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Einteilige, bestündige, hygroskopische, flüssige polymerzusammensotzung
und Verfahren zu deren Herstellung and Benutzung Allgemoin bestobt sich die vorliegende
Ertindung auf flüeeiße polymere Polysulfidzusammensetzungen und Vorfahren sur Bobilut
tisser Zusammensetzungen. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf in einem einzi-Son
Gemiaeh vorliegendew d. h. aloo einteilige, heatändisse, trocknende oder "härtbare"
(curable) polysulfidzusammmensetzungen und Verfahren zu deren Behandlung, wobei
ein Einleitea der "Härtung" (Curing) durch Vermiaohon mit geeonderten Aktivierungs-
oder Härtemitteln unmittelbar vor dem Auftragen oder Ansetzen an der gewünschten
Stello
baaaitigt iot.
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Polysulfidpolymere in allgemeinen sind zeit einer Reihe von Jahren
bekannt ; oo ooi z. B. auf dia USA-Pntontaohrifton 1 090 19t, 2 049 9749 2 100 351
und 2 216 044 hingewissen.
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FlUsaiga Polysulfidpolymere sind gleichfalls, wenngleich noch nicht
so lonßw, seit einigen Jahren bekannt; als Beispiele seien die USA-Patentschriften
2 466 963 und 2 474 859 genannt. Dia flüssigen Polymer sind bei zalhreichen Anwendungen
bosondere brauchbar, und swar wagon dar Laiohvalut der Handhabung eines flüssigen
Materials und der Tatoaohat daO ait aalbat bei Raumtemperatur zu einem gummiartigan
Matarial vulkanisiert worden können, das die wünschenswertenphysikalischen Eigenschaften
des "gehärteten" (cured) Polysulfidgummis hat. Solche wünschenswerten Eigenschaften
aind z.B. ausgezeichnete Bestindigkeit gegen@ber atnan wattmen Bereich trou Lösungsmitteln
gert Dt sionsgeschwindigkeit von G@@en@ gute Best@ndigkeit gegen Oxydation, Uaou
und Verwittterung; Haftf@higkeit an Metall; sinon Betriebs- oder @utzungstemperaturbereich
von etwa - 37°C bis 93°C (- 70°@ bis 200°@). Demgemäß haben die nuls Polymeren ale
Dichtungsmaterialien auf Anwendungsgebieten der Kompression und Luft- und Gasfortleitung,
als Schutz@berz@ge In Bonaintanka und Behältern, nia Haftaittol und in vi@@on anderen
nützlichen Anwendungen ausgedehnte Varwandung gafundan.
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Trots der Brauchbarkeit und des dargelegten praktischen "trtee der
fluonigon rolyeulfidpolymoren aind die heutigen Methoden der Zusammenstellung oder
Formulierung und @@@rtung der Polymeren nicht völlig zufriedenstellend. Im einzelnen
wird nach geeigneter Kompoundierung den Grundpolymeren mit Füllstoffen, Verstärkungspigmenten
und dergleichen die Härtung normalerMiae unmittelbar vor der Verwendung durch Zugabe
eines gesondert kompoundierten Härtungsmittels wie etwa einem Oxydationocittol,
e. B. Dieidioxyd oder Zinkperoxyd, eingeleitet. Da entweder das Grundpolymers oder
das Härtungsmitttel oder beide normalerweise Feuchtigkeit entbalten, müssen das
Härtungsmittel und dan Orundpelyoere unmittelbar vor der Verwendung intensiv miteinander
vormisobt werden und sie können nicht vorgemischt sein. Demzufolge hängen die Eigenschaften
des Produktes in starkem Haße von einer richtigen mengenmüßigen Zusammenstellung
und einer sorgfültigen Vermischung der getrennten Bestandteils ab, was mit der am
Anwendungsort zur Verfügung stehond@@ AuarUetung häufig nicht erreichbar ist.
