden Verfahren zum Zusammenbringen einer Flüssigkeit Gase. - mit dem Gas verwendet wird, Wasser.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch von Sobald sich das Aerosol im Gas gebildet hat und besonderem Wert zur Behandlung der Verbrennungs- 30 gegebenenfalls die Lösung des Halogenwasserstoffs produkte, die bei der Verbrennung von halogenieren vom Gas abgetrennt ist, wird das Gas, das das Aeroorganischen Verbindungen anfallen. Beispiele der- sol enthält, durch das Filter geführt, dessen Poren artiger Verbindungen sind Hexachlorcyclopentadien, einen Durchmesser von mehr als etwa 5 μΐη und im Hexachlorbutadien, Octachlorcyclopenten, Hepta- allgemeinen eine Größe von etwa 10 bis 20 μΐη oder chlorcyclopenten, Benzolhexachlorid, Trichlorben- 35 sogar 100 μπι aufweisen. Vorzugsweise ist das Filter zole, Tetrachlorbenzole, Trichlorphenole, Penta- ein Kissen oder ein Bett aus gewebten oder gewirkten chlorphenol, Chlortolüol, Chlorbenzylchloride, Chlor- Metallfasern oder Kunststoffasern. Zur Herstellung benzoylchloride, chlorierte aliphatische Carbon- dieser gewebten oder gewirkten Kissen können die säuren, schwefelhaltige chlorierte organische Ver- verschiedensten fadenförmigen Stoffe verwendet werbindungen, wie chlorierte Thiophene und Thio- 4o den, z.B. korrosionsbeständiger Stahl, Nickel, AIuphenoxide, chlorierte niedrigmolekulare aliphatische minium, Kupfer, Messing, Tantal, Polyamide, PolyVerbindungen, wie Tetrachlorkohlenstoff, Chloro- äthylen, Polyester, Polyacrylverbindungen, PoIyform, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Hexachlor- tetrafluoräthylen oder Glasfasern. Das für das Filter äthan, Tetrachloräthan u. dgl., sowie die fluorierten, verwendete faserige Material hängt natürlich von der broniierten und jodierten Analogen und insbesondere 45 Art des zu behandelnden Gases ab. Bei der Behänd*-- deren Gemische. ' lung eines Gases, das durch Verbrennung von halo-
Solche Verbrennungsprodukte enthalten Kohlen- genierten organischen Verbindungen erhalten wird,
diöxid, Halogenwasserstoff und erhebliche Mengen werden ausgezeichnete Ergebnisse mit einem Löcher
von Metallverbindungen, wie Eisenchlorid und/oder enthaltenden Kissen aus gewirkten Polyäthylenfasern
Eisenoxid. Die letztgenannten Stoffe liegen in sehr 50 erhalten. Aus diesem Grunde wird ein solches Mate-
feinverteiltem Zustand vor, z. B. in einer Größe von rial im erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt,
weniger als etwa 5 μηι, ζ. B. 0,1 μπι. Beim Durchleiten des Aerosol enthaltenden Gases
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das durch das Kissen schlagen die Teilchen des Aerosols Gas, das feste Teilchen in einer Größe von höchstens auf die Fasern des Kissens auf und fließen auf diesen etwa 5 μΐη enthält, derartig behandelt, daß die festen 55 Fasern zusammen, wobei sie sich vom Gas ab-Teilchen in einer Flüssigkeit suspendiert und in ein trennen, das durch das Kissen hindurchtritt. Auf Aerosol verwandelt werden, in dem die Teilchen diese Weise wird eine Abtrennung des Aerosols ereine Größe von mehr als etwa 5 μΐη aufweisen. Diese zielt. Beim Durchgang der Gase durch das Kissen Behandlung kann in jeder geeigneten Weise und wird die Oberfläche des Kissens, mit der das Gas unter Verwendung geeigneter Vorrichtungen zum 60 zuerst in Berührung kommt, mit der Flüssigkeit und Zusammenbringen eines Gases mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise im Gleichstrom mit dem Gasstrom in wie Gaswäscher und/oder Absorber, durchgeführt Berührung gebracht. In ähnlicher