[go: up one dir, main page]

DE147050C - - Google Patents

Info

Publication number
DE147050C
DE147050C DENDAT147050D DE147050DA DE147050C DE 147050 C DE147050 C DE 147050C DE NDAT147050 D DENDAT147050 D DE NDAT147050D DE 147050D A DE147050D A DE 147050DA DE 147050 C DE147050 C DE 147050C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glue
flour
sludge
water
dough
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT147050D
Other languages
English (en)
Publication of DE147050C publication Critical patent/DE147050C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/12Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from cereals, wheat, bran, or molasses

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Cereal-Derived Products (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JV* 147050 -KLASSE 53 f.
Zur Gewinnung des Klebers verfuhr man bisher derart, daß man Getreidemehl mit wenig Wasser zunächst zu einem dicken, festen Teig verarbeitete und hierdurch den Kleber zur Gerinnung brachte, welche durch mehrstündiges Liegen beendet wurde. Sodann wurde die Stärke durch Wasserzufluß ausgewaschen. Auf diese Weise gewonnener Kleber hat aber durch die' langwierige Art
ίο der Herstellung seine beste Eigenschaft, nämlich die Triebkraft, welche sich beim Verbacken äußert, verloren. Außerdem hat dieses Verfahren noch den Übelstand, daß der Kleber stets einen gewissen Rest von Stärke einschließt und große Wassermengen zu seiner Gewinnung notwendig sind.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein Verfahren, bei welchem diese Übelstände vermieden sind; es gestattet, mit einem sehr geringen Aufwand von Wasser den Kleber nahezu stärkefrei in einer die volle Triebkraft besitzenden Form zu gewinnen.
Dieses Verfahren beruht darauf, daß die Teigbildung bei der Behandlung des Mehles von vornherein umgangen wird, der Kleber mithin Mehlteile nicht einschließen kann, die durch Auswaschen doch nicht vollständig entfernt werden können. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß das Mehl mit Wasser in einen dünnen Schlamm verwandelt wird, in welchem der Kleber durch eine mechanische Bewegung, ähnlich dem Ausbuttern und der Gewinnung des Fibrins aus Blut, in die unlösliche Form gebracht und in dieser Form direkt gewonnen wird. Es empfiehlt sich hierbei, das zum Ausscheiden des Klebers benutzte Rührwerk langsam anlaufen zu lassen und die Zahl seiner Umdrehungen sodann erheblich zu erhöhen. Hierbei wird der Kleber als Klumpen ausgeschieden, welche in bekannter Weise, z. B. durch Zerreißen, zerkleinert und nach etwaigem Einstäuben mit Mehl getrocknet und gemahlen werden. .
Dieses Verfahren, welches weniger als die bei gewöhnlicher Klebergewinnung erforderliche Zeit in Anspruch nimmt und ein Auswaschen mit großen Wassermengen entbehrlich macht, gestattet, den Kleber chemisch möglichst unverändert zu gewinnen, so daß er für die Herstellung von Nahrungsmitteln geeignet und wertvoll bleibt und dem nach dem bisherigen Verfahren gewonnenen Kleber wesentlich überlegen ist.
Das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Produkt ist ferner dadurch ausgezeichnet, daß es, im Gegensatz zu anderen Verfahren, ohne Zuhülfenahme chemischer Mittel auf rein mechanischem Wege ausgeschieden ist. Man hat z. B. bei dem aus der Patentschrift 102465 bekannten Verfahren dem dickflüssigen, salbenartigen Mehlteig Kalkwasser zugesetzt und ihn dann durch Zentrifugieren getrennt. Abgesehen davon, daß dabei unter Anwendung fremdartiger Stoffe und mit einem dickflüssigen Teige gearbeitet wird, ist hierbei auch die Arbeitszeit eine viel zu lange, um einen unveränderten Kleber zu erzeugen. Die scheinbar geringe Kalkmenge, welche genommen wird, ist in Wirklichkeit gar nicht unbedeutend, da auf unge-
fähr 150 g trockenen Kleber im verarbeiteten Mehl 2 g Ätzkalk kommen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Kleber in unveränderter Form, dadurch gekennzeichnet, daß Getreidemehl unter Vermeidung der Teigbildung mit Wasser zu einem dünnen Schlamm verarbeitet wird, welcher durch ein Rührwerk am besten zuerst bei langsamem Gang, sodann mit beschleunigtem Gang mechanisch verarbeitet" wird, so daß der Kleber direkt aus dem Mehlschlamm, ohne vorheriges Lagern in Teigform, durch mechanische Behandlung unlöslich in Form von Ballen oder Klumpen ausgeschieden wird, während die Stärke als Schlamm zurückbleibt.
DENDAT147050D Active DE147050C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE147050C true DE147050C (de)

Family

ID=414268

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT147050D Active DE147050C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE147050C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69622990T2 (de) Flachsverarbeitung, dessen gebrauch und herstellung
DE147050C (de)
DE137994C (de) Verfahren zur Gewinnung von entfärbten, geruch- und geschmacklosen Eiwissstoffen aus Blut mittels Wasserstoffsuperoxyds
DE375702C (de) Verfahren zur Herstellung einer reinen, von Eiweissstoffen freien Staerke
DD295971A5 (de) Verfahren zur herstellung von molkereierzeugnissen mit vermindertem gehalt an sterinen
DE209128C (de)
AT136365B (de) Verfahren zur Gewinnung eines kleberartigen Produktes.
DE184215C (de)
DE837643C (de) Verfahren zur Gewinnung von OEl und Proteinen aus Fisch
DE663690C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von eiweissreichen Futtermitteln und Alkohol aus Restmilch
DE43772C (de) Verfahren zur Herstellung von Dextrin
DE1049684B (de) Verfahren zur Herstellung eines genußfahigen Protemhvdrolysates aus dem Fischpreßwasser
DE146798C (de)
DE740269C (de) Verfahren zum Gerben
DE40303C (de) Verfahren zur Herstellung von Peptonpräparaten mit Hilfe des bei der Teiggährung sich bildenden Fermentes
DE105850C (de)
DE856835C (de) Verfahren zum Enthuelsen von Johannisbrotsamen
DE92533C (de)
DE402645C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Gummi aus Ruebenschnitzeln
DE255703C (de)
DE880195C (de) Verfahren zur Gewinnung von Strophanthus-Monoglycosiden durch enzymatischen Abbau der zugehoerigen hoeheren Glycoside
DE617463C (de) Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes
DE144217C (de)
DE437001C (de) Verfahren zur Darstellung von Abbauprodukten aus Keratinsubstanzen
DE739530C (de) Verfahren zur Herstellung von Roggenstaerke