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Die vorzugsweise verwendeten flüssigen Polymeren sind ziemlich viekoa
und orinnorn an einen Sirup oder dicke Melasse, so daB eine rlchtlgo Vermischung
nur bei Verwendung von rotierenden Schlag- oder Rühreinrichtungen oder anderen Leistungsmischern
erreicht wird. Solche Einrichtungen führen unvermeidlich eine Unzahl von kleinen
Luftblächen in die
Mieohung sine rua die aufgebrachte Zuaammeneotzung
wahrend der Härtung oder der späteren Verwendung bei einer hohen Temperatur unerwünscht
porös macht, die eingeschlo@senen LuftblUoohen voruraaohon häufig Piooo oder die
Bildung von Blasen in des gehärteten Film oder Körper und verkürzen biordurch dessein
Nutsungsdauer. Dar@berhinaus neigt die W@rm@erzeugung bei der V@rmischung dazu,
die nutzbare Auftragungs- oder Anwendungsdauer den härtenden Polymeren zu verringdrn
und die wünschenswerten igeneohaften don rrodictez au verändern. ter weitere praktische
Schwierigkeit liegt in der Notwendigkeit einer Benutzung von getrennten Veraendungabehaitom
für das Grundpolymere und das Härtungswittel, wao die Veraendung oreahwert und Mischfehler
durch Anwendung don falschen Bestandteile oder einer falschen Range oints Bestandteile
begünstigt. Dem@@tsprechend wäre die Härtung von fluaaigen Polyaulfidpolymeren ohne
Notwendigkeit der Benutzung sinon getrennt koapoundierten Hürtungo rituels oder
einer Vermischung unmittelbar vor der Anwendung in bohas Made wünschenswert und
vortoilhatt.
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In Hinblick auf diese Schwierigkeiten sind viels Versuche angestellt
worden, bequemere Methoden der Härtung von flüssigen Polysulfidpolymeren zu entwickeln.
Beispielsweise ist die Grundpoly@orzusammensetzung mit dem Härtungsmittel unter
wasserfreien Bedingungen vorgemischt worden, wobei dann unaittolbar vor der Verwendung
wasser durch Vermischung mit
veiner derartigen vorgemioehten Wuswird,
09 @ei z. B. auf die USA-Patentschriften 2 466 963 2 466 963 und 2 787 600 hingewi@@en.
Eine solche Arbeitsweise vermoidot natürlich die Schwierigkeiten, die mit der getrennten
Handh@bung des Härtungsmittels zusammenhängen; jedoch erfordert sine aolohe Arbeitsweise
noch'eine Vormioohung unmittelbar vor der Anwendung mit ihren boroita oben erMähnten
begleitenden Nachteilen. Allgemein erfordern die vorgemischten Zusammensetzung eine
Vermischung zur Einverbeiden. Ohne derartige Maßnahmen haben die bisher bekannten
vorgemischten Zusammensetzungen unpraktisch lange Härtungszeiten und können im besten
Falle nur für dünne Fil@@ verwendet wordene Die vorliegende indung gibt ein in olnem
einzigen Gomisch odor Anaatt, d.h. einteilig vorliegende, best@ndige, flüssige,
polymère Polysulfidzusammensetzung, die ohne water* Verrührung vollattandig ausgehärtet
wordsn kanne und in Verfahren eu deren Heratollung und Anwendung au h Auftrasung
oder Ablagerung an der gewünschten Stelle können selbat diode Körper aux der Zusammensetzung
durch blo3o Berührung mit feuchter atmosphärischer Luft ohne Zugabe von getrennten
Härtungsmitteln ausgehärtet werden. Demgemäß beseitigt die Erfindung jegliche Mischstufe
unmittelbar vor der Verwendung und schließt folglich ein Vorliogen von Luftbläschen
in
den gehärteten Polysulfidgummi aus. Auch kann die Zusammensetzung gemäß der Erfindung
in einem einzigen geeigneten Behälter verpackt und direkt der Stelle zugefahrt erden
wo nie vorwendet wird.