Weise wird die werden. Der Kontakt zwischen dem Gas und der ' Oberfläche des Kissens, aus dem das behandelte Gas Flüssigkeit soll derartig sein, daß sich das gewünschte nach dem Durchgang durch das Material austritt, Aerosol im Gas bildet. Vorzugsweise erfolgt dies, 65 ebenfalls mit einer Flüssigkeit und vorzugsweise im indem man das Gas mit feinverteilten Flüssigkeits- Gegenstrom zum Gasstrom in Berührung gebracht, teilchen zusammenbringt, beispielsweise indem man Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Abtrendas Gas durch eine Flüssigkeitssprühzone leitet. nung des niedergeschlagenen Aerosols aus dem
Kissen erzielt, und es erfolgt keine erhebliche An- oder eine andere Flüssigkeit kann unmittelbar durch Sammlung dieser Teilchen im Kissen. Jede geeignete Rohre in die Düsen geleitet und auf die obere und Kontaktflüssigkeit kann zur Behandlung der Ober- untere Oberfläche des Bettes oder Kissens, gesprüht flächen des Kissens verwendet werden. Aus wirt- werden. Das eine Ende der Vorrichtung 20 weist schaftlichen Gründen wird Wasser bevorzugt. Außer- 5 einen Flüssigkeitsauslaß 23 auf, damit die das Bett dem können jedoch Flüssigkeiten, z. B. verdünnte oder Kissen 21 berührenden Flüssigkeiten aus dem alkalische Lösungen, wie Natronlauge, verwendet Inneren der Vorrichtung 20 abgezogen werden werden. Zur Behandlung der beiden Oberflächen des können. Vorzugsweise ist der Boden der Vorrichtung Kissens können die gleichen oder verschiedene 20 gegen diesen Auslaß geneigt, um die Entfernung Flüssigkeiten verwendet werden. Der Einfachheit io der Flüssigkeit zu unterstützen. Die Vorrichtung 20 halber wird jedoch die gleiche Flüssigkeit zur Be- ist weiterhin mit einem offenen Abschnitt 25 Verhandlung beider Oberflächen verwendet. Bei Ver- sehen, in den die Gase aus dem Sauggebläse 19 Zuwendung verdünnter Lösungen von Alkalien zur nächst eintreten. Dieser offene Raum dient dazu, Behandlung der Oberflächen des : Kissens werden den Druck der Gase innerhalb der Vorrichtung ausdiese Flüssigkeiten vorzugsweise" mit derjenigen 15 zugleichen, so daß ein gleichmäßigerer Gasstrom Oberfläche des Kissens zusammengebracht, mit der durch das Bett oder Kissen 21 erhalten wird. Selbstdas Gas zuerst in .Berührung kommt. Es wurde fest- verständlich können andere Einrichtungen zu diesem gestellt, daß bei Verwendung verdünnter Alkali- Druckausgleich verwendet werden, beispielsweise lösungen zur Behandlung dieser Oberfläche des indem man die Gase aus dem Sauggebläse 19 anstatt Kissens kein Alkali in das Gas mitgerissen wird, 20 in den Boden in die Seite der Vorrichtung 20 eindas durch das Kissen hindurchtritt. Wenn jedoch leitet. "
die Oberfläche des Kissens, aus dem das Gas aus- Beispiel
tritt, mit einer Alkalilösung in Berührung gebracht
wird,'kann manchmal eine geringe Menge Alkali Stündlich werden in einem Ofen etwa 193 kg eines
vom Gas mitgerissen werden. Dann kann es er- 25 chlorierten organischen Abfallgases, das aus etwa wünscht sein, das Gas durch ein zweites Filter, das 20% Kohlenstoff und etwa 80% Chlor besteht und mit dem ersten in Reihe geschaltet ist, zu führen. eine erhebliche Menge Eisen enthält, in Gegenwart
Die Flüssigkeitsmenge, mit der das Kissen in Be- von etwa 136 bis 227 kg Dampf von etwa 4,9 at und rührung gebracht wird,, kann in weiten Grenzen 299 kg Luft verbrannt. Es wird ein Abgas erhalten, variiert werden. Es ist lediglich erforderlich, eine 30 das im wesentlichen aus etwa 159 kg/h Chlorwassergenügende Menge der Flüssigkeit zu verwenden, um stoff, 142 kg/h Kohlendioxid, 230 kg/h Stickstoff und eine praktisch kontinuierliche Entfernung der nieder- einem Rest Dampf und Sauerstoff mit Spuren Kohlengeschlagenen Teilchen des Aerosols vom Kissen zu monoxid besteht. Außerdem sind im Abgas erhebbewirken. Die genaue Menge der verwendeten liehe Mengen Eisenchlorid und/oder Eisenoxid in Flüssigkeit hängt natürlich von der Oberfläche des 35 sehr feinteiliger Form mit einer Teilchengröße von Kissens sowie von der Menge des Aerosols im zu nicht mehr als etwa 5 μΐη vorhanden. Dieses gasbehandelnden Gas ab. ■■·'.■■'■ förmige Verbrennungsprodukt wird bei einer Tem-Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einer peratur von etwa 800° C in den Kopf des Direkt-Vorrichtung nach der Zeichnung durchgeführt kontaktkühlers 26 eingeleitet und dort mit einem werden. 40 Wasserspray, in Berührung gebracht, der in den Hierbei treten die durch Verbrennung von halb- Kühler in einer Menge von etwa 34 070. l/h eingegenierten organischen Verbindungen in einem Ofen leitet wird. Durch Berührung des Gases mit dem gebildeten .Verbrennungsprodukte in den Direkt- .Wasserspray wird das Gas innerhalb etwa einer kontaktkühler 26 einer Wasserkontaktvorrichtung ein, Sekunde auf etwa 100° C abgekühlt. Die Eisen,-die hier in zwei Teilen, nämlich einem Direktkon- 45 chlorid- und/oder Eisenoxidteilchen im Gas bilden taktkühler 26 und einem Absorber 18, gezeigt ist. im Wasserdampf ein Aerosol mit einer Teilchengröße Der Direktkontaktkühler 26 ist an seinem oberen von über 5 μΐη. Aus dem Kühler 26 wird das Aerosol Ende mit einem Einlaß versehen, durch welchen die enthaltende Gas durch den Auslaß 28 in den Boden Gase aus dem Ofen eingeführt werden. Weiter weist des Absorbers 18 geführt, in dem es im Gegenstrom... er Wassersprühvorrichtungen 27 und am Boden 50 mit Wässer zusammengebracht wird, das in den einen Auslaß 28 auf. Dieser Auslaß 28 steht in Ver- Kopf des Absorbers in einer Menge von etwa bindung mit dem Boden des Absorbers 18, der mit 68 000 l/h" eingeleitet wird. Chlorwasserstoff im Gas einem Einlaß an seinem oberen Ende versehen ist, wird vom Wasser absorbiert und am Boden der Vordurch den Wasser zur Berührung mit den Gasen ein- richtung abgezogen. Die Eisenchlorid- und/oder geführt wird. Der Absorber 18 ist an ein Sauggebläse 55 Eisenoxidteilchen bleiben im Gas als Aerosol zurück. 19 angeschlossen, um die Gase aus dem Absorber Das dieses Aerosol enthaltende Gas wird dann in die abzuziehen. Das Sauggebläse 19 steht in Verbindung Kammer 25 der Vorrichtung 20 eingeleitet, aus der mit der Vorrichtung 20, die die Einrichtung zur es nach aufwärts durch das Kissen oder Bett 2,1 in Abtrennung der festen Stoffe vom Gas enthält, so den Kamin 24 strömt. Wasser in einer Gesamtmenge daß das Gas durch das Sauggebläse 19 aus dem Ab- 60 von etwa 2725 l/h wird in etwa gleichen Anteilen sorber 18 abgezogen und in das Innere dieser Ein- auf die Ober- und Unterseite des Bettes oder Kissens richtung geführt wird. , 21 gesprüht. Die aus dem Gas beim Durchgang
. Innerhalb der Vorrichtung 20 ist ein Filter in' durch das Bett oder Kissen abgetrennten festen Teil-Form eines Bettes "oder Kissens 21 angeordnet, so chen werden im wesentlichen kontinuierlich ausge-, daß die in die Vorrichtung 20 eingeleiteten Gase 65 waschen und durch den Auslaß 23 am Boden des durch dieses Bett oder Kissen 21 zum Kamin 24 Behälters 20 entfernt. Das durch den Kamin 24 strömen. Oberhalb und unterhalb des Kissens oder strömende Gas enthält Stickstoff, Kohlendioxid, Bettes 21 sind Spriihdüsen 22 angeordnet. Wasser Wasserdampf und Spuren Kohlenmonoxid. Es ent-