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Allgemein ist ein Zweck der Erfindung die Angabe einer Zusammensetzung
und aines Verfahrens zur Schaffung von einteiligen, beständigen flüssigen Polysulfidpolymeren,
die ohne Rizhrvorg. allein durch Borührung ihrer Oberfläche mit Ungebungen, die
als wesentlichen nur Feuchtigkeit enthalten, nach Auftragung oder Abscheidung an
der gewUnechton Stelle gehtirtet worden kennen.
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Die Erfindung bezweckt weiterhin die Sech@ffung solcher Zusammensetzungen
on vollständig vorgemischter Form und geeigneter Yorpaokung in einem eiazigen Behälter
odor eX einzigen Patrone, so daß Zusammensetzung ohne Notwendigkeit einer Benutzung
von Leistungsmischern, Rührern oder derglcsiohen direkt an der gewünschten Stelle
abgeschieden werden ko.
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Nooh ola anderer Zweck der JSrfindung iot die Schaffung veines Verfahrene,
durch due dicke Körper aue flUooißan Polyeulfidpolymoren ghartoS werden können und
die Gegenwon von Luftblasen praktisch beseitigt wird.
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Andere Zwecke und Vortoile der Erfindung geben aus der nachstehenden
Boachrclbung beispielsweiser Ausführungsformen hervor und ous don beaonderon Bolaplolrn
und den darin. ufgeführten
tabell@rischen Werten, die den Fachmann
erkennen lassen, wie die Erfindung ausgeführt wird.
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Allgemein gibt die Erfindung eine einteilige, best@ndige, hygroskopische
flüssige Polymerzusammensetzung an, die als wesatliahx Bestandteil oin flüssiges
Polyalkylenpolysulfid-Polymer umfaßt. Das Polymer enthält gründlich darin dispergiert
ein ruhendes (dormant) Härtungsmittel für das Polymorg welches durch Gegenwart von
Feuchtigkeit aktiviert wird. Das Polymer enthält gleichfalls gründlich darin dispor$ort
ein wasserlösliches aorilieendoa (doliqueaoent) Beschleungsmittel, das geeignet
ist, Feuchtigkeit aus der Uatgobuns ansusiohea und su absorbieren und die Härtung
don Polymeren durch das Härtungsmittel zu beschleunigen.
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Das Polymer kann zur Entfernung von Feuchtigkeit a@fänglich getrocknet
worden oder vorzugsweise kann das zerfließende Beschleunigungsmittel auch ein Trockenmittel
sein, um das Polder zu trocknen. Alternativ kann das Polymer gründlich tarin wertellt
eia einzigeo trocknendes, z@rfließendes, ruhendee Härtungs- und Beschleunigungsmittel
enthalten, das geeignet ist, das Polymer su trocknen, sUa den Umgebungen Feuchtigkeit
anzuziehen und zu absorbieren, nach Aktivierung durch Anwesenheit von Feuchtigkeit
das Polymer zu h@rten und die Härtung des Polymeren zu beschleunigen. Solche Umgebungen
können z.B. einen Wasserkörper oder eine Gasphas@ einschließen, die als weaentliohen
Bestandteil nur Feuchtlgklt zu enthalten braucht, z.B. atmosph@rische Luft von
nomler
Feuohtigkeit.
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Die besonderen erfindungsgemäß in Betracht kommenden Polysulfidpolymeren
werden "Polyalky@npolysulfide" genannt und k5mon durch die allgeaetno Formel H S
HSRSS...RSS...RSH dargestellt werden. Diese Polymeren setzen sich im wesentlichen
aus der Einheit R33 Buaamnen und das Molekulargewlcht wlrd aLcb ait der Anzahl dieser
Einheiten in dem Molok&l und auch nit der spezifischen Struktur des organiaohen
Radikalo R in dem Molekül ändern. Zur bequemen Beaohreibung dieser Polyaoren ko
dos organische Radikal R definiert werden als irgendein mehrwertiges organisches
Radikal, dae oindeatona die Gruppierung -CH2- enthält und. dan au der Abapaltung
won aindewtena zwei an Kohlenotoff gebundenen negativen Substitue@ten von der organischen
Verbindung, die @rsprünglich diese Bestandteile enthält, herrtihrt, motet diode
Abspaltung durob Umeeteumg dleser Verbindung mit einea Alkalipolyeolfid erfolgt
iat. Jedoch eind alle diode Polymer dadurch gekennzeichnet, daß die polyfunktionell
in Bezug nut Mercaptogruppen (SH-Gruppen) sind. Hinsichtlich einzelner Polymerer
sei auf die verschiedenen oben angeführten Patentschriften Bezug genommen.
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Die Polyalkylenpolysulfidpolymeren, die mit großem Vorteil
duroh
die Materialen und Methoden gemäß der Erfindung geh@rtet werden können, im Zustand
von dünnen sir@-pösen Flüssigkeiten bis zu dicken viskosen Flüssigkeiten, die nur
unter Druok fl@@@n, ruichen. Ihre Molekulargewichte kennen In bereiche YOD etwa
200 bis etwa 30 000 und vorzugsweise von etwa 5JO bis etwa 20 OUU liegen. Gloichtalls
können sie etwa 0,1 % bis 4 % Vernetzung aufweisen.
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Flüssige Polymere in diesem Bereich sind viskose Flüssigkeiten bot
gewöhnlichen Temperaturen, aie babon die tonpeiatenw von dünne@ Sirup oder Melasse
und eine Viskosität swiaohen etwa 300 und 150 000 Contipo@sen. Als Beispiel hat
ein bovorzußtoe Polymor, dao aus Diohlordiäthylforaal und Trichlorpropan orhalt
werden kann, ein Molekulargewicht won ungefähr 4000. Wenngleioh die Erfindung auf
Polymore von tieferem oder höherem Molekulargewicht anwendbar lot@ liegt ein Hauptvorteil
eines halbflüssigen Zustandes dos Ausgangsmaterials in einer größeren Leichtigkeit
der Handhabung, Antmdung und Aushärtung.
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Die Fähigkeit der Polyalkylenpolysulfidpolynoren, in festo @lastomere
oder gummiartige Körper überzugehen, d.h. zu vulkanistoron odor in der hier gebrauchten
Boxeiohnungewoiao, zu "h@rt@n", ist in @r@ter Linie der Reaktionsfähigkoit der funktionellen
SH- oder Mercaptogruppen an den offenon Süden der Polymerkettut zuzuschreiben. Dementsprechend
können allgemein Härtungs- oder Kondensationsmittel verwendet wardeng di mit Meraapto-oder
Keroaptidxruppen kondonsloron oder deren Vereinigung verursachen. Bekanntlich ist
die
brauchbarste Reaktion für die Kondensation oder Härtung der flüssigen Polysulfidpolymeren
die der Oxydation durch ein Oxydationsmittel. Diese Reaktion führt in allgemeinen
su einer Steigerung der Länge der Polymerkette durch Verbindung der Schwefel@to@e
der beidea Uoroaptoondruppen (Thiole) unter Bildung eider Diaulfid-ojor Rohwefol-otill-Schwefel-Bindung,
wobei Wesser als N@benprodukt in Freiheit gesetzt wird. Die vorliegendeErfindung
@ndort nicht das Grundkonzept der Härtung, sondern schafft stattd@ssenen eine einzigartige
Verfahrensweise und eine Zusammensetzung, bei der Bajrtungsmittwl mit Folyaulfidpolymeren
vermischt oder v@rachnitten werden konnen und darin in ruhendem oder inaktivem Zustand
verbleiben, bis eine Härtung erwünscht ist.
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Zu don vielen verwendbaren Härtungsmitteln gehören organiucbe Oxydationaüittelt
*<D. Dinitrobenzol. In gleicher Weise können anorganische Oxyde verwendet werden,
z.B.: die Alkali- und Alkalisalzperoxyde, z.B. Natriumperoxyd, Natriumpyrophosphatperoxyd,
Natriumcarbonatporoxyd und Natriumporboratt die Erdalkaliperoxyde, z.B. Calciumperoxyd
und Bariumperoxyde; sowie andere Metallperoxyde, z.B. Zinkperoxyd und Mangandioxyd
und Oxydationsmittel wie beispielsweise Ammoniumbichrom@t.
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Das zerfließende Beschleunigungsmittel ist vorzugsweise ein Trockenmittel
und muß wasserlöslich sein. Es wurde gefunden, datjt alkalische Materialien wie
beispielsweise Alkali- und @rdal@@ioxyde, - peroxyde, -hydroxyde und -salze von
schwachen
Säuren brauchbar @igenschaften dieser Art heben. Einiße
besondere Beispiele für solche Verbindungen, die verwendet werden können, sind Natriumoxyd,
Natriumporoxyd, Kaliumhydroxyd, Natriumhydroxyd, Natriumacetat, Natriumoarbonaty
Natriumphosphat, Natriummolybdat, Calciumoxyd, Bariumoxyd, Calciumperoxid, Bariumperoxid,
Calciumhydroxyd, Strontiumhydroxyd, Weiterhin wurde gefunden, daß Bariumoxyd in
tmerwarteter und ungewöhnlicher Weise als ein entwästemdM, zerfliessliches Boaohlwunigungemittel
wirksas iot.
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Es ist zu beachten, daß die Alkali- und Erdalkaliperoxyde, z.B. Natriumperoxyde,
Calciumperoxyd und Bariumperoxyd, als alleinige und konbiniort wirkende croolcnefflo
zorfliosoende Härtungsmittel und Beschleunigungsmittel verwendet werdenkönnen.
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Die Menge anHärtungsmittel nd trockendem, zerfliessondern Beaohleunigunaaittel,
die mit den Polyalkylonpolyoulfidpolymeren vermischt wird, infolge des inaktiven
Zuatandee des Härtungsmittels, wenn die Zusammensetzung in trok@nen Umgebungen gehalten
wird, beträchtlich variieren.
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Jedoch lot es wünschenswert, daß das Härtungsmittel @indeatone in
einor otohionetriochen Mense cnweaend ist, o dag an hinreicht, um eine zufriedenstellene
Geschwindigkeit der Härtung und eine vollständige Vulkanisation zu schaffen.
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In clocher Weioe ist es vorzuziehen, daß das trocknende bswo ontwaaaemde
zerflieoaende Beaohlowu. in
hinreichender Menge anwesend ist, am
das Polymere während einer Lagerung trocken nu halteng ohne jedooh einen solchen
Trookenzustand Uber oine ungomaesen longe Zaitepanne aufrechtzuerhalten, nachdem
die Zusammensetzung aufgetragen odor an der gewtnschten Stelle abgeschieden worden
t.
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Wenn beispielsweise ein Polyalkylenpolysulfid mit einem Molekulargewicht
von etwa 4000 verwendet wird, betrtägt die angewendete Menge an Härtungsmittel z.B.
etwa 2 bin 20 Tells je 100 Teilen Polyalkylenpolysulfid und die angewendete Menge
an trocknendem, zerfließendem Beschleunigungsadttel z.B. etwa 0,5 bis 50 Teile je
100 Teilen Polyalkyllenpolysulfid.
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Die physikalischen und chemischenEigenschaften der geharteten Zusammensetzung
gemäß der Erfindung können so geändert werden, daß ein Produkt erzeugt wird, das
am beaten für die gewählten Methoden der Auftragung und die besondere Verwendung,
der es unterworfen werden soll, geeignet lot. Der Vernetzungegrad und dne mittlere
Molekulargewicht don Polyalkylenpolyeulfidpolynoren beeinfluoaen die physikalischen
Eigenschaften. Beispielsweise wird ein flüsexigez Polymere mit einem tieferen mittleren
Molekulargewioht, s. B. unter 30009 härtere Körper ergeben als ein flüeeigee Polymeres,
das ein höheres mittleres Molekulargewicht hat, letzteres hat eine tiefere Shore-Härte
aber bessere Abnutzungsbestandigkeit. Eine Zugabe bzw. Erhöhung der Menge an Füllstoffen,
Pigmenten und Verst@rkungsmitteln wie baiapiolaweioe Calciumcarbonat, @isenoxyd,
Aluminiumpulser
Siliciumdioxyd, Zinksulfid, Ruß, Kunstseideflocken,
Titondioxyd, Tonen usw. wird im allgemeinen die Shore-Härte ZUhigkoit und Zugfestigkeit
orMhen und die Dehnung don Produktan verrinsem.
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DieHäftfähigkeit der gehärteten Zusammensetzung an Metallon, glanez
harzüberzogenen Gegenständen usw. kann ohne Zerstörung anderer Rißenaohaften stark
erhöht werden durch Zugabe von verschiedenen harzartigen oder plastischen Zusammensetzungen,
im allgemeinen im Bereich von @ bis 20 20 Teilen je 100 Teilen des Polymeren, jodoch
können auch so große Mengen w1* 50 Teile verwendet werden. Haupteäehlioh in Hinblick
auf ihre hervorragenden Beständigkeitssigeneohaften gegen Wärme, Wasser und Chemikalien
sind die Phenol- und Epoxyharze die bevorzugten Harze für diesen Zweok sur Verwendung
mit den Zusammensetzungen gemäß der Erfindung.
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Andore Additive für die Zusammensetzung gemäß der Erfindung aehließen
Plastisiermittel ein. Plastisiermittel erhöhen die @lioßfähigkeit der Zusammensetzung
und verbossern die Dispernion der Feststoffe. Plastiziermittel vorbessern gleichfalls
die Dehnung und verringern die Härte der ausgehärteton Zusammensetzung. Zu den gebräuchlichen
Plastiziermittolu, die verwendet werden können, gehören chlorierte Diphenylzusammensetzungen.
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Im allgemeinen werden die fMaeigen Polyalkylenpolyaulfidpolymeren
erfindungsgemaß
behandelt, indem zunächst das Polymer innig mit dem ruhenden. Härtungsmittel, das
durch Gegenwart von Feuchtigkeit aktiviert wird, und doa trocknondon, zurflioßendon
Beschleunigungsmittel, das zur Trocknung des Polymuren, sur Anziehung und Absorption
von Pcuchtickoit ous don S buna dor Mischung und zur Beschleunigung der Härtung
das Polymeren befähigt ist, versmischt wird. @ohr im einzelnen wird das Polymer
gewöhnlich zunächst mit Füllstoffen, Plastiziermitteln usw. durch Kraftrührung und
nachtfolgende Streichmahlung (paint milling) vermischt. ie Bestündigkeit der Polymermischung
und der sich ergeboudes ZMoaMMMetaiung kann durch Trocknung mittels Anlegon eines
Vacuums zur Entfernung von Feuchtigkeit verbassurt worden. Dle normalerweise beim
@ischen eingeführten Luftbläschen werden entweder durch Streichmahlung (paint milling)
oder Vacuumentgasung der Mischung beseitigt.
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Via= die Dieporgierung und Verteilung vollständig ist, wird die Mioohung
während der Verwendung und Lagerung durch Verpacken in einoN luftdichten Behälter
in trockener Umgebung gehalten. Die Mischung wird angewendet, indem sie an der gewünschten
Stelle aufgetragen oder abgelagert wird und sur Härtung mit Feuchtigkeit enthaltenden
Umgebungen in Berührung gebracht wird. Solche Feuchtigkeit enthaltendon Umgebungen
kdnnen einfach normale ataoaphäriaohe Luft oder Wasser sein. Wenn gewünscht, kann
die Härtung der Mlechung beschleunigt werden, tndem aie exh1tst wird. Obwohl
oioh
dan Verfahren ccaHO der Erfindung in orotor Linie der Absorption won Feuchtigkeit
bedient, um eine Hortung zu erzielen, können gegebenenfalls andere Lösungsmittel
wto boiepieloweiee Ammoniak oder die hochpolaren organischen Lösungsmittel Anwendung
finden.
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Die folgendem besonderen Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung
und zur Klarlegung der Art und Weise, in der sie ausgeführt werden kann.
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Beispiel @ Zu 100 Gewichsteilen Polyalkylenpolsulfid mit einem Molekulargewicht
von etwa 4000, einer Viskosität vom etwa 40 000 Centipoi@en und 0,5 % Vernetzung
(Handelsprodukt Thiokol LP-32) werden die folgenden Beatnndteile in den angogobonoa
Gewivhteantotlen zugefügt: Polyalkylenpolysulfid (Thiokol LP-32) 100 Titandioxyd
18 Calciumcarbonat 45 Plaztis itS1 (1) 15 Haftmittelhars (2) 5 Caloiuatperoxyd (60
10 Bauaoxyd 10 (1) 47 Toile e chlorierten Diphenyls (Arochlor 1254, hergestellt
von der Horcules Powder Co.) und 10 Teile einoa hydriartan Terphenyle (HD-40 der
Moneanto Chenioal Co.) (2) 80 %ige Lösung eines Epoxyharzes in Methyläthylketon
n 1001, hergestellt von der Shell Chemical Co.).
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Alle Bestandteilw wurden grandlich in einer Streichmühle (paint miel)
veraahlen und die eich ergebende Forauliorung wurde in abgedichtete Patronen eingefüllt,
die zur Verwendung in einor normalen Auapre0einrichtung goeignet atnd.
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In gewünschten Abständen wurden einige der Patronen auf Prüfunterlagen
ausgepreßt. Das Material härtete zu @ähen CUsMiartißen Zusammensetzungen, die bei
der Prüfung physikalische und chemische Eigenschaften zeigten, die dindeetene denen
ähnlicher Zusammensetzungen gleichwertig waren, welche in der herkdmmliohen Weise
durch Vermischung gehärtest wurden.
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Eigenschaften Bestündigkeit bei 40°C (120°F) 30 Tage Beatändigkeit
bei 24°a (75°F) 6 Monate goit bie sur Xlebfreiheit 24 Stunden Härtungszeit bot 240
(75°F) und 30 Tage bei 6,35 50 fe relative Feuchtiskelt am (1/4") Stärke Härtungszeit
bot 48°C (12°F) und 2 Tage bei 6,35 100 % relativer Feuchtigkeit mm (¼") Stärke
Haftf@higkeit g/mm² (lbs./in²) Nnob 5-tatigen Eintauchen in wasser (MIL-S-7502 Peel
Test) Aluminiumlegierung 606l 24,6 35 alas 2191 30 rostfreier Stahl 2446 35 galvanisierter
Stahl 22, 5 32
=pool Beispiele II - V Einige Beispiele anderer
verwendbarer Zusammensetzungen in GawiohtataQ. en eind wie folßtt x III IV v Folyalkylonpolyoulfid
10 100 100 100 (Thiokol w-52) Tttundioxyd 20 20 20 20 Calciumcarbonat 40 40 40 40
Plastiziermittel (1) 10 10 10 10 Haftmittelhars (2) 5 5 5 5 Zinkperoxid ) (4) 10
10- -Plastiziermittel (3) ) 10 10 - -Caleiunporcxyd)--30 Plastiziermittel (1) )-
- 6 20 Natriumpyrophosphat ) - - - 2 0,5 peroxyd (4) Plastiziermittel (5) - - 2
0,5 Baritnoxyd 10 10 10 Plastiziermittel (5) ) (4) - 10 3 10 toluol Natriumhydrosyd
0 5 0, 25 Plastiziermittel (5) ) (4) 1 0,5 Toluol 0,5 0,25 Toluol (6) 3,75 3,75
3,75 3,75 (1) Chloriertes Diphenyl (Arochlor 1254) (2) 80 %ige eines Epoxyharzes
(Epon 1001) in Methyl-Athylketon
(3) Arochlor 1242 (4) Dispersion
(5) hydricrteo Torhenyl (IGS-40) (6) Dieperaion, hergestellt mit 10 Teilen des Polyalkylenpolysulfids
(Chlokol L@-32).
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Aus der vorntehenden lao Einzelne gehenden Beschreibung ist su ersehen,
daD ein Morkmal der Erfindung der Erfindung in der Bildung einer einteiligen, beständigen
Polysulfidzusammensetzung durch Einverleibung einet alkalieohen trocknenden Be-Mhleunigungooittela
lient. Dieses Ergebnis ist Überraschend, da es auf dem Fachgebiet bekannt ist, daß
alkaliche Materialien normalerweise die Härtung des Polysulfidpolymeren viel mehr
beschleunigen, als daß sie es stabiliaioren. Jedoch wird g=UB der Erfindung durch
Verwendung oine trooknonden odor entwässerden Beschleunigungsmittels nichet nur
die bakaunts erhöhte Geschwindigkeit ist der Härtung erzielt, wenn diese Härtung
gewünscht ist, sondern auch veine beBtjndiee Zusammensetzung, wenn eine Härtung
nichet gewünooht ist.
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Bin gadzro Merkmal der Erfindung int die Benutzung einea zerfließenden
Beschleunigungsmittels. Solche Mittel ziehen Feuchtigkeit aus der Umgebung, z.B.
atmosphärischer Luft, an und abßorb1er sie, so daß Feuchtigkeit ganz durch die Polysulfidzusammensetzung
verteHt Mnd daa ruhende Hartunmittel aktiviert wird. Demgemäß wird die Stufe der
séchaniochen
Einmischung vom Caacor in die Eih HUrtungaaittol
enthaltende rolyoulfidzuaaemonaetzung unnötig und kann orntmeltg nuageachlosson
werden.
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Infolge dieoer Merkmale wird durch die vorliegonde Erfindung erstmalig
eine einteilige, best@ndige, hygroskopische Polysulfidzusammensetzung geschaffen,
die vorgepockt cordon kann, z.B. in Patronen für A@spreßeinrichtungen, und dunn
ohne jede weitere Vermischung aufgetragen oder an der gewünschten Stelle abgesetzt
werden kann.
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Xaoh don. Auftragen oder Absetzen werden selbst dicke Körper der Polysulfidzusammensetzungen
einzig durch Berührung mit Feuchtigkeit enthaltenden Umge@ungen, z.B. atmosphärischer
Luft von nornalor Feuchtigkeit, gehärtet. So ind weder eine weitere Vermischung
noch weitere Reaktionsteilnehmer erforderlioh, un die Polysulfidzusammensetzung
gemäß der Erfindung su harten.
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Ba Es ist zu ersehen, daß die vorstehende Beschreibung und die Bespiel
die Erfindung nur veranschaulichen und die Erfindung nicht daraut beschränkt lot.
la Rahmen diesel Offenbarung otnd viol* ander apezielle Auafhrungaforaon der Erfindung
tiir don Fachmann ersichtlich. Alle A@@tauschmaßnahmen, Änderungen und Abwandlungen
der Erfindung, die in don Uafang der nachstehenden Patentansprüche fallen oder auf
die die Erfindung leicht anwendbar ist, ohne den Erfindungagedankon un den Rehen
dieser Offenbarung zu verlaseeng sind als Teil der Erfindung anzusehen.