hält praktisch keinen Chlorwasserstoff und keine festen Teilchen von Eisenchlorid und/oder Eisenoxid.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    ■ ■ : ■ ■ ■ ■ '■ ■ ' '■/
    Verfahren zum Abtrennen feinteiliger, ^ fester
    Stoffe mit einer Teilchengröße.unterhalb etwa 5 μm aus einem Gasstrom, gemäß dem zuerst in den zu reinigenden Gasstrom eine Flüssigkeit in Nebelfonn eingesprüht und anschließend der Gasstrom durch mit zum Teil im Gegenstrom
    zur Gasströmungsrichtung geführte Waschflüssigkeit beaufschlagte Filter hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Filter Filtermassen verwendet werden, die einen größeren Porendurchmesser als die größten Teilchen, im allgemeinen S bis 100 μτη, aufweisen und daß die in an sich bekannter Weise unter Einsatz eines Dnickventilators vom Gas in vertikaler Richtung angeströmten Filter im Gleich- und .Gegenstrom zur Stromrichtung des Gases mit Waschflüssigkeit besprüht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 651/74

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1471621B2 (de) Verfahren zum abtrennen feinteiliger fester stoffe aus einem gasstrom
DE1542314C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Schwefeloxiden aus Abgasen
DE2227176A1 (de) Verfahren zum Reinigen von quecksilberhaltigen Gasen
DE2649180A1 (de) Reinigungsvorrichtung zum reinigen eines loesliche verbindungen enthaltenden gases
DE2225686A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Adsorption von Fluor und Fluorverbindungen auf Aluminiumoxyd
WO2006039988A1 (de) Apparatur zur behandlung von partikelförmigem gut
EP2200664A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen eines heissen luftstroms
CH638107A5 (de) Vorrichtung und verfahren zum absorbieren von verunreinigungen in abgasen.
DE2519996A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum inberuehrungbringen zweier fluide
DE2013192A1 (de) Nassreiniger
DE2132426A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Pigment-Siliciumdioxid
DE2705229C2 (de) Verfahren zum Behandeln eines Gasstromes
DE3703706C2 (de) Verfahren und Anordnung zum Reinigen eines kontaminierten Heissgasstromes
DE1457100A1 (de) Verfahren zur Beseitigung radioaktiven Muells und Anlage zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1419246B2 (de) Verfahren zur entfernung von feinen teilchen aus gasen oder daempfen
EP3921063B1 (de) Zweistufiges verfahren der rückgewinnung von halogenierten kohlenwasserstoffen
DE1471621C (de) Verfahren zum Abtrennen feinteihger, fester Stoffe aus einem Gasstrom
DE1667308A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regenerierung eines Katalysators
DE2025389C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Gasen, welche Quecksilber oder Quecksilberverbindungen enthalten
EP0456797B1 (de) Verfahren zur behandlung von gasen
AT212290B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung gasförmiger Halogenide, insbesondere Fluoriden, aus gasförmigen Systemen
DE2422799B2 (de) Verfahren zum Entfernen von Fluorwasserstoff und Borfluorid aus einer Gasmischung
DE3135428C2 (de) Verfahren zur Rauchgasreinigung, insbesondere von Rauchgasen von Lebensmittelräucheranlagen, und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2011300B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren der Abluft von Trockenreinigungsmaschinen
DE3533595A1 (de) Verfahren zum abscheiden von wasserdampf, loesungsmitteln und/oder schadstoffen aus einem gasstrom und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens